Vanilladrop: Was kann ich sagen? Du überhäufst mich mit Loben das ich nicht weiß wie ich dir noch danken kann?
Nina-issaja: Hui, ich freue mich das ich dir soviele Gründe geboten habe meine Story zu mögen. )
Das Kapitel ist, wie kann man es passend ausdrücken, krank! Ich hatte zwar ungemein Spaß daran es zu schreiben aber sagt mir ob es auch gut so ist und nicht vielleicht etwas sehr Realitätsfern.
Ich darf auch freudig mitteilen das ich endlich eine Betaleserin habe und ich nun die Schuld für Rechtschreibfehler und meine laufenden Grammatikfehler nicht mehr nur auf mein schlechtes Rechtschreibprogramm und mich selber nehmen muss. Hehe... nein nein, ich bin dir echt dankbar Merle. Love ya.
(B/N Betas Note)
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Haunted until the end
Kapitel 6 - Tick, Tick...
Die Dunkelheit war nicht ihr einstigstes Problem, als sich die Tür hinter ihnen schloss und so die Untoten damit aussperrten. Warum hatten sie vermutet, dass sie hier vielleicht sicher waren? Hatten sie nicht durch ihre zahlreichen anderen Abenteuer gelernt, dass alles noch schlimmer werden konnte?
Das Schaben an den Wänden, das von überall herzukommen schien, beunruhigte Harry sehr. Sein Stab lag unsicher in seiner schweißnassen Hand. Nie mehr wieder würde er ohne Hermione irgendetwas unternehmen, wenn es um schwerere Prüfungen ging.
Bislang hatten ihre Tarnumhänge versagt und die Inferi hatten sie – trotz ihrer Unsichtbarkeit - gefunden. Also hatten sie die Mäntel beiseite geschoben damit sie einander wenigstens sehen konnten. Eigentlich hätte der Goldjunge es ahnen müssen. Doch wie immer hatte er sich wieder planlos in ein Abenteuer gestürzt, nur um hinterher festzustellen, dass Hermione's Ratschläge sie drei schon oft aus den misslichsten Lagen befreit hatte. Aber diesmal war keine Hermione Granger bei ihnen.
Ron neben ihm drehte sich panisch um seine eigene Achse, da die Geräusche immer lauter wurden und sie zu umzingeln schienen.
„Ich weiß nicht ob ich sehen will was da ist. Aber ich glaube wir brauchen ein Ziel bevor wir kämpfen können.", meinte Harry leise, als er Ron bei den Schultern packte und diesem damit fast einen Herzinfarkt verursachte.
Als Ron nickte fiel ihm ein, dass Harry vermutlich genauso wenig sah wie er und stimmte ihm dann flüsternd zu.
„Lumos." Am Ende von Harrys Stab erschien ein gleißendes Licht, welches den Raum erhellte. Harry machte sich schon auf einiges gefasst. Doch als Ron in einem hysterischen Schrei ausbrach, wurde er auf die Ekelerregenden Wesen aufmerksam. Es bewegte sich scheinbar auf sie zu. Panisch kickte Ron eines dieser Dinger weg.
Harry hatte das Gefühl, dass er gerade lieber einem Dementor gegenüber stehen würde, als diesen abscheulichen Wesen. Von allen Seiten wurden sie von schwarzen Augen beobachtet, die sich vom Schleimbezogenem Körper abhoben. Die vor Schleim triefenden Wesen bewegten sich mit ihren vier Beinen an den Wänden entlang. Dabei kamen Schuppen zum Vorschein, die unter der grünlichen Schleimschicht glänzten.
Wären die Teile nicht so riesig wie Alligatoren, dann hätte Harry vielleicht nicht so eine Panik. Doch gerade die Kiefer der Monster waren mit Messerscharfen Zähnen versehen. Was Ron angewidert weggekickt hatte, war vielleicht ein Babymonster gewesen, denn was zu Harrys linken entlang lief, würde sich nicht so einfach vertreiben lassen.
Warum hatte Dumbledore ihn auch noch verlassen? Warum konnte er ihm jetzt nicht helfen? Ihm würde es auch schon reichen, wenn er fragen würde, ob jemand ein Zitronenbrausedrop haben will. Erst verschwand Sirius aus seinem Leben und nun auch Dumbledore.
Rumstehen schien ihnen nicht zu helfen und von dem was das Licht ihnen preisgab, gab es keinen Weg an den Wesen vorbei. Hinter ihnen polterte es und Harry riss die Augen erschrocken auf. Die Untoten versuchten die Tür einzureißen, denn sie verstanden den Türmechanismus nicht. Ungläubig schüttelte Harry den Kopf.
„Harry? Mach doch was! Du hast doch sonst immer so tolle Ideen!", fauchte Ron nervös. Harry starrte erzürnt zu Ron. Tick, Tick, Tick...
