Hallo ihr lieben
Ich weiß es ist schon mittag, aberich habes einfach nciht eher geschafft. gstern abend war ich einfachzu geschlaucht von einer Weihnachtsfeier im Kindergarten und heute Früh standen die letzen Weihnachtsvorbereitungen an. Noch mal Einkaufen, Tannenbaum aufstellen und Schmücken, Filme für die Weihnachtstage besorgen... so was kostete viel Zeit.
Aber nun sollt auch ihr auf eure Kosten kommen. Also nur noch schnell vielen lieben Dank für die Reviews und ein Frohes Fest.
Viel Spaß beim lesen
Eure Imo
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 42
„Das ist Salazar Slytherin", keuchte Draco und sah sich um. „Sind wir etwa…"
„Die Kammer des Schreckens. Ja. Setz dich und hör mir zu", erklärte Harry. Etwas angewidert verzog Draco das Gesicht, aber schien dann zu dem Schluss zu kommen, da sein Umhang schon schmutzig war, machte es auch keinen Unterschied mehr.
„Wir wissen warum Lisa entführt wurde. Sie ist mit Merlin verwand", erklärte Harry. Draco nickte nur. „Wir gehen davon aus, dass der Unnennbare hinter irgendwelchen Besitztümern Merlins her ist. Höchstwahrscheinlich das Schwert Excalibur. Und genau das versuchen wir jetzt zu finden", fügte Harry dann hinzu.
„Und was hat das mit diesem Wandteppich zu tun?" fragte Draco ungeduldig.
„Hinter ihm befinden sich Salazar Slytherins Privaträume. Er hat sie zu seiner Schulzeit auch gefunden."
„Slytherins…. Und da sucht ihr?" Draco sah nun sichtlich überrascht aus.
„Ja. Ich weiß, das klingt unglaublich. Wenn du willst zeig ich sie dir. Aber eines musst du vorher wissen. Es gibt dort auch ein Portrait von Slytherin", sagte Harry und rückte ganz Dicht an Draco heran. „Ich hab ihm erzählt ich sei sein Erbe", flüsterte er.
„Du? Der…"
„Ja", zischte Harry. „Am eigentlichen Zugang gibt es eine Warnung, die seine Feinde warnt, den Tod zu finden, wenn sie in die Räume eindringen. Und ich habe keine Sehnsucht danach zu sterben." Draco nickte.
„Und du willst sie mir zeigen?" fragte Draco dann laut.
„Komm mit", sagte Harry und führte sie durch das Labyrinth in den Wohnraum.
„Wahnsinn. Und wir sitzen in der Kammer?" fragte Draco ungläubig.
„Na ja. Ich bin eben vorsichtig. Lord Slytherin, seit gegrüßt."
„Willkommen, junger Lord. Ihr habt den anderen Weg genommen und Besuch aus meinem Haus mitgebracht?"
„Wir wurden am eigentlichen Eingang beobachtet, aber in ein Mädchenklo folgt einem keiner so schnell", stellte Harry fest. „Das ist Draco Malfoy."
„Harry, weißt du eigentlich was für ein Vermögen hier steht?" fragte Draco, der gerade durch die Regalreihen lief.
„Gift eines Basilisken, Tränen eines schwarzen Phönix, gekühlte Eier einer Runespoor, Federn eines silbernen Greifens, Blut eines Einhorns. Onkel Sev wird wahnsinnig, wenn er das sieht." Harry lachte auf.
„Er weiß es. Alle zwei Wochen trainiere ich hier unten mit ihm. Genauer gesagt in der Kammer. Hast du schon mal hochgesehen?" Dracos Blick wanderte ehrfürchtig hoch.
„Und die sollen wir alle durchlesen?"
„Nur die ganz oben", erkläret Harry.
„Das schaffen wir alleine nie. Da ist der Dunkle Lord sicher schneller", meinte Draco.
„Wir müssen uns halt ranhalten. Außerdem sucht der Orden auch", erklärte Harry.
„Wann trefft ihr euch und wie lange sucht ihr?" fragte der Slytherin.
„Unter der Woche nach dem Abendessen. Ron hol ich dazu, wenn sie mit dem Training fertig sind. Aber ich hab die Hoffnung das ich nächste Woche wieder mitmachen darf, von daher wird Hermine dann hier allein sein. Ich lass sie vorher rein. Und am Wochenende eigentlich die ganze Zeit."
„Und wo sind deine Freunde jetzt?" erkundigte Draco sich.
„Das willst du nicht wissen, Draco. Komm. Ich zeig dir wo wir durch sind", schmunzelte Harry und stieg die Leitern nach oben. „Die ersten zwei Regale hier haben wir durchsucht."
Damit begannen die beiden jetzt und am Nachmittag stießen Ron und Hermine dann auch zu ihnen. Ron war nicht begeistert davon, dass Draco ihnen half, aber er hielt sich still. Gemeinsam durchsuchten sie Regal um Regal und wurden dann auch Ende März endlich fündig was Merlin anging, aber keinen Hinweis darauf, ob Excalibur noch existierte, geschweige denn wo es sein könnte.
Harry wollte am Montagabend gerade Hermine in Slytherins Räume lassen, als Draco zu ihm gerannt kam. „Potter, wir müssen zum Schulleiter", keuchte er.
„Wieso? Ist was passiert?" fragte Hermine verwundert.
„Ja. Ich habe gerade Post bekommen. Sie könnte uns helfen", erklärte er ungeduldig.
„Gut. Meinetwegen. Katie bringt mich zwar um, aber wenn es so wichtig ist", erklärte Harry und ging mit ihm und Hermine zum Wasserspeier und begann die Passwörter durchzuprobieren.
„Na mach schon", forderte Draco.
„Ich kenn das Passwort nicht", erkläre Harry. „Wir müssen erraten. Mach ich immer so."
„Himmel. Dann sitzen wir hier morgen noch", stöhnte der Blonde.
