Wir schreiben das Jahr 2006... und der neunte Monat stirbt...
eh,... na ja. irgendweie etwas durcheinander aber passt schon...
auf jeden Fall, hier das neue Chap. Ich hoffe es gefällt euch.
Vielen lieben dank an meine reviewer, ich habe mich tierisch gefreut. 5 Reviews, so viele wie schon lang nicht mehr. Habe wahre Freundentänze aufgeführt.
Ok, tief durchatmen,... beruhigen,... so geht wieder.
Nun, ihr wisst viel viel und was mehr gehört und das ich kein Geld bekomme. Mein Lohn sind eure wunderbaren Reviews. Zwinker
Also viel Spaß und bis nächste Woche.
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 30
Als er aufwachte lag er definitiv in einem Bett, eingepackt in einer warmen Decke und mit einem feuchten Tuch auf der Stirn. Neben ihm piepste etwas in regelmäßigen Abständen und irgendwas wurde ihm in die Nase geblasen.
Vorsichtig öffnete er die Augen. Es war nicht mehr die Praxis in der er sich befand. Soviel konnte er auch ohne Brille sagen. Die aufgehende Sonne erhellte das Zimmer gut. Die Decke war in einem warmen Rotton getaucht und die Bettwäsche in irgendeiner dunklen Farbe. Harry stemmte sich vorsichtig aus dem Bett auf und bemerkte dann, dass irgendwas an seinem Arm hing. Mit zusammengekniffenen Augen stellte er fest dass es ein Tropf war.
„Muggel", murmelte er belustigt und sah sich weiter um. Auf dem Nachtschrank neben ihm, entdeckte er schließlich seinen Zauberstab und seine Brille. Nachdem er diese aufgesetzt hatte, sah er auch was dieses nervtötende Geräusch von sich gab. Die Leute mussten wirklich Angst um ihn haben, wenn man ihn an dieses Gerät anschloss, das einem zeigte wie das Herz schlug. Wie hießen die Dinger noch gleich? Irgendwas mit E.
„Ich muss mich wohl wieder mehr mit der Muggelwelt befassen", beschloss er und griff nach dem Wasserglas auf dem Nachttisch. Er fühlte sich erstaunlich gut. Zumindest im Vergleich zu der Situation, bevor er Umgekippt war.
Vorsichtig schlug er die Bettdecke zurück und setze sich auf die Bettkante. Er hatte den Entschluss schon gefasst ehe er ohnmächtig geworden war. Er konnte nicht bei ihnen bleiben. Das würde ihr Tod werden. Wenn man ihn fand, waren die Muggel, die Ersten, die Sterben würden. Sie konnten sich nicht verteidigen.
Schnell war er den Tropf los und auch den Schlauch aus der Nase. Er sah die kleine Flasche neben dem Bett. „Sauerstoff", vermutete er, sich an einen Film im TV erinnernd. Als er dann die Kabel von seiner Brust löste erklang ein durchdringendes Piepen von dem andern Gerät und die bis grade eben noch gezackte Linie war nun schnurrgrade.
„Tod", stellte Harry fest und kam wankend auf die Beine. Dann wurde die Tür aufgerissen und Jennifer kam gefolgt von Mathew hereingestürzt.
„Harry. Um Himmels willen. Du musst liegen bleiben", erklärte sie und wollte ihn zurück ins Bett schieben.
„Wartet", meinte er, als er wieder auf der Matratze saß. Mathew hatte dieses Pfeifen abgestellt, was Harry vorsichtig aufatmen ließ.
„Ich kann nicht bleiben", sagte er und stand erneut auf.
„Nun mach mal halblang Junge. Hier kommt so schnell keiner rein und wir sind auch noch da", meinte Mathew. Harry sah den Mann an und richtete dann seinen Zauberstab auf ihn.
„Harry! Bitte, nicht", keuchte Jennifer, aber der ließ sich nicht irritieren.
„Mobilcorpus", sagte er und ließ den Mann, der entsetzt aufkeuchte und kurz einige cm über dem Boden schwebte. „Das ist einer der harmloser Zauber. Aber mit anderen Sprüchen könnte ich Sie fesseln, bewusstlos schlagen, Lähmen, ja sogar töten. Mit nur einem einzigen Spruch. Und der einzige Weg sich dagegen zu verteidigen ist ebenfalls Magie. Zumindest gegen das meiste. Aber Tatsache ist, Sie sind Muggel. Keiner von ihnen ist in der Lage zu zaubern. Und ich komm nicht weit, wenn die mit mehr als zwei Leuten angreifen und dann sind wir alle Tod. Sie sofort ich sobald man mich Voldemort gegenüberstellt", sagte er.
„Du weißt schon wer? Aber… der ist doch Tod", warf Jennifer ein. Harry sah sie verwundert an. „Du… du hast ihn besiegt."
Harry seufzte auf. „Du weißt also wirklich wer ich bin", stellte er fest und sah sie an. Sie nickte nur leicht.
„Das hab ich so gerade noch mitbekommen."
„Voldemort ist nicht tot. Ich war bei seiner Auferstehung dabei und bin nur mit Glück meinem eigenen Tod entkommen. Fast alle Unglücke aus der letzen Zeit, die vielen ungeklärten Morde, das waren seine Anhänger. Die Todesser."
„Das kann nicht sein", meinte Jennifer.
„Es ist aber so. Voldemort ist alles andere als Tod. Erst an Halloween stand ich ihm gegenüber und ich muss gestehen, er ist mächtiger als je zuvor. Wenn ich hier bei euch bleibe, seid ihr in Lebensgefahr. Ich kann euch nicht schützen. Die werden nicht einen, oder zwei Schicken. Dazu bin ich ihnen zu oft entkommen. Sie werden mit einem duzend Leute herkommen, um mich endlich zu fangen und dann sind wir alle geliefert."
Die beiden Erwachsenen sahen ihn besorgt an. „Und was sollen wir tun?" fragte Jennifer.
„Ich muss in den Grimmauldplatz. Nur dort bin ich sicher und ihr seid raus aus der Sache. Ich werde meine Freunde bitten auf euch aufzupassen", erklärte Harry so ruhig wie möglich. Er spürte schon wieder den Schwindel und das passte ihm nicht.
„Wie lang war ich weg?" fragte er und sah Mathew an.
„Fast zwei Tage. Aber mittlerweile scheint Medizin wieder zu wirken", sagte er und Harry nickte.
„Gut, Harry", sagte Jennifer schließlich. „Ich fahr dich. Ich muss eh noch was erledigen."
„Schatz…" begann der Mann, aber sie ließ ihn nicht zu Wort kommen.
„Nein Mat. Ich gehe. Pack du ein paar Sachen und buch uns eine Reise. Irgendwo hin. Und sag keinem etwas. Es würde uns eh kaum einer glauben", meinte sie und reichte Harry seinen Morgenmantel. „Ich war so frei und hab ihn gewaschen."
Harry nickte ihr dankend zu und zog ihn sich über, während Mathew unschlüssig da stand. „Jenni. Bitte. Lass mich ihn fahren."
„Mat. Ich kenn mich in der Magie etwas aus. Wir hatten öfter Schulfreunde meiner Schwester da. Ich weiß, wie man mit diesen Leuten reden muss. Sie sind völlig anders als wir, oder als du es kennst. Ihre Mentalität ist eine andere", sagte sie und verließ das Schlafzimmer.
„Und wenn dir was passiert?" rief er ihr nach.
„Ich werde auf Ihre Frau aufpassen und mit meinem Leben beschützen. Das bin ich ihnen Schuldig. Schließlich hab ich sie da mit rein gezogen", sagte Harry und reichte ihm die Hand. „Danke für alles."
