Haunted until the End

Kapitel 18 – Zynisches Schicksal

„Wach auf, Verräter!" Man trat ihm in die Rippen und sein Kopf traf auf harten Stein. Er spürte den Dreck und die Nässe unter sich. Sein Rücken protestierte schmerzhaft unter der unfreundlichen Behandlung und nur mühevoll zwang er seine Augen aufzuschlagen.

Wo auch immer er war, es war kein schöner Ort. Aber er hätte auch nichts anderes erwartet. Der dunkle Lord lebt nun mal nicht gerne in prunkvollen, von Licht durchfluteten Villen. Der Fürst liebte die Dunkelheit. Er liebte den Untergrund und die Nacht. Und er liebte die Orte , an denen der Gestank des Todes alles übertünchte, wo es nur so nach Tod roch.

Es war also unschwer zu erkennen, dass er gerade am Eingang der Hölle lag, was zumindest seine Ansicht war.

Blaise hustete. Es wäre besser gewesen wenn er einfach mal gestorben wäre als er dazu bestimmt war, aber nein, Er musste so seinen Überlebenswillen zeigen.

Mühsam richtete er sich auf. Seine Arme waren auf dem Rücken eisern verbunden und sein Zauberstab war weiß Merlin wo.

Bellatrix stieß ihn mit einem Fußtritt zwischen die Schultern wieder in den Dreck. Sie hatte direkt seine Wunden getroffen und Blaise hatte das Bedürfnis zu Schreien.

„Meister, lasst mich mit ihm spielen." Bat die Frau mit einem anreizenden Unterton. Sie griff zu dem Jugendlichen hinunter, nahm eine handvoll von seinem Haar und zog an dem schwarzen Schopf um es Blaise auch ja unangenehm zu machen und ihm vielleicht einen Schrei zu entlocken.

Draco hatte damals schon eine Kostprobe des Könnens seiner Tante bekommen und Blaise hatte wenig Hoffnung hier lebend wieder raus zu kommen. Schon gar nicht, wenn man ihn doch bereits seit seiner Flucht jagte.

„Nein.", zischte der Herrscher der Dunkelheit aus der Ferne und sofort ließ die Frau Blaise wieder zu Boden fallen.

„Diesmal stelle ich sicher, dass er bekommt was er verdient. Nicht umsonst habe ich ihn zum Träger bestimmt." Blaise lief ein Schauer den Rücken herunter. Doch er zwang sich seinen Kopf zu heben und dem Ungeheuer in die Augen zu starren. Es war das Einzige was er tun konnte. Ihm zeigen wie viel Respekt der dunkle Fürst von ihm erhielt. Nämlich keinen.

Der junge Magier spürte wie Voldemort in seinen Geist eindrang und diesen durchforstete. Er spürte wie der Geist der elenden Kreatur wütend wurde. So wütend sogar, dass er, als er sich wieder aus Blaise Kopf zurückzog, bereits vor ihm stand und seine klamme Hand um den Hals griff und den Jüngeren ohne Mühe auf die Beine hievte.

„Du bist ein Versager. Deine Eltern wären nicht stolz auf dich, wenn sie noch leben würden, Blaise Zabini." Blaise lachte sarkastisch bei der Erwähnung seiner Eltern.

„Sie waren nie stolz. Und ich brauche ihren Stolz nicht." Krächzte Blaise unter dem Druck der an seinem Hals lastete. Es war keiner hier der ihm helfen konnte und es war das erste Mal, dass er sagen konnte was er dachte.

„Ich verabscheue dich Voldemort, ich verabscheue dich und deine Sklaven ich hoffe du verrottest in der Hölle." Sein Blick war starr und er reckte sein Kinn stolz.

„Du kannst ja dort auf mich warten, denn es wird noch eine Weile dauern bis ich gedenke zu sterben kleiner Junge. Dein Ende naht und ich werde jede Sekunde deines Leidens genießen." Hauchte der Schlangenmensch genießerisch, als seine freie Hand nach dem Zauberstab griff der einst dem Slytherinstudenten gehörte.

„Schrei für mich Blaise." Begehrte der mächtigste Magier der jetzigen Zeit. „SECTUMSEMPRA!"