„Nein. Es ist in 99 aller Fälle immer eine Süßigkeit. Versuch alle, die dir einfallen. Irgendeines wird es schon sein", meinte Harry und fing an alles aufzuzählen was ihm einfiel und auch Malfoy schien die Liste der Süßigkeiten durchzugehen, die es im Honigtopf gab. Hermine versuchte nur hin und wieder eines.
„Schokoeclair", erklang dann eine fremde Stimme und Harry fuhr herum. Professor Dumbledore stand zusammen mit McGonagall hinter ihnen und lächelte ihn an. Hinter sich hörte Harry deutlich wie sich die Statue bewegte. „Was kann ich denn für euch tun?", fragte er dann.
„Das ist doch ne Muggelsüßigkeit?", meinte Draco verwundert.
„Eine meiner Schwächen", erkläre Dumbledore lächelnd. „Was gibt es denn nun?"
„Draco hat etwas Wichtiges, was uns wegen Lisa helfen könnte", erklärte Harry und Dumbledores Miene wurde ernst.
„Das sollten wir oben besprechen", sagte Dumbledore und lies sie voraus gehen. Oben beschwor der Schulleiter mehrere Sessel und wies seine Gäste an sich zu setzten. „Es freut mich, dass Sie uns bei diesem Problem helfen. Was haben Sie denn erfahren?" Draco reichte Dumbledore einen Brief.
„Das Ministerium hat das Haus meines Vaters wieder freigegeben. Da meine Mutter nicht mehr zurechnungsfähig ist, gehört es mir. Wir haben eine Menge alter Bücher im Haus, und ich bin mir 100ig sicher, dass darunter welche von, oder über Merlin waren. Nur deren Inhalt kenne ich nicht. Aber ich habe hier noch keines der Bücher in die Hand bekommen von denen, die bei uns stehen. Vorausgesetzt sie sind noch da. Ich hab keine Liste bekommen, was das Ministerium mitgenommen hat", erklärte der Blonde.
„Sie? Hier in die Hand bekommen haben?" fragte McGonagall misstrauisch.
„Mr. Malfoy hilft Harry und seinen Freunden bei der Suche nach Hinweisen in der Slytherins Privaträumen", sagte Dumbledore und wandte sich dann wieder an den Slytherin. „Hat Ihnen das Ministerium den Schlüssel bereits wieder ausgehändigt?"
„Ja", sagte er und holte einen goldenen, alten Schlüssel aus seinem Umhang. „Ich habe ihn gerade erst bekommen."
„Wären Sie bereit ihn mir zu überlassen? Ich würde einige Mitglieder des Ordens die Bücher durchsehen lassen. Selbstverständlich nur die Bücher. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort." Draco schüttelte den Kopf und McGonagall wollte schon etwas sagen, aber Draco kam ihr zuvor.
„Laut dem Schreiben ist das Haus wieder in seinem Ursprungszustand und alle Schutzzauber sind aktiv. Darunter ist auch ein Blutschutzzauber, der verhindert, dass kein Malfoy das Tor öffnet, solang das Haus unbewohnt ist. Ohne mich kommen sie nicht rein."
„Dann werden Sie uns begleiten müssen. Harry, ich gehe davon aus, dass du auch mitkommen willst?"
„Auf jeden Fall", bestätigte der Gryffindor.
„Ich würde auch gern mitkommen, Professor", merkte Hermine.
„Einverstanden. Lasst uns sofort gehen. Je eher wir etwas wissen, desto besser ist es", erklärte der Schulleiter.
„Ich werde Miss Bell bescheid geben, dass Mr. Potter heute nicht zum Training erscheint", meinte McGonagall.
„Gut. Wir gehen erst in den Grimmauldplatz. Phineas, sag dort bescheid. Sie sollen sich in der Küche versammeln.
„Bin ich ein Postpote?" grummelte das Bild.
„Phineas", sagte Dumbledore streng.
„Ist ja gut", brummte er und verschwand.
„Kommt", wandte sich dann Dumbledore seine drei Schützlinge, verließ mit ihm auf direktem Weg das Schloss und disapparierten gleich hinter dem Schutzschild nach London in die Seitenstraße.
Im Grimmauldplatz sah Sirius sie verwundert an, als sie eintraten. „Was ist los. Nigelus wollte nichts sagen", fragte er.
„Die anderen sind in der Küche? Gut", meinte Dumbledore und trat an Sirius vorbei. Der und die drei Schüler folgten ihm. Remus, Tonks und Rons Vater saßen am Tisch. „Gut. Besser als nichts", sprach er weiter. „Mr. Malfoy hat mir gerade eben erklärt, dass es im Haus seiner Eltern einige Bücher von, oder über Merlin gibt. Da das Ministerium es wieder freigegeben hat werden wir keinem erklärten müssen, was wir dort wollen. Ich möchte euch bitten mitzugehen. Zum einen, weil die Suche dann schneller geht, zum anderen für die Sicherheit, dass Tom sicher auch schon davon erfahren hat. Er wird sicher die Bücher auch in Besitz nehmen wollen. Seit auf alles vorbereitet. Sirius ich möchte dass du uns auch begleitest. Wir könnten einen Hauselfen aus Hogwarts herrufen, der sich um Lily kümmert."
„Einverstanden", sagte er.
„Ich denke Dobby wäre eine gute Wahl." Wie aus dem nichts erschien der Hauself in der Küche und sah sich kurz um.
„Master Draco?" piepste der Elf und sah dann zu Dumbledore. „Was kann Dobby für euch tun?"
„Ich möchte, dass du auf das Baby aufpasst, das hier im Haus schläft. Wir werden alle die Nacht über weg sein."
„Sicher Professor Dumbledore Sir. Dobby hilft gern."
„Gut. Harry du hast doch sicher deinen Tarnumhang bei dir. Gib ihn Sirius, nicht dass uns noch ein Auror Schwierigkeiten macht", erklärte der Schulleiter. Während sie in die Halle gingen, zog Harry das silbrige Stück Stoff aus seiner Tasche und reichte es lächelnd seinem Paten. „Mr. Malfoy Sie werden uns führen", wies Dumbledore den Slytherin an und Harry wunderte es, dass der Blonde kein Wort darauf sagte, sondern sofort nickte.
