Hi Leute!

Wieder Samstag, und das heißt es es gibt ein neues Chap. das versüßt einem doch das Wochenende, oder? undschudlig guck

Nun... ich wünsch euch enfach mal viel Saß mit dem Chap... undwie immer gilt nix ist mein... ihr kennt das spiel. Freuen würde ich mich über viele viele Reviews. mehr als eines wäre wirklich schön.

Bis nächst Woche

eure Imo

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 26

Die Stunde verlief aber ebenso erfolglos, wie jede andere vorher auch. Harry bekam es einfach nicht auf die Reihe. Weder die Okklumentik, noch das finden seines Potentials und es frustrierte ihn zunehmend. Scott schlug ihm dann vor, sich in den Ferien erstmal richtig zu erholen, ehe er allein ein wenig übte. Und vor allem, sollte er sich nicht so viele Gedanken darüber machen.

Harry kam am nächsten Morgen etwas später in die große Halle. Er hatte einfach sein Tintenfass nicht finden können, bis ihm dann eingefallen war, dass er es Ron geliehen hatte, weil seines leer war. Es würde wahrscheinlich noch im Gemeinschaftsraum stehen. Dort fand er es schließlich und rannte dann runter zum Frühstück, wo auch gerade die Eulen kamen.

„Wo warst du so lang?" fragte Ron.

„Meine Tinte suchen, die du hast stehen lassen", sagte er und butterte sich einen Toast, bis Hermine entsetzt aufkeuchte.

Sie hielt den Tagespropheten in der Hand. Sofort beuten sich Ron und Harry zu ihr über um auch zu sehen was los war.

Erneuter Todesserangriff auf Muggel

Gestern, in den späten Nachmittagsstunden, gab es erneut einen Angriff auf Muggel, durch die Anhänger des Unnennbaren. Ein Kindergarten - ein Ort, zu den die Muggel ihre Kinder bringen damit jemand auf sie aufpasst - in Cambridge wurde von Todessern überfallen. Bei diesem grausamen Überfall wurden 8 Kinder teils schwer verletzt. Zwei Betreuerinnen, sowie 7 Kinder kamen ums Leben.

Die Zaubergemeinschaft und auch die Welt der Muggel lebt weiterhin in Angst. Jeder könnte das nächste Ziel des Unnennbaren werden. Viele Familien verlassen bereits das Land, um sich in Sicherheit zu bringen.

Der Zaubereiminister versichert dennoch diese Bedrohung im Griff zu haben und dass alles für die Sicherheit der Bevölkerung getan werde. Dabei bittet er erneut um die Mithilfe der Bevölkerung. Auffällige Personen sollten sofort gemeldet werden, und jeder Hinweis, der zur Ergreifung eines Todessers führe, würde belohnt.

Wir werden sie selbstverständlich über den Erfolg und weitere Maßnahmen des Ministeriums auf dem Laufenden halten.

Ihre Sonderkorrespondentin

Rita Kimkorn

„Der hat sie doch nicht mehr alle", meinte Ron missmutig und Harry stimmte ihm zu.

Er sah verwundet auf, als Saphira ihre Ausgabe zerknüllte und in Flammen aufgehen ließ.

Dann sprang sie auf und verließ fluchtartig die Halle, leise vor sich hinfluchend. Linnea und John sahen ihr nach und auf das Nicken des Mädchens folgten sie ihr.

„Und die haben sie auch nicht mehr alle", fügte Ron hinzu.

Harry wollte grade etwas sagen, als Hermine sie scheinbar besorgt unterbrach.

„Leute, das… das ist der Kindergarten in den Lisa geht."

Harry sah die Braunhaarige entsetzt an. „Bist du dir da sicher?"

„Verdammt ja. Es gibt dort nur einen Kindergarten", sagte sie energisch.

Harry schloss für einen Moment die Augen. „Das darf nicht wahr sein. Bitte lass das nicht wahr sein", flüsterte er und stand auf.

Hermine Griff nach seinem Pulli und sah ihn flehend an. Er ahnte was in dem Mädchen vorging.

„Ich frag nach ihn", meinte er nur und verließ die Halle, um sich in die Nächste Besenkammer zurück zu ziehen. Er wollte nicht, dass ihn alle beobachteten, während er sich mir Remus unterhielt.

Harry, was gibt es. Hier ist gerade etwas Stress , meinte er.

Wie geht es Lisa? erkundigte Harry sich sofort.

Ihr lest also auch Zeitung , seufzte Remus und meinte dann: Lisa geht es gut. Ihr ist nichts passiert.

Und Hermines Eltern? hackte Harry mit großer Sorge nach.

Du kannst Hermine beruhigen. Es ist alles in Ordnung. Keiner von ihnen war in der Nähe als die Todesser angegriffen haben. Lisa hat eine Erkältung und ist deswegen zu Hause geblieben. Allen geht es bestens , erklärte Remus und Harry seufzte erleichtert auf.

Danke. Und… seit vorsichtig , meine Harry und verabschiedete sich dann.

In der großen Halle sah ihn Hermine sehr besorgt an. Er bat Ron rüberzurutschen und setzte sich dann neben ihr.

„Alles O.K. Lisa und auch deinen Eltern geht es gut. Sie waren nicht mal in der Nähe. Lisa hat ne Erkältung und ist zu Hause beblieben."

Hermine seufzte erleichtert auf. Noch am Nachmittag bekam sie dann auch einen Brief von ihren Eltern, in dem noch mal stand, dass alles in Ordnung sei und sie sich keine Sorgen machen müssten. Außerdem freuten sie sich schon auf den Besuch über die Feieretage.

Die letzen Schultage vergingen dann auch recht schnell und es passierte nichts Außergewöhnliches mehr, bis einen Tag vor beginn der Ferien. Am Abend vor der Abreise lief Harry wieder allein durch die Gänge. Er hatte sich von Ron und Hermine getrennt, um ein wenig nachdenken zu können. Je näher die Ferien kamen, desto mehr spukte ihm durch den Kopf wie Sirius wohl auf ihr Geheimnis reagieren würde und er konnte nicht verhehlen, dass ihm nicht ganz wohl bei der Sache war, es Sirius über eine Woche verschwiegen zu haben.

„Das schaffen wir nicht", hörte Harry plötzlich jemand sagen und blieb stehen.

Wer war das denn? Und dann noch kurz vor Mitternacht.

„Jonny. Wir wollen es uns doch erstmal ansehen. Außerdem haben die doch keine Ahnung, dass sie beobachtet werden. Und wir sind nicht schwach."

Harry erkannte die Stimme. Es war Saphiras.

„Es ist Wahnsinn", empörte sich John.

„Er hat Recht. Es ist gefährlich. Sehr gefährlich", stimmte nun auch Linnéa zu.

Die Drei waren also zusammen unterwegs.

„Eben. Es ist Lebensmüde. Wir sind nur zu dritt. Und wenn er auftaucht, sind wir doch alle am Arsch."

„Stimmt, aber wir können es uns zumindest mal ansehen. Vielleicht gibt es einen Weg den andere nicht sehen", warf Linnéa dann ein.

„Und wenn sie uns erwischen? Dann sind wir Tod! Mausetod. Und ihr kennt unseren eigentlichen Auftrag. Wir mischen uns schon viel zu sehr ein", meinte John missmutig.

„Wenn wir uns nicht einmischen würden, hätten wir erst gar nicht herkommen brauchen. Ich sag ja nicht, dass wir was tun sollen. Wir sehen uns mal um und dann entscheiden wir", sagte Saphira.

Harry runzelte die Stirn. Wovon sprachen die Drei? Und was hatten sie vor? Wo wollten sie sich umsehen und worin mischten sie sich ein? Es klang definitiv gefährlich. Plötzlich stand Linnéa vor ihm.

