Hi Leute!
Breitet für die Versöhnung? Ja? Na dann, will ich euch nicht lange mir vorgequatsche aufhalten. Ihr wisst wem was gehört.
Das einzige was ich sagen möchte, danke für die reviews. Ich hoffe ich hab alle bantwortet, wenn doch nciht, dann möchte ich mich hiermit ganz offiziell entschuldigen. Gebt mir ruhig eins auf den Deckel wenn das passiert sein sollte.
Und nun viel Sapß
bis nächste Woche
eure Imo
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 31
Harry betrat einen ziemlich kleinen Zellenblock. Am Ende des Ganges, führte ein Wärter ein seltsam aussehendes Wesen an einer Stahlkette. Es war knapp 40 cm groß, hatte graue schorfige Haut, lange Finger mit Krallen und im Licht der Fackeln glänzten lange Zähne, die selbst auf dieser Entfernung mindestens so scharf waren, wie die eines Werwolfs.
Plötzlich blickte diese Kreatur zu ihm rüber und Harry zuckte zusammen. Dort wo die Augen hätten sein sollen, war nur vernarbte Haut zu sehen. Der Mann zog das Wesen energisch durch eine Tür und Harry hörte leises Wimmern aus der Zelle neben ihm. Dort lag ein Mann, vielleicht 20 Jahre alt. Er hatte sich unter der Pritsche zusammengekauert und zitterte am ganzen Körper. Harry wandte sich an David der den Mann auch ansah.
„War… war das grade ein …"
„Ja. Das war ein Gargoyl. Schreckliche Biester", murmelte David und schob ihn weiter.
Die anderen Gefangen kauerten ebenfalls in den Ecken ihrer Zellen und sahen völlig fertig aus. Auch viel Harry auf, dass die Gitterstäbe heller waren, als die von vorhin.
„Ist das Silber?" fragte Harry leise.
„Ja. Das war vorher der Schutz für die Wachen. Und die Stäbe halten die Werwölfe auch davon ab, den Gargoyls nahe zu kommen."
An der letzen Zelle auf dem Gang blieb der alte, humpelnde Zauberer stehen und schloss sie auf.
Als Harry seinen Freund sah stockte ihm der Atem. Remus saß zusammengekauert auf der Pritsche und zitterte am ganzen Körper. Er hatte seien Beine eng an sich ran gezogen und beide Arme um die Knie geschlungen. Seine Stirn ruhte ebenfalls auf den Knien. Er sah aus wie ein kleines Kind, das vor irgendetwas apathische Angst hatte und Harry zerriss es das Herz ihn hier so zu sehen.
„Remus", sprach er den Werwolf halblaut an und betrat vorsichtig die Zelle. Der Angesprochene sah zitternd auf und brachte nur ein sehr kurzes lächeln zu Stande.
„Harry", flüsterte er heißer. Selbst auch zitternd vor Sorge berührte er vorsichtig
Remus Hand. Sie war eiskalt und aus der Nähe sah er, dass Remus aschfahl im Gesicht war. Mit einem Mal fand er sich dann in den Armen des Mannes wieder und keuchte auf. Remus hatte seine Verletzung am Rücken voll erwischt.
„Oh Gott. Ich bin so froh dass du lebst. Ich hatte solche Angst", flüsterte er und fing an zu schniefen.
„Sch. Komm. Lass uns hier verschwinden", meinte Harry und zog Remus auf die Beine.
„Ich… ich darf gehen? So plötzlich?" fragte er mit bebender Stimme.
„Ich komm direkt vom Minister. Ich musste ihm unser Geheimnis anvertrauen, aber er hat begriffen, dass du nur mein Leben retten wolltest, weil du… du weißt schon", meinte Harry und sah kurz an die Wand. „Auch wenn du Schluss machen willst", hauchte er, aber Remus hatte ihn deutlich gehört.
In zwei Tagen war Vollmond. Seine Sinne waren mal wieder messerscharf, was nicht zuletzt Schuld dieser Gargoyls war. Sie machten den Werwolf nur noch aufmerksamer und aktiver in dieser Zeit. Als Mensch kam man so kaum zu Ruhe, vor dem Ungeheuer, das in einem wohnte und konnte es nur mühsam kontrollieren. Vor allem den Fluchtinstinkt. Er konnte von Glück reden, dass er schon so lang ein Werwolf war und sein zweites Wesen so gut unter Kontrolle hatte. Er hatte erst gestern erlebt, wie ein anderer Werwolf sich das Leben genommen hatte. Keine 30 Jahre alt und erst seit 2 Jahren erkrankt. Er hatte einfach die Gitterstäbe umfasst und den Wärter hatte das kalt gelassen. „Einer Monster weniger", hatte er nur gesagt und Remus war sich sicher, dass der Mann den Gargoyls als Mittagessen serviert worden war.
„Alls in Ordnung?" fragte Harry besorgt.
Remus sah ihn mit einem gezwungenen Lächeln an und antwortete mit zitternder Stimme: „Es geht schon. Sobald wir hier raus sind geht es mir besser. Die Gargoyls. Ich spüre sie immer noch und das macht… Moony ziemlich nervös."
„Los. Ich hab nicht ewig Zeit. Die Gefangenen wollen gleich was zu essen und Sie wollen doch noch weiter", scharte der Wächter.
Harry legte behutsam einen Arm um Remus und zog ihn mit sich aus der Zelle. „Und wie geht es dir?" fragte der Werwolf leise.
„Später. Sie haben Sirius erwischt und ich konnte Stevens nicht dazu bekommen ihn auch gehen zu lassen", meinte Harry und stockte dann, als sie durch eine fünffach verschlossene Tür gingen.
„Oh Gott", flüsterte Remus heiser, als sie durch einen eiskalten Gang zur letzten Zelle liefen.
Sirius saß dort wie versteinert gegen die Wand gelehnt. Er war aschfahl und deutlich abgemagert. Er musste sich mächtig gegen die Auroren gewährt haben. Sein Umhang war zerrissen, er hatte Schnittwunden im Gesicht, ein blaues Auge und an einigen Stellen war der Umhang mit Blutflecken getränkt.
„Sirius?" fragte Harry leise, aber sein Pate reagierte nicht.
„Tatze", versuchte es Remus, aber auch vergebens.
„Er hat den Verstand verloren. Nach 12 Jahren Askaban, kein Wunder", lachte der Wärter.
„Machen Sie auf", sagte David.
„Damit er durchdreht? Sicher nicht", scharrte er Mann missmutig.
„Ich bin Auror und das war ein Befehl", blaffte David den Mann an.
„Sie sind dafür verantwortlich", giftete der Wärter und schob den Schlüssel ins Schloss, das bedenklich knirschte, beim aufschließen und Sirius aufsehen ließ.
„Hey!", sagte Harry aber sein Pate schien gar nicht zu registrieren wer hier war, denn kaum schwang die Zellentür auf sprang Sirius auf und versuchte durch sie durch zukommen. Das war aber unmöglich. Er war mit Ketten an der Wand gefesselt, die gerade so lang waren, dass Sirius bis knapp vor die Tür kam.
„Lasst mich hier raus!" schrie er. „Ich hab nichts getan! Ich bin unschuldig!" Harry war erschrocken zurück gewichen. Er hatte nicht damit gerechnet.
„Sirius, beruhig dich", sagte Remus und trat einen Schritt auf ihn zu, wich aber entsetzt zurück als Sirius anfing nach ihm zu treten.
