Kapitel 5
Meet Evans and Potter
"Was?", schrieen drei Stimmen durch das weiß gestrichene Zimmer. Sam und Lydia McKale, die kurz nach Alex im St. Mungo Hospital fur magische Krankheiten und Verletzungen eingetroffen waren (Ein überaus freundlicher, in gelbem Nylon gekleideter Zauberer mit Prinzessinen- Spitzhut hatte sie mit einer kleinen, quietschgrünen Ente von zu Hause abgeholt), sowie Alex Freeman schauten den Mann mit Bart und der Brille mit den Halbmondglasern entgeistert an.
"Das ist der Grund, weswegen Alice und Nina nicht länger am aktiven Muggelleben teilnehmen können." Albus Dumbledore sah den drei Augenpaaren, die ihn ungläubig anstarrten entgegen.
"Ich habe veranlasst, dass ihre Tochter und ihre Schwester, bei zwei sehr kompetenten Schülern von mir die verbleibenden Sommerferien verbringen können. Dort wird ihnen dann alles über Hogwarts, Schule fur Hexerei und Zauberei beigebracht, was sie wissen mussen." Sam McKale, der auf dem Bett neben seiner Tochter Platz genommen hatte sah Dumbledore ungläubig an. "Meine Tochter ist sechzehn. Sie erwahnten vorhin, dass die Schüler bei ihnen mit 11 Jahren ihre magische Ausbildung beginnen. Wie soll sie den versaumten Stoff nachholen?" Ninas Mutter nickte ekstatisch. Sie stand hinter ihrer Tochter, die mit Anstrengung darüber nachdachte, wie sie denn Bitte schön den gesamten Schulstoff von fünf Jahren durchpauken solle. Sie, die noch nicht mal ordentliche Maschen häkeln konnte. "Auch dafür haben wir eine Lösung parat." Dumbledore schmunzelte. "Wir haben auf Hogwarts einen sehr kompetenten Lehrer fur Zaubertränke, der eigens für diesen Zweck einen Trank entworfen hat, der Alice und Nina, alle Fähigkeiten verleihen wird, die sie benötigen." Nina grinste triumphierend und hob den Arm in Richtung Himmel: "Strike!" "Das heißt aber nicht, dass ihr nicht lernen müsst!" Dumbledore wandte sich an schelmisch lächelnde Alice und, die einen Freudentanz aufführende, Nina, die prompt das Grinsen und das Lacheln einstellten.
"Im Gegenteil, ihr müsst sogar noch mehr lernen, damit ihr das Gegebene auch vertieft!" Von Alice kam ein mürrisches "Mäh...!"und Nina seufzte laut: "Ich wusste, da ist ein Haken!" "Gut, meine lieben." Dumbledore erhob sich und strich seinen Umhang glatt.
"Ich hoffe ihre Eltern und ihr Bruder bringen ihnen ihre persönlichen Gegenstände hierher, damit wir schon heute Abend zu ihren Gastfamilien aufbrechen konnen!" "Aber dann müssen wir uns doch trennen!" Alice schluckte.
"Ich denke, dass lasst sich nicht vermeiden. Aber ihre Mentoren werden ihnen gefallen. Da bin ich mir sicher!", sprach er und wandte sich zur Tür, doch er drehte sich noch einmal um und griff in seinen Umhang. "Miss McKale...!" Er zog eine längliche Schachtel aus der Tasche. Nina kiekste und hüpfte vom Bett auf. "Ich habe von Andrew erfahren, dass es hier einen... Zwischenfall mit Bonbons gab... Ich glaube, dass man diesen Vorfall als höchsterfreulich bezeichnen kann...!" Er winkte mit dem Päckchen und Nina riss es ihm aus der Hand. "Wow!" Nina öffnete die mit einem Bändchen verschlossenen Schachtel und beförderte einen dunkelbraunen Zauberstab zu Tage.
"Ich wusste, dass du dich freust", sagte er, tätschelte Nina die Schulter und verließ dann mit rauschendem Umhang das Zimmer.
"Mit dem Ding sollen wir fahren?" Ungläubig kickte Nina mit dem Fuß gegen eine rostige Felge, des großen blauen Busses, der soeben vor ihnen aufgetaucht war.
Andrew, der, um sich von seinen beiden Patientinnen zu verabschieden, mit nach draußen gekommen war, ließ seine Zauberstabhand sinken, mit dem er den Fahrenden Ritter gerufen hatte.
"Also, er sieht ja zugegebenermaßen etwas schäbig aus, aber diese Art zu reisen ist sehr effektiv... wenn auch nicht gerade bequem.", sagte er.