„Hat dir eigentlich schon mal jemand gesagt, dass lauschen unhöflich ist?"

Harry war für einen Moment überrascht. „Nein."

„Und von selbst bist du auch nicht drauf gekommen", stellte John gelassen fest.

Harry überkam ein ungutes Gefühl. Er war allein. Seine Freunde irgendwo im Schloss, sicher weit, weit weg von ihm. Doch er fasste sich schnell wieder. Er war immerhin Vertrauensschüler.

„Hat euch Dreien eigentlich schon mal jemand gesagt dass ihr um zehn Uhr in euren Gemeinschaftsräumen zu sein habt?"

Saphira lachte auf. „Wo sind Ron und Hermine?" fragte sie, ohne darauf einzugehen.

Harry sah sie verwundert an und versuchte zu verbergen, dass ihm unwohl wurde. Wollten die Drei ihm etwas tun und sicher gehen dass er allein war? Waren die Drei Spione für Voldemort und mischten sich deshalb in irgendwas ein?

„Scheinbar nicht hier", meinte Linnéa und sah sich um.

„Sie sind aber nicht weit weg", konterte Harry, während er seinen Zauberstab fest umklammert hielt, aber noch in der Umhangtasche verborgen.

„Dann sollten wir besser sehen dass wir wegkommen. Hermine kann ziemlich ungemütlich werden und darauf hab ich heute keine Lust. Oder wirst du uns auch verpfeifen Harry?", fragte John.

Der Gryffindor ließ sich das durch den Kopf gehen. Er würde so oder so zu einem Lehrer gehen. Die Drei planten irgendwas und sie hatte ja selbst gesagt, dass es gefährlich war und er war verpflichtet alles Seltsame zu melden.

„Seht zu das ihr in eure Betten kommt. Ich hab euch nicht gesehen. Ausnahmsweise", meinte er dennoch und ging dann um die Drei herum. Er wollte sich lieber nicht mit ihnen anlegen.

„Danke. Ach und Harry…"

Der drehte sich noch mal um und dann wurde ihm kurz schwindelig. Er schüttelte sich kurz und starrte den leeren Gang runter. „Ich glaub ich sollte ins Bett gehen. Ich fang schon an zu spinnen", murmelte er und machte sich dann auf den Weg in den Turm.

Irgendwie hatte er das Gefühl, etwas verpasst zu haben, oder das er etwas Entscheidendes vergessen hatte, aber er kam absolut nicht drauf was es war.

Am nächsten Morgen herrschte reger Betrieb in der Vorhalle. Nahezu das ganze Schloss würde über die Ferien nach Hause fahren, was keinen wirklich wunderte, bei den Umständen da draußen in der Welt. Nur einige Slytherins schienen hier zu bleiben. Harry und seine Freunde würden später einen Potschlüssel in den Grimmauldplatz nehmen. Zeitgleich mit dem Zug. Ihr Gepäck war dafür schon in einem leeren Klassenzimmer untergebracht worden. Das Frühstück schmeckte Harry dennoch nicht. Je näher die Zeit der Abreise kam, desto näher kam auch er Zeitpunkt Sirius die Wahrheit zu sagen und irgendwie hatte er ein ganz mieses Gefühl dabei. Er konnte es auch nicht erklären, aber irgendwie sagte ihm sein Gefühl, dass es nicht so glatt laufen würde, wie Remus und er es sich erhofften. Irgendwas würde schief gehen. Er konnte nur nicht sagen was es war.

Ron und Hermine schwatzen fröhlich miteinander und beratschlagten, wie sie Molly davon überzeugen konnten, dass sie gemeinsam ein Zimmer bekommen würden. Im Sommer hatten sie sich nachts heimlich über den Flur schleichen müssen.

„Vielleicht redet Sirius ja mal ein Wort mit Mum", meinte Ron hoffnungsvoll.

„Das ist aber nicht gerade fair ihn vorzuschicken. Wir sollten das erstmal selbst versuchen", warf Hermine streng ein.

„Hey Harry. Alles Ok.?" fragte das Mädchen dann.

Etwas verwirrt sah Harry auf. „Ja. Alles O.K", meinte er und schaufelte sich seinen Müsli widerwillig in den Mund.

Er wollte und konnte nicht am Tisch mit ihnen darüber reden. Außerdem war es ja sein Problem. Seines und Remus. Sie würden das allein durchstehen müssen.

Um halb elf war es dann soweit. McGonagall verwandelte eine Kerze in einen Portschlüssel und nur wenige Sekunden später landeten sie durcheinander purzelnd in der Halle des Hauptquartiers. Dort nahmen sie Sirius, Remus und Molly sofort herzlich in Empfang und keiner kam drum herum, von Molly fest an sich gedrückt zu werden.

„Kommt, ich zeig euch eure Zimmer. Dann könnt ich eure Sachen schon mal rauf bringen", meinte Rons Mutter.

Harry aber war gerade fieberhaft am Überlegen, wie er Remus begrüßen konnte, ohne dass es auffällig wurde.

„Eine Hervorragende Idee. Na Los. Sirius", meinte Remus und zwinkerte Harry unauffällig zu.

Sirius nickte und Harry war schon etwas überrascht, dass sein Pate irgendwie nervös wirkte.

„Na komm. Ich hab da eine kleine Überraschung für dich."

Harry nickte und folgte seinem Paten dann ins oberste Stockwerk, des Hauses. Harry nahm das mit einem Stirnrunzeln hin. Es irritierte ihn maßlos, dass er hier ganz nach oben gebracht wurde. Innerlich erwartete er einen großen dunklen Dachboden, in dem allerhand Krempel stand und es mehrere ziemlich unheimliche Dinge zu finden gab.

Doch als Sirius die Tür aufdrückte, glaubte er zu träumen. Der Raum war zwar wirklich groß, aber auch hell erleuchtet. Durch ein Dachfenster viel das Licht der Sonne und auf dem Boden lag ein dunkelroter weicher Teppich. Es gab hier einen großen Kleiderschrank, ein riesiges Himmelbett und auch einen Schreibtisch. In einer Ecke standen eine kleine Couch und ein weicher Sessel um einen Tisch. Direkt daneben eine glimmende Feuerstelle. An der Wand hing ein gerahmtes Foto von seinen Eltern und eines von Sirius und Remus, scheinbar aus der Schulzeit. Außerdem gab es hier auch noch, die für das Haus typischen Öllampen.

Harry stellte seinen Koffer und den Eulenkäfig ab und drehte sich zu Sirius um, der doch recht verunsichert drein schaute.

„Und?"

Harry schmunzelte und zog Sirius dann in eine Umarmung.

„Es ist herrlich."

„Dann… dann gefällt dir dein Zimmer?"

Harry musste schmunzeln. Das war also die Überraschung. Ein eigenes Zimmer.

„Klar gefällt es mir."

„Wirklich? Wenn du was anders haben willst, dann musst du es nur sagen. Oder… ich mein… es ist hier ziemlich weit ab von den Anderen. Ich… ich hab zwar immer von einem Zimmer direkt unterm Himmel geträumt, aber ich weiß ja nicht ob du… wir haben unten auch noch… "

„Sirius", unterbrach Harry ihn. „Ich finde es herrlich. Hier hab ich meine Ruhe, wenn ich möchte und richtig viel Platz. Du weißt gar nicht, wie genau du ins Schwarze getroffen hast." Insgeheim dachte er an ein paar romantische Stunden zu zweit mit Remus, die keiner so schnell mitbekommen würde, was sicherlich nicht schlecht war, solang Sirius noch nicht bescheid wusste.

„Ich hab dir doch gesagt dass es ihm gefällt", meinte Remus hinter ihnen und wandte sich dann an Harry. „Oder hat Sirius übertrieben?"

