So ihr lieben

weiter gehts. Ich dachte mir so ein zwei Wochen Rhythmus gibt meiner Beta etwas Zeit sich die anderen Chaps anzusehen und noch mla drüber zu gehen. Ich hoffe sie pakt das.

Vielen dank für die Tollen Reviews ich hab mich sehr darüber gefreut.

Wie immer, nix meins, alles JKR Werk. Ausgenommern der Idee und ein paar merkwürdiger Gestalten die in den Originalen nicht vorkommen.

Viel Spaß beim herausfinden, was er mit den verschwundenen Schülern auf sich hat.

Alles liebe

Eure sich auf Reviews Feuende

Imobilus

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 22

„Wo willst du hin?" rief Ron ihm nach, aber Harry wollte jetzt nicht antworten. So schnell er konnte rannte er zum Schloss, die Treppen hoch in den fünften Stock und blieb schlitternd vor dem Teppich mit den Schlagen stehen.

„Der Erbe Slytherins verlangt Einlass!" zischte er den Schlange zu und wartete erst gar nicht bis der Teppich richtig aufgerollt war sondern duckte sich darunter Weg. „Harry!" schrie Ron. „Komm mit oder warte auf mich. Ich brauch nicht lang", antwortete er und zog seinen Stab. „Lumos!" Mit pochendem Herzen lief er den Gang entlang. Er hörte dass Ron ihm folgte. Am Loch angekommen rief er die Treppe. „Was willst du da unten?" meinte der Rothaarige keuchend als er Harry eingeholt hatte. „Zeig ich dir. Komm", sagte Harry und hastete die Stufen nach unten.

„Ah. Mein Erbe. Schön das du mal wider vorbeikommst", grüßte ihn das Portrait höflich. „Guten Tag Lord Slytherin. Verzeiht ich habe nicht viel Zeit, wir sind sehr in Eile und müssen nur schnell etwas nachsehen", keuchte Harry und rannte zu dem Tisch mit den Pergamenten die Tom Riddle hinterlassen hatte.

Er legte den Umschlag daneben. „Das ist die gleiche Handschrift", stellte Ron leise fest. Harry nickte und griff das erstbeste Stück Pergament rannte zurück die Stufen hoch. Er musste zu McGonagall. Sie musste es wissen. Keuchend blieb er vor ihrer Bürotür stehen und drückte sie auf, ohne anzuklopfen. Aber es war niemand dort. „Verdammt!" fluchte er. „Sie… ist sicher… im…. Schuleiterbüro", keuchte Ron der grade hinter ihm zum Stehen gekommen war. „Hoffentlich", meinte Harry und rannte wieder los. Er bekam schon heftiges Seitenstechen und musste sein Tempo verlangsamen. Schwer atmend lieb er vor dem Wasserspeier stehen. „Das Passwort?" murmelte er und dachte kurz nach. Bei Dumbledore war er sich sicher das es Süßigkeiten waren, aber bei McGonagall? Es konnte alles Möglich sein. „Zischende Wispies, Säuredrops, Himbeereis," Harry versuchte es trotzdem, aber nichts geschah. „Ach komm schon. Schwarzwälderkirschtorte, Sahnetee, Zitronenbonbon." Plötzlich bewegte sich der Wasserspeier.

„Wie hast du das geschafft?" fragte Ron der auch endlich bei ihm ankam und hochrot im Gesicht war. „Entweder hat sich auch eine Schwäche für Süßigkeiten oder sie hat es noch nicht geändert", meinte Harry und lief die Treppe hoch um an der Tür anzuklopfen.

„Herein!", rief die Stimme seiner Hauslehrerin. Vorsichtig drückte er die Tür auf und sah sich allen Hauslehrern gegenüber. „Mr. Potter? Wie kommen sie hier rein?" fragte sie verdattert. „Das ist unwichtig. Ich…" „Das ist nicht unwichtig. Antworten sie!" blaffte Snape und sah ihn bedrohlich an. „Ich weiß wo die anderen Schüler sind", erklärte Harry, den Lehrer ignorierend und hatte damit sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit aller anderen. „Woher?" fragte Professor Sprout verwundert. „Ron und ich wollten Hermine abholen und haben gesehen wie jemand zum Quidditchfeld gerannt ist. Wir wollten sehen was los ist doch bevor wir ankamen gab ein buntes Aufleuchten und alles was wir fanden war das hier. Ron meint das es wahrscheinlich ein Portschlüssel war und… mir kam die Handschrift bekannt vor."

Damit reichte er seiner Hauslehrerin den Umschlag und das Stück Pergament. Seine Hauslehrerin starrte kurz auf die beiden Sachen und sah dann Harry an. „Ist dir klar was das bedeutet?" Harry schloss kurz die Augen und nickte dann. „Hogwarts ist nicht länger sicher und ich sollte meine Post erst testen ehe ich sie anfasse", meinte er. Flittwick und Sprout sahen verwundert auf während Snape ihn abschätzig musterte. „Die Briefe kommen von ihr wisst schon wem. Ich möchte wissen was die Eltern der Verschwundenen tun und in welcher Hinsicht sie zu den Unnennbaren einen Kontakt haben. Filius, du und Max sorgt bitte dafür das alle Eulen, egal wann sie hier auftauchen oder zu wem sie wollen, abgefangen werden. Ihre Fracht wird erst genau überprüft ehe sie an die Schüler geht. Und ich fürchte wir werden die Eltern der verschwundenen aufklären müssen. Severus, Harry ihr bleibt bitte noch kurz."

Professor Sprout und Flittwick verabschiedeten sich, während Snape die Papiere genau studierte. „Woher wissen sie von wem die Briefe kommen?" „Harry hat kurz vor Pembroke die Privaträume Slytherins entdeckt. Von dort hat er auch die Informationen über das Ritual", meinte McGonagall. „Die Privaträume eines Gründers? Meines Hauses? Warum weiß ich nichts davon?" fragte Snape scharf. „Wo sind sie?" raunzte er dann Harry an. Der sah kurz zu McGonagall und die ihm zunickte. „Fünfter Stock hinter dem Wandteppich mit den Schlagen. Möchten sie sie sehen?" fragte Harry immer noch außer Atem. „Danke ich finde den Weg allein", knurrte der Lehrer und wandte sich an McGonagall. „Ich werde versuchen etwas zu erfahren und sag ihnen dann Bescheid." Damit war er dann auch verschwunden.

„Harry. Solltest du ihm nicht sagen das er da nicht reinkommt?" fragte Ron nachdenklich. „Er wird es schon merken", meinte Harry dagegen und sah seine Hauslehrerin an. „Und sich dann nur noch mehr aufregen", stellte McGonagall fest. „Er hat mich nicht ausreden lassen, es ist also seine Schuld. Außerdem… wenn Professor Snape da unten war werd ich da wohl nie wieder hinkönnen, denn er lässt meine Lüge ganz sicher auffliegen", meinte Harry. „Darüber reden wir später. Ich werde den Orden und das Ministerium benachrichtigen. Für heute Abend setze ich ein Treffen an. Ich denke du würdest gern dabei sein, oder?" fragte sie. „Sehr gern sogar", gab Harry zu. „Gut. Halb neun am Tor und… falls Professor Snape sie nach den Passwörtern fragt, sagen sie ihm was genau es damit auf sich hat. Wobei… woher kennen sie das Passwort zu diesem Büro?"