„Warum kommen die Kinder eigentlich mit? Und wo ist Ron?", fragte Arthur Weasley leise.
„Ron hat Training und ohne Draco kommen wir nicht ins Haus", sagte Harry und reichte Draco die Hand, um mit ihm zu apparieren.
Ihr Ziel war ein kleiner Hügel oberhalb eines Friedhofs. „Wir müssen ein Stück laufen. Unser Grundstück ist mit einem Schild geschützt und die Nachbarn achten sehr darauf, was in ihrer Umgebung passiert", erklärte Draco und mit einem Schwung seines Stabs war sein Schulumhang ein stilvoller Muggelmantel. Alle anderen taten es ihm nach und Remus war so frei Harrys Umhang zu verwandeln.
„Das steht dir", flüsterte er ihm zu.
„Dir aber auch. Wir sollten dir so was besorgen", gab Harry zurück und Remus senkte betreten den Blick.
„Du weißt, dass…"
„Wehe dem du erwähnst jetzt, dass du kein Geld hast, Moony. Dann verhex ich dich bis du nicht mehr weißt wo oben und unten ist", zischte Sirius, direkt hinter ihnen.
„Seit leise", mahnte Dumbledore.
„Lasst uns diese Diskussion auf ein anders Mal verschieben", bat der Werwolf und Harry nickte widerstrebend.
Sie liefen durch eine breite Straße. Die Häuser gehörten eindeutig wohlhabenden Leuten. Es sah noch vornehmer aus, als das wo er aufgewachsen war. Gepflegte Gärten oder hohe Zierhecken Säumten die Fußwege, vornehme Häuser stachen dahinter hervor.
Vor einem weiß getünchten Haus mit großen Fenstern blieb Draco schließlich stehen. Der Garten war von einer mannshohen Mauer umzäunt, in die ein silbernes, schmiedeeisernes Flügeltor eingelassen worden war. Auf beiden der Elemente prangte ein geschwungenes M, um das sich eine Schlange wand.
„Nett", stellte Sirius fest und Harry zuckte zusammen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass sein Pate die ganze Zeit neben ihm her gegangen war.
„Silber", stellte Remus gepresst fest.
„Sie sollten Handschuhe anziehen,… L… Mr. Lupin. Alle Klinken im Haus sind aus Silber", erklärte Draco und Remus stöhnte auf.
„Danke für die Warnung, Mr. Malfoy." Draco nickte nur und zog nun einen kleinen Dolch aus dem Mantel. Für einen Moment sah er die silberne Waffe nachdenklich an und ritzte sich dann ohne mit der Wimper zu zucken, die rechte Handfläche auf, so dass Blut hervor schoss. Damit umfasste er fest die Klinke des Tores. Dieses flackerte für einige Sekunden hell leuchtend auf und schwang dann geräuschlos auf.
„Ein mächtiger Schutz", stellte Sirius fest.
„Kommen Sie. Es besteht keine Gefahr mehr", sagte Draco leise und ging zur Haustür, die er dann mit dem Schlüssel, wie jeder Muggel auch öffnete. Zumindest glaubte Harry das, bis er das leise mehrfache Klicken vernahm.
„Noch mehr Flüche?", fragte Tonks verwundert.
„Nur die Diebstahlsschutzzauber", sagte Draco und betrat ein schwarz gefliestes Foyer, wie Harry nach dem Aufleuchten der Kronleuchter feststellte.
„Wahnsinn", staunte Hermine, die sich einmal im Kreis drehte.
„Wir müssen in den ersten Stock. Dort hat mein Vater seine Sammlerstücke aufbewahrt. Schließt bitte jemand die Tür?" Malfoy schien sich hier richtig zu Hause zu fühlen. Harry kam es sofort so vor, als sei er hier der Herr.
„Keine Hauselfen?" meinte Arthur verwundert.
„Natürlich. Kommen aber nur wenn man sie ruft. Ansonsten haben sie die Order sich fern zu halten", sagte Malfoy und stieg die breite Treppe nach oben, die sich auf halber Höhe einmal teilte. Draco nahm den Weg nach rechts.
„Wo geht es da hin?", fragte Tonks und wies in die andere Richtung.
„Gästezimmer und Familiengemächer", erklärte Draco.
„Und wohin gehen wir?", erkundigte sich Arthur.
„In den Ostflügel. Büro meines Vaters, Trainingszimmer und die Bibliothek liegen dort." Draco klang alles andere als begeistert alles erklären zu müssen. Schwungvoll stieß er eine Tür etwa auf der Mitte des Ganges auf.
„Diese Idioten", schimpfte er. Harry runzelte die Stirn und beobachtete wie Draco einige Male den Zauberstab schwang.
„Was hat der denn?", fragte Hermine verwundet.
„Die Regulierungszauber wurden verstellt", erklärte Sirius, der sich gleich nach betreten des Hauses den Tarnumhang abgenommen hatte.
„Das spürst du?", fragte Remus verwundert.
„Ja. Unsere war genau so eingestellt und es gab jedes Mal Prügel, wenn ich das auch nur um 1 oder einen Grad verstellt habe", brummte Sirius.
„Bücher sind sehr empfindlich Harry", erklärte Hermine.
„Zu hohe Feuchtigkeit und zu hohe Temperatur lässt das Papier oder Pergament schnell altern. Ebenso Lichteinfluss und die Luft. Viele Sammler legen großen Wert darauf, dass alte Bücher fachgerecht aufbewahrt werden. So bleiben sie lange gut erhalten und das steigert ihren Wert", erklärte Dumbledore und zog ein paar schneeweiße Handschuhe aus seinem Umhang. „Sie haben hier ein paar sehr seltene Exemplare", stellte er dann fest.
„Die Leidenschaft meines Vaters. Ich war nur hier um Hausaufgaben zu machen zu seinem Bedauern", sagte der Blonde missmutig. Er trug ebenfalls weiße Handschuhe.
„Wo sind die Bücher?" fragte Sirius dann.