Harry kicherte leise.

„Nein. Ich finde es herrlich. Richtig viel Platz zum ausbreiten."

„Dann breite dich mal aus. Aber brauch nicht zu lang. Das Essen ist gleich fertig", meinte Sirius und ließ Harry mit Remus allein. Der gab der Tür einen Schubs und Harry sah ihn erwartungsvoll an. „Wie wäre es mit einer richtigen Begrüßung?"

Remus grinste verschmitzt und murmelte einen Verschlusszauber, ehe er Harry eng zu sich ran zog und vernichtend küsste.

„War der in Ordnung?" fragte der Werwolf dann.

„Hmm. Eigentlich… Nein", meinte Harry, aber nur um Remus noch mal Küssen zu können.

Der Werwolf gluckste leise, als sie sich wieder trennten.

„Gefällt es dir wirklich, oder wolltest du Sirius nur nicht kränken?"

Harry sah verwundert auf. „Es gefällt mir wirklich. Außerdem so weit weg von den anderen Zimmern, kann für uns doch nur von Vorteil sein. Oder hast du vor bald auszuziehen?"

Remus schüttelte den Kopf. „Solang Sirius noch gesucht wird, ganz sicher nicht. Was hinterher kommt, werden wir sehen."

Harry nickte und gab Remus noch einen flüchtigen Kuss. „Hilft du mir beim auspacken?"

Der Werwolf kicherte leise und schwang einmal den Zauberstab. Die Kleider flogen fein säuberlich in den Schrank, die Bücher stellten sich auf ein Regal, ebenso die Schreibsachen. Harrys Besen und Kessel, landeten in einer Ecke, ebenso wie die Wäsche in einen extra Korb.

„Dass nenn ich schnell. Bringst du mir den auch bei?"

Remus kicherte verhalten. „Gern. Aber lass uns erstmal Runter gehen. Wir helfen Molly den Tisch decken."

Unten in der Küche sah Sirius sie erstaunt an. „Schon fertig?"

„Na ja. Magie", meinte Harry und knuffte Remus in die Seite.

„Ich hab ihm James Aufräummethode vorgeführt und er war begeistert"; meinte Remus und Sirius lachte leise.

„James hat vor seiner Hochzeit so gut wie nie etwas ohne Magie getan. Selbst hinterher hat er doch lieber den Stab gezogen, als seine Hände zu benutzen, solang Lily das nicht mitbekam."

Remus nickte schmunzelnd. „Selbst beim Windeln wechseln."

„Harrys Vater hat die Windeln mit Magie gewechselt?" fragte Molly überrascht.

„Ja. Bis Lily ihn dabei erwischt hat und ihm eine Standpauke gehalten hat. Es war aber immer Spaß. Harry fand das total lustig wenn sein Dad gezaubert hat. Er hat dabei immer gelacht wie ein kleiner Engel", berichtete Sirius und Harry sah Remus verwundert an.

„Hast du. Und wie. Allerdings warst du auch in Schnuffel verliebt. Ich kann gar nicht zählen, wie oft du in Sirius Schoß eingeschlafen bist, während er als Hund neben die lag. Du hast dich immer richtig bei ihm eingekuschelt. Irgendwo muss ich davon sogar ein Foto haben", meinte Remus lächelnd.

„Ich glaub wir sollten mal sehen, ob wir nicht alle Babyfotos von Harry zusammenkriegen. Er hat davon viel zu wenig", meinte Sirius entschieden.

Remus stimmte dem zu und meinte, er würde gleich mal heute Nachtmittag sehen was er fand.

Nach dem Mittagessen zeigte er seinen Freunden und Rons Schwester sein neues Zimmer.

„Das ist Wahnsinn Harry", meinte Ron begeistert.

„Kann ich bei dir einziehen?" fragte Ginny und Harry musste lachen.

„Du hast doch auch ein eigenes Zimmer, oder hab ich das vorhin missverstanden, dass Ron und Hermine ihr eigenes Zimmer bekommen haben?"

„Deines ist aber schöner. Meines ist so düster", murmelte sie.

„Das sind doch fast alle Zimmer hier", widersprach Hermine.

„Ich kann Sirius ja mal fragen was wir da machen können", schlug Harry vor und ließ sich in den Sessel fallen. „Was stellen wir an?"

„Wie wäre es mit Hausaufgaben machen?" meinte Hermine und Ron stöhnte auf.

„Heute ist der erste Ferientag. Da denkt doch keiner an die Hausaufgaben."

„Je eher wir sie fertig haben, desto mehr Freizeit haben wir hinterher", widersprach Hermine.

„Aber nicht heute. Bitte", meinte Ron und sah Harry hoffnungsvoll an.

„Na ja. Eigentlich… ach was soll's. Wenn wir das jetzt machen, sind wir durch und müssen nicht ständig daran denken", meinte Harry und Ron raufte sich die Haare, gab aber schließlich nach.

So saßen die Drei und Ginny dann in Harrys Zimmer an den Aufgaben, bis es an die Tür klopfte.

„Ja", meinte Harry verwundert.

Sirius steckte seinen Kopf durch die Tür und grinste ihn an. „Essen ist fertig. Darf man fragen, was ihr hier feines macht?"

„Hausaufgaben", meinte Hermine und streckte sich.

„Hausauf… Aha. Seid ihr in der Lage eure Arbeitswut zu unterbrechen?"

„Fürs Abendessen immer", meinte Ron und sprang auf, während Ginny haltlos kicherte und auch Harry schmunzelte.

Ron langte beim Abendessen ordentlich zu. Anschließend setzen sie sich in den Salon, zum Schachspielen. Harry und Ron hatten einstimmig beschlossen für heute genug getan zu haben. Ginny leistete ihnen Gesellschaft und kraulte Krummbein, während Hermine sich in eine Ecke verdrückte und hinter ihrem Buch versank.

Harry verlor wie immer kläglich, aber stören tat ihn das schon lange nicht mehr. Außerdem hatten ihn Remus und Sirius abgelenkt, die gerade hereingekommen waren und ihnen bei ihrer vierten Partie zusahen. Harry konnte nicht leugnen, dass ihn das Remus blick nervös machte. Nach der vierten Niederlage hatte Harry dann genug.

„Sirius?" fragte Remus mit einem Gewissen unterton in der Stimme.

„Na gut. Aber ich warn dich. Ich hab dazugelernt seit dem letzen mal", meinte Harrys Pate.

„Ron leihst du uns mal den Brett?" fragte der Werwolf.

„Sicher", meinte der Rothaarige und machte den Beiden Ordensmitgliedern Platz. Harry sah erstaunt zu, wie die Beiden sich einen waren Schachkrimi lieferten. Ron, der neben ihm saß, schien auch nicht zu wissen, wer von den Beiden jetzt der Bessere war. Am Ende besiegte Remus dann Sirius, der aber dennoch über das ganze Gesicht strahlte.

„Ich bin und bleibe wohl der ungeschlagene Meister, was?" meinte der Werwolf schmunzelnd.

„Noch. Es wird noch der Tag kommen, an dem ich dich schlage" grinste Sirius und stand dann auf.

„Remus?" fragte Ron vorsichtig.

„Ja?" meinte der.

„Spielen wir eine Partie?"

Der Werwolf warf Harry einen kurzen Blick zu, der dann nur mit den Schultern zuckte.

„Gut. Mal sehen was du drauf hast", meinte Remus und eröffnete das Spiel.

Aber selbst nach geschlagenen zwei Stunden, war noch kein Sieger in Aussicht. Harry hatte sich in dieser Zeit ausgiebig mit Sirius über seine Animagusverwandlung unterhalten.

