Also ich kann euch wirklich nicht viel sagen, nur dass ich mich einfach unglaublich über die ganzen Reviews freue und hoffe dass euch das Kap gefällt!
glg aleksandramalfoy
3. Die Wahrheit
" Malfoy, oh mein Gott! Wieso?" fragte Hermine wütend. " Wieso lieber Gott?" richtete sich Hermine gespielt an den Himmel.
" Sobald du einem am Morgen schon über den Weg läufst, wird der Tag sicher kein gutes Ende nehmen!"
Hermine ignorierte die Antwort einfach.
" Wieso musst du mir immer Ärger machen? Schau dir meine neue Bluse an!" Hermine holte ihren Zauberstab und beseitigte es noch schnell.
Malfoy setzte zu einer Antwort an als sie ihm noch schnell dazwischen funkte.
" Malfoy, lass gut sein. Geh mir aus der Sonne!" und mit diesem Worten schupste sie sich an ihm vorbei.
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Wieso macht er mir immer Ärger? Wieso? Schon immer. Seit dem 1 September, seit dem ersten Zusammenstoß in Hogwarts, seit der ersten Unterrichtsstunde zusammen gab es nur mit ihm Ärger. Und jetzt nach so vielen Jahren muss er es schon wieder tun! Wieso reg ich mich eigentlich so auf? Es ist schließlich nur Malfoy, oder? Aber das ist schon ein Grund genug sich aufzuregen! ARGH!"
Und während Hermine tief in die Rächepläne für Malfoy vertieft war geschah, dass was anscheinend heute einfach passieren musste.
" Boom!"
" Aha, können sie nicht aufpassen?" maulte Hermine wütend, während sie sich wieder aufrichtete ohne einen Blick an den Verursacher zu machen. Sie war sehr gereizt, wobei dieser schmerzhafte Zusammenprall Hermine aber nicht sonderlich sanfter machte. Sie wollte gerade derjenigen Person ihre Meinung saftig an den Kopf werfen aber als sie aufblickte verstummten ihr noch nicht gesagte Worte sofort.Sie blickte in zwei pechschwarze Augen, die sie interessierend musterten.
" Severus?" gab Hermine ihre Verwunderung aus. Es war einfach unglaublich. Nach so vielen Jahren.
" Aha, anscheinend scheinst du es immer noch sehr mit der Pünklichkeit zu nehmen, sodass du nur fast eine Stunde zu spät kommst!" triefte Snape schon mit seinem Sarkasmus..
Hermine musterte ihn einfach nur für Erste. Wie hatte sie diesem Sarkasmus alá Snape vermisst! Und vorallem wie hatte sie ihn vermisst! Den harkennasigen, schlaksigen, für Hermine zu großgebauten Professor Severus Snape, der ihr leider Gottes immer noch ziemliche Angst machen konnte. Naja, kein Wunder durch seine Ausstrahlung als zu groß geratene Feldermaus und seine riesenhafte Größe dazu den ernsten Gesichtausdruck. Dracula lässt Grüßen.
" Kommt dein Erinnerungsvermögen langsam wieder oder bist du nicht Hermine Jane Granger?" fragte Snape belustigt. Natürlich war sie es. Unverkennbar. Die Miss Oberschlau, Gryffindor SEHR besonderer Sorte, temperatmentvoll und durchsetzungsfähige Hermine Jane Granger mit den buschigbraunen lockigen Haaren, die ihr jetzt besonders gut standen. Aber auch ihr Gesamtbild war einfach umwerfend!
" Du hast dich aber gar nicht verändert, Snape!" erwiderte Hermine immer noch leicht in Gedanken.
" Super, dass ich erfahre dass ich trotz meines beträchtlichen Alters immer noch der Alte bin und immer noch.." er schaute gerade einen, man könnte sagen 15 jährigen Hogwartsschülerin, der zu ihm herüber gespähnt hatte vernichtend an, was so viel hieß wie: "Schaue noch einmal her Bursche und die nächsten Schuljahre werden nicht so schön für dich auf Hogwarts werden!"
" Ja, du bist definitiv noch der anscheinend skrupellose, böse Professor Snape, den ich schon leider nur zu gut kenne!" antwortete Hermine die sich das kleine Schauspiel gut angeschaut hatte.
" Anscheinend skrupellos?" fragte Snape gespielt traurig wurde aber bald durch jemanden, anscheinend lebensmüden, unterbrochen.
" HERMINE!" schrie kein geringer als Ron, der mit Harry gerade die Eingangstür hinein kam.
" Wieso sagst du uns nicht, dass du sie gefunden hast? Wir hätten ewig draußen suchen können!" bellte Ron Snape an.
" Weasley, wieso sollte ich ? " fragte Snape recht gelangweilt.
Hermine hingegen musterte Harry und Ron für´s Erste nur. Beide waren erwachsener und reifer geworden. Sie sahen eigentlich sehr gut aus. " Wirklich nicht schlecht!" dachte Hermine.