Harry schmunzelte kurz. „Professor Dumbledore hat eine Schwäche für Süßigkeiten und jedes seiner Passwörter kam bisher aus diesem Bereich. Man muss einfach nur lange genug raten irgendwann wird man schon auf das richtige kommen. Und ich tu das nur wenn es wirklich etwas Wichtiges gibt." Seine Lehrerin sah ihn kurz misstrauisch an, nickte dann aber nur. „Gehen sie runter zum Essen und bitte, erstmal kein Wort zu irgendwem. Ich werde das später selbst tun." „Sicher Professor", erklärte Harry und verließ mit Ron das Büro um gleich in die Große Halle zu gehen. Hermine saß schon am Tisch und sah die beiden fragend an. „Wo wart ihr?"

„Später", zischte Harry ihr zu und aß erstmal, um danach mit Hermine in den Raum der Wünsche zu verschwinden und sie dort aufzuklären. „Das ist furchtbar", murmelte das Mädchen besorgt. „Ja. Mal sehen was ich heute Abend noch alles erfahre", erklärte Harry nachdenklich.

Die Zeit verging schnell und ehe Harry sich versah war er schon auf dem Weg zum Schlosstor. Zu seinem Leidwesen begegnete ihm Filch am Portal. „Potter, so spät noch unterwegs?" knurrte der Mann. „Ich brauch noch etwas frische Luft, Sir", erklärte Harry und wollte schon an ihm vorbei, doch Filch packte fest seinen Arm. „Du willst irgendwas ausfressen, das rieche ich. Mitkommen", knurrte Filch. Harry sah auf seine Uhr. Verdammt er würde zu spät kommen. „Filch was ist los?" rief dann jemand von der Treppe. „Ich habe grade Potter erwischt wie er sich davon stehlen will, Professor", antwortete der Hausmeister Snape der die Treppe runter kam. Harry seufzte tief. Das hatte ihm jetzt auch noch gefehlt. „Ich wollte nur einen Spaziergang machen und noch etwas frische Luft schnappen", erklärte Harry ruhig. „Ich werde mich um ihn kümmern Filch. Ich glaube Peeves ist grade im dritten Stock und verwüstet das Pokalzimmer", meinte Snape. „Wenn ich den in die Finger bekomme", schnarrte Filch und rannte so schnell er konnte die Stufen hoch. Harry sah ihm noch kurz nach und dann in die tiefschwarzen Augen seines Zaubertranklehrers. „Ich denke ich muss mich bei ihnen bedanken, Sir", meinte Harry und nickte ihm zu. „Und wenn sie mich jetzt entschuldigen würden?" „Sicher nicht Potter. Ich kaufe ihnen das mit dem Spaziergang ebenso wenig ab wie Mr. Filch."

„Ich bin mit Professor McGonagall am Schlosstor verabredet. Vor… Fünf Minuten", erklärte Harry knapp. „Dann sollten wir sie nicht warten lassen. Ich habe zufällig den gleichen Weg", meinte der Lehrer lächelnd. Harry seufzte lautlos und machte sich mit schnellen Schritten auf dem Weg zum Tor. „Wie ist das Passwort", fragte Snape neben ihm und Harry sah ihn verwundert an. „Das Passwort zu den Privaträumen?"

„Sie brauchen zwei. Der Erbe Slytherins verlangt Einlass und einen Vers, es wird ihnen aber nicht helfen", meinte Harry schlicht. Er sah im Licht des Mondes wie Snape die Augenbraue hochzog. „Parsel. Beides muss in Parsel gesagt werden", antwortete Harry auf die stumme Frage und meinte kurz Resignation in den Augen gesehen zu haben. „Aber wenn sie sie sehen wollen, bring ich sie rein. Gefallen dürfte es ihnen auf jeden Fall bei all den Zaubertrankzutaten die dort stehen", setzte er nach, doch ehe Snape antworten konnte kam ihnen seine McGonagall entgegen. „Mr. Potter, ist ihre Uhr kaputt?" fragte sie streng. „Nein Professor, der Hausmeister war der Meinung ich würde mich davon stehlen wollen. Er hat mich aufgehalten", erklärte Harry missmutig. „Nun gut. Kommen sie Mr. Potter und sie sind vorsichtig Severus", mahnte die Lehrerin und eilte mit ihm den Weg runter um dann außerhalb der Schilde zu disapparieren.

Im Orden warteten schon alle auf sie. Remus nahm ihn freundschaftlich in den Arm, aber selbst das tat Harry unendlich gut. Am liebsten hätte er ihn sofort vernichtend geküsst. Doch nicht vor dem Orden und McGonagall begann auch sofort mit der Sitzung. „Wir wissen jetzt wie die ganzen Schüler verschwinden. Man entführt sie mit Hilfe von Portschlüsseln." „Was?" keuchte Remus entsetzt. „Ja. Harry und Mr. Weasley wurden zufällig zeugen und dank Harry wissen wir auch wer es ist", meinte die Lehrerin und der Gryffindor spürte sofort alle Blicke auf sich ruhen. „Voldemort selbst schreibt sie", sagte er nur und fast alle zuckten zusammen.

„Ich habe schon veranlasst dass ab sofort jeder Brief und jedes Päckchen kontrolliert wird ehe es an die Schüler geht, ihre Sicherheit geht vor. Auch werde ich die Sicherheitsmaßnahmen verstärken. Zusätzliche Schutzschilde, verstärkte Aufsicht. Ich brauch eure Hilfe bei den Zugängen zum Gelände. Wir müssen sie überwachen. Jeden einzelnen", erklärte die Frau und ließ eine Karte vom Gelände erscheinen.

Harry derweil ahnte das es in Zukunft sehr schwer werden würde sich mit Remus zu treffen, aber die Sicherheit war definitiv wichtiger. Und notfalls könnte Harry ja mal mit seiner Hauslehrerin reden. Remus könnte die Vollmondnächte auf Hogwarts verbringen.

