Autorin: -desire-

Kurze Inhaltsangabe: NACH BUCH 6! SPOILER!

-Der Schatten hat noch keine Macht. Weder über dich noch über mich. - +Zit.+

Ist es möglich, dass ein Mädchen die Hoffnung Vieler in dieser schlechten Zeitverkörpert, und gleichzeitig die gefährlichste Waffe aller Zeiten ist?Das ein junger Mann seine Linie durchbricht und sich von seinem Herzen leiten lässt?

Genre: Drama, Action/Adventure, Mystery, Dark, Horror

Hauptcharaktere: Eigener Charakter, später auch Draco Malfoy

Altersfreigabe/Warning: mind.ab 13 (T), insbesondere in diesem Kapitel wohl schon M.

Disclaimer: Die euch bekannten Figuren kommen natürlich von J.K.R, gehören mir nicht und somit verdiene ich mit der Story auch kein Geld. Die Idee stammt jedoch von mir.

Anmerkung: Joa, das ist eine spontane Idee von mir und ich hoffe, ich habe sie das letzte Mal überarbeiten müssen :-/ wie bereits angedeutet, wird Draco eine tragende Rolle spielen und natürlich mein eigener Charakter.


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ANMERKUNG an alle Schwarz und Weißleser: Melde mich aus der Versenkung zurück! Sorry, dass es solange gedauert hat

mit dem neuen Kapitel, aber ich stehe nun mit einer frischen Ladung Ideen bereit und bin zu allem entschlossen! :)

Hoffe es gefällt dir Jo! ;)

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feedback immer gern gesehen! Fragen natürlich auch! :)


† Escape †

Seine Augen öffneten sich blinzelnd, während der Regen auf ihn niederging. Er stöhnte auf und drehte sich vorsichtig auf die Seite. Sein Kopf schmerzte heftig und ließ ihn seine Umgebung nur schemenhaft wahrnehmen. Er zog seine Beine zu sich heran und stützte sich fiebrig auf den Ellenbogen, mit dem Ziel sich aufzusetzen. Doch er knickte weg und fiel unsanft zurück. Sein Kopf schlug auf hartem Boden auf, woraufhin ihm ein gepeinigter Schrei entglitt, der alsbald in einen Hustenkrampf überging. Mit seinen Kraftreserven am Ende, keuchte und prustete Draco, versuchte sich an das Geschehene zu erinnern, doch in seinem Kopf herrschte eine eigentümliche Leere. Er schloss die Augen, wollte die Schmerzen beseitigen, wollte sterben.

Die Gruppe stand regungslos in der Mitte der Halle und blickte starr gerade aus..

Oh bitte, Herr! Mylord! Er ist doch noch ein Kind – bitte, er-"

SCHWEIG!" Der Dunkle Lord erhob sich, zitternd vor Wut, und schlug der Frau ins Gesicht, welche daraufhin schwächlich zu Boden fiel. „Du bist eine Schande für die ganze Vereinigung, Narzissa Black!"

Sein Inneres schrie auf. Draco setzte den linken Fuß vor, wollte zu ihr laufen, doch dann traf ihn etwas Hartes gegen die Brust und ließ ihn innehalten.

Das Mädchen stellte ihren Kampfstock lautlos auf den Boden zurück und schaute, wie alle anderen, weiterhin respektvoll zum Lord. Er starrte sie an, doch sie ließ sich nicht anmerken, ob sie dies wahrnahm oder nicht. Er verstand die Warnung dennoch und blieb auf seinem Platz.

Währenddessen hatte sich Narzissa wieder erhoben. Die Junisonne, deren Strahlen durch das große, gläserne Kuppeldach fluteten, ließ ihr dichtes, seidiges Haar, das dem Dracos so ähnlich war, schimmern. Er sah, dass ihre Schultern zitterten, doch sie gab keinen Laut von sich. „Dein Sohn wird diese Mission erfüllen, um die Würde seiner Familie wieder herzustellen. Dein nichtsnutziger Ehemann hat meine Toleranzgrenze eindeutig überschritten. Macht er seine Sache gut, hat er nichts zu befürchten. Lass seine Sachen ins Schloss bringen. Dann gehst du, deine Schwester wird sich um dich kümmern."

Dracos Mutter schirmte ihr Gesicht mit den Händen ab, unfähig sich zu rühren. Ein maskierter Mann trat vor, fasste sie behutsam am Arm und führte sie hinaus. Der Jüngling verfolgte sie mit ihren Blicken bis sie, ohne sich noch einmal nach ihm umzuschauen, aus der Halle verschwunden war.

„Ich glaube, er kommt zu sich."