Auch Alice blickte zweifelhaft auf den klapprigen Bus, der soeben mit einem ohrenbetäubendem Quietschen die Vordertür geöffnet hatte und eine ältere Hexe mit grünem Gesicht aussteigen ließ.
"Noch'n schönen Abend, Ma'am!" rief ein junger, schnodderig aussehender Mann in einer ziemlich abgewetzten, roten Schaffneruniform und schmiss der Hexen eine Tasche, aus der einige Lauchstangen herausragten, nach. Er wandte sich seinen neuen Passagieren zu. "Hi Professor Dumbledore!" begrüßte er Dumbledore und schlenkerte mit seiner Hand, in der er einen kleinen Fahrkartenknipser hielt.
Dumbledore begrüßte ihn seinerseits mit einem Kopfnicken. "Hallo Callum!" Callum wackelte mit seinem Kopf und holte einen kleinen zerknitterten Notizzettel aus seiner Gesäßtasche.
"Willkommen im Fahrenden Ritter, dem Nottransporter für gestrandete Hexen und Zauberer. Strecken sie einfach den Zauberstab aus, steigen sie ein und wir fahren sie, wohin sie wollen. Mein Name ist Callum Crantz und ich bin für heute Abend ihr Schaffner", las er monoton vor, faltete dann den Zettel wieder zusammen und schob ihn zurück in die Tasche. Er hob den Kopf, setzte ein dümmliches Grinsen auf und sah die Reisegesellschaft mit großen Augen erwartungsvoll an. "Sie wollen doch nicht etwa alle mitfahren, oder was?" Dumbledore wies auf Nina und Alice "Nur ich und die zwei Damen hier, Callum!" "Och, dann ist ja gut, ich dachte schon ich müsste die Kotztüten wieder aufstocken... Die Dame eben hat alle so ziemlich verbraucht..." Nina beugte sich zu Dumbledore hinüber. "Hat er gerade Kotztüten gesagt?" "Ich fürchte schon, aber nachdem man erstmal etwas länger mit dem Fahrenden Ritter unterwegs ist, gewöhnt man sich daran!" Er drehte sich zu Alex und den McKales herum.
"Es wird Zeit, dass sie sich verabschieden!" Lydia McKale, die schon eifrig mit Taschentüchern herumhantierte, ging schluchzend auf ihre Tochter zu. "Ich werde dich vermissen!" ihre Stimme bebte und ihre Schminke verschmierte, als sie ihr Gesicht an Ninas grauem Pulli abwischte.
"Mama, ist gut... Ah Mama... is' OK...", Nina tätschelte ihrer Mutter unbeholfen den Rücken "Ich komme ja für die letzten paar Tage der Ferien wieder nach Hause!" "Bis dahin ist es aber noch so lange..." "Lydia, jetzt lass doch mal das Kind los!" Ninas Vater löste seine Frau behutsam von seiner Tochter und kniff dieser dann in die rechte Wange.
"Sie passt schon auf sich auf... nech!?" "Ja, Dad, mach ich!" Sie machte einen Versuch, ihren Koffer anzuheben, doch ließ sofort wieder davon ab, als sie feststellte, dass er mindestens eine halbe Tonne wiegen musste.
"Mama, was ist denn da alles drin?" "Dein halbes Zimmer, wieso?", Mrs. McKale strich sich eine Haarsträhne aus der Stirn. "Ich dachte, du brauchst was, damit du dich wohl fühlst!" "..." Nina besah sich ihren Koffer. "Und wie bekomme ich jetzt mein Zimmer in diesen... Bus?" "Das mach ich schon!" Andrew eilte herbei und schlenkerte mit seinem Zauberstab, worauf der Koffer und Ninas Reisetasche sich vom Boden erhoben und durch die Vordertür in den Bus hinein schwebten.
"Dankeschön Andrew!" Nina nahm ihn in den Arm und knuddelte ihn. "Unsere Beziehung war zwar nur kurz, dafür aber heftig!" "Wa...!?" Andrew schnappte nach Luft und Alice Vater hob die Fäuste "Was haben sie mit meiner Tochter gemacht?" Andrew hielt sich schützend die Hande vor das Gesicht. "Ich habe nichts... Also Nina... Das... also!" Er schnappte nach Luft, wie ein Fisch auf dem trocknem.
"Dad, das war nur ein Scherz!", Nina lachte. "Ihr hättet eure Gesichter sehen sollen!" Sie schüttelte sich vor lachen und stieg dann in den Bus, um vor den Angriffen der beiden in Deckung zu gehen.