Boom!
Harry zerriss die Stille mit einem hasserfüllten, wutverzerrten Schrei, der gegen seinen besten Freund gerichtet war. Dieser war so erschrocken, dass er nicht wusste ob er sich nicht lieber einfach fressen lassen sollte von diesen Monstern, als von seinem Mitschüler durch einen Herzstillstand umgebracht zu werden.
„WARUM SOLL ICH IMMER ALLES WISSEN, WEASLEY?", keifte er, wobei er am liebsten seinen Freund stranguliert hätte. Er hielt es nicht mehr aus. Sein Verstand hatte seinem Herzen gerade den Vortritt erteilt und Harry ließ seinen ganzen Hass, seine ganze Wut und Verzweiflung an Ron aus.
Er hatte es zwar auch verdient, weil er Harry in der letzten Zeit auf eine harte Probe gestellt hatte. Doch eigentlich richtete sich sein Wutausbruch gegen Dumbledore, der gestorben war ohne ihm in seinem Kampf zu helfen. Gegen Sirius, der sein einziger lebender Verwandter gewesen war, der ihm beigestanden hatte und ihn dann doch alleine ließ und gegen sich selbst, weil er wusste, dass er nicht gerecht war.
Er hätte ja am liebsten angefangen seinem Frust laut kund zu geben, wenn diese Ungetüme um sie herum sich nicht gerade dann versuchen würden mit schnappenden Kiefern ihm seine Eingeweide aus dem Leib zu reißen.
Das Licht erlosch und Ron wünschte sich er hätte jetzt einen Portschlüssel und könnte einfach zurück in sein Bett. Ober besser, er wünschte sich jetzt lieber in die Küche des Fuchsbaus um für die ganze Familie das Essen mit der Hand vorzubereiten, während seine Mutter hinter ihm erklärte, dass er das alles falsch machte. Wenigstens war er da sicher und nicht gerade mit seinem Berserkerfreund und den Schleimmonster mit Fingerlangen Rasierklingenähnlichen Zähnen, die alle darauf aus waren ihn umzubringen.
Die Dunkelheit machte ihm Angst, genauso wie die Geräusche die sich immer weiter näherten.
„SECTUMSEMPRA!"
Automatisch kauerte sich Ron auf den Boden und versuchte nicht mental durchzudrehen. Unzählige unnatürliche Schreie erklangen und Ron spürte wie Flüssigkeit auf ihn hernieder prasselte.
Der Gestank war bestialisch und er musste sich übergeben.
Harry schnaufte neben ihm. Sein Gesicht war verkrampft, aber er erlangte seinen Verstand wieder zurück und entzündete von neuem Licht nur um herauszufinden, dass er sich nicht ohne Grund so verausgabt fühlte. Es hatte ihm verdammt geholfen seinem Hass einmal freien Lauf zu lassen und gegen die Sitten der Gryffindors zu verstoßen. Doch bei dem Anblick des Raumes fühlte auch er die Übelkeit in sich aufsteigen und atmete erleichtert auf als er Ron neben sich kauern sah.
Das Gesicht des Rothaarigen war kreidebleich und mit grüner Substanz besprenkelt. Das Massaker, das er angestellt hatte, war widerwärtig und er fragte sich verzweifelt warum er gerade die dunkle Macht angezapft hatte, wo er sich doch geschworen hatte nie wieder diesen Spruch zu verwenden.
„Wir sollten weitergehen.", brachte Ron hervor, der sich langsam erhob und einen Sicherheitsabstand zu Harry hielt. Dieser nickte und zusammen bahnten sie sich einen Weg durch die aufgerissenen Leiber. Ron versuchte nicht genau hinzusehen.
Ab und zu hörten sie ein Schaben in der Ferne, doch wagte sie sich nicht zu nah an die beiden ehemaligen Gryffindors heran.
Nach einer Weile beruhigte sich Rons Herzschlag wieder und er sah zu seinem stummen Freund der kein Wort zu sprechen vermochte. Auch er war überzogen von dem dickflüssigen Schleim, der das Blut der Wesen zu sein schien.
„Harry, es tut mir leid. Ich wusste nur nicht weiter.", gestand er. Harry antwortete jedoch nicht und sie erreichten das andere Ende des Raumes, wo sie den Schatten eines dieser Monster sahen und Ron mit einem Blitzzauber dieses vernichtete.
Wieder eine Tür. Wieder eine Gefahr, oder endlich ihr Ziel? Harry öffnete es planlos wie immer und definitiv nicht in der besten Stimmung. Als sie hineintreten wollten hörte er von der anderen Seite des Raumes wie die Untoten die Tür aufbrachen und in das Zimmer stürmten.
