-1Hormone, Gedanken und eine spektakuläre Flucht
Mit weit aufgerissenen Augen starrte Hermine die Wand vor sich an. Sie lag zusammengerollt und fast ganz eingemummelt in ihrem Bett, starrte an die Wand und dachte nach.
Er hatte sie nicht beleidigt nach ihren Geständnissen und nach dem Streit auch nicht. War der Plan doch nicht so abwegig wie sie dachte? Konnten sie sich wirklich und von ganzem Herzen mögen?
Hermine konnte es sich nicht vorstellen und doch war da ein Gefühl das sie für den blonden Schönling hegte. Die Griffindor wusste nicht was es war, hatte fast Angst davor und wollte es gar nicht so genau wissen. Nur eins war klar, sie empfand seine Nähe nicht mehr als widerwärtig oder gar als schrecklich, sie suchte fast seine Nähe.
Sie wollte sich in seine ohne Zweifel starken Arme kuscheln, sich von ihm beschützen lassen.
Hermine wollte es sich nicht so ganz eingestehen, wollte immer noch unnahbar sein. Denn sie fürchtete mehr als dem dunklen Lord zu begegnen, ausgelacht zu werden. Wollte nicht, dass er ihre Gefühle verspottete.
Doch hatte sie überhaupt solche Gefühle für ihn? Vielleicht war dieses undefinierbare fühlen nur Mitleid?
Wegen seiner Geschichte über sein Leben.
Sie wünschte sich doch so sehr jemanden der sie einfach nur in die Arme schloss, nicht weil er sie bemitleidete oder trösten wollte, sondern weil derjenige sie wirklich mag und sie aus keinem Grund in den Arm nehmen kann.
Hermine hätte heulen können, doch das Wissen das Malfoy nicht weit von ihr lag, verbot es ihr Schwäche zu zeigen.
Es war einfach nur noch ein nicht enden wollendes Dilemma.
Ein leises schaben oder kratzen drang der Schulsprecherin ans Ohr. Sofort auf Alarmstufe rot, hechtete Hermine aus ihrem Bett, schmiss sich den Morgenmantel über und schlich sich behutsam zur Schlafzimmertür.
Sich so ruhig zu verhaltend, wie es möglich war, linste sie durch das goldige Schlüsselloch und musste mit schrecken feststellen das vier dunkle Schatten durch den Gemeinschaftsraum des Schulsprecher Quartiers schlichen.
Panik schoss in dem geschockten Mädchen empor und ohne groß zu überlegen hastete Hermine zu ihrem Bett zurück, schnappte sich ihren Zauberstab, murmelte einen Verschließzauber zur Tür und begann eiligst alles wichtige in eine genug große Tasche zu verstauen.
Das Quietschen der Türklinke, die vergebens herunter gedrückt wurde, ließen feine Schweißperlen auf Hermines Stirn treten. Sie musste sch beeilen, doch die Zauberer auf der anderen Seite der Tür gaben nicht auf, nur weil sich die Tür nicht so einfach öffnen lässt. Hermine ahnte böses und sprang auf ihr Bett um weiter zu Dracos zu kommen. Dieser wachte total erschrocken auf, blickte sich verwirrt um und duckte sich sofort wieder in sein Bett als ein ohrenbetäubender Knall zu hören war.
Holzsplitter verteilten sich in dem großen Raum.
Doch das interessierte die vier Gestallten nicht, sie stürmten in das Zimmer, zogen ihre Zauberstäbe und richteten sie auf die zwei im Bett verharrenden Personen.
Stille trat ein, niemand wagte es auch nur einen Mucks zu machen. Hermine kam es vor als würde die Welt für eine kleine Ewigkeit still stehen. Auch Draco wollte sich nicht zu der Situation äußern, er starrte nur die Panisch dreinblickende Hermine vor sich an, die eindeutig keinen Schimmer hatte was sie nun tun sollten.
Man hatte sie erwischt, man wird sie Foltern, langsam zu Grunde gehen lassen, ausweiden oder was auch immer, auf jedenfalls wird man nichts Gutes mit ihnen machen. Hermine starrte Draco immer noch an der sie eindringlich auf etwas hinweisen wollte. Nun etwas verwirrt und leicht sauer dreinblickend, hoffte sie inständig er wollte nicht Scharade oder Tabu mit ihr spielen, denn das war in dieser Situation nicht angebracht.