"Also..." Andrew fasste sich an den Kopf und schrie dann zu einem der Fenster vor denen Nina gerade aufgetaucht war: "Ich bekomme noch Geld von dir! Eine Galleone, fünf Sickel und einen Knut!" Nina formte ein "Jaja" mit ihren Lippen und verschwand dann vom Fenster.
"Ich gehe dann auch mal!", sagte Alice zu Alex und schulterte ihren Rucksack.
Im Hintergrund hörte sie noch wie Andrew das Fensterglas des Busses anblökte: "Mein Geld! Es ist mein hartverdientes Geld!" und sah Nina, die einen Zettel mit der Aufschrift "Fününününü!" an die Scheibe drückte.
"Warte, Schwesterchen!" Alex kam auf Alice zu und nahm sie in eine Umarmung, die dem Klammergriff eines Orang- Utans ähnelte.
"Ich werde dich so vermissen. Pass auf dich auf! Schreib mir! Ruf mich an!" "Ich weiß nicht, ob es da ein Telefon gibt, Alex!" "Egal! Mach von mir aus Morsezeichen, oder so!" "Alex, ich kann bald gar nichts mehr machen... Ich ersticke!" "Was? Oh!" Er ließ von Alice ab und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn.
"Ich will, dass du aufpasst, OK?" "Geht klar, Großer!" Sie drehte sich um, winkte Andrew noch einmal zum Abschied, der von Ninas Attacke immer noch eine Gesichtsfarbe hatte, die einer Tomate glich.
Dann stieg sie mit ihrem Koffer und ihrem Rucksack in den Bus.
"Auf Wiedersehen, die Herrschaften! Ich hoffe wir haben bald wieder das Vergnügen!" Dumbledore erklomm hinter Alice die schmale Treppe des Busses.
Callum winkte noch einmal zu den völlig aufgelösten Zurückbleibenden und schloss dann die Bustür.
In einer gepflegten Vorstadt ertönte ein Knall. Alle Eulen, die sich in den Bäumen eingenistet hatten flogen erschrocken auf.
Ein großer nachtblauer Bus rollte, mit einem atemberaubenden Tempo durch den Ligusterweg und kam mit quietschenden Reifen, schaukelnderweise zum Stehen. Eine Tür öffnete sich und ein alter Mann, sowie ein junges Mädchen kamen aus dem Bus. Das Mädchen wankte ziemlich und stützte sich mit einer Hand am Bus ab.
"Schönen Abend noch, Miss!" rief eine quiekende Stimme aus dem inneren des Busses.
Das Mädchen winkte erschöpft.
Der alte Mann wies auf ein Haus, das genauso aussah wie alle anderen.
"Das wird ihre Unterkunft für die nächsten Wochen sein." "Welches Haus meinen Sie? Das, das da so heraussticht?" Sie wies auf die identischen Häuser.
Der alte Mann lächelte. "Meine Liebe Miss Freeman, ich werde sie leider nicht mit hinein begleiten können, sie sind bestimmt in der Lage sich allein zurecht zu finden. Wo ich mir bei ihrer Freundin nicht so sicher bin...!" "Das hab ich gehört!" Eine weitere Mädchenstimme tönte aus dem inneren des Busses.
"Also dann...! " Alice hob die Hand in Richtung Bus. "Nina, man sieht sich!" "Bye!" Die Tür des Hauses öffnete sich und ein Mädchen mit leuchtend roten Haaren kam in den Garten gelaufen. "Professor Dumbledore! Guten Abend!" Sie kam auf die beiden zu.
"Guten Abend, Miss Evans!" Dumbledore hob die Hand. "Darf ich ihnen Miss Freeman vorstellen?" Alice schüttelte die Hand, die das Mädchen ihr hingestreckt hatte.
"Hi! Ich bin Lily Evans!" Sie lachte breit und Alice schloss sie sofort ins Herz.
"Alice Freeman. Hallo!" "Nina!", schallte es vom Bus und eine Hand winkte aus dem geöffneten Busfenster. Alice grinste verlegen, als Lily irritiert zurückwinkte. "Meine Freundin Nina. Sie fährt noch woanders hin!", erklärte sie.
"Ah!" Lily schaute zur ekstatisch winkenden Hand. "Sie erinnert mich irgendwie an jemanden." Dumbledore unterbrach die zwei, und reichte Alice ein kleines Fläschchen, dass eine klare, rote Flüssigkeit enthielt.