„Ich werde mich morgen um einen neuen Verwandlungslehrer kümmern, sonst schaffen wir das nicht. Aber eines muss ich euch leider gestehen. Ich bezweifele das wir Voldemort bei einem Angriff zurückschlagen könnten. Er ist dafür zu mächtig. Es gibt zurzeit niemanden an der Schule der ihm gewachsen ist. Wir werden ihn behindern können, eine Weile aufhalten, aber niemals soweit zurück drängen dass er aufgibt und sich zurück zieht", erklärte sie dann und Harry sah dass sie ernsthaft besorgt war. „Gibt es Anzeichen dafür dass er einen Angriff auf das Schloss plant?" fragte Remus besorgt. „Ich bin auf alles gefasst. Severus versucht herauszufinden wo die Kinder sind und wie es ihnen geht. Alle die vermisst sind, sind Kinder von Auroren, Wiederständlern, Ministeriumsangestellten oder Familien die im ersten Krieg sich gegen ihn gestellt haben oder ihm gefährlich werden können wenn sie sich gegen ihn wenden. Ich fürchte er wird sie erpressen oder die Kinder gleich töten." Alle sahen besorgt aus und Harry entwich ein Schnauben.

„Was hast du?" fragte Remus neben ihm besorgt. „Nichts. Ich verfluche nur jemanden stumm", murmelte Harry. „Du wirst keine Dummheiten machen junger Mann, sonst leg ich dich übers Knie auch wenn du schon 16 bist", meinte Molly scharf. „Harry wird schon keine Dummheiten machen und ich verstehe ihn. Es geht um seine Mitschüler. Und wer von euch hat nicht schon mal Voldemort gedanklich tausend Flüche auf den Hals gejagt weil er unser Freunde umgebracht hat", verteidigte Remus ihn missmutig.

„Beruhigt euch bitte. Harry wird keine Dummheiten machen, davon bin ich überzeugt. Ich denke wir gehen alle zu Bett. Alastor, David, Tonks, wir sehen uns übermorgen. Molly du machst weiter wie gehabt und Remus hält hier die Stellung. Lasst uns alle hoffen dass wir die Kinder gesund und munter wieder sehen." Damit war die Sitzung beendet. Harry dachte nicht lange nach sondern zog Remus hinter sich her in die Stube wo er ihm, kaum das die Tür geschlossen war innig küsste. Remus schmunzelte kurz und wurde dann aber ziemlich ernst.

„Ich denke es ist sicherer wenn wir uns nicht mehr heimlich treffen. Es ist sicherer für dich und besser für meinen Kopf. Den reist Minerva mir nämlich ab, findet sie heraus das du dich aus der Schule schleichst", meinte er. „Die Idee ist mir auch schon gekommen", murmelte Harry und lehnte sich gegen Remus der ihn zärtlich umarmte. „Wir finden einen anderen Weg, versprochen", flüsterte ihm der Werwolf zu strich ihm sanft durch das schwarze Haar. Plötzlich ging die Wohnzimmertür auf und die beiden fuhren auseinander. „Versprich mir dass du keine Dummheiten machst", bat Remus. Harry seufzte tief. „Ich verspreche es." „Ist ja schön das du Harry so ins Gewissen redest, aber ich werde ihn dir jetzt entführen müssen", sagte seine Hauslehrerin. Harry seufzte tief und gab Remus noch einen sanften Kuss. Wir sehen uns nächste Woche und denken mal über eine Lösung nach, ja?" „O.k. Um eins in den Drei Besen. Eher komm ich hier nicht weg." „Dann kann ich vorher noch dein Geschenk einkaufen gehen", meine Harry und folgte seiner Lehrerin hinaus ohne auf Remus Protest zu reagieren.

Innerlich verfluchte er sich selbst, Voldemort nicht schon in Pembroke zur Hölle geschickt zu haben. Dann hätten sie jetzt keinen Ärger, er müsste sich um nichts weiter sorgen machen als das man ihn nicht erwischte wenn er zu Remus in die Heulende Hütte schlich und welche Weihnachtsgeschenke er seinen Freunden besorgen wollte.

„Hören sie mir eigentlich zu?" wurde er plötzlich gefragt. „Eh… Wie? Also… um ehrlich zu sein, ich war grade wo anders mit beschäftigt, tut mir leid", murmelte er versonnen. McGonagall seufzte. „Ich werde mal sehen wie ich es einrichte das Remus sie ab zum zu mal besuchen kommt. Außerdem haben wir ja bald Ferien. Ich denke es ist für sie das sicherste wenn sie die im Grimmauldplatz verbringen, auch wenn es schwer wird", meinte seine Hauslehrerin. „Ich werd das überstehen. Aber… ich habe Lisa versprochen sie bei Hermines Eltern zu besuchen und die dürfte mir das sehr übel nehmen wenn ich das nicht tue. Wir schreiben uns des öfteren und sie erinnert mich jedes Mal daran", erklärte Harry und lächelte kurz bei dem Gedanken an das kleine Mädchen. Sie war für ihn irgendwie zu einer Schwester geworden.

„Nun, dass lässt sich einrichten, wenn auch nur für ein paar Tage und ich bin mir sicher das Mädchen wird sich darüber sehr freuen", erklärte McGonagall. „Aber zu was anderem. Ihnen muss ich sicher nicht extra sagen dass sie besonders vorsichtig sein sollten. Sie wissen schon wer hat es auf sie abgesehen und ich halte es für sinnvoll wenn sie erstmal den Schwerpunkt in ihrem Privatunterricht darauf legen, ihr Potential zu finden. Ich wollte es vor Molly nicht sagen, weil sie sich immer so aufregt, aber sie sind zurzeit der einzige an der Schule der in der Lage wäre Voldemort aufzuhalten, aber nur wenn sie ihr ganzes Potential benutzen." „Ist mir vollkommen klar und ich versuche es ja auch, aber irgendwie schaff ich es einfach nicht. Ich weiß nicht woran es liegt. Ich finde es einfach nicht, ebenso wenig wie die Okklumentik in den Griff bekomme", gestand Harry.

„Sie werden das hinbekommen. Davon bin ich überzeugt. Setzen sie sich nicht unter Druck. Es gibt keinerlei Hinweise, dass er plant das Schloss anzugreifen. Und selbst wenn, wir werden die Kinder vorher in Sicherheit bringen", meinte McGonagall. „Und dann? Hogwarts aufgeben?" fragte Harry nachdenklich. „Nein. Die Schule ist die letzte Hoffnung unserer Seite. Der Fels in der Brandung. Wenn Hogwarts zerstört wird, stirbt auch die Hoffnung dass wir ihn besiegen werden und dann haben wir wirklich verloren.

Jeder Lehrer an der Schule wird das Schloss mit seinem Leben verteidigen und die Schutzzauber sind auch nicht ohne", meinte seine Hauslehrerin. „Wollen wir es hoffen. Gute Nacht, Professor", meinte Harry und stieg hoch in seinen Turm. Ron und Hermine saßen in ihren Lieblingssesseln und schienen auf ihn gewartet zu haben. „Und?" fragte das Mädchen besorgt. Harry erzählte ihnen knapp was er erfahren hatte. Auch von der Sorge das sie Hogwarts nicht wirksam verteidigen konnten. Seine beiden Freunde waren sichtlich entsetzt darüber. „Aber wir müssen doch was tun können? Die armen Kinder", meinte Hermine besorgt. „Wir können nichts für sie tun. Wir wissen nicht mal wo sie sind. Lasst uns schlafen gehen. Bin mal gespannt was McGonagall morgen den anderen sagt", meinte Harry.