„Requerire et indicium Merlin", rief Draco und schwang seinen Stab einmal durch die Luft.
Ein rascheln ging durch den Raum, Bücher rückten aus dem Regal, verschwanden wieder und nach einigen Minuten war der Spuck vorbei. „Alle Bücher in denen Merlin erwähnt wird, sind markiert. Sie Entschuldigen mich kurz? Ich würde bei der Gelegenheit gern nachsehen was das Ministerium mitgenommen hat", sagte Draco und verschwand zur Tür hinaus.
„Einer sollte ihn im Auge behalten", meinte Sirius grimmig und wollte schon gehen, aber Harry hielt ihn zurück.
„Hilf du den anderen suchen. Ich kann eh keine Bücher mehr sehen", sagte Harry und rannte los, um den Jungen auf der Treppe einzuholen. Den Protest seines Paten hörte er nicht mehr.
„Such erst gar nicht nach einer Ausrede. Ich weiß, dass keiner von ihnen mir wirklich traut. Würde ich sicher auch nicht tun", erklärte Draco und ging an der Treppe vorbei zu einer braunen Flügeltür. Dahinter verbarg sich ein großer Raum ausgestattet mit aus Mahagoni gefertigten Sitzmöbeln und Tischen. Ein mit Marmor beschlagener Kamin flammte auf, ebenso wie ein kerzenbestückter Kronleuchter an der Decke.
„Hier werden die kleineren Empfänge abgehalten", erklärte Draco und schwang seinen Zauberstab erneut. Es gab ein kurzes scharrendes Geräusch aus dem Fußboden und vor Harry sank eine Treppe hinab. „Wenn du mitkommen willst, bitte. Aber kein Wort hiervon zu Ron oder seinem Vater. Klar?" Harry grinste nur und nickte. Das war also der Raum unter dem Salon, von dem Draco vor Jahren mal gesprochen hatte. Aber Draco vertraute ihm und das wollte er nicht zerstören. Also würde er schweigen über das, was er sehen würde.
Harry folgte dem Blonden und betrat ein kleines Kellergewölbe in dem einige Regale standen. „Fass besser nichts an. Alles hier hat etwas mit schwarzer Magie zu tun und es kann bei unbedachten Berührungen unangenehme Folgen haben", erklärte Draco. Harry nickte und ließ seinen Blick schweifen. Seltsam aussehende Statuen standen hier, einige aus dunklem Holz, andere scheinbar aus Stein, bei einer Statue vermutete Harry, dass es sich um Elfenbein handelte. Der Sinn und Zweck dieser Figuren war ihm aber ein Rätsel. Sie sahen allesamt irgendwie fremdländisch aus, aber für ihn nicht zuzuordnen, wohin sie denn nun gehörten.
Dann gab es Steine mit Runen drauf, er kannte sie aus Hermines Büchern, und eine Reihe schwarzer Kristalle die im Licht der Fackeln bunt schimmerten. „Was ist da drin?" fragte Harry und deutete auf eine Holzkiste.
„Aufmachen kannst du sie, aber fass den Inhalt nicht an", sagte Draco, ohne ihn zu beachten. Vorsichtig öffnete Harry den Deckel. Darin lag ein Pentagramm aus schwarzem geschliffenen Stein, und sieben weiß leuchtende Steine.
„Und wozu ist das gut?", fragte er neugierig.
„Geisterbeschwörung. Die Schale daneben und die Säckchen gehören auch noch dazu", erklärte Draco.
„Geisterbeschwörung? Ich dachte Zauberer entscheiden selbst, ob sie als Geister hier bleiben oder weiter gehen." Harry sah das Draco sich zu ihm umwandte.
„Du bist schlauer, als ich dachte", stellte Draco fest. Harry sagte dazu nichts. Es war eine der üblichen Sticheleien von Draco.
„Bei der Geisterbschwörung holt man die Verstorbenen zurück aus dem Jenseits. Zumindest für eine gewisse Zeit. Aber sie werden keinen freien Willen haben, denn man hat sie in unsere Welt zurück gezwungen. Außerdem kannst du jeden Geist, den du willst zurückrufen und damit dann jemanden in den Wahnsinn oder Tod treiben."
„Und das ist das Schwarzmagische?", fragte Harry irritiert.
„Genau. Die Tatsache, dass du jemandem mutwillig Schaden zufügen willst. Abgesehen davon, dass man dazu ein paar nicht so ganz erlaubte Formeln braucht." Harry schüttelte nur den Kopf darüber. Er war sich immer sicherer nie wirklich etwas mit schwarzer Magie zu tun haben zu wollen. „Ich weiß, du als Gryffindor kannst dir so etwas nicht vorstellen. Und um ehrlich zu sein, das ist einer der harmlosesten Gegenstände hier im Haus. Aber ich will dich nicht verführen", lächelte Draco und wandte sich dann wider einem goldenen Stab zu. Harry klappte den Deckel zu und ging zu dem Blonden rüber.
„Ich lass mich ganz sicher nicht davon verführen", meinte er warf einen Blick auf den goldenen Stab, der aus der Nähe mit irgendwelchen Symbolen verziert war. Seine Hände steckten in tiefschwarzen Handschuhen. „Das Ding sieht wertvoll aus", bemerkte Harry und Draco zuckte zusammen.
„Keinen Sinn für Ästhetik", murmelte Draco und sagte dann lauter „Das ist kein Ding. Es ist ein ägyptischer Zauberstab und der kostet ein kleines Vermögen. Niemand weiß wem er mal gehört hat. Wahrscheinlich einem Hohepriester. Niemand ist in der Lage mit ihm zu Zaubern, jeder, der es versucht ist bisher dabei gestorben. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Berührung mit der bloßen Haut zum Tode führt.", erklärte Draco und legte ihn wieder zurück in eine Glasvitrine.
„Und wieso liegt der hier unten?"