„Ich hasse mein Leben.", murmelte Ron, der Harry folgte ohne die Gefahr abzuschätzen. Es kann immer Schlimmer werden. Er würde nie wieder den Fehler machen und zu denken, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Denn das konnte es. Schließlich gibt es Murphys Gesetze
Das Zimmer war zu ihrer beider Überraschung beleuchtet. Erstarrt schauten sie sich in dem Raum um.
Schwaches Licht brach sich in farbigen Fensterscheiben, die zu zwei Seiten bis zur Decke reichten. Im Zentrum des Raumes stand ein Objekt welches sich kunstvoll aus dem Boden erhob.
Wie geschmolzenes Gestein, welches wieder erkaltet war, rankte es sich wie ein Käfig um ein Objekt welches in den Stein eingeschlossen zu sein schien. Die dünnen Steinstäbe verliefen quer nach oben und waren dicht aneinander gereiht, sodass keine Hand hindurch passen konnte. Trotzdem hatten die beiden eine gute Sicht auf die Tasse.
Die ersten Inferi hämmerten an der Tür und brachten sie aus ihrer Erstarrung.
„Wir müssen es zerstören.", erklärte Harry gehetzt und lief in das Zentrum um zögerlich den Steinkäfig zu berühren. Nichts geschah und er tätschelte die raue Oberfläche und versuchte die Gitterstäbe zu verbiegen. Diese gaben aber nicht nach.
„Es ist eine Prüfung. Wir müssen erst einmal an die Tasse heran um sie dann zu zerstören." Ron nickte nachdenklich und warf einen flüchtigen Blick zur Tür, die in ihren Angeln zu wanken begann.
Ron warf einen Spruch auf das Gestein, doch er prallte ab. Er hatte versucht den Stein zu zerstören. Variable probierte er einige weitere Sprüche, doch der Stein reagiert nicht und erst als Harry mit einem Feuerzauber auf ihn einwirkte begann sich die Oberfläche zu erhitzen.
„Es kann also noch einmal schmelzen?" fragte sich Harry und Ron half ihm an derselben Stelle Hitze zu erzeugen.
„Wir haben nicht viel Zeit.", bemerkte Ron unruhig. Die Tür würde jeden Moment nachgeben.
„Es muss einfacher gehen. Der dunkle Fürst wird wohl kaum hier Stunden stehen wollen um den Stein zum schmelzen zubringen, nur um an sein Eigentum zu kommen." Harry zermarterte sich das Gehirn.
Dann kam ihn eine Idee, gerade als auch die Untoten ihren Weg gefunden hatten. Ron warf einen schützenden Feuerkranz um sie und ahmte damit Dumbledores Technik nach, um die Untoten auf Abstand zu halten. Harry hatte ihm davon erzählt.
Während Ron sich konzentrierte das Feuer aufrecht zu erhalten, probierte Harry einen Zauber an, den er von Hermione gelernt hatte. Sie hatte ihn gebraucht um Ginny, die ein Zimmer weiter wie sie schlief während sie in Hogwarts waren, zu wecken ohne ihr eigenes zu verlassen.
Er erschaffte eine Astralfigur von sich und versuchte auch seine Macht mit sich zu nehmen in den körperlosen Zustand. Hermione hatte Ginny dann immer zu Tode erschreckt. Meist hatte der Lockenkopf sie mit Wasser nass gespritzt oder ihre Decke weggezaubert, obwohl ihr Körper noch in ihrem eigenen Zimmer war.
Dankbar für den Einfallsreichtum der braunhaarigen Frau schwebte er nun substanzlos neben seinem Körper. Er langte durch die Steingitter hindurch, ohne dass diese ihn aufhielten und versuchte nach der Tasse zu greifen. Doch er konnte durch sie hindurch fassen. Harry hatte doch glatt vergessen, dass er nichts anfassen konnte.
Es hielt ihn jedoch nicht auf. Er brauchte die Tasse ja nicht, er wollte sie nur zerstören.
Ron hörte ein zischen und dann das Geräusch wenn etwas zersprang. Die Tasse war zerbrochen und schmolz unter der Einwirkung eines Zaubers den er weder hörte noch sah. Rauchend ging es zu Ende. Sie hatten ihr Ziel erreicht. Es war an der Zeit, dass sie von hier verschwanden.
Harry nahm Rons Arm nachdem er zurück in seinen Körper gekehrt war. Der Rothaarige Mann hielt die laufenden Leichen auf Abstand. Harry disapparierte mit ihm zusammen, nur um vor der Ruine - in der sie gerade waren - wieder aufzutauchen.
„Was ist los?", fragte Ron beunruhigt. Er dachte sie würden vor dem Fuchsbau auftauchen.
