Danke für den einen Kommentar, Sweet-Teeni. ) Es freut mich wenn es dir gefällt.

--

Haunted until the end

Kapitel 2- In der Dunkelheit der Nacht

Draco stand im Türrahmen und blickte in das Zimmer, dass sich vor ihm ausbreitete. Seine Wunden heilten von Tag zu Tag besser. Trotz der Zaubertränke und dem langsam wirkenden Heilzauber den Blaise bei ihm anwand, fühlte er sich jedoch noch außer Stande großartig weite Spaziergänge zu machen.

Er blieb stehen obwohl er wusste, dass Blaise bereits von seiner Anwesenheit informiert war. Das Haus der Zabini schien von vielen, mächtigen Zaubern umworben zu sein, die vermutlich mehr Zeit beansprucht hatten als wenn das Gebäude durch Mugglehand geschaffen worden wäre.

Draco hatte bereits mit einigen dieser grundfesten Zauberbännen unfreiwillig Kontakt gehabt und Blaise erklärte ihm nur wenige. Der schwarzhaarige Mann hatte ihn bereits gewarnt gehabt und ihm die wichtigsten Grundregeln des Hauses erklärt.

Zum einen war es nicht möglich im Haus selbst zu Apparieren oder Disapparieren, dann waren die Fenster nur von innerhalb des Hauses zu durchblicken, während man von Außen nichts sehen konnte und die Erben des Hauses waren immer davor gewarnt wenn jemand unangemeldet das Zimmer betrat in dem dieser war.

Als offizieller Gefangener und Sklave des Zabinihaushaltes fühlte sich Draco eher wie ein Gast und Blaise schien auch keine Absichten in Form von physischer Bestrafung anwenden zu wollen und selbst auf psychischer Ebene hatte er bis jetzt noch keinen Schaden genommen.

Blaise hatte ihm freigestellt das Haus zu erkunden und jedes Zimmer zu betreten bis auf das der Zabinieltern, die wie Draco dankbar feststellte in den vergangenen Wochen nicht mehr zuhause gewesen zu sein schienen.

"Wo warst du heute?" Dracos Stimme war kräftiger als an den Anfangstagen, die er hier verbracht hatte.

Blaise antwortete nicht sofort. Er saß mit dem Rücken zu Draco an einem langen Tisch und vor ihm waren verschiedene Karten ausgebreitet, die er zu studieren schien.

Es war bereits Abend, doch die Luft war noch immer unangenehm schwül und Meteorologen des Muggel-TVs schätzen, dass Gewitter diese Nacht noch über der Toskana entlang ziehen würden und den Teil, in dem das Zabinianwesen stand auch nicht verschonen würden.

Draco war selbst über sich überrascht gewesen als er einige Muggle-TV-Kanäle interessanter empfunden hatte als die der Zaubererwelt, auf denen nur noch Nachrichten über den dunklen Lord, die Todesser oder Harry Potter liefen.

"Der dunkle Lord hat mich gerufen und mir einen Auftrag übergeben."

Draco hatte nicht mehr mit einer Antwort von Blaise gerechnet und riss sich aus seiner gedankenverlorenen Position. Seine intensiven blauen Augen fanden sich wieder auf den Rücken des anderen nachdem er seinen Blick aus dem Fenster ins Nichts hatte schweifen lassen.

Es gefiel Draco nicht wie gezwungen neutral die Stimme von Blaise geklungen hatte.

"Was für einen Auftrag?" Draco durchschritt den Raum langsam und setzte sich dann gegenüber von seinem Freund an den Tisch.

Er bemerkte schnell dass er absichtlich ignoriert wurde und Blaise nicht einmal von einer Karte aufsah um ihn zu begrüßen. Eine Karte fiel ihm jedoch ins Auge, beziehungsweise das Bild welches daran befestigt war.

"Ist das nicht diese Weasley?" Blaise seufzte nickte aber.

Das Bild zeigte Ginerva Weasley, die vor einem merkwürdigem Haus hin und her schritt. Ab und zu schaute sie aus ihrer Grübelei auf, doch Draco war überrascht sie nicht hocherfreut winken zu sehen. Das Eigenleben von Bildern war schon immer merkwürdig.

