Hallo meine treuen Fans.
es it mal weider so weit. Wochenende. Und das heißt, ihr bekommt etwas zu lesen.
Ich bedanke ich einmal ganz herzlich für die Reviews auf diesem Wege, da der Sch... Alert schon wieder nicht geht.
Und ich will mich auch nicht mehr lange aufhalten. nur das folgende sei zu diesem Cha zu beachten.
!!!!!!!!NICHTS FÜR ZARTBESEITETE MENSCHEN! SEHR VIEL GEWALT!!!!!!!!!
Und nun Viel Spaß beim Lesen
erue Imo
Rettung (aus) der Zukunft
Kapitel 46
Harry musste diese ganzen Informationen erstmal verdauen. „Wie ihr habt geholfen? Ich denke ihr habt nichts mit Voldemort zu tun", meinte Ron verwundet.
„Haben wir auch nicht", meinte John und sah Saphira an. „Ihr beide wisst doch am ehesten wie sehr Harry unter dem Tod seines Paten gelitten hat. Und auch wir wissen es von Severus. Er hat es uns erzählt, kurz bevor wir hergekommen sind. Und deshalb haben wir die Kirche mit einem Schild geschützt, damit die Auroren Voldemort nicht unterbrechen ehe Sirius nicht zurück ist."
„Was?" platze Harry heraus. „Ihr wart das? Wieso setzt ihr uns erst auf seine Spur, wenn ihr uns dann doch aufhaltet. Ohne eure Hinweise hätten wir das doch nie mitbekommen."
„Dass du den Lockvogel machst, war auch nicht geplant", konterte Saphira. „Außerdem wussten wir nicht, dass der Moment in dem Sirius zurück kommt und der wo Voldemort das Ritual beendet, so dicht beieinander liegen. Wir dachten es wäre mehr Zeit dazwischen, um das Schild aufzuheben und euch den Zugang zur Kirche zu ermöglichen."
„Hat Snape euch das so erzählt?", fragte Ron missmutig.
„Nein", meinte Linnéa.
„Harry", begann Saphira mit ruhiger Stimme. „Ich gebe zu, es war nicht in Ordnung. Aber wir waren die ganze Zeit in deiner Nähe und ich schwöre dir am Grabe meines Vaters… eh… ich mein bei der Ehre der Rumtreiber, wir waren jede Sekunde bereit einzugreifen.
Und sei bitte mal ehrlich zu dir selbst. Wäre Sirius jetzt nicht wieder da und ich würde dir das jetzt hier sagen, würdest du nicht wütend sein? Du würdest mich doch dafür hassen, dass ich es verhindert habe. Außerdem waren wir immer darauf bedacht die Zukunft nicht all zu drastisch zu verändern. Na ja. Wirklich gelungen ist uns das wohl nicht."
Harry starrte nur missmutig zu Boden. Sie hätten ihn fast umgebracht mit dieser Aktion, sie hätten Remus beinahe... weiter kam Harry nicht. Von irgendwoher kam ein lieblicher Gesang, der ihn aufsehen ließ. Es war als würde ihn einen unglaubliche Wärme durchströmen und er schaffte es einfach nicht noch länger wütend zu sein.
Über den ihnen loderte eine Stichflamme auf und ein Phönix schwebte durch den Raum. „Fawkes?", fragte Harry und Saphira lachte leise auf.
„Nein. Nicht Dumbledores Phönix. Das ist Naemi. Sie hat dir das Leben gerettet."
„Dein Phönix?", fragte Hermine anerkennend.
„Ich wage es nicht zu behaupten, dass sie mir gehört", sagte das Mädchen lächelnd und streichelte das Tier sanft, das sich auf ihre Schulter niedergelassen und inzwischen seinen Gesang beendet hatte. „Ich hab sie nicht abgerichtet. Wir sind uns zufällig begegnet kurz nachdem wir hier angekommen sind und haben uns angefreundet. Seitdem ist sie immer in meiner Nähe."
„Ich hab sie noch nie hier gesehen", meinte Ron.
„Wäre wohl auch ziemlich auffällig ein Schüler mit einem Phönix", meinte John schmunzelnd.
„Ich denke wir sollten weiter machen. Es ist immerhin eine 20 Jahre lange Geschichte und Pembroke war bei uns nur der Anfang", sagte Linnéa und sah Harry an. „Dad… Sirius hat es geschafft aus dem Ministerium zu entkommen. Ohne Hilfe und unerkannt. Wie er das hinbekommen hat, wusste er selbst nicht. Er hat einige Tage gebraucht, um sich in die Waldhütte zu schleppen, in der sich auch Onkel… Remus zurückgezogen hatte. Er war schon nach ihrer Schulzeit mal dort gewesen."
„Mein Dad… ich meine Remus, war völlig außer, sich Sirius wieder zu sehen. Allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Er hatte ihm versprochen, sich um dich zu kümmern, Harry und er hat sich das für deinen Tod verantwortlich gemacht. Schließlich hatte keiner aus dem Orden deinem Gefühl in Gefahr zu sein vertraut.
Natürlich hat er sich um Sirius gekümmert, aber ansonsten hat er sich verkrochen. Es hat Sirius viel Mühe gekostet Dad… Remus so weit wieder aufzubauen, dass er bereit war zu kämpfen und Voldemort für deinen Tod in den Arsch zu treten. Und das war wohl bitter nötig. Der Phönixorden brauchte jeden Mann und jede Frau. Voldemort demonstrierte seine Macht und dem Orden ist es nur unter großen Verlusten gelungen ihn über beinahe 8 Jahre hinweg an der Übernahme des Ministeriums zu hindern."
„Das heißt bis 2004. Und ihr? Ich meine Remus hat doch nichts für Frauen übrig, oder Harry?" meinte Hermine nachdenklich.
„So hat er es mir und Sirius jedenfalls erzählt", bestätigte der Gryffindor mit einem ziemlich miesen Gefühl. Würde Remus ihn in drei Jahren doch verlassen? Und das wegen einer Frau? Allein bei dem Gedanken wurde ihm schon schlecht.
„Mein Dad ist nur an Männern interessiert. Aber sturzbesoffen und ausgehungert nach ein wenig Zärtlichkeit war er wohl nicht mehr er selbst", erklärte Saphira. „Mit meiner Mum zu schlafen war nie geplant, und meine Zeugung schon gar nicht. Die Welt war mitten in einem Krieg, den sie so noch nie zuvor gesehen hatte. Dort Kinder hineinzusetzen war für viele schon ein Verbrechen. Aber als meine Mutter merkte, dass sie schwanger war, war es zu spät um etwas zu tun und als ich dann auf der Welt war wollte sie mich nicht mehr hergeben. Remus allerdings war… nicht gerade begeistert, wenn ich es mal milde ausdrücke. Er war der Meinung dich und seine Liebe zu dir verraten zu haben, Harry. Es hat Jahre gedauert bis wir einander wirklich nahe standen wie Vater und Tochter", erzählte Saphira wehmütig und fast schon traurig.