Für die meisten Schüler aus dem Schloss war das Frühstück eines wie jedes andere auch. Munter schwatzend leerten sie ihre Schüsseln und Teller nur Harry hatte irgendwie keinen richtigen Appetit und seinen Freunden schien es nicht anders zu ergehen. Dann erhob sich McGonagall und augenblicklich wurde es totenstill.

„Meine lieben Schüler", begann sie sehr ernst und auch besorgt. „Ich muss ihnen leider mitteilen dass die verschwundenen Schüler entführt wurden." „Was?" keuchte ein Mädchen am Ravenclawtisch und auch alle anderen tuschelten entsetzt miteinander. „Es ist leider so. Es ist nur zwei ihrer Mitschüler zu verdanken, dass wir endlich hinter dieses Geheimnis gekommen sind.

Ihre Mitschüler wurden mit Portschlüsseln, die sie per Post zugeschickt bekommen hatten, entführt. Absender dieser Portschlüssel ist niemand anders als der dessen Name nicht genannt werden darf selbst."

Alle starrten die Lehrerin mehr oder weniger entsetzt an, mit Ausnahme einiger Slytherin die scheinbar zufrieden lächelten. In Harry stieg Unmut auf. Diese Angeber hatten es scheinbar gewusst. Sie nahmen den Tod von wehrlosen Schulkindern in Kauf. Den Tod ihrer eigenen Hauskameraden. „Man sollte sie rauswerfen", murmelte Ron neben ihm. „Stimmt", gab Harry ihm recht und sah dann wieder hoch zu seiner Hauslehrerin. Er wollte nicht länger die Verräter in den eigenen Reihen sehen müssen. „Bitte Ruhe", rief die Frau. „Ich habe veranlasst das jeder Brief und jedes Päckchen dass das Schloss erreicht auf irgendwelche Zauber überprüft wird sie werden sie dann beim Abendbrot des Ankunftstages erhalten." „Das verstößt gegen das Postgeheimnis!" protestierte Nott und am Slytherintisch herrschte rege Zustimmung. „Dies geschieht zu ihrem Schutz und ich versichere Ihnen, den Prüfern geht es lediglich um Zauber oder Flüche mit denen die Post belegt sein sollte, nicht um ihren Inhalt", erklärte die Lehrerin und fügte mit strengem Blick hinzu: „Es wird absolut keine Ausnahmen geben. Sollte dennoch jemand einen Brief bekommen, geben sie ihn zu ihrer eigenen Sicherheit einem Lehrer zur Überprüfung.

Das Ministerium ist über die Vorfälle und unsere neusten Erkenntnisse unterrichtet und unterstützt diese Vorgehensmaßnahmen voll und ganz. Sie setzen alles daran das ihre Mitschüler bald wieder wohlbehalten bei uns sein werden und man hat mir Freie Hand gelassen um für ihren Schutz zu sorgen.

In den nächsten Tagen werden sämtliche Schilde über dem Schloss und sein Gelände verstärkt. Jeder Schüler hat zu jeder Zeit seine Schuluniform zu tragen und es werden morgen früh Ausweise verteilt, die sie als Schüler unseres Schlosses ausweißen. Diese sind immer bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuzeigen. Sollte jemand erwischt werden, wie er versucht sich heimlich vom Gelände zu schlichen, wird bis zum Ende des Jahres Strafarbeiten schreiben und Mr. Filch bei seinen Aufgaben unterstützen, außerdem gibt es bis zum Ende seiner Schullaufbahn ein Besuchsverbot für das Dorf.

Die Lehrer, Schulsprecher und Vertrauensschüler werden verstärkt auf Regelverstöße achten und sie sofort und ohne Ausnahme melden. Zu diesem Zweck ernenne ich mit sofortiger Wirkung Justin Finch-Fletchley, Blaise Zabini, Terry Boot und Harry Potter ebenfalls zu Vertrauensschülern." Harry blieb die Spucke weg als das Abzeichen vor ihm auf dem Tisch erschien. Warum hatte ihm McGonagall davon nicht vorher was gesagt? Dann hätte er es ablehnen können. Hatte er denn nicht schon genug Verantwortung? Ja er war letztes Jahr sauer gewesen das man Ron anstatt seiner ernannt hatte, aber mittlerweile war es ihm egal. Er war sogar ganz froh darüber. Erst als Ron sich an seinem Umhang zu schaffen machte, sah er auf. Die meisten Der Slytherins sahen ihn abwertend an, an seinem Tisch grinste man ihm aber zu und auch seine Hauslehrerin lächelte wohlwollend, Snape dagegen sah aus als würde er ihn jeden Moment verfluchen.

„Die Aufgaben der Vertrauensschüler bestehen darin nach der Sperrstunde dafür zu sorgen das niemand mehr auf den Gängen ist, Streitigkeiten sind zu schlichten, Regelverstöße zu verhindern oder auch zu melden. Auf letzteres bitte ich ganz besonders zu achten.

Wir müssen ab sofort alle aufeinander aufpassen, sollte auch nur eine Kleinigkeit seltsam sein, scheut euch nicht einen Lehrer, Schulsprecher oder Vertrauensschüler darauf aufmerksam zu machen. Besser einmal zu viel gewarnt als einmal zu wenig. Das sollte allerdings nicht dazu genutzt werden um die älteren Schüler lächerlich zu machen oder ihren Spaß mit ihnen zu treiben. Ich rate jedem diese Situation sehr ernst zu nehmen.

Weiter bleibt nichts zu sagen, als ihnen noch einen Schönen Tag zu wünschen", sagte sie uns setze sich wieder hin. In der Halle brach sofort ein heftiges Gemurmel aus. Es ging nur noch um das verschwinden der Schüler und in den folgenden Tagen konnte man beobachten wie vor allem die Jüngeren Schüler sich nur noch in Gruppen bewegten und nach neun keiner mehr den Gemeinschaftsraum verließ. Hermine nahm die Aufgabe besonders ernst und hätte Harry ihr nicht Einhalt geboten, wäre sie mit der Karte der Rumtreiber auf Schülerjagd gegangen.

„Vergiss es, Hermine. Dazu haben sie, die Rumtreiber, die Karte nicht entworfen und dazu werde ich sie auch sicher nicht rausgeben", hatte er ihr erklärt. „Aber Harry. Sie ist der beste Weg um die Schüler zu schützen." „McGonagall hat klar gesagt wie es aussieht und wenn sich jemand bewusst in Gefahr begibt, ist das verdammt noch mal dann sein Problem. Du bekommst die Karte nicht. Ende." Zwar war Hermine ziemlich beleidigt gewesen, Ron hatte ihn aber unterstützt, denn er war derselben Meinung. Und nach zwei Tagen hatte sie dann nachgegeben und sich entschuldigt.

