Haunted until the End
Epilog 2 - The End
Draco lachte ungehalten, als er den Flur entlang lief um seine Sachen aus dem Zimmer der Schulsprecherin zu holen und um sich im Zimmer von Theo auszumehren. Jetzt würde er vermutlich drei Wochen nicht mehr mit Hermione ein Zimmer teilen, aber er konnte es sich nicht verkneifen. Vermutlich würde er in drei Tagen zu ihren Füßen liegen und betteln, dass sie ihm verziehe.
Er hatte nicht erwartet, dass sie ihm so schnell folgen würde, doch er war gerade im Begriff seine Sachen zu schrumpfen, als sie die Tür zu ihrem Zimmer zuwarf und ihn mit einem stechenden Blick zum Schweigen zwang.
Sie ließ ihre Tasche auf den Boden fallen und zog das Pergament hervor, welches seinen Brief enthielt. Gleichzeitig warf sie ihre Robe auf ihr Bett.
"Ich verzehre mich nach deinen langen Beinen und kann kaum widerstehen meine Hände von deinen Brüsten zu lassen. Am liebsten würde ich deine Kleider von dir reißen, dich vernaschen zu jeder Stunde..." Der Brief ging so weiter, doch sie ließ ihn fallen und zu Boden gleiten bis er zwischen ihnen lag.
Draco, der am Anfang begonnen hatte ein dreckiges Lächeln aufzusetzen, während er jedes Wort von ihr lauschte, verlor jenes als er ihr Gesicht sah und noch ehe sie sprach, wusste er, dass er sie verletzt hatte.
"Ist es das was du in mir siehst? Sex? ausschließlich Sex?"
Ihre Stimme war verbittert, doch ihre Augen waren kalt und ungerührt. Er würde keine Träne sehen und obwohl es ihn beruhigen sollte so tat es nicht. Er war zu weit gegangen.
Sie begann ihre Bluse aufzuknöpfen und ehe er sich versah, hatte sie das Kleidungsstück zu Boden fallen lassen, wie den Brief zuvor . Als nächstes fiel der Rock und sie war im Begriff ihren weißen BH zu öffnen, als Draco ihre Hände ergriff und sie entsetzt ansah. Er konnte nur erschaudern unter dem was er angerichtet hatte.
"Stopp. Hör auf."
Seine Stimme bebte und er empfand es als unerträglich kalt in dem Raum. Wenn man auf die Gänsehaut ihrer Arme blicken würde, dann konnte man daraus schließen, dass es ihr ebenso ging. Er zog sie vorsichtig , als sei sie zerbrechlich wie eine kostbare Porzellanpuppe, zu sich. Sie reagierte kaum. Ihre Augen waren immer noch kalt und gefühllos. Sie sagte nichts.
Er setzte sie aufs Bett und nahm eines der Wolldecken und wickelte sie um ihren halbnackten Körper.
"Merlin... was hab ich dir angetan. Natürlich liebe ich Sex mit dir, aber ich liebe auch alles andere. Ich genieße jede Sekunde in der ich einfach in deiner Gegenwart sein kann. Ich vermisse dich, wenn du mal gerade den Raum verlassen hast. Ich brauche deine Wärme um zu leben. Du bist so viel für mich. Bitte, ich hätte das nie schreiben sollen. Ich wollte dich nicht so verletzten, denn was ich als Scherz gesehen hab... ich habe nicht geahnt... es tut mir leid. Hermione. Bitte sieh mich an."
Er hatte ihre Hände imer noch in den seinen, doch als sie ihren Blick auf ihn richtete, hatte Draco eher das Gefühl sie würde durch ihn hindurchschauen. Er hatte sich vor sie gekniet, etwas dass er noch nie gemacht hatte. Sich vor jemanden erniedrigt.
Er konnte das nicht ertragen. Ihm wäre es lieber gewesen sie hätte ihn angeschrien, ihn in Grund und Boden geschimpft, doch dieses gleichgültige Verhalten brachte ihn zur Verzweiflung.
"Es tut mir leid. Hermione..."
Er verbarg sein Gesicht, denn er konnte es nicht mehr ertragen und legte seine Stirn auf ihren Knien.
Hermione wollte seufzen. Sie wusste er meinte alles was er sagte, aber er hatte eine Grenze bei ihr überschritten als er diesen Brief geschrieben hatte. Sie hatte sich noch nie so benutzt und schmutzig gefühlt wie in den kurzen Momenten in denen sie den Brief gelesen hatte.