Harry zog ihn vorwärts, damit sie sich entfernten, bevor er außer Atem erklärte, dass er gerade nicht die Kraft dazu hatte, sie beide so weit zu apparieren.
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Hermione schlug ihre Kapuze zurück, als sie in den Flur ihrer neuen Wohnung trat. Hinter ihr betraten zwei weitere Gestalten den Raum und sie schloss die Tür hinter sich. Keiner sagte etwas, doch ihre beiden Gäste blickten sich um. Die Wohnung war kahl und spärlich möbliert.
„Ich hatte noch keine Zeit mich richtig einzurichten. Es nur das Notwendigste drin. Ihr müsst damit vorlieb nehmen. Es wird nichts von dem Luxus haben, den ihr gewohnt seid.", entschuldigte sie sich bei den beiden Slytherins ihr gegenüber. Blaise zuckte nur mit den Schultern.
Kuway wuselte derweil um Hermiones Beine herum und sah Blaise von unten her fragend an.
„Ich konnte sie nicht einfach zurücklassen.", meinte er und Hermione sah zu, wie sie durch die geräumige Wohnung schritt und sich umsah.
„Einer muss auf der Couch schlafen. Ich habe leider nicht so viele Betten.", bemerkte sie, als sie ihren dünnen Mantel in der Garderobe aufhing und ihnen andeutete ihr zufolgen.
„Na dann viel Spaß, Draco. Ich werde dann das Bett genießen." Empört blickte der Blonde den anderen Slytherin an.
„Vergiss es. Warum solltest du alles bekommen? Ich habe dir schließlich das Leben gerettet. Also bekomm ich das Bett!", zischte er ihn an. Doch Blaise hielt seinem Blick gelassen stand. Er gähnte in seine Handfläche. Man hatte ihn erst kurz vor ihrem Aufbruch geweckt und noch immer fühlte er sich ziemlich gerädert.
„Dann brauchst du ja wohl auch keinen Unterricht mehr, oder?", fragte er listig grinsend.
„Den Rest kann ich mir auch alleine beibringen. Ich brauch deine Hilfe nicht!", fauchte er und war dabei das Zimmer zu beziehen, als Blaise hinter ihm lachte. Seine Augen funkelten freudig als er die Arme vor seiner Brust überkreuzte und Hermione nur einen flüchtigen Blick schenkte. Diese schüttelte nur hoffnungslos den Kopf und ließ die beiden Männer alleine, um in der voll ausgestatteten Küche zu werkeln.
„Na das will ich bei dir sehen. Wie willst du das ohne Buch machen oder warst du so schlau und hast es mitgenommen?" Draco sah ihn mit Zornesröte im Gesicht an. Jeden Moment würde es soweit sein, dass er explodierte. Tick, Tick, Tick ...
„Okay, du hast gewonnen. Aber wenn ich mich nicht bald verwandeln kann, dann hast du als Lehrer versagt und ich habe die höheren Rechte auf ein Bett." Triumphierend lief Blaise an ihm vorbei und warf den Beutel den er für die Hauselfe getragen hatte auf das Bett.
„Die Wege der Slytherins sind unergründlich.", amüsierte sich Hermione die das Schauspiel aufmerksam verfolgt hatte. Vielleicht war es auch nur eine Sache unter Männern. Aber wenn sie da an Harry und Ron dachte, dann war das immer eine andere Sache. (B/N: Sind die überhaupt richtige Männer?)
Draco blickte sie verwirrt an. Sie war in einem ärmellosen roten T-Shirt gekleidet, welches locker ihre geschmeidigen Hüften betonte und ein paar Jeans. Die Schulroben versteckten doch mehr. Denn durch die figurbetonten Kleidungsstücke wirkte sie durchaus femininer.
„Das ist einer der Eigenschaften unseres Hauses.", erklärte er. Draco blickte zu Blaise in das Zimmer hinein und fand ihn winkend mit einem überlegenden Lächeln. Der blonde Schönling ballte die Hände zu Fäusten um sich nicht auf ihn zu stürzen.
Hermione lief in ein anderes Zimmer, welches sie vermutlich als ihr eigenes beanspruchte und kam mit einer Decke und Kopfkissen wieder. Sie deutete ihm an ihr zu folgen.
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Ginny und ihre beiden Brüder waren in den Fuchsbau zurückgekehrt um die Rückkehr ihrer einzigen Schwester zu feiern. Hermione hatte indessen mit dem Orden gesprochen oder zumindest mit denen, die eine Entscheidung treffen konnten.
Die beiden Slytherins wurden, obwohl sie Ginny zurückgebracht hatten, nicht von ihnen akzeptiert. Der Verrat von Snape hatte sie misstrauisch gestimmt und weder die Worte von Ginny noch von ihr hatten den Orden umgestimmt.
