Hallo meine Lieben Lerseininnen und Leser!

ich dachte ich bring euch alle mal auf den neusten Stand der Dinge was diese Gtsory hier betrifft.

Keine Bange sie ist nicht abgebrochen, sie ist fast fertig. Zumindest auf meinem Rechner. 50 Kapitel ohne einen Epilog sind es jetzt doch geworden. Hätte ich nie zu träumen gewagt. Da kommt noch eine Menge arbeit auf meine Betaleserin Steffi zu. Und die ist leider im Moment auch etwas im Streß. Prfüungen und so was. Daher kann das Update machmal etws dauern. Das sollte euch aber nicht davon abhalten mir ganz ganz viele Reviews zu schreiben. Um so eher fühle ich mich genötigt das nächste Chap hoch zu laden, sobald ich es zruück und mir angesehen habe. ganz heftig mit dem Zaunpfahl wink

Hier haben wir auch gleich mal das nächste Chap. Mal sehen wie gut ihr dieses mal seit? Der Rekord liegt immer noch bei acht.

Also, viel Spaß beim Lesen und vergesst nicht die Reviews.

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 19

Zaubertränke verlief relativ ruhig. Snape warf mit gehässigen Kommentaren um sich, regte sich über Schüler auf und auch über Besucher, die seine Hilfe in Anspruch nahmen. „Als hätte ich nichts besseres zu tun", brummte er, wahrscheinlich absichtlich in Harrys Gegenwart. Der zwang sich, das einfach zu überhören. Er würde sich nicht aufregen. Das war Snape definitiv nicht wert. Apparieren klappte immer besser. Sie übten es jetzt zu zweit über kurze Distanzen. Sie würden nach den Ferien mit größeren Entfernungen anfangen, dazu würden sie aber runter ins Dorf müssen und die Sicherheitsvorkehrungen seien noch nicht abgeschlossen. Harry war nicht ganz wohl bei der Idee das sichere Schulgelände zu verlassen, aber er wollte es lernen.

Nach dem Essen ging er dann sofort rauf zu Remus. Der saß in einem Trainingsanzug auf dem Sofa und blätterte in einem Buch. Harry musterte ihn interessiert von der Tür aus, während Remus ihn gar nicht zu bemerken schien. Er schien derart vertieft, dass er um sich herum nichts mehr bemerkte. Leise schlich sich Harry an ihn heran und schaute ihm über die Schulter. Es war aber kein Buch was er sich ansah, sondern ein Fotoalbum. Es waren Bilder von seinem Vater, seiner Mutter, Sirius, Peter und ihm.

Eines zeigte seinen Vater auf dem Besen, auf einem anderen waren Sirius, Remus und James zu sehen wie sie sich mit Schneebällen abwarfen. Bei einem schienen sich sein Dad und Sirius zu Prügeln, aber das war wohl nur Spaß denn als Peter dazwischen ging, kringelten sie sich vor lachen auf dem Boden. Und auf dem vierten küssten sich seine Eltern innig. Scheinbar hinter irgendeiner Hecke.

„Die hab ich noch nie gesehen", bemerkte Harry leise, aber trotzdem zuckte Remus heftig zusammen. „Harry", keuchte er entsetzt. „Ich hab sie mir seit dem Tod deiner Eltern nicht mehr angesehen. Es war in der Tasche in der Molly mir meine Sachen gebracht hat. Es hat Sirius gehört.

Wir haben in den letzen Schultagen alle Fotos die wir voneinander hatten zusammengeworfen und abziehen lassen. Jeder hat so ein Album bekommen. Meines muss auch irgendwo zu Hause liegen und James seines… ich weiß nicht ob es noch existiert. Bei dem Angriff… James hat sich ganz schön zur Wehr gesetzt. Euer Haus… es war ziemlich verwüstet.

Es steht noch, glaube ich zumindest. Vielleicht… wenn es dich interessiert… wir könnten ja mal in den Ferien hingehen. Immerhin ist es irgendwie dein Haus."

Harry spürte deutlich das Remus Stimmung gegen den Nullpunkt lief. Behutsam nahm er ihm das Album aus der Hand und nahm seine Hände. „Können wir gern machen, aber nur wenn du das auch möchtest. Ich möchte nicht dass du dich meinetwegen dazu zwingst. Das Haus läuft nicht weg. Wir können das immer mal machen. Von mir aus auch erst wenn dieser verdammte Krieg vorbei ist und ich Voldemort zur Hölle geschickt habe. Dorthin wo er hingehört", erklärte Harry und strich ihm sanft über die Wange. „Wir können ja mal drüber nachdenken", schlug Remus vor und lächelte Harry dann liebevoll an.

„Hausaufgaben?" fragte der Werwolf dann spontan. „Jetzt?" „Ich bleibe in jedem Fall noch das ganze Wochenende. Es wurde von Minerva ausdrücklich so gewünscht. Ich solle mich um James Sohn kümmern."

„Hmm. Meinst du nicht, du solltest dich erst um diesen Jungen kümmern?" fragte Harry scheinheilig „Das habe ich ja vor, indem ich ihm ganz zufällig bei seinen Hausaufgaben zugucke. Und wen er Fragen hat, sofern das nicht irgendetwas mit Animagi zu tun hat, dürfte das kein Problem sein." Harry schmunzelte leise. „Nein, kein Animagi dabei. Da wäre nur ein Aufsatz für Verwandlungen, einer für Zaubertränke, Wir sollen üben eine Teetasse zu beschwören und einen Schutzschild errichten, der sogar den Imperiusfluch abschwächt." „O.k. Den Schild vergessen wir dann erstmal. Den Fluch kannst du abschütteln und das Schild erfordert Kraft, die ich im Moment wohl nur schwer aufbringe. Zaubertränke, kommt es darauf an um welchen Trank es geht. Verwandlungen und Zauberkunst waren immer meine Lieblingsfächer. Fangen wir damit an", entschied Remus und Harry ging schnell seine Bücher holen. Mit Remus Hilfe gingen die meisten Aufgaben dann auch ganz schnell und das Schild verschoben sie auf Sonntag.

