Huhu!

Und schon wieder ist Samstag... ok. noch nicht ganz. aber da ich grade aus dem kino komme und dort einen Liter Cola in mich hinein gekippt habe, kann ich noch nicht schlafen. Aber das ist euer Glück. so ekommt ihr das neue Chap um einige Stunden früher. grins

Nun ich denke es gibt nicht viel zu sagen, außer, dass der Film Eragon einfach genial ist wie ich finde und ich mir bald das Buch kaufen werde... (um jetzt mal kurz Frem d zu gehen) und ich mich über eure Reviews gefreut habe.

Und jetzt bin ich ruhig, stell euch heißen Kakao hin und Weichnachtsplätzchen und wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Eure Imo

Rettung aus der Zukunft

Kapitel 41

„Junger Lord!"

Harry blinzelte verwundert. Er lag ausgestreckt auf dem Boden, vor ihm die Pergamente. „Junger Lord. Diese Kugel leuchtet rot auf. Es sieht nach einer Warnung aus", hörte Harry das Bild sagen. Gähnend stemmte er sich hoch und sah auf das Telegate, das er auf dem Tisch abgelegt hatte. Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm, dass es bereits acht Uhr morgens war.

„Na danke", murmelte Harry und griff nach der Kugel.

'Ja?', fragte er verschlafen.

'Harry. Gott sei dank', hörte er Sirius erleichtert aufseufzen und Harry fragte sich was los war.

'Ich hab gestern versucht dich zu erreichen. Du hast den Spiegel oben liegen lassen und als Ron vorhin sagte, dass du nicht in deinem Bett geschlafen hast, hab ich mir Sorgen gemacht. Wo bist du in Merlins Namen?'

„Fängt er auch noch an", dachte Harry, ohne sich darüber klar zu sein, dass Sirius das sehr gut hörte und meinte zu ihm: 'In Sicherheit, ich darf das Schloss ja nicht mehr verlassen.'

'Keiner hat gesagt, dass du das Schloss nicht mehr verlassen darfst. Du sollst nur nicht mehr ohne Begleitung das Gelände verlassen.', widersprach Sirius.

'McGonagall WAR bei mir und die haben uns trotzdem angegriffen', sagte Harry trotzig.

'Ich meinte auch eigentlich Albus', sagte Sirius.

Harry sagte nichts dazu. Der Schuleiter hatte andere Sorgen, als einen Schüler abzuholen der Informationen hatte. Vielleicht sollte er doch Snapes Sprüche mit etwas mehr Elan lernen, damit sie endlich begriffen, dass er sich durchaus allein wehren konnte. Und die Todesser würden doof gucken, wenn er ihnen einen schwarzmagischen Fluch um die Ohren schlug.

'Schwarzmagische Flüche? Snape bringt dir Schwarze Magie bei?' fragte Sirius entsetzt und Harry ohrfeigte sich mental.

'Und Albus weiß das nicht, oder? Oh, wenn ich Schniefelus in die Finger bekomme', fauchte Sirius.

'Es geht nur darum das ich sie lernen soll. Nicht das ich sie benutze. Snape meinte darin liegt der Unterschied. Nur weil man etwas kann, muss man es nicht benutzen. Dumbledore beherrscht diese Flüche auch', versuchte Harry etwas zu retten.

'Mag sein, aber er ist auch sehr viel älter als du und er hat weit mehr Erfahrung.' knurrte Sirius aufgebracht.

'Ach, willst du mir etwa erzählen, dass du keine schwarze Magie beherrscht?' fragte Harry.

'Die Antwort kennst du, Harry. Und du weißt was ich von meiner Familie halte', sagte Sirius.

'Und wie alt warst du da?' fragte Harry weiter.

'Du lenkt vom Thema ab. Ich bestehe darauf, dass du mit diesem Training aufhörst. Ich will nicht, dass du schwarze Magie lernst', sagte Sirius streng.

'Du warst sicher sogar noch jünger als ich. Und benutzt du sie? Nein. Und ich habe es auch nicht vor.', erklärte Harry ohne auf Sirius Worte zu reagieren.

'Du hast doch keine Ahnung auf was du dich da einlässt! Die Dunkeln Künste sind verführerisch. Ich will nicht, dass du dich in ihnen verlierst. Bitte Harry, hör auf sie zu lernen', bat Sirius eindringlich.

'Hältst du mich für so schwach, dass mir das passiert? Dass ich mich in die Magie verliere, die meine Eltern getötet hat? Die mein Leben verpfuscht hat?' fragte Harry aufgebracht.

'Ich halte dich nicht für schwach, Harry. Du weißt, dass wir alle sehr stolz auf dich sind. Du hast schon mehr ertragen müssen als sonst irgendwer in deinem Alter. Aber…'

'Dann hör auf mich wie ein kleines Kind zu behandeln.', unterbrach Harry seinen Paten.

'Ich sollte so langsam wissen was ich mir zumuten kann und was nicht. Außerdem weißt du das genau, dass ich sie schon benutz habe.'

'Das weiß ich, aber… ach… du hast ja recht. Es ist nur… mir wäre es lieber, wenn ich dich wenigstens unterrichten würde, dann könnte ich mir sicher sein, dass du ihnen nicht verfällst.' meinte Sirius.

'Ich werde ihnen nicht verfallen. Das verspreche ich dir. Ich habe kein wirkliches Interesse daran. Nur erklär das mal Snape, ohne vernünftige Argumente. Er hatte einfach die Besseren.'

'So, so. Und welche?', fragte Sirius.

'Einen Fall aus gut 100m Höhe auf einen Steinboden. Er hat mich erst 5 cm über dem Boden aufgefangen. Und das war nur der Mobilkorpus.', erklärte Harry und spürte, dass Sirius entsetzt war. 'Er wollte mir damit zeigen, dass mich auch jeder andere Zauber umbringen kann, wenn man ihn dementsprechend einsetzt. Und sag mir mal was ich darauf hätte erwidern sollen.'