„Macht mich los! Ich will hier raus! Ich hab nichts getan!" schrie er, wie von Sinnen und Harry schluckte. Sein Pate machte ihm Angst. Was hatten sie ihm nur angetan? Er war noch nie verrückt gewesen. Vielleicht angeschlagen, aber nie verrückt.
„Was haben Sie mit ihm gemacht?" fragte Harry den griesgrämigen Wärter der dem ganzen ziemlich unbeteiligt zusah.
„Das geht sie nichts an", erklärte er über Sirius Gebrüll hinweg und grinste Hinterhältig.
„Fisher! Was soll das!" raunzte David und deutete auf Sirius.
„Irrwichte. Auch eine Methode die Gefangenen in Schach zu halten", erklärte der und grinste, während Remus neben Harry aufkeuchte.
„Was ist?" fragte der Gryffindor, mit einem ziemlich miesen Gefühl im Magen.
„Sirius Irrwichtgestalt… es ist ein Dementor." Harry schluckte.
„Du weißt…"
„Ja. Ich weiß, was das heißt. Viel zu genau", meinte Harry und trat einen Schritt näher.
„Nicht. Bleib hier", bat David aber der Gryffindor schüttelte die Hand ab, die ihn zurückhalten wollte. Sirius hatte in den vergangen Tagen seine schlimmsten Erinnerungen durchmachen müssen und er war sich ziemlich sicher, dass da der Tod von James und Lily auch dabei war.
„Sirius!", sagte Harry laut zu seinen immer noch tobenden Paten. „Sirius wir wissen das du Unschuldig bist."
„Klar. Reden Sie ihm das auch noch ein", scharte der Wärter hinter ihnen.
„Fischer. Halten sie den Mund", dröhnte David, aber Harry ließ sich nicht ablenken.
„Sirius. Du hast recht du bist unschuldig." Das ließ den Mann verstummen und Harry kritisch ansehen.
Harry lächelte und trat auf den einige Schritte zurückweichenden Mann zu. „Es ist alles in Ordnung. Wir werden deine Unschuld beweisen", sagte Harry aber, mit dem was dann kam hatte, keiner gerechnet.
Sirius warf binnen Sekunden eine der Ketten die ihn festhielten zwei Mal um Harrys Hals und packte den Zauberstab, den Harry in seiner Jackentasche stecken hatte. Harry hatte reflexartig nach der Kette gegriffen die ihm die Luft abschnürte und bekam nun seinen eigenen Stab an die Kehle gehalten.
„Sirius", keuchte David und Remus kam schon auf sie zugestürzt. „Bleibt wo ihr seit. Oder er stirbt", knurrte Sirius.
David hatte, ebenso wie der Wärter seinen Zauberstab gezogen. „Aus dem Weg, Werwolf, ich erledige das", keifte der Wärter, aber Remus rührte sich nicht.
Harry rang nach Atem. Sein Pate hielt die Kette mit einer Gewalt so straff, dass er keine Chance hatte sich zu befreien und die Luft immer knapper wurde.
„Sirius", keuchte Harry. „Ich krieg keine Luft mehr." Aber das schien den Mann hinter ihm wenig zu interessieren.
„Macht die Ketten los", forderte er ungerührt.
„Sirius", meinte Remus energisch. „Sirius bitte. Sie hin wen du da hast. Es ist Harry. James Sohn und dein Patenkind. Du willst ihm doch nicht wehtun, oder?" Der Gryffindor der spürte wie sein Pate ihn nach einen Moment ansah.
„Lass die Kette lockerer. Bitte", keuchte Harry nach Atmen ringend. Lang würde er das nicht mehr durchstehen.
„Lass ihn los, Sirius, bitte", flehte Remus und kam einen Schritt näher und Sirius wich zurück, ließ aber zu Harrys Erleichterung die Kette etwas lockerer und er nickte David, der ihn die ganz Zeit entsetzt anstarrte, zu.
„Stecken sie den Stab weg", wies der Auror den Wärter an, der aber erst gehorchte, als David energisch wurde.
„Sirius", flüsterte Harry. „Es ist alles in Ordnung. Wir wissen doch das du unschuldig bist." Deutlich spürte er das zittern das durch den Körper des Mannes hinter ihm lief. „Und wir werden das doch auch Beweisen. Ich werde es beweisen. Remus und ich, wir werden uns Peter holen."
Remus nickte zustimmend. „Das werden wir. Aber dazu musst du Harry loslassen und ihm seinen Stab geben." Remus trat noch einen Schritt näher, und dieses Mal wich Sirius nicht zurück.
„Harry?" fragte er leise.
„Ja. Ich bin es, Sirius", sagte er. Nur langsam ließ der Mann den Stab sinken und gab ihn dann auch freiwillig Remus.
„Und nun lass Harry bitte los, Sirius. Er hat doch schon genug durchgemacht", erklärte Remus. Auch das dauerte einen Moment und Remus zog Harry sofort zu sich, nachdem Sirius die Kette gelöst hatte. Der Gryffindor drehte sich zu Sirius um, der ihn zunächst emotionslos ansah und dann einfach auf die Knie sackte und zu Boden starrte.
„Sirius", keuchte Harry und war bei ihm, bevor Remus ihn davon abhalten konnte. Sein Pate reagierte aber zunächst gar nicht. „Sirius. Bitte. Sag doch was", bat Harry besorgt und kurz darauf sah der Mann auch auf.
„Du bist verletzt worden", stellte er fest. „Man hat dich aus St. Mungos entführt." Harry sah kurz zu Remus der aber nur Hilflos mit den Schultern zuckte. „Wie bist du den Todessern entkommen?"
„Sie haben mich nicht entführt, Sirius. Ich bin vorher entkommen. Ein paar Muggel haben mir geholfen. Die Schwester von Elina Summers."
„Elinas Schwester?" fragte Remus verdattert.
„Ja", meinte Harry und sah zu Boden. „Eine Längere Geschichte. Sie und ihr Mann sind Tod. Nur ihre Tochter… Lilian hat überlebt", erklärte Harry mit einem verzweifelten lächeln.
„Elina war Lilys Beste Freundin. Sie Hingen die ganze Zeit zusammen", erklärte Sirius tonlos und starrte Harry an. Harry nickte verstehend und berührte vorsichtig Sirius Hand.
„Oh Gott. Du bist ja Eiskalt", stellte er entsetzt fest und zog seinen Umhang aus um ihn seinem Paten umzulegen.
Dessen Blick war inzwischen zu Remus gewandert. „Warum bist du so blass?"
„War ne Weile in den netten Silberkäfigen, mit ein paar Wachhunden davor. Wird schon wieder", sagte er und versuchte dabei unbeteiligt zu klingen. Sirius schienen die paar Tage sehr mitgenommen zu haben, denn es dauerte einen Moment, in dem er zu Boden sah, bis er fragte.
„Was hast du getan?"
„Einen Auroren beleidigt und mich gegen seine Anweisung widersetzt", antwortete Remus und Sirius nickte nur.
Harry sah seinen Paten traurig an. Allein bei dem Gedanken Sirius hier zurück lassen zu müssen, wurde ihm schlecht. Er drehte nach ein paar Tagen ja schon völlig durch und der Prozess könnte erst in Monaten stattfinden. Wie würde es ihm dann wohl gehen? Würde er bis dahin wirklich wahnsinnig geworden sein?
„Warum hast du das gemacht?" kam Sirius raue Stimme und Remus seufzte auf.
„Wegen mir. Die Kugel, die mich verletzt hat, war für ihn. Peter wollte ihn erschießen", meinte Harry und sah zu Boden.