"Er will Potter schwächen, indem er ihm nimmt, was ihm am meisten bedeutet. Parkinson hat ihrer Mutter ein Paar Details erzählt und diese dann unserem Meister."

Draco nickte und starrte das Bild von Ginny noch ein paar Minuten an bevor er es dann beiseite legte.

"Wären Granger und sein Weasley Freund nicht genauso effektiv, schließlich stellen sie zu dritt eher eine Gefahr dar als Potter alleine?"

Blaise zuckte mit den Schultern. Seine silbergrauen Augen streiften ihn kurz als er Draco antwortete.

"Vielleicht weil Potter es nicht erwarten wird, er hat schließlich mit ihr Schluß gemacht am Ende des Jahres."

Draco blickte auf einige Landkarten ohne diese anzufassen da Blaise sie erst zuvor sorgsam ausgebreitet hatte. Dieser tippte mit seinem Stab auf eine grüne Fläche und sofort wurde dieser Teil vergrößert und etwas deutlicher. Man konnte nun die Umrisse einiger vereinsamter Häuser erkennen und ein paar etwas höher liegende Hügel oder Berge, Draco war sich da nicht ganz sicher, da die Karte falsch herum zu ihm lag.

Ein weiteres Mal tippte Blaise auf die Karte und zoomte ein sehr unförmiges Haus heran. Es war weiter abgelegen wie die anderen Häuser und war von großen Weidestücken umgeben. Die Zaubererkarte passte sich nun auch den Wetterbedingungen der Region, sowie der Jahreszeit an und Draco bemerkte, dass es dort gerade regnete und die Temperatur, die am untersten Rand vermerkt, wesentlich geringer war wie in Italien.

"Du musst sie töten?"

Blaise Augen trafen zum ersten Mal an diesem Tag die des anderen Slytherin, denn Blaise schien viel zu sehr damit beschäftigt zu sein ihn zu ignorieren oder aus dem Weg zu gehen.

Am frühen Vormittag war Blaise aus dem Haus geflüchtet und war dem Ruf des dunklen Herrn gefolgt und hatte niemanden etwas gesagt. Vermutlich war er vor dem Grundstück der Zabini disappariert. Draco wusste, dass Blaise nicht die zeit gehabt hatte um Draco darüber zu informieren selbst wenn er es gewollt hätte, denn wenn der Meister jemanden rief dann würde man ihn nicht warten lassen schon um nicht allzu lange das tiefe brennen in der Haut zu spüren.

"Nein, gefangen nehmen und dem Meister übergeben innerhalb der nächsten zwei Tage."

"Wann willst du es machen, ich meine sie holen?" Draco blickte forschend in die Augen des Italieners, der sich seufzend zurücklehnte. Blaise wirkte unzufriedener mit jedem Tag der verging und Draco konnte sich nur einen Grund dafür vorstellen, doch er hütete sich diesen laut auszusprechen. Blaise war nicht freiwillig ein Todesser, genau wie er, soviel hatte er herausgefunden und scheinbar war er auch nicht gerade glücklich einer geworden zu sein. Doch durch die Fähigkeit von Occulemency, die Blaise beherrschte, war Draco nicht in der Lage in den Kopf des anderen einzudringen und das gleiche galt andersherum.

"Heute Nacht."

Draco blickte in die Dunkelheit hinaus. Eigentlich hatte er auch nichts anderes erwartet.

"Ich würde dich gerne begleiten."

Silberne Augen verengten sich gereizt.

"Ich habe dir schon einmal die Regeln erklärt. Du darfst unter keinen Umständen dieses Haus verlassen. Wenn du weiter wie die Zäune des Garten gehen würdest wärst nicht nur du Tod sondern ich auch!"

Der Wutausbruch überraschte Draco. Blaise war grundsätzlich immer ruhig, ausgeglichen und nicht allzu leicht reizbar. Wie viele der reinblütigen Slytherins war auch Draco mit einer leichten Gabe der Empathie geboren. Sie ermöglichte ihm die Gefühle oder körperlichen Empfindungen eines anderen im eigenen Geist oder Körper zu spüren. Kombiniert mit seinen Occulemencyfähigkeiten war er regelrecht überrascht als er ungewollt von Blaise Erinnerungen eingeholt wurde.