„Soll ich dir was zum Abendessen mitbringen?" fragte Harry als er aus dem Bad kam und sah wie Remus in Richtung der untergehenden Sonne sah. „Nein. Lass mal. Ich hab keinen Hunger. Wir Frühstücken morgen zusammen im Bett", meinte er. „Na gut. Komm mal her", meinte Harry und drückte Remus in einen Sessel und massierte ihm sanft die Schultern. „Du verwöhnst mich", flüsterte Remus leise und legte entspannt den Kopf in den Nacken. „Du weißt doch, dass ich dir gern helfe. Snape war schon da?" hackte er nach. „Ich war kurz bei ihm als du deine Bücher geholt hast. Und er war freundlich wie immer. Hat mir angeboten mich in einen der Kerker zu sperren." „Dieses As. Ich könnte… ich würde… oh wenn er das auch nur wagt", knurrte Harry. „Reg dich nicht auf", meinte Remus beruhigend. „Ich habe ihm ausgerichtet dass ich seine Gesellschaft heute Nacht nicht nötig hätte. Der Sohn meines besten Freundes würde bei mir sein, das würde reichen. Aber ich würde auf sein Angebot zurückkommen, falls ich mich mal einsam fühlen würde." Harry gluckste leise. „Und? Wie hat er reagiert?" „Was bilden sie sich ein Lupin. Niemals würde ich auch nur in ihre Nähe kommen. Sie müssen mich wohl für total bescheuert halten", ahmte Remus Snapes Stimme nach. Harry konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

„Er hat wirklich Angst vor dir?" fragte Harry dann als er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. „Ich fürchte ja. Sirius Streich damals. Er stand mir wirklich gegenüber. Er ist zu mir in die Hütte gekommen und hat gesehen wie ich mich verwandelt habe. James hat ihn am Umhang aus dem Schlafzimmer gezerrt, buchstäblich in letzter Minute. Erst da ist er gerannt wie ein Irrer. Die Weide hätte ihn auch beinahe erschlagen. Sirius und James haben hinterher drei Wochen lang kein Wort mehr miteinander gewechselt und ich muss gestehen, ich hab es auch alles andere als lustig gefunden. Allerdings lag meine Angst eher dabei das Severus es dem Schulelternrat erzählt und die einen Aufstand machen und ich die Schule verlassen muss. Wie Albus ihn überzeugt hat es für sich zu behalten weiß ich nicht und ich will es auch lieber nicht wissen.

Tatsache ist, seit damals hat Severus panische Angst vor…", doch Remus brach ab und sah sich zu ihm um. „Du hast doch wohl hoffentlich nicht vor ihm irgendeinen Streich in diese Richtung zu spielen, oder?" fragte er. Harry runzelte die Stirn und grinste dann. „Danke für die Inspiration. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Die Frage ist, Wie bekomme ich einen Irrwicht in sein Schlafzimmer und ist ein Werwolf wirklich seine größte Angst oder ist es doch Voldemort?" meinte er nachdenklich. „Harry James Potter. Das werden sie nicht tun. Severus wird wissen von wem du diese Informationen hast und ich werde den Ärger bekommen. Das lässt du schön bleiben. Wenn du Spaß haben willst, bitte. Ich kann es dir nicht übel nehmen. Nicht nachdem was du schon erlebt hast und den ein oder anderen Witz könnte Hogwarts vielleicht auch vertragen, aber nicht gegen einen allein. Meinetwegen gegen die Slytherins. Ich helfe dich auch, wenn du willst, aber nicht gegen Severus. Bitte."

Harry konnte sich vor lachen kaum halten. Remus beschütze Snape. Das war echt urkomisch. „Du hast mich verarscht", stellte Remus gespielt beleidigt fest. „Was denn sonst? Ich steh nicht drauf Snape in Unterwäsche zu sehen. Ich kann mir nichts vorstellen was mich mehr runterziehen könnte." „Oh du… Lausebengel", knurrte Remus und stürzte sich auf Harry um ihn durchzukitzeln. „Ahhh. Nein. Erbarmen", kicherte Harry. „Vergiss es. Ich erinnere mich daran das du heute morgen auch keines mit mir hattest und das ist jetzt die Strafe." Harry schrie beinahe vor lachen und keuchte heftig als Remus plötzlich inne hielt. „Was…" weiter kam Harry nicht, da er sah wie Remus steif wurde und dann anfing zu zittern. Sein Blick wurde glasig und seine Haut dehnte sich langsam. Ein Blick hinaus verriet Harry dass die Sonne grade untergegangen war und auf der anderen Seite der Mond seine ersten Strahlen zeigte.

Harry musste schon schlucken. Remus saß steif auf seinen Oberschenkeln und er hatte keine Chance sich zu befreien. So nah war er der Verwandlung seines Freundes noch nie gewesen. Es war ein seltsamer Anblick das unter ihm liegend zu erleben aber irgendwie auch faszinierend. Harry konnte sehen wie Fell aus der Haut schoss, Das Gesicht sich langsam verformte und ihm scharfe Krallen wuchsen. Er bekam jeden Zentimeter der Verwandlung mit. Und der Schmerz den Remus in diesem Moment ertragen muss war deutlich in seinen Augen zu sehen.

Dann heulte der Werwolf auf und sah verängstigt auf Harry runter. Fast augenblicklich sprang er weg und verkroch sich in eine Ecke und wimmerte leise und zitternd. Harry brauchte einen Moment um sich wieder zu fangen. Die Faszination war der Angst eindeutig überlegen gewesen. Er setzte sich auf und sah rüber zu Remus um dann auf allen vieren zu ihm zu krabbeln. „Alles o.k. Ich fand es nicht schlimm", meinte er und streckte vorsichtig die Hand nach ihm aus. Doch Remus wich nervös zurück. „Remus", flüsterte Harry dem der verängstigte Blick seines Freundes nicht entgangen war. „Es ist gut. Ich gebe ja zu das ich mich im ersten Moment erschrocken habe aber,… ich muss zugeben…, du hältst mich sicher für total bescheuert… ich fand es interessant. Ich weiß nicht warum und ich hab gesehen und weiß ja auch dass es fruchtbar wehtut, aber es zu sehen, so nahe, war... es gibt sicher nicht viele die das von sich behaupten können, so was gesehen zu haben." Harry sah Remus lächelnd in die leuchtend gelben Augen. „Komm wir machen es uns vor dem Kamin gemütlich", bat er dann und stand auf.

Remus nickte nur leicht und folgte langsam und in einem Abstand. Harry ließ sich wieder auf den Boden fallen und bat Remus leise zu sich, der ganz behutsam zu ihm getapst kam. Harry zog Remus Kopf in seinen Schoß und begann in zu kraueln. „Ich bin dir wirklich nicht böse, Moony. Wir haben einfach nicht auf die Zeit geachtet. Und mach dir wegen Snape keine Sorgen. Ich werde ihm schon keinen Irrwicht vor die Nase setzten. Das würde heißen ich müsste einen Fangen und was dann passiert weißt du und da bin ich alles andere als scharf drauf. Nur,… sollte ich Hogwarts wirklich mal einen Streich spielen, werde ich ihn sicher nicht verschonen." Remus knurrte leise und Harry fing an zu kichern. „Tut mir leid. Ich kann zwar mit Schlagen sprechen, aber leider nicht mit Werwölfen. Deine Beschwerden müssen wohl bis morgen warten."