„Da wäre ich gern dabei gewesen. Ein wilder Tiger auf Hogwarts", kicherte Sirius, als Harry ihm von dem Unfall erzählte und grummelte nur vor sich hin bei diesem Kommentar. „Mach dir keinen Kopf das ist uns auch passiert. Na ja. Besser Peter", sagte Sirius und Harry nickte.

„Remus hat mir schon davon erzählt."

„War echt lustig damals. Gut, dass uns Filch nicht erwischt hat. Aber zu deinem Problem. Es ist im Grunde nicht schwer, wenn man den Dreh raus hat. Am besten übst du das mit mir oder Remus allein im Raum. Wir beherrschen ja beide den Spruch für die erzwungene Rückverwandlung."

„Und was soll ich dann machen? Wie krieg ich diese Triebe unter Kontrolle?" Harry hatte einfach keine Ahnung, wie genau er das anstellen sollte.

„Ganz einfach. Der Tiger wird sich sicher von allein auf mich oder Remus fokussieren, wenn du dich verwandelt hast. Sag dir immer wieder, dass es ein Freund ist, der da vor dir steht, dem du nichts tun willst. Versuch den Tiger davon abzuhalten anzugreifen. So haben wir ein Gefühl für die Triebe unserer Tierformen bekommen und wenn du das geschafft hast, ist der Rest ganz leicht."

Harry nickte seufzend.

„Hey. Wenn du willst üben wir morgen mal ein bisschen. Das wird sicher lustig", meinte Sirius begeistert.

„Warum nicht", meinte Harry und streckte sich.

„Denk daran dass du auch noch ein Buch lesen sollst", erinnerte ihn Hermine streng.

„Dafür ist noch genug Zeit. Max meinte selbst, ich sollte die ersten Ferientage nicht daran denken und mich ablenken. Außerdem wenn ich das hier in den Griff bekomm, hab fällt es mir sicher leichter mich auf andere Dinge zu konzentrieren", warf Harry ein und fing Sirius Fragenden Blick auf.

„Was hast du denn sonst noch für Probleme?"

„Ach. Okklumentik und mein Potential. Ich bekomm das einfach nicht hin. Max hat mir ein Buch gegeben. Schon vor Pembroke und ich bin noch nicht dazu gekommen es richtig zu lesen. Er meinte ich könnte das ja über die Ferien machen", erklärte Harry.

„Dass das aber auch wichtig ist, ist dir schon klar, ja?"

„Ja. Aber man kann doch nicht den ganzen Tag lesen. Auch wenn das Buch einigermaßen interessant ist. Du kannst noch nicht zu mir auf die Schule kommen und mit der Verwandlung helfen. Also nutzen wir diese Gelegenheit."

In Wirklichkeit wollte Harry einfach nur in Sirius Nähe sein, um so viel Zeit wie Möglich mit ihm zu verbringen und ihn aufmuntern, dass er hier nicht raus kam. Sirius lächelte ihm zu und nickte dann. „Lesen ist eh langweilig."

Es war kurz nach Mitternacht, als sie dann zu Bett gingen.

„Die Kinder haben Recht Tatze. Es ist spät und Molly wird uns sicher morgen für die Hausdekoration einspannen. Wir sollten uns auch hinlegen", meinte Remus und streckte sich einmal.

„Du hast Recht", stimmte Sirius zu und brachte ihre Gläser in die Küche.

„Ich komm in zehn Minuten nach", hauchte Remus ihm ins Ohr und Harry nickte leicht und ging dann auf sein Zimmer, nachdem er seinen Freunden eine gute Nacht gewünscht hatte. Dort schlüpfte er schnell in seinen Pyjama und kroch dann unter die Bettdecke. Remus kam kurze Zeit später im Morgenmantel rein und verschloss die Tür magisch.

„Ich wusste doch, dass es gut ist, wenn ich das erste Zimmer auf dem Flur nehme", meinte er schmunzelnd und streifte sich seinen Morgenmantel ab.

„Und wenn Sirius was merkt?" fragte Harry nachdenklich.

„Wird er nicht. Er hat mich in den letzten Tagen auch ausschlafen lassen. Und ich bin über die Ferien von Minerva von jeglichen Aufgaben entbunden um auf dich und Tatze aufzupassen."

Harry nickte und nahm Remus dann zärtlich in den Arm.

„Weißt du schon wann wir es ihm sagen?" fragte Harry.

„Nein. Ich weiß weder wann, noch weiß ich wie. Ich bin dafür dass wir das spontan entscheiden, wenn es die Situation ergibt", meinte Remus und zog Harry noch enger zu sich.

Am nächsten Morgen wurde er kurz nach Sonnenaufgang von einem sanften Kuss geweckt. Verschlafen blinzelte er in die Runde.

„Morgen Flocke", hauchte Remus ihm ins Ohr.

„Morgen Moony", meinte er und rieb sich den Schlafsand aus den Augen, ehe er Remus leicht küsste.

„Es gibt gleich Frühstück und ich denke, Molly wird dich wecken kommen und dann ist es wohl im Moment besser, wenn ich verschwunden bin."

„Mhm. Könnte sein", meinte Harry nachdenklich.

„Na komm. Wir sehen uns doch gleich unten und ich halte dir neben mir auch einen Platz frei. Sirius sitzt mir übrigens immer gegenüber."

Harry grinste verwegen. „Legst du es drauf an das er es einfach herausfindet und wir uns die Worte sparen können?" fragte er.

„Nein. So hart wollte ich das dann doch nicht machen. Das könnte ihn nämlich richtig umhauen", meinte Remus verdutzt und drückte ihm seine Brille auf die Nase. „Also. Bis gleich."

Damit verschwand Remus und Harry zog sich langsam an. Er wollte sich nicht von Rons Mutter wecken lassen.

Unten duftete es schon Herrlich nach Pfannkuchen und Molly sah ihn verwundert an, als er die Treppe runter kam, lächelte dann aber.

„Geh bitte die Anderen wecken. Frühstück ist gleich so weit."

Harry nickte und schlich dann wieder in den ersten Stock rauf und klopfte sachte an Sirius Zimmertür.

„Ja?" fragte der.

„Frühstück ist gleich fertig", meinte Harry.

„Gut. Danke, ich komm", meinte er und kurz darauf ging die Tür auf und auch Remus kam angezogen aus seinem Zimmer und Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Ich weck Alastor, sonst schockt er dich noch", meinte Sirius lachend und Remus ging Tonks wecken, die auch hier im Haus wohnte. Harry unterdessen weckte Ron, Hermine und Ginny, die ihre Zimmer im zweiten Stock hatten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück jagte Molly die Kinder dann nach oben, auf ihre Zimmer. Sie wollte mit den Erwachsenen allein das Haus dekorieren.

„Ich klink mich da aus. Dafür hatte ich noch nie Sinn. Harry kommst du mit in den Keller?"

Harry sah Sirius verwundert an, nickte dann aber.

„Was wollt ihr denn da?" fragte Molly völlig perplex.

„Einen Tiger bändigen", meinte Remus schmunzelnd. „Wenn du allein mit Flöckchen nicht fertig wist, sag bescheid. Ich komm und helf dir."

Harry sah Remus missmutig an. „Das mit Flöckchen hatten wir doch schon. Oder war dir die Lektion noch nicht genug?"

Remus lachte herzhaft.

„Streng dich an und beweiß uns das du eine Flocke bist und kein Flöckchen."

Harry knurrte nur und Sirius konnte sein Lachen auch nicht mehr unterdrücken.

„Na komm, … Flöckchen. Wollen wir dem alten Werwolf mal zeigen, dass du eine echte Schneeflocke bist."