Mathew seufzte und nicht dann. „Schon gut. Sieh zu, dass du in ein Bett kommst. Du brauchst Ruhe. Sonst erholst du dich nie richtig davon."
Harry nickte und folgte ihm dann vorsichtig eine Treppe runter. Unten wartete schon Jennifer mit ihrer Tochter auf dem Arm.
„Bis später. Du regelst das mit der Reise?"
„Ja. Ich sehe zu, was ich erreichen kann. Passt bloß auf euch auf", meinte er und verabschiedete sie. Jennifer lief voraus in die Garage, während Harry ihr langsam, sich an der Wand lang tastend folgte.
„Verdammter Mist. Wo ist mal ein Aufpläppeltrank wenn man ihn mal braucht", murmelte er vor sich ihn. Jennifer kam ihm besorgt entgegen und reichte ihm den Arm.
„Ich helfe dir. Du bist völlig am Ende mit deinen Kräften und gehörst eigentlich ins Bett", meinte sie und führte ihn zum Wagen. Auf dem Beifahrersitz entdeckte Harry dann einen ziemlich dunklen Fleck.
„Au weia", murmelte er verlegen.
„Dafür gibt es doch einen Spruch" schmunzelte sie.
„Wahrscheinlich. Ich frag einen meiner Freunde. Die wissen sicher was man da machen kann", meinte Harry und setze sich vorsichtig.
„Ich bring dich dann erst mal in den Grimmauldplatz. Das ist sicher besser. So kann ich den Wagen sowieso nirgends stehen lassen", meinte sie und setzte Rückwärts aus der Ausfahrt. Sie waren gerade um drei Ecken gebogen, als Jennifer sich suchend umsah.
„Mist. Meine Handtasche", murmelte sie und wendete den Wagen. „Da sind meine Papiere drin."
Doch schon als sie auf der Straße waren, stockte Harry der Atem und eine unmenschliche Angst stieg in ihm auf. Das Dunkle Mal prangte über dem Haus.
„Was…"
„Umdrehen", befahl Harry, doch Jennifer blieb stehen.
„Was ist das?" fragte sie.
„Das Dunkle Mal. Die Todesser wissen wo ich bin. Wir müssen hier sofort weg."
Doch Jennifer stieg aus und Harry gefror das Blut in den Adern, als er die schwarz gekleideten Menschen sah. Auch er sprang aus dem Wagen und riss im letzten Moment Jennifer zu Boden. Flüche schossen über sie hinweg.
„Ins Auto", sagte er zu ihr und selbst sprang hinters Steuer. Jennifer krabbelte auf den Rücksitz zu ihrer Tochter.
Harry startete den Wagen und trat einfach das Gas durch.
„Wo ist Ron wenn man ihn mal braucht", fluchte er ungehalten, als die Reifen durchdrehten und er Wagen sich mit aufheulendem Motor und einem Ruck in Bewegung setze. Lilian hinter ihm schrie entsetzlich und auch Jennifer kreischte auf, als der Wagen heftig ins Schlingern geriet und Harry einen der Todesser einfach über den Haufen fuhr. Nur mühsam gelang es ihm das Auto unter Kontrolle zu halten.
„Nicht so schnell", wimmerte Jennifer und Harry sah kurz in den Rückspiegel betend, dass die Scheiben den Zaubern, die ihnen nachjagten, standhielten. Ins Auto apparieren konnte man glücklicherweise nicht, so lang sie sich bewegten. Das Ziel musste ein unbewegliches sein.
Harry lenkte den Wagen durch mehrere Seitenstraßen und bekam langsam ein Gefühl dafür.
„Er ist Tod, oder?" fragte Jenni hinter ihm leise, die ihr Kind fest an sich drückte.
Harry seufzte. Was sollte er dazu groß sagen. Sie anlügen? Hoffentlich hatten sie ihn nicht erst gefoltert. Dann wussten sie vermutlich wohin sie wollten und das war ziemlicher Mist.
„Harry? Mathew ist Tod, ja?" Der Gryffindor seufzte.
„Das bedeutet normalerweise das Zeichen", sagte er leise.
„Du musst hier gleich links", sagte sie nach einigem Schweigen und Harry lenkte das Auto behutsam herum. „Hast du eigentlich einen Führerschein?"
„Ich bin erst 16 und für Besen braucht man so was nicht", sagte Harry und sah sie kurz über den Spiegel an. „Aber ich weiß schon was ich tue. Ich bin nach dem Tod meiner Eltern zu Muggeln gekommen und man kommt ja erst mit 11 nach Hogwarts", erklärte er weiter.
„Hier rechts", meinte Jennifer. „Du fährst aber trotzdem ganz gut."
„Danke", sagte Harry und ließ sich dann weiter zum Grimmauldplatz führen.
Plötzlich begann der Wagen zu stottern.
„Ws ist denn jetzt?" fragte er verwundert. Jennifer sah kurz zu ihm rüber und seufzte.
„Keinen Benzin mehr. Es ist aber nicht mehr weit. Nur noch um zwei Ecken."
Harry lenkte den Wagen an den Straßenrand und wand sich dann an die Frau.
„Komm mit mir. Auch du bist dort sicher. Die Todesser können das Haus nicht betreten und wir können dich beschützen. Dich und Lilian in Sicherheit bringen", sagte er.
„Könnt ihr?"
„Ja. Komm. Ehe sie uns finden", meinte er und stieg aus.
Er war noch immer mit nichts weiter als einem Morgenmantel und Pyjama bekleidet. Nur ein Paar warme Socken hatte er an. Harry sah sich immer wieder besorgt um. Gott sei dank war hier um diese Uhrzeit so gut wie nichts los. Sonst hätte man sie sicherlich für entflohene aus einer Irrenanstalt gehalten, oder irgendwas Ähnliches. Nur gut, dass sie bald im Grimmauldplatz waren. Dort waren sie sicher. Er auf jeden Fall und Jennifer hoffentlich auch. Denn wirklich sicher war er sich da nicht.
„Jenni. Egal was passiert, oder dir einfällt was du unbedingt erst tun musst. Bleib bei mir", sagte er.
„Wieso?" fragte sie.
„Es gibt Zauber, die schützen magische Orte vor den Muggeln. Ich weiß nicht, ob das Haus zu dem wir gehen damit belegt ist. Ich hab noch nie Muggel dort gesehen", erklärte er und dachte mit Sorge an den Fideliuszauber. Wenn sie das Haus nicht mal sehen konnte, hatten sie ein Problem.
„Hey Potter", rief ihn plötzlich jemand und er sah sich um, nur um Jennifer dann am Arm zu packen.
„Lauf", sagte er und zog sie mit sich mit.
Vier Todesser waren aufgetaucht und griffen an. Sie wussten also wohin sie wollten und allein würde er es gegen sie nicht schaffen. Er musste hier weg. Nur wie? Er konnte und wollte Jennifer mit ihrem Baby nicht allein lassen und apparieren ging nicht. Sie waren zu dritt und ob man mit Muggeln apparieren konnte, wusste er auch nicht. Also rannten sie die Straße Entlang und Jennifer schrie verzweifelt: „Tu was", und presste ihre schreiende Tochter an sich.
„Tu ich doch", gab er zurück und kontrollierte das Schild, das er hinter ihnen herzog. „Ein Schutzschild sonst wären wir schon am Arsch", erklärte er und warf einen entsetzen Blick über die Schulter, als ein grüner Lichtstrahl an ihm vorbeizischte.
„Und was ist das?" kreischte die Frau.
„Todesfluch. Den hält nichts auf", sagte er und stieß sie zur Seite, da ein weiterer auf sie zugesaust kam. Sie bogen in eine Seitengasse ein und rannten noch mal Links um die Ecke. Harry spürte seine Verletzung schon wieder deutlich.