Sie war überrascht, ja beinahe schockiert als sie Zeuge des Unglaublichen wurde. Ihr manchmal anstrengender Freund weinte. Die Tränen fielen auf ihre Knie und es schnürrte ihr die Kehle zu.
"Ich liebe dich. Bitte Hermione sei sauer, schrei mich an, ich weiß ich habe es verdient..."
Sein Flüstern war laut genug in dem stillem Zimmer.
"Ich sollte dir in den Arsch treten und dich wochenlang dieses Raumes verweisen, aber damit würde ich mich auch bestrafen. Behandel mich nicht wie ein Spielzeug, denn das bin ich nicht und will ich auch nicht sein."
Ihre Hand strich durch sein blondes Haar.
Sie griff nun nach seiner Hand und zog ihn zu sich. Ihre nackten Arme schlangen sich um seinen Hals als er seinen Kopf in ihren Haaren verbarg und seine Arme um ihre Taille schlang. Sie vergab ihn zu schnell und sie wusste es, doch sie war eine Frau und sie hätte wirklich gelitten wenn sie ihn weggeschickt hätte. Lieber war diese Verzweiflung, das Aussprechen und das Wissen, dass sie nur fragen brauchte und sie würde alles von ihm bekommen.
„Lass uns ausgehen. Ein Abend. Nur wir zwei," schlug sie vor. Morgen würde sie immer noch Zeit haben zu lernen, doch jetzt würde sie sich weder konzentrieren können noch wollte sie es, außer es ging um ihren Liebhaber der in ihrer Gnade stand.
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Ihr Körper war verdeckt durch die edlen Bettdecken ihres Zimmers. Sie liebte die bläuliche Farbe des Satins. Ihr rotes Haar wirkte wie Feuer, welches sich über ihr Kissen fächerte. Sie übernachtete dieses Wochenende in dem Hotel, schließlich hatte sie geplant bei den Vorbereitungen für das aufkommende Weihnachtsfest zu helfen wo sie nur konnte.
Blaise stand in der Tür und genoss einfach den idyllischen Augenblick, in dem er sie beobachten konnte. Er selbst hatte sich erst gerade davonschleichen können, als Hermione und Draco sich in ihr Zimmer in Hogwarts verzogen hatten und er sich dann heimlich durch das Floh-Netzwerk ins Hotel gestohlen hatte. Nach dem Vorfall am Vortag waren beide ungewöhnlich ruhig. Doch es würde sich bessern davon war Blaise überzeugt. Besonders da Draco nicht bei Theo übernachten musste. Harry hatte nur gelacht als er mitbekam wohin es den Italiener verschlug, doch er hatte es verstanden.
Am nächsten Morgen würde man ihn zu der Konferenz der Vertrauensschüler und Schulsprecher erwarten, doch es war ungewohnt einsam in seinem Zimmer. Ginny und er hatten wenig Zeit für einander gehabt. Mit den kommenden Prüfungen im Frühjahr war er so sehr damit beschäftigt Hermiones Plan zu überleben, dass seine Freundin sich vernachlässigt fühlte. Verständlicherweise. Wie lange war es her, dass sie zur gleichen Zeit ins Bett gegangen waren. Zusammen eingeschlafen waren und vor allem das Sexleben schien nun auch schon darunter zu leiden.
Mittlerweile versuchten sie sich wenigsten zwischen den Unterrichtsfächern zu sehen.
Er lief so leise er konnte in den Raum und setzte sich auf einen Stuhl neben einem der prachtvollen Fenster. Katie war überrascht gewesen, als er durch den Kamin kam. Und das nach ein Uhr nachts. Sie hatte sich gerade einen Kaffee gekocht und ein mögliches Konzept für die Feierlichkeiten im Hotel nieder geschrieben. Doch sie wusste warum er hier war und er hatte den kleinen Schimmer von Neid gesehen, als er fragte in welchem Zimmer Ginny sich aufhielt.
Natürlich wollte Katie nichts von ihm und wenn doch, dann wusste sie selbst wie wenig Chancen sie hätte. Niemand könnte das Temperament von Ginny auch nur annähernd treffen. Sie war leidenschaftlich, hinreißend und eine Bestie der man nicht begegnen wollte wenn sie sauer war. Er liebte sie. Sie hatte ihn komplett eingenommen. Keine Ahnung wann, keine Ahnung wie, doch sie hatte es getan und er war ihr mit Haut und Haar verfallen. Er gab es ungern zu. Eine Macke der Männlichkeit wie andere ihn so freundlich daraufhin wiesen.