„Ich gebe dir gleich alter Werwolf, Tatze. Wer war denn total am Ende nach der letzen Vollmondnacht", protestierte Remus, aber Sirius stieg nur lachend in den Keller runter.

Harry war noch nie hier unten gewesen. Es roch modrig und staubig. Nur wenige Öllampen erhellten einen kleinen Flur, von dem vier Türen abgingen. Sirius öffnete die zu seiner Linken und führte Harry in völlig leeren Raum. Mit seinem Zauberstab hexte er noch ein paar mehr Lampen an die Wand und nickte dann.

„Gut. Dann zeig mal was du kannst. Und mach dir keine Gedanken, wenn es nicht gleich klappt. Wäre nicht das erste Mal das ich gekratzt werde. Moony ist ohne Banntrank nicht grade zimperlich mit seinem Rudel."

Harry schluckte. Er wusste, dass Sirius ihm damit sagen wollte, er solle sich keine Gedanken machen, wenn er ihn angriff. Aber trotzdem, der Gedanke gefiel ihm nicht. Er wollte Sirius nichts tun.

„Dann lern den Trieb zu unterdrücken", sagte eine Stimme in seinem Kopf und er nickte.

„Bist du soweit?" fragte Harry.

„Ich warte nur auf dich und lass dich durch nichts ablenken. Konzentrier dich erstmal nur auf die Verwandlung. Ich hab die Tür magisch versiegelt. Als Tier kommst du hier nicht raus."

Harry nickte und schloss die Augen. Er brauchte nicht lang um sich einen Urwald vorzustellen in dem der Tiger umherstreifte. Er konzentrierte sich fester auf das Tier, und schlüpfte in ihn hinein als sei es seine zweite Haut. Irgendwann würde es schneller gehen. Dann würde er den Urwald nicht mehr brauchen. Er müsste sich nur auf den Tiger konzentrieren und konnte in ihn hineinschlüpfen. Das war reine Übungssache.

Er spürte wie sein Köper sich veränderte. Er größer wurde und auf alle viere viel. Das Fell schloss aus seinen Poren, die Ohren wuchsen, Nase und Mund wurden zu einer Schnauze.

„Wow", hörte er Sirius deutlich sagen und öffnete die Augen.

Es sah anders aus. Die Perspektive war ungewohnt. Er spürte, wie die tierische Seele den Menschen genau unter die Lupe nahm. Er roch Sirius Duschgel und das Rasierwasser.

Er tapste einige Male in der Runde, als wollte er sich daran gewöhnen, so zu gehen und starrte dann Sirius an der auch sofort den Zauberstab hob.

„Konzentrier dich. Versuch dich aufzuhalten, Harry. Du kannst das. Ich weiß es. Mach dir klar, dass ich ein Freund bin und dir nichts tue."

So sehr Harry sich aber auch zwang, er schaffte es nicht den Tiger davon abzuhalten loszuspringen. Mitten im Sprung traf in ein gelblicher Blitz und er wurde in sich selbst zurückverwandelt. Dennoch landete er unsanft auf Sirius, der mit ihm zu Boden ging.

„Sorry", murmelte Harry verlegen und rappelte sich auf.

„Schon gut. Ich hab nicht wirklich erwartet, dass du es beim ersten Mal schaffst. Das kann ne Weile dauern. Aber ich denke ich leg hier mal ein paar Matten aus. Dann ist das Fallen angenehmer", meinte er und schwang einmal den Stab und mehrere dicke, blaue Schaumstoffmatten erschienen.

„Sag mal… kann das Ministerium nicht feststellen wenn du zauberst?" fragte Harry nachdenklich.

„Nein. Hier herrscht zu viel Magie. Die Schutzzauber des Hauses überdecken jeden Zauber, der hier benutzt wird. Du könntest hier mit den Unverzeihlichen nur so um dich werfen und müsstest nicht Mal im Ansatz befürchten dafür belangt zu werden", meinte er.

Harry nickte nur und ging wieder zur anderen Kellerseite.

„Dann wollen wir das noch mal versuchen. Wäre doch ein Witz, wenn ich das nicht schaffe."

Sie übten den ganzen Vormittag, aber erfolglos. Nur einmal hatte Harry den Eindruck, er hätte es für einen Moment geschafft. Sirius war mit ein paar Schrammen davon gekommen. Beim letzen Versuch war er für einen Moment von einer Ratte abgelenkt worden und Harry hatte ihn erwischt. Molly sah ihn ziemlich entsetzt an, als er die blutigen Striemen unter kaltem Wasser wusch, aber Remus grinste nur und half Sirius dann mit der Tinktur.

„Heute Nachtmittag opfere ich mich. Mal sehen was der Tiger zu einem Werwolf sagt", meinte er beim essen.

„Merken Tiere das denn?" fragte Ginny.

„Ja. Sie haben für so was einen Sinn. Sie wittern quasi die Gefahr. Ich war allerdings noch nie in der Nähe von Raubtieren und weiß absolut nicht wie die reagieren. Aber ich denke das werden wir heute Abend dann wissen."

Harry sah Remus besorgt an.

„Hör mal… ich… ich hab absolut keine Kontrolle darüber was ich mache. Ich will dir nicht wehtun", meinte er.

Remus aber grinste nur.

„Auf die paar Narben kommt es bei mir auch nicht mehr an. Und Vollmond ist weit genug weg um mich an irgendwas zu hindern. Außerdem will ich Flöckchen auch mal sehen."

„Re-mus. Hör auf mit Flöckchen. Flocke ist Ok. Aber nicht Flöckchen. Oder ich nenn dich ab sofort Moonylein."

Ron und Tonks prusteten haltlos in ihr Essen und auch Sirius kicherte hinter vorgehaltener Hand. Moody verzog seinen Mund zu einem Grinsen und Molly sah Harry verwundert an. Remus dagegen zeigte gespielte Empörung.

„Das wagst du nicht junger Mann."

Harry aber sah Remus trotzig wie ein Kleinkind an. Remus zeigte als erster ein Schmunzeln und fing dann auch an zu kichern.

„Ok Du hast gewonnen, Flocke. Ich gebe mich geschlagen. Gegen Lilys strafenden Blick war ich schon immer machtlos."

Er übte Mit Remus noch bis kurz vor dem Abendessen weiter, ohne einen nennenswerten Erfolg. Allerdings schien der Tiger bei Remus nicht ganz versessen darauf zu sein, ihn anzugreifen. Zumindest nicht am Anfang. Erst als er bemerkte, dass er von dieser Bestie nichts zu befürchten hatte wurde er aggressiv und das dann sogar noch mehr als bei Sirius.

„Das ist normal. Er will mich unterwerfen. Er spürt das Tier und will die Oberhand gewinnen", erklärte Remus ihm, bevor sie in die Küche hochgingen.

Es war kurz vor halb acht, als es energisch an der Tür klopfte. Sirius sah Remus verwundert an. Molly war in den Fuchsbau gereist um dort nach dem rechten zu sehen. Charly und Bill waren über die Feiertage gekommen und hatten sich dort einquartiert, da sie ihre Freundin oder in Bills Fall seinen Freund dabei hatten. Harry würde sie erst am Weichnachtstag zum Essen kennen lernen, wenn sie alle im Fuchsbau sein würden. Selbst Sirius würde mit kommen. Allerdings mit dem Vielsafttrank in ein anderes Ordensmitglied verwandelt.

„Wir erwarten keinen", meinte Sirius und sah die Kinder nachdenklich an.

„Nach oben, Tatze. Ich geh aufmachen", sagte Remus leise.

Harry folgte Remus bis zur Wohnzimmertür, seinen Zauberstab im Anschlag. Hinter ihm hatten auch die anderen ihre Stäbe gezogen.

„Severus? Was ist los?" fragte Remus und trat bei Seite um den Zaubertrankmeister einzulassen.