Da sie jedoch volljährig war, waren ihre Entscheidungen frei von dem Einfluss des Phönixordens, der nicht gerne sah, dass sie die beiden bei sich wohnen ließ. Doch Ginny war ihr wie eine Schwester ans Herz gewachsen und wenn sie die Hand für die beiden ins Feuer halten würde, dann würde Hermione ihr Vertrauen und den Rotschopf unterstützen.
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„Wohnst du hier schon lange?", erkundigte sich Draco, der ihr gefolgt war und sich im Wohnzimmer umsah. Die Wände waren kahl und die Sitzgarnitur wirkte beinahe verloren in dem großen Raum. Ein niedriger Tisch stand davor und wirkte recht fehl am Platz.
„Na ja, die Sachen habe ich erst gestern hierher transportieren lassen. Die Wohnung selbst besitze ich erst seit zwei Tagen." Sie wirkte etwas unzufrieden mit dem Aussehen und der Kahlheit der Wohnung. Draco nickte und nahm ihr die Sachen ab, die sie noch immer in den Armen trug.
„Dann hau' ich mich aufs Ohr." Er wusste auch nichts weiter zu sagen und Hermione schien es ähnlich zu gehen. Sie war überrascht wie zivilisiert die beiden mit ihr umgingen. Keine abfälligen Kommentare, keine Beleidigungen.
„Gute Nacht.", wünschte sie ihm. Bevor sie verschwand schaltete sie das Licht aus um ihm den Weg zum Schalter zu ersparen. Sie ging in ihr Zimmer, welches neben dem Wohnzimmer war und schloss die Tür hinter sich.
Hermione legte sich auf ihr Bett und fragte sich ob sie diese Nacht schlafen würde. In den letzten Nächten war ihr dies versagt gewesen. Immer wenn sie alleine war verlor sie die Kontrolle über ihre Gefühle und ihre Gedanken.
Die Hauselfe Kuway hatte es sich im Abwaschbecken gemütlich gemacht, wo sie sich aus Wischlappen ein Bett zusammengestellt hatte. Die zweite Hauselfe Nemos sollte - auf Wunsch von Blaise - Ginny zur Hand gehen.
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Ginny lief währenddessen auf und ab. Ihr Zimmer war klein und sie hatte nicht genug Platz um ihren Lauf zu erweitern. So ließ sie sich nach kurzer Zeit seufzend auf ihr Bett fallen. Sie musste unbedingt mit Hermione reden.
Warum hatte sie nichts gesagt? Warum hatte sie es ihr nicht gesagt? Doch Ginny kannte die Antwort. Hermione hatte sich nicht getraut bei all der Hektik und all den Geschehnissen ihre Schmerzen kund zu geben. Ginny hatte ihr auch keine Zeit dazu gegeben.
Dann kam noch die Abwesenheit von Harry und Ron dazu. Die beiden waren am letzten Abend nicht zurückgekehrt und keiner wusste wo sie waren. Sie hatte in ihrer Abwesenheit so viel verpasst und es schmerzte sie, dass sie nicht da sein konnte um zu helfen.
Doch das wichtigste war nun zu Hermione zu kommen, ohne dass ihre überfürsorgliche Mutter es mitbekam. Molly wollte sie nicht mehr aus dem Haus lassen und sie wollte ihre einstigste Tochter auch nicht in der Nähe der beiden Slytherins wissen.
Und schon wieder fühlte sie sich wie eine Gefangene.
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„Nimm deine Finger weg von meiner Tasse." Hermione piekte mit einem Finger in Blaise Rücken als dieser sich Hermiones Kaffee geschnappt hatte. Natürlich hatte er vermutet, dass Kuway ihm den schon gemacht hat. Er drehte sich zu ihr um. Seine Augen verengten sich, als er mit einem fiesen Grinsen an ihrer Tasse nippte und den Inhalt genoss.
„Na gut du bekommst meine Tasse." Sie piekste ihn nun in den Bauch, wobei der Italiener sie nur mit hochgezogener Augenbraue musterte. „Dafür bekomm ich aber die ganze Kanne.", erklärte sie weiter und griff nach der Kanne voll Kaffe. Im eisernen Griff hielt sie das Kostbare an sich, zog eine Tasse zu sich und lief aus dem Raum.
„Hey! Ich brauche aber den Kaffee. Deiner ist viel zu süß. Ich will einen Neuen!", warf er ihr hinterher, als sie sich ins Wohnzimmer setzte. Draco sah nur erstaunt zu, wie sie die Kanne beschützte und sich nach dem Tagespropheten umschaute.
„Keine Chance. Du musst vorlieb mit anderen Getränken nehmen. Der Kaffee ist meiner." Blaise sah sie verzweifelt an, die rosarote Tasse von Hermione umklammernd. Warum war Draco nur nie eingefallen, ihn mit seinem Kaffee zu bestechen?