Doch als die Griffindor merkte, dass der Slytherin auf das Fenster anspielte hatte sie noch mehr Panik als zuvor.
Der wollte aus dem Fenster, das sich nebenbei in einem der Türme befand, springen? War der noch ganz bei Trost?
Doch was blieb ihr anderes übrig?
So fasste sich Hermine drehte sich langsam zu den, da war sie sich sicher, Todessern um und schrie voller Angst:
„Der dunkle Lord!"
Kaum hatten sie die vier umgedreht um ihren Meister zu empfangen, weil sie ihren Lord nicht verärgern wollten, packte Draco sich seine Bettdecke und Hermine die sich noch ein: Was für Idioten, dachte, setzte zum Sprung an und knallte mit vollem Körpereinsatz, die Decke als Schutz vor den entstehenden Scherben, gegen die Fensterscheibe die klirrend unter der last zerbrach.
Hermine krallte sich so gut sie konnte an Draco fest der versuchte seinen Zauberstab aus seinen Boxershorts zu zerren.
Die Griffindor konnte es nicht glauben. Wuste er etwa nicht wie sie ihren Fall bremsen konnten?
Er hatte sich wirklich auf gut Glück mit ihr aus dem Fenster Geschmissen!
Was überlegte sich dieser Idiot eigentlich?
Sich dem Tod immer näher fühlend und die Adrenalinschübe des Freien Falls spürend, sah Hermine nur noch eine Möglichkeit. Sie hielt ihren Zauberstab noch fester und Schrie aus vollen Leibeskräften:
„ACCIO BESEN"
Draco der auch sogleich verstand, angelte sich den heransausenden Besen, setzte sich darauf und zog das kreischende Mädchen hinter sich.
Im Letzten Moment riss der ehemalige Sucher von Slytherin den Alten Schulbesen hoch und sorgte dafür, dass sie knapp mit dem Leben davon kamen.
Die ihnen nachjagenden Flüche bemerkte die total überforderte Hermine erst jetzt und war froh nicht von einem getroffen worden zu sein.
„Und jetzt nur noch weg hier."
Hörte die Griffindor den blonden jungen Mann vor sich sagen und blickte immer noch geschockt, der zu Boden segelnden Decke nach. Während Draco den Besen so schnell es nun mal möglich war, vom Schulgelände runter trieb.
Die sehr kalte Nachtluft peitschte den zwei fast unbekleideten Personen auf einem alten Besen ins Gesicht.
Hermine zitterte bereits am ganzen Körper, da ihr seidener Morgenmantel ihren darunter nur in Unterwäsche gehüllten Leib nicht gerade gut Schütze.
Aber auch Draco hatte ein Hartes Los, denn er hatte noch weniger an als Hermine und fror sich fast die Finger ab in seinen Boxershorts.
Sie waren nun seit geschlagenen 2 Stunden mit diesem verfluchten Besen unterwegs und nirgends fand sich ein geeigneter Platz, der sicher genug war zum landen.
Mittlerweile wurde es den beiden auch zu bunt und Hermine gab ihrem ärger unter Zähnegeklapper laut kund.
„Verdammt! Ist doch scheiß egal wo wir landen! Ich appariere uns so oder so dann gleich an einen sicheren Ort."
„Apparieren? Warum sagst du das denn nicht gleich, das kannst du auch auf dem Besen tun oder bist du dazu nicht in der Lage! Granger mach mich nicht noch wütender als ich eh schon bin und bring uns bei Merlin endlich ins Warme!"
Donnerte eine kalte Stimme die Hermine durch die eh schon recht unterkühlte Stimmung, und das Wort wörtlich gemeint, noch eisiger vorkam.
Doch ihr war durchaus bewusst, dass er einen guten Grund dazu hatte, da sie wirklich auf dem Besen apparieren konnte.
Sie hätte sich selbst Ohrfeigen können wegen ihrer Dummheit und ohne noch lange zu zögern apparierte Hermine gekonnt mit einem sehr wütenden Malfoy.