Er war nicht müde, obwohl er viel zu wenig schlief und er am nächsten Morgen früh wieder tätig sein würde und auch den ganzen Tag beschäftigt war. Da es ein Samstag war und er eigentlich das Wochenende mit sich selbst oder seinen Freunden oder seiner Freundin verbrachte, störte ihn die Entscheidung der Schulleiterin. Nicht, dass Hermione und Harry begeistert gewesen wären, aber es war doch ein weiterer herber Schlag für seine Beziehung.
Eine Hauselfe erschien aus dem Nichts neben ihm, erschreckte ihn worauf er es dramatisierte , indem er sich eine Hand gegen die Brust hielt.
„Meister möchte Kaffee?"
Kuway, seine alte Elfe starrte ihn aus großen Augen an. Er blickte fassungslos auf sie hernieder. Hatte er sie nicht weggeschickt? Zusammen mit Nemos hatte er die Elfen freigelassen, als er damals das Anwesen in Italien aufgegeben hatte.
„Meister möchte keinen Kaffee?" Die Elfe ließ die Schultern hängen und war im Begriff zu gehen, als Blaise reagierte und seiner Elfe den Kaffee abnahm.
„Wie kommst du hierher?" Kuway sah ihn aus großen Augen an.
„Die Zwillinge, Meister. Sie haben uns hierher geschickt."
„Danke Kuway, dass wäre alles." Blaise sah den strahlenden Blick in Kuways Augen bevor sie wieder verschwand.
Blaise blickte wieder auf die schlafende Gestalt seiner Freundin. Er nahm einen Schluck von seinen Kaffee, darauf bedacht, dass er die ganze Nacht hatte um sie zu sehen und einfach zu genießen, dass sie zu ihm gehörte. Ihm und nur ihm allein. Er freute sich auf Weihnachten. Es war ungewöhnlich für ihn. Weihnachten war zwar schon immer toll gewesen, aber dieses Jahr würde es etwas neues für ihn sein.
Als die Sonne nach Stunden der Dunkelheit durch den Schleier des Morgens brach wusste er, dass er seinen Pol der Ruhe verlassen musste. Trotz des mangelnden Schlafes, fühlte er sich ausgeruhter denn je und als er sich über seine Fee, seinen Engel beugte und sie küsste, wurde er durch ein schläfriges aber gutgelauntes Lächeln belohnt.Ihre goldbraunen Augen leuchteten voller Hingabe als sie ihre Hand ausstreckte und ihren Freund wieder zu sich zog, um auch ihn einen guten Morgen zu wünschen.
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Harry ließ sich ganz genüsslich auf dem gepolsterten Sessel nieder. Hermione hatte das Zimmer von Harry mit mehreren Zimmern ausgestattet und eingerichtet. Schließlich würde der Gryffindor hier vermutlich erst mal wohnen wenn er nicht mehr zur Schule ging. Hermione würde vermutlich mit Draco ebenfalls ein Quartier im Hotel aufschlagen. Sie war genauso gerne hier wie er. Blaise wusste es noch nicht, doch er hatte bereits seinen gesamten Kram in einem Zimmer verstaut.
Sie hatten sich zu viert am Hotel beteiligt. Nun war es kein Hauptquartier mehr für irgendwelche rebellierende Schülern sondern ein Betrieb für zahlende Gäste.
Hermione und Blaise kümmerten sich um die Komplexität der Buchhaltung, während er selbst und Draco das Hotel nach außen repräsentierten und bewarben.
Es klopfte an der Tür und Hermione linste in den Raum.
„Sie kommt gleich. Ist alles angekommen?"
„Jap bestens, alles hier." Harry deutete auf die gegenüberliegende Wand. Fünf Ankleidefiguren standen dort drapiert. Sie alle trugen fantastische Kleider, bei deren Anblick Hermione selbst nur staunen konnte. Sie hatte Kleider nie allzu oft getragen. Es war halt nicht praktisch, doch sie mochte Kleider. Sie gefielen ihr, sie hatte nur nie Gelegenheit gehabt so richtig eins zu tragen.
„Wahnsinn." Hermione drehte sich zu Harry, der sie freundlich anlächelte.