"Der Trank von dem wir gesprochen haben!" sagte er. "Vergessen sie nicht ihn noch heute Nacht, oder spätestens morgen früh zu sich zu nehmen!" Alice nickte und steckte das Fläschchen in ihre Jackentasche.
"Ich verabschiede mich dann mal!" Dumbledore schüttelte Alice die Hand und ging zum Bus zurück. "Callum!, wir können weiter!" sagte er zum Schaffner und die Türen des Busses schlossen sich mit einem lauten Quietschen wieder. Der Bus fuhr an, beschleunigte und als er gerade am Ende des Ligusterweges angelangt und im Begriff war, in das nächste, total identische Reihenhaus zu brettern, verschwand er mit einem lauten Knall.
"Komm!" Lily fasste Alice am Handgelenk und zog sie mit sich in den Garten.
"Ich zeig die unser Haus, aber sei leise, meine Schwester hält ihren Schönheitsschlaf" sagte sie.
Alice grinste und lief hinter ihr durch den säuberlich beschnittenen Rasen auf das Haus zu.
Abermals hielt der nachtblaue Bus. Diesmal nicht in einer perfekten Vorstadt sondern vor einem idyllisch gelegenem Haus, das in Bäumen und Büschen eingebettet war. Der Schaffner öffnete die Tür und abermals stieg der alte Mann und ein junges Mädchen aus.
"Auf Wiedersehen Professor Dumbledore!". Callum Crantz hob zum Gruß die Hand und wedelte mit dem Kartenknipser.
"Danke fur die komfortable Fahrt, Callum!" Das Mädchen ließ ein furzendes Gerausch hören. "Komfortabel..." Dumbledore winkte zurück und beobachtete wie Callum die Tür schloss und der Bus in einem Nebelschwaden entschwand. Als kurz darauf ein lauter Knall ertönte, zuckte das Mädchen zusammen. Sie sah sich das Haus an und blickte dann zu Dumbledore. "Cool." Es klang wie eine Feststellung. "Ein wenig düster... aber cool!" Der Zauberer zog einen kleinen Flakon aus seiner Umhangtasche und reichte ihn dem Mädchen.
"Trinken Sie Nina! Es ist der Trank, über den wir geredet haben!" sagte er.
Sie nahm den Flakon und oöffnete ihn "Schmeckt der eklig?" Nina roch an dem Trank und zog die Nase kraus. "Ja, er schmeckt ekelig!" sagte sie ohne eine Antwort abzuwarten.
Dumbledore ließ ein heiseres lachen hören. "Augen zu und durch!"
Nina setzte an und trank den Flakon in einem Zug lehr.
"Wow... So schmeckt also Intelligenz!" sagte sie und legte den Kopf schief. "Wissen sie, wie viel Geld sie damit machen könnten!?" "Ich finde sie sollten jetzt mal zum Haus gehen. Es ist schon spät." Dumbledore drückte ihr die Hand und ging auf die dunkle Straße hinaus.
"Ähm... der Bus ist weg. Wie kommen sie denn jetzt nach Hause?", fragte Nina und beobachtete wie Dumbledore mit dem Fuß auf dem Boden herum scharrte. "Jetzt pass mal auf!" sagte er und lächelte ihr zu. "Gleich bin ich weg!" "Das will ich sehen..." Nina schaute ihn ungläubig an.
Dumbledore hob die Hand zum Gruß und Nina tat es ihm gleich.
"Bis bald!" sagte er, und verschwand auf der Stelle mit einem lauten "Plopp!" "Wow... Voll krass!" Nina hob ihre Tasche auf und sah sich ihren Koffer stirnrunzelnd an. "Warum bist du bloß so schwer?", sagte sie und drehte sich in Richtung Haus um. Dort ware bestimmt jemand, der ihr helfen konnte, den Koffer ins Haus zu schaffen.
Sie ging auf das weiße Gartentor zu und kickte es mit dem Fuß auf. Ein mit Steinen ausgelegter Weg führte zur Eingangstür des Hauses. Sie ging bis zur Tür und suchte nach einem Klingelknopf. Es war aber keiner vorhanden, also klopfte sie, und die Tür schwang unter ihrer Faust einfach so auf.
"Halloooo!?" Nina steckte ihren Kopf durch den Türspalt in den dunklen Flur hinein.
Als niemand antwortete, dachte sie schon, dass Dumbledore sie zum falschen Haus gebracht hatte, aber dann hörte sie ein Geräusch aus dem zweiten Stock des Hauses.