Harry hingegen nickte ihr nur zu. Er wusste nicht recht was er denken und tun sollte. Erst war sie so lange weg und jetzt steht sie nach Jahren wieder vor ihm. Ja, natürlich hatte er sie sehr vermisst, aber wieso ist sie gegangen? Was war der Grund? Seit gestern Nacht zerbrach es ihm den Kopf. Harry beobachtete Hermine immer noch. Sie wurde gerade von Ron stürmisch umarmt und er hörte wie Ron ihr ein " Ich habe dich vermisst, Mione!" zuflüsterte. Okay, flüstert ist untertrieben.
Wie hatte Hermine das vermisst? Wie hatte sie all dies vermisst? Leider hatte sie schon die ganze Zeit Harry´s misstrauischen Blicke gespürt. Ron schien es nicht zu bemerken. Seine Freude über Herminesdasein war, glaubte sie, doch größer. Langsam lösten sie sich voneinander und Hermine hatte jetzt schon leicht Tränen in den Augen.
"Nein, nicht weinen Mione. Also wirklich!" ärgerte sie Ron leicht. Hermine schaute ihn nur grinsend an und wandte sich Harry zu, der etwas abseits des ganzen stand. Sie schauten sich lange an und Harry konnte jetzt einfach nicht anders. Er ging auf sie zu und umarmte sie zärtlich und spürte die wohltuende Wärme, die von ihr ausging. Er hatte sie wirklich vermisst.
" Wieso hast du uns allein gelassen? " fragte er sie dann fast wie ein kleines trotziges Kleinkind. Hermine versteifte sich im Moment und sie löste sich schließlich dann von ihm.
" Gehen wir besser. Es ist eine lange Geschichte und ..."
" Endlich die Zeronomie beendet?" unterbrach sie Snape. Er schien recht gelangweilt von dem Ganzen hin und her zu sein.
" Wie du siehst!" antwortete Ron ärgerlich.
" Also gehen wir jetzt zu mir!" antwortete Harry und apparierte schon mal in sein Haus.
Hermine schaute die Verbleibenden an. Beide schauten sich recht angriffslustig und misstrauisch an und Hermine musste lachen. Sie beide hatten sich kein Stück gebessert. Ein Weasley und ein Snape in einem Raum, dass kann nur schwer gut gehen. Harry und sie hatten genug Erfahrung darüber.
" Wieso lachst du?" fragte Ron misstrauisch während Snape sie nicht minder misstrauisch anschaute.
" Nichts, gar nichts!" lachte Hermine.
" Apparieren wir endlich?" fragte Snape sichtlich noch gelangweilter.
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Ginny lief aufgeregt auf und ab, soviel ihr ihre Füße noch erlaubten.
" Schwanger, nie wieder!" dachte sich Ginny schon seit Tagen. " Zwei Kinder sind schließlich genug. Mädchen und Junge reichen doch!"
Plötzlich hörte sie ein lautes Plopp aus dem Wohnzimmer. So schnell sie ihre Füße noch tragen konnten, rannte oder dackelte sie die Treppe in den Salon hinunter.
" Wo sind sie?" fragte sie, ohne Harry auch zu Wort kommen zu lassen.
" Kommen gleich. Man Ginny, du musst dich schonen. Du solltst nicht rennen und...!"
" Halt die Luft an Harry!" bellte ihn Ginny an und setzte sich in einen, in der näheliegenden, Sessel. Nach nicht mal 10 Sekunden tauchten Ron, Snape und Hermine in drei lauten Plopps im Wohnzimmer von Potter Manor auf. Ginny war im selben Moment aufgesprungen und zu Hermine gestürmt. Das Weasley - Temperament halt.
" Ginny!" schrie Hermine nicht minder erfreut. Nach einigen Sekunden lösten sich beide und fingen schon ohne Punkt und Komma an zu reden.
" Du siehst toll aus, Mione! Und ..."
Und so vergingen die nächsten paar Stunden. Jeder erzählte aufgeregt von seinem Leben, Job und Liebesleben, wobei der arme Sevie anscheindend drohte mehrmals einzuschlafen. Schließlich beschloss er aber die Initative zu ergreifen und fragte, ohne Umschweife, deutlich.
"Hermine, wieso bist du gegangen?"
Im Moment verstummte alles. Es waren davor auch noch die anderen Weaselys und paar Freude der Ordens angekommen. Es war alles auf einmal muksmäuschen still. Hermine atmete einmal tief ein und aus und begann zu erzählen.
" Also ... es ist naja, schwierig!
Es fing alles so an, dass ich von Lupin in das Hauptquatier gerufen wurde. Er erzählte uns, ihr wisst es sicher, den Plan für den bevorstehenden großen Kampf. Nachdem ich dann meine Aufgabe erhalten hatte bin ich nach Hause um mich nochmal auszuruhen und auch fertig zu machen. Ich wollte bereit sein, wenn er mich ruft.
Ich wartete die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag, dass ich von Voldemord gerufen werde, so wie es geplant war und dann am Abend fing es an zu regnen und zu stürmen. Bald darauf spürte ich das Dunkele Mal auf meinem linken Unterarm schmerzen und apparierte natürlich sofort zum Friedhof in Little Hangleton, dem Treffpunkt. Es war alles so wie es sein sollte. Es waren alle Todesser da, außer Severus. Ich hörte dann dass er enttarnt wurde aber ihm zum Glück nichts passiert war. Voldemord fing an, an einigen seiner Anhänger zu zweifeln, sowie an mir. Ich sollte beweisen wie untergeben ich ihm bin. Er gab mir die Aufgabe. Ich sollte töten!"