„Werde ich dich morgen auch in einem Kleid sehen? Es ist schon ewig her, dass ich dich in einem dieser ausgefallenen Modestücke gesehen hab." Seine Wortwahl brachte sie zum Lachen.
„Aber natürlich. Es ist ein Bankett. Da ist es praktisch Pflicht für die Frau ein Kleid zu tragen und der Mann in Anzug oder feinen Roben."
Im Flur hörte man Stimmen und Hermione winkte ihrem schwarzhaarigen Freund bevor sie wieder aus dem Zimmer verschwand. Als die Tür sich erneut öffnete, waren Ginny und Hermione mit Luna zu sehen, die mit gepackten Taschen in das Zimmer geführt wurde.
„Viel Spaß bei der Anprobe", verkündete Ginny lachend und ließ die blonde junge Frau zurück.
Luna verstand die Welt nicht. Anprobe? Welche Anprobe? Ihr Blick fiel auf Harry, der sie mit einem strahlenden Grinsen ansah. Sein Haar unbändig wie immer fiel ihm nun jedoch gewollt auf die Stirn. Anstatt den Versuch zu unternehmen das Haar zu zähmen hatte er es mit Gel geschickt frisiert.
"Ich hoffe eines der Kleider gefällt dir. Schließlich erhoffe ich mir, dich morgen in eines dieser Kleider betrachten zu können." Seine Stimme holte sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Harry wies auf etwas hinter ihr und sie drehte sich irritiert zu den...
Selbst wenn sie es gewollt hätte, sie hätte nichts sagen können.
"Gefallen sie dir nicht?" Luna hatte nicht bemerkt, dass Harry aufgestanden war, geschweige denn, dass er direkt hinter ihr stand.
"Sie sind... großartig. Aber.. aber... warum?"
"Morgen ist Weihnachten und ich dachte sie könnten dir gefallen..." Die blonde junge Seherin konnte kaum anders als ihm in die Arme zu fallen. Tränen liefen ihren Wangen entlang.
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Blaise sah sich einem Problem gegenüber. Weihnachten. Ginny und die Weasleys. Und vor allem die Frage für die potenziellen Geschenke für seine Freundin und seine Freunde. Natürlich hätte er es auch vorher wissen können, dass er einen Tag vor Weihnachten so was nicht machen sollte, aber er konnte nicht anders. Die Zeit hatte ihm zuvor gefehlt und er schien nicht der einzige zu sein. Draco stand neben ihm und blickte auf das Gedränge hinunter
"Ich will nicht mehr," stöhnte der Blonde.
"Wir sind gerade erst angekommen," zischte Blaise, der eigentlich auch nur noch den Heimweg einschlagen wollte.
Draco zog einen Zettel hervor und entknitterte ihn sorgfältig. „Seit wann muss ich so viele Geschenke besorgen? Letztes Jahr war das nicht so", grummelte er. Es war die Liste von ihnen beiden zusammen, das minderte das ganze dennoch nicht und Blaise überflog die Ideen zu den einzelnen Personen.
„Meinst du Potter freut sich wirklich über ne Schlange?" Blaise legte den Kopf schief. Kuway stapfte auf ihn zu und hielt eine große Tüte von Flourish und Blott's mit Erledigungen die ihr Blaise aufgetragen hatte.
„Das sollte er besser, oder ich werfe ihm einem Basilisken zum Fraß vor." Draco begann seinen Weg durch das Chaos auf der Straße und stapfte in die magische Tierhandlung.
„Ich hoffe das geht gut…" Blaise folgte mit Sicherheitsabstand. Die Tüte von Kuway hatte er derzeit geschrumpft und in seine Robe verschwinden lassen. Hermiones Geschenk hatte er also schon mal. Fehlten noch alle anderen.
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Blaise und Draco standen zu je einer Seite des Eingangs. Blaise unterhielt sich mit einer Dame und seufzte erleichtert als sie weiter ging und ihn in Ruhe ließ. Draco hingegen lehnte sich zurück und begrüßte nur selten einen der Gäste. Er wartete nur auf seine Freundin. Seine Mutter saß bereits an ihrem Platz und hatte scheinbar eine Seelenverwandte in einer der Hotelgäste gefunden. Es erleichterte Dracos Leben um ein vielfaches.