Während Scott im Unterricht explizit Flüche zur Verteidigung und Angriff durchnahm, sah man auch in jeder freien Minute Schüler, die ihre Nasen in Bücher mit Flüchen und Gegenflüchen steckten. In D.A. waren alle fleißig bei der Sache und wollten freiwillig länger bleiben um noch mehr zu üben. Oft waren sie bis kurz vor der Ausgangssperre im Raum der Wünsche und duellierten sich, es gab sogar einige die Harry offen herausforderten.

Harry lernte in diese Zeit die Vorteile des Vertrauensschülerdaseins kennen. Filch begegnete ihm zwar oft, aber er konnte ihn nicht festhalten ohne einen expliziten Beweis dass er etwas getan hatte was den alten Hausmeister doch ziemlich fuchste und auch Snape musste ihn gewähren lassen, wenn er ihm nach Sperrstunde begegnete, was dem Lehrer auch alles andere als zu passen schien.

Der neue Lehrer für Verwandlung war ein sehr seltsamer Kauz. Er war an die sechzig Jahre und Deutscher. Seine Kinder lebten hier in England und er war nach dem Tod seiner Frau auf die Insel zu ihnen gezogen. Da er sich aber zu Hause langweilte hatte er beschlossen wieder Arbeiten zu gehen und sich um die Stelle beworben. Hogwarts war in Deutschland eine bekannte Größe mit der sich die dortige Schule versuchte zu messen und es war für ihn eine Ehre hier arbeiten zu dürfen und dazu noch den berühmten Harry Potter in seiner Klasse zu haben. So kam es dann auch das er in fast jeder Stunde mindestens drei Mal drangenommen wurde, ob er sich nun meldete oder nicht und das ging ihm tierisch auf die Nerven. Er hatte schon überlegt ob er nicht mal mit dem Lehrer unter vier Augen darüber reden sollte. Denn die anderen aus seinem Kurs machten sich schon lustig über ihn, besonders die Slytherins. Die trieben ihre Späße damit dass der Lehrer ihn so bewunderte.

Nachdenklich schlenderte Harry durchs Hogwarts. Es war schon nach Ausgangssperre und Scott hatte ihn gebeten die Stunden auf den späteren Abend zu verlegen da er vorher etwas überprüfen sollte, im Auftrag von McGonagall. Er sah wie jemand im Schatten einen Seitengang entlang schlich. Es war dort aber zu dunkel um zu erkennen wer es war. Dann klapperte eine Tür und es war still. Stirnrunzelnd zog Harry seinen Zauberstab. Auf dem Gang lagen nur ein paar leere Klassenräume. Außerdem waren sie meilenweit von jedem Geheimgang entfernt. Die hatte Harry sich nämlich dann doch mit Hilfe seiner Karte genauestens eingeprägt.

Leise schlich er den Gang entlang und versuchte herauszufinden in welchem Raum der Unbekannte verschwunden war. „Verdammt! Das ist doch wohl ein Witz, wenn Potter das kann, muss ich das doch erst recht hinbekommen", fluchte jemand. „Expecto Patronum!" Harry runzelte die Stirn. Da versuchte jemand den Patronuszauber, nur die Uhrzeit war wohl nicht grade passend und es schien auch nicht zu funktionieren. Leise drückte er die Tür auf um den heimlichen Lernwilligen nicht zu erschrecken.

Zu seiner Überraschung stand mitten in dem von Fackeln erleuchteten Raum jemand den er nur all zu gut kannte. Die blonden Haare schienen das Licht der Fackeln grade zu reflektieren. Draco Malfoy stand mit dem Rücken zu ihm und fluchte haltlos weil er den Zauber einfach nicht schaffte.

„Deine Erinnerung ist nicht stark genug, deshalb klappt es nicht", sagte Harry leise, Draco aber fuhr ruckartig herum und richtete seinen Stab auf den ungebetenen Gast. „Potter", zischte er. „Was willst du?" Harry lächelte und schob den Stab, der direkt auf sein Gesicht zielte bei Seite. „Ich hab nur jemanden gesehen und wollte sehen was los ist", erklärte er und deutete dann auf den Zauberstab des Blonden. „Deine Erinnerung ist nicht glücklich genug, deshalb passiert nichts." Draco schnaubte aber nur abfällig und Harry zuckte nur mit den Schultern. „Deine Sache, wenn du mir nicht glaubst. Aber ich würde nicht mehr so laut sein, Hermine dreht hier nachher ihre Runden und die ist im Moment ziemlich penibel. Viel Spaß noch", meinte Harry und verschwand dann wider.

Er musste zu Scott. Der wartete schon auf ihn. Sie würden wieder versuchen ihr Potential zu finden, und das sicherlich wieder Erfolglos wie schon beim letzten Mal. Außerdem war er mit den Gedanken beim kommenden Samstag. Das treffen mit seinem Lebensretter, und die Frage was dieser von ihm wollte, wer es denn überhaupt war und irgendwo schlich doch die Angst mit das es doch eine Falle war und er allein mit Remus eine Horde Todessern gegenüberstehen würde. Die andere Frage war dann noch, was sollte er seinem Freund eigentlich zu Weinachten schenken? Ein Buch? Oder Schmuck? Kleider konnte Remus gebrauchen, dass wusste Harry. Aber sie waren viel zu unpersönlich, außerdem befürchtete er Remus würde das auf den Gedanken bringen er sei ihm nicht gut genug angezogen und das war ja bei weitem nicht so. Also doch besser ein Buch. Nur was sollte er Remus zu lesen holen? Muggelromane bekam er hier nicht, und mit Zauberbüchern kannte er sich nicht richtig aus. Er wusste nicht wofür sie Remus interessierte. Also doch besser Schmuck, aber was? Fest stand nur, definitiv nichts aus Silber nur Gold oder anderes Material, aber kein Silber. Und was dann? Auch eine Kette? War das nicht wirklich einfallslos? Vielleicht einen Ring? Nein, nein das sah zu sehr nach Heiratsantrag aus. Verdammt war das schwer.

Seufzend klopfe er an der Bürotür seines Lehrers an. „Ja!" kam es sofort zurück und der Lehrer klang dabei ziemlich nervös. Vorsichtig drückte Harry die Tür auf und sah grade noch wie Scott irgendwas in seinen Schreibtisch verschwinden ließ. „Oh… Harry… stimmt wir waren verabredet. Komm rein!" Harry irritierte dieses Verhalten ziemlich. „Wenn sie beschäftigt sind können wir das auch ausfallen lassen, ich finde ganz sicher auch etwas anderes zu tun", meinte er schon hoffnungsvoll, doch der Lehrer schüttelte den Kopf. Dabei hatte Harry grade Hoffnung geschöpft. „Setz dich. Ich bin nur etwas angespannt, wegen dieser Entführungsgeschichte. Niemals hätte ich mit so was gerechnet und das hier. Ich war immer der Meinung Hogwarts wäre sicher." Harry schmunzelte nur. „Professor Dumbledore ist nicht hier und Voldemort wird übermütig Was ich nur nicht verstehe ist, das ich keinen dieser Briefe bekommen habe. Eigentlich… eigentlich hätte ich der erste sein müssen." Scott seufzte nur. „Sei froh dass du es nicht warst oder wünscht du dir etwas den Tod?" meinte der Lehrer. „Nein. Und ich hoffe doch dass die Schüler noch auch noch leben. Ich versteh es nur nicht. Ich bin sein Todfeind. Was hat er nicht schon alles Versucht um mich zu bekommen. Warum lässt er sich diese Chance entgehen?" „Vielleicht hat das ganze ja einen tieferen Sinn? Wer weiß? Vielleicht gibt es da ja etwas, von dem wir nichts wissen? Es bringt jedenfalls nichts darüber einfach nur zu raten. Lass uns Anfangen", meinte der Lehrer und entzündete ein paar Duftkerzen.