Hermine stoppte kurz und fuhr dann doch schließlich im gleichen raschen Ton fort.
"Lucius und McNair brachten eine Frau herein. Ihr werdet mir jetzt vielleicht nicht glauben aber es warst du Ginny!"
Hermine ruhte einen Moment und blickte in die vedutzten Gesichter der anderen.
" Wie Ginny war... " fing Harry an aber Hermine unterbrach ihn.
" Sie war es nicht wirklich. Es war Dean Thomas, der den Imperiusfluch unterlag und dann durch einen alten, schwarzmagischen Zauber in Ginny verwandelt wurde! " sprudelte es alles aus Hermine herraus.
Snape nickte nur darauf.
" Ich kenne diesen Fluch und er funktioniert nicht ganz einfach aber egal sprich jetzt weiter! Es war anscheinend alles, strukturiert geplant!"
"Ich sollte Ginny, vor allen Augen der Todesser, töten. Ich wusste mir nicht zu helfen und hatte in der kurzen Zeit einen kleinen Plan entwickelt, wenn man das so bezeichnen könnte. Ich wollte kurze bevor ich Ginny töten würde mit ihr weg apparieren, was aber dann nicht funktioniert hatte. Lord Voldemord hatte ein gewissenes Schutzfeld herum errichtet, dass keinen Unerwünschten apparieren oder disapparieren ließ. Ich war geliefert. Voldemord hatte mir meine Zauberstab genommen und zerbrochen und setzte an mich zu töten. Aber genau in diesem Moment habt ihr angegriffen. In dieser Unaufmerksamkeit der Todesser bin ich dann geflüchtet in den Wald. Ich rannte und hatte vergass meine Todesserrobe abzusetzten, so wie es geplant war, was den Ordensmitglieder helfen sollte, uns auseinander halten zu können, da es stark regnete. Bald konnte ich nicht mehr und die Ruhe, die sich gelegt hatte, beunruhigte mich zutiefst. Ich hielt inne und versuchte wenigstens etwas erspähnen zu können, ich war hilflos. Ohne Zauberstab hatte ich keine Chance.
Ich wusste nicht wo ich war.
Plötzlich hörte ich von hinten ein Knacken und aus Reflex hab ich mir den nächsten Stein geschnappt und in in die Dunkelheit geworfen, dass durch einen unmöglichen Zufall, Lucius Malfoy, verletzte. Sofort schaffte ich es ihm den Zauberstab zuentnehmen und ich rannte wieder quer durch den Wald.
Durch dies bekam ich neue Hoffung. Nach einigen Stunden wurde die Ruhe noch unheimlicher. Ich fing an mich beobachtet zu fühlen. Ich fühlte mich nicht mehr alleine aber dies weckte meine Panik nur noch mehr. Und dann hörte ich wie jemand einen Fluch auf mich abfeuerte und ich ihm auswich und zugleich den Expeliarmuszauber abgefeuert habe"
" Aber da es nicht dein Zauberstab war, funktionierte er nicht ganz so wie er es sollte. Es verletzte viele Ordensmitglieder und du bist dann geflohen!" schlussfolgerte Snape matt.
Hermine schaute Snape teils dankbar teils verwundert an.
" Das warst du Mione?" fragte Harry. " Wir dachten es wäre Lucius Malfoy!"
" Ja ich war es Harry und ich weis nicht was ihr jetzt von mir denken werdet. Ich habe einen großen Fehler gemacht und der größte davon war, dass ich geflohen bin. Ich war feige und dumm. Jetzt wisst ihr wenigstens die Wahrheit!" damit stand Hermine ruckartig auf und apparierte in den Tropfenden Kessel.
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Es herrschte Stille im Wohnzimmer von Potter Manor. Keiner wagte es was zu sagen. Nach Minuten des Schweigens stand Snape schließlich als erster auf und verabscheidete sich kurz von allen.
" Wohin ist sie?" fragte Ginny nach einiger Zeit.
" Lass sie Ginny. Sie braucht jetzt Zeit. Es ist für Hermine nicht leicht, all dies !" riet ihr Arthur Weasley weise.
" Was sollen wir jetzt machen, häh?" fragte Ginny aufgebracht. " Sie wieder gehen lassen?"
" Ja, sie hat einen Fehler gemacht. Fehler macht jeder, aber wieso ist sie nicht zu uns gekommen? Wir sind ihre Freunde!" empörte sich Ron laut.
" Ron, hör zu ,dass werden wir sie noch fragen, aber nicht jetzt. Sie braucht Zeit, dass alles wieder zu verarbeiten und wir auch!" entgegnete Harry während er aufstand und nach oben gehen wollte.
" Ja aber..."
" Nichts aber Ron. Morgen. Nicht jetzt! " erwiderte Harry matt und verschwand.
Und ?
Reviewchen?