Wir stehen kurz vor Weihnachten. Die Einkaufspassage von London war über und über mit Lametta, Christbaumkugeln, Stechpalmen, kleinen Nikoläusen und Grossen Tannen besetzt. Hie und da ließ sich ein Mistelzweig finden unter dem sich ein frisch verliebtes Paar scheue Küsse schenkten.
Es war der 22. Dezember um genau zu sein, und die Menschenmassen drängten sich durch die voll Dekorierten Strassen, alle noch hoffend ein Weihnachtsgeschenk zu ergattern.
Auch eine Braun Gelockte Frau drängte sich durch das stressige Treiben, an ihrer Seite ein groß gewachsener blonder Schönling der, der Brünetten mit Leichtigkeit durch die Menge folgen konnte.
Unglücklicher weise wollten die beiden uns bekannten Personen nicht wie alle Anderen sich noch kurzfristig Geschenke kaufen, sie waren eher auf dem Weg nach Hause, da sie alles was sie benötigten schon besorgt hatten.
Hermine die einfach nur noch zurück in ihre Wohnung wollte, die sie sich schon seit dem 6. Schuljahr gekauft hatte. Eigentlich hatte nicht Hermine, sondern ihre Eltern die Wohnung gekauft. Weil Hermine fürchtete man könne sie und ihre Eltern Finden und das wollte sie nicht. Sie wollte nicht, dass ihre Eltern da mit rein gezogen werden.
Der Grund für Hermines Drang der sie nach Hause trieb, war ein sehr wohl bekannter Slytherin, der mit einem diebischen Lächeln auf den Lippen neben Hermine her lief.
Die Griffindor hätte ihn vor 5 Minuten noch erwürgen können, was hatte er sich auch dabei gedacht sie einfach so locker flockig an die nächst beste ran zumachen die ihn gerade so charmant entgegen lächelte?
Ach was fragte sich Hermine das schon, natürlich wollte er sie ärgern, wie schon die ganzen Wochen seit der Flucht aus Hogwarts.
Hermine ging immer zügiger die Treppenstufen zur U-Bahn hinunter und rempelte mehr Leute an als die Treppe Stufen hat.
Draco hatte sich doch tatsächlich erlaubt sich seine Betthäschen mit in die Wohnung zu nehmen und ihr somit schlaflose Nächte bereitet.
Wie soll man auch Schlaf finden wenn man das versucht unterdrückte Stöhnen von irgend so einem Mädchen hörte?
Schon verzweifelt wollte Hermine einen Stummzauber über das Zimmer ihres Mitbewohners legen, doch irgendwie will er selbst das nicht und blockierte den Zauber von Hermine.
Gestern war wieder mal so eine Nacht und Heute gabelte er sich schon eine neue auf. Wie soll Hermine denn da nur jemals Schlaf bekommen?
Daher auch ihre sehr schlechte Laune die sie veranlasste jeden Menschen der ihr zu nahe kam, mit einem vernichtenden Blick in die Hölle zu schicken.
Was zur Folge hatte das Draco und Hermine ein 4er Abteil in der ansonsten voll gestopften U-Bahn für sich alleine hatten.
Draco sollte es gleich sein, wenigstens hatte er platz in dieser verabscheuenden Blechkiste, die die Muggel so schnell überall hinbrachten wo sie nur wollten, na ja fast überall.
Denn ihre Wohnung war immer noch ein rechtes Stück von der Station entfernt, bei der sie ausgestiegen sind.
Das Tolle war ja das sie sich am Rand von London befand und sich da kein einziger darum kümmerte ob der Schnee aus den Strassen geräumt wird oder nicht.
Hermine die sich in der U-Bahn langsam wieder beruhigt hatte, steigerte sich gleich dem nächsten Fast – Wutanfall entgegen.
„Ist ja scheiß egal wenn man im Knietiefen Schnee nachhause waten muss! Hauptsache man muss nicht Schneeschaufeln gehen."
Knurrte sie wütend vor sich hin und watete wie sie gesagt hatte durch den hohen Schnee zu der heiß ersehnten Wohnung, in ein heiß ersehntes Bad.