„Remus liebt Kinder. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als ein eigenes", meinte Harry verwundert.
„Damit hat mein Dad ihn dann auch wohl überzeugt Saphira nicht völlig zu verstoßen. Und mit der Argumentation, dass du es wohl kaum gewollt hättest, dass Remus sein eigen Fleisch und Blut einfach ignoriert, wie du es durchmachen musstest wegen Peters Verrat", sagte Linnéa und Harry nickte. So was hätte er niemals gewollt.
„Onkel Severus hat man 1998 enttarnt und Peter hat eingesehen einen Fehler begangen zu haben. Voldemort hat die Todesser reihenweise ermordet, wenn sie auch nur einen kleinen Fehler gemacht haben. So hat er dann den Posten als Spion übernommen. Er hat sich einige Male öffentlich gezeigt und damit konnte der Minister nicht anders, als Sirius sofort für unschuldig zu erklären und seinen Namen rein zu waschen. Und das hat Dad auch genutzt. Er soll schon immer ein Charmeur gewesen sein. Bis meine Mutter dann auftauchte. Amy Mathews. Seine ewig große Liebe. Und dieses Mal hat er sie nicht entkommen lassen, sondern festgehalten und das getan, was er schon nach der Schule hätte tun wollen. Sie geheiratet. Und im August 2000 bin ich auf die Welt gekommen. Auch eher ein Unfall. Aber willkommen", meinte Linnéa.
„Und meine Mutter?", seufzt John. „Sie hatte etwas mit Peter. Eine Todesserin, die aussteigen wollte. Er hat sie in den Orden gebracht.
Im April 2000 ist Peter gestorben. Remus und Sirius waren den Todessern in eine Falle getappt und er hat ihnen die Flucht ermöglicht, indem er sich seinem Meister selbst in den Weg gestellt hat. Onkel Sirius hat mir erzählt er sei als Held gestorben und hätte damit seine Schuld beglichen. Sie hätten ihm verziehen." Harry sagte dazu nichts. Zugegeben. Im vergleich zu dem, was die drei hier durchgemacht haben mussten, war seine Kindheit ein Zuckerschlecken gewesen, aber das änderte nichts daran, dass diese Ratte seine Eltern betrogen und verraten hatte. Und dafür würde Peter bezahlen. „Meine Mutter hat meine Geburt nicht überlebt und ich bin bei Remus und Sirius geblieben", endete der Slytherin.
„Bis zum Herbst 2004 galt Hogwarts, trotz Voldemorts ständigen Übergriffen, als Fels in der Brandung. Es war immer noch einer der sichersten Orte in der ganzen Zauberwelt und viele Mütter und Väter schickten ihre Kinder aus diesem Grund hier her. Währenddessen scharrte Voldemort Zauberer aus der ganzen Welt um sich, die so dachten wie er und dann kam was kommen musste. Er hat das Schloss angegriffen. Mit allem was er hatte. Die Todesser, Dementoren, Riesen, Inferi. Es sollen sogar ein paar Drachen dabei gewesen sein.
Nachdem Peter gestorben war hat Draco Malfoy seinen Posten übernommen. Seine Eltern waren einige Tage nach Peters Tod wegen einem missglücken Übergriff auf den Minister hingerichtet worden und du kennst ihn. Er ist in unserer Zeit nicht anders, als hier auch. Es hat sein Weltbild erschüttert und er hat sich quasi selbst bekehrt und wurde zum Spion. Aber auch seine Warnung hat nicht mehr viel helfen können", erklärte Linnéa.
„Nein. Sie hat gar nichts gebracht. Bis auf 4 Lehrer unter ihnen Onkel Severus und Minerva McGonagall sind alle Lehrer umgekommen bei dem Versuch das Schloss zu retten. Ebenso wie gut 4 dutzend Auroren und 25 Leute aus dem Orden. Von den 250 Schülern, die man nicht mehr hatte wegbringen können, wollen wir lieber gar nicht reden. Über 300 Tote auf der hellen Seite in nur zwei Tagen. Das Blutbad mag sich keiner vorstellen. Und vom Schloss waren nur noch ein paar Mauern und Treppen übrig. Vollkommen zerstört.
Voldemort hat die gesamte Magie seiner Ahnen eingesetzt und Dumbledore hat die Magie des Schlosses beschworen, um ihn aufzuhalten. Es hat das gesamte Land auf Jahrhunderte magisch verseucht. Sie liegt wie eine erdrückende Decke über dem Land. Die Wiesen sind voll gesogen mit dem Blut der Toten, der Wand völlig verlassen. Kein Mensch, hält es dort länger als ein paar Minuten aus. Die Muggel wagten sich nicht mal in die Nähe. Es spukt dort, sagten sie. Und wir? Wir müssen die Kämpfer unserer Seite, hinter einem Zaubernebel verborgen, mitten im Wald beerdigen, weil ihre Gräber nur dort vor der Schändung der Todesser sicher sind." Saphira war, je mehr sie erzählte, immer wütender geworden und Naemi stimmte wieder einen beruhigenden Gesang an.
Stumm lauschten sie ihr eine Weile und Harry versuchte das gehörte zu verarbeiten. So schlimm hatte er sich ein Leben unter Voldemort eigentlich nicht vorgestellt. Sicher würde es grausam werden, aber so? Es war kein Wunder, dass die Drei versuchten die Zukunft zu ändern. So wollte und sollte keiner Leben. Ein Grund mehr Voldemort endlich umzubringen und es zu beenden, was mit dem Tod seiner Eltern begonnen hatte.
„Professor McGonagall hatte sich die größte Mühe gegeben den Orden weiter zu führen", setze John fort, nachdem der Phönix wieder verstummt war. „Aber nach dem Fall Hogwarts ging alles den Bach runter. Die nächsten 12 Jahre waren einfach nur die Hölle. Morde, Folter, Verfolgungen. Das Ministerium ist gefallen. Wir waren gerade mal sechs, als wir unsere ersten Zauberstäbe bekamen und unsere Väter mit uns trainiert haben."