Harry ließ sich im Schneidersitz auf dem weichen Teppich nieder und versuchte sich zu entspannen, aber es half nichts. Sie kamen keinen Schritt voran. Nach einer halben Stunde gab Harry auf. Er schaffte es nicht sich zu konzentrieren. „Max, lassen wir es. Es bringt nichts. Tut mir leid", meinte er und verschwand zur Tür raus. Das Gespräch über Voldemort hatte ihn noch mehr aufgewühlt. Nun wusste er erst recht nicht mehr wo ihm den Kopf stand.

Als er an dem Gang vorbeikam wo Malfoy vorhin noch gewesen war hielt er inne. „Mal sehen ob unser Slytherin erfolg hatte. Vielleicht lenkt das ja ab", murmelte er und lief zu dem Klassenraum. Er hörte keinen Ton, also drückte er leise die Tür auf. Zu seinem Schock stand Lucius Malfoy mitten im Raum. „Das ist unmöglich", keuchte Harry und richtete seinen Zauberstab auf ihn. „Sie sind Tod." Draco stand mit dem Rücken zur Wand und starrte seinen Vater mit entsetztem Blick an. „Du bist nicht mehr wert als ein Schlammblut. Eine Schande für unsere Familie. Du solltest lernen deinen Gefühle zu beherrschen sonst gebe ich dir noch einen Grund wütend zu sein," spie der Zauberer aus und hob seinen Stab noch etwas höher.

Harry dagegen war irritiert. Wieso beachtete in Lucius Malfoy nicht? Dann sah er eine Kiste in der Ecke stehen. „Ein Irrwicht?" fragte Harry verwundert und schloss die Tür. Der Knall hinter ihm hieß aber nichts Gutes und er machte sich schon auf eine Welle aus Eiswasser gefasst aber nichts passierte außer Dracos entsetztem Aufschrei. Nur ganz langsam und mit geschlossenen Augen drehte Harry sich um. Er wollte lieber nicht daran denken was er da jetzt zu sehen bekam. „Potter was soll das! Mach das es verschwindet!" kreischte der Blonde und Harry öffnete die Augen nur um sie gleich wieder zu schließen.

Ihm wurde speiübel und er ließ sich gegen die Tür fallen. Trotzdem sah er noch Remus vor sich liegen. Eindeutig Tod. Er lag in einer großen Lache aus Blut, das ihm zu allem Überfluss noch aus dem Körper floss. Harry versuchte ruhig zu bleiben auch wenn ihm Tränen in die Augen stiegen. „Das ist nur ein Irrwicht, das ist nur ein Irrwicht. Es ist nicht echt", flüsterte er vor sich hin und versuchte auf irgendwas zu kommen wie man dieses Grausame Bild angenehmer gestallten konnte.

Von Links hörte er ein heftiges würgen was seinen eigenen Magen nur noch unruhiger werden ließ. „Warum ist ein kein Dementor, mit dem werde ich fertig. Verdammt. Ich will hier einem Dementoren haben", fluchte er lautlos doch das würde nie funktionieren. „Stell dir jemand anderen vor", keuchte Malfoy. „Stell dir jemanden vor den du tot sehen willst." Das war eine Möglichkeit nur wen? „Wurmschwanz", knurrte er und versuchte Krampfhaft sich vorzustellen wie Remus sich in Peter Pettigrew verwandelte und sagte deutlich „Riddikulus!" Der Knall und auch Dracos überraschtes: „Wurmschwanz", zeigten ihm das es geklappt hatte. Nur vorsichtig öffnete Harry die Augen. Vor ihm lag tatsächlich Peter Pettigrew so wie er ihn das letzte Mal gesehen hatte. Mit einem Schwebezauber beförderte er ihn wieder in den Schrank und verschloss ihn. Dann wandte er sich zu Malfoy der sich tatsächlich übergeben hatte und das grade säuberte. „Kannst du mir erklären was du mit so einem Vieh willst?" fragte Harry ruhig, sich gegen die Wand lehnend. „Ich dachte er wird zu einem Dementor", flüsterte Malfoy bedrückt und sah ziemlich fertig zu Harry auf.

„Der Werwolf bedeutet dir wohl ne Menge, was?" meinte er dann. Harry schwieg eine Weile. „Wir sind sehr gute Freunde und er ist für mich wie ein Vater. Meine Familie", gestand Harry schließlich. Remus war sehr viel mehr für ihn aber er hoffte dass es als Erklärung reichte. Draco sah Harry eine Weile an und fragte dann: „Ich vertrau Onkel Sev, kann ich dir auch vertrauen?" Diese Frage erstaunte Harry über die Maßen. Ein Slytherin? Ein Slytherin fragte nach seinem Vertrauen? Was war denn jetzt kaputt. Aber… wer wusste schon was Draco für Informationen hatte. War er vielleicht sogar sein Geheimnisvoller Informant?

„Du kannst mir vertrauen. Was ist los?" meinte Harry. Draco setzte sich richtig hin und lehnte sich gegen die Wand. „Es ist gelogen. Es ist alles gelogen. Sicher wussten meine Mutter und auch ich dass mein Dad ein Todesser war. Meine Mutter war auch mehr oder weniger überzeugt von seinen Idealen, wollte aber meinetwegen nie das dunkle Mal tragen. Sie wollte mich schützen falls Dad enttarnt wird und dem dunklen Lord hat sie erzählt mich damit dann ja auch in deiner Nähe halten zu können.

Ich soll gleich nach der Schule aufgenommen werden. Ich soll ein Todesser werden, aber ich will nicht. Nicht nachdem was er Dad und Mum angetan hat", erklärte der Blonde leise. Harry war sprachlos über dieses Vertrauen und er mochte gar nicht daran denken was dem Jungen zustoßen könnte wenn Voldemort das herausfand. „Draco,…" „Ich weiß, von Theodore dass der Lord dich nicht mehr einfach nur töten will. Er will dich erniedrigen, dich zerstören. Er will dir alles nehmen was dir etwas bedeutet. Deine Familie, deine Freunde, deine Liebe. Ich weiß nicht wie und wann, aber du solltest sie warnen und verdammt gut auf sie aufpassen", erklärte er. Harry schloss die Augen. Voldemort wusste es also. Er wusste alles. Wollte er vielleicht sogar die Schüler dazu benutzen? „Draco… wer von euch… hat noch Eltern die Todesser sind?" Draco schnaubte. „Ich kenn nur die aus meiner Stufe. Crabbe, Goyle, Nott, Parkinson, Bulstrode. Die anderen weiß ich nicht genau. Ich meine drei der Jungen aus der siebten und zwei Mädchen aus der fünften. Beim Rest muss ich passen.