'Ihn an der nächst besten Wand fesseln und ihn dort verrotten Lassen. Oh, wenn ich den in die Finger bekomme.', brummte Sirius.

'Reg dich nicht auf. Er ist es nicht wert und ich werde schon mit ihm fertig.', meinte Harry.

'Ich werde trotzdem mit ihm reden. So was macht er kein zweites Mal mit dir.'

'Sirius, bitte. Wir machen das nicht umsonst in der Kammer des Schreckens. Es gibt ganz sicher Ärger, wenn du mit ihm redest.', beschwor Harry seinen Paten.

'Aber wenn er dir irgendwas antut, sagst du es mir. Dann nehm ich ihn mir zur Brust', bat Sirius.

'Versprochen', meinte Harry und hörte dann wie Sirius mit Remus sprach, der wohl gerade dazugekommen war.

'Sag mal… bist du noch sauer auf Remus', fragte Sirius ihn dann.

Harry seufzte. 'Nein. Er hat mich nur auch wie ein kleines Kind behandelt.'

'Er liebt dich eben und er hat auch Angst um dich.', meinte sein Pate.

'Ich weiß', seufzte Harry. 'Und ich ja auch um euch.'

'Ich würde sagen ihr zwei redet noch mal miteinander. Remus hat die Ganze Nacht kein Auge zu gemacht, vor Sorge um dich, weil keiner wusste wo du hingegangen bist, nach eurem Streit.'

'Au weia', meinte Harry.

Die Verbindung brach ab und einige Sekunden später meldete sich Remus hörbar erleichtert.

'Geht es dir gut?'

'Abgesehen davon, dass ich eine Massage gebrauchen könnte, ja. Hatten wir nicht schon mal festgestellt, dass der Fußboden ein ungeeigneter Platz zum schlafen ist?', fragte Harry.

'Ich glaub schon. Aber wo hast du denn geschlafen? Selbst auf der Karte warst du nicht zu finden?' meinte Remus.

'Weil der Teil des Schlosses immer noch nicht auf der Karte drauf ist. Wir sind immer noch nicht dazu gekommen, dass du mich in dieses Geheimnis einweihst.', meinte Harry.

'Du hast in der Kammer des Schreckens geschlafen? Oh Merlin. Sag nicht, dass du wegen unserem Streit…'

'Nicht in der Kammer. In Slytherins Privaträumen vor dem Kamin.', unterbrach Harry seinen Freund. 'Und ich bin hier her, weil ich mir von Hermine nicht anhören wollte, dass du recht hast, dass es für mich zu gefährlich ist, allein raus zu gehen. Und es tut mir leid, dass ich dich gestern so angemacht habe deswegen. Aber McGonagall war bei mir und die haben angegriffen und das hätten sie auch, wenn Dumbledore bei mir gewesen wäre. Voldemort macht ihnen doch die Hölle heiß, wenn sie zurückkommen und ihm sagen sie hätten es nicht mal versucht.'

'Der wird denen auch die Hölle heiß machen, weil sie es nicht geschafft haben', meinte Remus nachdenklich.

'Also, war es doch egal wer bei mir war', meinte Harry versöhnlich.

'Harry…Ihr müsst einen Spion auf der Schule haben. Irgendwer muss gesehen haben, wie du verschwunden bist und hat daraufhin die Todesser benachrichtigt. Du musst höllisch aufpassen. Versprich mir das. Ich ertrag es nicht dich zu verlieren. Allein der Gedanke daran, macht mich schon wahnsinnig', erklärte Remus flehend.

'Ich werde aufpassen. Versprochen', meinte Harry und gähnte herzhaft.

'Du solltest sehen, dass du wieder ins Schloss kommst. Hermine und Ron werden sicher schon Alarm geschlagen haben. Die waren auch in Sorge.' meinte Remus.

'Mach ich. Habt ihr schon was gefunden?' fragte Harry, während er die Pergamente auf den Tisch legte und seine Sachen etwas zu Recht zupfte.

'Nein. Bisher noch nichts. Es waren zu wenig Bücher, um damit zu dir zu kommen.' entschuldigte sich Remus.

'Ist schon Ok. Ich versuch hier in Slytherins Büchern etwas zu finden. Hermine hilft mir nachher sicher, nachdem sie mir die Ohren abgerissen hat, weil ich nicht in meinem Bett geschlafen habe.' meinte Harry.

'Dann sieh mal zu das du zum Frühstück kommst, damit sie dich nicht zu Kleinholz verarbeitet und Albus dich wieder zusammensetzen muss.'

'Mach ich. Wir hören uns?'

'Wir hören uns. Versprochen', sagte Remus und dann endete die Verbindung.

Harry konnte nicht leugnen, dass er unendlich erleichtert war, sich mit Remus ausgesprochen zu haben. Wenn er nur daran dachte was passiert war, nachdem er sich das letzte Mal mit Sirius gestritten hatte, er würde es nicht ertragen Remus zu verlieren.

Als er die große Halle betrat, er war schnell im Turm gewesen und hatte sich umgezogen und seine Sachen gepackt, sah er schon von weitem Hermines wütenden Gesichtsausdruck. Und kaum dass er sich gesetzt hatte, wetterte sie auch schon los und das in einer Lautstärke, die einem Heuler nahe kam.

„HARRY JAMES POTTER! WAS FÄLLT DIR EIGENTLICH EIN, OHNE EIN WORT ZU VERSCHWINDEN? WIR HABEN UNS DIE GANZE NACHT SORGEN GEMCHT, WO DU BIST UND DACHTEN SCHON DAS SCHLIMMSTE!"