„Und das war gut so", meinte Saphira, wieder ruhiger. „Der Phönixorden musste ständig umziehen. Jeder, der auch nur ansatzweise Widerstand geleistet hat, ist brutal ermordet worden. Der Orden war immer auf der Flucht. Nie blieben wir länger als eine Woche an einem Ort. Und dennoch hat man uns einige Male gefunden und wir mussten um unser Leben kämpfen und bei einem dieser Kämpfe hat meine Mutter ihres verloren. Und das war das erste Mal, dass ich mich in einen Werwolf verwandelt habe, ohne dass Vollmond war."
Flashback POV: Saphira (8 Jahre)
Die Männer in den schwarzen Roben, diese Todesser, hatten uns gefunden. Keiner wusste wie oder fragte danach. Es war einfach so. Und nun mussten wir um unser Leben rennen, wegen diesem doofen Apparationsschild und Portschlüssel wurden eh immer verfolgt. Verstecken war die einzige Chance. Dabei hatten wir doch schon morgen wieder umziehen wollen.
Meine Mutter lief dicht hinter mir und trieb mich an. Mein Vater rannte irgendwo weit hinter mir. Wo Jonny und Lin waren wusste ich gar nicht. sie waren vor uns aus dem Haus gerannt. Flüche stoben an uns vorbei, unsere Freunde gingen zu Boden. Aber wir blieben nicht stehen. Das konnten wir uns nicht erlauben. Dann wären wir gleich Tod. Plötzlich schrie meine Mutter hinter mir auf und nur Sekunden danach hörte ich meinen Vater ihren Namen schreien. Ich blieb stehen und drehte mich um. Sie lag auf dem Boden. Ihre helle Bluse sog sich voll mit roter Flüssigkeit. Blut. Ihr Blut. Ich roch es. Es vermischte sich mit ihrem Körpergeruch. Tränen traten mir in die Augen und ich lief zu ihr. Entgegen allem was mein Vater mir beigebracht hatte und was vernünftig gewesen wäre in unserer Situation, rannte ich zu ihr und ließ mich neben ihr auf die Knie fallen.
Ich wollte nicht, dass sie starb auch wenn mir mein Werwolfsinstinkt sagte, dass es so kommen würde. Die Wunde war zu groß und zu tief um ihr binnen Sekunden zu helfen und sie dann wegzubringen. Zitternd berührte ich ihre Wange und ihre Augen flackerten zu mir rauf. „Ich. Liebe… dich… Saphira. Vergiss das… nie", brachte sie leise stockend über die Lippen ehe ihr Kopf zur Seite viel. Ich hatte aber jedes Wort gehört, obwohl um mich herum ein ziemlicher Lärm war. Aber das lag nur daran, dass ich ein Werwolf war. So wie mein Vater. Ich konnte besser hören, besser riechen und besser sehen. Und wenn nachts der Mond ganz dick und rund war, war sich sogar ein richtiger Wolf.
„Mum", flüsterte ich, während mir die Tränen über die Wagen liefen. Ich wollte nicht, dass sie mich allein ließ. Ich brauchte sie doch. Sie war doch die einzige, die mich wirklich lieb hatte. Mein Dad war immer komisch zu mir. Er nahm mich nur selten in den Arm und einen Kuss bekam ich noch seltener. Meine Mum hatte mir zwar gesagt, dass Dad mich sehr lieb hatte und er nur Angst hatte davor es zu zeigen, weil alle die er vorher geliebt hatte nicht mehr da wären und er nicht wollte, dass mir auch was passiert, aber wirklich geglaubt hatte ich ihr das nie. Denn Onkel Sirius hatte auch schon viele Menschen, die er Lieb hatte, verloren und nahm Lin trotzdem öfter in den Arm oder küsste sie.
„Saphira lauf!", rief Dad und im nächsten Moment traf mich ein Fluch, der furchtbar wehtat. Ich konnte nur noch Schreien vor Schmerzen. Als es aufhörte stand ein Todesser ganz dicht vor mir.
„Keine Angst meine Kleine", lachte er. „Du siehst deine Mama gleich wieder. Und wenn noch mal so schön schreist wie gerade, dann schick ich deinen Papa auch zu euch." Dann überfielen mich wider diese Schmerzen. Doch sie ließen auch sofort wider nach.
„Lauf!", schrie mein Vater der sich auf den Todesser gestürzt hatte, noch mal, aber ich konnte mich nicht rühren, alles tat mir weh und ich war in meinen Gedanken gefangen. Dieser Bastard hatte meine Mum umgebracht. Er war es, der mir meine Mutter genommen hatte. Dafür sollte er sterben. Ich wollte ihn Tod sehen. Ich könnte das Blut in meinen Ohren rauschen hören, Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Eine unbändige Wut hatte mich gepackt und was dann kam würde ich mein Lebtag nicht vergessen.
Ich spürte ein Ziehen in meinen Armen und Beinen. Gerade so, als würde ich mich verwandeln. Aber das konnte nicht sein. Der Mond war erst vor sieben Tagen rund gewesen. Es dauerte also eine Weile, bis er es wieder sein würde und trotzdem, es war die Verwandlung. Nur sie tat nicht so weh wie sonst. Aber ich spürte deutlich wie ich Fell bekam und meine Sinne sich noch weiter schärften. Und ich spürte den Wolf und seinen Blutdurst.
Der Todesser hatte meinen Vater gerade entwaffnet und wollte ihm einen weitern Fluch auf den Hals jagen. Doch der starrte nur mich an. „Oh mein Gott", hörte ich ihn deutlich flüstern und daraufhin drehte sich auf der Todesser um und schrie entsetzt auf. Bevor er mich aber mit einem Fluch belegen konnte riss ich ihn zu Boden und vergrub meine Zähne in seinen Arm. Es war mir egal, dass ich ihn damit anstecken würde. Ich wollte ihn eh töten. Durch den Schwung rollte ich über ihn hinweg, kam aber sofort wieder auf die Beine. Der Todesser bekam nicht mal die Chance sich ganz aufzurichten, als ich in ein weiters Mal ansprang und anfing mit meinen Krallen auf ihn einzuschlagen. Ich spürte die Blutspritzer auf meinem Gesicht, spürte wie ich sein Fleisch zerschnitt, aber ich konnte nicht aufhörten. Seine Schmerzensschreie waren Musik in meine Ohren und selbst als sein Herz aufhörte zu schlagen ließ ich nicht von ihm ab. Ich bemerkte nicht Mal, dass ich mich zurück verwandelte. Erst als mein Vater mich von hinten festhielt und mir beruhigend zuflüsterte kam ich wider zu mir.
„Sch. Ist gut, Kleines. Ist ja gut. Beruhig dich." Mein Blick klärte sich und ich sah das Blut an meinen Händen, schmeckte es auf meiner Zunge und bei dem Anblick des zerfleischten Todessers wurde mir schlecht. Zitternd drehte ich mich zu meinem Vater um.