Dann schwiegen sie eine Weile und Harry genoss mal wieder die Nähe zu seinem Freund. Um kurz nach sechs meldete sich dann aber Harrys Magen und Remus sah verdutzt auf. Ein Kichern konnte Harry nicht unterdrücken. „Ich bin in einer halben Stunde wieder da, o.k.?" Remus nickte nur und trottete ihm bis zur Tür nach. „Mach mir ja keinen Unsinn. Ich beeil mich."

Unten in der Halle saßen schon fast alle Schüler und Ron schien schon auf ihn zu warten. „Wo ist Saphira denn?" fragte er verwundet. „Nicht da. Keine Ahnung. Sie hat ihre Sachen in den Turm gebracht und ist verschwunden", meinte Pavati. „Und wo kommst du her?" fragte Lavender. „Deine Freundin ist ja nicht da." Harry schmunzelte nur. „Linnéa ist nicht meine Freundin und selbst wenn es so wäre, ich habe auch noch andere Freunde die zur Zeit sehr wohl da sind", antwortete Harry schlicht und nahm sich etwas zu Essen. Neville fiel die Kinnlade runter und Dean sah ihn und dann Harry unverständlich an. „Das ist nicht dein Ernst. Du hast… ihr zwei habt… Du bist…", begann der Junge und sah ungläubig von einem zum anderen. „Spinnst du?" fuhr Neville ihn an. „Du weißt genau dass ich eine… Harry war nicht bei mir. Aber… ich denke ich weiß wo er war", sagte der Junge und Dean beäugte ihn scheel von der Seite. Auch Harry war ziemlich überrascht dass Dean dachte er hätte was mit Neville. Und auch irgendwie geschockt. Merkte man ihm etwa an das er sich nicht für Mädchen interessierte? „Raus damit?" forderte Pavati sofort. Neville sah Harry fragend an und meinte dann leise: „Professor Lupin ist zu Besuch, nicht war?" Harry nickte leicht und fragte sich ob Hogwarts morgen Abend die ganze Wahrheit kennen würde. Ihm war nicht bewusst dass Neville ihn beobachtet hatte. Eigentlich war es unmöglich. „Und ihr zwei seid gute Freunde wegen… Sirius Black, oder?" fragte der Junge weiter. Harry hätte beinahe erleichtert aufgestöhnt. Es war also nur deswegen. „Professor Lupin ist mit meinem Vater und mit Sirius Black hier zur Schule gegangen. Sie waren sehr gute Freunde und auch wir verstehen uns sehr gut", antwortete Harry.

„Aber der Mond… er… Lupin ist doch… Harry das…" stammelte Seamus und Harry schmunzelte. „Er ist handzahm. Professor Snape hat ihm den Wolfsbanntrank gebraut und er wird keiner Menschenseele etwas antun. Ich war schon in der Vollmondnacht bei ihm und komme auch grade von ihm." Dennoch sahen seine Klassenkameraden nicht grade glücklich aus bei dem Gedanken dass ein Werwolf hier im Schloss war. Aber keiner schien mit ihm darüber diskutieren zu wollen.

Nach dem Abendbrot stand D.A. auf dem Plan, was Harry völlig entfallen war, wahrscheinlich weil er nicht wirklich Lust hatte. Er wäre lieber bei Remus und leistete ihm Gesellschaft. „Kümmert ihr euch um den Club, ich muss Remus noch Bescheid sagen", erklärte er leise seinen Freunden und wollte schon gehen als Hermine ihn zurück hielt. „Bring ihn doch mit. Dann sehen alle dass er harmlos ist." „Das mach er niemals mit. Außerdem dreht mir McGonagall den Hals um. Sie hat schon gesagt sie will keinen Werwolf über den Gang schleichen sehen", zischte Harry leise. „Dein Tarnumhang", beharrte das Mädchen. „Er wird das nicht… gut ich frag ihn", gab er nach. Es hatte sowieso keinen Sinn, sich mit ihr zu streiten. Sie würde sowieso die besseren Argumente haben und eigentlich hatte sie ja Recht.

Also ging er zuerst rauf in den Turm um seinen Umhang zu holen und nahm auch die Karte mit und ging dann zu Remus. Der lag vor dem Kamin und sah kurz auf als Harry rein kam. „Remus. Ich hab gleich noch zwei Stunden D.A. Hermine hatte die Idee das du mitkommen könntest. Einige vom Tisch haben mitbekommend das du hier bist und sind nicht grade… beruhigt dadurch", erklärte er und wie erwartet schüttelte Remus heftig den Kopf. „Hab ich ihr auch gesagt aber sie wollte nicht hören. Sie meinte die anderen würden dann sehen dass du nicht gefährlich bist und irgendwie muss ich ihr Recht geben. Ich könnte dich unter dem Tarnumhang mitnehmen", erklärte Harry und krauelte Remus kurz im Nacken. Dann sah er in die gelben Augen und grinste. „Nicht mal ein Funken Interesse an einem kleinen Abenteuer? Es sind nur Leute da die du auch kennst. Die Schüler aus dem letzten Jahr. Niemand unbekanntes. Und es wird dich auch niemand sehen. Außerdem hätten wir die Chance einigen Menschen die Angst vor dir zu nehmen." Er hatte den Eindruck Remus würde überlegen ehe er dann Harrys Arm mit dem Umhang anstubbste. „Dann komm. Sie warten sicher schon."

Sorgfältig legte er ihm den Umhang über und aktivierte die Karte. „Damit wir uns nicht verlieren oder Filch sehen. Und… Na ja. Mrs. Noris könnte schon einen kleinen Schock vertragen", kicherte Harry. Allerdings begegneten sie niemandem auf dem Weg in den siebten Stock. Hermine wartete in der angelehnten Tür. „Und?" „Wenn du nicht aufpasst trittst du ihm auf die Pfoten und das könnte ihm sicher nicht gefallen", erklärte Harry und zog sie Tür auf. Im Raum tuschelten alle aufgeregt. „Harry. Es stimmt doch wohl nicht das Professor Lupin hier ist?" fragte Cho besorgt, kaum das er eingetreten war. „Doch es stimmt. Setzt euch bitte", bat Harry und atmete tief durch. „Ihr alle kennt ihn als Mensch. Keiner von euch kann sagen dass er je ungerecht zu einem von uns war, oder auch nur ein mal eine aggressive Seite gezeigt hat. Und jeder von euch kennt den Wolfsbanntrank. Er hat ihn genommen und ist selbst als Werwolf harmlos", begann er und sah in einige entsetzte Gesichter. „Aber wie kann McGonagall das zulassen? Das hier ist eine Schule!" meinte Marietta entgeistert. „Sie kennt Remus schon lange und weiß das er keiner Fliege etwas zu leide tut. Sie vertraut ihm", meinte Harry. „Werwölfen kann man nicht vertrauen. Sie stehen auf der Seite von du weißt schon wem. Sie sind gefährlich", meinte Michael Corner streng. „Was macht dich so sicher das er keinem etwas tut?" fragte Terry. Harry hätte nicht erwartet dass es so schwer werden würde und seufzte einmal leise. „Michael, vergiss die allgemeine Meinung über Werwölfe. Sie trifft auf Remus Lupin unter Garantie nicht zu. Er würde lieber sterben als sich Voldemort anzuschießen, das weiß ich ganz genau. Er steht ebenso fest auf unserer Seite wie ich selbst es tue. Zu deiner Frage Terry, wenn er nicht harmlos wäre, wären wir alle wahrscheinlich schon tod", erklärte er.