Und sein Schrei erklang unter den Schmerzen der Höllengeburt. Sein eigener Stab war gegen ihn selbst gerichtet und was nur einige Minuten andauerte, kam Blaise wie Stunden vor.

„Du bist ein Fehlschlag Zabini und ich bin enttäuscht. Es wird Zeit, dass ich mir zurückhole, was mir gehört." Blaise konnte kaum atmen und er wusste sein Körper würde das, was auch immer kommen mochte, nicht überstehen.

„Nimm dir deinen Part zurück, ich wollte nie als Hocrux dienen." Spuckte Blaise blutig hervor.

„Hast du dich also wieder erinnert? Ein Jammer das ein so talentierter Junge sich als Feind entpuppt. Leb wohl Zabini und grüß deine Eltern von mir.", lachte Voldemort auf.

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„Lass uns mit dem Spielen aufhören. Wir müssen weiter. Ein Hocrux wartet.", meinte George, als er sich unter einem verzweifelten Versuch, seitens Snape ihn zum Schweigen zu bringen, wegduckte.

Harry stand nun neben den beiden Zwillingen, während Theo und Katie nach Angelina, Alica, Demelza und Luna schauen würden.

„Es sollte nicht allzu schwer sein. Jetzt wo er doch in die Klebesubstanz gestiegen ist, kommt er da erst mal nicht weg." Lachte Fred als er auf die grüne Flüssigkeit blickte, die sein ehemaliger Professor als Fehlschlag erdacht hatte. Snape schnaubte vor Wut als er seinen eigenen Fehler erkannte.

„Selbst wenn ihr mich vernichtet, der dunkle Lord wird euch in den Abgrund schicken. Glaubt nicht, dass diese Schlacht vorbei ist." Er versuchte zu apparieren doch auch das hatten die Zwillinge bedacht und bei dem Ausschütten der Substanz mit eingeflochten.

Expelliarmus.", rief George kraftvoll. Der Stab von Snape flog einen hohen Bogen und Fred eilte darauf zu. Mit einem hinterhältigen Grinsen nahm er das Stück Holz und blickte dann seinen Bruder um dessen Zustimmung an, bevor er ihn vor den ungläubigen Augen von Snape in zwei brach.

Severus Snape sah den rothaarigen mit Unglaube und Entsetzen an. Der Stab eines Zauberers war das Wichtigste und selbst wenn die Möglichkeit bestehen mochte sich einen neuen zu machen, so würde Snape vermutlich nie in der Lage sein.

Stupor", flüsterte George als er nun hinter seinem Professor stand und mit ansah wie dieser auf den harten Boden aufschlug.

„Tod wäre eine viel zu angenehme Strafe, Askaban hört sich viel besser an", erklärte Fred als er und sein Bruder sicherstellten, dass Snape gefesselt und absolut keine Möglichkeit hatte zu fliehen.

Harry betrachtete das ganze skeptisch, doch sie hatten Recht. Askaban war weit aus schlimmer als der Tod. Selbst ohne Dementoren waren die Kerker der Verliese genug um einen Menschen zuzusetzen.

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Draco schlug Eires, oder wie auch immer dieser Student von Durmstrang auch immer heißen möge, mit lateinischen Flüchen. Es hatte also doch etwas Gutes gehabt die Flüche unter strenger Aufsicht seines Vaters zu lernen. Stunden hatte er in der Bücherei der Familie Malfoy verbracht und stumm Texte auswendig gelernt bis er sie beherrschte wie kein anderer. Die Sommer waren eine Qual gewesen und sein Vater war niemals stolz, niemals befriedigt als sein einziger Sohn nach Hogwarts zurückkehrte.

Pansy musste sich derweil mit Dean und Seamus rumschlagen, die auf die glorreiche Idee gekommen waren einen Stumm-Zauber über die schwarzhaarige Frau zu legen. Nun war die Frau auf die wenigen nonverbalen Sprüche reduziert, die sie im Unterricht gelernt hatte. Zu schade, dass diese sich im Gebrauch im Kampf kaum bewehrten, denn außer einem effektiven Schild konnte man kaum mehr erlangen als ein simplen Kerzen-anzünde-Spruch.