„Du solltest dich echt mehr damit befassen", grummelte Draco. „Das Ministerium hat überaus strenge Kontrollen für solch… zwielichtige Gegenstände. Nicht jedem wird erlaubt so etwas zu besitzen und meinem Vater war sehr daran gelegen, dass keiner erfährt, dass er sich hier befindet." Damit ging Draco Richtung Ausgang und Harry folgte ihm. Die Treppe verschwand wieder nahtlos und im Foyer fragte Harry dann.
„Wohin gehen die anderen Türen hier?"
„Warst du eigentlich schon jemals in einer Villa?", meinte der Blonde verwundert.
„Würde ich sonst fragen?", gab Harry zurück. Draco verdrehte kurz die Augen und zog dann die beiden Flügeltüren auf. Dahinter verbarg sich ein großer Raum, ausgelegt mit hellem Parkett und hellen Sitzmöbeln an den Wänden. „Bankettzimmer. Größere Empfänge werden hier abgehalten. Auch wenn du es nicht glaubst, mein Vater war immer sehr bedacht darauf in beiden Welten angesehen zu sein. Aber die Feiern waren immer streng nach Muggel und Magier getrennt", erklärte der Slytherin und führte ihn ins gegenüber liegende Zimmer. Dort standen einige Regale mit Büchern und in einem Kamin brannte munter ein Feuer, welches sich in dem blankpolierten, schwarzen Holz eines Klaviers spiegelte.
„Du kannst spielen?", fragte jemand hinter ihnen und Harry sah sich kurz um. Hermine stand hinter ihnen und bestaunte das Musikinstrument.
„Etikette", brummte Draco. Hermine trat behutsam auf das Klavier zu und strich sanft darüber und klappte dann den Deckel auf, der die Tasten verbarg. Etwas zögerlich berührte sie eine.
„Kannst du spielen?" fragte Draco unvermittelt. Hermine sah ihn leicht entsetzt an und zog ihre Hände von den Tasten zurück.
„Ich hatte mal unterricht, das war aber vor Hogwarts. Seit ich weiß, dass ich eine Hexe bin, hab ich nicht mehr gespielt", sagte sie und meinte dann: „Ich soll euch holen gehen. Wir sollen alle mithelfen zu suchen. Es sind doch mehr, als es erst aussah."
„Wir kommen gleich. Ich will noch eine Sache nachsehen", stellte Draco fest. Harry und Hermine folgten ihm. Der Slytherin nahm den Weg zur Bibliothek, betrat aber den ersten Raum auf der gegenüberliegenden Seite.
Dicke Matten lagen auf dem Boden und verschiedene Waffen hingen an den Wänden. „Kannst du mit all dem Kämpfen?", fragte Hermine neugierig.
„Ja, mit den meisten Sachen zumindest", war die Antwort und Harry fragte verwundert: „Muggelkampfkunst als Zauberer? Als Reinblüter?"
„Potter, der Zweck heiligt nun mal die Mittel. Training der Aufmerksamkeit, Konzentration und Bewegung. Zu mehr war das nie gedacht. Aber ich will nicht leugnen, dass es auch Spaß machen kann", sagte Draco und schob sie aus dem Raum wieder in die Bibliothek.
Die Ordensmitglieder hatten sich hier verteilt und blätterten in den Büchern. „Hier, Harry. Ohne die werden hier keine Bücher berührt", sagte Draco und reichte dem Gryffindor ein paar weißer Handschuhe.
„Verstanden", sagte er und gesellte sich zu Sirius, der mit Remus allein vor einem Regal stand.
„Und? Was Interessantes gesehen?" fragte sein Freund.
„Eine Menge. Wusstest du, dass Draco Klavier spielen kann?" meinte Harry.
„Nein. Aber eigentlich dachte ich auch an ein paar nicht so ganz erlaubte Sachen", schmunzelte Remus.
„Ich hab mein Wort gegeben, das ich darüber nicht sprechen darf", erklärte Harry und nahm sich ebenfalls ein Buch aus dem Regal.
„Das reicht schon als Antwort. War klar das Malfoy hier ein Versteck hat, das keiner so einfach findet", knurrte Sirius.
„Du traust ihm wohl auch nicht?" stellte Harry fest. „Dabei war er so großzügig und hat uns hier mit hergenommen und will uns helfen. Lass ihn doch ein paar Andenken wenn er sie unbedingt haben will. Solang er damit nichts macht, ist es doch egal."
„Du vertraust den Falschen, Harry. Malfoys sind Schlangen", zischte Sirius.
„Tatze, es ist gut. Wir sollten Draco etwas entgegenkommen. Er hatte es nicht einfach. Gib dem Jungen eine Chance", bat Remus. Harry schenkte seinem Freund ein Lächeln und blätterte dann lustlos in den Seiten herum.
„Ich hasse Bücher", grummelte er dabei immer wieder von Neuem.
Sie verbrachten so fast zwei Stunden dort, bis Harry plötzlich aufschrie. Er hatte sich allein in das hinterste Regal zurückgezogen, um dort nach etwas zu suchen. Sofort standen Sirius und Remus bei ihm.
„Was ist?", fragte sein Pate und Remus meinte: „Was gefunden?" Harry nickte eifrig und reichte Remus das Buch. Auch die anderen waren dazugekommen.
„Remus?", fragt Dumbledore.
„Hier steht, dass vor etwa 100 Jahren ein Reisender ein Schwert in einem Stein in einer Höhle bei Loch Ness gesehen haben will. Doch er fand die Höhle nicht wieder, als er sie einigen Dorfbewohnern zeigen wollte. Aber seine Beschreibung passt auf die Zeichnung von Lisa. Silberweißleuchtende Klinge, goldener, reichverzierter Griff", sagte Remus.
„Das ist doch schon mal was", sagte Dumbledore und wandte sich zu Draco um. „Haben Sie etwas dagegen, wenn wir uns eine Kopie dieser Seite ziehen?"
„Nein. Eine Kopie ist schon in Ordnung. Ich will ja helfen", erklärte Draco und blätterte in seinem Buch weiter.
„Gut. Remus mach du das. Wir suchen weiter, vielleicht finden wir noch mehr", erklärte der Direktor.
