Autorin: -desire-
Kurze Inhaltsangabe: NACH BUCH 6! SPOILER!
-Der Schatten hat noch keine Macht. Weder über dich noch über mich. - +Zit.+
Ist es möglich, dass ein Mädchen die Hoffnung Vieler in dieser schlechten Zeitverkörpert, und gleichzeitig die gefährlichste Waffe aller Zeiten ist?Das ein junger Mann seine Linie durchbricht und sich von seinem Herzen leiten lässt?
Genre: Drama, Action/Adventure, Mystery, Dark, Horror
Hauptcharaktere: Eigener Charakter, später auch Draco Malfoy
Altersfreigabe/Warning: mind.ab 13 (T), insbesondere in diesem Kapitel wohl schon M.
Disclaimer: Die euch bekannten Figuren kommen natürlich von J.K.R, gehören mir nicht und somit verdiene ich mit der Story auch kein Geld. Die Idee stammt jedoch von mir.
Anmerkung: Joa, das ist eine spontane Idee von mir und ich hoffe, ich habe sie das letzte Mal überarbeiten müssendoh ) wie bereits angedeutet, wird Draco eine tragende Rolle spielen und natürlich mein eigener Charakter. Ich weiß ja nicht, wie's euch geht..aber ist er nicht einfach nur heiß, wenn er so ... arrogant ist D. Würd mich freuen, wenn ihr die Story lest und vielleicht auch reviewt...als Rückmeldung sozusagen ;)
† P U R S U I T†
(Jagd)
Seine Hand zitterte, als er sich die verschwitzten Haare aus dem Gesicht strich und vorsichtig seine Wunde an der rechten Schläfe betastete. Sein linker Arm hing kraftlos an seiner Seite.
„Ihr Versager!" Er hörte die Stimme seines Vaters in einiger Entfernung aufflammen. „IHR ELENDEN VERSAGER!"
Draco legte seinen Kopf vorsichtig gegen die Wand und schloss die Augen. Er vergaß seine Verletzungen, vergaß das Stechen in seiner Brust. Bildfetzen schossen an seinem inneren Auge vorbei, erinnerten ihn immer wieder aufs schmerzlichste an die vergangenen Monate.
„Draco, Draco, Sie sind kein Mörder."
„Woher wollen Sie das wissen? – Sie wissen nicht, wozu ich fähig bin, Sie wissen nicht, was ich getan habe!"
Sein Hals schmerzte, als er die Tränen unterdrückte. Er war so dumm gewesen.
„Ich war mir sicher, dass Sie es waren."
„Warum haben Sie mich dann nicht aufgehalten?"
„Ich habe es versucht, Draco."
Er schluchzte. Sein Direktor hatte im Vertrauen Snape auf ihn angesetzt, Draco's Patenonkel. Den Mann, der den ‚Unbrechbaren Schwur' abgelegt hatte, auf dass er über Draco wachen und ihn beschützen würde, auf dass er die Tat ausführen würde, die der Dunkle Lord Draco anbefohlen hatte, sollte dieser scheitern.
„Wir sollten uns nichts vormachen, mein Lieber. Wenn sie mich hätten töten wollen, hätten Sie es längst getan.-"
„Ich habe keine Wahl!
Ich muss es tun! Er bringt mich um! Er bringt meine ganze Familie um!"
Draco dachte an das feine Antlitz seiner Mutter, die blauen Augen halb geöffnet und tot. Er strich mit seiner Hand über sein Gesicht, als die Trauer ihn überwältigte.
„… ich kann ihnen helfen, Draco."
„Nein, das können sie nicht, niemand kann das."
„Kommen Sie auf die richtige Seite, Draco… Sie sind kein Mörder…"
Er hatte es nicht gewollt. Er hätte den Plan verworfen. Dumbledore hatte ihm und seiner Familie helfen wollen. Doch er hatte zu lange gezögert. Er hatte das Schicksal des alten Mannes besiegelt.
„Nein", sagte der vierte Todesser scharf. „Wir haben Befehle. Draco muss es tun. Also, Draco, schnell jetzt."
Er hatte sich nicht bewegen können, sein Mund war trocken gewesen. Tumult war inzwischen unter den Todessern ausgebrochen, der jäh verebbte, als Snape die Tür aufgestoßen hatte. In jenem Moment hatte Draco ihn so gefürchtet wie nie zuvor. Snape hatte ihn beiseite gestoßen und ohne lange zu Zögern seinen Zauberstab auf den Direktor gerichtet.
„Avada Kedavra"
Ich zerstöre sowie ich spreche.«
Dumbledore war sofort tot gewesen. Sein lebloser Körper war über die Zinnen des Astronomieturmes geschwebt und etliche Meter in die Tiefe gestürzt.
-
„Er kann nicht weit sein! Wir teilen uns auf: Avery, du übernimmst mit Dolohow, Crabbe und Rabastan den nördlichen Teil. Mulciber, Nott und McNair, ihr geht da lang. Goyle und ihr zwei, da lang. Der Rest kommt mit mir."