Ginny hatte sich Hermione angeschlossen. In ihrem Kampf gegen ihr eigenes Fleisch und Blut. Hannah stand hinter ihnen und half wo sie nur konnte doch der Anhänger von Slytherin war ein mächtiges Objekt, welches den ehemaligen Gryffindor schützte und mit zusätzlicher Energie zu versorgen schien.

Lee setzte Markus an der Steinwand ab und drehte sich zum Kampfgeschehen. Seine Tasche beinhaltete noch so einige Produkte, doch viele waren nicht geeignet wenn er nicht seine eigenen Mitstreiter umbringen wollte oder zu stark verletzten wollte.

Er zog ein verkorktes Reagenzglas aus der Sammlung hervor und blickte dann zu Millicent.

„Das ist ein Trank der mich zu dem Tier meiner Wahl macht. Es gibt einen Gegentrank den ich später einnehmen muss oder ich warte bis die Wirkung nachlässt" Er händigte ihr den Gegentrank aus.

„Nur für den Fall, dass ich ihn brauchen sollte", erklärte er und nahm den Inhalt des Reagenzglases zu sich. Millicent betrachtete den Gryffindor genau, der seine Form verlor und sich umformte. Die Kleidung schien sich nicht mitzuverwandeln denn sie fiel wie überflüssig zu Boden zusammen mit der Tasche. Seine Struktur änderte sich durchwegs und Fell zog sich den Körper herunter.

Millicent war sprachlos und auch Markus, der dem ganzen seine Aufmerksamkeit geschenkt hatte, staunte nicht schlecht über das Wesen.

„Die Chimäre gehört zu uns.", brüllte Millicent als Lee sich auf den Löwentatzen auf den Verräter des Lichts stürmte. Das magische Wesen nutzte seinen Körper und Hermione sowie Ginny johlten erfolgreich über die Transformierung in ein solch gefährliches Wesen. Auch wenn es nur ein Trank war. Es war mächtige Magie, die Lee den Zwillingen verdankte und dessen Wissensdurst in diesen Sachen.

„Warum helft ihr mir?" stöhnte Markus Flint der seine linke Seite kaum noch spürte. Leider hieß das nicht, dass sich die Wunde heilte sondern dass er jegliches Gefühl in dem Bereich zu verlieren schien.

Millicent schaute zu ihm hernieder und presste ihre Lippen zusammen.

„Hannah!" Ihr Rufen wurde erhört und die Huffelpuffstudentin eilte zu den Beiden. „Kannst du ihn besser heilen?", erkundigte sie sich und die braunhaarige Frau besah sich die Wunde genau.

„Ich werde es versuchen." Sie drehte sich zu den anderen und Millicent nickte verstehend. „Ich nehme deinen Platz ein." Ein schmales Lächeln zierte Hannahs Gesicht. „Danke Millicent."

Es war das erste Mal das die beiden sich mit Vornamen ansprachen und doch verweilten ihre Gedanken nicht weiter darauf, als sie ihren Rucksack auf dem Boden entleerte und Verbandszeug zur Hand nahm.

„Haben alle Slytherins eine Affinität zu makaberen Wunden?", erfragte sie spitz. Es war ihr nicht ganz geheuer dem Feind zu helfen doch keiner der anderen schien etwas gegen die Rettung einzuwenden zu haben, denn Draco hatte nur anerkennend zu Lee und Millicent genickt und auch Hermione war alles andere als dagegen gewesen. Außerdem lag sein Zauberstab nicht in reichweite. Er müsste sich dazu erstmal dort hinrobben.

„Nicht das ich wüsste.", gab der Ältere von sich.

„Man könnte meinen bei dem was ich bei Blaise und Draco gesehen habe, dass ihr alle etwas dramatische Wunden braucht, die ich zu pflegen habe", neckte sie freundlich als sie die Wunde erneut mit Magie flutete und dann den Verband auftrug. Sie konnte nicht allzu viel tun, dazu war sie leider nicht ausgebildet.

„Die beiden hatten schon immer einen Hang zur Dramatik.", presste Markus hervor als sie den Verband ein wenig zu fest zog.