Sirius verabscheute ihn, für ihre Liebe und das Harry aus eben dieser Liebe so gehandelt hatte, war ja wohl mehr als nur klar. Wieder sah Sirius kurz zur Seite und blickte ihn dann aber doch mit geweiteten Augen an.
„Du bist angeschossen worden? Von Peter?" fragte er mit einem Hauch von entsetzen in der Stimme.
Harry nickte nur. Wie gern würde er seinen Paten jetzt in den Arm nehmen um ihn zu beruhigen. Aber er war sich sicher, dass Sirius das nicht wollte und er wollte ihn nicht zwingen.
„Wie schlimm ist es?" fragte Sirius leise und berührte sanft Harrys Wange, da der wieder weggesehen hatte, um Sirius nicht die Tränen zu zeigen, die ihm in die Augen traten. Stumm fragte er sich, seit wann zum Teufel er denn so nach am Wasser gebaut war. Er fing doch sonst nicht gleich an zu heulen.
„Eigentlich gehört Mr. Potter ins Bett."
Harry sah auf und entdeckte Stevens hinter ihnen.
„Minister", grüßte Remus und schien dabei betont höflich sein zu wollen.
„Fisher. Ich hatte zwar Anweisung gegeben Mr. Black einzusperren, aber doch nicht hier unten, bei den Irrwichtern", meinte er zu dem Wärter.
„Anweisung von Franklin. Er ist mein direkter Vorgesetzter", erklärte der Wärter gleichgültig. Stevens schnaubte nur.
„Horatio. Bringen Sie Fisher und Franklin in mein Büro. Aber erst kontrollieren sie, ob die anderen Gefangenen pfleglich behandelt werden. Ich will mir nicht nachsagen lassen müssen, dass es hier Misshandlungen gibt", sagte Stevens streng und David nickte.
„Herr Minister. Sie sollten wissen Black hat den Bengel angegriffen. Wollte ihn erwürgen und umbringen. Der Werwolf hat mich daran gehindert einzugreifen."
Stevens sah Harry einen Moment verwundert an, nickte dann dem Mann mit dem Namen Fisher zu und David schob ihn dann aus dem Trakt.
„Hat er Sie verletzt, Mr. Potter?" fragte der Minister dann ruhig.
„Nein. Es geht mir gut. Sirius war einfach durcheinander", sagte Harry und sah seinen Paten an der Stevens unheilvoll anstarrte. „Sirius. Bitte", meinte Harry und nahm seine Hand. „Es wird alles gut werden. Du wirst hier rauskommen. Remus und ich werden Peter stellen und dann bist du frei. Für immer. Das verspreche ich dir."
Nur langsam wanderte der Blick des Mannes auf Harry. Schließlich nickte er behutsam und sah zu Boden.
„Mr. Lupin? Was ist passiert?" fragte Stevens und Remus schien erstaunt zu sein das man ihn ansprach.
„Sirius ist… er hat einen Moment die Kontrolle verloren und wollte Harry als Geisel nehmen. Ich… ich bin nicht aus dem Weg gegangen, weil ich mir sicher war, Sirius ohne einen Schocker wieder zur Vernunft zu bringen, Sir. Wir kennen uns sehr gut. Und er wollte Harry nicht wirklich etwas antun. Er war einfach nur… nur nicht er selbst, Herr Minister. Seine Irrwichtgestalt ist, seit Askaban, ein Dementor. Und die setzen ihm… mittlerweile sehr zu." Harry viel auf das Remus Stimme irgendwie demütig klang. Untertänig. Einfach nicht so selbstsicher, wie sonst.
„Herr Minister", fragte Harry leise, diese Entdeckung auf später verschiebend. „Ich… verlegen sie Sirius wo anders hin. Weg von den Irrwichtern. Bitte. Er ist eigentlich nicht verrückt. Aber er wird es werden, wenn er diesen Bestien noch länger ausgesetzt ist. Sie werden auch viel weniger Probleme mit ihm haben, ohne diese Biester."
„Eigentlich habe ich mir da etwas anderes überlegt", meinte Stevens und Harry horchte auf. „Ich habe beschlossen ihnen eine Chance zu geben. Ich werde ihren Paten unter Auflagen gehen lassen."
Harrys Herz machte augenblicklich einen Purzelbaum. Sirius kam frei? Er kam wirklich frei?
„Verzeihen Sie Sir… was meinen sie mit Auflagen? Wenn Sie mir diese Frage gestatten?" warf Remus ein.
„Sicher Mr. Lupin gestatte ich Ihnen diese Frage", meinte Stevens lächelnd. „Mir Auflagen meine ich, dass er sich innerhalb eines eingeschränkten Ortes bewegen darf. Außerdem wir ihm die Apparierlizens entzogen und er darf keinen Zauberstab besitzen. Er steht quasi unter Hausarrest. Außerdem wird eine eingeschränkte Besuchserlaubnis verhängt."
„Aber er kommt hier raus, ja?" fragte Harry.
„Ja. Er kommt hier raus", meinte Stevens nickend.
„Das mit der Besuchserlaubnis", begann Remus vorsichtig, „Könnte ein kleines Problem werden, Sir."
„Und welches?" hackte der Mann nach.
„Soweit ich das weiß beschränkt sich so etwas doch immer auf drei Personen. Nur das Haus in dem Sirius wohnen würde, es ist so was wie ein Mehrfamilienhaushalt. Die Familie von Arthur Weasley hat dort Unterschlupf gefunden. Und auch Alastor Moody und Nymphadora Tonks wohnen zurzeit dort. Und auch Harry."
„Und Remus auch", fügte der Gryffindor hinzu. Stevens seufzte und nickte dann.
„Gut. vergessen wir die Besuchserlaubnis. Sie wollen ja, dass ihre Unschuld bewiesen ist. Und bei den Auroren, die dort wohnen, hat auch gleich jemand ein Auge auf sie", meinte der Minister und reichte Remus ein Papier.
„Unbedenklichkeitserklärung?" fragte Remus leicht irritiert.
„Es gab in den letzen Tagen auch verstärkt Übergriffe von Werwölfen, auf die Bevölkerung. Sie haben eindeutige Hinweise darauf hinterlassen. Wir mussten etwas tun und haben ein Gesetz verabschiedet, nachdem sich jeder Werwolf einem mehrtätigen Wesenstest unterziehen muss. Und Sie haben sich in den letzen Tagen vorbildlich verhalten und bewiesen, dass sie ihren Wolf unter Kontrolle haben.
Und das war auch in den vergangen Jahren nicht anders. Sie sind nie aufgefallen und James Potter, der bei uns sehr angesehen war, hatte früher auch schon mehrmals bekräftigt, dass Sie nie dem Unnennbaren dienen würden, ebenso wie auch Albus Dumbledore darauf schwört. Mit dieser Erklärung können Sie so weiterleben wie bisher auch."
Remus wirkte deutlich erstaunt, wie Harry feststellen musste. Hatte er nicht gewusst, dass sein Vater und Dumbledore sich schon mehrmals für ihn verbürgt hatten?
„Und nun denke ich sollten wir hier gehen. Vor allem damit Sie ins Bett kommen Mr. Potter. Nicht das Sie doch noch wieder im Krankenhaus laden", meinte Stevens und Harry nickte nur.
Schon beim aufstehen bemerkte er deutlich, dass die Wirkung des Trankes wohl nachließ. Das Atmen viel ihm schwerer und er musste sich an der Wand einen Moment abstützen.
„Geht's?" fragte Stevens der auf ihn zutrat.
„Ja. Geht schon", versicherte Harry und ging aus der Zelle.