Als wenn das der Stein des Anstoßes gewesen wäre, wurden jetzt noch einige weitere Bücher gefunden, in denen Excalibur erwähnt wurde. Entweder ging es um die Magie, die in ihm ruhte, oder auch um Reiseberichte von Merlin. Nachdem was Harry so aufschnappte schien er wirklich irgendwann mal bei Loch Ness gewesen zu sein. „Es hat sich gelohnt, dass kann man nicht anders sagen. Nun müssen wir nur noch diese Höhle finden", stellte Arthur fest.
„Wir sollten aber auch in betracht zeihen, dass das Schwert vielleicht nicht mehr dort ist. Außerdem gibt es einige Höhlen in den Bergen um Loch Ness", erklärte Dumbledore. Harry gähnte Herzhaft und fragte: „Weiß Professor Snape denn nichts darüber?"
„Nein, leider. Kurz bevor ihr zu mir gekommen seit, hat er mich nur darüber informiert, dass Lisa am Leben und einigermaßen wohl auf ist. Wo sie ist, kann er uns leider nicht sagen. Tom hat sein Hauptquartier mit dem Fideliuszauber geschützt", antwortete Dumbledore und Harry seufzte erleichtert auf. Sie hatten also noch eine Chance. Wenn Lisa noch lebte, konnte Voldemort das Schwert noch nicht haben. Sie mussten also nur schneller sein und Glück haben das es wirklich Excalibur bei Loch Ness war. „Wir sollten gehen. Es ist schon spät", schlug der Schulleiter dann vor.
Während sie die Straße zu ihrem Ausgangspunkt entlang liefen, warf Harry Remus immer mal wieder einen sehnsuchtsvollen Blick zu und holte schließlich zu Dumbledore auf. „Professor, könnte Remus vielleicht heute Nacht mit aufs Schloss kommen?"
„Ich denke das ist keine gute Idee. Ihr habt morgen Unterricht", meinte der Schulleiter leise.
„Ich verspreche ich werde pünktlich sein. Keine Sekunde zu spät", versuchte Harry es.
„Ein anderes Mal. Wenn wir das hier hinter uns haben. Ich brauche jeden Mann im Orden."
„Na gut", seufzte Harry und ließ sich wieder zurückfallen. Wirklich passen tat ihm das aber nicht.
„Albus, überleg dir das noch mal", sagte Sirius und trat neben dem Schulleiter.
„Ich habe nicht vor über meine Entscheidung zu diskutieren Sirius. Wir brauchen euch alle im Orden."
„Dann bestehe ich darauf, dass mein Patenkind heute Nacht in meinem Haus bleibt. Es ist viel zu spät und wenn euch wieder jemand auflauert, tricksen wir ihn so aus", erklärte Sirius streng.
„Uns wird niemand auflauern und das weißt du. Außerdem ist Harry auf Hogwarts genau so sicher, wie unter deinem Dach."
„Albus. Harry ist verliebt. Gönn ihm ein bisschen Zeit mit Remus. Die hat er sich nach den vergangenen Wochen doch wirklich verdient", warf Rons Vater ein.
„Meine Entscheidung steht fest", sagte Dumbledore.
„Und Remus hat sie sich bei all der Sorge auch endlich verdient. Mit Sehnsucht…"
„Hört auf", sagte Harry.
„Er will mir das nicht gönnen und Schluss. Ich will keine erbettelte Nacht mit meinem Freund, nach der ich ein schlechtes Gewissen bekomme, weil ich ihn von der Arbeit abgehalten habe."
„Du würdest Remus nicht von der Arbeit abhalten. Wir alle gehen gleich zu Bett und vor acht machen wir auch nicht weiter. Und keiner wird auch nur ein Wort dagegen sagen, wenn Remus erst um halb Neun zu uns kommt. Es sei denn er bevorzugt den Ärger mit mir", sagte Sirius streng.
„Lasst es einfach. Ich werde mich eben bis zum Sommer gedulden, vorausgesetzt der Orden hat dann gerade keine wichtigen Aufgaben", meine Harry und achtete nicht auf Dumbledore, der ihn musterte.
„Und selbst wenn, wäre es mir egal", meldete sich nun auch Remus zu Wort. Harry sah erstaunt auf. „James hat geschafft Familie Beruf und Orden auf die Reihe zu bekommen und keines hat darunter gelitten. Da werde ich ja wohl meinen Freund und den Orden unterbringen können. Du hast mein Wort darauf, dass wir in den Ferien eine Menge Zeit miteinander verbringen werden, egal was dann los ist", erklärte Remus und lächelte Harry dann an. Der konnte nicht anders als seinen Freund fest zu Umarmen, was auch sofort zärtlich erwidert, ehe Remus mit Harry in den Grimmauldplatz apparierte. Dort trennten sie sich dann nur schweren Herzens und mit einem innigen und langen Kuss voneinander.
Als er und Hermine dann eine halbe Stunde später den Gemeinschaftsraum betraten, saß Ron in seinen Umhang gekuschelt auf einem Sessel und schlief selig. „Wecken wir ihn?" fragte Hermine.
„Den bekommen wir nicht wach, ich weiß was Besseres", meinte Harry und ließ seinen Freund vorsichtig in sein Bett schweben.
Beim Frühstück am nächsten Morgen erzählten sie ihrem Freund dann flüsternd was sie erfahren hatten. „Ich wäre auch gern mitgekommen", stellte er dann fest.
„Draco kam ganz plötzlich damit an und Professor Dumbledore wollte dass wir sofort gehen", meinte Hermine.
„Und so was besonderes ist das Haus nun auch nicht", fügte Harry hinzu. Insgeheim dachte er aber etwas anderes und fragte sich auch, wie sein Elternhaus wohl aussah. Immerhin waren die Potters wohl auch alles andere als arm gewesen. Nicht dass er so ein riesen Haus haben wollte, aber er hoffte das es schon etwas größer war, als das der Dursleys. In seinem Fotoalbum gab es nämlich kein Bild, wo es zu sehen war, nicht mal ansatzweise.