Er hatte es ja gewusst. Aber musste das denn vor der ganzen Schule sein? Hätte sie das nicht tauch im Turm machen können? Oder wenigstens nicht ganz so laut?

„Ich glaube, die Erstklässler bekommen das nicht so richtig mit, Hermine. Geht es nicht noch etwas lauter? Oder schick mir einen Heuler", sagte Harry und butterte sich ein Tost. In der Halle war es Mucksmäuschen still geworden.

„HARRY! ICH FINDE DAS NICHT WITZIG!", fuhr sie ihn an.

„Ich auch nicht, Hermine. Falls es dir nicht aufgefallen ist. Wir sind am Frühstückstisch und ganz Hogwarts ist anwesend. Also hör auf dich wie eine Furie zu benehmen und verarbeite mich nach dem Unterricht wo anders zu Kleinholz", meinte Harry. Nun schien auch Hermine aufzufallen, dass ausnahmslos alle sie anstarrten und sie wurde sofort ein wenig rot und senkte den Kopf. Nach und nach brach wieder das übliche Getuschel aus und Harry meinte ab und zu den Namen seiner Freundin zu hören.

„Dir geht es gut Harry?", fragte Dumbledore, der zu ihnen an den Tisch gekommen war.

„Ja. Ich hatte nur eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einem Freund und wollte etwas allein sein. Also hab ich mich an einen Ort zurückgezogen, den nur ich betreten kann", meinte Harry. Dumbledore nickte lächelnd und verlies dann die Halle.

Das nahmen alle wohl als Zeichen auch zu gehen und standen auf. Ebenso Harry und seine Freunde. An der Tür riefen dann ein paar Slytherin: „Hey. Potter. Granger hält dich wohl an einer kurzen Leine! Wird das Wiesel da nicht eifersüchtig?" Ron ballte schon die Fäuste aber Harry schüttelte nur den Kopf.

„Das war gerade noch harmlos, im Gegensatz zu dem was passiert, wenn sie richtig wütend wird. Also würde ich besser den Mund halten." Ron sah ihn verwundert an und auch Hermine schüttelte mit dem Kopf. „Was denn? Ist doch so. Und nun kommt. Ich will nicht zu spät zu Flittwick kommen."

Im Unterricht hielt Hermine ihm leise eine Standpauke darüber, wie viele Sorgen sie sich gemacht hatten und dass er beim nächsten Mal gefälligst bescheid sagen solle, wo er sei. Harry nickte nur immer wieder, da er keinen Nerv darauf hatte sich hier mit ihr anzulegen. Flittwick schien Hermines Geflüster aber auch auf die Nerven zu fallen, und leider erwischte er sich genau in dem Moment in dem Harry ihr eine direkte Antwort gab. Und so bekam auch Harry als Hausaufgabe auf, einen Aufsatz über die Schwierigkeit im beschwören von Lebensmitteln zu schreiben. Harry warf Hermine dafür einen bösen Blick zu. Dank ihr durfte er sich gleich in die Bibliothek setzen, anstatt seine Freistunden in Slytherins Räumen zu verbringen. Und Hermine entschuldigte sich nicht mal dafür, was noch das mindeste gewesen wäre.

Beim Mittagessen teilte McGonagall, die schon wieder gut erholt aussah, Harry mit, dass er nicht zu Animagi kommen müsse. „Hey, du könntest mir aber doch helfen", meinte Ron, nachdem seine Lehrerin gegangen war.

„Ich wollte eigentlich weiter nach Excalibur suchen", sagte Harry.

„Das können wir dir heute Abend doch bei helfen. Zu dritt geht das auch viel schneller. Und ich bekomm da allein sicher nicht so schnell hin", erklärte Ron. Harry seufzte.

„Meinetwegen. Ich komm mit und helfe dir, wenn McGonagall nichts dagegen hat."

Sie hatte nichts dagegen und so fand Harry sich dann nach der Mittagspause in Animagi wieder und konnte seine Mitschüler beobachten, wie sie versuchten sich zu verwandeln. Es waren die unterschiedlichsten Tierarten dabei. Unter anderem ein Igel, eine Ente, ein Eichhörnchen und auch eine Königskobra waren dabei. Erstaunlich war das ausgerechnet ein Slytherin letztere als Tierform hatte. Blaise Zabini.

„Nun erklär mal. Wie machst du das? Ich krieg das einfach nicht hin", bat Ron angespannt.

„Na ja, das weiß ich nicht so genau. Lass dich einfach fallen. Erzwinge es nicht", meinte Harry. Ron nickte und schloss die Augen. Es war auch interessant zu sehen, wie Rons Körper kleiner wurde und sich veränderte. Harry musste zugeben Steinadler waren imposante Tiere. Schön und anmutig. Außerdem sollten sie wahre Flugkünstler sein, weswegen man sie auch König der Lüfte nannte.

Ron kreischte auf, spannte seine Flügel und hob ab. Er drehte ein paar Runden durch den Raum. McGonagall hatte für die zwei Vogelanimagi, ein Hufflepuffmädchen wurde zu einer weißen Taube, einen leichten Wind beschworen, der ihnen das fliegen leichter machte. Harry behielt seinen Freund ganz genau im Auge. Der war gerade auf einem Schrank gelandet und schien nun den Boden abzusuchen.

„Ron?" fragte Harry und versuchte herauszufinden was es war das Rons Aufmerksamkeit erregte und entdeckte Justin, der in einem Käfig umher rannte. Seine Gestalt war ein Teddyhamster. „Das tust du nicht", sagte Harry streng und zog seinen Stab. „Konzentriere dich Ron. Du willst niemanden angreifen. Komm runter auf den Stuhl und verwandle dich zurück." Doch Ron reagierte nicht und McGonagall war gerade in einer anderen Ecke beschäftigt, Blaise bei seiner Verwandlung zu helfen.