„Warum verabschiedest du dich denn nicht?" fragte Sirius hinter ihm und Harry sah sich um. Sirius kniete immer noch auf dem Boden und sah ihn einfach nur an. Hatte Sirius denn gar nicht zugehört? Oder es einfach nicht begriffen?
„Sir, wären Sie so Freundlich… Sirius fesseln", bat Remus und Stevens zog nickend seinen Stab. Mit einem Schlenker waren die Ketten verschwunden und Remus zog ihn hoch.
„Harry verabschiedet sich nicht, weil du mit uns kommst, Sirius", meinte er und schob ihn sanft zu Harry rüber. Der nahm Sirius anderen Arm und legte ihn über seine Schulter, um Remus zu helfen. Sein Pate war wohl zu fertig, um noch einen Schritt allein zu laufen.
Sie folgten dem Minister durch die Gänge und Harry fühlte sich immer schlechter. Warum musste das Zeug ausgerechnet jetzt aufhören zu wirken. Noch zehn Minuten. Dann war er doch zu Hause. Dann konnte er sich hinlegen und mit gutem Gewissen schlafen. Plötzlich blieb Remus stehen und Harry sah ihn fragend an.
„Gargoyls", flüsterte Remus mit zitternder Stimme und setze sich nur langsam wieder in Bewegung. Auf dem Gang mit den Zellen für die Werwölfe, merkte Harry deutlich, dass Remus mit sich kämpfte. Schweiß trat ihm auf die Stirn, seine Hand verkrallte sich in Sirius Umhang. Das ließ erst nach, als sie Fahrstühle erreicht hatten. David stand hinter ihnen und sprach leise mit dem Minister. Was sie sagten, hörte Harry aber nicht. Seine gesamte Konzentration lag darauf, dass er nicht zu Boden ging. Er konnte nur noch stoßweise atmen und kleine Punkte tauchten vor seinen Augen auf. Im Fahrstuhl lehnte er sich dann an die Wand und schloss die Augen.
„Harry?" fragte Sirius leise neben ihm und auch Remus Hand spürte er auf seiner. „Ist dir nicht gut?" fragte er.
David fragte leise: „Der Trank lässt nach, was?"
„Denke schon", meine er leise und ließ Sirius los. „Du lässt dir besser nur von Remus helfen, sonst gehen wir beide noch zu Boden", meinte er und konzentrierte sich darauf einen Fuß vor den anderen zu setzen und nicht um zukippen. McGonagall war schon gegangen und nur Moody war noch im Besucherraum, wo Harry sich auf einen der Stühle fallen ließ. Remus musste seine Sachen noch holen und wegen der Sicherheit wollten sie auch auf Tonks und Arthur warten.
Harry spürte wie nun auch die Schmerzen langsam und unaufhaltsam zurückkamen. Nach einer Unendlichen Zeit, wie Harry meinte zog David ihn hoch.
„Zwei Minuten noch. Dann hast du es geschafft." Er begleitete sie ebenfalls zur Sicherheit zum Grimmauldplatz wo Harry mit einem Mal schwarz vor Augen wurde.
„Shit", flüsterte er noch ehe ihn die Dunkelheit völlig umfing.
Nur langsam wurde es um ihn herum wieder lichter. Er lag in einem Bett und hatte etwas Feuchtes auf der Stirn. Ein leises klopfen an der Tür ließ ihn aufhorchen, aber ehe er dazu kam etwas zu sagen, bat eine leise und dünn klingende Stimme neben ihm hereinzukommen.
„Remus", meinte die Person die Harry jetzt als Sirius erkannte.
„Molly besteht darauf, dass du was isst", sagte er leise und fragte dann: „Sagst… sagst du mir wie es Harry geht? Bitte?"
„Harry geht es ganz gut. Das Fieber geht runter. Er müsste bald aufwachen. Aber setz dich doch bitte. Ich würde gern mit dir reden", erklärte Sirius und Harry hörte einen Sessel knarren. „Molly hat Lilian aus der Hand gegeben?" war dann Sirius Frage zu hören.
„Sie musste das Essen machen und Hermine hat Lilian einfach an mich weitergegeben. Wahrscheinlich um mich aufzumuntern, weil Molly heute morgen genau das nicht wollte."
Remus hatte also das Baby auf dem Arm und Harry konnte sich nur gerade so ein schmunzeln verkneifen. In seiner Vorstellung sah Remus unheimlich süß aus, mit einen Baby auf dem Arm und Sirius schien sich zu amüsieren.
„Hermine und ihr Einsatz für Benachteiligte und Unterdrückte. Sie sollte in die Politik gehen. Vielleicht kann sie wirklich was verändern."
„Vielleicht. Aber… worüber wolltest du reden?" fragte Remus deutlich nervös.
„Ich wollte wissen, was da zwischen dir und Harry los ist", meinte er und Harry horchte verwundet auf.
„Das weißt du doch?" sprach Remus seine Gedanken aus.
„Sicher weiß ich noch, dass ihr zusammen seit. Es hat mir immerhin den Boden unter den Füßen weggezogen und ich hab mich auch ziemlich daneben benommen. Ich wollte eigentlich wissen warum ihr nicht mehr miteinander redet? Ihr seht euch ja nicht mal mehr länger als zwei Sekunden an. Hattet ihr irgendwie Streit?"
Stille herrschte im Raum und Harry überkam der Drang, das auch zu erfahren. Was hatte er getan das Remus nicht mehr mit ihm sprach, sich so sehr distanzierte? Er konnte einfach nicht glauben das dass alles wegen Sirius war.
„Remus?" fragte der leise.
„Dass du ein Problem mit unserer Beziehung hast, war nicht zu übersehen. Mir ist sehr schnell klar geworden, dass du damit nicht so einfach fertig wirst", antwortete der Angesprochene leise.
„Du hast doch wohl nicht Schluss gemacht, weil ich mich wieder letzt Idiot aufgeführt habe?" fragte Sirius hörbar entsetzt.
„Ich bin auf Distanz gegangen, in der verzweifelten Hoffnung, dass es dir dann leichter fällt es zu akzeptieren", flüsterte Remus und fügte nach einem Moment des betretenden Schweigens hinzu: „Ich hab dabei wohl übertrieben. Harry glaubt auch, dass ich Schluss machen will."
„Aber das hast du nicht vor, oder?" fragte Sirius mit einer Mischung aus Besorgnis und Neugier in der Stimme und ein langes Schweigen folgte darauf, was für Harry nahezu unerträglich wurde. Er wollte auch wissen woran er war und überlegte schon, ob er auf sich aufmerksam machen sollte, als Remus weiter sprach.
„Harry hängt an dir. Du bist für ihn mehr, als nur sein Pate und das weißt du. Und ich will nicht, dass Harry dich wegen unserer Liebe verliert. Und wenn das nur geht, indem ich mich von ihm trenne, werde ich es tun."
Harry hatte vor Entsetzen die Augen aufgeschlagen, wagte es aber nicht sich weiter zu rühren, da Sirius auch ein ziemlich entsetztes: „Was?" gekeucht hatte. „Spinnst du total? Hast du nicht gemerkt, wie sehr Harry unter deinem Verhalten gelitten hat? Er redet nie wieder ein Wort mit mir, oder wird mir auf ewig Vorwürfe machen, wenn du das tust."
Remus lachte freudlos darüber. „Mach dir darüber keine Sorgen. Ich werde dich da raus halten. Aber bitte, kümmere dich um ihn. Er ist sehr sensibel, auch wenn er es nicht zeigt."
„Du willst mich also wirklich verlassen", sprach Harry seinen Gedanken ungewollt laut aus, seltsamerweise ohne dass ihm die Tränen in die Augen schossen. Als habe er sich damit schon abgefunden. Die beiden Männer keuchten erschrocken auf.