Auf den Treppen hörte er das Geturtel von Angelina und Fred Weasley und dann das unvergleichliche Lachen von Ginerva Weasley. Draco sah wie sich auf Blaise Gesicht ein Grinsen breit machte nur um dann beinahe geschockt auf den Anblick vor sich zu reagieren. Draco biss sich auf die Zunge um sich von einem Kommentar abzuhalten.
Harry Potter lief die Treppen zum Bankettsaal herunter. Er trug dunkle Festroben passend zu dem saphirfarbenen Kleid von Luna Lovegood. Luna hatte ihren Arm zu Harrys rechten eingehakt und an seiner linken eingehakt schreitend befand sich Ginny.
Die rothaarige Schönheit hatte ihr Haar hochgesteckt und einzelne Strähnen ringelte sich an ihren Gesicht entlang. Ihr silbergraues Kleid aus feinem Satin schmiegte sich sanft um ihre Taille. Eine filigrane Spitzenstickerei betonte ihre Brüste und mündete in einen tieferen Ausschnitt. Ein Paar Stufen hinter den dreien kam Fred Wesley mit seinem Date Angelina und Hermione. Hermione löste ihren Arm von Fred und überholte Harry, Luna und Ginny. Draco kam ihr entgegen nur um sie in einen feurigen Kuss zu verwickeln. Sie trug ein weit gefächertes dunkelrotes Samtkleid. Ihre Haare waren offen genauso wie Lunas.
Harry lächelte das Pärchen an als er zu Blaise ging und ihm Ginnys Hand anbot, doch nicht bevor er ihr einen Kuss auf den Handrücken gab in feinster Manier. Sie lächelte charmant bevor sie sich ihrer Begleitung zuwandte. Blaise trug schwarz mit dem Emblem seiner Familie. Einer Familie dessen Namen er zu einem neuen Antlitz verhelfen wollte.
"Du siehst fantastisch aus", murmelte er schmeichelhaft in ihr Ohr.
"Und all das gehört zu mir", raunte er weiter bedacht darauf das sein Atem ihren entblößten Hals streifte.
"Du willst nur eins deiner Geschenke vorzeitig auspacken", schalte sie ebenso leise zurück.
"Auspacken werd ich dieses Geschenk wohl doch erst später, vorher müssen wir mindestens einmal tanzen. Wenn ich richtig gesehen hab läuft ein Fotograf hier rum und dann sollten doch wenigstens ein Paar Fotos dabei sein auf denen wir das Tanzbein schwingen"; lachte Blaise. Schließlich hatte Ginny den Fotografen engagiert. Ihre Lippen zuckten zu einem Grinsen.Luna und Harry derweil betraten den Festsaal und mussten erst mal innehalten, um das Werk zu bestaunen.
Wie auch in Hogwarts so hatten auch die Hotelbesitzer sich auf fliegende Kerzen geeinigt. Tausende von roten und grünen Kerzen schwebten magisch über die Tanzfläche und die Tische.Jeder Tisch war feierlich gedeckt. Sieben Sitze pro Tisch und bereits über die Hälfte der Tische war belegt. Harry schwenkte in eine Richtung des Saales, wo er Lunas Vater entdeckt hatte.
Draco zog seine Freundin mit sich als er sich endlich von ihren Lippen lösen konnte.
Er schwenkte sie in Richtung Narzissa Malfoy die sich bei dem Anblick ihres Sohnes und seiner Freundin elegant erhob. Ihre Lippen waren zu einem leichtem Lächeln angesetzt als sie Hermione begrüßte und die beiden Jugendlichen an ihren Tisch einlud.
Hermione war dankbar nicht direkt neben Narzissa Malfoy zu sitzen, sondern neben einer Dame die ihr nicht bekannt war. Sie hatte jedoch ein weit aus wärmeres Lächeln als die Malfoydame, deren Verhalten an ein harte Königin erinnerte. Sie war schlank und trug ein karamelfarbenes Kleid. Ihre Lippen waren blass und ihre Platinblonden Haare fielen ihre Schultern hinunter. Ihre blassgrauen Augen wirkten kalt und doch milde. Hermione fühlte sich in ihrer Gegenwart nicht wohl, nichts destotrotz lächelte Hermione charmant.Draco hingegen ließ sich zwischen den beiden Frauen in seinem Leben nieder, wobei seine Freundin ihm momentan wichtiger war als seine Mutter, die für ihn nie viel Zeit gehabt hatte.