Im selben Moment wie Ron abhob, den Hamster gefährlich im Auge, riss Harry seinen Stab hoch und rief: „Remorphosis!" Es gab einen kurzen Aufschrei und Ron landete unsanft auf dem Boden.

„Hättest du nicht ein paar Kissen beschwören können?", beschwerte er sich, die Schulter reibend.

„Es ging nur eines. Justin vor deinen Klauen retten, oder die Kissen", meinte Harry und zog seinen Freund auf die Beine. „Versuche es noch mal. Du darfst dich nicht zwingen, die Kontrolle zu behalten."

„Du hast gut reden. Du kannst es ja schon", murmelte sein Freund und konzentrierte sich wieder.

„Mr. Potter. Vielleicht versuchen Sie mal Mr. Zabini zu helfen", bat McGonagall und Harry nickte. Blaise sah Harry nicht gerade glücklich an.

„Keine Kontrolle?" fragte der Gryffindor.

„Nein. Nicht einen Funken", grummelte er. „Ich hab auch ne Weile gebraucht und dann klappte es plötzlich. Ich hab mich nicht mal darauf konzentriert. Sie war einfach da."

„Na dann pass mal auf, dass ich dich nicht beiße", sagte Blaise und es dauerte nur eine Sekunde, bis eine Kobra vor ihm zusammengerollt auf dem Stuhl lag.

„Hübsch", meinte Harry. Die Schlange zischelte aber nur drohend und baute sich vor ihm auf. „Oh nein. Das wirst du nicht tun", sagte Harry, sich dieses Mal bewusst das er Parsel sprach. Dennoch hielt er seinen Stab fest in der Hand. „Versuch dich zu konzentrieren, Blaise. Du willst mich nicht angreifen. Ich weiß, dass du es nicht willst." Doch die Schlange schien das gar nicht zu interessieren.

„Remorphosis!" hallte ein Spruch durch den Raum und Blaise verwandelte sich wieder zurück. „Sie müssen vorsichtig sein, Mr. Potter. Diese Schlangen sind hochgiftig", sagte McGonagall.

„Ja Professor", sagte Harry und fragte sich warum sie ihn erst bat Blaise zu helfen und dann doch wieder eingriff. Bei der letzten Kobra hatte es auch etwas gedauert, bis er sie unter Kontrolle hatte.

„Das war echt interessant. Ich wusste genau das du Parsel sprichst, aber ich hab alles verstanden." Harry nickte.

„Versuch es noch einmal. Verwandele dich einfach. Denk nicht weiter über die Kontrolle nach. Nimm es als selbstverständlich hin, dass es nicht geht. Vielleicht bringt das ja etwas", schlug Harry vor. Doch auch das schien nicht wirklich etwas zu bringen. Weder Blaise noch Ron hatten es nach zwei Stunden geschafft. Dafür wusste Harry aber, dass die Slytherins mit ihrem Getuschel über Lisa ihn nur reizen wollten. Keiner wusste wirklich etwas.

„Ich bekomm das nie hin", seufzte Ron, als sie den Klassenraum verlassen hatten. „Wir können ja heute Abend weiter üben", schlug Harry vor. „Ich hol dich nach dem Training am Teppich ab. Hermine und ich wollen schon nach dem Abendessen gehen. Wir haben dann Zeit bis um halb elf. Unseren Rundgang starten wir von dort aus", schlug Harry vor.

„Gut. Versuchen wir es", meinte Ron und verabschiedete sich dann in den Krankenflügel zur Heilmagie, während Harry in den vierten Stock zu Stabloser Magie ging. Dumbledore hatte zum ersten Februar wieder mit dem Unterricht begonnen, für Harry aber nur mit geringem Erfolg. Mit Mühe schaffte er es ein Stück Holz durch die Luft schweben zu lassen. Und heute sollte es wieder nicht anders sein.

Sie wollten versuchen eine Kerze mit bloßer Handbewegung zu entzünden. Doch nicht mal ein kurzes Aufflackern brachte Harry zu Stande und der Frust packte ihn mehr und mehr. Er hatte wirklich etwas Besseres zu tun, als hier zu sitzen und Zauber zu üben die er sowieso nicht zu Stande brachte. Dementsprechend Lustlos und unwirsch vollführte Harry die Handbewegung. Die Kerze, anstatt sich zu entzünden, flog mit einem Platsch gegen die Wand, direkt an Professor Dumbledore vorbei der sich überrascht umsah, während einige seiner Mitschüler haltlos kicherten.

„Tschuldigung, Professor", meinte Harry verlegen und zog seinen Zauberstab, um die Schweinerei wieder aufzuräumen. Der Schulleiter zwinkerte ihm nur zu und wand sich dann an wieder an die Ravenclaw, mit der er zuvor gesprochen hatte. Harry, peinlich berührt von dieser Sache, versuchte es erst gar nicht mehr, die Kerze zu entzünden, sondern sah seinen Mitschülern zu, wie sie sich abmühten.

„Du warst unkonzentriert", meinte Dumbledore und Harry schreckte auf. Er war grade dabei gewesen Draco zu beobachten, wie er die Flamme seiner Kerze immer größer werden ließ. „Mr. Malfoy. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie nichts in Brand stecken würden", meinte Dumbledore

„Ich krieg es nicht hin. Es geht einfach nicht", seufzte Harry.

„Du musst dich nur konzentrieren", meinte Dumbledore und Harry schloss seufzend die Augen. Doch er wusste jetzt schon, dass es wieder nichts werden würde. Die Kerze rührte sich keinen Millimeter und es gab auch nicht einen einzigen Funken. Dennoch lächelte der Schulleiter mild. „Wir machen Schluss für heute. Nächste Woche fangen wir mal mit ein paar Duellzaubern an. Eine sehr nützliche Sache, falls man einmal entwaffnet wird."