Die roten Augen die aus der Dunkelheit alles durch dringend ihn durchblicken und dann Blut soviel Blut. Der körperliche Schmerz. Das dunkle Lachen und die unendliche Pein durchfraßen sein Bewusstsein.

Mit einem entsetzten Laut wurde Draco wieder in die Realität geworfen. Er hatte nicht viel gesehen. Er hatte nicht viel erkannt und er hatte es vor allem auch nichts verstanden doch als er zu Blaise entsetzten Augen aufsah wusste er, dass er es vermutlich auch nie erfahren würde.

"Es tut mir leid." wisperte er. "Ich hatte nicht vor dich zu erzürnen. Ich hatte nie vor das Haus zu verlassen. Oder deine Erinnerungen zu lesen. Doch so sehr ich die Weasleys nicht ausstehen kann bin ich mir sicher, dass dein Auftrag nicht einfach sein wird. Sie gehören dem Orden an Sie werden aufpassen, ich würde dir lieber helfen als hier zu sitzen. So wie du ihn mir freigehalten hast."

Blaise atmete tief ein und ließ sich wieder in den Sessel fallen. Er massierte seine Schläfe und richtete wieder die Barriere auf, die er hatte bröckeln lassen als er die Beherrschung verlor. Der Zabiniclan war ein sehr alter Clan und ein sehr mächtiger noch dazu. Sie stammten zwar nicht aus der direkten Linie von Salazar Slytherin ab doch waren sie mit dem Blut Slytherin vermischt. Auch er war ein Empath, doch er war eigentlich so gut darin sich vor anderen Gefühlen zu schützen und auch seine vor anderen dass er überrascht war, dass Dracos Gabe groß genug war seine bröckelnde Barriere zu durchdringen.

Er hatte nur wenig gesehen, doch er hatte sie, eine der stärksten Erinnerungen aufgewirbelt.

"Du solltest hier eine Weile relativ sicher sein, sollte etwas passieren und sollte ich sterben werden sie es wissen."

Blaise deutete auf eine der Hauselfen, die gerade vorsichtig ein Tablett mit Essen trug und dann vor Draco abstellte, dieser bedankte sich und sie verschwand kommentarlos.

"Was hast du vor, Blaise? Was sind deine Absichten?" Das Tablett vor Draco blieb unangerührt. Noch immer fühlte er sich elend genug um selbst das beste Essen nicht wirklich vertragen zu können zudem kam diese Erinnerung.

Blaise verstand, dass Draco das Thema auf das Unausweichliche gelenkt hatte. Er war sich bewusst, dass er sich entweder einen Feind machte oder einen starken Verbündeten wenn er seine vollen Absichten dem Blondschopf mitteilte.

Feind oder Freund. Draco könnte ihm in diesen Haus nichts antun und offiziell war er sein Gefangener. Er ließ nach und nach die Schranken zu Erinnerungen der letzten Tage fallen. Dabei war er vorsichtig, so dass Draco nicht das sah was vermutlich Blaise am meisten prägte. Er gab auch die volle Erinnerung frei, die Draco bereits vorher schon hatte eingesehen.

Feind oder Freund... Draco hatte sich zu entscheiden als er mit einer Hand gegen den Rippenbogen pressend in die Leere starrte und durch ein unsichtbares Band mit dem Mitschüler verbunden war. In Slytherins Haus gab es nie wirkliche Freunde nur Allianzen, doch Blaise hatte sich entschlossen ein Risiko einzugehen.

Blitze zuckten am Himmel als die Stunden verstrichen. Mittlerweile erleuchteten nur noch Kerzen das Zimmer.

"Wie willst du den dunklen Lord austricksen, wenn du Potter nicht als Verbündeten hast und ich glaube kaum, dass wenn du dessen Freundin entführst du dir Pluspunkte bei ihm machst."

Blaise zuckte mit den Schultern.

"Das muss ich selbst noch herausfinden."

--

Ginny versuchte zu schreien aber kein Ton entkam ihren weit aufgerissenen Mund. Sie versuchte es erneut doch sie versagte. Tränen sammelten sich in ihren Augen und sie versuchte sie zurück zu halten. Man hatte sie in eine Ecke ihres eigenen Zimmers gepfercht. Nirgends fand sie etwas mit dem sie die Aufmerksamkeit der anderen Hausbewohner auf sich ziehen würde. Draußen gewitterte es und niemand würde etwas ahnen.

