So, hier bin ich wieder nach langer Zeit. Diesmal hat es wieder länger gedauert, doch ich hatte euch vorgewarnt. Doch jetzt steht meiner Schreiberrei wieder nichts im Wege. ( Mein Abschluss in der Tasche hab und jetzt genug Zeit hab)

Erstmal möchte ich meiner neue Betaleserin danken, die ihre Arbeit an diesem Kap super gut gemacht hatte. Ein fettes Danke an Dracy17. °°applaus ertön°°

So aber auch meinen lieben Reviewern... Danke an:

Cynestra: Ja, ich weiß es war sehr gemein von mir an so einer lieben Stelle aufzuhören, aber ich konnte nicht anderes. Doch denke ich, dass dir dafür dieses Kap umso mehr gefallen wird...

LunaNigra: So untypisch für einen Malfoy, aber sowas muss auch mal sein. ( Immerhin macht man sowas ja nicht alle Tage oder? °gg°)

dramine: So wieder zur Verfügung. Es geht weiter...

Valpuri: Das will ich doch hoffen. °°gg°°

Celina-Hp: Ich weiß, aber dafür ist diese Kap umso süßer...( zumindestens der Anfang)

dracy17: Ja Friede, Freude, Eierkuchen wird es hier nicht so schnell geben. Alles mit seiner Zeit...

sam: Gegen Bestechung hab ich nie was!! Aber Reviews tun es auch °gg°

laVampiresa: Ja, ein Malfoy muss auch wenigstens ein bisschen Romantik im Blut haben...

engelchen89: Jetzt hab ich ja einen Beta, da sollte das Lesen nicht mehr so große Schwierigkeiten machen. Danke für die konstruktive Kritik.

Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen.

glg aleks



20. True Love Part 2

Der blonde Malfoy-Erbe schaute ungeduldig in die braunen, warmen Augen seiner Angebeteten. Sein Herz stand ihm bis zum Hals, was ihm in seinem Leben noch nie zuvor passiert war. Noch nie hatte er die Gefühle so intensiv und stark gespürt wie jetzt. Noch nie hatte er jemanden so viel Liebe und Zuneigung entgegen gebracht. Noch nie hatte er so geliebt. Stets war ihm das Wort "Liebe" fremd gewesen; egal ob in der Familie, in einer Beziehung oder in einer Freundschaft, doch jetzt fing er an zu verstehen. Jetzt fing er an zu verstehen, was es bedeutet, jemanden zu lieben; wie stark dieses Gefühl ist, was über jede andere Empfindung, Zauberei hinaus geht. Sein Leben begann einen neuen Abschnitt. Einen fremden Abschnitt, der ihn prägen würde, der sein Leben prägen würde.

Wie in Zeitlupe bemerkte er, dass Hermine sanft nickte. Man konnte es kaum wahrnehmen, doch es entging Draco nicht. Er sog jede kleine Einzelheit von ihr in sich auf und verschloss es tief in seinem Herzen. Ihre warmen Augen strahlten voller Wärme und Liebe. Ein Funken von Angst war zu erkennen, doch dies stand Draco nicht minder in den Augen. Jede kleine Emotion konnte man an ihm jetzt erkennen. Er hatte seine kalte, ausdruckslose Fassade abgelegt für die Frau, die er liebte und er würde für sie alles tun.

" Ja, ich will ! ", kam es langsam zittrig über Hermines Lippen. Langsam und zaghaft nickte sie und Draco stand auf. Er stand direkt vor ihr und verzog sein Gesicht zu einem sanften Lächeln. Seine Hand wanderte automatisch zu ihrem Gesicht und strich ihr einige Haarsträhnen hinter das Ohr. Beide schienen gefangen zu sein vom Blick des jeweiligen anderen. Dracos Hand wanderte zu ihrem Nacken hinauf und zog sie langsam immer näher zu sich. Beide schlossen ihre Augen und sehnsüchtig vereinten sich ihre Lippen zu einem leidenschaftlichen Kuss.

In dieser Nacht vergaßen sie alles um sich herum; nur die beiden waren wichtig. So wie die Luft zum Atmen, so klammerten sie sich aneinander, wie, als würden sie alleine fallen; in einen tiefen Abgrund und qualvoll auf die schlimmste Art sterben.