Remus teilte ihm im Laufe des Vormittags mit, dass er sich mit einigen Ordensmitgliedern nach Inverness begeben würde um von dort aus nach der Höhle zu suchen und er versprach auch sich jeden Abend zu melden, damit Harry auf dem neusten Stand war.
Doch in den ersten Tagen, nach dem sie nun einen Anhaltspunkt hatten, wo das Schwert sein könnte, tat sich nichts und Harry war dazu übergegangen andere Probleme zu lösen. Zum Beispiel wer denn nun der Spion auf Hogwarts war. Er achtete immer peinlichst genau darauf wer sich in seiner Nähe aufhielt, mit wem er sprach. Ron war immer wieder davon überzeugt, dass es Snape war, der ihn verriet und nach dem zehnten Mal hatte Harry dann die Nase so voll, dass er seien Freunde in den Raum der Wünsche schleifte und ihnen von dem Gespräch im letzten Sommer erzählte.
„Das glaub ich nicht", meinte sein Freund.
„Es ist aber so. Wir haben Frieden geschlossen. Das war er im Unterricht abzieht ist nur Show, weil Voldemort nicht begeistert davon ist, wenn er mich in Rue lässt. Er ist ganz sicher nicht der Spion", sagte Harry.
„Aber es könnte ein anderer Lehrer sein. Scott benimmt sich echt komisch in letzter Zeit. Vor allem dir gegenüber Harry", meinte Hermine.
„Ist mir auch schon aufgefallen. Aber ich glaub nicht, dass er es ist. Er hat mir eine ganze Weile geholfen. Es wäre so leicht gewesen mich an Voldemort auszuliefern. Während der Meditation, war ich immer abgelenkt. Er hätte mich ohne Probleme überwältigen können. Ich tippe auf Saphira und ihre Freunde", erklärte Harry.
„Das finden wir nur raus, wenn wir sie beobachten", meinte Ron.
„Und genau das werden wir auch tun", bestätigte Harry.
„Dass das Gefährlich ist, wisst ihr. Wenn sie wirklich Todesser sind, haben wir ein Problem. Harry, du hast selbst gesagt, dass sie problemlos mit fünf Todessern fertig geworden sind."
„Wir werden aufpassen, Hermine. Aber wenn ich rum sitze und nichts tue, werde ich wahnsinnig. Ich muss mich mit etwas ablenken", erklärte Harry.
Aber auch in den ersten Tagen des Aprils war nichts über die Drei rauszubekommen. Sie verschwanden immer wieder spurlos. Immer zu zweit. Es war nicht nachzuvollziehen wohin sie gingen oder wann sie wiederkamen. Und dann brach schon das zweite Aprilwochenende an. Remus hatte gemeldet, dass sie wohl dicht dran wären etwas zu finden. Es gäbe in der Nähe eine starke Magiequelle.
Harry saß allein an einem der hinteren Tisch im Gemeinschaftsraum und rollte seine letzten Hausaufgaben zusammen, an denen er die vergangenen Stunden verbracht hatte, während er auch immer mal wieder auf die Karte sah. Saphira und John waren ihm entwischt. Erst waren sie noch in der großen Halle gewesen und als er das nächste mal nachgesehen hatte, waren sie verschwunden. „Komm, Harry. Es ist halb elf. Wir sollten endlich gehen", meinte Hermine und zog ihn aus dem Sessel.
„Ich komm ja", erwiderte er und steckte seine letzten Bücher in die Tasche. Die Karte ließ er in seinem Umhang verschwinden.
Auf ihrem Rundgang scheuchten sie ein paar Hufflepuff Schüler aus der Küche, Hermine kassierte verbotene Scherzartikel mit denen zwei Ravenclaws scheinbar einem Slytherin einen Streich spielen wollten, der dann auch noch herumgelaufen war und sich eine Standpauke anhören durfte.
In der Eulerei warf Harry noch mal einen Blick auf die Karte und sofort kam leben in ihn. „Seht mal", meinte er und deutete au den Punkt, der mit Linnéa Anderson beschriftete war.
„Das darf sie nicht", stellte Hermine fest.
„Ich glaube kaum, dass sie das interessiert", sagte Ron.
„Das ist unsere Chance, Leute. Folgen wir ihr", sagte Harry.
„Wir werden aber nicht das Gelände verlassen, klar? Wenn sie zu den Todessern gehören, dann sind wir geliefert", meinte Hermine ernst.
„Versprochen. Wir werden das Gelände nicht verlassen", erklärte Harry und beeilte sich ihr nachzukommen, denn sie hielt direkt auf das Portal zu.
Während Linnéa über das Gelände schlich, warf Harry sich und seinen Freunden in der Vorhalle den Tarnumhang über. So konnten sie zwar nur langsam weitergehen, aber sie hatten eine Chance das Mädchen einzuholen, das sich durch den Schatten der Gewächshäuser schlich.
„Die geht auf den Wald zu", flüsterte Hermine draußen über das Heulen des Windes hinweg.
„Ich sehe es. Du bleibst hier. Ron und ich folgen ihr. Nimm den Umhang und geh zurück ins Schloss. Wir sind in spätestens einer Stunde wieder bei dir", flüsterte Harry.
„Aber..."
„Hermine. Wir sind Animagi. Uns kann nichts passieren und ich werde schon keine Dummheiten machen. Hier. Nimm auch die Karte mit, dann kannst du uns immer im Auge behalten", meinte Harry.
„Seit bloß vorsichtig", sagte Hermine. Harry nickte und warf noch einen letzten Blick auf die Karte. Lin hatte gerade den Waldrand erreicht und ging nun immer gerade aus.
„Verwandle dich und setz dich auf meinen Rücken. Dann sind wir schneller und verlieren uns nicht", wies er Ron an.
Sie waren selbst nicht weit vom Waldrand entfernt, so war das Risiko, dass sie gesehen wurden gering. Mit großen Sprüngen überbrückte Harry den letzen Rest des Weges und rannte dann durch den Wald, um Linnéa einzuholen. Er hatte deutlich einen Geruch in der Nase, der hier nicht hergehörte. Mädchenparfum. Doch mitten auf einer Lichtung verflüchtige der sich plötzlich. Weit und breit war keiner zu sehen oder zu hören und Harry verstand echt die Welt nicht mehr. Er versuchte noch einige Male den Geruch zu finden, vergebens. Er war und blieb verschwunden.