Ein Blick über die Tanzfläche ließ Draco schmunzeln. Seine Freunde schienen irgendwie alle dieselbe Situation zu durchleben wie seine Freundin. Blaise und Ginny saßen am Tisch zusammen mit Molly und Arthur Weasley ebenso Charlie, Bill und Fleur. Ein Tisch weiter saßen die beiden Zwillinge mit Angelina und Alica. Lee Jordan war alleine erschienen und hatte dementsprechend seine Eltern mit eingeladen.
Draco hoffte nur, dass Blaise überleben würde.Dem Gesichtsausdruck von Harry Potter zu urteilen lief die Vorstellung mit Lunas Vater anders als erwartet, denn er befand sich in einer Umarmung von einem Mann der scheinbar versuchte ihm die Rippen zu brechen. Luna stand daneben und tippte ihren Vater an, damit er den armen Gryffindor aus seinem Griff befreien möge.
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Der Abend war fortgeschritten als Blaise sich endlich traute seine Freundin von dem Tisch zu entfernen. Sein Blick nun nur noch auf sie gerichtet, reichte er ihr die Hand.
„Einen Tanz die Dame?"
Ginny grinste breit und nickte kokett. Es war gut, dass sie Tanzen mit Neville gelernt hatte, denn Blaise hatte ein Talent sie über die Tanzfläche zu wirbeln. Sie hielt Schritt, doch sie war froh, dass er sie führte und es beinahe von selbst vonstatten ging und sie die Musik und seine Gegenwart genießen konnte.
Die Weihnachtsmusik passte zu dem gedämpften Licht der Kerzen und als das Tempo der Musik sich regulierte und sie sich näher bei ihrem Partner befand, wollte sie den Moment einfrieren und für immer behalten. Sie mussten sich nichts sagen. Sie fühlten sich einfach wohl und wenn der Ausdruck in Blaise Augen irgendwas zu sagen hatte, dann genoss er das Fest genauso sehr wie sie, obwohl Blaise noch zuvor dem Kreuzverhör der Weasleyfamilie ausgesetzt gewesen war. Doch Molly, die ihren Groll langsam begrub, hatte ihn dann herzlich in ihrer Familie aufgenommen.
Blaise senkte seine Lippen auf Ginnys um sie in einen atemberaubenden Kuss zu verwickeln, der ihr die Sinne raubte und ihren Körper verräterisch erregte. O ja, sie freute sich ihr Geschenk auszupacken wenn dieser Abend in ihr Zimmer getragen wurde.
„Du wirst heute Nacht nicht zum Schlafen kommen, ist dir das klar?", flüsterte sie in seinen Nacken. Aus den Augenwinkel sah sie Draco und Hermione nicht weit entfernt auf die Tanzfläche schreiten.
„Ist das eine Drohung?", er schwenkte aus um nicht mit einem älteren Pärchen nicht zu kollidieren.
„Das ist ein Versprechen", säuselte sie und drehte sich geschickt. Blaise biss sich auf die Lippen. Ginnys silbernes Kleid war am Rücken sehr tief geschnitten und entblößte ihre blasse Haut und das Tattoo von einem schwarzblauen Phönix. Dem Gegenpart zu seinem Drachen, wie er insgeheim fand.
„Dann kann ich es kaum abwarten", er küsste sie erneut.
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Katie wusste nicht wieso, doch es war alles so perfekt, so genial und hier stand sie, alleine, ohne Begleitung, ohne Familie. Es liefen zwar so einige Singles durch den Raum und auch viele Herrschaften, die locker ihre Großeltern sein konnten, doch sie waren es nicht und Katie interessierte sich für keinen der Singles.
Ihre beiden besten Freunde vergnügten sich gerade. Alica war mit George Weasley gekommen und Angelina mit dem anderen Zwilling. Sie hätte mit Lee kommen können aber so nett sie ihn auch fand, er war nicht ihr Typ und sie wollte ihm keine Hoffnungen machen, sollte er auch nur irgendein Interesse an ihr haben.
Sie hatte zuvor mit am Tisch von Harry und Luna gesessen zusammen mit dem Vater der Ravenclawschülerin und Demelza und ihren Eltern. Demelza war nur zu dem Festessen mit Familie gekommen und würde für den anschließenden Ball nach Hause gehen, da ihre Familie im eigenen kleinen Rahmen feiern wollte. Harry und Luna hatten auch bald ihren Platz geräumt um die Tanzfläche unsicher zu machen. Beide schienen nicht wirklich viel Ahnung vom Tanzen zu haben, doch ihrem Lachen zu urteilen vergnügten sie sich dennoch.