Ich hatte einen Menschen getötet. Als Werwolf. Was dachte er jetzt nur von mir? Hielt er mich für eine Bestie? Für die Bestie man den Werwölfen immer nachsagte? Würde er mich weggeben? Mich allein lassen? Oder würde er Angst vor mir haben? Angst, dass ich ihm wehtun würde.
„Moony verdammt nun… ach du scheiße!", reif Onkel Sirius und ich zuckte heftig zusammen, als er mich ansah. Ich war mir sicher er würde mich nie wider auf den Arm nehmen, oder mit mir spielen. Und Lin dürfte ich sicher auch nicht mehr zu nahe kommen. „Lass uns verschwinden. Die kommen sicher gleich und suchen nach unserer Spur", meinte mein Onkel seine und Dad stimmte zu und wickelte mich in seinen Umhang, bevor er mich auf den Arm hob und wir disapparierten.
Flashback Ende
Harry starrte Saphira an. Und ihm wurde allein schon beider bloßen Vorstellung schlecht. Schließlich hatte er Remus Krallen schon zu spüren bekommen. Und das ein 8 jähriges Kind so was tun konnte… er hätte das Saphira nie zugetraut. Niemals. Sie war sonst so ruhig und gelassen. Aber das schien wohl alles nur Fassade zu sein. Harry sah, dass Hermine etwas sagen wollte aber Saphira hob die Hand. „Was passiert ist, hatten wir ziemlich schnell raus", meine das Mädchen nachdenklich. „Die Lykantrophie ist bei mir ein Teil meiner Erbanlage. Ob das grundsätzlich so ist, oder nur Zufall, kann ich dir nicht sagen, das hat nie jemand versucht herauszufinden. Wenn ich ehrlich bin, ich habe nie jemanden getroffen dessen Vater oder Mutter ein Werwolf war. Auch wenn auf die Werwolfsgesetze keiner mehr geachtet hat.
Tatsache ist, durch diese Veranlagung kann ich mich wie ein Animagus jederzeit verwandeln, egal in welcher Mondphase. Ich erwecke selbst den Werwolf, so wie es normalerweise nur der Vollmond macht. Die Kontrolle ist zwar nicht so einfach, aber ich schaff es seit 5 Jahren sie zu behalten, egal in welcher Mondphase wir sind. Abgesehen vom Vollmond. Der hat auf mich die gleiche Wirkung, wie bei jedem anderen Werwolf, ohne Banntrank. Aber sonst werde ich nicht mehr zu einer mordenden Bestie, mit der der Todesser Bekanntschaft gemacht hat.
Und es hat mich Dad näher gebracht. Er hat mich zwar immer noch nicht so in den Arm genommen, wie es Sirius mit Linnéa getan hat, aber mit der Zeit hat sich eine andere Art der Liebe zwischen uns entwickelt. Ich wusste nach diesem Erlebnis immer, dass er mich liebt und er immer für mich da ist. Es hat sich ein besonderes Band zwischen und entwickelt."
Linnéa schmunzelte. „Ja. Das war schon was Besonderes. Und Angst hatte ich nie vor ihr. Ganz im Gegenteil. Ich war versessen darauf mich auch in ein Tier verwandeln zu können. Immerhin wusste ich ja, dass mein Dad es auch konnte. Und so hat Sirius zwei Jahre später angefangen mich und John zu Animagi auszubilden. Leider hat das meine Mutter nicht mehr erlebt. Sie starb ein halbes Jahr nach Saphiras. Es war ein direkter Kampf, provoziert vom Phönixorden. Ein Todesser hat sie von hintern erledigt. Freuen konnte er sich daran aber nicht lange. Mein Dad und ich haben ihn erledigt. Nein. Ich hab ihn erledigt. Ich war es die ihm den Rest gegeben hat. Aber bei weiterem nicht so spektakulär wie Saphi. Der Avada macht doch sehr viel weniger Dreck." John lachte auf.
„Nun mach hier nicht den Unschuldsengel. Du kannst auch ganz schön brutal werden, Lin. Ich kann mich da an Kämpfe erinnern, wo du alles andere als zimperlich warst", meinte John.
„Stimmt. Wenn ich da an Bellatrix denke. Ihr die Augen auszuhacken, während ihre Hände auf dem Rücken gefesselt sind, ist nicht gerade die feine englische Art", stimmte Saphira zu.
„Was?", keuchte Hermine die aschfahl im Gesicht war, wie Harry feststelle.
„Keiner schüttet meinem Vater ungeschoren einen Trank ins Gesicht, der ihm die Netzhäute verbrennt. Und was hat er mal gesagt? Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert", grinste Linnéa und Harry bekam den Eindruck, dass sie alle nicht mehr so ganz bei Trost waren. Aber Moment…
„Sirius wird… blind?" fragte er dann, als er endlich begriffen hatte was Lin da gerade gesagt hatte.
„In unserer Vergangenheit. Harry", meinte John beruhigend. „Und das heißt nicht, dass er es hier auch wird. Denn soweit ich weiß sitzt Lestrange in einem Kerker. Und sie war dafür verantwortlich."
Flashback POV John (12 Jahre)
Der Orden, auch wenn er nur noch klein war, war mal wieder unterwegs. Mittlerweile nahmen meine Ziehväter uns mit. Wir waren alt genug um zu kämpfen und jeder der konnte wurde gebraucht. Der ehemalige stellvertretende Zaubereiminister hatte einen Geheimbund gegründet, um das Ministerium zurück zu erobern und davon hatte Voldemort Wind bekommen und wollte ihn nun töten lassen. Er selbst wusste nichts davon und wir, auch wenn wir ihm uns angeschlossen hatten, waren nicht bereit unseren Informanten zu verraten.
Onkel Sirius ging nicht gut. Es war Winter und er hatte sich eine schwere Grippe geholt, da unser neustes Versteck nicht beheizt war. All zu viel zaubern durften wir nicht, damit wir nicht entdeckt wurden und seinen letzen warmen Pulli hatte er einer Frau gegeben, die sich bei uns versteckte, damit ihr Baby es warm hatte. Trotzdem wollte er unbedingt mitkommen und Linnéa hatte sich vergeblich den Mund fusselig geredet um ihn davon abzubringen.
