Hey Guys!

Hier bin ich wieder mit einen extra großem Kapitel für euch mit dem ich mich auch revangieren will, da ihr immer so lange auf meine Kaps warten musstet in letzter Zeit. Leider müsst ihr das Kap auch als Entschädigung sehen, da ich jetzt vier Wochen im Urlaub bin und somit kein Internet habe, aber fleißig weiter schrieben werde und zuversichtlich bin, dass ich Nachbarnliebe bald fertig schreiben werde. Wegen dem Zeitdruck ist dieses Kap aber nicht gebetat und ich bitte euch dieses Mal die Fehler zu übersehen. Nächstes Mal ist alles wieder gebetat!!!

Lieben Dank an meine Reviewer:

engelchen89: Dankeschöööööööööööööööönnnnnnn...ich hoffe, dass Kap gefällt dir auch!

LunaNigra: Naja, jetzt sind es schon mal zwei!

Valpuri: Naja, deshalb wird diese Kap mehr Drama sein. Aber muss so sein. So einfach mach ich es den beiden nicht!

Diese Kapitel ist wieder mal etwas anders als ihr euch das sicher vorgestellt habt. Aber das muss leider so sein. So einfach haben es Hermine und Draco doch nicht!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass ihr mir schön reviewt, währendessen ich im Urlaub bin. Es bedeutet mir sehr viel...ich bitte euch, auch die Schwarzleser!

glg aleks



31. Anfang vom Ende?

Snape war sofort aufgesprungen und überquerte schnellen Schrittes das kleine Wohnzimmer hinüber zu seinem Bucherregal. In seinem Kopf ratterte es nur langsam, da es anscheinend einige Jahre her war, seitwann er etwas über diesen vermeintlichen roten Lederhandschuh als Symbol der Wiedererkennung gehört hatte.Müde fuhr er sich durch die schwarzen Haare und setzte an, einige Bücher nach dem Ergebnis zu durchwühlen. Der dunkelhaarige Mann griff nach dem ersten Buch und blätterte Stück für Stück die Seiten durch. Das schien noch eine lange Nacht zu werden, doch er müsste einen Hinweise auf dieses eigenaritge Verschwinden finden.

Die Zeit verging schnell und das helle Vollmondlicht fiel immer mehr in das kleine, schlechtbeleuchtete Wohnzimmer. Die ruhige Nacht legte sich wie ein Schutzfilm über die Landschaft und nur das Grillen der Springschrecken war zu vernehmen. Langsam blätterte der ältere Mann in den Bücher umher, als er plötzlich ein leises Plopp hörte. Es war unverkennbar jemand gerade appariert und das war in diesen Vorort sehr eigenartig. Außer ihm selbt gab es keine weitere magischen Menschen hier in der Nähe, da war sich Snape nach all den Jahren mehr als sicher gewesen.

Er legte das Buch zur Seite und stand langsam auf. Nochmal horchte er leise in die Nacht hinein, konnte jedoch nichts mehr hören. Hatte er sich das vielleicht nur eingebildet ? Langsam kam er ja in seine Jahre, jedoch hatte ihn sein Gehör nie getäuscht gehabt. Gerade als er es als eine Einbildung abtun wollte, klopfte es an der Tür.

" Master Snape, jemand klopft an der Tür!", ertönte sofort das Quietschen des Hauselfen. Snape ignorierte es gekonnt und spazierte, den Zauberstab in der Hand haltend, zur Tür. Er hasste unangemeldete Besuche, und genauso hasste er, wenn ihn jemand in seiner Arbeit störte!

Langsam öffnete er die Tür und, wäre er nicht Severus Snape, wäre ihm jetzt die Kinnlade heruntergefallen. Ronald Weasley stand vor seiner Tür und schaute ihn missmutig an.

" Snape, lassen Sie mich rein!", erwiderte der Rotschopf leise. " Es handelt vom heutigen Abend...ich muss was mit Ihnen besprechen!".

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Das sanfte regelmäßige Atmen von Hermine signalisierte ihm, dass sie in einen tiefen Schlaf gefallen war. Er drückte ihren warmen, zierlichen Körper sanft an den seinen und fuhr gedankenverloren mit seinen Zeigefinger über ihren Handrücken. Er nahm liebevoll ihre Hand in die seine und beobachtete sie. Sie hatte eine wunderschöne Hand, genauso wunderschön wie ihr perfekter Körper. Diese Nacht würde er wohl nie in seinem Leben vergessen können. Noch nie hatte er jemanden so intensiv geliebt oder wurde von jemanden so wunderschön geliebt. Es war einfach unbeschreibbar gewesen.