Was sich aber herauszögern müsste, denn sie sollte besser zuerst Mit dem Trank weiter machen.
Genau, wenn es nicht schon genug Arbeit währe sich auf die Beschwörung selbst zu konzentrieren, brauchte man auch noch einen Zaubertrank der etwa ein halbes Jahr (!) ziehen musste!
Dieses winzigkleine Detail hatte Hermine ein paar Tage nach ihrer Flucht erfahren, da sie in der Eile zum Glück das Sachbuch für die Beschwörung mitgenommen hatte, das sie sich am Tag zuvor noch bei der Bibliothek ausgeliehen hatte, konnte sie dies also wunderbar nachlesen.
Mit der Stimmung im Keller und dem Slytherin an der Seite erreichte Hermine fix und fertig ihre Wohnung und pellte sich als aller erstes aus ihren nassen Klamotten um sich in bequeme Trainerhosen mit einem schlabber Shirt oben durch, zu werfen.
Draco der sich ebenfalls mit bequemen Kleidern ausstattete, gesellte sich zu Hermine ins Wohnzimmer, indem der dampfende Kessel mit dem Trank stand und beobachtete sie bei ihrem tun.
Leicht genervt funkelte Hermine Draco aus kleinen Schlitzen an.
„Was!"
Fragte sie und wollte die Antwort gar nicht hören da Draco aber schon mit einem Grinsen ansetzte etwas zu sagen, gab Hermine es auf.
„Warum so schlechte Laune Granger? Etwa eifersüchtig das ich ein Date habe und du nicht?"
Wenn es nur das wäre, dachte sich Hermine und versuchte der Frage aus dem Weg zugehen.
„Ich muss den Trank weiterführen, ich habe keine Zeit über deine Liebeleien nachzudenken, Draco."
Hermine hatte sich das Malfoy vor etwa 3 Wochen abgewöhnt. Sie fand es war schon mal ein wichtiger Schritt ihn beim Vornamen zu nennen, da es doch eine Spur Persönlicher rüber kam. Was Draco selbst wohl nicht zu meinen schien, da sie immer noch mit Nachnamen ansprach.
Aber es war Hermin so etwas von egal, wenn er sich damit besser fühlte sie mit Granger anzusprechen sollte er doch. Solange es nicht mehr Schlammblut hieß war sie zufrieden.
„Du kannst es ruhig zugeben, Granger. Ich werde auch nicht böse."
„Gib es auf Draco, das einzige was mich stört sind deine nächtlichen Besucherinnen die meiner Ansicht nach zu laut ihre Anwesenheit melden."
Hermine erhob sich von dem Sofa, das vor dem Kessel stand, um in die Küche zu gehen und sich eine Tasse Tee zu kochen, Draco folgte ihr. Lässig lehnte er sich an den Türrahmen der Türlosen Küche um Hermine genau im Blickfeld haben zu können.
„Granger, Granger, Granger. Du musst wissen, dass ein Mann gerne eine Bestätigung seines Tuns hört."
Sein Grinsen wurde noch bedeutvoller und Hermine entschloss sich dieses Grinsen einfach zu übergehen.
Sie füllte sich lieber ihren Tee in eine Tasse ab und machte für Draco gleich eine mit. Automatisch warf sie zwei Würfelzucker in Dracos Tasse, rührte vier Mal um und rechte sie ihm aus lauter Gewohnheit.
In ihre eigene Tasse tat sie nur einen Würfel, da sie es nicht so süß mag, lehnte sich an die Küchenablage und Blickte ihm Tee schlürfend entgegen.
„Keine Sorge Draco, das weiß ich auch selber gut genug, das ihr Männer gerne eine Bestätigung habt. Je mehr Bestätigung desto mehr Spaß für mich."
Hermine Errötete bei dem Gedanken an die Nacht mit Viktor Krum und Grinste dreckig vor sich hin.
„Aha, da haben wir es doch, Hermine Granger die als immer korrekt und als Prüde…"
Hermine öffnete protestierend den mund doch Draco hob seinen Zeigefinder um ihr zu weisen ihn ausreden zu lassen.