Pünktlich wie die Maurer tauchten die Todesser auf und wir fackelten nicht lang und griffen sie an. Es war ein kurzer Kampf, denn wir waren in der Überzahl. Doch als wir sie gerade fein säuberlich verschnüren wollten, tauchten noch mehr auf und das Duell brannte erneut auf. Und dieses Mal waren sie in der Überzahl. Ich stand fast neben Onkel Sirius, als ich sah, wie sein Duellpartner, der kein anderer wie seine eigene Cousine, etwas aus dem Umhang zog und ihm entgegen warf. Ein markerschütternder Aufschrei war zu hören und Sirius ging zu Boden und presste beide Handflächen auf die Augen. Linnéa hatte es im selben Moment wie ich gesehen, konnte aber auch nicht mehr schnell genug reagieren, da wir beide auch mitten in Duellen waren. Aber jetzt stürzte sie sich auf ihre Großcousine, während ich meinen und auch ihren Todesser erledigte, um dann zu meinem Onkel zu eilen.
„Meine Augen!", schrie er immer wider verzweifelt und fing an wild um sich zu schlagen, als ich ihn berührte.
„Ich bin es John. Halt still", fauchte ich ihn an und griff nach seinen Händen. Im Licht des fast vollen Mondes sah ich was passiert war. Die Augen waren blutunterlaufen, fast schwarz. Keine Pupille, keine Iris war mehr zu erkennen. Ich versuchte etwas zu retten, und spülte seine Augen mit Wasser aus, aber es war vergebens. Ein Blick zu Linnéa zeigte mir, dass sie wohl schon erkannte hatte was los war und sie ließ ihre Wut darüber an Lestrange aus. Wir waren mittlerweile Animagi geworden. Nur unsere Instinkte machen uns zeitweise noch Probleme. Linnéa aber schien sich heute sehr gut im Griff zu haben, denn sie verhielt sich nicht wie eine normale Eule. Sirius Cousine lag auf dem Boden, die Arme hinter dem Rücken gefesselt und versuchte sich verzweifelt gegen die Eule zu wehren, die mit Schnabel und Krallen versuchte ihr die Augen auszustrechen. Sie schien dabei außer sich zu sein vor Wut so wie sie kreischte.
„Remorphosis!", hallte Onkel Remus ruf über die Wiese und Linnéa verwandelte sich in der Luft zurück und landete recht unsanft auf dem Boden.
„Halt dich da raus!", schrie sie den Werwolf an. „Das ich meine Sache!" Doch Remus packte sie und zog sie weg, während Saphira die Todesserin schockte und bei den anderen fest verschnürte. Erst dann kam sie zu mir.
„Onkel Sirius?", fragte sie leise.
„Saphi?", murmelte der.
„Ja. Ich bin es. Meinst du, du kannst aufstehen?" Er nickte nur und wir halfen ihm gemeinsam auf und nahmen ihn dann mit in unser Versteck. Unser aller Patenonkel Severus Snape stellte dann sehr schnell fest, dass der Trank ihm die Netzhäute verbrannt hatte. Die Schäden waren irreparabel."
Flashback Ende
„Viel gebracht hat die Aktion leider nicht. Der stellvertretende Minister ist zwei Monate später umgekommen, ohne dass wir auch nur den Hauch einer Ahnung hatten", endete John dann und sah Saphira an.
„Und die folgenden Jahre waren auch nicht besser. Immer mehr vom Orden kamen ums l
Leben und zu guter Letzt trennten wir uns. Es war das Sinnvollste. Wir waren zu wenige, um etwas auszurichten und so war die Gefahr geringer, dass einer alle anderen mit in den Tod riss. Kontakt hielten wir dennoch über Onkel Severus. Er war der einzige, der wusste wer sich wo versteckte. Und er selbst?" Saphira sah kurz zu Linnéa die ebenfalls schmunzelte, genau wie John. „Er selbst", setze sie dann fort, „versteckte sich an dem Ort, an dem es kein Mensch und kein Tier lange aushielt. Sehr tief im verbotenen Wald von Hogwarts. Wie er das ertragen hat, weiß ich nicht."
„In den vier Jahren nachdem mein Das erblindet ist, hat er noch verbissener gekämpft als zuvor. Er wollte sich nicht verstecken und er hat oft Todesser erledigt. Er war eine große Hilfe. Er hat an seinen übrigen Sinnen gearbeitet. Anfangs dachten die Todesser wohl sie hätten leichtes Spiel mit ihm, aber da hatten sie sich geschnitten. Es waren sechs von ihnen nötig um ihn zu erledigen", meinte Linnéa, mit bebender Stimme. Saphira legte ihre Hand behutsam auf die ihrer Freundin und Naemi kletterte auf ihre Schulter.
„Der letzte große Kampf", flüsterte die Ravenclaw.
Flashback POV Linnéa (16)
Wir waren allein zu unserem Spion gegangen. Seit zwei Jahren machten wir das so, da wir einfach jünger unauffälliger und schneller waren. Und nun hatte er uns gerade erzählt, dass unser Versteck entdeckt worden war. Sofort waren wir umgekehrt, um unsere Väter zu warnen. Aber als wir ankamen, waren sie schon umzingelt von fast drei dutzend Todessern. Für einen Moment war ich beeindruckt, was für ein Idiot Voldemort doch sein musste. Wir waren ihm schon so oft entkommen, hatten trotz Auflösung des Phönixordens so viele seiner Pläne gestört und er schickte nur seine Todesser. Nicht dass ich wild darauf war, mich mit ihm selbst zu duellieren, aber all das zeigte wie wenig Bedeutung er uns zumaß.
„HEY ihr Feiglinge", schrie Saphira neben mir außer sich vor Wut. „Ist das nicht etwas unfair!" Ich sah wie sie John zunickte und noch während wir auf die Todesser zu rannten verwandelten sie beide sich und trieben die Todesser auseinander.
POV Saphira (16)
Ich war einfach nur sauer. So viele allein gegen meinen Vater und meinen Onkel. Was bildeten die sich eigentlich ein, wer sie waren und was wir uns alles gefallen ließen!? Aber bitte. Wenn Voldemort scharf darauf war seine Schergen auf diese Art zu verlieren, das konnte er haben. Es war bald Vollmond und dazu kam, dass ich gerade meine Tage hatte und das war eine gefährliche Kombination für unsere Feinde. Ohne Umschweife machte ich sie auf uns aufmerksam und nickte Jonny zu, als Zeichen, dass wir sie erstmal auseinander trieben. Und das ging am Besten in Tierform. Mit ihr hatten die Todesser schon zur Genüge Bekanntschaft gemacht. Jeder Todesser wusste, wenn man mir in meiner Wolfsform begegnete würde es mindestens einen mit durchgebissener Kehle geben.