Venenicrapula", hauchte Draco schwitzend. Eires gab ihm viel zu tun. Doch immerhin hielt sich Draco besser. Sein Zauber traf den anderen, hüllte ihn vernichtend ein und hustend ging er zu Boden. ‚Venenicrapula' war eine sehr wirksame Waffe, die den Gegner in Sekundenschnelle das Bewusstsein raubte. Das Gift als solches wirkte jedoch nur zwei Tage und würde einen Menschen nicht umbringen.

Krallen fuhren das Gesicht von Ron hinunter und er fand sich unter der Bestie die ihn bedrängte.

Scossa!" spie er entsetzt und die Magie übernahm den Rest. Das Gewicht welches auf ihm gelagert wurde, wurde nun weggestoßen und ein Jaulen verriet das auch die Chimäre Schmerzen erlitten hatte.

Gelido Acqua." Sein nächster Fluch traf Hermione und Eissplitter prallten mit eisigem Wasser gegen sie. Mit einem geschockten Ausruf fiel sie rücklings in Ginnys wartende Arme die den Fall eindämmten.

Assiccare!" Der Trockenzauber half nicht und Hermione kauerte sich bibbernd zusammen. Die Eiskristalle hatten nicht allzu viel Schaden angerichtet doch Kälte konnte einem Menschen viel anhaben, besonders in einem so kalten Herbst wie diesem.

Seamus streckte Pansy mit einem Stupor nieder und der einzig verbliebene Todesser in ihrer Mitte war Ron.

„Willst du nicht lieber zu deinem Meister zurück?" höhnte Draco.

„Malfoy, Malfoy, Malfoy... ich bin enttäuscht. Ich hab doch noch gar nicht wirklich die neue Macht die man mir verliehen hat benutzt", lachte Ron verächtlich und nahm den Anhänger zur Hand. Er war alt und edel, doch das Zeichen Slytherins, die in sich verschlungenen Schlangen, in den Händen eines Gryffindors zu sehen war durchaus merkwürdig.

„Beginnen wir doch mit dir Lee, du warst schon immer nur ein Mitläufer meiner Brüder gewesen. Du hättest es eh nie weit gebracht" Ron leckte sich die Zähne und richtete den Hocrux auf die Chimäre welche ebenfalls zum Angriff ausholte. Der Feuerball den dieser jedoch spuckte, prallte an einer durchsichtigen Wand ab und wurde dreifach so stark auf die Kreatur zurückgeworfen, welche keifend zu Boden ging.

Seamus ließ einen Wasserzauber über den verwandelten Studenten wirken, so dass die brennende Substanz erstarb, doch der Schaden war bereits angerichtet und Lee verwandelte sich erschöpft zurück.

„Verdammt", fluchte Seamus, riss sich seinen Mantel vom Leib und warf ihm über den nun sehr entkleideten jungen Mann. Die Brandwunden die der junge Ire in dem Dunkeln wahrnahm, ließen ihn schaudern. Hannah war immer noch mit dem Slytherin beschäftigt. Dean kniete sich zu Lees anderer Seite und half Seamus mit den Heilsprüchen, die sie ansatzweise im Unterricht gelernt hatten. Doch beide hatten keinen Heilkurs besucht, was Dean nun doch sehr bedauerte.

Lee wimmerte und Ron lachte dreckig.

„Wer will der nächste sein? Wie wär's mit dir, Malfoy? Immer noch so eine große Klappe oder doch lieber das Schlammblut?" Hermione erbleichte als ihr ehemaliger bester Freund sie Schlammblut nannte.

Zähne fletschend stellte sich Draco vor Hermione und Ginny, die beide noch immer am Boden waren und versuchten den vorangegangenen Zauber von Hermione zu beseitigen.

Millicent streckte ihren Zauberstab aus und wob einen schwarzen Fluch in die Richtung ihres gemeinsamen Feindes. Doch zu dem Erstaunen aller Anwesenden wurde der Crucitas-Fluch, den sie gerufen hatte ebenfalls abgewendet und in ihre Richtung zurückgeschickt. Mit einem flinken Satz jedoch sprang sie rechtzeitig aus dem Weg.

„Vielleicht solltet ihr wegrennen? Meint ihr nicht?"

