Disclaimer: Immer noch nicht meins (leider)!
Ein Treffen mit Rosie
Nach Schulschluss trödelten Sam, Emma, Giulia und Lory besonders lange, damit sie ohne männliche Begleitung zum Haus der O'Neills gelangen konnten. Das einzige Problem war nur, dass sie vergessen hatten, dass Jack, Eric, Brian und Charles Jungen waren. Das heißt, sie waren fähig für Sachen, für die ein normaler Mensch eine Minute braucht fünf zu brauchen und es als vollkommen normal darzustellen. Also schlenderte eine Gruppe von acht Jugendlichen zum Haus der O'Neills.
Nach gut zehn Minuten Fußmarsch ließ Jack, der bis dahin, zusammen mit Charlie, die Truppe geleitet hatte, sich auf Sams Höhe zurückfallen. „Wie geht's?", fragte er, erhielt jedoch nur ein einsilbiges „Gut" als Antwort. Auch bei seinem zweiten Versuch eine Konversation aufzubauen, musste er sich geschlagen geben. „Wie lange wohnt ihr schon hier?" „Zwei Tage" Jack wurde Sam von Sekunde zu Sekunde unsympathischer. Mit ihren kurzen Antworten versuchte sie ihn möglichst schnell los zu werden. Sie sah ihn nicht direkt an, doch aus den Augenwinkeln bemerkte sie, wie Jacks Blick prüfend über ihren Körper strich und kurz an ihrer Brust und ihrem Hintern hängen blieb. Das war zu viel für Sam. Schwungvoll drehte sie sich um und maschierte zu den anderen Mädchen.
„Na Jackieleinchen. Das war wohl nichts!", ertönte es von Charles. Doch bevor Jack zu einer Antwort ansetzen konnte standen sie schon vor dem Haus der O'Neills. Unter Jacks Führung gingen sie im Gänsemarsch durch die enge Tür.
„Hey Mum! Wir haben ein paar Leute zum Essen mitgebracht", rief Brian in Richtung Küche. „Was heißt ein „paar Leute"? Meinst du mehr oder weniger als 5?", kam es von Mrs O'Neill zurück. „4, Mum!" „Kommt wir stellen unsere Taschen nach oben und gehen noch schnell Hände waschen", richtete Giulia das Wort an Sam und Emma. Zusammen mit Lory gingen die drei ins oberste Stockwerk des großen, dreistöckigen, viktorianischen Wohnhauses. In den Zimmern von Lory und Giulia stellten die Carters fest, dass das ganze Haus riesig sein musste.
Eine halbe Stunde später saßen dann alle am großen Esstisch in der Küche. Zu den acht schulpflichtigen Personen waren noch James, der kleine William und Mrs O'Neill, die gerade den Raum betrat, hinzugekommen. Mrs O'Neill war eine freundliche Frau von Anfang 40. „Hi, ich bin Rosie, die Mutter von dem Haufen hier", stellte sie sich vor und schüttelte Sam und Emma die Hand. „Emma und Sam Carter" erwiderte Sam. „Doch nicht Samantha und Mika Emilia Carter, oder?" „Doch genau die, woher wissen sie das?", fragte Emma mit einem übertrieben gequälten Gesichtsausdruck bei der Erwähnung ihres vollen Namens.
„Mein Mann und ich waren sehr gute Freunde eurer Eltern, doch als Andrew zwei Jahre nach deiner Geburt nach Russland versetzt worden ist, brach der Kontakt schließlich ab. Ich habe euren Vater nur noch ein Mal zur Beerdigung eurer Mutter letztes Jahr gesehen. Andrew und ich haben uns sehr gefreut, als wir gehört haben, dass ihr hierher zieht", erklärte Rosie, „Nun lasst uns aber essen."