„Jetzt habe ich zwei Kaffeesüchtige an der Backe kleben.", stöhnte Draco und blätterte gelangweilt in einem Buch, dass er herumliegen sah.
Hermione wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als jemand an der Tür klingelte. Diese Chance nutze der süchtige Slytherin und langte nach seinen Stoff. Breit grinsend nahm Hermiones Platz ein und griff ebenfalls nach dem Tagespropheten.
„Blaise, du bist dreist." Dieser nickte stolz.
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„Verdammte Scheiße ..." Ron schüttelte einen Arm und grüner Schleim tropfte dickflüssig zu Boden. Würde das Zeug nicht so abscheulich stinken würde er ja noch irgendwie damit leben können. Aber so?
Harry saß auf dem Boden neben ihm. Er blickte ihn an und begann zu lachen. Eigentlich war es nicht so witzig. Aber da saßen die beiden, von Kopf bis Fuß total besprenkelt mit diesem abartigen grünen Schleim. Da war schwarzer Humor die beste Rettung und als er sich krumm lachte über seinen besten Freund, der abscheulich roch, fiel ihm eine zentnerschwere Last vom Herzen.
Es war befreiend zu lachen und er steckte Ron, der ebenfalls aufgegeben hatte alles negativ zu sehen, an. Hätten sie eine Kamera gehabt. Das wäre der Moment gewesen an den man gesagt hätte: Und so sah unsere Siegesfeier aus.
„Gehen wir nach Hause.", meinte Harry nach einer Weile und stand auf. Er glich einem Schleimmonster und Ron brach wieder in ein Gelächter aus.
„Die werden uns vermutlich für Monster halten."
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Draco saß im Wohnzimmer. Die anderen waren bereits schlafen gegangen, oder zumindest Blaise. Draco konnte gar nicht schlafen. Als Ginny heute zu Besuch kam hatte sie ein Thema angesprochen, dass bei der ‚Frau des Haushaltes' eine innere Aufruhr verursacht hatte.
Blaise hatte es auch gespürt, doch so schnell sie von diesen Gefühlen überrannt wurde, so schnell hatte sie diese wieder versteckt. Doch schon wie in der Nacht zuvor überwältigten sie gerade die Gefühle um ein vielfältiges.
Worum es ging war ihm nicht bewusst und er war auch nicht so dreist sich in ihren Geist einzuschleichen. Aber so konnte er nicht schlafen. Seine emphatische Gabe würde das nicht zulassen. Blaise hatte Glück, da er den ganzen Gang zurück schlief und selbst nichts davon mitbekam.
Das Problem war weniger, dass jemand nebenan sich die Seele zerriss sondern, dass er sich nur zu gut erinnerte als es ihm nicht besser ging. Und noch immer sah er Bellatrix hasserfülltes Gesicht als sie ihn bestrafte.
Entschieden stand er auf. Er klopfte nicht, wissend dass sie ihn zurückweisen würde. Also machte er sich nicht die Mühe.
Sie war viel zu sehr mit ihren Erinnerungen beschäftigt um ihn zu bemerken.
Der Anblick machte ihn krank. Die Gefühle überschlugen sich und er selbst fühlte den Schmerz den sie zu spüren schien. Hermione umklammerte ihr Kissen als Tränen der Trauer und Wut ihr Gesicht entlang rannten. Es machte ihn krank, dass eine Frau so viel Schmerz zu ertragen hatte.
Ihr Schluchzen brachte ihn aus seinen Gedanken und er sank vor ihr auf die Knie und erfasste einer ihrer Hände. Erschrocken zog sie diese zurück. Ihre Augen trafen sich und sie versuchte etwas zu sagen, doch sie konnte nicht und er ließ ihr nicht die Zeit ihn aus ihrem Zimmer zu werfen.
Sie bot ihm und seinen Freund einen Unterschlupf, obwohl er nicht bezweifelte, dass sie von der Gefahr wusste die sie sich ins Haus geholt hatte. Trotzdem vertraute sie ihnen und war bereit dieses Risiko einzugehen. Draco wollte einfach nicht undankbar sein, zumindest sagte er sich das selbst, als er ihren schmalen Körper zum Aufstehen zwang und sie in eine Umarmung zog.
Hermione fühlte sich so hilflos und alleine, doch das war wie eine Bestrafung. War es nicht schon schlimm genug, dass er sie heulen sah? Wieso konnte ihr Körper sich nicht beherrschen? Warum war sie Draco für seine Einmischung in ihre Angelegenheiten dankbar? Warum stieß sie ihn nicht weg?
Er legte ihre Arme um seinen Hals und ließ seine Hände sanft über ihren Rücken gleiten. Ihr Zittern erstarb langsam unter seiner warmen Berührung.