Blaise Eltern gehören definitiv nicht dazu. Er hält sich sowieso von uns allen fern und dieser Peter ist mir ein Rätsel. Mit dem stimmt etwas nicht. Der verschwindet oft spurlos und hängt mit dieser Saphira rum und dann noch dieser Ravenclaw. Die sind sowieso alle drei seltsam."

„Ist mir auch schon aufgefallen. Saphira hat bei uns auch keine Freunde, verschwindet im verbotenen Wald ohne eine Spur zu hinterlassen und Linnéa nimmt mich in Schutz aus mir unerfindlichen gründen. Denn wir sind definitiv nicht zusammen", erkläre Harry und sah rüber zum Schrank. „Stimmt was nicht?" fragte der Blonde zu Harrys Verwunderung. „alles o.k. Ich will nur die frühere Irrwichtgestalt wieder die ist mir bedeutend lieber als einen toten Remus." Draco schnaubte abwertend. „Ich würde vorschlagenagen, das hier bleibt unter uns, oder?" fragte er dann. Harry nickte zustimmend. „Auf jeden Fall. Und nun lass uns verschwinden, ehe Hermine auftaucht", erklärte Harry und reichte Draco die Hand um ihm aufzuhelfen. Der zögerte zunächst noch, ergriff sie dann aber. Sie waren grade auf dem Gang raus getreten als Draco nach Harrys Umhang griff. „Vor den anderen werde ich dich behandeln wie immer, sonst bin ich Tod." Harry nickt nur und machte sich dann wieder auf dem Weg in den Gryffindorturm. Die ganze Geschichte nahm ihn verdammt mit, vor allem die Erkenntnis das seine Angst Remus zu verlieren, tatsächlich größer war als die vor einem Dementor.

Von dieser Begegnung erfuhr niemand etwas. Nicht mal Ron und Hermine. Sie würden sich wahrscheinlich erst mal nur Sorgen um ihn machen und Draco vertrauten sie sowieso nicht. Und mit Remus wollte er über diese Geschehnisse nicht durch das Telegate reden. Wenn er sich mit ihm am Samstag traf war dafür noch etwas Zeit, ehe sie sich mit seinem Retter trafen.

Am Freitagabend bestellte ihn McGonagall in ihr Büro. Sie ermahnte ihn vorsichtig zu sein und auf sich aufzupassen. David, Tonks, Moody und noch einige andere Auroren waren in der Nähe der Heulenden Hütte postiert worden. Genau genommen hatte man das gesamte Dorf zu einer sicheren Festung gemacht, für alle Schüler. Von Remus erfuhr er das der das Schlafzimmer wieder in seinen Ursprungszustand versetzt hatte, mit Staub, zerrissenen Gardinen und zerbrochenen Möbeln, damit, falls sie in Bedrängnis gerieten später keiner dumme Fragen stellen würde und falls einer der Lehrer oder Auroren die Hütte so betrat etwas auffiel. Immerhin war auch dieser Geheimgang ein Weg auf das Gelände und wurde auch bewacht. Am Samstagmorgen war Harry furchtbar nervös. Er bekam kaum einen Bissen runter und gab es dann schließlich auf. Remus hatte ihm am morgen ermahnt seinen Tarnumhang mitzunehmen und auch das Telegate falls sie etwas schief gehen würde und sie getrennt würden. Um zehn machte er sich dann mit weichen Knien auf den Weg ins Dorf. Auch Ron und Hermine waren nervös und Harry ahnte sie wären liebend gern dabei. „Tut mir einen Gefallen. Haltet euch von der heulenden Hütte fern. Egal was passiert und passt auch sonst auf euch auf." „Klar Kumpel. Aber du erzählst uns alles ganz genau", bat Ron sofort. „Mach ich. Versprochen", meinte Harry und sah das Hermine ihn besorgt musterte. Im Dorf gingen sie dann zunächst in den Honigtopf. Hermine nutze den noch reichlich leeren Laden und zog Harry in einen Ecke während Ron die neusten Sachen versuchte. „Was ist los. Du weißt doch was? Schon seit Mittwoch bist du so seltsam." Harry schmunzelte. Das war Hermine, es wäre ein Wunder gewesen wenn sie nichts bemerkt hätte. „Sagen wir einfach jemand hat mir gesteckt das Voldemort mich nicht nur umbringen will. Vorher will er mir richtig wehtun. Er will mir alle Menschen nehmen die mir etwas bedeuten. Versprich mir einfach dass ihr keine Dummheiten macht, egal was ihr hört, oder mit mir passieren sollte. Und passt auf einander auf." Hermine sah ihn verschreckt an, nickte dann aber. „Gut. Wir sind vorsichtig." Harry bedankte sich tausend Mal dass seine Freundin nicht weiter nachfragte.

„Komm wir gehen mal sehen was Ron gefunden hat", meinte Hermine lächelnd und zog ihn mit zu dem Rothaarigen. Der Stand unschlüssig vor den Gläsern und wühlte in seinem Geldbeutel. „Das ist alles so verdammt lecker", murmelte er nachdenklich. „Komm Ron. Wir gehen mal was für Hermine suchen", schlug Harry vor und drückte Hermine unauffällig seinen Geldbeutel in die Hand. Ron zog er in eine der hinteren Ladenecken zu den zuckerfreien Sachen. „Hast du schon eine Idee?" fragte Harry ihn nachdenklich. „Nein. Und ich bin so gut wie pleite. Mum hat so viel zu tun sie kommt nicht in die Winkelgase", murmelte er betroffen. „Dann leih ich dir was. Remus hat mir über Professor McGonagall gestern erst was zukommen lassen. Hatte auch nur noch ein paar Sikel hier. Kannst es mir ja wiedergeben. Oder wir legen zusammen. Ich hab nämlich auch absolut keinen Schimmer", stellte Harry fest. Er wusste zwar das Geld für Ron ein Rotes Tuch war, aber er wollte seinem Freund helfen.