"Hallo!?" rief sie noch einmal, und betrat den Eingangsbereich. Sicherheitshalber schloss sie die Tür nicht.
Es war stockdunkel und Nina konnte die Hand vor ihren Augen nicht sehen. Sie tastete an der Wand nach einem Lichtschalter, fand aber keinen. "Ähm, ist jemand zu Hause?" Sie ging drei Schritte vorwärts und stieß mit dem Arm an einen Schrank, worauf ein lautes Klirren folgte und sie leise aufschrie.
Plötzlich ging das Licht an und Nina kniff reflexartig die Augen zusammen.
Auf der obersten Treppenstufe stand, am Geländer gelehnt, ein Junge mit schwarzen Haaren, nur mit Boxershorts bekleidet, der sie verschlafen musterte.
"James, es war doch heute!", rief er und schaute sich um.
Am Treppenansatz erschien ein weiterer Junge, er war nur mit einem Badetuch bekleidet und seine Haare waren noch nass. Er setzte sich eine Brille auf die Nase und sah Nina.
"Hallo..." Nina blickte nach oben, ihre Augen hatten sich mittlerweile an die Helligkeit gewöhnt, und erblickte die zwei schelmisch grinsenden Typen.
"Ooch... ahhh.. ich wollte nicht...einfach so reinkommen, aber...die Tur war offen!" Sie wusste nicht so recht, wo sie hinschauen sollte.
James, oder wie der mit dem Handtuch bekleidete hieß, sah das die Tür offen stand und versetzte dem Jungen neben ihm eine Kopfnuss.
"Aua... Wofür war das denn?" Er rieb sich den Hinterkopf und blickte James missmutig an.
"Sirius, du Honk! Du hast die Tür nicht abgeschlossen!" Er kam die Treppe herunter und verriegelte die Tür. " Immer wenn du Gassi gehst, sollst du später abschließen!" Er wandte sich an Nina und gab ihr die Hand. "James Potter! Hallo!" "Nina McKale...Hi!" Sie blickte James an. "Ihr habt einen Hund?", fragte sie.
James beugte sich zu ihr rüber "Unter uns?! Nein!" flüsterte er. "Aber er geht gerne mal mit seinem imaginaren pinken Pudel spazieren!", fügte er hinzu.
Er sah Nina ins Gesicht und zwinkerte.
"Sehr lustig, das habe ich gehört..." Sirius kam die Treppe heruntergeschlendert und machte vor Nina halt. Er ging auf die Knie:
"Gestatten Sie: Black. Sirius Black." Er ergriff ihre Hand und gab ihr einen Handkuss. Nina zog ihre Hand aus seiner und wischte sie an ihrer Hose ab. Mit einem angewiderten Gesicht sah sie ihn an. Was fur ein Schleimer. "Ja, sehr schon. Ah... Mein Koffer steht noch draußen." Sie hatte sich an James gewandt. "Könnte irgendjemand ihn für mich holen? Er ist mir zu schwer, ich kann ihn nicht heben..." Sie blickte ihn entschuldigend an.
James sah an sich hinunter. Seine feuchten Füße hatten nasse Flecken auf dem Boden hinterlassen und sein Handtuch hing auf halb acht. Er bemerkte Ninas Blick und zog es sich hoher.
"Sirius, würdest du..." Er blickte Sirius an, der immer noch auf dem Boden hockte, in der gleichen Pose wie eben vor Nina.
"Sie... hat sich einfach umgedreht..." Er starrte ins Leere. "Sonst hat noch niemand meinem umwerfenden Charme widerstanden..." "Sirius!" James starrte ihn an. "Der Koffer!" Er öffnete die Haustür wieder und deutete auf Ninas Koffer, der einsam auf der Straße stand.
"Der Koffer... ja... genau... Koffer." Wie ein geprügelter Hund schlich Sirius nach draußen.
"Ist der immer so... seltsam?" Nina sah James an.
"Er erträgt es bloß nicht, wenn ein weibliches Wesen, egal von welcher Rasse ihn abblitzen lasst. Und wenn ich sage egal welche Rasse, dann meine ich auch egal welche Rasse! Sei froh, dass er nicht an deinem Hintern geschnüffelt hat!" "Wie meinst du denn das?" "Oooch, nur so..." Nina runzelte die Stirn. "Okeee" Sie beobachtete wie Sirius im Mondschein den Koffer zum Haus trug. Auf seiner Boxershorts waren kleine weiße Knochen aufgedruckt.
"Hättest du mir früher sagen sollen. Ich finde ihn süß!" Sie grinste James an.