Der gehässige Ausdruck auf dem Gesicht des Rothaarigen ließ Hannah erschaudern als sie sich zu Lee und den beiden anderen Gryffindor gesellte.

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„Woah, ich glaube das Vieh wurde etwas angekokelt."

Ungläubig blickte George das vor ihm zusammengerollte Wesen an, welches doch etwas sehr viel Größer war als er es sich vorgestellt hatte.

Der Basilisk hob seinen Kopf aus der Masse von Schuppen, welche sich um seinen eigenen Körper kringelten.

„Schaut ihm nicht in die Augen", befahl Harry dramatisch und starrte stattdessen auf den Part des Körpers der eine sehr auffällige Flammenspur hinterlassen hatte. Er stützte George aufrecht, da dessen Fuß kaum Druck aushielt und Ernie und Alica nicht in der Lage gewesen waren ihn zu heilen.

Ernie war mit den anderen zurückgeblieben als Harry, Fred und Theo weitergestürmt waren um ihren Freunden zu helfen und auch jetzt war er nicht wirklich glücklich mit der Entscheidung dass er mitgekommen war.

„Sie scheint Feuer nicht wirklich zu mögen. Seht doch sie hält sich fern vom Licht." Und tatsächlich duckte sich der Basilisk unter der magischen Lichtkugel weg. Alica stand neben Angelina, die mittlerweile den ersten Schock nach ihrem Erwachen von dem Imperiusfluch überwunden hatte. Sie hielt ihre gebrochene Hand schützend gegen ihren Oberkörper und hantierte ihren Zauberstab mit der linken.

„Das sollte doch nicht zu schwer sein, oder?" Theo hielt seinen Stab auf den Kopf des Basilisken, obwohl er seinen Kopf von der Kreatur verborgen hielt. Sein Feuerzauber schoss blindlings gegen den Schuppenpanzer und brachte nur ungewollte Aufmerksamkeit und kaum Schaden.

Der Schwanz der Bestie peitschte aus und wer nicht sofort reagierte, landete wie Harry mit George hart an der gegenüberliegenden Wand. Luna presste einen Schmerzenslaut neben ihnen hervor und auch Ernie schien den Angriff nicht mitbekommen zu haben.

Alica lag unter Fred, der sie noch rechtzeitig mit sich reißen konnte als sie vor Schreck erstarrt war. Angelina war instinktiv zurückgewichen, genauso wie Theo, der mit einem schlechten Gewissen die andern vier anschaute.

Katie und Demelza konnten auf dem Boden gerade so dem Hieb entgehen und das auch nur weil das Quidditchtraining, welches beide noch verinnerlicht hatten, ihre Reaktionen um einiges verschärft hatte.

Harry rang nach Atem, nachdem ihm und den anderen vermutlich die Luft aus der Lunge gepresst wurde. Er war nur froh, dass der Schwanz der Schlange nicht so groß war wie deren Körper, ansonsten wären sie nicht lebend davon gekommen.

Steine nagten sich in seinen Rücken, als er zusammen mit George, der immer noch leicht auf ihn lehnte, an der Wand entlang auf den Boden rutschte.

„Ich glaub eine Rippe ist gebrochen.", analysierte Ernie als Luna schwer atmend in sich zusammengesackt war. Doch mehr als das tat der Huffelpuff nicht, als sich wie die anderen auf den Boden zu setzen. Er hatte von der Wucht des Hiebes nicht so viel abbekommen wie Luna, Harry und George.

Mit einem Mal warf Luna sich ruckartig nach hinten und umklammerte panisch ihre Beine vor sich, als Harry sich nach ihr erkundigen wollte. Ihre Augen waren weit aufgerissen und ein stummer Schrei auf ihren Lippen bildete sich und erstarrte sogleich.

Harry besah sie mit eigenem Schrecken und auch die beiden anderen blickten Luna überrascht an.

Ihre sonst stürmischen grauen Augen waren zu einem hellen grau gewichen, welches beinahe weiß wirkte.

„Luna was ist los?" Harry streckte seine Hand leicht aus und wollte ihr Gesicht berühren, damit sie ihm wieder ihre Aufmerksamkeit schenkte, doch Demelza stieß seine Hand beiseite und kniete nun genauso wie Harry vor der jungen blonden Frau nieder.