Draco's Herz begann zu rasen. Er tastete die Wand nach Vorsprüngen und Rillen ab und begann, sich hinaufzuhieven. Seine Fingerkuppen pochten unangenehm.
„Und ich warne euch, bringt ihn mir!"
Die Stimmen kamen näher.
„Lucius, der Junge ist nicht blöd!"
„Halt die Klappe, Bellatrix. Es könnte sonst noch der Verdacht aufkommen, du nähmest ihn in Schutz."
Lestrange entfuhr ein wütender Schrei. „Er hat meine Schwester auf dem Gewissen! Wie könnte ich ihn in Schutz nehmen?"
„DANN HÖR AUF, MIR DAUERND ZU WIDERSPRECHEN!"
Stille breitete sich aus: Die Gruppe war stehen geblieben. Draco's Herz raste und sein Körper schmerzte ärger denn je.
„Kaum ist man einige Zeit nicht da, gerät alles außer Kontrolle. Meine Frau ist tot, mein Sohn ist ihr Mörder und Verräter unserer Art. Mein Haus ist zerstört, ich habe eine Gnadenfrist und mein Ruf ist ruiniert."
„…Was du dir selbst zuzuschreiben hast."
„Bell-"
„Wärst du nicht so einfältig gewesen, dich schnappen zu lassen, wäre es nie so weit gekommen!"
„Einfältig!" Malfoys Stimme klang herausfordernd und bedrohlich. „Ich habe für den Lord gekämpft und mir wurde die Ehre zuteil, für ihn nach Askaban zu gehen."
„Hör auf, deinen qualligen Text aufzusagen, der Lord ist nicht da.
Eine ‚Ehre' , dass ich nicht lache! Geheult wie eine alte Frau hattest du, als ich euch rausgeholt habe. Du hast seinen Namen verhöhnt, hast ihn leise verflucht, als du mich durch die Gitterstäbe hindurch angefleht hast, dich zu retten. Heuchler."
„CRUCIO"
Aberplötzlich durchrissen Lestrange's Schreie die Düsternis. Draco schloss die Augen, ihm war bewusst, welche Schmerzen sie durchlebte. Der Fluch gehörte damals zur strengen Erziehungsmethode seines Vaters.
Die gepeinigten Rufe verstummten. Draco vernahm ein Rascheln und Wispern, doch er konnte die Worte nicht verstehen. Sein verletzter Arm raubte im die Sinne: Lange würde er nicht mehr durchhalten.
„Elf Jahre, mein Sohn. Alles Gute!" Seine Mutter umarmte ihn steif. Ihre Hände waren kalt.
„Danke Mutter" Er begann, die Geschenke auszupacken. Ein Maxipaket von ‚Berti Botts Bohnen', ein Sack voller Galleonen, ein Buch über die Lehre der Legilimentik, ein Omniglas und ein neuer Besen türmten sich bereits vor ihm auf, als er plötzlich einen sanften Sing-Sang vernahm. Er blickte verwundert zu seiner Mutter hinauf, die bis dahin reglos an einer Stelle verharrt hatte. Draco runzelte die Stirn: Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Der junge Malfoy erhob sich misstrauisch und linste in den mit Fackeln erleuchteten, kahlen Flur, der sich almmählich verdunkelte. Neben dem Gesang vernahm er nun schwach das Schlagen von Flügeln und gerade, als er seiner Mutter eine Erklärung abverlangen wollte, flog ein Geschöpf um die Ecke, geradewegs auf den Jungen zu.
Sein Gefieder war von schwarz-grauer Farbe, die alles Licht zu absorbieren schien. Die Augen glichen zwei pechschwarzen Knöpfen und der schwarze Schnabel glich von der Form her dem eines Adlers. Sie Gestalt des Wesens nahm fast die gesamte Breite des Flures ein und auf unerklärlicher Weise erloschen die Fackeln an den Wänden, sobald es vorbeizog. Draco begann zu frösteln. Narcissa Malfoy öffnete ihren Mund, als wenn sie ihrem Sohn etwas sagen wollte, doch es entwich ihr kein Wort.
Der Vogel erreichte den Salon und landete elegant auf dem dunkelroten Veloursteppich. Gemächlich schritt er auf Draco zu, schien ihn keine Sekunde aus den Augen zu lassen. Der Junge fühlte sich unwohl, wich jedoch nicht zurück. Eine eisige Kälte ging von dem Geschöpf aus und betäubte alles in seiner unmittelbaren Umgebung. Ohne zu wissen, wieso er es tat, hob Draco die rechte Faust und schlug sie gegen seine Brust. Die Knopfaugen schienen sich in seine Seele zu bohren. Ohne Vorwarnung entfaltete er plötzlich seine monströsen Flügel und schlang sie um ihn. Der Schrei seiner Mutter war das Letzte, was er vernahm, bevor sein Herz vereiste.
„Mein ist dein Herz, dein Leben, dein Wille. Mein ist deine Seele."
„Kustos, ich folge dir."
»(Üb. d. V.; wörtlich: „Verschwinde (avra) wie (ke) dieses/das Wort/Sache (davar)").
