JOKER UND HARLEY

THE LONG WAY TO EL SACRAMENTO

5. Teil by Harley

Endlich hatten wir den Hafen und unser schönes neues Zuhause erreicht. Ich platzte fast vor Freude, stieg aus dem Wagen, tanzte um das Fahrzeug herum und rief: „Pupsieschatz! Pupsielein! Komm doch raus und sieh dir unser schönes neues zu Hause an! Pupsiiiiiiiieeeeeeee!!" Zuerst war ich enttäuscht, da mein Liebling nicht aus dem Auto herauskam, doch dann ... stieg er endlich aus.

Ich tanzte weiter meinen Freudentanz und fiel meinem Schnuckel um den Hals, als er endlich vor mir stand. Wie schade, dass man in seinem Gesicht nie wirklich sieht, ob er sich freut oder nicht. Das ist wohl der Nachteil, wenn man ein Dauergrinsen im Gesicht trägt.

Doch anstatt die Freude mit mir zu teilen, wurde der Gute richtig sauer, um nicht zu sagen geradezu stinkig. „Was soll der Unfug, Harley? Für so was haben wir keine Zeit!", brüllte er mich an. „Aber – aber ...Pupsielein. Ich – ich dachte ... du freust dich genauso wie ich"., sagte ich enttäuscht und mit etwas weinerlicher Stimme, da mir die Tränen in die Augen traten. Jetzt war meine Euphorie auf dem Nullpunkt angelangt.

Mr. J stieß mich zur Seite und fragte: „Wo ist die Bombe, Harl?" „Bombe? Für was brauchst du denn eine Bombe, Mr. J?", fragte ich. Joker stöhnte bevor er antwortete: „Zum Ballspielen. Dumme Frage, Harl. Also, wo ist sie?" „Warum willst du denn jetzt unbedingt die Bombe, ich dachte ...". „Schatz, du sollst nicht denken"., sagte er plötzlich sanft zu mir und hob mein Kinn mit seinem rechten Zeigefinger in die Höhe, sodass ich in seine wunderschönen grünen Augen sehen konnte. Meine Knie wurden weich, denn ich dachte, jetzt würde er mich gleich küssen. Stattdessen packte er mich mit der linken Hand am Hals und schrie mir ins Gesicht: „Du sollst tun, was ich dir sage und nicht die dumme Gans spielen!!"

Ich begann zu röcheln und keuchte: „Sie – sie ist im Wagen, Mr. J". Er ließ mich los, rannte hinter das Auto und holte die Bombe samt Zeitzünder aus dem Kofferraum. „Fang auf, Harl!", rief er mir zu und warf mir die Bombe entgegen. „Bist du wahnsinnig?", schrie ich in leichter Panik. „Ja und wie Harl. Wahnsinnig verrückt nach dir"., gab er mir zur Antwort und strich mir sanft über den Kopf als er mir den Zeitzünder in die Hand legte. Egal wie mein Mr. J auch zu mir ist, ich kann einfach nicht lange böse auf ihn sein.

„So und nun meine Zuckerschnute, sei so lieb und bring die süße kleine Bombe in unser Liebesnest und vergiss nicht, den Zeitzünder anzustecken und auf fünf Minuten einzustellen"., erklärte er mir mit sanfter Stimme. „Und vergiss nicht, stell sie mitten ins Wohnzimmer, da kommt sie besonders zur Geltung". „Oh, Pupsie für dich tue ich doch alles!", rief ich erfreut und lief zu unserem Häuschen. „Braves Mädchen!", rief er mir noch nach und winkte, als ich mich kurz umdrehte. Dann verschwand ich im Haus und platzierte die Bombe so wie Mr. J es mir erklärt hatte.

Als ich wieder zurückkam hatte sich Mr. J umgezogen und geschminkt. Er trug nun eine Blue-Jeans, ein oranges T-Shirt, schwarze Socken und schwarze Schuhe. Sein Gesicht, seine Arme und seine Hände hatte er mit hautfarbener Theaterschminke bemalt und auf dem Kopf trug er unter einem Sonnenhut eine schwarze Kurzhaarperücke. Ich war hin und weg, denn jetzt sah mein Pupsie noch hübscher aus.

„Warum hast du dich denn umgezogen und so gestylt?", fragte ich ihn. „Kleines, ich habe beschlossen, wir suchen uns ein noch schöneres Heim. Ein Traumhaus, Harley! Wenn du möchtest auch mit Garten". „Mit Garten? Oh, Pupsie dann können wir uns Haustiere anschaffen. Ist das schön! Wann machen wir uns auf die Suche?" Joker gab mir einen Kuss auf die Wange, stieg in den Wagen und rief: „Steig ein mein Engel, los geht's!"

Freudestrahlend stieg ich ein, drückte den Zünder und während hinter uns das Häuschen in Flammen aufging fuhren wir unserem Glück entgegen.