Disclaimer: Immer noch nicht meins!

Annie:

„ „Wollen wir uns vielleicht mal umziehen?", unterbrach ich unsere Unterhaltung, als mir auffiel, dass wir nur noch knapp 5 Minuten zu fahren hatten. Wir schlossen die Abteiltür und zogen die Jalousie vor ihrem Glasfenster hinunter.

In diesem Moment schlug die Rache der Marauder zu. Wir hatten gerade unsere Muggelklamotten ausgezogen, als die Tür aufflog und die Marauder uns mit einem Flug die BH-Schnallen öffneten, so dass wir nun auch ohne BH da standen. Die Jungen lachten sich die Lunge aus dem Hals und Black lag vor Lachen sogar auf dem Fußboden, während wir krampfhaft versuchten uns so schnell wie möglich unsere Schuluniformen über zu ziehen. Eigentlich hatten wir die Absicht gehabt, den Maraudern, sobald wir dazu fähig wären, einen Fluch auf den Hals zu jagen, aber sie waren schneller und Potter rief uns nur noch: „Die Rache der Marauder ist süß!", zu und dann verschwanden sie mitsamt ihrem dämlichen Lächeln.

„Dass gibt Rache!", flüsterte ich zornig. „Und was für eine ergänzte Lexi genauso zornig. Aber bevor wir uns überlegen konnten, wie genau wir es den Jungs heimzahlen könnten, kamen wir in Hogwarts an. Wir sprangen aus dem Zug um noch vor den Maraudern eine Kutsche zu bekommen, damit wir nicht Opfer einer ihrer "Willkommen-zurück-in-Hogwarts-Wasserschlachten", die sie jedes Jahr vor dem Fest in der Eingangshalle veranstalteten, wurden.

Wir quetschten uns mit fünf Leuten auf die vier Plätze und begannen uns angeregt darüber zu unterhalten, wie wir uns rächen konnten, denn das was die Marauder so aus der Fassung gebracht hatte, war nicht nur die Geschichte im Zug, als wir ihnen ihre Plätze gezockt hatten, was ziemlich kleinlich von ihnen gewesen wäre, sondern eine Reihe von ‚Zufällen' die sich häuften und natürlich auf unser Konto zurückgeführt werden konnte und die Rache auf eine Aktion der Jungen war, die uns alle zusammen ins Wasser geworfen hatten, was wiederum eine Racheaktion auf eine Racheaktion war und so weiter und sofort. Das ganze ließ sich bis in das Jahr zurück verfolgen, in dem wir und Potter & Co in die 1. Klasse gingen. Wer angefangen hatte konnte so genau keiner mehr sagen. Wenn man Lils und die drei anderen fragte waren die Marauder schuld und andersherum. Zwischen ihnen und uns herrschte ein kleiner Dauerkrieg, der nicht enden wollte.

Als wir in der Schule ankamen liefen wir so schnell wir konnten in die große Halle in der wir unsere Stammplätze beschlagnahmten. „Das ist das letzte Mal, dass wir eine Willkommensrede von Dumbledore hören", erinnerte ich Lily, Caty und Sam daran, dass dieses Jahr das letzte für uns vier war. „Was machst du nächstes Jahr bloß ohne uns, Lexi?" , fragte Caty. „Oh, macht euch da mal keine Sorgen!", beruhigte sie uns grinsend, „Ich hab noch genügend andere Freundinnen hier auf der Schule. Ich brauche euch nicht." Aber dennoch sah man, dass sie einen Kloß im Hals hatte, wenn sie daran dachte, dass sie das nächste Jahr ohne ihre vier anderen Ichs verbringen würde.

Die große Halle füllte sich langsam und als alle einen Platz gefunden hatten betrat Professor McGonagall mit dem sprechenden Hut, einem dreibeinigen Stuhl und einer Reihe Erstklässlern den Saal. Als sie alle auf die vier Häuser aufgeteilt worden waren erhob sich Dumbledore. „Es gibt eine Zeit Reden zu halten", teilte er uns mit, „dies ist sie nicht. Haut rein!"

„Hier", flüsterte Sam und hielt uns jedem eine kleine Pille hin, als vor uns alle möglichen Köstlichkeiten auf dem Tisch erschienen. „Was ist das?", fragte Caty misstrauisch. Von Sam waren wir schon so einiges gewohnt.

In unserem 4. Hogwartsjahr sind wir alle mal auf der Krankenstation gelandet, weil wir einen von Sams selbstausgedachten Zaubertränken hatten, der, angeblich, unverwundbar machte. Allerdings ging die Rechnung nicht ganz auf und der Saft haute uns schon beim Einnehmen um.

„Keine Sorge, das sind Pillen, falls Potter & Co irgendetwas am Essen gedreht haben. Und wenn nicht sind die nicht schädlich." „Sicher?", kam die skeptische Frage von mir. „Ganz sicher! Ich habe die Dinger an mir selbst getestet." „Na gut!", mutig nahm Lils sich eine und unter unseren misstrauischen Blicken schluckte sie sie. Als nichts geschah taten wir es ihr gleich und machten uns über das Essen her. Wir hatten gut daran getan die Pille zu schlucken, denn plötzlich sahen wir, wie Frank Longbottoms Nase, auf die 4-fache Größe anschwoll und Giulia Christiansen langsam von der Bank abhob.

Ich drehte meinen Blick zu den Maraudern und sah, wie sie anfingen zu lachen. Doch auf einmal stand Professor McGonagall hinter ihnen und ihr Lachen wich einem Ertappten Gesichtsausdruck. „Sie vier, sofort in mein Büro. Ich komme gleich nach!", schnaubte sie mit einem bleistiftstrichdünnen Mund. „Aber Professor, wir haben doch noch fast gar nichts gegessen!", widersprach Black und blickte wehmütig auf seinen, gerade zum dritten Mal geleerten, Teller. „Nun, Mister Black, dass hätte ihnen früher klar sein müssen. Sofort nach oben!" „Aber Professor,...", setzte jetzt auch Potter an. „Hören sie schlecht Potter? Ich sagte: SOFORT!" Mit stolz erhobenen Gesichtern standen die Marauder auf und verließen den großen Saal.

Zu meinem Erschrecken, steuerte Professor McGonagall nun auf uns zu. „Miss Evans, könnte ich sie kurz sprechen?""

So wider ein Kapitel durch. Sorry, dass es so lange gedauert hat. Wenn es euch gefallen hat oder auch nicht (ich bin immer offen für Kritik, wenn sie berechtigt ist) schreibt bitte viele Reviews!