„Wo ist sie geblieben?" fragte Ron leise, der sich auf den Boden gesetzt und sich verwandelt hatte. Harry tat es ihm nach.
„Wenn ich das wüsste. Ich hatte ihr Parfum in der Nase und hier endet es. Es ist einfach weg. Verschwunden", sagte Harry.
„Aber wo soll sie hin sein. Das geht doch nicht. Man kann hier doch nicht apparieren", meinte der Rothaarige. Harry sah seinen Freund an und konzentrierte sich, doch nichts geschah, als er es versuchte.
„Nein. Geht nicht. Schutzzauber, aber irgendwie muss sie es geschafft haben", meinte Harry.
„Vielleicht ist sie mit einem Besen geflogen. Warte ich sehe nach."
„Sei vorsichtig. Das stürmt da oben ganz schön", warnte Harry seinen Freund noch ehe de vom Boden abhob. Harry sah sich währenddessen noch mal um. Also wenn sie bei dem Wetter mit einem Besen geflogen war, war sie gut. In so einem Sturm zu fliegen war nicht einfach. Ziemlich zerzaust landete Ron wieder bei ihm.
„Nichts zu sehen. Weit und breit nichts. Sie muss hier noch irgendwo sein", sagte er. Harry bückte sich und hob eine von Rons Federn auf und drehte sich nachdenklich und den Hand.
„Oder sie ist doch geflogen. Nur anders eben."
„Du meinst sie ist ein Animagus?" fragte Ron.
„Ja. Hier ist sie nicht. Das hätte ich gewittert. Hier endet ihr Parfum einfach so und das ist normalerweise unmöglich. Sie muss den Wald verlassen haben. Apparieren geht nicht, bleibt nur fliegen. Und so weit können wir nicht hinter ihr gewesen sein. Du hättest sie sehen müssen, wenn sie einen Besen genommen hätte. Aber ein Vogel wäre was anders. Vielleicht auch nur ein Insekt. Denk an Rita Kimmkorn. Als Fliege hätte sie keiner bemerkt."
„Aber… wenn sie ein Tier ist, könnte sie doch auch hier immer noch sein, oder?", meinte der Rothaarige.
„Nur als Vogel oder Insekt. Andere Tiere sind nicht in der Nähe. Das hätte ich auch gerochen", erklärte Harry.
„Lass uns gehen. Wenn sie eine Fliege ist oder so was, finden wir sie niemals. Und mir ist kalt."
„Ja. Komm. Aber als Tiere. Ich möchte keinem der Wesen hier als Mensch begegnen. Das könnte ziemlich unschön werden", sagte Harry und verwandelte sich.
Auf dem Rückweg, bemerkte Harry plötzlich ein Flüstern in der Nähe. Stimmen. Neugierig und auf leisen Pfoten folgte er seinem Gehör. „Bitte. Machen Sie ihnen nichts mehr. Ich werde alles tun", sagte eine Männerstimme.
„Das haben Sie schon so oft versprochen. Sehen Sie zu, dass wir den Jungen endlich kriegen, oder den beiden wird es sehr schlecht ergehen", sagte eine zweite Stimme kalt. Harry kroch flach über den Boden, um den Stimmen näher zu kommen. Sie waren nicht mehr weit weg und er wollte nicht, dass ihn jemand sah. Auch Ron schien angespannt zu sein. Die scharfen krallen des Adlers bohrten sich Schmerzhaft in seinen Rücken.
„Bitte. Ich wusste nicht, dass er ein Tiger wird, oder dass er mit seiner Hauslehrerin zurückkommt. Ich wusste doch nicht mal, wo er oder die Lehrer hingegangen waren", meinte die Männerstimme, die auch zuerst gesprochen hatte. Sie klang verängstigt und der Geruch von kaltem Schweiß stieg Harry in die Nase.
„Sie hätten uns warnen können, dass der Junge Animagi macht, dann wären wir vorbereitet gewesen", zischte die andere Stimme. Plötzlich spürte Harry, dass Ron abhob und er wollte ihm schon nachrufen, besann sich aber, da dies ganz sicher von den Männern gehört werden würde.
„Ich wusste es nicht. Ehrlich. Seit Severus das Training wieder übernommen hat erfahre ich gar nichts mehr. Er zieht sich von mir zurück", erklärte der Erste und Harry runzelte die Stirn. Von wem zog er sich denn bitte zurück? Was ging hier überhaupt vor? Und wer war das, der dort sprach? Die beiden Männer standen in einem Winkel in den Harry nicht sehen konnte, ohne selbst entdeckt zu werden. Plötzlich landete Ron neben ihm und verwandelte sich zurück.
„Das ist ein Todesser und Scott", zischte er. Harry riss die Augen auf und verwandelte sich auch.
„Das darf nicht wahr sein", flüsterte er leise. Plötzlich war es ruhig und Harry schluckte. Hatten sie ihn gehört? Würde er gleich angegriffen werden?
„Verdammte Biester. Scott, ich warne Sie. Der Lord ist ungeduldig. Er wird sich nicht mehr lange hinhalten lassen. Sehen Sie zu, dass wir den Jungen zu fassen bekommen, egal wie oder sie werden von ihrer Familie noch mehr Einzelteile bekommen."
„NEIN! Nein bitte. Lassen sie sie in Ruhe. Ich tue ja was ich kann. Mir fällt schon was ein", meint Scott verängstigt. Er bekam keine Antwort mehr darauf, nur ein Plopp war noch zu hören.
So, das wars mal wieder für heute? Und Hab ich mir ein Review verdient?
Im nächsten Chap geht es dann weiter damit das Harry von unserem lieben Schulleiter selbst eine Strafarbeit bei Professor Snape bekommt. Und es gibt auch in Sachen Lisa etwas neues.
Also bis dahin,
Eure Imo