„Verdammter Mist", brummte er, als sie vor einer Mauer standen.
Eine Sackgasse und zurück konnten sie nicht mehr.
Die Verfolger waren schon da. „Kriegen wir dich endlich", lachte einer.
Harry stellte sich schützend vor Jennifer. Verdammt wie kamen sie hier weg? Wie stellte man einen Portschlüssel her? Den Zauber kannte er. Portus. Aber wie bestimmte man den Bestimmungsort? Man musste schließlich festlegen, wo man hin wollte. Und wie aktivierte man ihn? Einfach nur bis drei zählen? Verdammt er hatte da mal was gelesen. Es stand auch in dem Buch von Snape. Es war in einer Randnotiz vermerkt gewesen. Irgendwas mit sich konzentrieren.
„Harry?" flüsterte Jennifer ängstlich.
„Hast du irgendwas in der Tasche?" fragte er sie leise und langte mit einer Hand hinter sich während er mit der anderen seinen Stab auf die Vermummten richteten. „Wenn ihr denkt ich ergebe mich jetzt freiwillig, habt ich euch geschnitten. Eher sterbe ich", fauchte er sie an und spürte, wie Jennifer ihm ein Päcken Taschentücher in die Hand drückte.
„Besser als nichts", beschloss er stumm und richtete seinen Zauberstab auf die Wände der Hausmauer und rief: „Bombada Maxima." Sofort darauf beschwor ein Schild, das für einige Sekunden auch ohne seine Hilfe stehen blieb.
Die Todesser mussten erst über den Schutt wegkommen und das reichte hoffentlich für ihn. Die schreiende Lilian und aufkreischende Jennifer ignorierte er und konzentrierte sich mit aller Macht auf den Grimmauldplatz und flüsterte: „Portus."
Das Päckchen leuchtete auch blau auf, zu seiner Erleichterung.
„Hoffendlich klappt das", dachte er und wand sich an Jennifer. „Festhalten egal was passiert", rief er ihr zu und zog eine Hand an das Päcken. „Eins… zwei… drei."
Im selben Moment wie der Schlüssel seinen Dienst tat, sah Harry den grünen Blitz sich vorbeirauschen. Im Farbenwirbel konnte er nicht erkennen, ob es Jennifer erwischt hatte, oder ob sie noch rechtzeitig weggekommen waren. Aber sie war bei ihm und das beruhigte ihn schon mal.
Dann landeten sie auch tatsächlich im Grimmauldplatz und die Frau sackte sofort zu Boden.
„Nein", keuchte Harry der auch auf den Knien gelandet war und krabbelte zu ihr.
Lilian lag auf der Brust der Frau und schrie entsetzlich. Das weckte Sirius Mutter augenblicklich und im nächsten Moment war Harry umringt vom Phönixorden. Doch es interessierte ihn nicht. Er suchte nach Anzeichen dafür, dass Jennifer noch lebte, fand aber keine. Ihre Augen waren weit aufgerissen und leblos. Vorsichtig nahm er das Mädchen auf den Arm und versuchte sie zu beruhigen.
In der Zwischenzeit hatte sich McGonagall zu der Frau gekniet.
„Wer ist das?" fragte sie laut.
„Jennifer. Sie hat mir geholfen", antwortete er und verschwand in die Küche, damit Moody das Bild endlich ruhig stellen konnte. Lilian beruhigte sich langsam und Harry ließ sich auf einen Stuhl fallen.
Wieder waren Menschen wegen ihm gestorben. Menschen die ihm geholfen hatten. Die ihm etwas bedeutet hatten. Aber wie zum Teufel hatten sie ihn gefunden? Weil er gezaubert hatte? Und dann hier an der Straße? Hatten sie Mathew wirklich gefoltert? Oder waren sie ihnen irgendwie gefolgt? Wussten die Todesser vielleicht, wo das Hauptquartier in etwa lag und hatten ihn einfach nur auf gut Glück abgefangen?
„Harry?" fragte Molly behutsam.
Der schloss kurz die Augen und drückte den Säugling an sich. Erst hatte Lisa ihre Eltern verloren, nur weil er das Mädchen mit auf seine Geburtstagsfeier genommen hatte und jetzt dieses kleine Wesen, das noch nicht mal wusste was los war. „Und die den Namen deiner Mutter trägt. Lily", sagte er zu sich selbst.
„Harry geht es dir gut?" fragte Molly.
„Gut? Klar geht es mir gut. Es geht mir bestens", knurrte er was die Frau mit besorgter Miene aufnahm.
„Gib mir das Baby. Du musst dich ausruhen", sagte sie, aber Harry schüttelte den kopf. Er wollte die Kleine nicht hergeben. Er fühlte sich für sie Verantwortlich. Es war seine Schuld, dass sie jetzt allein war.
„Molly ist gut. Lass ihn", sagte seine Hauslehrerin und setze sich zu ihm. „Erzähl bitte was passiert ist."
Er holte einmal behutsam Luft und berichtete dann von dem Angriff im Krankenhaus, seiner Flucht und wie ihn Jennifer und ihr Mann aufgenommen hatten.
„Sie wusste über die Magie bescheid. Ihre Schwester ist mit Mum und Dad zur Schule gegangen. Sie hat sie Klassenkammeraden genannt. Und… ihre Schwester… ist November 81 umgekommen. Ein Wahnsinniger hat die Straße in die Luft gejagt", beendete Harry.
„Das ist die Schwester von Elina Summers?" meinte Moody nachdenklich.
„Es gab also noch mehr tote Zauberer?" fragte Harry.
„Nur Elina. Sie war die einzige Hexe, die umgekommen ist. Das Ministerium wollte es vertuschen. Sie war eine Muggelgeborene. Ihre Eltern hatten keinen Zugang zu unserer Welt, damit war es ein leichtes", erklärte McGonagall.
Harry nickte nur. Er verstand zwar nicht warum man das getan hatte, aber es interessierte ihn jetzt auch nicht. Er hatte grade etwas anders bemerkt.
„Wo sind Sirius und Remus?" fragte er. Der Orden schaute betreten drein und Harry machte sich innerlich auf das Schlimmste gefasst.
Seine Hauslehrerin seufzte kurz und erklärte dann: „Wegen deiner Vermutung über deine Träume haben wir die Bewachungspläne umgestellt. Sirius musste die Hilfe von Hogwarts holen. Leider ist er dabei einigen Dorfbewohnern in die Quere gekommen, die Alarm geschlagen haben. Er konnte uns zwar bescheid geben, aber wir haben es nicht mehr geschafft ihn in Sicherheit zu bringen, ehe die Auroren auf dem Schloss waren. Er sitzt im Ministerium im Kerker."
„WAS?" keuchte Harry entsetzt und musste sofort husten und auch Lilian wurde wieder unruhig.
„Beruhig dich. Der Minister persönlich hat mir versichert das Sirius einen fairen Prozess bekommt", erklärte McGonagall.
„Ich will zu ihm. Sofort", entschied Harry und stand auf.
„Das ist nicht so einfach", meinte Tonks.
„Es ist mir egal, wie ihr es anstellt. Ich will zu meinem Paten. Und wo ist Remus?" fragte er weiter.
„Sie haben ihn auch verhaftet", bemerkte Hermine leise. Harry hatte den Eindruck vom Schlag getroffen zu werden.
„Warum?"
Das seine Stimme bei dieser Frage anfing zu zittern, konnte er nicht mehr unterdrücken.
„Er hat einen Auroren beleidigt und sich gegen dessen Anordnung widersetzt, indem er mit dir disappariert ist. Dass es um dein Leben ging, interessiert die zuständigen Behörden dabei nur wenig. Er ist ein registrierter Werwolf", meinte Moody missmutig.