„Hey. Seit wann bist du denn wach?" fragte Sirius überrascht, aber auch erleichtert.
„Lag genug um zu wissen was los ist", sagte Harry und sah Remus an. „Es ist also aus?"
Remus senkte seinen Blick und meinte: „Ich kann den Gedanken nicht ertragen das du meinetwegen Sirius verlierst. Und ich kann ihn dir nicht ersetzen. Dazu sind wir zu verschieden." Harry sah Remus entsetzt und setzte sich ruckartig um dann kurz stöhnend die Augen zu schließen.
„Harry, bitte. Du musst liegen blieben", meinte Sirius besorgt, drückte Harry ins Kissen zurück und setzte ich zu ihm, sah aber Remus an. Harry nutzte das, um sich wenigstens im Bett aufzusetzen.
„Ich hab nichts gegen eure Beziehung, auch wenn das über die Feiertage anders ausgesehen hat. Ich freu mich für euch, dass ihr Beide glücklich seit und ich werde keinen von euch beiden allein lassen", meinte er und lächelte Harry dann zu. „Es tut mir leid, dass ich mich wie der letzte Vollidiot benommen habe. Ich weiß auch nicht, welcher Hippogreif mich da getreten hat. Ich kam mir nur irgendwie überflüssig vor. Irgendwie Fehl am Platz und ich wollte euch nicht im Weg sein", erklärte Sirius mit einem verlegen lächeln.
„Sirius", platzte Remus entsetzt heraus und weckte damit Lily auf seinem Arm. „Sch. Ist ja gut", murmelte er und wiegte die Kleine sanft hin und her. „Sirius. Nur weil wir zusammen sind, bist du doch nicht überflüssig, geschweige denn im Weg", meinte Remus entgeistert und Harry nickte sofort heftig. „Das ist totaler Blödsinn. Ich bin immer für dich da", bekräftige er noch mal und Sirius schmunzelte vorsichtig.
„Das hab ich mittlerweile auch begriffen. Und es tut mir leid, dass ich mich wie der letzte Idiot benommen habe. Vergebet ihr mir noch mal?" Harry lachte kurz auf, was schmerzhaft in seiner Brust zog, aber er verkniff sich einen Schmerzlaut. Stattdessen rutschte er ein Stück vor und zog Sirius in seine Arme.
„Natürlich vergebe ich dir. Ich hätte ja auch mal fragen können, was los ist."
„Und das gilt auch für mich, Tatze. Ich hätte auch auf dich zugehen sollen", meinte Remus und legte ihm vorsichtig eine Hand auf die Schulter. Sirius lachte leise auf und erhob sich dann.
„Ich geh mal und hol Harry was zu essen."
Harry sah zu Remus und stellte mit einem Lächeln fest, dass er sanft über den kleinen Kopf des Babys strich und er musste seiner Vermutung von vor einer Weile Recht geben. Remus sah richtig süß aus mit dem kleinen dunkelblonden Mädchen auf dem Arm. Der perfekte Vater.
Remus setzte sich zu Harry und auch er streichelte ihr sanft über die weichen Haare. Dabei berührten sich ihre Hände sanft und Remus warf Harry einen sehnsüchtigen Blick zu in dem der Gryffindor versank. Die hellbraunen Augen nahmen ihn gefangen und ertränkten ihn. Er vergaß alles um sich herum und rutschte wie von selbst näher zu Remus und berührte sanft die Wange des Älteren.
„Bitte, lass mich nicht allein. Das würde ich nicht ertragen. Ich liebe dich doch", flüsterte Harry leise und Remus schmunzelte leicht.
„Ich liebe dich auch und… ich werde dich nicht verlassen. Das verspreche ich dir. Niemals werde ich dich verlassen", wisperte Remus und glitt langsam an Harry heran.
Es war nur ein flüchtiger Kuss, aber Harry glaubte zu explodieren vor Glück. Wie von selbst, umschlangen seine Arme Remus Hals und zogen ihn behutsam noch etwas näher.
Allerdings hatte Lily scheinbar etwas gegen diese intime Berührung, denn sie fing an zu wimmern was Harry dazu veranlasste, Remus wieder los zu lassen. Remus schmunzelte kurz und warf einen den Blick auf das Bündel in seinem Arm, das nun bitterlich weinte und sich auch nicht mit ein wenig schaukeln beruhigen wollte.
„Sie hat Hunger", kam es von der Tür her und Remus bekam prompt eine Milchflasche von Sirius in die Hand gedrückt, während Harry einen Becher mit Suppe bekam, außerdem legte sein Pate eine Phiole auf den Nachttisch. „Das sollst du nach dem Essen nehmen. Trank für einen traumlosen Schlaf.", erklärte er. Harry sah Sirius verwundert an.
„Wieso?"
„Snape hat gesagt du brauchst viel Ruhe und Schlaf und Molly hat deine Alpträume erwähnt", erklärte Remus, während der Lily herzlich anlächelte die kräftig an der Milchflasche sog und ihn mit den großen, braunen Augen ansah. Harry nickte nur auf diese Antwort und löffelte dann seine Suppe.
Sirius war zum Essen nach unten gegangen.
„Magst du auch was?" fragte Harry Remus, der gerade einen Blick in den überdimensionalen Becher geworfen hatte.
„Iss du. Du hast es nötiger. Ich komm auch mal einen Mittag ohne etwas aus", meinte Remus, aber Harry schüttelte den Kopf.
„Ich hab genug. Molly meint es wie immer viel zu gut mit mir. Gib mir Lily und iss du", sagte er und stellte den Becher weg, um das Baby auf den Arm zu nehmen. Remus gab mit einem sehnsüchtigen Blick nach und legte das kleine Wesen vorsichtig in Harrys Arme und reichte ihm dann auch Flasche.
„Du magst sie?" fragte Harry leise.
Remus sah nachdenklich auf.
„Ich hab Kinder generell gern. Sie sind für mich etwas Besonderes. Ich liebe Kinder und… das erste Baby was ich auch dem Arm hatte warst du. Ich hab damit nie wirklich gerechnet. Weißt du. Es war für mich eine Sache, dass sie mich trotz meiner Krankheit akzeptiert hatten, auch deine Mutter. Aber dass sie mir dich anvertrauen würden, damit hatte ich nie gerechnet", erzählte er und seufzte. „Leider warst du das einzige Baby, das ich je im Arm halten durfte."
Harry strich ihm sanft über die Wange, um ihn zu trösten. Man konnte förmlich sehen, wie Remus unter diesen Vorurteilen litt. Dabei war er doch so sanftmutig und zärtlich. Dann schwiegen sie eine ganze Weile. Harry wusste nicht, wie er Remus hätte trösten oder aufmuntern können.
Schließlich war er es, der das schweigen brach.
„Gibst du sie mir, damit ich sie in ihr Bettchen bringen kann?"
Lily hatte ihr Fläschchen schon eine Weile leer und war gerade dabei, in Harrys Armen einzuschlafen.
„Sicher. Du kommst danach wieder zu mir?" fragte Harry hoffnungsvoll lächelnd. Remus nickte mit einem Lächeln und Harry machte es sich schon mal etwas gemütlicher. Er sehnte sich danach, wieder bei Remus im Arm zu liegen und mit ihm zu kuscheln und dafür nahm er auch gern ein paar Alpträume in kauf. Es dauerte gar nicht lang, bis Remus wieder da war und sich zu Harry legte. Der schmiegte sich dann auch gleich eng an ihn heran.