„Hier ist aber doch kein Werwolf", meinte Cho und zuckte heftig zusammen als sie etwas am Arm berührte. Harry warf einen Blick auf die Karte in seinem Schoß und grinste. „Remus. Komm bitte wieder her. Ron, Hermine und ich mögen das vielleicht lustig finden, aber Cho sicher nicht." Das Mädchen sah ihn ungläubig an. Harry beobachtete inzwischen wie Remus zu Ginny ging die erschrocken aufquiekte. Sie griff aber beherzt in die Richtung und zog den Tarnumhang von Remus. Augenblicklich sprangen alle auf, nur Ginny blieb sitzen und starrte ihn an. Harry sah auch dass Ron etwas nervös wurde, aber er hatte keine Bedenken. Remus würde niemandem etwas tun.

Vorsichtig streckte Rons Schwester ihre Hand nach ihm aus und fast alle keuchten auf. „Nicht!" rief Dean aber Ginny ließ sich nicht beirren sondern berührte sanft sein Fell. Remus schnurrte leise unter dieser Berührung. „Er ist richtig süß", meinte das Mädchen schmunzelnd und bekam dafür einen Schlecker über die Wange und Harry konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

„Er ist als Wolf total verschmust. Ein richtiger Stubentiger eben", meinte er. Ginny zuckte zusammen als Remus mit zwei kurzen Sätzen vor Harry stand und alle keuchten entsetzt auf als er an ihm hochsprang und Harry unter dem Gewicht zu Boden ging. „Und jetzt Mr. Lupin?" fragte Harry amüsiert. Remus knurrte ihn leise bedrohlich an. „Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft dass du mir damit Angst machst. Aber gut du hast gewonnen. Ich bin der Tiger nicht du. Du bist der Schmusewolf. O.K.?" Remus nickte und ließ Harry dann den Platz zum aufstehen. Der Rest der Gruppe starrte ihn fassungslos an. „Wir kennen uns näher, da er mit meinem Vater und meinem Paten zur Schule gegangen ist. Ich habe die Ferien mit ihm zusammen verbracht und wir sind mittlerweile eng befreundet", erklärte er. Hermine kniete nun auch neben Remus und meinte zu den anderen: „Nun kommst schon näher. Er wird euch nichts tun." Aber keine wagte es sich zu rühren und Harry sah Remus betrübten Blick, bis Cho dann mutig vortrat und auf ihn zuging. Er Lächeln huschte über sein Gesicht. Einige Schritte vor Remus setzte sich das Mädchen auf die Knie und sah ihn an. „Kann er mich verstehen?" fragte sie leise.

„Kann er" antwortete Harry und Remus sah sie erwartungsvoll an. „Professor, es… es ist das erste Mal das ich einen Werwolf… richtig sehe. Ich meine in echt. Und dazu noch einen… harmlosen. Ich denke es geht allen so wenn ich sage das es irgendwie etwas unheimlich ist. Aber… wir alle haben Harry geglaubt was er über sie wissen schon wen gesagt hat… und… und ich glaube ihm auch das sie harmlos sind und… und auf unserer Seite stehen", meinte sie leise, fast entschuldigend ehe sie zitternd eine Hand nach ihm ausstreckte. Remus tapste vorsichtig auf sie zu und Harry fand es irgendwie rührend wie sein Freund sich vorsichtig in die Hand des Mädchens schmiegte, die dann lächelte. Damit schien auch für alle andern das Eis gebrochen zu sein. Sie kamen vorsichtig näher und Remus ließ zu das sie ihn alle einmal streichelten.

„So. Nun lasst uns aber anfangen. Remus, ich würde vorschlagen du machst es dir irgendwo bequem. Ich habe ein paar Angriffszauber für heute vor. Aber… das hier sollte besser unter uns bleiben. Ich bin einen Kopf kürzer wenn McGonagall das rausbekommt und Remus bekommt auch Ärger." Alle stimmten ihm zu und dann begann sie zu trainieren.

Remus beobachtete das Training von einer Ecke aus. Harry war wirklich Gut in dem was er tat. Und das sie ihm alle so vertrauten war sicher kein schlechtes Zeichen. Er hatte das Zeug dazu mal ganz groß raus zukommen. Wie er die anderen überzeugt hatte dass er ungefährlich war. Selbstbewusst und ohne Zweifel. Er selbst hätte damit nicht gerechnet und eigentlich ließ er sich nicht gern wie einen Hund behandeln. Zumindest nicht von so vielen Menschen. Er verkroch sie lieber aber Harrys Argumente mal mit den Vorurteilen gegenüber den Werwölfen aufräumen zu können, war ihm das hier wert gewesen. Er würde Harry morgen dafür ein dickes Lob aussprechen müssen. Ebenso wie für seine Unterrichtsmethode.

Nach den zwei Stunden war der Schwarzhaarige dann total erledigt. Es waren etwas schwierigere Zauber gewesen und einige der Fünftklässler hatten damit Probleme. Er verabschiedete sich dann schnell von seinen Freunden und machte sich mit Remus auf den Weg zurück in den Südturm, nicht bemerkend dass sie verfolgt wurden.

Erst als ihm jemand die für Remus geöffnete Tür aus der Hand schlug, sah er sich erschrocken um. Allerdings lenkte ihn Remus gleichzeitiges Aufjaulen sofort wieder ab und Harry stieß den ungebetenen Besucher grob zur Seite. Remus hatte sich vor der Tür eingerollt und leckte seinen Schwanz und Harry ahnte was passiert sein musste.