„Ich will sofort zu den beiden. Ganz egal wie", sagte Harry und verließ die Küche um sich richtig anzuziehen. Er Pfiff auf das ziehen im Rücken und seine Kurzatmigkeit. Sein Pate und sein Freund saßen zu Unrecht im Ministerium eingesperrt. Und dann redete Stevens davon, nicht zwei Mal den gleichen Fehler zu machen. Das Baby legte er behutsam aufs Bett und sah sich kurz um, als die Tür aufging. Ron und Hermine waren ihm gefolgt.
Beide sahen ziemlich besorgt aus.
„Wie geht es deinen Eltern?" fragte Harry seine Freundin die vorsichtig den Säugling hochgenommen hatte, während sich ein paar Kleider raussuchte.
„Gut. Der Orden hat sie in Sicherheit gebracht. Aber was ist mit dir? Du siehst nicht gerade gut aus", erklärte sie.
„Es geht mir aber gut. Auf jeden Fall gut genug, um Sirius zu besuchen", meinte er und ließ das Pyjamahemd fallen.
„Harry", keuchte Hermine und auch Ron schien entsetzt.
„Was?" fragte er verwundert.
„Der… der Verband ist… rot", meinte sie. Harry versuchte mit Hilfe des Spiegels einen Blick auf seinen Rücken zu werfen.
„Na Toll", murmelte er und löste das Pflaster.
In dem Moment ging die Tür auf und Snape kam rein.
„Potter", knurrte er und sah ihn missbilligend an. „Ihre Flucht war eine interessante Lösung. Damit hatte ich nicht gerechnet", meinte der Lehrer und Harry fuhr herum.
„Sie waren einer von denen?"
„Ich hab zwei Minuten vor dem Aufbruchsbefehl erst davon erfahren. Mir blieb keine Chance irgendwen zu warnen", meinte der Lehrer und zog Harry herum. „Muggel", brummte er und Harry hörte wie Snape etwas murmelte und spürte ein Ziehen im Rücken.
„Au! Was machen Sie da?" fragte er.
„Halten Sie still, oder es gibt eine Narbe", knurrte der Lehrer.
„Welcher waren Sie?" fragte Harry.
„Der, der ihren Arsch gerettet hat und den Sie fast umgebracht hätten", knurrte der Lehrer.
„Konnte ich ja nicht wissen", gab Harry trotzig zurück.
„Hätten Sie es getan?" wurde er dann gefragt.
Harry warf verwundert einen Blick über die Schulter. Snape hatte keineswegs kalt geklungen. Oder abweisend.
„Ich hätte es versucht, ja. Ob es geklappt hätte, weiß ich aber nicht", antwortete er ehrlich. Snape nickte mit einem unergründlichen Gesichtsausdruck.
„Ihr Pate wird mich zwar lynchen, aber an ihrer Stelle würde ich es üben. Es könnte ihnen wirklich mal das Leben retten. So wie auch Sectumsempra", knurrte Snape und ließ einen neuen Verband erscheinen. „Und das trinken Sie gegen die Schmerzen." Damit verschwand er dann wieder.
„Du hast Snape bedroht? Mit dem Todesfluch?" fragte Ron verwundert.
„Ich stand sechs Todessern gegenüber. Allein in hundert Metern Höhe. Ich wusste mir nicht anders zu helfen. Außerdem hab ich die Formel mit keiner Silbe ausgesprochen. Und es war anders, als in Pembroke. Ich weiß wirklich nicht, ob es geklappt hätte", erklärte Harry, zog sich ein paar warme Sachen an und strich dann Lilian sanft über den Kopf. „Passt ihr auf sie auf? Ich… kann sie ja schlecht mitnehmen. Sie ist ein Muggel, aber es ist meine Schuld dass ihre Eltern Tod sind."
„Wir werden aufpassen, bis zu wieder da bist", versprach Hermine.
„Danke. Sie heißt übriges Lilian", murmelte Harry und ging dann nach unten in die Küche.
Dort warteten Moody, Tonks und Arthur schon auf ihn.
„Es gibt erst einmal ein Verhör. Die wollen wissen was genau passiert ist", knurrte Moody. Harry nicke nur.
„Willst du das wirklich? Noch kannst du nein sagen", meinte Molly besorgt.
„Ich will zu Sirius. Egal wie. Und wenn ich wieder einbreche. Ich will zu ihm", sagte Harry entschieden und ging mit den zwei Auroren, Arthur uns seiner Hauslehrerin vor die Tür.
Von dort apparierten an eine abgelegene Stelle und betraten das Ministerium, über den Besuchereingang. Harry staunte nicht schlecht als er im Atrium landete.
Der Brunnen war repariert worden, in jeder Ecke standen zwei schwarzgekleidete Männer und auch sie wurden sofort von zweien Durchsucht. Dann führte sie einer zum Schalter, wo die Zauberstäbe registriert wurden. Dort wurden sie von David in Empfang genommen.
„Komm Harry. Ein paar Leute haben Fragen an dich. Zu der Sache in Cambridge und zu dem Angriff aufs Krankenhaus", meinte er.
„Ich komme mit", sagte McGonagall wurde aber sofort von dem Mann in schwarz mit dem Zauberstab zurück gehalten.
„Es ist nur eine Routinebefragung. Da sind nur Auroren erlaubt und Harry ist auch schon volljährig. Ich werde aber bei ihm bleiben. Tonks geh du zu Stevens und sieh zu was du wegen der andere Sache erreichen kannst", sagte er und führte Harry zu einem Aufzug.
Es war hier bei weitem nicht so viel los wie beim letzen Mal, als er mit Ron Vater hier war. Sie waren fast allein im Fahrstuhl, der sie in den zweiten Stock brachte. Harry folgte David schweigend in die Aurorenzentrale.
„Ah, da ist er ja. Wir gehen in Verhörzimmer drei", sagte ein ziemlich grimmig dreinblickender Zauberer. Harry sah David kurz an und der nickte. Sie gingen einen Flur entlang und bogen kurz vor Kingsleys ehemaligem Büro, links in ein Zimmer. Dort standen ein Tisch und drei Stühle. Ansonsten war das Zimmer vollkommen kahl.
„Setzen", sagte der Mann und zog einen Stuhl zurück. Wortlos ließ Harry sich auf den Stuhl fallen.
Was dann kam, hatte er nicht erwartet. Zunächst wurden seine Personalien akribisch aufgenommen und musste er erzählen was bei Hermines Eltern passiert war und erfuhr, dass Sirius wohl schon zugegeben hatte, dort bei ihm gewesen zu sein.
David nickte ihm ab und zu unauffällig zu. Harry erzählte also alles so, wie er es erlebt hatte. Dann wurden ihm immer aufdringlichere Fragen über seinen Kontakt zu Sirius gestellt, die er auf Davids Zeichen hin auch ehrlich beantwortete. Er musste erzählen was damals im dritten Jahr passiert war und welchen Eindruck Sirius auf ihn gemacht hatte. Er gab auch zu, mit Sirius die ganze Zeit in Kontakt gestanden zu haben.
Dann gab es auch noch Fragen über Remus und sein Verhältnis zu ihm. Harry blieb dort aber bei einer platonischen Freundschaft. Alles andere ging die Leute hier nichts an. Das war ja wohl mehr als eine Privatsache und er kannte auch die Werwolfsgesetze nicht, um abzuschätzen, ob Remus ärger bekommen würde, wenn ihre Beziehung herauskäme. Ganz abgesehen davon, dass es ja wahrscheinlich eh bald vorbei war. Es sei denn es geschah noch ein Wunder.