Wie erwartet stoben die Todesser auseinander. „Passt auf den Werwolf auf! Greift sie nie allein an!" schrie einer von ihnen und ich heulte auf vor Lachen. Die dachten wohl ich würde mich an zwei oder drei Gegnern stören. Oh, wie die sich wundern sollten. Aber ich musste zugeben, es waren nicht die üblichen Todesser. Diese hier hatten mehr drauf. Es musste Voldemorts neue Elite sein.
POV John (16)
Ich sah Saphiras nickten und stimmte ihrem Entschluss zu. Drei dutzend so dicht bei ihren Vätern, und meinen Ziehvätern, das war zu riskant so einzugreifen. Wir mussten sie trennen. Also verwandelte ich mich auch. Eigentlich zog ich den Kampf mit dem Stab vor. Ich war nicht gerade wild darauf, als Panther zu töten, aber ich war schon öfter über meinen Schatten gesprungen und nachdem sich sieben von ihnen gleich auf mich gestürzt hatten, war mir klar, dass es auf heute Nacht wieder so sein würde.
Ich stürzte auf den erstbesten los, während mir Flüche hinterher jagten und knapp verfehlten. Mein gewähltes Opfer wollte ausweichen, aber ich ließ ihm keine Chance dazu und riss ihn zu Boden. Ich versenkte meine Zähne in seinen Arm, in dessen Hand er seinen Stab hielt und diesen nun gezwungenermaßen fallen ließ. Dann sprang ich zur Seite, um dem Todessfluch auszuweichen, der auf mich zukam. Für mein Opfer aber zu spät. Einer seiner eigenen Kameraden tötete ihn.
„Erwarte keinen Dank", fauchte ich und stürzte mich dann auf den Todesschützen. Denn immerhin war dieser Fluch für mich bestimmt gewesen. Ich hatte ihn gerade ausgeschaltet, als ich spürte wie ich mich zurück verwandelte. Und den Urheber des Fluchs hatte ich auch schon entdeckt. Allerdings fragte ich mich, was er damit bezweckt hatte. Aber ich war schon bereit. Kaum dass ich wieder ein Mensch war, hatte ich auch schon meinen Zauberstab in der Hand und schickte ihn in den Tod.
POV Saphira (16)
Fünf Todesser waren meine Gegner. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie mein Dad und Onkel Sirius sich auch ihre Gegner suchten und sie ausschalteten. Und sie schlugen sich wie immer hervorragend. Ohne sie weiter zu beachten sprang ich den an, der mir am nächsten stand und packte seinen Zauberstab, um ihn wie einen Zahnstocher zu zerbrechen. Damit war es schon mal einer weniger. Denn die wenigsten Todesser beherrschten stablose Magie und wenn doch dann nur in den Grundlagen. Natürlich jagten mir Flüche nach, aber das störte mich nicht. Ich sprang einfach zur Seite und deshalb erwischte auch der Todesfluch einen ihrer eigenen Männer.
„Volltrottel", lachte ich innerlich und stürzte mich auf den Schützen. Immerhin hatte er mich töten wollen. Er war kaum zu Boden gegangen, als auch schon meine Krallen seine Halsschlagader durchtrennten. Ich wartete aber nicht drauf dass er starb, sondern stürzte mich auf den nächst Besten, der grade im Begriff war, Jonny, der ganz in der Nähe mit einem anderen zu tun hatte, angreifen wollte.
POV Linnéa (16)
Ich hatte den Rückverwandlungsspruch gehört. Einer der Todesser, der in meiner Nähe stand hatte damit Jonny angegriffen. Helfe konnte ich ihm aber nicht. Dazu war ich selbst zu beschäftigt. Drei Todesser wollten mich fertig machen und auch ein Knochenbrecherfluch hatte mich am linken Arm erwischt. Zu meiner eigenen Beruhigung hörte ich aber seine Stimme die den Todesfluch schrie und ein kurzer Blick zur Seite zeigte mir, dass er ihn erwischt hatte.
Meine eigene Verletzung war Nebensache und der Schütze hatte schon mit dem Leben bezahlt. Saphira, die sich auch wieder zurück verwandelt hatte, hatte fünf Gegner um sich und zu meinem Entsetzen musste ich zusehen wie sie entwaffnet wurde und zwei gleichzeitig „Crucio!" donnerten.
„Sectumsempra!" schrie ich meinem Gegner mental entgegen und er stand mir zu nahe, um dem Fluch ausweichen zu können. Dann stürzte ich mich auf zwei der Todesser, die dabei waren meine Freundin fertig zu machen. Und auch ihr Vater hatte sich auf die Feinde gestürzt. John hatte noch mit einigen anderen Todessern zu tun und aus dem Augenwinkel sah ich, dass mein Vater in arger Bedrängnis war. Er selbst hatte wohl befunden auch besser als Hund kämpfen zu können. Aber die Todesser sahen das anders und einer zwang ihn gerade zurück. Zu Hilfe kommen konnte ich ihm nicht. Dafür war mein Gegner zu stark. Saphira lag keuchend am Boden und Onkel Remus hatte selbst schon genug Probleme. Er musste auch verletzt sein. Und dann traf Onkel Remus ein Fluch und er schrie laut auf. Saphira hinter mir schien all ihre Kraft zusammen zu nehmen und stand auf, um den Todesser zu erledigen. Das hatte ich auch gerade geschafft und wirbelte herum zu meinem Vater, der in diesem Moment von einem gelben Blitz indem Rücken getroffen wurde und schreiend zu Boden fiel. Den Fluch hatte ich sofort erkannt. Knochenbrecherfluch. Und ich mochte mir gar nicht vorstellen was der Todesser angerichtet hatte.
Die Umstehenden lachten, sprachen verschiedene Folterflüche, ohne dass er sich wehren konnte. John stürzte auf sie zu genau wie ich. „Du elender Dreckskerl", schrie ich den Urheber des gelben Blitzes an und deckte ihn mit allen Flüchen ein, die mir einfielen. Schließlich war es der Todesfluch, der ihn erwischte und sofort nahm ich mir den nächsten vor. Das würden sie alle büssen. Ich hatte meinem Vater geschworen ihn zu beschützen so wie er mich immer beschützt hatte. John half mir dabei sehr, während mein Vater regungslos auf dem Boden lag. Als John seinen letzten Gegner erledigt hatte sank er auf die Knie, winkte aber ab und ich ließ mich neben meinem Vater nieder. Der Diagnosezauber war schnell gesprochen und konnte nicht fassen was er mir zeigte. Schwere innere Verletzungen und die Wirbelsäule war zerschmettert. Und wir hatten nicht mal einen einfachen Schmerzstillenden trank zur Hand.