Katie streifte durch den Eingangsbereich in Richtung Tür. Vielleicht würde ein bisschen frische Luft ihre Gedanken woanders hintragen. Sie bezweifelte es jedoch.
"Es ist Weihnachten verdammt noch mal. Zum hundertsten Mal NEIN wir haben keine Zimmer mehr frei. Versuchen Sie es in drei Tagen noch mal da sind die ersten Räume wieder frei...", es herrschte kurzes Schweigen. "Haben Sie keine Familie bei der sie gerade sein müssten als mich gerade zu nerven? Ansonsten versuchen Sie ein anderes Hotel. Wir sind komplett ausgebucht. Frohe Weihnachten und auf Wiederhören!"
Katie konnte ein Schmunzeln nicht unterbinden als das Telefon auf die Basis gepresst wurde und ein wütend funkelnder Jugendliche das Telefon vernichtend anstarrte.
"Du hast heute Dienst? Wer hat dich denn dazu zwingen können?" Katie hatte Adrian Pucey nur zwei Mal gesehen und das war bei Schichtwechsel. Der ehemalige Slytherin war durch Draco an die Stelle gekommen. Sein Zynismus vergraulte mehr Kunden als dass es sie warb, deshalb arbeitete er meist Nachts.
"Ich hatte eh nix besseres zu tun. Ich bekomme das dreifache als sonst. Was kann's besseres geben?"
Katie wollte beinahe fragen was mit seiner Familie wäre, unterließ es dann aber, wissend, dass es bestimmt einen Grund geben musste warum man Weihnachten eher arbeitete als woanders war.
Das Telefon klingelte erneut. Zauber schien den neuen Modetrend des Telefons sehr zu genießen. Das Floonetzwerk war immer staubig und voller Ruß und um jemanden zu erreichen musste man sich vor den eigenen Kamin knien. Das Telefon machte keins dieser Probleme.
Adrian funkelte das Gerät misstrauisch an.
"Der Kerl hat schon fünf mal hier angerufen und will hier heute noch einchecken. Ich zieh den gleich durch die Leitung!", raunte er wütend hervor und griff schon fast danach als ihm Katie zuvor kam und den Hörer abnahm.
"Hotel Heaven's Beauty, Katie Bell, wie kann ich Ihnen helfen?" Sie schwieg und schaute Adrian an. Ihre Lippen zuckten. Ihre Augen weiteten sich kurz und ein verräterisches Lächeln brach auf ihre Lippen.
"Klar können sie bei uns einchecken..." Der Slytherin starrte sie erschrocken an und zeigte ihr an, dass nichts frei war und jedes Zimmer belegt war. "...leider ist die Besenkammer ein wenig staubig und eng, aber wenn es Ihnen egal ist Mister Lockhart dann bitte ich eine Hauselfe eine Matratze hineinzulegen." Katie biss sich au die Lippe und lauschte gespannt."Wie sie meinen, dann eben nicht. Frohe Weihnachten." Sie legte auf und grinste den perplex reinschauenden Braunhaarigen.
"Gilderoy Lockhart, o man das muss ich morgen Harry erzählen..", sie fing an zu lachen.
Ein Lächeln brach nun auf den Zügen des Slytherins. Das erste an diesem Abend.
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"So, ich bin für Geschenke und ihr?", meinte Ginny rieb sich die Hände und wippte auf Blaise Schoß. Blaise schlang einen Arm um ihre Taille um sie von weiteren Bewegungen abzuhalten. Einem Mann durfte man so was nicht antun, schon gar nicht wenn man dieses Geschenk wohl für ne Stunde nicht mehr auspacken konnte. Die Nacht ließ ihn mit zu vielen erregenden Bildern, dass er verzweifelt nach etwas kontraproduktiven suchte.
Hermione gähnte herzhaft in Dracos Schulter.
Draco grinste förmlich und starrte Harry Potter herausfordernd an.
„Ich hab da das perfekte Geschenk mit dem wir anfangen könnten." Draco schwenkte seinen Zauberstab und rief das besagte Geschenk zu sich.
Blaise stöhnte in Ginnys Nacken. „Wenn ich gleich sterbe, dann ist es alles seine Schuld", entscheid Blaise. Ginny kicherte nicht wissend was dieses Geschenk beinhielt.