„Malfoy, du Idiot", fauchte er grob und sah besorgt auf Remus. Der Slytherin stand wie angewurzelt in der Tür. „Ein… ein…" „Ein Werwolf. Und dem hast du grade den Schwanz eingeklemmt, du Volltrottel", poltere Harry und drehte sich um. „Was willst du überhaupt." Malfoy aber starrte nur auf den Wolf der sich knurrend hinter Harry aufgebaut hatte. „Potter. Verschwinde besser", meinte er leise und richtete zitternd seinen Stab auf Remus. „Das würde ich lassen. Es sei denn du hast Sehnsucht danach mich auf die Art kennen zulernen mit der Voldemort Bekanntschaft gemacht hat. Außerdem wird Remus mir nichts tun. Du hast ihm den Schwanz eingeklemmt", knurrte er und zog auch seinen Stab. „Ich werd schon mit ihm fertig. Tut's sehr weh?" meinte er an Remus gewandt.

Er bekam ein leichtes nicken zur Antwort und Harry strich ihm sanft über den Rücken. „Ich will mit dir reden", erklärte der Slytherin dann plötzlich. Harry sah verwundert auf und musterte den jungen Mann ihm gegenüber. Seine Augen waren Blutunterlaufen, auf dem weißen Hemd helle Flecken zu sehen, der Schulumhang war zerknittert und Krawatte falsch gebunden, sein Blick war außerdem leicht glasig. Der Junge sah alles in allem ziemlich elend aus. Harry seufzte und verfluchte sich für sein weiches Herz.

„Setz dich. Ich komm gleich wieder", seufzte der Gryffindor und stieg hoch ins Bad, wo er ein Handtuch mit kaltem Wasser tränkte. Was besseres fiel ihm grade nicht ein um seinem Freund etwas zu helfen. Malfoy stand aber immer noch in der Tür, als er wiederkam und Remus lag vor dem Kamin und leckte seine Wunde. „Warte. Ich hab was Besseres", meinte Harry und legte ihm das kühlende Stück Frotte auf die Rute und Remus leckte ihm dankend über die Hand.

„Komm endlich rein und setz dich, wenn du reden willst. Ich geh nicht mit dir vor die Tür", sagte er zu dem Blonden und ließ sich neben Remus nieder. Malfoy betrat scheinbar nur widerwillig das Zimmer und ließ Remus nicht aus den Augen. „Worüber willst du reden?" hackte er dann nach, nachdem der Junge sich auf einen Sessel gesetzt hatte und immer noch Remus anstarrte.

„Was ist da in Pembroke passiert?", fragte er und versuchte jegliches Mienenspiel zu unterdrücken. „Ich will wissen warum Dad…", begann er, doch brach ab. Harry bemerkte das Malfoy scheinbar mit den Tränen kämpfte, was ihn doch sehr verwunderte. Er kannte Malfoy so gar nicht. Remus stubbste Harry leicht an und der Gryffindor meinte einen fragenden Blick zu sehen. „Irgendwer hat ihm erzählt ich hätte seinen Vater umgebracht. Der Todesser der getötet wurde." Remus nickte nur leicht und legte dann wieder den Kopf auf die Vorderpfoten und richtete seinen Blick auf den blassen Jungen.

„Also?" forderte der. „Was Voldemort in Pembroke machen wollte, weißt du sicher, oder?" fragte Harry ruhig. Malfoy starrte missmutig zu Boden. „Mum hat was von einem Ritual erwähnt", brummte er schließlich und Harry fragte sich kurz wie viel er sagen durfte. Den Orden würde er nicht erwähnen, das stand fest.

„Es war ein Ritual mit dem Voldemort die magischen Kräfte seiner Vorfahren an einen Stein binden wollte. Er hat es geschafft dieses Ritual zu beenden und wir standen uns gegenüber. Er wollte mich endgültig erledigen und hat mich gefragt ob ich Angst hätte und meine Antwort war nein. Er wäre nichts weiter als ein Mörder", begann Harry zu erzählen. Malfoy würde ihm wahrscheinlich eh nicht glauben, also spielte es keine Rolle was genau er jetzt sagte.

Malfoy sah ihn erstaunt an und schnaubte nur verachtend. „Das glaub ich nicht. Jeder fürchtet sich vor ihm." Harry schlug eine Alkoholfahne entgegen und auch Remus musste sie gewittert haben. Malfoy musste einiges getrunken haben das er sich so gehen ließ. Wahrscheinlich hatte er sich Mut angetrunken oder seinen Schmerz betäubt.

„Es ist die Wahrheit. Ich habe ihn schlicht und ergreifend belogen. Ich hatte eine Scheißangst. Der einzige der es überhaupt mit ihm aufnehmen kann ist Dumbledore. Er ist mir auch ohne dieses Ritual weit überlegen. Und in der Hand hatte er diesen Stein mit der Magie seiner Vorfahren. Ich hatte die Hosen gestrichen voll und war mir sicher dass mein letztes Stündlein geschlagen hatte. Aber genau das ist es was ihm Kraft gibt, was ihn stark macht. Die Angst der Menschen. Und ich sterbe lieber als das ich zugebe mich vor ihm zu fürchten. Und nun lass mich ausreden", erklärte Harry säuerlich und setzte dann fort da sein Gegenüber nichts sagte.

„Er wollte mir beweisen wie mächtig er ist und hat blind Flüche hinter sich geschossen. Das ging in einer Geschwindigkeit das ich nicht den Hauch einer Chance hatte irgendwen zu warnen. Es waren vier Flüche. Einer hat den Schulleiter erwischt, einer einen Auroren, einer Professor Lupin und einer einen Todesser. Er wurde von einem giftgrünen Blitz getroffen und dass der Todesfluch so aussieht muss ich ja sicher nicht erwähnen.

Ich hatte wirklich keine Chance irgendwen zu warnen sonst hätte ich das allein schon wegen… unseren Leuten getan", beendete Harry seine Erzählung. Der Rest ging Malfoy schlicht und ergreifend nichts an.

„Und das ist dir Wahrheit?" fragte Malfoy nach einer Weile die er auf den Boden gestarrt und seinen Stab zwischen den Fingern gedreht hatte. „Es ist die absolute Wahrheit. Dein Vater mag ein Todesser gewesen sein, aber es gibt zwei die ich mehr hasse als ich ihn jemals gehasst habe und die ich sehr viel lieber in die Finger bekommen möchte. Todesser die mir meine Familie genommen haben und damit hatte dein Vater nichts zu tun.

Aber sag mal, wer hat dir diesen Unsinn erzählt, ich hätte den Todesfluch benutzt?" Draco sah auf und in seinen Augen war pure Abneigung zu sehen. „Das wüsstest du wohl gern, was?" meinte er kalt. „Irgendwie schon. Damit ich ihm mal die Meinung sagen kann", meinte Harry aber der Blonde verzog sein Gesicht zu einem spöttischen Grinsen. „Ich verrate niemanden."