„Der Trank", erinnerte Remus ihn und Harry verzog das Gesicht.
„Muss das sein? Wenn du hier bist kann ich auch so schlafen. Ohne dieses widerliche Zeug." Remus lachte leise und ließ dann das Fläschchen in die Schublade verschwinden.
„Ich weiß von nichts." Harry nickte grinsend und gab Remus einen sanften Kuss auf die Wange. Der Werwolf zog ihn dann eng in seine Arme und so umschlungen brauchte Harry wirklich nicht lang, bis er eingeschlafen war.
Er wurde erst wieder wach, als er etwas Feuchtes an seinem Ohr spürte. Kurz darauf erklang ein Kichern ganz in der Nähe. Verschlafen blinzelte Harry und bekam dann noch einen feuchten Kuss, diesmal auf die Wange.
„Ist gut. Ich bin wach", murmelte er und nahm sich seine Brille vom Nachttisch und grinste Remus dann an, der als Wolf neben ihm lag. „Warte du ab, bis ich mich verwandeln kann. Dann weck ich dich auch mal so", meinte er und kraulte Remus dann im Nacken, was den zum Schnurren brachte.
„Ihr zwei seid ziemlich vertraut miteinander", stellte Sirius fest und meinte dann: „Es gibt gleich Abendbrot."
„Ich komm mit", meinte Harry und setzte sich vorsichtig auf die Bettkante.
„Sicher, dass es geht? Nicht das du dich übernimmst. Übermorgen sind die Ferien zu Ende und du willst doch sicher nicht gleich auf der Krankenstation landen."
„Das geht schon für ne halbe Stunde. Und ich leg mich danach ja auch sofort wieder hin. Versprochen", meinte Harry und stand auf, wankte aber kurz.
„Hey. Langsam", meinte Sirius, aber Harry hob eine Hand.
„Geht schon. Das war nur etwas zu schnell. Alles klar." Dann sah er sich zu Remus um. „Ich bin gleich wieder bei dir. Halt das Bett schön warm."
Dann ließ er sich von Sirius noch in seinen Morgenmantel helfen und folgte ihm dann in die Küche, wo Molly ihn entsetzt ansah. Sagen konnte sie aber nichts, da Lisa gleich auf ihn zu gerannt kam und fest um die Hüfte umarmte ihn.
„Lisa. Harry ist krank. Sei etwas vorsichtiger", mahnte sie Rons Mutter und das Mädchen trat sofort von ihm zurück.
„Tut mir leid", sagte sie leise und blickte betreten auf den Boden. Harry rollte nur mit den Augen und kniete sich zu ihr runter. Molly konnte echt übertreiben.
„Komm her Lisa", meinte er lächelnd und zog sie in seinen Arm. „Dir ist nichts passiert? Sirius hat gut auf dich aufgepasst?" fragte er leise an ihrem Ohr, während ihre Arme sich um seinen Hals schlangen. Das Mädchen nickte heftig und Harry klopfte ihr dann sacht auf den Rücken, ehe er aufstand und setzte sich neben Arthur, der Lily auf dem Arm hatte. Das schien dem Baby aber gar nicht zu gefallen.
„Sie will nicht essen", meinte er entschuldigend, als Harry ihn ansah.
Der Gryffindor streichelte ihr sanft über den Kopf und fragte: „Was passiert eigentlich mit ihr?" fragte er.
„Sie bleibt erst noch eine Weile bei uns", meinte Sirius und nahm Arthur das wimmernde Kind ab und setze sich zu Harry. Er fing an leise auf das Baby einzureden und versuchte sie zu füttern und seltsamerweise klappte es bei ihm sofort. Harry fand das irgendwie amüsant. Immerhin war Arthur Vater von 7 Kindern und Sirius hatte außer ihm noch keine Babys auf dem Arm gehabt. Und auch ihm stand so ein kleines Geschöpf sehr gut. Es sah genau so süß aus, wie bei Remus.
Er beobachtete Sirius eine Weile, wie er dem Baby versuchte zu erklären was alles auf dem Tisch stand, nachdem sie satt war. Lily interessierte sich ausschließlich für die glitzernden Messer auf dem Tisch, die sie ständig versuchte zu erreichen. Schließlich fing sie sogar an zu weinen, als Molly die Objekte der Begierde aus ihrer Reichweite gebracht hatte und ließ sich nicht mehr beruhigen. Harry zog kurzerhand seinen Zauberstab und ließ einige Messer aus der Schublade durch die Luft tanzen.
„Lily. Guck mal", meinte Sirius und deutete auf das Messer. „Guck mal was Harry da macht."
Langsam beruhigte sich die Kleine und starrte mit staunen in die Luft. Harry machte sich einen Spaß daraus, die Messer dicht vor ihr schweben zu lassen und wenn sie danach greifen wollte wieder weiter weg. Das brachte das Baby sogar zum Lachen und auch Harry grinste dabei. Wie leicht ein so kleines Wesen doch zu beeindrucken war.
„Was meinst du Harry, stellen wir ihr mal Schnuffel vor?" fragte Sirius mit einem glitzern in den Augen.
„Warum nicht", gab Harry zu und ließ das Messer runter und nahm Sirius die Kleine ab.
„Harry sollte wieder zu Bett gehen. Er ist immer noch blass und sieht müde aus", sagte Molly tadelnd und Harry seufze auf. Er war vielleicht etwas erschöpft, aber als müde würde er das nicht bezeichnen.
„Na komm Lily. Wir gehen zu mir. Da stört uns keiner und schickt uns ins Bett, wie ein Baby", sagte er und stand auf, die Kleine richtig auf den Arm nehmend. Er musste dabei kurz die Zähne zusammen beißen, wegen dem Ziehen im Rücken.
„Kommst du mit Sirius?"
„Ihr wollt das Baby doch wohl nicht mit zu Remus nehmen?", meinte Molly entsetzt.
„Der macht ihr doch nur Angst." Harry schüttelte stumm den Kopf und stieg die Treppen rauf in sein Zimmer, während Sirius wohl eine Diskussion mit Rons Mutter austrug.
„Guck mal, Moony. Ich hab Besuch mitgebracht", meine Harry, als er in sein Zimmer kam. Er hatte Lily so auf den Arm genommen, dass sie sich umsehen konnte und ihre großen braunen Augen sahen das fremde Objekt genau musternd an, während es immer näher kam. Remus richtete sich auf und sprang vom Bett runter und kam von der anderen Seite vorsichtig auf sie zu.
„Da Lily", meinte Harry und deutete auf Remus, der sich flach auf den Boden gelegt hatte und zu ihnen rüber kroch. Harry ließ sich auf den Boden rutschen. Dort setzte Lily vor sich hin und beobachtete, wie Remus ganz langsam immer näher kam und an Lilys Hand schnupperte. Die Kleine zeigte absolut keine Scheu vor dem übergroßen Tier und fing gleich an, an der Nase zu tatschen.
„Vorsichtig. Sonst tust du dem Armen Remus noch weh", meinte Harry und nahm Lilys Hand. „Hier. So geht das." Er nahm die Hand des Babys und strich damit über Remus Wangenfell. Remus ließ ein zufriedenes schnurren hören. „Siehst du: Das gefällt ihm", schmunzelte Harry und sah auf als Sirius rein kam.
„Molly meint du gehst mit deiner Gesundheit zu sorglos um. Und ich fürchte Severus wird hier heute Abend noch auflaufen, damit er dir sagt wie schlimm es um dich steht." Harry seufzte verhalten.