Es fielen auch Namen von anderen Ordensmitgliedern, die er noch nie gehört hatte und dann wurde Snape ins Spiel gebracht. Auch er war wie die anderen Namen vorher in Verdacht geraten ein aktiver Todesser zu sein. Harry brauchte David nicht anzusehen, um zu wissend, dass er diesen Vorwurf entkräften musste. Sonst wäre das ihr Untergang.
Die Fragen wiederholten sich mehrmals, als wollte man sichergehen, dass er nicht log. Und je mehr Zeit verstrich, umso unruhiger wurde Harry. Er wollte zu seinem Paten und zu Remus. Außerdem fühlte er sich langsam wieder schlechter. Dieses Verhör strengte ungemein an. Als es dann endlich beendet war, musste er noch mal fast zwei Stunden warten, in denen David ihn in sein Büro brachte, und eine Liege herbeizauberte, auf der sich ausruhen konnte. Er schlief nahezu sofort ein und David schaffte es nur mit Mühe ihn wieder zu wecken.
„Sie sind fertig. Jackson wird dir die Aussage noch mal vorlesen und dann musst nur noch unterschreiben", erkläre er und halb ihm auf.
„Kann ich was zu trinken haben?" fragte Harry leise.
„Sicher hier", meinte David und reichte ihm ein Glas Wasser, ehe sie wieder in das Verhörzimmer gingen. Diese letzte Prozedur dauerte fast noch mal eine Stunde.
„Sie dürfen gehen", wurde ihm dann erklärt und David führte ihn auf den Flur, wo er erleichtert aufseufzte.
„So eine Schikane", murmelte der Auror und sah sich nach Tonks um. Die kam aus Richtung Fahrstühle auf sie zu und sah ziemlich traurig aus.
„Ich hab mir den Mund fusselig geredet. Er sagt nein", seufzte sie.
„Was?" fragte Harry entsetzt.
„Er will dich zu keinem der Beiden lassen", meinte Tonks.
„Wo ist er?"
„Du kannst nicht einfach so zum Minister", meinte David streng.
„Das werden wir ja sehen. Ich lass mich hier erst, weiß der Herrgott wie viel Stunden, verhören und soll über Menschen erzählen die ich noch nie getroffen habe und dann darf ich noch nicht mal zu meinem Paten? Tonks ich will sofort zu ihm", knurrte Harry aufgebracht.
„David hat recht, das ist nicht so einfach", meinte die Frau beschwichtigend.
„Dann geh ich allein sein Büro. Es ist im zehnten Stock?" fragte er und ging zum Aufzug.
„Warte. Allein kommst du nicht mal in die Nähe der Tür. Ich komm mit", gab David nach und fuhr mit ihm tatsächlich in den zehnten Stock. „Wie geht es dir?"
Harry sah den Mann an. „Ich nehme an ich sehe aus wie eine wandelnde Leiche. Und so in etwa fühl ich mich auch", brummte Harry und stieg aus dem Fahrstuhl. Sein befinden war Nebensache. Er war eh viel zu aufgebracht um jetzt einfach zu gehen.
David führte ihn durch einen langen Flur zu einer Hexe, die grade einer Feder etwas diktierte.
„Was wollen Sie?" fragte sie gelangweilt.
„Harry Potter wünscht unverzüglich den Minister zu sprechen", sagte David. Die Hexe sah abrupt auf und musterte ihn.
„Hat Harry Potter einen Termin?"
„Hab ich nicht. Ich muss trotzdem ihm reden", erklärte Harry genervt.
„Ohne Termin kann ich keinen durchlassen", sagte sie und wandte sich wieder ihrer Feder zu. Harry starrte die Frau missmutig an.
„Hören sie gute Frau. Er braucht nur fünf Minuten und es ist Harry Potter. Der Junge der lebt", versuchte es David sanft.
„Und wenn es Merlin persönlich wäre, ich darf ihn nicht durchlassen", sagte sie.
„Für wann wäre denn noch ein Termin frei", fragte David gereizt.
„Moment", meinte sie spitz und wühlte in einem Block. „In zwei Monaten"; meinte sie dann lächelnd. „Soll ich sie eintragen?"
In Harry kochte Wut hoch. Erst diese Schikane bei dem Verhör und jetzt das. Das durfte doch wohl nicht wahr sein. Plötzlich fing das Tintenfass auf dem Schreibtisch an zu klirren und David sah Harry besorgt an.
„Reiß dich zusammen. Das bringt jetzt nichts, Bitte."
„Ich hab die Nase voll", knurrte Harry. „Fünf Stunden Verhör, in dem mir alle Fragen drei mal gestellt werden. Dann muss ich zwei Stunden auf meine eigene Aussage warten, um sie mir dann noch mal eine Stunde an zuhören und diesen Wisch nur unterschreiben. Ich hab Hunger und Durst, mir tut so ziemlich alles weh und nun verweigert mir dieser engstirnige Volltrottel von Minister das ich für zehn Minuten zu dem letzten Rest meiner Familie darf. Ich werde mich ganz sicher nicht beruhigen."
„Wie reden Sie eigentlich über den Minister!", empörte sich die Frau plötzlich und sprang auf. „Raus oder ich ruf den Sicherheitsdienst!"
„Nicht nötig, Rose", kam es von Links.
„Kommen Sie Mr. Potter", bat Stevens und winkte ihn in sein Büro. „Was kann ich denn nun für Sie tun?" fragte er und bot ihm einen Platz und etwas zu trinken an.
Harry wäre zwar gern stehen geblieben, aber David ließ ihm keine Wahl und schob ihn in den Sessel.
„Sie wissen was ich will, Sir", erklärte er gezwungen höflich. Stevens seufzte einmal tief.
„Sirius Black ist ein geflohener Straftäter. Er hat Ihre Eltern verraten und 13 Menschen getötet. Ohne Skrupel", meinte der Minister nachdenklich.
„Wie ich schon ein dutzend Mal gesagt habe, das war nicht Sirius Black", begann Harry ärgerlich, aber Stevens hob die Hand.
„Ich kenn Ihre Aussage von vor drei Jahren und auch die, von gerade eben. Aber es gibt da auch eine glaubwürdige Gegenaussage von einem Ihrer Lehrer", widersprach Stevens.
„Severus Snape. Mein Pate und er liegen seit ihrer eigenen Schulzeit im Streit. Gryffindor gegen Slytherin. Der Professor hasst ihn, wegen ein paar dummer Jugendstreiche. Außerdem hat er das meiste nicht mitbekommen, weil er Bewusstlos war", erklärte Harry murrend.
„Weil Sie ihn Angegriffen haben, unter einem Zauber stehend", fügte der Minister hinzu.
„Ich stand unter keinem Zauber. Ich habe ihn freiwillig Angegriffen. Snape wollte Sirius den Dementoren ausliefern, damit die ihn küssen. Mit ihm war nicht zu reden. Was hätte ich denn tun sollen? Einfach zusehen? Wo ich grade dabei war die Wahrheit herauszufinden?" fuhr Harry ihn an.
„Beruhig dich", bat David aber Harry warf dem Auroren einen wütenden Blick zu.
„Sirius sitzt in eingesperrt in einem Kerker zu Unrecht und ich soll mich beruhigen?"
„Bringen Sie uns Pettigrew. Dann ist bewiesen das ihr Pate unschuldig ist und er wird rehabilitiert werden", meinte er.
„Peter Pettigrew IST ein Todesser. Ich kann nicht mal ebenso zu Voldemort spazieren und diese Ratte bei der Hand nehmen, um ihn hier her zu führen", sagte Harry aufgebracht.
„Das ist aber wohl die einzige Chance für Sie die Unschuld Ihres Paten zu beweisen", meinte Stevens, der bei der Nennung von Voldemorts Namen gezuckt hatte.