„Draco. Ich kenne etliche Namen von Todessern. Und viele aus deinem Haus sind deren Kinder. Dein Muskelbepackter Anhang, Nott und noch etliche andere. Ich will nur wissen ob es einer von ihnen war, oder ein Todesser direkt."

Malfoy schwieg eine Weile, bis ihm dann dicke Tränen über die Wagen liefen. „Meine Mum. Sie hat es von Theos Vater." Harry war überrascht von diesem Gefühlsausbruch. Er hatte nicht erwartet dass der Junge vor ihm in Tränen ausbrechen würde.

„Und warum hat Voldemort deine Mutter…" „WEIL SIE AUSGEFLIPPT IST!" schrie Malfoy plötzlich und starrte ihn mit kalter Wut in den Augen an. Dann sackte er auf die Knie und schluchzte: „Sie hat den Lord angeschrieen, warum er das nicht verhindert hat? Warum er dich nicht sofort getötet hat. Er hat immerhin die Macht dazu. Er ist mächtiger als du es je sein wirst, das predigt er immer allen", schluchzte er und vergrub das Gesicht in seinen Händen.

Harry dachte lieber nicht darüber nach was Voldemort mit Narzissa Malfoy angestellt hatte. Er duldete ja schon keinen Ungehorsam und das hatte sicher dem Fass den Boden ausgeschlagen. „.Mum hat Dad geliebt. Wirklich geliebt. Sie hat ihn vergöttert und sie war alles was ich hatte. Dad hat mir nie gezeigt das ich ihm etwas bedeute.

Und… und der Lord… er… er hat sie gefoltert. Er hat sie fast umgebracht. Dabei… sie waren ihm immer treu ergeben. Sie haben sich nie gegen ihn gewendet. Sind ihm immer gefolgt. Und er… er bringt sie einfach so um. Onkel Sev… er war dabei… er hat Mum noch ins Krankenhaus gebracht. Aber man kann ihr nicht helfen." Harry konnte nicht anders als den Jungen in den Arm zu nehmen. Er saß da vor ihm wie ein Häufchen Elend und nur zu gut konnte er sich vorstellen was da in ihm vorging. Außerdem war es besser Malfoy in diesem Zustand nicht gehen zu lassen. Er hatte Snape grade als Todesser enttarnt Der Slytherin musste wirklich neben sich sein, wenn er nicht mal mehr nachdachte was er da von sich gab. Außerdem konnte er den Schmerz über diesen Verlust nur all zu gut nachempfinden. Behutsam nahm er Malfoy seinen Zauberstab ab und zog ihn zu sich ran. „Schon gut. Wein ruhig. Das soll helfen", flüsterte er leise.

Malfoy schien das aber gar nicht zu beruhigen. „Das ist nicht fair. Das ist so verdammt unfair. Wurmschwanz diese Ratte lebt noch obwohl er sich verkrochen hat wie ein feiges Huhn", schrie er und schlug auf Harrys Brust ein um sich aus der Umarmung zu befreien. Aber Harry merkte sofort dass es nicht ernst gemeint war. Malfoy konnte sehr viel kräftiger zuschlagen das hatte er immerhin schon zu spüren bekommen. „Diese Ratte wird schon noch büßen, keine Sorge. Wenn ich den in die Finger bekomme kann sich Voldemort von seinem Diener verabschieden. Für immer. Er wird zwar nicht sterben, aber er wird für immer hinter Gittern landen", flüsterte Harry leise, aber Malfoy schien das gar nicht mehr mitzubekommen. Der schluchzte und schniefte nur und Harry spürte wie sein Umhang nass wurde. „Hoffentlich kommt jetzt keiner rein. Bitte lass jetzt niemanden reinkommen. Vor allem nicht Ron und Hermine. Die halten mich für total bekloppt", flehte Harry stumm.

Wie lang er so da saß, konnte er hinterher nicht mehr sagen. Irgendwann viel ihm auf das dass der Junge sich beruhigt hatte und regelmäßig atmete. „Der schläft", stellte Harry ungläubig fest und sah Remus an. Der nickte ihm zu und trottete zum Sofa. Für einen Moment hatte Harry sogar geglaubt Remus hätte gegrinst.

„Soll er hier bleiben?" fragte Harry und bekam ein Nicken zur Antwort. „Wenn du das sagst. Ich werde aber trotzdem bei dir schlafen", meinte er und hob vorsichtig den alles andere als leichten Slytherin hoch und legte ihn sanft auf der Couch ab. Er streifte sich noch seinen Umhang ab und deckte ihn damit zu, da sie keine weiter Decke hatten.

„Remus ich glaub ich hab da doch was abbekommen. Ich habe grade meinen Erzfeind getröstet, der mich vor nicht mal einer Woche umbringen wollte, weil ich seinen Vater umgebracht haben soll. Mal ehrlich, irgendwas kann da mit mir doch nicht stimmen", meinte Harry nachdenklich und kratzte sich am Hinterkopf. Remus zupfte leicht an seinem Hosenbein und Harry verstand. „Du hast Recht. Lass uns schlafen gehen", meinte er und folgte dem Wolf ins Schlafzimmer wo er sich umzog und dann dicht an seinen Geliebten ankuschelte nachdem er die Tür magisch abgesperrt hatte.

Am nächsten Morgen wurde er dann mit einem sanften Kuss geweckt. Verschlafen blinzelte er Remus an. „Ist doch Samstag", nuschelte er und schmiegte sich eng an die Brust des Älteren der leise kicherte. „Stimmt und ich würde ja auch lieber kuscheln, aber wir hatten gestern Abend Besuch, erinnerst du dich?" Harry war schlagartig hellwach. „Malfoy", brummte er. „Richtig. Und ich denke doch er sollte uns nicht so sehen, oder?" Harry grummelte nur vor sich hin und krabbelte aus dem warmen Bett. „Weck ihn bitte sanft. Der Junge ist total am Ende und sicher in Katerstimmung. Außerdem ist ihm der gestrige Abend sicher peinlich. Die Malfoys sind sehr stolz", meinte Remus. „Ich weiß. Aber ich dachte ich schmeiß ihn vom Sofa. Als Strafe", murmelte Harry und trat in den kühlen Wohnrum. Eine leichte Gänsehaut jagte ihm über den Rücken während er die Treppe runter stieg und er schwor sich den Gast so schnell wie möglich vor die Tür zu setzen um wieder bei Remus im Bett zu liegen.

Malfoy lag immer noch schlafend auf der Couch, hatte sich aber regelrecht in Harrys Umhang eingewickelt. Der seufzte nur und rüttelte dann etwas an seiner Schulter. „Aufwachen, Malfoy", sagte er leise. „Halt den Mund Blaise", nuschelte der Junge und drehte sich einfach um. Harry sah ihn verdutzt an. „Blaise? Seit wann bin ich ein Slytherin?" fragte er verdutzt. Draco schien auch realisiert zu haben mit wem er da sprach fuhr hoch.