Sie hatte es ihrem Widersacher nicht einfach gemacht als sie all ihren Mut genommen hatte und ihn das Gesicht aufgekratzt hatte. Sie spürte Blut unter ihren Fingernägel doch das milderte ihre Angst nicht. Diesmal hatte sie keine so einfache Chance gegen ihn.

Ihr Zauberstab war in seiner linken Hand als er auf sie zuschritt. Die Dunkelheit machte ihn noch suspekter. Sie konnte ihn nicht erkennen, nur das er hochgewachsen war. Die Dunkelheit verstärkte ihre Angst und ließ sie gegen die Wand hinter sich prallen.

"Es tut mir leid." Der Mann umschlang sie mit beiden Armen und sie fühlte wie Tränen der Angst über die Wangen liefen bevor sie das ungewohnte Gefühl der Disapparation verspürte. Das Atmen tat weh und als sie wieder normalen Boden unter sich spürte musste ihr Entführer sie aufrecht halten, damit sie nicht stürzte.

Ihre Sicht war durch die vielen Tränen verschwommen und so war sie nicht in der Lage sich großartig zu wehren. Auch wenn ihr Angreifer sie in keinster Weise hatte zu Schaden kommen lassen außer dem Fakt, dass sie in ihren Schlafanzug in einer dunklen Gasse entlang lief und sie hin und wieder in eine bestimmte Richtung gedrängt wurde wusste sie, dass sich das ändern würde.

Die Hand auf ihrer Schulter dirigierte sie in eine Sackgasse an dessen Ende sich eine einzige Tür aus Eisen befand. Ginny hatte ihre Arme um ihre nackten Arme geschlungen und versuchte verzweifelt ihre Tränen unter Kontrolle zu bringen. Jeder Silbe, die sie versuchte über ihre zitternden Lippen zu bekommen waren lautlos und ihre Gedanken schrien in die Stille der Gasse, doch alles was sie hörte waren die leisen Schritte von ihnen beiden.

Jedes Mal wenn sie sich versuchte aus seinem Griff zu lösen wurde dieser nur härter und schmerzlicher.

Wegrennen stand außer Frage, sie wusste weder wo sie war noch wie sie nach Hause kommen könnte, außerdem bezweifelte sie das der junge Mann sie so einfach gehen ließ.

Sie waren nur noch einige Meter von der Tür entfernt, als sie stehen blieben. Der Schatten war so tief, dass sie kaum die Umrisse von dem Mann neben ihr erkennen konnte. Die Tür jedoch schien von innen zu leuchten.

Der Druck auf ihrer Schulter ließ nach und man griff nach ihrer Hand und drehte sie mit der Handfläche nach oben. Nicht einmal der Schmerzensschrei drang durch den Spruch den man auf sie gelegt hatte. Doch sie versuchte nach Leibeskräften ihre Hand aus seiner zu befreien, jedoch erfolglos.

"Geez, halt still, Frau!" zischte er ihr ins Ohr.

Er griff ihren anderen Arm bevor sie ihm noch einmal mit ihren Fingernägeln zu nahe ans Gesicht kam. Schmerzlich wurde sie sich bewusst um wievieles stärker ihr Widersacher war, der nun selbst mit nur einer Hand ihre beiden Handgelenke festhielt ohne ihr auch nur einen Hauch einer Chance zu geben sich zu befreien.

Kaltes Metall kam in Kontakt mit ihrem rechten Handgelenk und dann ließ er ihre Hände frei. Dann wurde sie wieder in Richtung der Tür geschoben nun etwas dringlicher und auch unsanfter. Sie hatte keine Zeit ihr Handgelenk zu inspizieren denn der Mann klopfte bereits kurz und die Tür öffnete sich zu einem Korridor ausgelegt in dunklem grün. Nur einige Fackeln beleuchteten den fensterlosen Gang.

Schluchzend stieß man sie auf den Boden wobei sich die Hand des Fremden nun um ihren Nacken schloss und ihren Kopf auf den Boden drückte. Kalte Steine grüßten ihre Stirn und Knie. Die Tränen, die zwischenzeitlich aufgehört hatten begannen wieder ihren cremefarbenen Wangen herunter zu laufen.