Harry seufzte und schloss die Augen. Es musste einen anderen Weg geben. Er würde Sirius hier nicht zurück lassen, ohne bei ihm gewesen zu sein.
„Sir, Sie haben an meinem Geburtstag gesagt Sie würden nicht die gleichen Fehler machen wollen, wie ihr Vorgänger. Warum glauben Sie nicht den Aussagen von vier Menschen die nie… niemals auf Voldemort Seite stehen würden. Außerdem habe ich meine Geschichte von vor drei Jahren, eben dreimal wiederholt. Ich kann nicht noch immer unter einem Zauber stehen", versuchte Harry es.
„Der Imperiusfluch ist stark", warf Stevens ein.
„Ich weiß. Ich hab ihn schon zu spüren bekommen von Voldemort persönlich und ich habe ihn gebrochen. Ich steh unter keinem Zauber. Sie können es gern versuchen." Harry war schon wieder dabei sich in Rage zu reden.
„Mr. Potter. Ich kann Sie nicht zu ihm lassen", sagte Stevens ruhig. „Er ist gefährlich. Er hat die Auroren angegriffen, als man ihn verhaften wollte. Es ist schon schwer Sie da raus zuhalten. Sie haben ihn zwei Jahre lang gedeckt. Außerdem ist er ein unregistrierter Animagus, das allein ist schon ein Verbrechen."
Harry schnaubte nur abfällig. „Er hat sich gewehrt, weil er wusste, dass Sie ihn einsperren. Waren Sie schon mal in der Nähe eines Dementoren? Wissen Sie was für ein Gefühl das ist? Sirius musste 12 Jahre in einem Hochsicherheitsverlies verbringen. In unmittelbarer Nähe dieser Biester und ich mag gar nicht daran denken, was er dort durchmachen musste. Ich halte es keine 30 Sekunden ohne Patronus in ihrer Nähe aus.
Und die Animagusverwandlung war ein Freundschaftsdienst. Mein Vater war einer und Peter Pettigrew ist auch einer. Sie haben das für Remus getan, um in den Vollmondnächten bei ihm sein zu können und ich hätte es an der Stelle meines Vaters auch getan. Und decken würde ich Sirius jederzeit wieder. Er IST unschuldig und alles was ich von meiner Familie noch habe. Er und Remus sind die letzte Brücke zu meinen Eltern. Die einzigen Menschen, die sie wirklich gut kannten und zu denen ich auch eine Beziehung habe.
Bitte. Ich will nur für zehn Minuten zu Sirius. Mit ihm reden und ihn beruhigen. Ihm sagen, dass es mir gut geht. Das mir bei dem Angriff nichts passiert ist", sagte Harry und hustete unterdrückt auf.
„Nichts passiert ist wohl weit untertrieben, wenn ich richtig informiert bin", bemerkte Stevens besorgt.
Harry musterte denn Mann irritiert, aber dann wurde ihm klar, dass auch das Ministerium eingegriffen haben musste. Sonst hätten sie Remus nicht verhaftet.
„Weiß Sirius das auch?" fragte er.
„Es stand groß im Tagespropheten und ich denke schon das Sirius den vom Wärter bekommen hat", meinte David leise.
„Stand da drin, dass es mir gut geht?"
„Nein. Nur, dass du aus St. Mungos verschwunden bist, bei dem Angriff", erklärte der Auror leise. Harry fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und dann durch die Haare.
„Noch ein Grund mehr, mich zu ihm zu lassen. Sirius wird umkommen vor Sorge um mich. Bitte."
„Wir werden ihm sagen, dass Sie wohl auf sind. Mehr kann ich nicht für Sie tun. Es geht einfach nicht. Ich habe zu wenig Wachen da unten. Wenn er durchdreht und auf Sie losgeht kann Ihnen keiner helfen. Er hat sich nicht unter Kontrolle. Die Gefahr für Sie ist einfach zu groß."
Harry seufzte tief und nahm erst mal einen Schluck Wasser. Das mit Sirius konnte er wohl vergessen. Aber Remus. Remus war nicht gefährlich.
„Und Remus Lupin?" fragte Harry leise.
„Er ist ein Werwolf. Und dass Sie sich in seiner Gesellschaft befanden, ist auch nicht gerade rühmlich. Die Werwölfe stehen im Verdacht, auf Befehl des Unnennbaren zu handeln."
Harry sah den Mann kopfschüttelnd an.
„Das Remus Lupin mir etwas antut, noch dazu auf Befehl von Voldemort, ist noch unwahrscheinlicher, als dass ich selbst zu ihm überlaufe."
Der Minister sah ihn geschockt an, fing sich dann aber wieder.
„Er hat sich gegen eine direkte Anweisung eines Auroren gestellt und ihn beleidigt", erkläre er und Harry hatte das Gefühl, dass keiner wirklich begriffen hatte, was da passiert war.
„Peter Pettigrew wollte Remus mit einer Silberkugel erschießen. Bei dem Versuch ihn zu retten hab ich sie abbekommen. Meine Lunge war verletzt und hätte Remus mich nicht sofort und Krankenhaus gebracht wäre ich jetzt Tod. Außerdem…", aber Harry brach ab. Es ging keinen was an. Das war eine Privatsache.
„Was außerdem? Was verschweigen Sie?" fragte Stevens energisch.
Harry musterte den Minister. War es vielleicht doch eine Chance? Würde er doch zumindest Remus raus holen können?
„Es muss absolut unter uns bleiben, Sir. Ich will auf keinen Fall, dass es an die Presse, oder sonst wen geht. Deswegen hab ich gerade auch nichts gesagt", erklärte Harry ruhig und hoffte, dass Stevens dort Wort hielt und es keine Schwierigkeiten für Remus gab.
„Sie haben gerade etwas verschwiegen? Dann müssen es sehr brisante Informationen sein", meinte Stevens nachdenklich.
„Wenn sie in falsche Hände geraten, sind sie es", gab Harry zu.
„Horatio, ich denke Sie lassen uns allein. Ich glaube kaum dass Mr. Potter mich angreift", meinte der. David sah Harry kurz an und nickte dann.
„Also?" fragte Stevens, nachdem die Tür geschlossen war. „Nun… es ist etwas sehr privates. Etwas Persönliches", meinte Harry und sah das Stevens nicht auf solche Spiele stand. „Wir sind mehr als Freunde", meinte er.
„Was genau wollen sie sagen?", fragte der Minister schroff.
„Ich bin mit Remus Lupin zusammen. Er… Wir lieben uns", erklärte Harry und beobachtete den Minister, der ihn leicht entsetzt ansah und dann aufstand und sich aus einen Schrank scheinbar etwas stärkeres holte, als Wasser.
„Wir lieben uns, Herr Minister. Er hatte einfach Angst um mein Leben und ich bin mir sicher, der Auror hat einfach die Situation nicht richtig erkannt. Sicher ihn zu beleidigen war nicht in Ordnung, aber Remus war sicher total fertig. Allein schon, weil die Kugel für ihn, nicht für mich war", meinte Harry möglichst mitfühlend. Versuchte aber nicht in Tränen auszubrechen.
Remus hier raus zu holen war wichtiger, egal wie ihre Beziehung aussehen würde. Sie wären damit zumindest einen Schritt weiter. Nur Stevens schien das nicht gerade zu überzeugen.
„Herr Minister, Remus kämpft auf unserer Seite und er kennt Pettigrew genau. Schließlich waren sie auch Freunde in der Schulzeit. Wenn Sie wollen, dass ich Ihnen den Verräter meiner Eltern bringe, dann brauch ich Remus Hilfe. Allein kann ich das nicht."