Luna nippte an ihrer Tasse heißem Kakaos und sah Harry zu wie dieser das Geschenk beinahe ängstlich anschaute, besonders bei den Blicken die er von Draco und Blaise erhielt.
Das grüne Geschenkpapier war durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Es war keine Schleif drum, halt typisch Männergeschenk. Es ist eingepackt und damit hat es sich.
Harry riss vorsichtig das Papier ab.
„„Ssssscheiß Blondiesssss. Hätte ich beißsssen ssssollen alsss ich die Chance hatte!""
Ungewollt lachte Harry auf. In einem Käfig saß eine etwa 50 cm lange Schlange. Sie war nicht wirklich breit und auch nicht wirklich lang. Doch sie war genau richtig für eine Schlange die Harry mögen würde. Sie war dunkelgrün mit helleren Grüntönen.
„Sie ist niedlich", bekundete Luna.
„Sie ist temperamentvoll", grinste Harry als er zu Draco hinüberschaute. „Sie mag Draco auch nicht sonderlich."
Hermione lachte leise über den schockierten Gesichtsausdruck von beiden Slytherins.
„Du magst dein Geschenk?"
„'türlich, sie sind tolle Gesprächspartner und überraschen einen immer wieder."
„„ Ich beißss euch alle!""
„„Nicht doch, sssonsst kann ich dich ja gar nicht rausss lassssen. Das ssssind meine Freunde. Ess tut mir leid, dasss du warten mussstesst um auss dem Käfig zu kommen."" Harry steckte seine Hand in den Käfig und die Schlange kam auf ihn zu. Ihr Kopf aufmerksam auf ihn gerichtet.
Blaise lachte auf. Er hatte so eine Angst gehabt, dass Ginny die Geste für Harry über die Strenge geschlagen hätte. Und mit Ginnys Temperament kannte er sich mittlerweile bestens aus.
„Frohe Weihnachten."
Ende von Haunted until the End
Ich habe von euch so viel erhalten und ich danke euch tausend Mal. Ob es Lob, Kritik oder Anregung war, oder einen verdienten tritt in den Arsch. Ewigkeiten ist es her, dass ich die Story angefangen hab. Heute ist sie zuende. Und ich verabschiede mich mit Haunted until the End. Vielen Dank fürs fleißige Lesen.
Ich habe zwar Ideen zu anderen und neuen Stories aber ich will das 7. Buch abwarten und schauen wie meine Schreibelaune mit mir mitspielt. Wer Interesse hat informiert zu werden wenn ich was neues rausbringe möge mich bitte benachrichtigen. Ich warne nur bereits im Voraus: Ich bin leider ein sehr langsamer Updater geworden…. Grml
Nichts desto trotz ich hab euch alle lieb. Knutscher verteil.
Mein besonderer dank geht an meine Betas, die mir geholfen haben die Story zu kreieren und vor allem seit dem sechsten Kapitel dafür sorge getragen haben, dass meine Rechtschreibung korrigiert wird:
FynnFish: Schade, dass der Kontakt abgebrochen ist. Ich danke trotzdem für deine super Hilfe.
-Puschel- ehemals D-dodo: Danke das du mir geholfen hattest.
und Vanilladrop: Süße, seit Anfang an hast du meine Geschichte gelesen und hast mich nun schon seit geraumer Zeit auch fleißig bewegt weiter zu machen, mich getreten wenn ich faul war und geholfen wo du nur konntest. Einen dicken Knutsch.
Meinen Dank auch an alle fleißigen Kommentatoren, ohne euch hätte ich das niemals geschafft:
6Felidae9, Celina-HP, ClaireBlack, Dantelion, dramine, EraserChan, FynnFish, Gin, Ginns, ginnyfan, Hermine87, HermineD, jean nin asar ahi smabel, jessica, jessy, Judith, Kaya Unazuki, Keule, kleineli, Konni,Lara hanf, Laura, littleginny, Little Lion, Loony05, LunaNigra, mine- lee, Misathrop, Mondschatten, MoonyTatze, Naschkatz, Neara1, nicolemalfoy160178, nina, Nyah1, ondra, Orchidee, Paige, proud angel, sakura-kyoko, Sarah, Schaukelpferdchen, soray, Sweet-Teeni, Tanea, Tarisa, Tuniwell, Vanilladrop, willa, zauberfee1979, Zaubermaus;