Sie fühlte sein helfende Geste. Es war wie eine Berührung die über den Körper hinausging. Es war eine Wärme, die er mit ihr teilte. Sie konnte aus ihr Kraft schöpfen. Doch die Gedanken an das Feuer, das Blut und ihre Machtlosigkeit hielten sie gefangen.
Ihr Geist war geplagt von Wut, Hass und Einsamkeit.
„Du solltest dich abreagieren. Deinen Frust rauslassen. Hör auf dich zu zerstören. Tu was dich am meisten befreien könnte." Seine Worte waren so leise gesprochen, dass auch nur sie es hätte hören können.
Ihre Augen sahen in seine. Er strich ihr das Haar aus dem Gesicht und versuchte ihr inneres Chaos zu beruhigen.
Ihre Tränen versiegten allmählich und sie konnte sich seinem Blick nicht entziehen.
Neben all der Fürsorglichkeit konnte sie jedoch auch seine Angst, seinen Hass und seinen Zorn spüren. Warum er ihr die Möglichkeit bot sich an seinen Gefühlen zu beteiligen war ihr unklar, doch fühlte sie sich geborgen und vor allem verstanden.
Harry hatte ihren Schmerz verstanden, aber er konnte ihn nicht mit ihr teilen. Konnte ihr nicht dieses Gefühl geben, dass es anderswo noch Licht in der Dunkelheit gab.
Und dann tat sie etwas, dass weder ihr Verstand in Betracht gesehen hatte, noch ihr Bauch. Sie folgte dem Vorschlag des Slytherin als sie ihn gewaltsam gegen die Wand ihres Zimmers presste und ihre Lippen mit seinen verband.
Es war ein kurzer und leichter Kuss und sie zog sich hastig von ihm fort, als sie bemerkte was sie tat. Ihr Verstand brach wieder über ihr zusammen, denn sie hatte seine Berührung verlassen.
„Es-"
Weiter kam sie nicht, denn diesmal neigte Draco seinen Kopf vor und küsste sie. Seine Arme schlangen sich um ihren Rücken und zogen sie gegen seinen verlangenden Körper. Seine Zunge rann ihre Unterlippe entlang brachte sie zu einem leisen Stöhnen als sie ihm in ihren Mund vordringen ließ.
Warum hatte er das getan? Er wusste es nicht. Und doch konnte er nicht stoppen. Ihre Augen waren geschlossen und sie ließ ihn gewähren während sie zögernd selbst seine Mundhöhle erforschte. Sein wohlwollendes Keuchen ließ sie erschaudern als sie seine Zähne entlang fuhr.
Seine Hände wanderten ihren Rücken entlang. Tasteten ihren wohlgeformten Körper entlang, während sie seine Haare durchfuhr. Er beendete den Kuss, nur um an ihrem Nacken weiter zu machen. Er reizte sie bis sie ein weiteres Stöhnen von sich gab, dass er nur zu gerne wieder hören wollte. Gedanken waren verloren in der Hitze des Raumes. Nur sie beide und eine Möglichkeit sich zu befreien.
Seine federleichten Küsse versetzten sie in Ekstase und ihre Hände massierten seinen Nacken, wobei sie seine fordernden Lippen bereits vermisste.
Gemeinsam fielen sie aufs Bett und Hermione zog ihn wieder in einen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Hände begannen sein Shirt herunter zu laufen und es zu öffnen und er grinste hinunter in ihr Gesicht. Ihre Augen trafen sich. Die Leidenschaft des Moments ließ sie nicht weiter verharren und als das Hemd erstmal offen war, lag es auch bereits schon auf den Boden.
Ihre warmen Hände strichen über seinen muskulösen Bauch. Ihre Augen wanderten fragend über seine Narben, doch sie fragte nicht, genau wie er sie nicht fragte. Denn im Moment ging es nicht mehr darum. Er trug die Bandagen nicht mehr und sie sah noch das wunde Fleisch, achtsam ihn nicht weiter zu verletzen. Er war attraktiv, nein er hatte einen Traumkörper und die Narben schienen ihm erst recht zum Appetithappen zu machen. (A/N: Ladies bitte nicht zu sehr sabbern...)
Hermione zog sich zu ihm hoch und presste ihre Lippen begierig gegen seine feurigen und verhalf sich auf die Position über ihm, sodass er nun in den weichen Bettbezügen lag und ihrer geschickten Zunge freien Lauf ließ.
Draco biss sich auf die Lippen. Wie schaffte sie es ihn so aus der Kontrolle zu bringen? Sie hatte ihn um ihren Finger gewickelt und sein ekstatisches Keuchen ließ sie wissen wie gut sie ihre Sache machte und dabei hatten sie noch nicht viel getan.