Stille. Absolute Stille umschloss sie und nur die warme Hand in ihrem Nacken erinnerte sie, dass sie nicht alleine war. Und dann aus dem Nichts und weiter entfernt hörte sie ein schabendes Geräusch. Ein Schauer lief ihr den Rücken herunter.

"Blaise..." Die Stimme hätte aus der Hölle selbst stammen können und Angst nagte an ihrem Herzen als sie verstand wem sie vorgeführt wurde. Die Stimme war rau, kalt und unmenschlich tief. Es war als hätte eine Schlange die Sprache der Menschen gelernt.

"Meister, ich bringe euch die Frau nach der ihr mich gesandt habt." An dem sanften Tenor erkannte Ginny, dass auch ihr Feind vor der Dunkelheit kniete. Seine Stimme war huldigend und ehrfürchtig.

Ihr Schrei durchbrach die folgende Stille und sie war überrascht die Fähigkeit wieder zurückerhalten zu haben. Der Schweigezauber war gelöst, doch nur ein dunkles Lachen antwortete ihr.

"Warte draußen, Blaise." Die Stimme von Lord Voldemort glich der Dunkelheit, sie war ängstigend und bedrohlich.

Der Druck in ihrem Nacken ließ nach und Blaise erhob sich. Automatisch setzte sich Ginny auf doch sie wurde nur von Schwärze empfangen und dann zwei glühend roten Augen, die sie bereuen ließen nicht weiter den Steinboden zu küssen.

"Wie ihr wünscht, Herr." Damit verschwand Blaise, ihr Feind und doch der einzige Halt an der Realität wie sie mit Schrecken feststellte. Jede Strafe war erträglicher als der durchdringende Blick des Bösen.

--

Frau Weasley ließ den Morgen durch einen herzzerreißenden Schrei für die restlichen Weasleys beginnen.

In der geräumigen Küche befand sich das Uhrenwerk, indem normalerweise der Zustand und der jeweilige Aufenthaltsort jedes einzelnen Weasleys angezeigt wurde in vielen kleinen Teilen auf dem Boden verstreut. Die Zeiger lagen quer durch den Raum geworfen und das Ortsblatt war zerrissen. Der hölzerne Rahmen war zerstört und es dauerte nicht lange bis auch das Fehlen der einzigen Tochter bemerkt wurde.

--

Draco traute seinen Augen kaum als Blaise zurückkehrte. Der Himmel war grau und noch immer zogen Blitze über den morgendlichen Horizont und durchnäßte den schwarzhaarigen Slytherin.

In seinen Armen trug er den Körper der jungen Weasley Frau. Draco eilte zur Tür und öffnete diese Achtsam nicht direkt im Blickfeld zu sein und schloss sie sofort wieder nachdem Blaise eingetreten war.

"Was ist passiert?" fragte er ungeduldig.

Er bemerkte dass Ginny bewusstlos war und ungesund blass aussah. Blaise wirkte ebenfalls nicht gesund aber dennoch auf eine andere Weise wie die Frau, die er nun neu verlagerte um sie besser zu tragen. Sie war noch immer in ihren Pyjama einem weißen T-Shirt, das definitiv einige Größen zu groß war und vermutlich auch nicht wirklich ihr gehörte und einer grauen Satinhose. Beides war durchnäßt.

"Sie hat sich gegen den dunklen Lord ausgesprochen und hat ihm auch nicht allzu viele Informationen gegeben wie er sich gewünscht hatte. Nun hab ich zwei Gefangene." Sarkasmus kam mit seiner Erklärung doch Draco wusste nicht ob Blaise nicht vielleicht sogar froh darüber war dass die Frau bei ihnen unter kam und nicht den Foltereien der anderen Todesser ausgesetzt war.

"Kuway, Nemos!" Blaise musste nicht lange warten da kamen auch schon die beiden Hauselfen herbeigeeilt.

"Bereitet ein Zimmer vor, am besten weit weg von dem meinem. Kuway such in den Sachen meiner Mutter nach frischen und angenehmen Klamotten. Wenn es morgen aufhört zu regnen geh neue Sachen für meinen Gast kaufen."