„Ich bin nicht müde und ich lieg doch im Bett. Ob ich nun Remus nur kraule oder dabei auch noch ein so goldiges Baby auf dem Arm habe, ist doch wohl egal." Sirius kicherte kurz und sah ihn dann einen Moment unergründlich an.
„Es ist fast erschreckend, dass du in deinem Alter schon so erwachsen bist. James und ich haben damals darüber nachgedacht, welche Streiche wie den Slytherins als nächstes spielen und wie wir unsere Frauen dazu bekommen könnten, mit uns auszugehen. Kinder waren in der sechsten kein Thema für uns, nicht mal Ansatzweise. Und du? Du hast schon mehr, als eine fast tödliche Situation überstanden und wenn ich dich so sehe, mag ich nicht glauben, dass du erst 16 bist. Ich würde dich glatt für 25 halten. Und ich würde einiges darum geben, dir auch eine ruhige Schulzeit zu ermöglichen."
Harry beobachtete seinen Paten eine Weile, wie er da saß und auf den Teppich starrte, als sei er tief in Gedanken.
„Meine Schulzeit ist gar nicht so schlecht. Ich hab vielleicht einige schreckliche Dinge erlebt, aber auch viele schöne Sachen. Ich möchte davon nichts missen. Allein schon im ersten Jahr. Hätte Quirell nicht den Troll in die Schule gelassen, wären Hermine, Ron und ich niemals so gute Freunde geworden", meinte Harry und sah sich um, als Remus leise wimmerte. Lily hatte ihn fest am Fell gepackt und zog daran. Sie war wohl noch zu klein, um zu verstehen, wie man es richtig machte.
„Hey du kleiner Frechdachs. Du tust Moony weh", meinte Harry und befreite die kleine Hand von Remus Fell, der sich dann sofort über die Stelle leckte. „Tja. Kinder Remus. Aber sie ist doch eigentlich ganz süß oder?"
Remus sah Harry einen Moment an und nickte dann, bevor er sich Lily zu wand und ihr gegen den Bauch schnaubte, was das Baby dann zum lachen brachte.
„Ach Moony. Das geht anders", meinte Sirius und verwandelte sich und tapste auf sie zu. Lily starrte den Hund an und fing dann an zu wimmern und brach schließlich in Tränen aus.
„Nun hast du sie erschreckt Tatze", meinte Harry tadelnd und hob sie richtig auf den Arm und flüsterte ihr beruhigende Worte zu. Dabei schlief das Baby dann auch irgendwann ein. Harry setzte sich wieder aufs Bett und legte sie neben sich, während Remus es sich auf der anderen Seite gemütlich machte.
Wie von Sirius befürchtet, wurde kaum zwei Minuten später die Tür aufgerissen und Snape starrte ihn an. Allerdings bemerkte er dann Remus und er wurde merklich blasser.
„Ich war davon ausgegangen, dass er sich irgendwo einschließt", sagte er kalt.
„Er ist doch harmlos, dann ist das doch nicht nötig", meinte Harry und setzte sich auf. „Er ist handzahm, Sir", erklärte Harry und hielt Remus seine Hand hin, die er wie zum Beweis abschleckte.
„Sie sind viel zu vertrauensselig, Potter. Ein Werwolf ist eine gemeingefährliche Bestie, die sie in der Luft zerreißt, wenn sie es will. Auch Lupin ist da keine Ausnahme", zischte er.
„ Damals gab es den Banntrank nicht, Snape. Und das weißt du genau. Außerdem braust du ihn doch für Remus. Oder bist du etwa von deinen eigenen Künsten nicht überzeugt?" konterte Sirius. Snape schnaubte abfällig, sagte aber nichts weiter.
„Mrs. Weasley sagte mir, Sie würden nicht auf ihre Gesundheit Rücksicht nehmen und mit einem Hund herumtoben."
„Das ist nicht wahr, Sir. Lily hat nur Remus etwas gestreichelt. Wir saßen dabei hier auf dem Bett und ich hab sie festgehalten. Sonst nichts. Und zum schlafen war ich eh noch nicht müde genug, Professor." Snape musterte ihn abwägend.
„Sie haben wohl eher auf dem Boden gesessen, oder?" Harry konnte sich das erstaunte aufsehen gerade noch verkneifen. Okklumentik. Verdammter Mist.
„Gut dann war es halt der Boden. Aber ich habe nicht herumgetobt. Das dürften Sie ja wohl gesehen haben, Sir", erklärte Harry leicht gereizt. Was hatte der Mann in seinen Erinnerungen zu suchen? Das war unverschämt.
„Eigentlich kann es mir ja egal sein, was Sie machen, Potter. Es ist Ihre Gesundheit und ihr Leben, das Sie sich ruinieren. Leider hab ich Anweisung von höchster Stelle mich um Sie zu kümmern. Also halten Sie sich gefälligst daran und ruhen sich aus. Viel Schlaf ist das wichtigste für ihren Körper", damit knallte die Tür zu und der Lehrer war weg.
„Und dafür kommt er extra her?" fragte Harry nachdenklich.
„Was hat Molly denn gemeint machen wir hier?" Sirius zuckte nur mit den Schultern und gähnte verhalten.
„Aber er hat recht. Du siehst fertig aus. Kuschelt euch schön aneinander und schlaft. Ich nehm Lily mit in ihr Bettchen."
Harry wurde am nächsten Morgen von einem verhaltenen stöhnen geweckt. Blinzelnd schlug er die Augen auf und sah sich um. Remus hatte sich gerade zurückverwandelt.
„Hey, grüßte Harry ihn und stemmte sich vorsichtig im Bett hoch.
„Morgen", nuschelte der und drehte sich auf den Rücken. Er war wie immer blass und sah übermüdet aus.
„Wie geht es dir?" wurde Harry dann gefragt.
„Ganz gut, denke ich. Bin aber auch gerade erst aufgewacht. Frag mich in einer halben Stunde noch mal."
Remus lächelte ihn kurz an du Harry konnte den Lippen einfach nicht widerstehen. Langsam beugte er sich über Remus und berührte sanft den blassroten, verführerischen Mund. Remus ging auch sofort darauf ein. Harry rutschte tiefer und vergrub seine Hände in den Haaren des Mannes, der völlig willenlos unter ihm lag und seine Zunge verschlang.
Erst das Geräusch von zerschellendem Porzellan und Glas, ließ sie auseinander fahren und Harry drehte sich um. Molly stand mit aufgerissenen Augen, leichenblass in der Tür und starrte sie an. Kurz darauf kamen auch Sirius und Arthur nach oben gestürmt.
„Liebling. Was ist?" fragte Rons Vater entsetzt, doch Molly war nicht in der Lage etwas zu sagen.
„Harry. Was ist passiert?" fragte Sirius und der sah kurz zu Boden.
„Molly ist… sie hat… sie hat gesehen wie ich Remus geküsst habe." Auch Arthurs Kopf ruckte hoch und sah ihn einen Moment entsetzt an, aber dann fing er an zu lächeln.
„Komm Liebling. Wir gehen nach unten", meinte er und zog seine Frau mit.
„Ich denke, wir sollten es dem Orden sagen", meinte Remus leise neben ihm.
„Könnte wohl besser sein", stimmte Harry zu und schälte sich aus der Bettdecke. „Ich geh und klär das und bring uns dann auch gleich mal was Neues zu essen mit."
Unten in der Küche saß Molly am Tisch, mit einem großen Becher Tee vor sich und Arthur tätschelte ihr die Hand. Hermine stand am Ofen und wendete gerade die Pfannkuchen, während Ron den Tisch deckte. Moody las in der Zeitung, während Tonks Rons Mutter anstarrte. David dagegen begnügte sich seinen Tee umzurühren.