„Wo ist Black?" fragte er.

„Oben. Komm ins Wohnzimmer. Da können wir laut reden", meinte Remus und nickte Harry zu.

Der ging nach oben und holte Sirius.

„Wer ist es?"

„Snape. Ich weiß aber nicht was er will."

„Schniefelus? Na das kann ja nichts gutes Heißen."

„Sirius. Bitte. Denk daran, was du mir versprochen hast. Wenn schon nicht Severus dann wenigstens Snape", bat der jüngere und sein Pate seufzte ergeben.

„Gut. Aber wenn er Stress macht, ist es aus." Harry nickte und folgte ihm dann ins Wohnzimmer.

„N'abend Snape. Was führt dich her?" fragte Sirius gezwungen höflich.

„Ich brauch nur einen Einweihungszettel. Wir müssen Draco Malfoy in Sicherheit bringen."

Alle starrten den Lehrer ausnahmslos an.

„Das ist nicht dein Ernst", meinte Remus.

„Doch. Es ist mein voller Ernst. Es gab etliche Übergriffe auf ihn."

„Geschieht ihm recht", meinte Ron abschätzig und Snape wirbelte herum.

„So? Sie finden also es geschieht jemandem recht, hinterrücks mit dem Cruciatus gefoltert zu werden und in derselben Nacht, auf der Krankenstation, dann von fünf Leuten brutal zusammengeschlagen zu werden?" raunzte der Lehrer.

„Wer war das Severus?" fragte Remus ruhig.

„Wissen wir nicht. Wir vermuten aber Slytherins. Es ist irgendwie durchgesickert, dass Draco sich gegen eine Todesserkarriere entschieden hat und das sehen seine Hauskameraden nicht gern."

Harry sah sofort den Blick seines Lehrers.

„Ich habe niemandem auch nur ein Wort über unsere Unterhaltung erzählt. Nicht mal ein Wort hab ich darüber verloren, dass Draco die Seiten gewechselt hat", sagte Harry sofort.

Snape sah Ron und Hermine abschätzig an.

„Und sie? Sie wussten es doch auch."

„Und warum sollten wir das erzählen, Sir?" fragte Hermine.

„Es ist bekannt dass sie Mr. Malfoy nicht leiden können."

„Severus. Lass uns die Ursachenforschung auf später verschieben. Draco scheint wirklich in Gefahr zu sein. Ich nehme an du hast das mit Minerva abgesprochen?" unterbrach Remus ihn.

„Er ist bei ihr im Büro und wartet auf meine Rückkehr. Was ist nun Black. Ich hab nicht ewig Zeit." Sirius seufzte verschwand kurz.

„Das werden tolle Ferien", brummte Ron.

„Kann man wohl sagen", murmelte Ginny. Hermine dagegen stöhnte auf und Harry dachte sich nur seinen Teil. Er frage sich mehr wie die Slytherins es rausbekommen hatten. Es gab nur eine Möglichkeit und an die dachte er lieber nicht. Denn damit wäre auch Snape in Gefahr. Vielleicht war Draco aber auch selbst nicht vorsichtig genug gewesen und hatte sich die Suppe eingebrockt.

„Hier. Werd glücklich damit", knurrte Sirius, als er rein kam und drückte Snape einen Zettel in die Hand.

Der Lehrer schnaubte nur und drehte sich an der Haustür noch mal um.

„Er weiß übrigens nichts von ihnen. Und das sollte auch so bleiben."

Dann rauschte er aus der Tür.

„WAS!" brauste Sirius auf und weckte damit seine Mutter.

Harry und Remus allerdings kümmerten sich um Sirius, das der nicht hinter Snape herstürmte. Dafür kamen Moody und Tonks grade zurück die sich sofort um das Problem kümmerten.

„Ich regle das. Bleib du hier", sagte Remus und verschwand auch zur Tür raus.

„Was ist los?" fragte Moody leise und schob sie ins Wohnzimmer.

„Malfoy wird hier einquartiert. Sein eigenes Haus geht auf ihn los, so wie es aussieht", meinte Harry, da Sirius scheinbar immer noch zu wütend war um irgendwas zu sagen.

„Weiß Minerva das?" fragte Tonks.

„Es war wohl ihre Idee. Und Professor Snape hat jetzt gerade angemerkt, dass Malfoy nichts von Sirius weiß und das so bleiben soll", meinte Hermine und Tonks starrte das Mädchen an.

„Niemals", sagte sie dann.

„Hat er aber gesagt", meinte Harry. „Und ich bring ihn um. Er hat mir versprochen zumindest zu versuchen Sirius nicht mehr zu provozieren. Verdammter Heuchler."

„Du hast ihn darum gebeten?" fragte Sirius.

Harry biss sich auf die Zunge.

„Ja. Ich wollte verhindern dass er dich auf die Palme bringt und zu irgendwas Dummes verleitet. Wenn ich ehrlich sein soll, ich hab mit ihm als erstes geredet. Die Situation hat sich so ergeben."

„Slytherins sind Schlagen. Denen sollte man immer mit Vorsicht begegnen", knurrte Moody.

„Das hab ich auch gerade gelernt", brummte Harry.

„Wo soll der Bengel eigentlich schlafen?" meinte Moody dann.

„Wenn er nicht von Sirius erfährt dann meinetwegen auf der Straße aber nicht hier im Haus", sagte Tonks entschieden.

„Werden wir wohl kaum verhindern können", seufzte Sirius.

„Er wird es erfahren. Und wenn ich es ihm selbst sage", meinte Harry.

„Also im ersten Stock schlafen wir drei und Remus. Und ich würde es vorziehen, wenn er nicht in meiner Nähe schläft. Im zweiten Stock haben Molly, Arthur und die Anderen ihre Zimmer. Eines ist dort aber auch noch frei. Regulus altes Zimmer. Allerdings war ich da seit Jahren nicht mehr drin. Und unterm Dach ist auch noch was frei, aber Harrys Zimmer ist da auch", zählte Sirius dann auf, klang dabei aber eher lustlos.

„Ich bin dafür, dass er irgendwo schläft, wo wir ihn im Auge behalten können", meinte Moody.

„Wenn er Mist bauen will, kann er das von überall", meinte Tonks.

„Gebt ihm das Zimmer bei mir oben. Ihr wollt ihn nicht in eurer Nähe haben und wenn er bei Ron und den Anderen schläft, gibt das nur Stress und er wird das keine zwei Nächte überleben", meinte Harry.

Sirius sah ihn nachdenklich an.

„Und das versaut dir nicht die Ferien?"

„Der einzige, der mir die Ferien verderben kann ist Voldemort. Und ich werde mit Draco schon fertig, wenn er mir blöd kommt."

„Du hast ihn schon mal in den Boden gestampft. Er wird sich nicht mit dir anlegen", meinte Ron begeistert.

„Das war aber mehr Glück", hielt Hermine aber dagegen.

„Ich geh mal und bereite ihm das Zimmer vor. Sonst wird Snape uns wahrscheinlich umbringen, wenn er dort schlafen muss. Allerdings… passen würde es ja", sagte Sirius und stand auf.

Harry ahnte zwar nichts Gutes, ließ seinen Paten aber alleine gehen und half Tonks das Wohnzimmer aufzuräumen. Kurz darauf kam auch Remus an. Gefolgt von einem leichenblassen Slytherin, der zudem arg lädiert aussah. Sie versammelten sich, bis auf Sirius alle in der Küche. Remus Blick sprach ebenfalls Bände von Unmut und Missfallen, so wie die von allen anderen auch.

„Bevor Sie zu Bett gehen werde ich sie über ein paar Dinge hier aufklären. Professor McGonagall hat mich darum gebeten das erst hier zu tun. Auf dem Schloss hören zu viele mit.