Die beiden Hauselfen verbeugten sich und verschwanden in den Korridoren während Blaise gefolgt von Draco das Wohnzimmer aufsuchte und Ginny auf eine der zwei Sitzgarnituren legte und sich dann selbst in einem Sessel fallen ließ.

"Du hast einige blutige Striemen soll ich sie heilen?" Blaise tastet sein Gesicht ab. Der leichte Schmerz auf seinen Wangen hatte ihn nicht vergessen lassen, dass die Frau ihre Fingernägel als letzte Gegenwehr eingesetzt hatte. Mittlerweile war das Blut geronnen und klebte unangenehm.

Draco zog seinen Stab hervor, als Blaise sein Einverständnis gab und wartete bis das Brennen der sich regenerierenden Haut aufhörte und nur noch das trockene Blut Beweis dafür war, dass er verwundet gewesen war. Eine feine Narbe hatte sich unter seinem Auge gebildet und er spürte sie unter seiner Berührung.

"Ich geh schlafen, sollte sie aufwachen sei gefasst. Sie hat ein außerordentlich ausgeprägtes Stimmenvolumen und sie darf unter keinen Umständen das Haus verlassen, auch wenn du sie mit Zauberei daran hindern musst."

Draco nickte kurz, er sah Blaise an, dass dieser weder ans Schlafen dachte noch ans Ausruhen doch er würde ihn nicht stören.

Blaise erreichte gerade sein Zimmer als Nemos, die ältere der beiden Hauselfen erschien und ihm mitteilte, dass das Zimmer fertig war, doch er sandte sie weiter zu Draco. Er selbst wollte nur noch seine Einsamkeit.

Er warf die Zimmertür hinter sich zu bevor in das anliegende Bad ging um sich dort schmerzvoll zu übergeben. Kalter Schweiß lief ihm die Schläfen herab. Es wurde jedesmal schlimmer dem dunklen Lord gegenüber zu treten und vor dem Wesen der Dunkelheit zu lügen. Blaise war zwar definitiv kein Mitglied des inneren Ringes der dem Lord umringte und ihn verehrte so wie seine Eltern, doch bereits jetzt hatte Blaise ein gewisses Ansehen und dieses hatte er zu wahren und jetzt nicht nur um seinet Willen sondern auch wegen seiner beiden Gäste. Sein Versagen würde ungeheuere Konsequenzen tragen.

Mit einer Hand voll kaltem Wasser wusch er sich das getrocknete Blut aus dem Gesicht und ignorierte die noch rötlich Narbe unter seinen Augen. Schon Bald würde sie silberweiß werden, da sie mit Zauberei geheilt wurde.

Sein Haar war nass, eine Mischung aus Regen und Schweiß.

Blaise stellte die Dusche an, ließ sie heiß werden, und wandte sich noch kurz in sein Zimmer um sich Musik anzumachen. Er stellte sie laut wissend, dass niemand außer ihm sie hörte, da die Wände keine Geräusche weiterleiten konnten.

I'm over it
You see I'm falling in the vast abyss
Clouded by memories of the past
At last I see

I hear it fading, I can't speak it
Or else you will dig my grave
You feel them finding, always whining
Take my hand now be alive

You see I cannot be forsaken
Because I'm not the only one
We walk amongst you feeding, raping
Must we hide from everyone?

Als er sich vor dem Badezimmerspiegel entkleidete blickte er in ihn hinein doch er sah nichts sein Blick war jenseits aller Wahrnehmung ins Nichts gerichtet.

Nicht nur Ginny hatte der dunkle Lord auf irgendwelche Informationen ausgehorcht. Er hatte nicht nur ihren Geist vergewaltigt, sondern seinen auch, wie jedes Mal. Jedes verfluchte Mal wenn er ihm entgegen trat.


I'm over it
Why can't we be together embrace it?
Sleeping so long taking off the mask
At last I see

My fear is fading, I can't speak it
Or else you will dig my grave
You feel them finding, always whining
Take my hand now be alive

You see I cannot be forsaken
Because I'm not the only one
We walk amongst you feeding, raping
Must we hide hide from everyone?

Everyone
Everyone

--

Ende 2. Kapitel

Song: "Forsaken" - Disturbed & Korn aus dem Soundtrack: Königin der Verdammten

Kommis bitte, bitte..