Nur die Liebe, die sie füreinander empfanden, nur die Zuneigung, die sie einander zeigten, nur die Wärme und Geborgenheit, die ihre Körper ausstrahlten, umhüllten sie und gaben ihnen Kraft.

In dieser Nacht fielen keine Worte mehr, denn ihre Augen strahlten alles aus, was sie einander sagen wollten und ihre Berührungen waren so viel intensiver, liebevoller, zagvoller und sehnsüchtiger als die letzten Male.

Diese Nacht war der Beweis ihrer Liebe.

oOo

Severus Snape drückte sich in seinen schwarzen Mantel und ging schnellen Schrittes die einsame, kalte Straße entlang. Es war weit nach Mitternacht, als er in eine kleine Straße namens Spinners End einbog und auf ein unbewohnt aussehendes Haus zuschritt. Einige Dachziegel lagen von dem letzten Unwetter noch auf der Treppe und zwei Holzlatten waren von den Fenstern heruntergefallen. Kurzerhand beseitigte er dies schnell mit einem Handwink und schritt zügig in das Haus hinein.

Von innen sah das Haus jedoch sehr bewohnt aus. Kein Staub, keine Spinnenweben...es war alles sorgfältig geputzt und sauber und hinterließ deshalb einen angenehmen Eindruck auf ihn. Severus ließ seinen Mantel von sich gleiten, welcher von einem kleinen Hauself aufgefangen wurde. Im nächsten Moment entzündete sich im Kamin ein kleines Feuer und der Hauself setzte zum Reden an. "Ma...Mas...Master Snape, sie sind wieder zurück gekehrt.!".

" Ja.. bring mir was zu trinken! Du weißt, was ich gerne trinke und dann...verschwinde aus meinem Blickfeld.!", antwortete er harsch. " Ja..Sir...", erwiderte der kleine Hauself enttäuscht und verließ den Raum mit einer Verbeugung.

Snape schaute sich um. Der Hauself hatte seine Arbeit wirklich gut gemacht. Nicht schlecht. Es war alles beim Alten geblieben. Doch schnell beschloss Severus sich hinzulegen. Seine Füße schmerzten von diesem anstrengenden Tag und außerdem war er ja auch nicht mehr der Jüngste, das wusste er. Zaghaft streckte er sich und legte sich auf die kleine schwarze Ledercouch. Die Hände hinter dem Kopf kreuzend, dachte er über den heutigen Tag nach.

Der schwarzhaarige Mann schloss seine Augen und versuchte die vor kurzem aufgenommenen Informationen zu verarbeiten. Irgendwie war es eigenartig. Er konnte dem Entschluss des Ordens nicht folgen. Nicht, dass es das erste Mal war! Oft hatte er in der Vergangenheit die Ansichten und Vorschläge des Phönixordens nicht für ideal gehalten. Doch immer hatte er sich irgendwie schon damit zufrieden geben können. Jedoch war es diesmal anders. War es vielleicht die Tatsache, dass es hier um zwei Menschen ging, die er mehr als nur gut kannte? Nein, er glaubte es nicht. Damals war das auch nie ausschlaggebend gewesen.

Draco Malfoy sollte der Anklage schuldig sein, Ginny Potter, Blaise Zabini und Hermine Granger entführt zu haben, sowie in ihrem Handeln beeinflusst zu haben!

So drückte es Mad Eye Moody aus, der jetzige Vorsitzende des Phönixordens. Seit geraumer Zeit waren Ginny Potter, Blaise Zabini und Hermine Granger sowie Draco Malfoy verschwunden. Immer einer nach dem anderen, wobei die ersten drei genannten jeweils einen Brief zurück ließen mit einem roten Lederhandschuh. Der Orden des Phönix tippte auf die Tatsache, dass Draco Malfoy Ginny Potter entführt habe, um sich Blaise Zabini gefügig zu machen. Bei Hermine Granger jedoch tippten sie eher darauf, dass Draco Malfoy sie sich durch seinen Charme und sein Charisma gefügig gemacht hatte. (Seit dem Zeitungsartikel von Rita Kimmkorn waren einige Mitglieder der Zauberergesellschaft sehr hellhörig geworden. Besonders die Tatsache, dass sie Nachbarn waren und des Öfteren zusammen gesichtet wurden, machte es nicht besser.)