Erstens! Alastor Moody dürften Sie ja kennen. Die junge Dame neben ihm ist Nymphadora Tonks. Sie ist Aurorin und Sie sollten Sie nicht unterschätzen", erklärte Remus ruhig, aber Harry sah ihm an das er es eigentlich nicht war. „Dann wären da ihre Umgangsformen. Ich werde hier keine Beleidigungen gegen irgendwen dulden. Und auf Schutz, durch ihren Paten, brauchen Sie erst gar nicht hoffen. Er wird hier so gut wie nie auftauchen.

Außerdem hat hier keiner Zeit für irgendwelche Spaziergänge. Erst recht nicht in unserer Welt. Sollten Sie etwas benötigen wird ihnen Mrs. Weasley es zu gegebener Zeit mitbringen. Außerdem sind Kontakte in die Außenwelt, egal in welcher Form, untersagt. Keine Eule wird das Haus verlassen."

Harry hatte nicht den Eindruck, dass Draco besonders aufnahmefähig war, auch wenn er immer wieder nickte, sobald Remus eine Pause machte.

„Darf ich jetzt auf mein Zimmer, Sir?" fragte er dann leise.

„Ja. Gehen Sie", knurrte Remus und Harry sprang auf.

„Das ist nicht dein ernst Remus. Das kannst du ihm nicht antun."

„Harry, bitte. Minerva…"

„McGonagall weiß genau was das letzte Mal passiert ist. Und du auch", fuhr Harry dazwischen.

„Remus. Er hat Recht. Wir können das nicht machen. Es ist sein Haus. Es ist so schon schlimm genug", warf jetzt auch Tonks ein.

Remus seufze müde.

„Ich weiß. Ich hab Minerva auch in aller Deutlichkeit gesagt, dass ich das nicht gutheiße. Aber sie hält es für Besser."

„Das ist mir egal", erklärte Harry. „Du hast es ihm vor nicht mal zehn Minuten versprochen. Und die Rumtreiber halten ihre Versprechen, oder?"

Remus fuhr sich mit einer Hand übers Gesicht. „Ja. Du hast Recht. Mr. Malfoy, es gibt noch eine Sache, die Sie wissen sollten und die unter allen Umständen ein Geheimnis bleiben muss. Sirius Black lebt."

Das schien Draco richtig aufzuwecken.

„Das ist unmöglich. Tante Bella hat mir erzählt, wie sie ihn durch den Todesschleier befördert hat. Es gibt daraus kein zurück."

„Es ist aber so. Und ich rate Ihnen, dass sie dieses Geheimnis besser hüten, als ihr letztes", erkläret der Werwolf ruhig.

„Und wenn nicht?" fragte Draco provozierend und Harry ahnte, dass der Junge darin seine Chance sah.

Remus Augen blitzten aber schakalhaft, wie Harry es noch nie gesehen hatte.

„Dann werde ich dafür sorgen, dass wir zwei uns in einer Vollmondnacht begegnen und ich schwöre Ihnen, ich werde nicht einmal versuchen mich zu kontrollieren. Und falls Sie nicht wissen sollten wozu ich dann in der Lage bin, fragen sie ihren Paten. Der dürfte das sehr genau wissen. Harry zeig dem jungen Mann doch sein Zimmer. Ich nehme an Sirius kümmert sich darum."

„Macht er. Komm mit Draco", meinte Harry und führte den Blonden in den Flur, wo er dessen Koffer schwebend die Treppe hoch dirigierte.

Oben angekommen kam Sirius aus einer Tür, die Harry noch gar nicht aufgefallen war.

„Der Werwolf hat wirklich nicht gelogen", meinte der Blonde heiser und fand sich dann plötzlich an die Wand gedrückt und mit einem Zauberstab auf der Brust wieder.

„Das heißt für dich Mr. Lupin und ich rate dir, ihn auch so zu nennen. Ansonsten wirst du hier keine ruhige Minute verbringen und dir wünschen auf Hogwarts geblieben zu sein."

Sirius grinste den Jungen irre an und Harry kam irgendwie das Suchplakat aus seinem Dritten Schuljahr in Erinnerung. Plötzlich fing Sirius bellend an zu lachen und ging die Treppe runter. Harry sah ihm nur ungläubig nach und Draco und öffnete die Tür um dann sofort zurückzustolpern.

„Er ist total übergeschnappt", stellte er leise fest.

Harry warf einen Blick in das Zimmer.

Feuchte Kälte schlug ihm entgegen. Die Wände waren aus kalten Stein, auf dem Boden lag ein fetzen Stoff das aussah wie eine Decke. An den Wänden hingen Eisenketten und eine Holzpritsche. Ein Fenster gab es hier nicht. Harry stöhnte auf und ließ den Koffer zu Boden gehen.

„Komm mit. Wir klären das", meinte er und lief voran die Treppen runter, während Malfoy hinter ihm, immer wieder etwas murmelte. Er schüttelte stumm den Kopf über seinen Paten. Diesen Humor hatte er noch gar nicht kennen gelernt. Oder Sirius schob das nur vor um Draco,der aus dem verhassten Teil seiner Familie kam eines auszuwischen.

Aus der Küche drangen Stimmen. Molly schien gerade mit Arthur gekommen zu sein.

„Hallo Molly. Arthur", grüßte Harry und sah dann Sirius an, der wieder dieses irre Grinsen aufsetze.

„Gefällt ihm das Zimmer nicht?" fragte er.

Harry rollte mit den Augen.

„Ich kann ja verstehen, dass du nichts von deiner Familie hältst. Aber das da geht zu weit. Du hast mir versprochen dir mit Snape Mühe zu geben. Zeig wenigstens du deinen guten Willen."

Sirius kicherte aber nur.

„Ich finde es passend."

„Was hast du denn gemacht?" fragte Tonks.

„Das Zimmer sieht aus wie eines der Hochsicherheitsverliese in Askaban. Geschmackvoll", meinte Moody und Sirius nickte grinsend.

„Du kommst sofort mit und bringst das in Ordnung", meinte Harry streng, der gerade das Gefühl hatte ein Kleinkind vor sich zu haben, aber nicht seinen erwachsenen Paten.

„Oh weia. Da kommt Lily durch", kicherte Sirius.

„Los. Jetzt."

„Ist ja gut. Sag mal Moony, hast du dem jungen Mr. Malfoy seine Großtante schon vorgestellt?"

„Nein", meinte Remus mit leichter Besorgnis und auch Harry schwante böses.

„Meine Großtante ist doch Tod", meinte Draco verwundert, als sie den Flur betraten.

„Oh ja", flüsterte Sirius. „Aber wir haben hier ein Bild von ihr. Nur leider, MAG SIE UNS NICHT!" Draco stolperte zurück, als Mrs. Black, geweckt von Sirius, in lauten Schimpftriaden ausbrach.

Der letzte der Blacks kringelte sich vor Lachen darüber und erst als ihm Ron und Hermine zu Hilfe kamen, schaffte Harry es die Vorhänge über dem Bild zu zuziehen.

Mit einem genervten Seufzen schnappte er sich dann Sirius am Hemd und zog ihn mit die Treppe nach oben. Draco bekam einen Wink ihnen zu folgen. Irgendwann hatte jeder Spaß mal ein Ende, auch wenn es um Draco Malfoy ging, und dieses Ende war nun eindeutig erreicht. Vor dem Zimmer angekommen sagte er dann zu Sirius: „Bring das jetzt in Ordnung, ohne weitere Rumtreiberstreiche oder ich versuch mal noch ein wenig mehr nach Mum zu kommen."

„Ist ja gut Kleiner", meinte Sirius schmunzelnd und murmelte ein paar Sprüche.