„Morgen", knurrte Moody und Harry erwiderte den Gruß, ohne dabei seinen Blick von Molly zu nehmen. „Wir haben dich wohl ziemlich erschreckt, was?" meinte er leise. Tonks sah auf.
„Was habt ihr angestellt? Euch angefasst?" frage sie und Ron brach in einen Lachanfall aus. Auch Harry musste sich auf die Lippe beißen, um nicht loszuprusten.
„Ganz so schlimm war es nicht. Außerdem wäre dann die Tür abgesperrt gewesen", meinte er und nun war es an David Horatio erstaunt aufzusehen, während Tonks Haare sich scheinbar vor entsetzen kunterbunt verfärbten.
„Was habt ihr gemacht?" fragte Hermine mit hochgezogener Augenbraue.
„Wir haben uns nur geküsst", sagte er.
„Einfach… so?" fragte Tonks verwundert.
„Na ja... ja. Eigentlich schon. Es hatte keinen besonderen Grund. Aber den brauchen wir eigentlich nie."
„Ihr seid ein… Paar?" fragte Arthur überrascht.
„Ja. Seit meinem Geburtstag etwa", antwortete er.
Das reichte scheinbar, um Molly aus ihrem Schock zu holen und Harry fand sich plötzlich in ihren Armen wieder. „Oh Harry", schniefte sie nur immer wieder und der wusste nicht was er nun falsch gemacht hatte.
„Komm Molly, liebes. Lass den armen Harry doch mal los. Er bekommt ja fast keine Luft mehr", meint Arthur und zog seine Frau von ihm weg.
„Sie hat auch bei Bill so einen Aufstand gemacht", flüsterte Ron ihm zu und Harry nickte verstehend.
„Ich hätte mich mehr um ihn kümmern müssen", schniefe die Frau und starrte betrübt auf den Tisch.
„Mum", seufzte Ron theatralisch und schüttelte den Kopf. „Ich glaub nicht, dass es damit zu tun hatte."
„Du hast doch keine Ahnung", fauchte Molly ihren Sohn an, der sie entsetzt ansah.
„Ihr wusstet es schonlänger?" fragte Arthur dagegen.
„Ja. Remus und ich waren knapp drei Wochen zusammen, da haben sie es erfahren. Aber auch eher zufällig. Sie sind mir zuvor gekommen", erklärte Harry und ging dann zu Molly. „Und ich denke nicht, dass es etwas damit zu tun hat, wie du dich um mich gekümmert hast. Ganz bestimmt nicht."
Rons Mutter sah ihn schniefend an und strich ihm dann über die Wange. „Du bist glücklich, oder?"
Harry schlich ein versonnenes Grinsen aufs Gesicht. „Ich hab mich noch nie im Leben so glücklich gefühlt, denke ich."
„Das ist schön", meinte sie und stand dann auf. „Aber du solltest dich trotzdem wieder hinlegen", kam es dann streng von ihr und drückte ihm dann ein Tablett in die Hand. „Ich komm mit und mach die Schweinerei da weg."
„Nicht nötig Molly. Das hab ich schon erledigt", meinte Sirius. Harry nickte allen noch kurz zu und stieg dann wieder nach oben.
Remus hatte sich schon aufgesetzt und sah ihn fragend an. „Sie haben es mit Fassung getragen. Molly denkt aber wohl, dass es ihre Schuld ist." Remus nickte und nahm Harry das Tablett ab.
„Bill hat mal so etwas erwähnt. Sie soll wohl ne Weile ziemlich neben sich gewesen sein, als er es ihnen gesagt hat", meinte Remus. Harry nickte verstehend. Er hoffte inständig, dass Molly dieses Mal besser damit zu recht kam.
Nach dem gemeinsamen Frühstück setzte Harry sich zu Remus auf die Bettkante.
„Was hast du vor?" fragte der verwundert.
„Möchtest du keine Massage?" fragte der Gryffindor lächelnd.
„Doch, aber du…"
„Na dann dreh dich doch um", fiel Harry ihm ins Wort.
Remus schien zu beschließen, dass es sich nicht lohnte Harry zu widersprechen und tat es einfach. Und er konnte nicht leugnen, dass die warmen Hände von Harry, die sich sanft, aber fest in seine verkrampfen Muskeln gruben, ihm gut taten. Es wäre eine Lüge gewesen, dies zu behaupten. Und wie immer brauchte es nicht lang, bis Remus, getragen von der Entspannung, die Harrys tun mit sich brachte, ins Land der Träume versank.
Harry bemerkte das natürlich auch, hielt aber erst inne, als er wirklich jede Stelle erreicht hatte und gab seinem Freund noch einen sanften Kuss auf den Rücken, ehe er ihn zudeckte und auf der anderen Seite zu ihm schlüpfte, um dann eng an ihn geschmust auch wieder einzuschlafen.
Wach wurde Harry erst wieder kurz vor Mittag, weil ihm etwas gegen sein Ohr blies. Murmelnd und ohne Lust aufzustehen drehte er sich auf die andere Seite. Doch auf der schien das nicht viel besser zu sein.
„Mach doch mal einer das Fenster zu", seufzte er verschlafen und hinter ihm fing jemand an zu kichern und kurz darauf spürte er den Luftzug noch mal. Harry, davon richtig wach drehte sich zu Remus um und fragte: „Macht es spaß?"
„Mhm", machte Remus nickend und mit einem Grinsen auf den Lippen. „Dein Ohr zuckt so süß, wenn ich das mache."
„Mein Ohr zuckt so süß. Soso", wiederholte Harry und setze sich dann auf die Knie. „Dann wollen wir doch mal sehen was du machst, wenn ich das hier mache."
Damit stürzte sich der Gryffindor auf Remus, um ihn richtig durchzukitzeln. Der Werwolf, der damit nun gar nicht gerechnet hatte, dass sein verletzter Freund doch schon wieder so agil war, kreischte entsetzt auf und versuchte seine Hände zufassen zu bekommen. Doch es gelang ihm einfach nicht, Harry war zu wild.
„Hör auf", keuchte Remus atemlos. „Ahahhaha hihihihi. Haaaarrrryyy. Bitte. hihihhaha." Harry aber sah das grade ganz und gar nicht ein, sonder setze sich rittlings auf Remus Oberschenkel. „Neiiin. Harrryy. Hihihahahahaha. Ich… ich kann nicht mehr… Bitte. Hihihihi. Hil… Hilfe!" Harry packte sich nun Remus Arme und drückte sie ins Bett.
„Genug?" fragte der Gryffindor
"Es scheint dir sehr viel besser zu gehen", flüsterte Remus schließlich leise.
Harry zuckte nur mit den Schultern und Remus wurde nachdenklich.
"Stimmt was nicht?"
Harry antwortete mit einem Kopfschütteln und Remus wurde nervös. "Was ist denn? Brauchst du was?"
Ein nicken war die Antwort, während die grünen Augen ihn einfach nur anstarrten.
"Was denn? Was brauchst du?"
Und? Hab ich ein Review verdient? Ich hoffe doch von ja. Ich bin gespannt darauf.
Nächste Woche darf Harry sich dann auf seine ganz spezielle Weise erholen die Molly gar nicht zu berauschend findet, vergessen unsre beiden Liebsten doch gewisse zauber die dafür sorgen das kein Laut aus einem raum nach draußen dringt.
Wie Harry mit dem "Weasley-Drachen" umgeht und was Sirius dazu sagt, dürft ihr nächste Woche lesen.