Angeblich benötigte Draco einige gute Zauberer, um seinen Vater beistehen zu können. Oder einfach besser gesagt: Um Lucius helfen zu können, eine neue Armee aufzubauen, denn jeder wusste von Lucius geliebten Todesserleben und seinem machtgierigen Idealismus. Dem Idealismus, dem auch Voldemort verfallen war.

Der Phönixorden hatte Angst. Angst vor einer neuen Bedrohung. Jahrelang war sie Bestandteil der Zaubererwelt gewesen. Gerade hatte sich alles so schön beruhigt. Genau 13 Jahre waren nun vergangen, seitdem Voldemort geschlagen wurde. Und dies war genau die Zeitspanne, die damals verlief, bis Voldemort wieder bei Kräften war und wieder auftauchte, nachdem ihn Baby Harry durch den Zauber seiner Mutter geschlagen hatte. Genau 13 Jahre später zeigte sich Voldemort beim Finale des Trimagischen Turniers wieder. Würde Voldemort jetzt wieder auftauchen? Wieder 13 Jahre nach seinem Niedergang?

Natürlich hatte ihn Harry getötet, doch sein Leichnam wurde nie gefunden. In der Nacht, als er starb, verpuffte auch der Körper vom dunklen Lord. Viele konnten damals nicht daran glauben. Andere wiederum meinten, Voldemort sei wieder verschwunden. Nur wenige erlebten damals den Tod des mächtigsten Schwarzmagiers. Und nun trat wieder die Angst in den Zaubererreihen auf. Angst, dass Voldemort durch seinen Gehilfen, Lucius Malfoy, wieder eine Armee aufbauen könnte. Diesmal jedoch genauestens bedacht. Nicht vielen war unbekannt, dass Hermine Granger eine der intelligentsten Hexen der englischen Zauberergesellschaft war, mit dem besten Abschluss auf Hogwarts seit langem. Genauso war weder Ginny Potter noch Blaise Zabini dumm oder unerfahren. Sie hatten sehr viel im letzten Krieg getan und sich engagiert.

Einige Mitglieder des Ordens hatten Angst, dass damit ein erster Baustein der neuen Todesserarmee gelegt sein würde. Obwohl sich Draco in letzter Zeit einen ansehbaren Status angeeignet hatte, trauten ihm trotzdem noch nicht viele. "Den Malfoys ist einfach nicht zu vertrauen", so tat es Arthur Weasley ab und viele stimmten mit ein.

Natürlich hatte Snape einen Einwand eingebracht, doch glaubten ihm nur wenige. Er war ja vielen nicht sehr vertrauenswürdig, obwohl er so viel für den Orden getan hatte. "Er hat ja nur jahrelang sein Leben auf ´s Spiel gesetzt und nun bekommt er das, was er verdient hat.", dachte Severus sarkastisch. Nur wenige hatten ihm geglaubt, dass Draco sich verändert habe.

Draco Malfoy war keine Marionette seines Vaters mehr. Er verabscheute ihn zutiefst, genauso wie die Todesser. Damals hatte er keine Chance gehabt, sich zu wehren, doch jetzt war er erwachsen. Er würde nicht in seine alten Muster verfallen. Nein, dass war einfach zu irrational. Genauso wie die Theorie, er habe seinen besten Freund, deren Geliebte und seine Freundin, wenn Snape Hermine jetzt so an der Seite Dracos bezeichnen konnte, entführt, um sie zu manipulieren! Es war zum Haareraufen!

Plötzlich öffnete Severus seine Augen. "Das war unmöglich!", schoss es ihm durch den Kopf. Wie, als schien ihm plötzlich ein Licht aufzugehen, stand er auf. Er fuhr sich durch die Haare. Dies hatte er natürlich nicht bedacht, aber es war eine Möglichkeit.

Es schien doch Licht in dieser ganzen Dunkelheit zu geben.

Der rote Lederhandschuh...der erste Anhaltspunkt.


Ja das letzte Rätsel in diese FF...Aber bald kommt das nächste Kap...

Trotzdem vielleicht ein Reviewchen gefällig??

lg aleks