Er machte sich an ihrem T-Shirt zu schaffen. Ließ dann aber davon ab.
"Willst du das wirklich?", fragte er sanft, als er mit einer Hand ihr Gesicht lang strich und die seidene Haut unter seinen Fingern spürte. Sie nickte und zog sich ihr Shirt über den Kopf. Draco leckte sich die Lippen. Ihr Körper war eine Augenweide und seine Hände arbeiteten sich vor zu ihrem schwarzen BH, den sie trug. Sie wirkte etwas mager, aber nicht unterernährt. Hermione hatte einen flachen Bauch und was er an ihrer Oberweite sah gefiel ihm.
(A/N: Sorry Leute! Ich hab überlegt den Sex zu beschreiben, hab mich dann aber dagegen entschieden weil ich nicht wusste wie lange ich dafür brauche und ob sie letztendlich nicht doch schrottreif ist.)
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Sie war keineswegs unerfahren. Teilweise zögernd aber definitiv geschickt und Draco erinnerte sich an keine einzige seiner anderen Zusammenkünfte mit dem weiblichen Geschlecht, dass sich je so angefühlt hatte.
Sie hatte etwas entfacht und auch wenn es aus Frustration über ihre eigene beschissene Situation gewesen war. Es war der beste Augenblick gewesen. Für diese kurze Zeitspanne hatten sie es vergessen. Den Schmerz, den Hass, die Angst die sie täglich quälte und auch wenn er es ungern zugab. Er fühlte sich erleichtert. Vielleicht würde er morgen seine Lasten besser tragen können. Sofern sie ihn nicht, wenn sie aufwachte, nackt auf der Straße aussetzte und dem dunklen Fürsten zum Fraß vorwarf. (B/N lol)
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Hermiones Finger glitten über eine seiner Narben. Ihr braunes Haar stand ihr vermutlich in alle Richtungen doch war ihr das egal.
Seit dem Tod ihrer Eltern hatte sie sich diese Nacht zum ersten Mal wieder lebendig gefühlt. Der Teil der mit ihren Eltern gestorben war regenerierte sich langsam. Vielleicht…vielleicht war es wirklich möglich darüber hinweg zu kommen. Vielleicht konnten Wunden - wie diese – heilen. Auch wenn es durch die Hilfe eines sexy blonden Slytherins sein musste, der ihr die Nacht der Nächte geschenkt hatte.
Wie sie den Morgen überstehen sollte, das wusste sie noch nicht. Doch ihr Gehirn war nicht in der Lage sich jetzt darüber irgendwelche Gedanken zu machen
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Mit frischem Kaffee in der Hand und einem „Honig-Kuchen-Pferdchen-Grinsen" (A/N: Meine Beta ist klasse, auf dieses wäre ich nie gekommen aber es passt definitiv besser wie meins.) stand Blaise Zabini in der versehentlich offen gelassenen Tür zu Hermione Grangers Zimmer. Der Anblick der beiden purpurrot angelaufenen Gesichter von Draco und Hermione war für ihn der beste Anblick seit langer Zeit. Während Hermione die Decke enger um sich schlang um ihm die Sicht auf ihre unbekleidete Figur zu verwehren, war Draco eher darauf aus seinen Freund umzubringen.
"Ich hoffe ihr erzählt mir jedes noch so schmutzige Detail.", grinste er.
Er verschwand bevor er wirklich noch umgebracht werden konnte und schloss die Tür hinter sich.
Draco fluchte schnaubend und verwendete obszöne Worte und hörte erst damit auf als Hermione sich an ihn lehnend, loslachte.
"Was habe ich mir hier ins Haus gebracht? Ich hoffe ehrlich gesagt, dass ich Ginny und Blaise irgendwann mal erwische." Sie kicherte weiter.
"Hol mich wenn es soweit ist. Das will ich nur zu gerne sehen." Er schlang einen Arm um ihre Schultern und vergrub seine Finger in ihrem wirren Vorhang aus goldbraunen Haaren.
Es klopfte an der Zimmertür und Blaise steckte seinen Kopf hinein. Er versuchte sich ein Grinsen zu verkneifen, scheiterte aber kläglich. Hätte er doch eine Kamera.
"Sorry, aber da versucht gerade jemand die Tür einzuschlagen und verlangt lautstark nach dir Mione. Ich glaub das ist dein Weaselfreund."
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So Vanilladrop ich hoffe mit dem Ende kannst du vorerst leben. Kein großer Cliffhänger. Das nächste Kapitel kommt bestimmt. p
Für viele Kommentare wäre ich echt dankbar. Kuss an euch alle und bis zum nächsten Kapitel.
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P.S.: Ich hab auch ein One Shot über das Pairing Blaise x Draco herausgebracht. Schaut doch mal rein.