„Raus aus dem…", weiter kam der Junge aber nicht und wurde rot was Harry nun wirklich nicht erwartet hätte. „Was ist denn nun schon wieder?" fragte er und schüttelte den Kopf. Doch Draco gab keine Antwort sondern schluckte nur. Harry sah an sich runter und dann nach mal auf Draco der ihn immer noch anstarrte. „Ist unser Frauenheld etwa gar keiner?" kicherte er leise und Draco schien tatsächlich für einen Moment die Fassung zu verlieren. „Und warum stehst du fast nackt vor mir? Wenn das kein eindeutiges Angebot ist", giftete er zurück und Harry sah ihn entsetzt an. „Dagegen war das gestern richtig angenehm", meinte Remus und legte Harry seinen Morgenmantel über. „Halt den Mund Wer…", doch Draco brach ab. Er schien zu realisieren das er in der schlechteren Position war. Sein Zauberstab lag immer noch auf dem Boden vor dem Kamin. Harry sah kurz zu Remus rüber. Der schloss kurz die Augen und sagte dann höflich aber ohne sich umzusehen: „Ich bestell uns Frühstück für drei, es ist schon nach zehn und Harry geht sich anziehen. Falls sie sich frisch machen wollen, Mr. Malfoy. Das Bad steht ihnen zur freien Verfügung." Harry hätte dem Blonden am liebsten eine rein gehauen, für diese eindeutige Beleidigung.

Missmutig führte er ihn ins Bad und reichte ihm ein paar Handtücher. „Musst du eigentlich immer alle beleidigen?" fragte er während er sich wusch. „Er ist nun mal ein Werwolf", gab Draco kalt zurück. Harry fuhr herum und drückte den Jungen gegen die Fliesen in der Dusche. „Ja das ist er. Und du hast die ganze Nacht seine Gastfreundschaft genossen. Er hat dich nicht mal angerührt nachdem du ihm gestern den Schwanz eingeklemmt hast. Er bestellt dir sogar ein Frühstück mit, trotz der Tatsache das du ihn beleidigst. Also reiß dich zusammen", zischte er ihn an, ehe er sich fasste und ihn losließ. Für einen Moment starrte der Blonde ihn fassungslos an, sagte aber nichts. Stumm machten die beiden sich frisch und Harry beobachtete, während er sich anzog, wie Draco sich abtrocknete.

Er musste gestehen, der Körperbau des Jungen war nicht schlecht aber wie schon bei Ron kam auch er nicht an seinen Engel ran. Ganz abgesehen davon das er dann doch eher mit Ron schlafen würde als mit Malfoy. Nicht mal wenn sein Leben davon abhinge würde er den Blonden an sich ran lassen. Draco spürte diese Musterung deutlich und es war ihm unangenehm. Noch keiner hatte ihn so angestarrt. Außerdem war er nicht schwul. Er stand nicht auf Männer, er war einfach nur überrascht gewesen das sein Erzfeind sich ihm so offen zeigte. In Slytherin tat das keiner. Nicht das sie Prüde waren, es gehörte sich einfach nicht. Etikette und Anstand wurden unter ihnen als Reinblütige großgeschrieben.

Angewidert sah er zu seinen durch geschwitzten und nach Alkohol riechenden Klamotten um. Noch etwas das ihm seine Eitelkeit versagte. Es wiederte ihn an, diese Kleidung noch einmal anziehen zu müssen. Aber eine andere Wahl hatte er ja wohl nicht. Er konnte Potter schließlich schlecht um Kleider bitten. Diese abgetragenen Muggelsachen waren wirklich unter seiner Würde, und außerdem hatte der sicher nicht mal welche hier.

Moment, warum hatte Potter eigentlich überhaupt so wenig angehabt und warum hatte Lupin ihm seinen Morgenmantel geben können? Er wusste von seinem Paten zwar das Lupin ein Freund von Potters Vater gewesen war, aber das sie sich so gut verstanden war ihm neu. Oder war Potter etwa derjenige der das Ufer gewechselt hatte? Dem musste er auf der Spur bleiben, er hatte immerhin einen Ruf zu verteidigen. Die Stimme seines Nemesis riss ihn aber erstmal aus den Gedanken.

„Ehe du vor Ekel dich noch übergibst, leih ich dir was von meinen Sachen", meinte Harry und holte ihm eine dunkle Hose und ein grünes Shirt. Ron und Hermine hatten ihm Freitag mehrere Sachen mitgebracht, warum wusste er selbst nicht. „Verzeih wenn sie nicht ganz deinem Standart entsprechen", meinte Harry als er ihm die Kleider reichte und der Blonde sie auffallend musterte. „Seit wann rennst du nicht mehr in diesen ausgebeulten Lumpen rum?" fragte Malfoy, ohne eine Spur von Gehässigkeit in der Stimme während er die anzog. „Seit die Todesser mein zu Hause abgefackelt haben", antwortete Harry und wartete dann im Schlafzimmer auf ihn um dem Jungen erst gar nicht in Versuchung zu führen die Sachen durchzuwühlen.

Remus schenkte grade Tee ein, als sie die Treppe runter kamen. „Mr. Malfoy ich bin bisher nicht dazu gekommen ihnen zu sagen wie leid mir ihr Verlust tut", begann Remus fing sich aber einen missmutigen Blick dafür ein. „Sie haben meinen Vater gehasst, also sparen sie sich diese Mitleidstour." Harry warf ihm einen wütenden Blick zu, der aber Remus auch nicht entgangen war und ihm beruhigend die Hand auf den Arm legte. „Es ist kein Mitleid. Ich meinte das ernst. Auch wenn wir auf verschiedenen Seiten standen. Jedem Menschen tut es weh einen geliebten Freund oder ein Familienmitglied beerdigen zu müssen. Und ich wollte dir nur mein Beileid wünschen", erklärte Remus und nahm einen Schluck Tee.

„Danke", murmelte der Blonde missmutig und Harry hatte den Eindruck das Draco grade mit sich rang. Er schien noch etwas sagen zu wollen. „Es tut mir leid…ich… ich wollte ihnen nicht wehtun", brachte er schließlich hervor. Remus und auch Harry sahen erstaunt auf. Damit hatten beide nun am wenigsten gerechnet.