Draco atmete schwer ein und vernahm einen Geruch von dickem Qualm, der sich in seinen Lungen festsetzte. Wärme umgab ihn - zuviel Wärme. Seine Haut fing an zu prickeln, zu brennen und plötzlich schien sein gesamter Körper Feuer zu fangen. Er riss die Augen auf und versuchte, etwas zu erkennen. Doch die Schmerzen übermannten ihn und er fing an, sich schreiend zu winden. Er schleuderte sich zur Seite, vernahm erneut die Stimme, die zuvor gesprochen hatte, und spürte, wie sich jemand auf ihn warf. Ein stechender Schmerz fuhr von seinem Arm durch seinen Körper und er versuchte seine verbliebene Kraft zu mobilisieren und den Unbekannten von sich zu stoßen, doch dies hatte nur zur Folge, dass sich sein Angreifer noch mehr auf stützte.

Seine Augen brannten. Blinzelnd versuchte er den Tränen Einhalt zu gebieten, die unbeirrt seine Wangen hinabströmten und den Boden unter ihm benetzten. Langsam klärte sich sein Blick und seine Umgebung nahm Form und Farbe an: Er lag auf einem schmutzigen wollenem Teppich, der sich vor einem kleinen Kamin erstreckte. Das Feuer darin prasselte fröhlich vor sich hin, während eine korpulente Frau mit fettigen, grauen Haaren Lumpen in die Flammen warf. Kaum einen Moment später wurde Draco bewusst, dass es sich bei diesen Lumpen um seine Kleidung handelte.

„Hey…" krächzte er und verzog das Gesicht bei den jäh aufflammenden Schmerzen in Rachen und Kopf.

Die Gestalt, die bis dahin noch immer auf ihm gelegen hatte, regte sich und es erschien ein eingefallenes, männliches Gesicht in Dracos Blickfeld.

„Ich kenne Sie…" Es fiel ihm schwer, sich zu erinnern.

Denk an das, was du über die Jahre bei mir gelernt hast. Glaube an das, was du fühlst, was du willst!" Er hörte ein Wimmern ein paar Meter von ihm entfernt. „Nichts anderes haben sie verdient! Verbannt haben sie jene, weil sie Sie fürchten. Aber wir müssen sie nicht fürchten, denn wir sind reinen Herzens." Seine Finger kribbelten, während die Ungeduld wuchs. Er wusste, dass seine Kameraden hinter ihm positioniert waren, doch sie machten keinen Laut. Es sollte seine entscheidende Prüfung sein, bevor der Dunkle Lord ihm seinen Auftrag nennen wollte, wenn er sich als fähig erweisen würde. „Auf mein Wort, bei drei!" Eine große Ehre würde ihm zuteil kommen, hatte seine Mutter ihm mit brüchiger Stimme anvertraut. Er hatte ihren Blick gemieden, denn er ertrug es nicht, sie weinen zu sehen. „EINS-". Schwächlich war sie geworden, war mit dem Schicksal ihres Mannes gewachsen und gefallen. Nun war sie am Boden. „ZWEI-".

Würde schon nicht die schwierigste Sache sein, den Test zu bestehen, dachte er sich. Schließlich hatten sie es unzählige Male geübt, inhaliert – gelebt. „ DREI!"

AVADA KEDAVRA!" brüllte Draco und richtete blind seinen Zauberstab auf eine Stelle vor ihm. Der Fluch ließ seinen Körper erzittern und ihn durchströmte vernichtender Hass. „Du bist tot, Potter. Du wirst dafür bezahlen!"

Ein gellender, halb erstickter Schmerzensschrei durchriss die Stille und ließ ihn zusammenfahren. Mit einer hektischen Bewegung versuchte er, die Augenbinde von seinem Kopf zu reißen, während sich das Entsetzen in sein Herz festsetzte.

Seht ihn euch an! SEHT, WAS ER GROßARTIGES VOLLBRACHT HAT!"

Draco hörte etwas Schweres zu Boden fallen, während das Geräusch vieler auf den Boden trommelnder Kampfstöcke anwuchs. Endlich hatte sich das Tuch gelöst und im ersten Augenblick blendete ihn das Licht, das durch die hohen Spitzbogenfenster in die Arena drang. Auf dem Boden lag ein Mann. Seine Augen waren vor Entsetzen geweitet. Das Trommeln war verstummt und er vernahm Schritte, die gemächlich auf ihn zusteuerten. Draco spürte, wie eine Woge der Übelkeit über ihn hereinzubrechen drohte, doch er war unfähig, sich von dem Toten abzuwenden.

Riechst du die Angst?" raunte der Lord ihm ins Ohr. Als Draco ihm nicht antwortete, begann Voldemort zu lachen. Erst leise, dann immer lauter, sodass es von den Wänden widerhallte. „Wie war dieses erste Mal? Die Macht zu fühlen, über andere zu richten, sie zu töten? Sag's mir, Malfoy." Wieder lachte er.