„Und es beherrscht", fügte Harry gedanklich hinzu und brachte seine Schulsachen in den Turm, um dann zum Abendessen zu gehen.

Der Abend lief dann ab wie vereinbart. Doch auch mit Hermines Hilfe, fand er nichts Passendes und Ron tat sich anfangs, wie auch im Unterricht, schwer mit der Kontrolle seiner tierischen Instinkte. Aber es wurde zunehmend besser in den abendlichen Stunden, in denen Harry abwechselnd las, oder Ron zurückverwandelte. Zunächst die Verwandlung und irgendwann klappte es auch mit den Instinkten. Das blieb jedoch der einzige Erfolg. Sie fanden keinen einzigen Hinweis auf Merlin oder das sagenumwobene Schwert. Am Freitagabend war Harry schließlich so gefrustet, dass er die Schlinge, in der immer noch sein verletzter Arm ruhte, mit aller Kraft in den brennenden Kamin warf.

„Das bringt auch nichts", meinte Hermine.

„Na und? Hier muss doch etwas zu finden sein, Himmel Herrgott noch mal. Sie dich um. Hier stehen weiß der Teufel wie viele Bücher", fauchte Harry.

„Ich weiß. Aber vom Rumschreien, wird es nicht besser. Nimm dir lieber das nächste Buch und lies", meinte die Braunhaarige.

„Hmpf", machte Harry nur und stapfte wutentbrannt die Treppen nach oben. Lustlos ließ er seinen Blick über die Regalreihen gleiten. Er war einfach nur genervt. Eine Woche Suche bis tief in die Nacht, Hermine hatte extra einige Aufpäppeltränke gebraut, damit sie länger bleiben konnten, aber sie hatten keinen Erfolg gehabt. Nicht ein einziger Hinweis auf Merlin oder das Schwert. „Das bringt doch nichts", seufzte Harry und wollte schon wieder gehen, als ihm eine Reihe grüner Bücher ins Auge viel, die auf dem obersten Regalbrett standen. Neugierig geworden ließ er davon eines zu sich runter schweben. Es machte einen ziemlich alten Eindruck und dementsprechend vorsichtig schlug Harry es auch auf.

Schon die ersten Sätze erklärten was Harry hier in den Händen hielt. Die verlorenen Tagebücher Salazar Slytherins. Einen Momentlang zögerte Harry. Durfte er das überhaupt lesen? War das nicht riskant? Aber seine Neugierde war einfach sehr viel stärker, als die Bedenken. Außerdem brauchte er etwas, um sich abzulenken. Er war viel zu genervt um auch nur ein anderes Buch in die Hand zu nehmen und dann noch nichts über Merlin zu finden. Er ließ sich gegen die Brüstung der Ebene sinken und schlug willkürlich eine Stelle auf.

Der heutige Tag war von großem Erfolg. Nach vielen Fehlschlägen schlüpfte heute das schönste aller Geschöpfte und ich hatte das Glück es miterleben zu dürfen. Oh, welch Aufstand Lord Gryffindor wohl machen würde, wüsste er, dass es mir gelungen ist einen Basilisken zu ziehen, hier in seiner Schule. Er würde wahrscheinlich sofort ihr Leben beenden.

Harry blätterte weiter. Slytherin war echt nicht mehr ganz bei Verstand gewesen. Ein Basilisk als „Wundervolles Geschöpf" zu bezeichnen grenzte an Größenwahnsinn. Wenn es das nicht sogar schon war. Schon am beginn des nächsten Eintrags merkte man die Stimmungsänderung sofort.

Der heutige Tag gibt sehr viel zum Nachdenken auf. Lord Gryffindor hat während des Abendmahls vorgeschlagen, auch Kinder bei uns aufzunehmen, deren Eltern zu den Unwissenden gehören. Ich hege hierbei große Bedenken. Keines dieser Kinder wird in der Lage sein, dem hohen Anspruch genüge zu tun, den wir unseren Schülern abverlangen. Sie besitzen einfach nicht die magische Kraft, die dazu von Nöten wäre. Keiner von ihnen kann auch nur auf einen Ahnen mit magischen Fähigkeiten zurückblicken. Ganz zu schweigen davon was passiert, wenn sich diese Kinder mit den unseren vereinigen. Die Reinheit unseres ehrwürdigen Blutes wird für alle Zeit dahin sein und wer garantiert, dass die Kinder aus diesen Verbindungen ebenso starke magische Fähigkeiten besitzen wie wir?

Diese Gedankengänge werde ich in den nächsten Tagen Lord Gryffindor mitteilen müssen. Er kann nicht wollen, dass sein Blut sich mit dem Unwürdiger verbindet und die Magie seiner Familie ausgelöscht wird.

Harry schnaubte und warf einen Blick auf Hermine. Sie schien sich gerade sehr angeregt mit Slytherin zu unterhalten. „Blutreinheit. Wäre das nicht zu gefährlich, würde ich ihm glatt erzählen, dass er sich gerade mit einer Muggelgeborenen unterhält." Harry blätterte weiter. Er schien das letzte Tagebuch in den Händen zu halten. Die Letzen Seiten waren leer.

Lord Gryffindor und die holden Damen wollen es nicht einsehen. Keiner von ihnen ist in der Lage die Gefahr zu erkennen, welche in der Vermischung unsres edlen Blutes mit der, dieser Nichtmagier liegt. Sie haben beschlossen diesen Unwürdigen die gleiche Ausbildung zukommen zu lassen, wie jenen, die den großen Familien angehören. Sogar den Blutsverrätern wollen sie den Zugang ermöglichen. „Gleichheit für alle", sagt Lord Gryffindor dazu. Welch ein Frevel. Aber die Zeit wird ihm diesen Fehler nicht verzeihen. Und wenn eines Tages mein wahrer Erbe hier an diesen Ort kommt, wird er das vorfinden, was er braucht, um das zu vollenden, wozu ich heute nicht im Stande bin.