„Werwölfe sind dort leider etwas empfindlich, als Mensch merkt man da nichts mehr von", erklärte Remus schlicht und Harry sah von einem zum anderen und traf auf Malfoys kalten Blick. „Was muss ich tun damit… das unter uns bleibt?" fragte er und deutete aufs Sofa. „Was soll unter uns bleiben?" fragte Harry der keine Ahnung hatte was der Junge jetzt meinte. „Das gestern Abend", seufzte Malfoy. Harry runzelte kurz die Stirn und nickte dann. Malfoy meinte seinen Heulkrampf. „Wir Gryffindors wissen was Anstand ist und was bringt es mir dich vor der ganzen Schule lächerlich zu machen. Ich habe andere Sorgen, als das", meine Harry nur.

„Du tust so als läge das Schicksal der Welt in deinen Händen", schnarrte der Blonde und Harry konnte sich grade noch verkneifen ihm an den Kopf zu werfen das genau das sein Schicksal war. Also schwieg er besser und auch Malfoy schien nicht weiter an einer Konversation interessiert zu sein.

Remus musterte die Jungs derweil. Sie wurden erwachsen. Vor zwei Jahren wäre so ein zusammensitzen unmöglich gewesen. Die beiden wären sich schon vor Minuten an die Kehle gegangen oder hätten ihre Stäbe gezogen. Die Welt veränderte sich wirklich. Vielleicht sogar zum Guten. Denn der junge Malfoy hatte großen Einfluss auf die Schüler in Slytherin. Wenn die jemand zum Seitenwechsel bringen konnte, dann Draco Malfoy.

„Mein Vater war immer ein loyaler Anhänger. Ich versteh einfach nicht warum ihn der Lord einfach umbringt", bemerkte Draco plötzlich und Harry starrte ihn ebenso entsetzt an wie Remus. „Mr. Malfoy ist ihnen bewusst das sie sich und ihre Familie grade um Kopf und Kragen reden?" fragte Harrys Freund besorgt. Malfoy schnaubte aber nur abfällig. „Da gibt es nicht mehr viel zu verlieren. Das meiste Geld gehörte meinem Vater. Es ist alles konfisziert, ebenso unser Haus. Meine Mutter liegt mehr tot als lebendig in St. Mungos und ist für den Rest ihres Lebens ein Pflegefall. Das bisschen was ich noch hab gehört den Blacks. Ein minimaler Teil den sie mit in die Ehe gebracht hat und an das kommt das Ministerium nicht ran, weil weder meine Mutter noch ich das dunkle Mal tragen. Außerdem können sie nicht beweisen dass wir von Dad's Anhängerschaft etwas wussten."

Harry sah Hilfesuchend zu Remus. Er wusste wirklich nicht was er dazu sagen sollte. Remus seufzte leise und sah dann zur Tür. Harry folgte kurz seinem Blick und sah Snape dort stehen der ihm bedeutete still zu sein. „Mr. Malfoy. Lord Voldemort wollte nur Macht demonstrieren und hat einfach wahllos um sich geflucht. Es war ihm egal wer dabei getroffen wurde. Er war sich sicher unbesiegbar zu sein und wollte Harry einschüchtern", erklärte Remus milde. „Das glaub ich einfach nicht. Das kann ich nicht glauben. Mein Vater war loyal. Er war seine rechte Hand. Das kann Onkel Sev….", knurrte er. „Frag deinen Onkel, Draco. Ich bin sicher dass er es dir bestätigen wird", unterbrach Harry ihn. und Remus nickte zustimmend. Malfoy seufzte nur. „Der bringt mich um, wenn ich jemals den dunklen Lord in Frage stelle." Snape hustete heftig und Draco fuhr entsetzt herum. „Mal ganz abgesehen davon das du mich grade um Kopf und Kragen redest, stellst du denn den Lord in Frage?"

„Nein. Niemals", sagte der sofort und sah panisch zu Remus und Harry und griff nach seinem Zauberstab. „Das klang grade aber noch anders und steck den Stab weg. Die beiden werden nichts verraten", erklärte Snape und setzte sich hin ohne darauf zu warten dass man ihn darum bat. „Wie meinst du das?" erkundigte sich der Blonde verwundert. „Beantworte erstmal meine Frage. Stellt du den Lord in Frage?" meinte Snape ruhig und sogar höflich. „Ich… ich verstehe es nicht. Ich war immer der Meinung, solang man ihm treu ergeben ist und ihm bedingungslos gehorcht hat man nichts zu befürchten. Und genau das hat Dad getan. Und auch Mum. Und jetzt… jetzt hat er Dad einfach getötet. Ohne Grund." Harrys neugieriger Blick wurde kurz von Snape aufgefangen der ihn und Remus kurz musterte. „Der… Lupin sagt die Wahrheit. Es geht ihm nur um Macht. Lucius hatte Pech. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort. Und ich muss dir leider sagen, dass es dem Meister egal ist. Seine einzigen Worte dazu waren: Sorg dafür dass man Potter die Schuld gibt."

„Das ist… dein Ernst?" fragte der Blonde. „Ja. Ich war dabei, als der Meister Nott diese Anweisung gegeben hat", meinte Snape und sah dann Harry an. „Sie dürfte interessieren dass man Lestrange gefangen genommen hat." Harrys Miene hellte sich auf. „Das ist eine sehr gute Nachricht. Ich hoffe sie bekommt eine sehr harte Strafe." „Sie gehört zu meiner Familie"; knurrte Malfoy. „Und sie hat Harry sein letztes Familienmitglied genommen. Den einzigen den er von seiner Familie kennen lernen durfte. Und ich muss gestehen, ich wünsche ihr die Todesstrafe. Was anderes hat diese Frau nicht verdient. Sie hat so viele Familien zerstört das ihr Leben keinen Knut mehr wert ist", knurrte Remus und stand auf.

„Komm Draco. Wir gehen runter in die Kerker. Da können wir uns ungestört unterhalten, ohne beleidigende Kommentare eines Werwolfs und eines Angebers", sagte Snape missmutig und verließ das Zimmer und Draco folgte ihm auf dem Fuße, allerdings mit Unbehagen in der Miene.

„In Momenten wie diesen wünsche ich mir, James wäre 1 Minute später gekommen. Nur 1 Minute, die hätte völlig ausgereicht um dieses Großmaul auch zu einem Werwolf zu machen. Dann wüsste er was das bedeutet und würde diese hämischen Kommentare lassen", brummte Remus und ließ sich wieder in den Sessel fallen. „Komm wir gehen rauf, du bekommst eine Massage und wir vergessen die beiden einfach", schlug Harry vor und wartete erst gar nicht auf Widerworte sondern griff nach den Händen seines Freundes und zog ihn hoch ins Schlafzimmer wo er Remus die Jacke des Trainingsanzugs abstreifte ehe der auch nur die Chance dazu bekam selbst Hand anzulegen.

AN: Hab da noch eine Amerkung. Im nächsten Kapitel ist die Badezimmerszene enthalten. Also... ich warte auf viele Reviews grins