„Na ja… ich… ich wollte Hermine eine Kette schenken, vielleicht", gestand er schließlich leise. „Hmm. Dann sollten wir uns da gleich mal Umsehen. Ich wette Hermine geht noch in den Buchladen dann verschwinden wir nach nebenan. Wenn sie fragt ich such was für Remus", meinte Harry nur und lächelte dann Hermine an, die zu ihnen kam. „Können wir?" fragte sie. „Sicher kommt", meinte Harry und ließ Ron vorgehen, damit er nicht sah wie Hermine die Süßigkeiten und seinen Geldbeutel in seien Tasche fallen ließ. Wie erwartet zog es Hermine in den neuen Buchladen den sie schon beim letzen Mal entdeckt hatten, aber dazu wegen Helloween zeitlich nicht drin waren. „Wir kommen gleich nach", meinte Harry und betrat mit Ron das Schmuckgeschäft. Es war ein kleiner Laden, der im Gegensatz zu den anderen sehr penibel aussah. „Ich weiß nicht ob ich mir das leisten kann", flüsterte Ron nachdenklich. „Komm. So schwer wird es schon nicht und solang es etwas ist was ihr gefällt kommt es Hermine sicher nicht auf den Preis an. An was genau dachtest du denn?" „Na ja… eine Kette oder… ein Armband", meinte Ron und sah sich vorsichtig um.

„Guten Tag die Herren. Mein Name ist Michel France. Kann ich ihnen helfen?" fragte ein älterer Mann der sich auf einen Stock stützte. Seine Stimme klang rau und er hatte einen leichten fremdsprachigen Akzent. Harry sah kurz zu Ron, der grade auf einige der Preisschilder starrte und ziemlich blass wurde. „Ja. Mein Freund hier sucht etwas für seine Freundin. Eine Kette oder einen Armreif", meinte Harry. Er war guter Hoffnung dass es hier auch etwas Günstiges gab, was Ron sich auch leisten konnte. „Sicher kommen sie. Welche Augenfarbe hat ihre Freundin?" „Braun", piepste Ron der grade ein Preisschild entdeckte hatte das sich nur seine Brüder Fred und George leisten konnten. „Und welche Haarfarbe?" „Auch Braun", antwortete Harry und grinste Ron an, der entsetzt auf eine Vitrine deutete. „Da passt am besten Gold dazu", meinte er und holte aus einem Schrank ein paar Schubladen in denen mehrere Ketten lagen und Harry fand diese Preise gar nicht mal so schlimm. Ihm viel sofort eine Kette mit einem kleinen roten Stein ins Auge. Ron dagegen studierte eine mit einem Löwen als Anhänger. „Harry?" fragte er skeptisch. „Hmm. Eindeutig Gryffindor würde sich sagen, oder?" schmunzelte Harry. „Meinst du das gefällt ihr? Oder ist das zu… kitschig." „Weiß nicht. Wie sieht es denn mit Armbändern aus. Was haben sie da?", fragte Harry den Verkäufer. Er wollte erstmal Ron helfen ehe er sich seinem eigenen Problem zuwandte. Ein Geschenk für Remus.

Das erste was Harry auffiel war ein blaugoldenes Armband das aus drei Ketten bestand die an den Enden jeweils miteinander verbunden waren. Auch Ron nahm das Stück vorsichtig in die Hand. „Das war auch mein Gedanke", meinte Harry und begutachtete nur kurz den Preis, der alles andere als Hoch war. „Das ist aber kein echtes Gold", wies der Verkäufer sie hin. Ron sah Harry zweifelnd an. „Es wird ihr egal sein. Es ist immerhin ein Geschenk von dir", versicherte Harry und klopfte ihm auf die Schulter. „Aber… der Preis", flüsterte Ron. „Ron beruhig dich, dafür verzichte ich auf ein Weihnachtsgeschenk", sagte Harry lächelnd und bezahlte das Armband um dann zu Hermine zu gehen. Die hatte schon zwei Bücher bei sich, die in Geschenkpapier eingepackt waren. „So, so. Ein Buch also", meinte Harry flüsternd und seufzte dann tief. „Da seid ihr ja. Wo wart ihr denn?" fragte Hermine überrascht. „Dein Geschenk kaufen, also frag erst gar nicht weiter", meinte Harry und besah sich auch die Bücher. „Was holst du Remus eigentlich?" fragte Ron neugierig. „Wenn ich das wüsste hätte ich ein Problem weniger. Ich hab absolut keine Idee. Schmuck find ich irgendwie einfallslos, was er an Zauberliteratur liest weiß ich auch nicht. Muggelbücher werden wir hier wohl kaum bekommen du ansonsten hab ich absolut keinen Plan", gestand er.

„Remus ist doch ziemlich romantisch. Wie wäre es mit etwas in der Richtung", schlug Hermine vor. „Ich weiß nicht… ich bin da total unkreativ", murmelte Harry. „Schenk ihm einen Gutschein. Ein Weihnachtsgeschenk jeder Art", meinte Ron. „Wenn Harry das macht wird das furchtbar peinlich. Das ist quasi ein Schuldeingeständnis was er keine Ahnung hat was Remus gefällt", protestierte Hermine. „Kommt. Lasst uns erstmal gehen. Vielleicht sehe ich je unterwegs etwas. Noch haben wir etwas Zeit", meinte Harry und verließ den Buchladen wieder. Sie liefen noch mal an dem Schmuckladen vorbei und Harry entdeckte einen Ring der Weißgold glänzte. Er sah schlicht aber irgendwie Edel aus. Nachdenklich spielte er mit seiner Kette bis ihm eine Idee kam „Wartet mal", rief er Ron und Hermine nach und betrat der Laden.

„Noch was vergessen?" fragte der Verkäufer schmunzelnd. „ Kann man so sagen. Ich hätte gern diesen Ring dort", erklärte er. Der Besitzer nickte zustimmend. „Reines Gold. Sie haben Geschmack. Soll es ein Geschenk sein?" „Ja. Aber sagen sie könnten sie etwas in die Innenseite eingravieren?" Der Mann lachte leise. „Selbstverständlich. Was soll es denn sein?" Harry sah leicht verlegen zu Boden. „In ewiger Liebe." „Sicher Mr. Potter. Dauert nur einem Moment", meinte der Mann und verschwand kurz ins Nebenzimmer. Als er wiederkam hatte er auch eine kleine rote Samtschatulle in der Hand. „Haben sie es sich so vorgestellt?" meinte er und zeigte Harry den Ring. Die Worte waren in feinen Verschlungen Buchstaben zu sehen. „Perfekt. Was bekommen sie?"

Mit einer Sorge weniger, dafür aber auch um einiges ärmer verlies er den Laden wieder. Aber das war Remus ihm allemal wert. Sogar noch mehr, als das. „Der sieht echt toll auf", meinte Hermine mit verträumtem Blick und Ron wurde merklich blasser. Harry ahnte was im Kopf des Rothaarigen vorging. Hermines Geschmack überstieg sein Budget um einiges.

Im Schreibwarenladen kaufte Harry für seine Freundin noch eine besonders schicke Adlerfeder. Sie hatte die von Professor Dumbledore in seinem Büro bewundert und dazu gab es dann noch ein Fläschchen Tinte das die Farbe veränderte. Anschließend machen sie sich auf den Weg in die Drei Besen. Es war schon fast ein Uhr und Harry hatte Sehnsucht.

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