Harry schloss das Buch und legte es bei Seite. „Dieser Spinner. Nur hat er nicht mit der Besessenheit seines Nachfahren gerechnet. Statt Muggelgeborenen war ihm nur daran gelegen mich in die Hände zu bekommen." Harry musste sich das laute Auflachen über diese Einfältigkeit verkneifen. Stattdessen ließ noch einige der anderen Bücher zu sich runter schweben, ohne noch mal einen Gedanken daran zu verschwenden, dass darin etwas stehen könnte, was er nicht erfahren durfte. Ebenso wie das Vorige schlug er auch dieses einfach auf.

Heute haben Lord Gryffindor und ich einen Schutzzauber über unsere neu errichtete Stätte der Weißheit errichtet, das allen Nichtmagiern ein Bild der Zerstörung vermitteln wird. Keinem von ihnen wird daran gelegen sein, die für ihr Auge als Ruine erscheinende Burg zu betreten. Um unauffällig zu bleiben haben wir auch in Umlauf gebracht, dass auf diesem Land ein Fluch läge, der es unmöglich machen würde, dort irgendetwas zu errichten, das die Ausmaße eines Holzhauses übersteige und daher unser imposantes Bauwerk in sich zusammen gestürzt sei, trotz aller Vorsicht.

Und noch heute Abend werden wir dafür Sorge tragen auch in Zeiten großer Unruhe unser Werk geschützt sein wird, denn es ist mir nun endlich gelungen den Zauber der Macht zu vervollständigen. Ich habe einen Weg gefunden, die nötige Kraft aufzubringen und auch für unsere Nachfahren zu erhalten.

Hastig schlug Harry die nächste Seite auf, da dieser Eintrag zu Ende war. Seine Neugierde übersteig bei ihm all seine Vernunft, das Buch aus der Hand zu legen.

Diese Nacht war wohl die erfolgreichste meines bisherigen Seins. Der Zauber ist gelungen. Lord Gryffindor war am Beginn meiner Erläuterungen von Misstrauen erfüllt und in Sorge, um seine Fähigkeiten als Magier, da er einen Teil seiner Kräfte auf den Ppersönlichen Gegenstand übertragen würde. Doch nach meiner Vorführung, dass ich auch nach der Durchführung mehrerer Versuche keinerlei Einschränkungen meiner Fähigkeiten davongetragen habe, war er einverstanden. Und auch die ehrenwerten Damen erklärten sich bereit uns darin zu unterstützen, das Schloss auch für unsere Nachfahren zu erhalten.

Nun befinden sich die Gegenstände direkt unter dem Mittelpunkt der Schule, sicher verwahrt und geschützt durch mächtige Zauber. In ihnen ruht die Macht des Schlosses, sich selbst zu verteidigen. Ich hoffe nur, dass auch in noch kommenden Zeiten, Magier diese Schule leiten werden, die dieser Fähigkeiten Herr sein können.

Zudem hatte Lord Gryffindor noch die interessante Frage aufgeworfen, ob es auch möglich sei einem Gegenstand ein kleines Stück von uns selbst einzuverleiben, um auch für unsere Nachfahren eine Zuteilung der Schüler in unserem Sinne durchzuführen. Ich werde diesem nachgehen, denn mir widerstrebt es, dass einer meiner Nachfahren wegen Unverständnis zu einer Horde kampfsüchtiger Schüler gesteckt wird, die Lord Gryffindor bevorzugt.

An dieser Stelle endete das Band und Harry sah das Bücherregal verwundert an. Kampflustiger Gryffindor? Also er war ja wohl alles andere als kampflustig. Wenn er es sich aussuchen dürfte… nein. Er hatte es sich ja aussuchen dürfen und er hatte sich für den Kampf entschieden. Slytherin hatte also wohl doch nicht so Unrecht. Was ihn mehr als brennend interessierte war die Frage, wie war das Schloss in der Lage sich selbst zu verteidigen?

„Harry! Was machst du da?", riss ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. Hermine stand neben ihm und sah in das Buch. „Was ist das? Das sind doch nur Striche." Harry starrte auf die Schrift.

„Parsel? Das ist mir gar nicht aufgefallen", meinte Harry und ließ die Bücher wieder ins Regal schweben.

„Das hat doch sicher Slytherin gehört oder?" meinte das Mädchen.

„Kann sein, dass er es geschrieben hat. Stand aber auch nichts über Merlin drin. Wie spät ist es eigentlich?"

„Zeit, dass du Ron rein lässt. Er wartet sicher schon", meinte Hermine und sah noch mal zu den Büchern. „Das waren doch nicht seine Tagebücher, oder?"

„Nein", meinte Harry und beeilte sich die Treppe runter zu kommen, damit Hermine nicht sein Gesicht sah. Auch wenn sie keine Okklumentik beherrschte, sie spürte er wenn er log.

„Man wo warst du?" fragte Ron, der sich die Hände reibend an ihm vorbei trat.

„In einem Buch vertieft", meinte Harry.

„Ihr habt also was gefunden?" Harry schüttelte den Kopf. „Und wo ist die Schlinge? Vorhin hattest du sie doch noch?"

„Die beheizt den Kamin. Ich war frustriert", sagte Harry und ließ sich in einen Sessel fallen, während Ron sich die Hände am Feuer wärmte.

„Draußen ist ein Sauwetter. Das gießt in Strömen und stürmt mal wieder wie verrückt."