Flashback Ende
Linnéa zitterten heftig die Hände und Tränen liefen ihr über die Wangen. Harry wusste nicht was er tun sollte. Er mochte sich nicht mal vorstellen was die drei erlebt hatten. John setze sich zu Lin rüber und nahm sie in den Arm, während der Phönix leise tröstend auf ihrer Schulter sang. Es herrschte einen Moment schweigen, ehe Saphira leise weiter sprach. „Ich hab dem letzten Todesser das Genick gebrochen und bin dann auch zu Dad, der blutend am Boden lag.
Schon als ich ihn in den Arm genommen habe, war mir klar heute Nacht würden zwei der noch drei lebenden Phönixordensmitglieder sterben. Wir hatten uns schon vor der Auflösung des Ordens geschworen keinen Leiden zu lassen und ihm ein Leben als Pflegefall zu ersparen. Unsere medizinischen Mittel waren ziemlich begrenzt. Der Tod war einfach die bessere Lösung in diesem Fall und es hatte solche Situationen schon gegeben.
Und Remus war schon lange Müde. Nur durch viel zureden und meinem Flehen er könnte mich doch nicht allein lassen hatte er keinen gebeten ihn zu töten und ich hab immer alles daran gesetzt ihm so gut zu helfen wie es eben ging. Er hatte aber sehr viel Blut verloren und eine schwere Platzwunde. Sicher hätte man ihm noch helfen können, aber ich hab in seinen Augen gesehen, dass er einfach nicht mehr wollte und ich hab ihn um seinen Seelenfrieden sterben lassen. Und auch Sirius hat diese Nacht nicht überlebt. Ich hab es beendet, um ihm die Schmerzen zu ersparen, die er hätte durchmachen müssen. Aber es ist mir alles andere als leicht gefallen meine eigene Familie zu töten. Denn das war Sirius für mich. Meine Familie. Ebenso wie es John und Lin sind."
Harry musste Schlucken und sah zu Hermine und Ron. Die beiden waren eng aneinander gerutscht und Ron hielt das Mädchen fest im Arm. Sie beide sahen völlig fertig aus und Harry hätte jetzt auch gern jemanden bei sich gehabt, der ihn einfach nur festhielt.
„Wir haben sie im Verbotenen Wald beerdigt und sind zu Severus gegangen. Der Letzte vom Phönixorden", meinte John dann, als er Linnéa ein Taschentuch reichte. „Er hatte schon oft vorgeschlagen, die Vergangenheit zu ändern. Die gegenwärtige Situation sei für alle unerträglich und der Kampf vollkommen aussichtslos. Und er hat zugegeben, dass Harry niemals hätte sterben dürfen und sie auf ihn hätten hören sollen. Aber Onkel Remus und Onkel Sirius waren dagegen. Der eine blind und in der Zeit, in die es gehen würde ein gesuchter Mörder und Remus gab zu, dass er das nicht verkraften würde in Harrys Nähe zu sein, ohne dass er ihn sehen dürfte. Außerdem war die Gefahr sich selbst zu begegnen zu groß und würde Probleme bedeuten. Und uns wollten sie nicht gehen lassen und auch wir wollten sie nicht allein lassen. Bis zu dieser Nacht. Für uns war alles gelaufen. Zu dritt als sechzehnjährige hatten wir nie im Leben eine Chance dieses Chaos zu beenden.
Die Welt stand vor dem Untergang. Also sind wir zu Onkel Severus gegangen, haben ihm beim brauen des Trankes geholfen und sind hier her gekommen, mit dem Auftrag Harry am Leben zu erhalten. Die Welt vor dem Untergang zu retten."
„Und das vierte Kind der Rumtreiber kennen zu lernen", meinte Saphira schmunzelnd.
Naemi, saß auf Harry Schulter und ließ sich sanft streicheln, während er das gehörte sacken lassen musste. Langsam verschwand das beklemmende Gefühl und Harry sah zu den dreien auf.
„Du bist der Älteste von uns, Harry. Wenn auch nur um ein paar Monate oder Tage", stellte John fest. „Sirius hat uns irgendwann an Weihenchen mal erzählt, dass es unglaublich schade sei, dass du nicht mehr am Leben seiest. Wir würden dich sicher mögen", sinnierte Linnéa und Saphira lächelte.
„Ich kann mich gut an diesen Abend erinnern. Dad hatte schon einiges Getrunken und meinte daraufhin: „Ach, Tatze. Harry war 16 Jahre älter und Hogwarts ist zerstört. Für immer. Aber… schön wäre es gewesen. Das stimmt"
„Die Kinder der Rumtreiber", flüsterte Harry. Er konnte nicht sagen woran es lag, aber er wusste, dass sie nicht logen. Dazu war die Geschichte zu phantastisch und er wusste jetzt auch an wen Linnéa ihn schon zu Begin des Schuljahres erinnerte. An Sirius. Und zwar an den, den er vom Fotoalbum kannte. Den jüngeren Sirius. Und bei genauerer Betrachtung hatte Saphira Remus Augen.
„Mir ist klar, dass man die Zukunft nicht verändern darf, aber in so einer Welt war das Leben nicht mehr lebenswert. Es war unsere einzige Chance. Wir waren uns im klaren darüber, dass wir vielleicht nie geboren werden würden, aber das war es uns wert, denn wir würden mit dem Wissen sterben, dass alle anderen es besser haben würden als wir", sagte John fest.
„Und Dad glücklich zu sehen", meinte Saphira leise.
„Euch ist schon klar dass es unter uns bleiben muss, oder?" fragte Linnéa.
„Sicher", sagte Harry sofort. „Gut. Und… hör auf uns nachzuspionieren. Bitte", meinte John.
Harry sah verlegen zu Boden und meine dann: „O.K."
„Ich hab da noch mal eine Frage", sagte Hermine leise.
„Hab ich irgendwie nicht anders erwartet", stellte Saphira fest.
„Woher bekommt ihr eure Informationen?"
„Gute Frage, einfache Antwort. Todesser. Wir kennen alle Namen der aktiven Todesser dieser Zeit und auch ein paar nette Druckmittel, um sie zum reden zu bringen. Onkel Severus kennt viele Geheimnisse und die hat er uns ausnahmslos alle verraten", sagte John.
„Und Excalibur?" fragte Harry nach. „Der Orden wusste in eurer Zeit darüber nichts?"
„Das ist eine Entwicklung dieser Zeit. In unserer Zeitlinie hat er nie nach dem Schwert gesucht. Er hatte seinen Stein mit den Kräften seiner Ahnen. Mehr hat er nie gebraucht."
„Und du hast Sirius aus dem Ministerium geholfen, oder?", fragte Ron.