„Du darfst sie nicht berühren, dass macht es nur noch schlimmer.", erklärte die weitaus jüngere Gryffindor barsch.

Tränen rollten Lunas Wangen hinab als sie wieder blinzelte. Sie presste die Augen zusammen und rieb sich mit einer Hand die Tränen beiseite.

„Was hast du gesehen Luna?" Harry erstarrte bei Demelzas Worten. Sie konnte doch nicht…?

„Er ist hier…" stotterte die Ravenclawschülerin entgeistert. „… und er hat Blaise. Er will ein für allemal seinen Feind beseitigen." Weitere Tränen quollen aus ihren Augen, als sie Harry neben sich sah.

„Voldemort ist hier", brachte sie tapfer hervor. Danach brach sie schluchzend in den Armen des männlichen Gryffindors zusammen, der sie nur allzu bereit in seine Arme einlud.

„Sie ist eine Seherin?" erkundigte sich Harry, während er Luna über den Rücken strich und sie sich enger an ihn schlang. Demelza nickte bestätigend und strich ebenfalls freundschaftlich über das blonde Haar.

„Ich hab es letztes Jahr herausgefunden..."

Die Erde begann auf einmal unter ihnen zu beben und ein kurzer Blick zu der anderen Seite der Höhle zeigte, dass die anderen nicht untätig waren und dass sie sich gegen den Basilisken so gut erwährten wie nur möglich.

Luna schluchzte noch immer und Harry konnte es nicht vermeiden tiefes Bedauern darüber zu hegen, dass er sie nicht mehr trösten konnte.

Er hatte sie wie zuvor auf seinen Rücken, damit er den anderen helfen konnte. Die Schmerzen von der gebrochenen Rippe mussten zusätzlich mit dem Rückfall von der Vision die junge Frau tief erschüttert haben.

Der Basilisk war unglaublich widerspenstig und nun hatte bereits jeder aus der roten und gelben Gruppe einen Feuerspruch auf das Ungetüm gerichtet. Die Hitze die gleichzeitig entstand drohte bereits die menschliche Haut zu versengen.

George lehnte derweil auf seinem Bruder sah aber nicht so aus als würde er noch lange durchhalten auch wenn er genauso wie alle anderen, mit Ausnahme von Luna, einen Zauber wirkte. Snape schien ihn doch gut erwischt zu haben.

„Wo sind bloß die anderen?", keuchte Katie. Ihr Körper fühlte sich an als hätte sie von Kopf bis Fuß einen Sonnenbrand. Sie war doch so anfällig.

„Vermutlich auch in Schwierigkeiten", krächzte Alicia neben ihr.

Hermione hätte zugestimmt hätte sie Alicias Worte vernommen, denn ihre Gruppe von Mitstreitern war definitiv in Schwierigkeiten. Sie hatte es spätestens eingesehen, als ihr ehemals bester Freund Draco an die Höhlenwand geschleudert hatte und dann mit einem präzise gezielten ‚Diffendo' Hannah niedergestreckt.

Seamus war dem folgenden Zauber der auf ihn gerichtet war irgendwie entkommen, doch mehr aus Glück als aus Können. Er hatte erst zuvor Dean und Lee via Portschlüssel nach St. Mungo geschickt, war aber selbst zurückgeblieben, nun kauerte er neben der blutenden Frau nieder in der Hoffnung ihr irgendwie zu helfen, doch wie schon zuvor mit Lee war er wenig begnadet in Heilmagie und dankte Millcent als diese zu ihnen stieß nachdem sie sichergestellt hatte, dass Draco außer einem geprelltem Ego nicht wirklich etwas fehlte.

„Na Schwesterherz, möchtest du auch so enden wie deine lächerlichen Freunde?" Ginny bebte innerlich. Wie konnte er nur so reden, was musste geschehen sein um ihn so zu verändern? Sie hasste ihn und was sein Verrat ihr und ihren Freunden und ihrer Familie angetan hatte.

„Du ARSCH!" Sie rannte auf ihn zu. Die Fäuste waren geballt und ihre Augen leuchteten gefährlich.