„Na das wird ja herrlich. Willst du noch ein bisschen deine Verwandlung üben, damit das sitzt? Vielleicht bekommen wir McGonagall gemeinsam dazu, uns aus dem Kurs raus zu lassen", meinte Harry.

„Meinetwegen. Dann wird mir wenigstens wieder warm", meine Ron und stand auf. „Nicht hier. Ich dachte wie gehen in die Kammer. Ich hab vorhin den Zauber entdeckt, mit dem man ein bisschen Wind beschwören kann", sagte Harry.

„In die Kammer? Aber der Basilisk…"

„Kommt doch nur wenn man ihn ruft und das habe ich nicht vor. Ich will ja nicht von der Schule fliegen. Ist schon ein Wunder, dass Dumbledore noch nicht mitbekommen hat, was wir hier machen", meinte Harry und zog Ron mit sich mit.

„Da hätte ich mich beinahe verplappert", meinte Ron leise.

„Ich weiß. Und ich will nicht wissen, was dann los ist", sagte Harry und öffnete die Tür. Hier sah es noch genau so aus wie am Mittwoch. Snape hatte Harry hart ran genommen und nicht alle Schäden beseitigt.

„Wow", meinte Ron und bestaunte das Loch in der Decke. „Wenn Snape will, zerreist er einen in tausend Stücke. Ich bin dankbar, dass er mich unterrichten will und nicht töten", saget Harry und stellte sich mit dem Rücken zu der Statue von Slytherin. Er hob den Stab und sprach: „Transquilitas halare!" Augenblicklich erhob sich ein Wind in der Großen Halle der binnen Sekunden zu einem ausgewachsenen Sturm aufbrauste. Harry hatte Mühe auf den Beinen zu bleiben und Ron versuchte verzweifelt sich in den Gang zurück zu ziehen. „Finite Incatatem!" schrie Harry und der Wind erstarb.

„Scheiße", meinte Ron nur und zupfte seinen Umhang zurrecht.

„Das war mit etwas zu viel Schwung", meinte Harry und versuchte es diesmal mit einem etwas sanfteren Schwung seines Zauberstabs. Der Wind, der sich diesmal erhob glich einem normalen Frühjahrstag hier in Schottland.

„Na bitte. Ron dein Part. Zeig mal, was du drauf hast", meinte Harry und Ron nickte. Innerhalb von Sekunden verwandelte sein Freund sich und stieg mir nur zwei Flügelschlägen in die Höhe. Man sah deutlich, dass es ihm durch den Wind weitaus weniger Probleme machte zu fliegen. Es sah eher aus als segelte Ron nur durch die Luft. „Klasse. Versuch mal ein paar Kunststücke. Sturzflug, Looping, enge Kreise. Das was wir auch auf dem Besen machen", rief Harry zu ihm hoch. Es war interessant dabei zu zusehen, wie er immer mutiger wurde. Harry bewegte vorsichtig seinen Arm. Bisher hatte das immer noch etwas wehgetan, erst seit gestern wurde das besser.

„Versuchen wir es", meinte er und ließ sich einfach in den Tiger fallen. Es tat schon noch etwas weh den Arm zu belasten, aber solang er vorsichtig lief ging es eigentlich. Plötzlich schlugen Harrys Instinkte Alarm und er schaffte es gerade noch mit einem Sprung Rons Attacke auszuweichen. Dabei trat er etwas zu heftig mit links auf und keuchte auf vor Schmerz.

„Lass den Unsinn", sagte Harry, nachdem er sich zurückverwandelt hatte und sah Ron zu wie der auf dem Boden landete und sich auch wieder verwandelte.

„Hast du mich gehört?" fragte der.

„Nein. Ich hab deinen Blick gespürt", meinte Harry und reib dich die Schulter.

„Hab… hab ich dich erwischt?" Harry schüttelte den Kopf und stand auf.

„Ich bin nur zu doll aufgetreten. Komm, wir gehen zurück. Müssen eh blad hoch", meinte er und ließ den Wind abflauen. Hermine war auch gerade dabei die Bücher wegzuräumen, als sie ankamen.

„Alles ok, Harry?", fragte sie besorgt.

„Ja. Alles klar. War nur etwas zu übermütig", meinte er und warf sich seinen Umhang über.

„Wollen wir mal auf Schülerjagd gehen", meinte Ron und Slytherin sah ihn verwundert an.

„Ihr jagt sie?"

„In ihre Betten, my Lord", meinte Harry und führte seine Freunde wieder rauf ins Schloss.

„Wo kommt ihr denn her?" fragte jemand, kaum dass sich der Wandteppich geschlossen hatte und Harry fuhr herum. Draco Malfoy stand zusammen mit Blaise im Flur. Es musste Zabini gewesen sein, der gesprochen hatte, den Draco untersuchte gerade den Wandteppich und versuchte ein paar Zauber.

„Das Ding ist Passwort gesichert", stellte er schließlich fest und sah Harry an. „Was versteckt ihr da?"

„Nichts was dich interessieren würde, Malfoy", meinte Ron. Der Rothaarige tat sich noch immer schwer, mit Draco zu Recht zu kommen, auch wenn es schon besser geworden war.

„Na dann, macht doch mal auf", schlug Blaise vor.

„Und wenn wir das nicht tun?" fragte Ron weiter. Blaise zückte seinen Stab und meinte: „Dann werden wir ohne euch versuchen da rein zu kommen." Doch schon der erste Zauber schleuderte den Jungen hart gegen die Wand.

„Was bei Merlin soll der Scheiß, Harry!" fauchte Draco.

„Ich hab damit nichts zu tun. Ich wusste nicht mal, dass das passieren würde", verteidigte der sich.

„Nun red keinen Stuss, Potter. Einer von euch muss den Zauber gesprochen haben", keifte Blaise.

„Haben wir aber nicht", meinte Hermine. Die beiden Slytherin starrten das Trio an und Draco seufzte.