„Ja. Aber mit einem Verschleierungszauber belegt. Er würde mich nicht wieder erkennen", sagte das Mädchen leise.
„Es muss doch schwer sein euren Vätern gegenüber zu stehen, ohne dass sie wissen wer ihr seid", meinte Harry. „Ich mein, wenn ich mir vorstelle 20 Jahre zurück zu gehen und auf meine Eltern zu treffen. Ich glaub ich würde das nicht ertragen."
„Weil du sie nie kennen lernen durftest", meinte Saphira. „Wir haben 16 Jahre mit ihnen verbracht. Aber… es ist nicht einfach ihnen gegenüber zu stehen. Das im Wald… ich musste mich echt zusammennehmen, ihn nicht einfach in den Arm zu nehmen." Sie schwiegen alle einen Moment, ehe Hermine fragte: „Ihr habt von einem Trank gesprochen mit dem ihr hergekommen seit. Ich hab noch nie von so was gehört."
„Er stammt aus Merlins Feder. Vereta tempus commutare Trank. Der Orden hat in unserer Zeit zufällig eines seiner Bücher in die Hände bekommen und darin steht das Rezept. Einen Zeitumkehrer zu besorgen war genau so schwer, wie Voldemort zu stürzen. Unmöglich. Er hat sie alle vernichten lassen. Uns blieb nur der Trank. Das Problem ist nur, er wirkt nur ein einziges Mal. Wir könnten ihn hier herstellten, aber ihn selbst nicht benutzen. Wir haben nur diese eine Chance bekommen. Und auch ein Zeitumkehrer wäre auf uns wirkungslos", erklärte Linnéa.
„Ihr seit unregistrierte Animagi und auch Werwolf, oder?", fragte Hermine nach.
„Ja. Wir haben zwar Dokumente, die als echt durchgehen, aber die Werwölfe bekommen Blut abgenommen, um sie zu registrieren und festzustellen, ob ich irgendwelche genetischen Merkmale habe, und dabei wäre ihnen sicher aufgefallen, dass ich ein geborener Werwolf bin. Etwas das nicht existierten dürfte. Also hab ich es gelassen. Nicht mal die Lehrer wissen davon und Linnéa braut mir den Banntrank seit sie 12 ist. Sie hat es direkt vom Meister selbst gelernt. Severus Snape", meinte Saphira.
„Ich glaub wir haben ein Problem", meinte Harry leise und sah kurz zu seinen Freunden.
„Was denn?", hackte John besorgt nach.
„Remus wollte eure Namen haben. Er wird garantiert etwas versuchen herauszufinden und er hat mir eine Probe von dem Tank gegeben, den ihr euch geteilt habt. Snape analysiert ihn."
„Das mit unseren Namen ist egal. Wir haben in Irland ein bisschen an der Datenbank für Geburten rumgepfuscht. Solang er unsere Eltern nicht persönlich aufsucht ist es egal. Nur das mit dem Trank…", meinte Linnéa und sah ihre Freundin an.
„Severus würde ihn erst 2011 entwickeln, oder besser zufällig entdecken. Es wird ihm sicher spanisch vorkommen, wenn er die Bestandteile hat", meinte Saphira.
„Und was machen wir jetzt?", fragte Hermine.
„Das was wir mit Harry schon zwei mal gemacht haben. Wir verändern sein Gedächtnis", meinte sie und Harry sah sie entgeistert an.
„Ihr habt…"
„Ja. Haben wir. Sonst hätten wir dieses Gespräch schon vor Weihnachten geführt und da war ich noch der Überzeugung es ohne euer Wissen hinzubekommen. Aber mittlerweile, durch deine Begabung Probleme anzuziehen, wie Licht die Motten und anstatt ihnen zu entgehen, dich ihnen zu stellen, bin ich zu dem Schluss gekommen dich einzuweihen", erklärte Saphira
„Und… Onkel Severus haben wir auch schon mal das Gedächtnis verändert", meinte John.
„Sagt mal… habt ihr auch Spitznamen?", fragte Ron dann unvermittelt und Saphira lachte los.
„Ja", kicherte John.
„Alle Rumtreiber brauchen Spitznamen hat Dad gesagt und meinen Kennt ihr. Black Moon", sagte Linnéa.
„Nightmare. Bezogen auf die Todesser, für die ich das bin, wenn ich mich verwandele", erklärte Saphira.
„Silent Shadow. Wenn ich mich irgendwo anschleiche, hört mich niemand. Nicht mal ein Blinder, wie wir an Onkel Sirius festgestellt haben. Außerdem bin ich in der Dunkelheit nicht zu finden", meinte John.
„Da passt deiner aber gar nicht dazu", sagte Ron. Saphira sah Harry fragend an.
„Schneeflocke", meinte er.
„Na ja. Ein weißer Tiger, ein schwarzer Panther, ein schwarzer Werwolf und eine Schwarze Eule. Ist eh ne interessante Kombination", stellte Linnéa fest.
„Harry hat schwarze Streifen. De Farbe bleiben wir immerhin noch treu", meinte John und brachte damit alle zum lachen.
„Gut. Zurück zum ernst der Lage. Wir wissen nicht was Voldemort als nächstes vorhat. Im Moment ärgert er sich nur darüber auf dich reingefallen zu sein, Harry und ich kann dir nur raten, geh ihm aus dem Weg. Er wird dich beim nächsten Mal um jeden Preis töten wollen. Egal wie. Und er hat Excalibur. Was auch ein Problem darstellen wird, wenn man der Legende glauben darf", sagte Saphira.
„Er hat es bei Loch Ness nicht benutzt, zumindest hab ich es nicht gesehen, ich war mit Ratten beschäftigt", sagte Harry und sah John entschuldigend an.
„Schon gut. Ich kann verstehen, dass du wütend bist. Wäre ich auch. Außerdem… ich hab ihn nie kennen gelernt. Ich weiß nur das, was man mir erzählt hat. Und was ich in Hogsmeade gesehen habe. Und hier ist er wirklich noch ein Feigling", erklärte John.
„Wir wollen aber versuchen ihn auf die richtige Seite zu ziehen. Denn, auch wenn ich nie geboren werde und davon bin ich überzeugt Harry, denn Remus liebt dich von ganzem Herzen und würde dich niemals verlassen wegen einer Frau. Aber auch wenn das so sein wird, müssen John und Linnéa nicht das gleiche Schicksal erleiden. Wir haben noch etwas mehr als drei Jahre Zeit, um das hinzubekommen und ich bin wild entschlossen das zu tun."
Und? Grausam, oder?
Nächste Woche gibt es dann Post aus dem Minsiterium. Sirius Prozess steht an.
Bis dahin
Eure Imo