Der Minister schloss die Augen und rieb dich über die Nasenwurzel. Er schien ernsthaft nachzudenken.
Harry schwieg eine Weile und sah sich um. An der rückwärtigen Wand hingen mehrere magische Fotos, auf denen sich zwei Leute die Hände reichten. Harry erhob sich leise und ging auf sie zu. Er meinte etwas gesehen, oder besser jemanden erkannt zu haben. Und tatsächlich. Auf einem war sein Vater zu sehen, wie er einem anderen Mann die Hand schüttelte. Sirius stand direkt dahinter. Und auf dem Bild daneben war es genau anders herum.
„Belobigung für James Potter und Sirius Black, für Dienste um die Sicherheit der Bevölkerung. September '80", stand unter den Bildern.
„Dein Vater war einer unserer besten Leute. Ebenso Sirius Black", sagte der Zauberminister, der zu ihm ran getreten war. „Es ist ein Jammer, dass du ihn nie kennen lernen durftest."
Harry senkte den Blick.
„Ich kann mich nicht mal an sie erinnern. Deswegen bedeutet mir Sirius auch so viel. Er ist mein Pate und er war der beste Freund meines Vaters", flüsterte Harry und stützte sich dann stöhnend an der Wand ab.
„Bei Merlin, Mr. Potter", keuchte Stevens hinter ihm, griff ihm sofort unter die Arme und führte ihn zu der Couch die dort stand.
„Es geht schon", meinte er und nahm dem Minister dankend das Glas Wasser ab.
„Ich bestehe darauf das du dich untersuchen Lässt. HOARTIO!" Sofort glitt die Tür auf und der Auror sah Harry besorgt an. „Sehen Sie zu, dass ein Heiler herkommt", wies der Minister an und ignorierte Harrys Widerworte. Dann setze der Mann sich neben ihn und seufzte.
„Ich werde dafür sorgen dass man Mr. Lupin frei lässt. Wir haben im Grunde auch Besseres zu tun, als uns mit solchen Lappalien zu beschäftigen. Da draußen laufen Todesser rum. Heute Morgen sind schon wieder Muggel umgekommen."
„Sie reden von dem Arzt?" fragte Harry besorgt. „Ja. Und wir haben keine Ahnung war… Woher weißt du davon? Das stand noch gar nicht in der Zeitung?"
Harry warf nervös einen Blick zu Seite.
„Der Grund bin ich. Seine Frau hat mir geholfen, als ich aus dem Krankenhaus raus bin", begann er und erzählte ihm was passiert war.
„Das würde heißen, dass wir einen Spion in der Zentrale zur Überwachung der magischen Aktivitäten haben", murmelte der Mann.
„Darf ich fragen wie… wie sie das meinen?" hackte Harry nach.
„Es ist so. Wir haben alle Wohnorte von Magiern registriert. Wen irgendwo ein Zauber gesprochen wird, bekommen wir das mit. So können wir die Zauberei Minderjähriger aufspüren. Ich muss wohl davon ausgehen, dass sie sämtliche magischen Aktivitäten überprüft und dich so gefunden haben", erklärte Stevens.
„Also wirklich, weil ich gezaubert habe", seufzte er.
„Du konntest das nicht wissen. Und wir wussten es auch nicht. Bis jetzt. Verdammte Spione. Die machen uns das Leben echt zur Hölle", fauchte Stevens.
„Kann man diesen Zauber nicht vielleicht für bestimmte Leute blockieren?" fragte Harry hoffnungsvoll.
„Nein. Das ist unmöglich. Der beste Schutz ist, sich an Orten mit hoher Magiekonzentration aufzuhalten. Da fällt es dann nicht auf. Außerdem heißt das meistens, dass diese Orte gut geschützt sind. Ich hatte mich darauf verlassen das Professor Dumbledore dich auf diese Weise schützt."
Harry sah den Mann verwundert an.
„In Cambridge hat man mich auf andere Art gefunden. Und alle die dort waren, außer meinen Schulkameraden, waren da um mich zu schützen. Auch Sirius. Er hat unsere Verstärkung geholt, als er geschnappt wurde und er hat Lisa Standfort in Sicherheit gebracht.
Und wenn sie ihn freilassen, wird er auch helfen Voldemort endlich zu vernichten. Dieses Scheusal hat zwei seiner besten Freunde umgebracht und trachtet seinem Patenkind nach dem Leben. Sie könnten Voldemort kein größeres Schnippchen schlagen, wenn sie ihn frei lassen. Damit wäre Peter Pettigrew enttarnt und so gut wie unbrauchbar für ihn. Er müsste sich verstecken und ihn dann in die Enge zu treiben und zu erwischen wird ein leichtes sein", versuchte Harry es erneut.
Neben ihnen ging die Tür auf und eine Frau kam rein, gefolgt von David, der erklärte, dass sie sauber sei. Harry ließ sich bereitwillig untersuchen. Ein Aufstand würde sowieso nichts bringen und er wusste ja auch, dass er irgendwas zu Stärkung brauchte sonst würde er umkippen ehe er bei Remus war.
Harry sah währenddessen den Minister an.
„Das würde die Bevölkerung in Panik versetzen und wir haben schon weiß Gott genug Probleme, mit dem Unnennbaren", erklärte er.
„Sie müssen ihn nur rehabilitieren.", schlug der Gryffindor.
„Mr. Potter, Sie stellen sich das so einfach vor. Ich kann das nicht allein entscheiden und das Zaubergamot hat noch rund ein dutzend Todesserprozesse am Hals. Außerdem müssen wir der Bevölkerung zeigen, dass wir die Lage im Griff haben."
Harry lachte auf, was ihn dann aber heftig husten ließ und er fing sich von der Heilerin einen missmutigen Blick ein.
„Sie müssen ein paar starke Tränke genommen haben, dass Sie überhaupt noch auf den Beinen sind. Und dass das Ihrem Körper nicht gut tut, sieht man ja. Sie gehören ins Bett. Am besten ins Krankenhaus", sagte sie scharf.
„Was dabei rauskommt hab ich erlebt. Sechs Todesser, die mein Leben bedrohen. Nein danke, ich verzichte", meinte Harry nur.
„Aber dort, wo Sie sind ist die medizinische Versorg eine Katastrophe. Sonst wären sie wohl kaum hier."
„Das war ganz allein meine Entscheidung. Haben Sie irgendwas was mir noch ne halbe Stunde hilft?" meinte er und fing sich einen entsetzten Blick der Frau ein.
„Sie werden sich auf der Stelle hinlegen. Alles andere macht es nur noch schlimmer."
Harry sagte nichts weiter. Eine Diskussion hatte hier keinen Sinn. Also wandte er sich an den Minister.
„Wenn Sie zeigen wollen, dass Sie die Lage im Griff haben, dann lassen Sie Sirius frei. Er IST unschuldig! Und Sie zeigen der Welt, dass Sie keinen zu Unrecht verurteilen, wie es im letzen Krieg ja wohl mehr als einmal der Fall war. Sie beweisen, dass man sich auf Sie und ihr Urteilsvermögen verlassen kann. Und Sirius Freiheit heißt einen Kämpfer mehr auf ihrer Seite, der loyal ist. Dafür leg ich meine Hand ins Feuer", erklärte er entschieden.
Stevens seufzte und sah erst die Frau und dann Harry nachdenklich an.
„Ich werde seinen Prozess beschleunigen. Schließlich war er einer unserer besten Männer. Das sind wir ihm schuldig. Hier David. Besuchsberechtigung für Sirius Black und Freilassungsschein für Remus Lupin. Sorg dafür, dass die Gargoyls 1) verschwinden und bleib bei ihm, wenn er zu Black geht. Der geht auf alles und jeden los, der ihm zu nahe kommt." Harry schluckte bei dieser Nachricht heftig.