„Ich weiß, dass ihr irgendwas sucht, Harry. Vielleicht kann ich euch helfen?" schlug Draco vor.

„Woher willst du wissen, dass wir etwas suchen?" erkundigte der sich.

„Es gibt in eurem Haus ein paar Klatschmäuler", erklärte Blaise und Draco fügte hinzu: „Ihr drei verschwindet nach dem Abendessen ins Nirgendwo und taucht irgendwann mitten in der Nacht auf. Keiner weiß was ihr macht, oder wohin ihr geht. Es kommen sogar langsam Gerüchte auf, dass ihr euch den Todessern angeschlossen hättet."

„Was?", meinte Ron entsetzt.

„Wer das glaubt, ist echt seltendämlich", meinte Harry.

„Da gebe ich dir Recht. Du würdest dich niemals den Todessern anschließen. Also, was macht ihr und wohin geht ihr?" fragte Blaise. Harry seufzte auf. Draco konnte er vertrauen, da war er sich sicher. Nur Zabini kannte er nicht. Er wusste nur das, was Draco ihm gesagt hatte. Die Eltern verhielten sich neutral, Blaise hielt sich von den meisten fern.

„Dürfen wir euch nicht sagen", meinte Ron und Hermine mahnte: „Harry du solltest vorher mit Professor Dumbledore klären, ob du etwas sagen darfst."

„Ihr solltet euch besser absprechen", meinte Draco.

„Es gibt nun mal Dinge über die man nicht reden darf, Draco. Das weißt du doch wohl am besten. Oder muss ich dich an die Ferien erinnern?" Harry hoffte, dass der Slytherin den Wink verstand und endlich still war. Draco nickte nur und meinte dann: „Komm. Wir gehen. Es bringt eh nichts." Blaise zog die Stirn in Falten, folgte Draco aber und Harry machte sich mit seinen Freunden auf den Weg durch die Gänge.

„Wir müssen echt aufpassen, Leute", meinte Ron besorgt.

„Was meinst du, Harry. Hilfe könnten wir dort gebrauchen. Allein schaffen wir das nie", sagte Hermine.

„Ich weiß. Aber ich wollte Draco nicht vor Blaise aufklären. Er ist zwar ganz in Ordnung, aber ich kenn ihn zu wenig, um zu wissen, ob wir ihm trauen können, auch wenn Draco sagt, dass seine Eltern nichts mit Voldemort zu tun haben wollen."

„Du willst die Schlange mitnehmen?", fragte Ron entsetzt.

„Nun hör endlich auf. Draco steht auf unserer Seite, begreif das doch endlich", stöhnte Hermine auf.

„Nur weil er uns einmal geholfen hat, glaub ich ihm das noch lange nicht."

„Dann ist das doch die Gelegenheit, dass er es beweist", meinte Hermine.

„Klar. Und wenn er zu du-weißt-schon-wem rennt und ihm sagt, dass wir wissen was er sucht?", konterte Ron.

„Hört auf. Ich vertraue Draco", sagte Harry entschieden.

Am nächsten Morgen war die Halle noch ziemlich leer, als Harry runter kam. Ron und Hermine hatten die Nacht nicht im Gryffindorturm verbracht, sondern im Raum der Wünsche. Hermine hatte ihm einen Zettel auf den Nachtschrank gelegt. Draco und Blaise saßen ebenfalls schon beim Frühstück. Harry teleportierte ihm ein Stück Pergament in den Schoß, in dem er ihn bat in einer Stunde im fünften Stock zu sein. Eine Antwort erwartete Harry nicht, da sowohl der Schulleiter, als auch Snape sie wohl beobachteten.

Doch keiner der Lehrer tauchte auf, als Harry eine Stunde später vor dem Wandteppich wartete. Draco kam tatsächlich allein.

„Also?" fragte der.

„Komm mit. Wir gehen wo anders hin", sagte Harry und führte Draco ins Klo der Maulenden Myrthe.

„Was sollen wir denn hier?"

„Ungestört reden", sagte Harry und sah sie Kabinen durch.

„Oh, Hallo Harry", begrüßte ihm Myrthe.

„Hi Myrthe. Wie geht es dir?", fragte Harry.

„Wie soll es mir schon gehen. Ich bin Tod. Und besuchen kommt mich auch Keiner", schluchzte sie und stürzte sich dann mit einem Platsch ins Klo.

„Tut mir leid!" rief er ihr noch nach und wandte sich dann zu Draco.

„Du flirtetest mit einem Geist?"

„Wir sind… so was wie Freunde", meinte Harry und flüsterte dann: „Außerdem belauscht sie uns so nicht." Draco nickte nur und lehnte sich dann lässig gegen die Wand.

„Also. Was treibt ihr da unten?"

„Immer mit der Ruhe, Draco", sagte Harry und öffnete den Geheimgang zur Kammer. „Wenn du es wissen willst, folg mir." Damit sprang er in das Rohr. Draco folgte schreiend etwas später.

„Verdammt, Potter. Das ist ja dreckig." Harry prustete los vor Lachen.

„Das sind auch Abflussrohre, Draco. Die werden nicht geputzt." Angewidert sah Draco das Rohr hinauf.

„Wir müssen da doch nicht wieder hoch, oder?"

„Nein. Es gibt einen angenehmeren Weg. Ich wollte dir nur vorher etwas erklären. Aber komm erstmal mit."


Ich hab mir doch sicher ein Review verdient oder? lieb guck

Nächste Woche wird es wieder spannend. Ihr werdet er fahren wer der Spion ist aber auch Lisas Rettung kommen wir einen Schritt näher, wobei Draco einen nicht unerheblichen teil dazu beiträgt.

Bis dahin,

allen einen schönen 3 Advent

Eure Imo