„Glaubst du wirklich mit so was kommst du durch?", lachte der Todesser und richtete den Zauberstab auf Ginny.

„Was willst du machen oh Schwester mein? Mich etwa erwürgen?" Er lachte sie aus. Wo sie doch sein eigen Fleisch und Blut war. „Crucio." Spuckte er hervor.

Hermione schrie entsetzt auf und schaffte es sich endlich von alleine in die Höhe zu stemmen und gegen die Nachwirkungen der Flüche zu kämpfen, die sie getroffen hatten und sie immer noch frieren ließen.

Doch der Spruch traf sein Ziel nicht und Ginny war vor Rons Augen verschwunden und ärgerlich fauchte dieser den Namen seiner Schwester, doch sie erschien nicht und sein Zauber wirbelte Zentimeter weit an Hermione vorbei.

„WO IST SIE!"

Luna falcata!" fauchte Seamus, der noch immer noch bei Hannah und Millicent kniete. Draco war ebenfalls wieder auf den Beinen und auch er erhob seine Magie zur Offensive und flüsterte eine komplexe Formel, die nur Markus zu verstehen schien der immer noch an der Wand lehnte ohne wirklich die Möglichkeit zu haben sich zu erheben. Nach St. Mungo hätte er nicht mitgekonnt, obwohl er ein Fall für das magische Krankenhaus war mit seiner Wunde. Doch als Todesser hatte weder Dean noch Seamus es für sinnvoll gehalten ihn mitzuschicken und Markus war nur dankbar, dass die Gryffindors doch ein Gehirn zu haben schienen.

Während Seamus Zauber nur an dem Schild von Ron reflektiert wurde schien Dracos Magie anders zu wirken und der blonde Zauberer grinste selbstgefällig als die schwarze Magie aus dem Hause Malfoy sein Wunder tat.

Das Schild um den Todesser flammte erst leuchtend gelb auf und zersprang dann in tausend kleine Lichtfetzen. Überrascht zuckte Ron zurück und begann einen neues Schild um sich zu weben, doch die Chance war ihm genommen als etwas mit ihm kollidierte und ihn unter sich begrub.

Ginny hatte den Moment genutzt auf den sie gewartet hatte und war froh, dass Draco mitbekommen hatte, was sie getan hatte als sie sich in ihre winzige Animagusgestalt verwandelt hatte und sich dann aus der Sichtweite ihres Bruders geflogen war nur um sich dann wieder zurück zu verwandeln als er abgelenkt und geschwächt war.

Mit geschickten Fingern, die sie von Fred und George hatte, entriss sie in einem Akt der Schnelligkeit dem rothaarigen Gegner den Anhänger Slytherins und warf ihn in die generelle Richtung Hermiones als Rons sie bereits von sich warf und aggressiv nach ihrem Haar griff.

„Du kleine Ratte, dass wirst du büßen. Crucio!"

Ginny brach schreiend unter ihrem Bruder zusammen, der sich an ihren Qualen erlabte. Die Rothaarige fühlte sich als wäre sie wieder in dem Keller und Voldemort durchwühlte ihren Geist. Nur dass diesmal ihr ganzer Körper schmerzte und nicht ihr Kopf der mit splitternden Schmerzen konfrontiert war.

Sie wusste nicht wer sie von dem Spruch befreit hatte doch ihr Körper wollte und konnte sich nicht erholen. Steif und zitternd lag sie auf dem kalten und nassen Boden der Höhle und wollte nichts weiter als in Blaise Armen zu verkriechen.

Die Gedanken trafen sie wie ein Schlag in die Magengrube. Blaise. Blaise war gefangen genommen worden. Sie musste stark sein. Seamus Gesicht erschien in ihrem Blickfeld und er gab einem erleichterten Seufzen von sich als er ihr auf die Beine half.

„Kannst du laufen? Wir müssen weiter, Draco will den Anhänger vernichten und wir sollten uns auf den Weg zu den anderen machen", erklärte Seamus hastig. Sie nickte noch etwas wackelig auf den Beinen.