Die Steinernen Wände verschwanden und nun war das Zimmer fast so groß wie sein eigenes. Nur das es hier lediglich ein kleines Fester gab, das völlig verdreckt war. Aus der Decke war eine alte Verrottete Matratze geworden und die Ketten an den Wänden zu einem Schrank.

„Sirius!" mahnte Harry.

„Krieg dich ein. Ich bin noch nicht fertig", sagte der und aus der Matratze wurde ein Bett. Das Fenster wuchs auf die Doppelte Größe an und war gereinigt. Sirius ließ noch ein paar Fackeln an den Wänden erscheinen und wühlte kurz in seiner Hosentasche und warf dann ein Stück Papier in den Raum das zu einer Feuerstelle wurde.

„Mehr Luxus hab ich leider nicht zu bieten", meinte er grinsend und verschwand.

Harry hörte deutlich wie er auf der Treppe wieder anfing zu lachen.

„Er hat sie echt nicht mehr alle. Askaban hat ihn total durchdrehen lassen. Ich versteh nicht, wie ihr den frei rumlaufen lassen könnt", meinte Draco der seinen Koffer im Zimmer abstellte.

„Wie heißt die Hauselfe?"

„Du hast Kreacher doch kennen gelernt", meinte Harry beiläufig und schloss die Tür hinter sich.

„Ach hier gehört sie her. Kann jeder der hier lebt sie rufen?"

„Die kann keiner mehr rufen", erklärte der Gryffindor. „Sie ist nach ihrem schändlichen Verrat an ihrem Meister, mit einem Werwolf aneinander geraten. Soll eine ziemliche Sauerei gewesen sein. Wenn du also etwas möchtest, wirst du dir das selbst holen müssen."

Draco verdrehte die Augen und seufzte dann.

„Hör mal. Ich bin hier wahrscheinlich der einzige, der auch nur ansatzweise bereit ist, dir zu vertrauen und dir glaubt. Sollte ich aber mitbekommen, oder erfahren, dass du über die Dinge, die hier geschehen plauderst, wirst du dir wünschen, dass es Remus ist, der dich in die Finger… nein in dem Fall wohl Pfoten bekommt. Denn was ich mir dann für dich überlege, wird um einiges schlimmer sein, als von einem Werwolf zerfleischt zu werden. Das gilt vor allem für das Geheimnis um meinen Paten. Wenn es um meine Familie geht, versteh ich ebenso viel Spaß wie Voldemort. Ich hoffe wir haben uns da verstanden."

„Keine Sorge Potter. Ich habe nicht vor euch zu verpfeifen. Onkel Severus und auch McGonagall haben mir sehr deutlich gemacht was geschieht, sollte ich etwas ausplaudern. Ich könnte mich in dem Fall wahrscheinlich genauso gut selbst vom Astronomieturm stürzen. Halte mir nur deinen irren Paten vom Leib. Mehr will ich nicht."

„Lass ihn in Ruhe und er wird dich auch in Ruhe lassen", sagte Harry schulterzuckend und wandte sich zum gehen.

„Wenn noch was ist, ich bin in der Küche, oder die Tür da hinten. Das ist mein Zimmer", sagte er noch und ließ ihn dann allein.

Als er in die Küche kam herrschte dort eisige Stimmung. Molly schien alles andere als begeistert von dem neuen Gast zu sein, ebenso wie Arthur. Remus war grade dabei sie davon zu überzeugen, dass sie es schon überleben würden.

„Und? Wie geht es unserem Gast?" fragte Sirius schmunzelnd.

„Wenn du wolltest, dass er dich für völlig übergeschnappt und durchgeknallt hält, dann hast du es geschafft. Er will dass ich dich ihm vom Hals halte. Und dass man sich hier selbst versorgen muss, findet er wohl auch nicht prickelnd. Aber… hast du noch mehr mit dem Zimmer angestellt? Nur damit ich vorgewarnt bin, falls ich heute Nacht von einem zitternden Malfoy geweckt werde", meinte Harry.

„Keine Bange. Remus hat gründlichst aufgeräumt hier. Du wirst nicht ein einziges magisches Wesen mehr finden. In diesem Fall eigentlich schade. Ein Irrwicht wäre doch ganz nett."

„Klar wenn du darauf stehst Lucius Malfoy gegenüber zutreten schon", murmelte Harry und sah sich um da die Tür vorsichtig aufging.

Draco kam, ohne seine Schuluniform herein und sah einmal kurz in die Runde.

„Ich würde gern wissen wo das Bad ist und wo ich was zu trinken bekomme", meinte er dann.

Da keiner Anstalten machte aufzustehen erhob Harry sich.

„Gläser stehen hier und Wasser gibt es aus jeder Leitung. Andere Sachen stehen hier unten im Schrank", meinte er und reichte Draco ein volles Glas Wasser.

„Ein Bad ist im zweiten Stock zweite Tür auf der Rechten Seite. Erschrick aber nicht. Der Spiegel fängt an zu schreien wenn du reinschaust. Schnauz ihn mit ‚Halt den Mund an', dann hat sich das erledigt."

„Danke, Potter", meinte Draco und verschwand.

„Das Mr. wäre ja wohl angebracht", murmelte Molly.

Harry aber schüttelte nur den Kopf.

„Mir recht das vollkommen. Besser, als seine Spitznamen, die er sonst für mich hatte."

„Harry hat Recht. Für seine Verhältnisse war das gerade nahezu freundlich", meinte Hermine.

„Was hast du ihm da oben eigentlich noch erzählt?" fragte Moody dann unvermittelt.

„Nichts Besonderes. Nur das eine Begegnung mit Remus, im Falle eines Verrats, die angenehmere Lösung sein wird, im Vergleich zu dem, was ich mit ihm mache. Insbesondere, wenn Sirius dadurch etwas passiert. Und da waren wir wohl nicht die einzigen, die ihm gedroht haben", antwortete er.

„Lasst uns zu Bett gehen. Auch wenn ich wahrscheinlich kein Auge zubekomme", meinte Molly und alle Anderen stimmten ihr zu. Harry zog sich bettfertig um und wollte noch schnell runter ins Bad. Dort erschrak er dann aber Malfoy, der mit nacktem und von Blutergüssen übersätem Oberkörper vor dem Spiegel stand, der bissige Kommentare von sich gab.

„Was willst du Potter?" raunzte er.

„Eh… nichts. Ich kann auch noch ein Stock tiefer gehen", meinte und schloss die Tür.

„Alles Ok?", fragte Remus besorgt.

„Ja. Ich würde da aber jetzt nicht reingehen. Draco ist noch hier und… versorgt seine… Wunden. Sieht echt übel aus."

Remus nickte nur.

„Minerva hat es erwähnt. Sie haben ihn übel zugerichtet."

Harry nickte nur und seufzte dann.

„Kommst du zu mir oder…" Er ließ den Satz absichtlich offen.

Ihm viel keine Alternative ein, die nicht dazu führte, dass sie aufflogen.

„Ich komm zu dir. Wir können abschließen und ein paar Schutzzauber darüber legen. Er wird nichts merken. Ansonsten, die eine oder andere Gedächtnisveränderung fällt nicht auf", meinte Remus und Harry nickte erleichtert.

„Gut ich geh nur runter ins Bad, dann komm ich rauf", meinte er und verschwand in den ersten Stock. Als er dann in sein Zimmer kam, lag Remus schon in seinem Bett und lächelte ihm verführerisch zu.

So, das wars für diese Woche. Beim nächten mal werdet ihr dann erfahren wie unser Hundeanimagus zu dem süßen Geheimnis unseres Flöckchens steht. räusper Ich meinte natürlich Flocke. Also, seit gespannt...