I-Ich wusste nicht-"

Ach papperlapapp!" unterbrach er den jungen Mann barsch. „Natürlich wusstest du es nicht, weil du FEIGLING sonst alles in den Wind geschlagen hättest, was ich dir über die Jahre beigebracht habe!" Ruckartig drehte er sich zu der großen Gruppe in der Mitte der Halle. „Den Fluch hättest du nur halbherzig aufgesagt, hättest dich nicht konzentriert - diesem Muggel hätte nicht mal die Nase gejuckt. Und IHR alle seid nicht besser!" brüllte er und breitete seine Arme aus, um keine Zweifel aufkommen zu lassen, an wen er die Worte richtete. „Aber seht ihn euch nun an! Er hat euch eure Macht gezeigt, jene Macht die in jedem von euch steckt. Ihr müsst für die Sache kämpfen!" Der Dunkle Lord streckte seine Faust gen Himmel. Draco blickte ihn an, konnte das grausige Bild, das sich hinter ihm bot, nicht mehr ertragen und suchte Halt. Die flammende Rede, die er hielt, schien Voldemords Gemüt zu erhitzen, doch seine Züge blieben unnatürlich starr.

Denn was bringen die Muggel?"

DEN TOD!"

Und was verdienen sie dafür?"

DEN TOD!"

Voldemort blickte zufrieden um sich, senkte die Faust und fügte leise hinzu: „Und was verdienen jene, die die Muggel schützen?"

TOD UND QUALEN!"

Er lachte und schrie: „ Lang lebe das reine Blut!"

LANG LEBE DER DUNKLE LORD, DER HERRSCHER DER WELT!"

Der Besagte wandte sich mit glühenden Augen wieder Draco zu. „Auf ein Wort", und ging hinaus. Dieser folgte ihm mit wirren Gedanken und kaltem Herz.

Als er das nächste Mal erwachte, war das verzehrende Feuer in seinem Inneren erloschen und ihm war angenehm kühl. Noch immer lag er auf dem Teppich vor dem Kamin, dessen Feuer schon lange erloschen war. Verwirrt schaute er sich um: Das Zimmer wurde durch die vernagelten Fenster nur schwach beleuchtet und so war es schwer, etwas zu erkennen. Tisch und Stühle in der Nähe der Tür waren stark ramponiert und mit einer dicken Schicht Staub bedeckt. Das hölzerne Bettgestell unter einem der Fenster war seiner Matratze beraubt worden und fiel dem Zahn der Zeit zum Opfer. Auf dem Boden verteilt lagen Seiten aus Zeitungen aller Art, deren Schrift deutlich verblasst war und in der einen Ecke, dem Geruch nach zu urteilen, zur Abdeckung der Exkremente und anderem Dreck diente. Draco wandte angewidert den Blick ab und schaute stattdessen an sich hinunter. Sein geschundener, vom Fieber ausgemergelter Körper schien sich langsam zu erholen. Um seinen Hals war ein Verband geschlungen worden, der mittlerweile einen graulichen Farbton angenommen hatte, in dessen Schlaufe sein geschienter Arm ruhte. Unwillkürlich fragte er sich, wie lange er sich schon an diesem Ort aufhielt und erinnerte sich gleichzeitig, dass dieses Zimmer bei seinem letzten Erwachen von zwei Fremden bewohnt worden war. In der Nähe des Kamins sah er seinen zerschlissenen Mantel liegen. Die Taschen waren umgestülpt und ihr Inhalt lag verstreut auf dem Boden. Draco entfuhr ein wutentbrannter Schrei und er versuchte sich aufzuhieven. Er fühlte sich elend und spürte jeden Einzelnen seiner Knochen, kämpfte sich noch ein wenig weiter in die Höhe und fiel dann mit einem verzweifelten Seufzer zurück auf die Knie. Entschlossen rutschte er über dem Boden zum Kamin und inspizierte das Verbliebene seines Besitzes. „Und hier sitzt du nun, " dachte er grimmig, „Draco Malfoy, Nachkomme einer der ältesten reinblütigen Zaubererfamilien, ausgeraubt, kränklich und ohne ein Zeichen der Besserung deiner Lage." Mit einer resignierten Handbewegung wischte er sich den Schweiß von der Stirn und tastete die Innenseite des einst so kostbaren Umhangs ab. Er hatte Glück: die Naht zu dem geheimen Fach war ungeöffnet und er fühlte das kleine Medallion zwischen seinen Fingern. Voldemort hat somit sein Ziel noch nicht erfolgreich verfolgen können, doch Draco musste Sie finden, um seinen gefährlichen Plan endgültig zu durchkreuzen.

Eine alte, aber saubere graue Hose und ein dünner grüner Pullover fanden sich neben dem Mantel an, ebenso wie sein Zauberstab. Draco runzelte verwundert die Stirn. Was hatte das zu bedeuten? Doch ohne groß nachzudenken, streifte er sich die fremden Kleidungsstücke über und warf sich seinen Umhang über die Schulter. Beim Zuschnüren streifte er das Loch, wo einst sein Familienwappen den Umhang geziert hatte. Herausgerissen hatten sie es, als er in der schicksalsschweren Nacht von Hogwarts ins düstere Schloss des Dunklen Lords geflohen war. Hatten ihn in den Kerker sperren wollen, bis sie sich eine Strafe für einen solchen Verräter ausgedacht hätten. Doch ihm gelang die Flucht.