Hermione, Millicent und Draco waren nun um so motivierten den Todesser zu eliminieren, da Draco nun in dem Besitz des Anhängers war und diesen in einem Stück Stoff gewickelt hatte. Ron hatte aber seine Einstellung nicht geändert. Sein Überlauf zur dunklen Seite war nicht von dem Anhänger bestimmt gewesen. Zum großen Enttäuschen von Hermione.

„Und nun für allemal, tschüss und auf nimmer Wiedersehen!", kreischte Hermione bedrohlich als Ron rückwärts flog und zu Boden stürzte. Sie erschreckte sich selbst über ihre eigenen Worte, doch Ron hatte nicht nur versucht sie umzubringen sondern auch alle ihre Freunde.

Avada Kedavra." Rons Augen weiteten sich bevor er in sich zusammensackte als der grüne Fluch sich wie ein schwerer Neben um ihn legte. Es war nicht Hermiones Fluch gewesen auch wenn er auf ihren Lippen gelegen hatte. Der Spruch war Markus Mund entflohen.

„Du hättest es bereut, dein Körper kennt nicht die Auswirkungen des Spruches", erklärte dieser der entgeisterten Gryffindor und Draco war ihm dankbar. Auch wenn Draco den Todesfluch nur an Spinnen ausprobiert hatte so wusste er dass der Fluch auf das Gemüt des Anwenders schlug.

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Der Körper der übergroßen Schlange brach zusammen und brachte die Höhle für einen Moment zum Beben. Harry fühlte sich an wie ein halb gegrilltes Hähnchen und war nur froh endlich durchatmen zu können.

„Der Horcrux ist endlich beseitigt, fehlen nur noch zwei!", verkündete er erleichtert und auch die Anderen jubelten.

„Doch wir haben ein Problem, wenn wir jetzt weitergehen, dann kommt Voldemort. Er wartet bereits auf uns, oder eher auf mich um präzise zu sein", teilte er ernsthaft mit. Obwohl er es nicht ausgeschlossen hatte, so war es doch etwas anderes zu wissen, dass der dunkle Lord nun doch so nah war.

„Ich möchte, dass sich jeder genau überlegt, ob er jetzt geht oder ob er mit mir kommt. Was dort kommt ist der wahre Krieg, das hier wird ein Kinderspiel gewesen sein. Ich kann ab hier absolut nichts mehr versprechen. Ich werde niemanden bitten mir zu folgen denn das Risiko ist immens." Er betonte jedes Wort, er wollte dass alle begriffen dass ab hier kein Zurück mehr gab.

„Ich komme mit, Harry." Harry wirbelte herum als er Hermiones Stimme vernahm. Sie sah angeschlagen aus und auch die restlichen ihrer Gruppe sahen alles andere als gut aus.

Jeder traf seine Wahl.


Ende des 18ten Kapitels

Zu den Reviews:

Jean nin asar ahi smabell
O man meine Süße, ich glaube dir als Romantikfan geb ich in diesem und dem nächsten nicht so viel romantisches. Dabei ist der Epilog (ja ich gebe zu ich hab ihn schon angefangen) so was von voll gestopft mit Fluff-Stellen und ich gedenke die auch so richtig auszubauen. Sorry. Ich hab aber zwei neue Beta, eine die mich tritt damit es jetzt auch endlich vorna geht und eine die deutsche Grammatik, Kommasetzung und durchaus besser deutsch kann wie ich. Ich hoffe inständig, dass es jetzt wieder zügiger voran geht. (das sag ich sojedesmal. heul)
LG

littleginnny
ui… gleich noch mal gelesen. freu
Ich bin auch immer schrecklich ungeduldig aber selbst schaff ich es nicht meinen eigen FF schneller zu schreiben. (
hier Schokoriegel schenk

jessy
auf Boden niederknie Verzeih mir. Bitte, bitte verzeih mir. In Tränen ausbrich
Ich bin so böse und faul.flenn
SORRAY…

Tuniwell
Rätseln um die Zeit die es dauert, dass ich update? oO
rot werd wird immer schlimmer, eh? sniff Tut mir leid.

Keule
Du bist so freundlich zu mir. Danke, danke für dein Lob.
Ich weiß ich mach gerne mal richtig gemeine Stellen. grins
knuddel
Thx.