„… verschriene Hermine Granger hatte eine Wilde Nacht hinter sich. Doch nun die große frage: Mit wem?"
Schallendes Gelächter durchzog die Küche und Hermine versuchte sich nicht an ihrem Tee zu verschlucken.
Sie musste einfach lachen bei dem neugierigen Gesichtsausdruck des Malfoy Erben.
Was Hermine nicht wusste war, das Draco wirklich wissen wollte wer Hermine an sich ran gelassen hatte und er hoffte das es einfach nicht Weasel gewesen war.
Gespannt wie ein Flitzbogen wartete Draco auf die Antwort der immer noch kichernden Hexe und nahm einen großen Schluck aus seiner Tasse.
„Viktor Krum. Kaum zu glauben aber wahr."
Erleichtert darüber das es nicht der Rotschopf gewesen war stieß Draco die angehaltene Luft aus sich heraus und Seufzte erleichtert.
Hermine musterte ihn mit einem fragenden Blick.
„Hast du etwa geglaubt ich hätte mich an Ron oder Harry ran geschmissen? Draco Malfoy ich bin Enttäuscht, dass du so von mir denkst."
Jammerte Hermine gespielt beleidigt, schniefte theatralisch und schob sich mit einem neckischen Grinsen an Draco vorbei zurück ins Wohnzimmer.
Draco schüttelte vor sich hin lächelnd den Kopf, leerte Seine Tasse um sie auf dem Küchentisch alleine zurück zulassen und Hermine beim Trank zu helfen.
Mittlerweile war der Abend angebrochen und Draco machte sich für sein Date mit der rothaarige Schönheit fertig. Er wollte sie doch nicht warten lassen.
Gut gelaunt und gewillt diese Wohnung gleich zu verlassen viel sein Blick ins Wohnzimmer, in welchem eine in eine Deckeeingewickelte Hermine auf dem Sofa saß, das vor dem Fernseher stand und lugte in genau diesen.
Sie würde also schon wieder alleine zu Hause rum sitzen und in die Glotze starren, bis sie davor einschlief um mitten in der Nacht zu merken das sie wohl doch lieber ins Bett Schlafen gehen sollte. Was sie aber dann doch nie konnte weil Draco nur wenige Minuten später immer nach Hause kam mit seiner Begleitung und dann konnte Hermine ihren Schlaf gleich vergessen.
Sich schon darauf vorbereitend, hatte sich Hermine vorgenommen eine Liebesschnulze anzusehen. Sie hatte nach den ersten Zwei Wochen gemerkt, dass sie ohne nicht auskommen konnte und hatte den Halben DVD Laden um die Ecke leer gekauft um genug Vorrat an Love Stories zu haben.
Auch wenn ihr diese Filme nur ein kleines bisschen Trost schenkten, so war es besser als Nichts.
Draco bekam ein schlechtes Gewissen und die Lust an seinem Date war ihm vergangen. Er konnte sie nicht schon wieder alleine zu Hause hocken lassen, besonders nicht so kurz vor Weihnachten.
So entschloss er sich eine Tüte Chips aus der Küche zu stibitzen und sich zu Hermine zu setzten, die ihn verwundert anguckte.
„Keine Verabredung heute?"
„Och, nö. Ich will lieber vor dem Fernseher, einer sehr merkwürdigen und dummen Erfindung der Muggel, rumlümmeln und mir diesen Film angucken."
Ungläubig richtete Hermine sich ein wenig auf und sah in ganz genau in die Augen, die ganz hellgrau leuchteten, was ein Zeichen dafür war, das er log.
„Du lässt die Rothaarige also sitzen um dich mit mir hier auf dem Sofa eine Liebesschnulze anzuschauen, ohne, dass ich dich dazu gezwungen habe?"
Schnatterte Hermine in einem Fragenden Ton. Doch Draco machte nicht die geringste Anstalt ihre Frage zu beantworten. Machte die Chipstüte auf, zauberte sich und Hermine ein Butterbier aus dem Kühlschrank und reichte der verblüfften Hermine die Chipstüte.
Die beiden saßen noch bis tief in die Nacht vor dem Fernseher, tranken Butterbier und mampften Chips.