David nickte und wand sich dann an die Heilerin.
„Gib ihm was. Er wird so, oder so erst seinen Paten besuchen gehen. Er ist ein Potter durch und durch. Du kanntest doch James. Ich werde persönlich dafür sorgen, dass er in eine halben Stunde im Bett liegt und dort bleibt."
Dabei legte er der Frau behutsam eine Hand auf die Schuler und lächelte sie liebevoll an was Harry etwas irritierte und die Heilerin seufzte auf.
„Ich tu das wider besseren Wissens. Es wird ihn umhauen, wenn er länger aufbleibt. Du versprichst es mir?"
David nickte und die Frau hielt ihm eine Phiole hin.
„Das wird vielleicht noch eine Stunde helfen. Wenn Sie Glück haben. Sie sollten sehen, dass Sie so schnell es geht in ein Bett kommen."
Damit verschwand sie David zunickend. „Trink ruhig. Sie ist meine Frau. Sie hat dich sogar auf die Welt geholt", meine er und folgte ihr dann. Harry roch kurz an dem Tank und rümpfte die Nase. „So was Wiederliches", murmelte er und kippte ihn dann runter.
Wirkung war aber höchst erstaunlich. Die Schmerzen verflogen ins Nichts und auch der Schwindel ließ sofort nach.
„Wow", meinte er nur.
„Wenn die Wirkung nach lässt, geht es dir doppelt so mies. Je eher du in ein Bett kommst, desto besser ist es", meinte der Minister und Harry sah ich verwundert an.
„Hab das Zeug auch schon genommen", erklärte er.
„Danke für den Rat", erklärte Harry und atmete dann einmal tief durch, ohne Schmerzen.
„Geben Sie mir ihr Wort, dass Sirius nichts geschehen wird und dass er einen fairen Prozess bekommt? Er ist alles was ich noch hab von meiner Familie. Er ist für mich wie ein Vater. Ich würde es nicht ertragen ihn zu verlieren", bat Harry leise.
Er konnte nicht leugnen, dass er unbändige Angst um Sirius hatte und dieser ließ er einfach freien Lauf. Er würde sonst wahrscheinlich durchdrehen.
„Er wird einen fairen Prozess bekommen und ihm wird nichts zustoßen."
Harry nickte dankend und ging dann nach einer Verabschiedung zu den Fahrstühlen, von wo David ihm entgegen kam.
„Nicht das, was du erwartet hast oder?" fragte er.
„Ich hab nicht erwartet, dass der Minister so stur ist. Und das, mit dem ‚alles im Griff haben' ist ja wohl ein Witz. Zweimal, in zwei Tagen musste ich mir selbst helfen", meinte Harry und lehnte sich gegen die Fahrstuhlwand.
„Was sind eigentlich Gargoyls?"
David sah ihn mit einem schaudern an. „Der größte Feind der Werwölfe. Noch schlimmer als die Vampire. Sie spüren das Wolfsblut und jagen sie, egal in welcher Mondphase. Und auch die Werwölfe spüren sie und ergreifen instinktiv die Flucht. Selbst in Menschengestalt."
„Wie ist das möglich? Ich mein… der Werwolf ist doch nur bei Vollmond da", meinte Harry.
„Das ist so nicht ganz richtig. Der Mensch hat durch den Biss einige Dinge eines Wolfes übernommen. Gewisse Instinkte. Und je näher der Vollmond kommt, desto geschärfter ist auch das Hör- und Sehvermögen. Das ist es auch, was den meisten Menschen solche Angst macht. Sie meinen, auch in der menschlichen Gestalt, ist der Werwolf gefährlich. Dass der Mensch über ihn die Kontrolle hat und sie nur an Vollmond verliert, begreifen die meisten einfach nicht."
Harry nickte verstehend. Das hatte er bisher gar nicht gewusst und er wusste auch, dass es Remus unangenehm war, über seine Krankheit zu sprechen. Befürchtete er vielleicht, dass Harry sich auch vor ihm fürchten könnte?
„Und… und was machen die Gargoyls?" fragte Harry vorsichtig, als sie aus dem Fahrstuhl stiegen und er David, weg von dem Gang der zur Mysteriumsabteilung führte, folgte.
„Sie jagen sie. Fast immer in Rudeln und wenn sie einen erwischen, quälen sie ihn bis zum Tod. Es gibt keinen Schlimmeren für einen Werwolf. Selbst eine Silberkugel ist gegen das, was die Gargoyls machen noch gnädig."
Harry lief es bei dieser Beschreibung eiskalt über den Rücken. Was machte Remus nur gerade durch?
„Dann… dann sind hier noch mehr… Werwölfe?"
„Soweit ich weiß sieben. In der letzten Vollmondnacht hat einer hier unten einen Wärter angefallen. Mutwillig und unter dem Banntrank stehend. Sie sind zur Sicherheit der Wärter angeschafft worden. Kein Werwolf wagt es auch nur in die Nähe dieser Biester zu kommen, egal wann. Dazu ist die Angst vor ihnen zu groß. Sie ist angeboren."
Sie kamen an ein kleines Büro, vor dem ein ziemlich grimmig aussehender Zauberer, auf einem Gehstock gestützt, stand.
David reichte ihm die beiden Schriftstücke des Ministers, die er musterte und dann doch erstaunt aufsah.
„Wenn Sie das meinen. Mitkommen", knurrte er und schloss eine Tür auf.
Harry musste schlucken, als er die kleinen Zellen sah. Kaum fünf qm groß. Eine Pritsche, eine Decke und ein Eimer mit Deckel gab es hier. Die Wände waren aus Stein und nur die Front mit Gittern versehen. Die Gestalten saßen auf den Pritschen und starrten ihn an. Harry vermutete, dass es alles Todesser waren, die hier saßen und fühlte sich bestätigt, als er Lestrange sah, aber sie schien ihn nicht zu sehen. Sie blickte einfach durch ihn hindurch. Auch sie hatte mehrere Jahre in Askaban gesessen und wenn er sie so sah, mochte er nicht daran denken wie es Sirius gehen mochte.
Der Wärter führte sie immer Tiefer, um mehrere Ecken und durch verschlossene Türen. Es wurde immer kühler und die Luft feuchter.
„Warten Sie hier", knurrte der Mann und verschwand durch eine weitere Tür hinter der Harry ängstliche Schreie, kehlige Geräusche und das Kratzen von Krallen über Steine hörte.
„Sag mal… wann ist eigentlich Vollmond?" fragte Harry, der durch seine Ohnmacht im Moment kein Gefühl davon hatte, welches Datum war.
„In ein paar Tagen. Aber ich denke, die armen Hunde da drin sind jetzt schon fix und fertig. Diese permanente Anwesenheit der Gargoyls macht sie aufmerksamer, als normalerweise."
„Mitkommen", scharrte der Wärter aus der Tür.
1) die Gargolys. nette schuckelige Wesen. Sie sindaber ausnahmsweise nicht meinen Fingern entsprungen, diese Ehre gebhrt BineBlack die hier ebenfalls Storys zu Harry Potter postet. Ich habe sie mir mit ihrer Freundlcihen Genehmigung ausgeliehen. Ihre Geschichten sind einfach toll, auch wenn sie absolut keinen Slash enthalten.
Und was ibt es nächste Woche? Nächste Woche gibt es dann endlich die versöhnung zwischen Harry und seinem Geliebten. Und auch zwischen Harry und Sirius. Ich bin ja nicht herzlos. (allenfalls ziemlich erkältet) Also dürft ihr euch auf die Versöhnung freuen.
Bis dahin
eure Imo