Er wunderte sich, was diese Frau alles mit ihm anstellen konnte. Nie in seinem Leben hatte er jemanden wirklich lieben können; das Gefühl war ihm so fremd gewesen, sodass er dachte es sei eher eine kleine Spinnerei von verweichlichten Vorpubertären. Sein Leben war immer mehr geprägt gewesen von Angst, Mut, Treue und Trauer; die er von seinen Eltern schon in den frühen Jahren erlernt hatte. Der Krieg trug nur ein kleinen Teil dazu, doch Hogwarts hatte noch ein bisschen von seiner Jugend bewahren können. Auch wenn er es damals nie zugegeben hätte...er hatte Hogwarts genauso geliebt wie alle anderen Schüler und freute sich immer wieder aufs Neue wenn ein neues Schuljahr beginnen würde. Oft hatte er sogar die Tage gezählt bis zur Abreise nach Hogwarts.

Dort hatte er einen Teil seiner Jugend unbeschwert und lustig verbringen können, auch wenn dies besonders im Hause Slytherin schwer gewesen war. Jeder hatte ihn mehr oder weniger als den Slytherinprinzen angesehen, der das Haus Slytherin repräsentieren sollte. Auch im Quidditch, was aber öfter, dank Potter, misslang. Trotzdem hätte er nach dem Ganzen nie geglaubt jemanden zu finden, der sein Herz und seine Gefühle so in Trab bringen würde; das seine Gefühle regelrecht aus der Bahn warf.

Der Heiratsantrag war so schnell gegangen; Draco glaubte es immer noch kaum. Er hatte eigentlich nie einen Gedanken daran verschwendet sie zu heiraten; ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch war es in diesem Moment wie von selber gekommen. Sein Mund hatte sich selbstständig gemacht, oder besser gesagt sein Körper. Sein Verstand hatte sich irgendwie, wie von selbst, ausgeschaltet und sein Herz hatte die Situation gesteuert. Irgendwie irrational.. so abstrakt.

Und das diese wunderschöne Frau auch noch so einen wie Draco heiraten möchte ist noch unwirklicher. Jahrelange hatte er sie geärgert, gehänselt, ihr die Hölle nahe gebracht und nun will sie seine Frau werden. Sie stellte sich eine Zukunft mit ihm, dem Ex-Todesser, Slytherin und Malfoy-Erben vor. Mit einen Kind...mit einer Familie. Und er, Draco Malfoy, lag mit ihr hier im Bett, währendessen er sie alle in solche Schwierigkeiten gebracht hatte. Seelenruhig lag er festumschlungen da! Es traf ihn irgendwie wie ein Schlag und er beschloss aufzustehen. Zwar war es immer noch tiefe Nacht, doch er musste nachdenken; einen Weg hieraus finden, wenigstens für Hermine, Ginny und Blaise!

Liebevoll legte er ihre Hand auf das Bett und schob sie sanft von seinem Körper hinunter. Als er bemerkte, dass sie noch schlief, schlug er die Decke über das Bett und stand auf. Galant zog er sich an und verschwand dann mit einem letzten Blick auf Hermine aus dem Zimmer.

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Das helle Mondlicht fiel langsam immer größerwerdend in den großen, kühlen Raum und erhellte ihn zunehmens. Eine große Gestalt schüttelte seinen Whiskey ruhig hin und her, was ihn langsam beruhigte, und nahm langsam Platz auf dem großen grünen Ledersessel. Mit einem Zauberstabschwung erhellte sich das Zimmer durch das Feuer, welches jetzt im Kamin aufflackte. Sein Blick fiel wie gebannt in die Feuerflacken und ab und an nahm er einen kleinen Schluck seinens Whiskeys zu sich.

Die Ironie des Lebens hatte er schon lange entdeckt gehabt, doch jetzt spürte er sie sehr stark. Sein Plan war aufgegangen, wenn zwar noch nicht ganz, aber der größte und schwierigste Part war erledigt. Jedoch hielt sich seine Freude in Grenzen. Eine nur allzubekannte Unzufriedenheit spiegelte seine Seele dar und es schien sich wieder in Wut zu verwandeln. Am liebsten hätte er jetzt dieses Whiskeyglas ins Feuer geschleudert, diesen Schreibtisch zu Kleinholz verarbeitetet und einen Wutschrei nach dem anderen durch das große Anwesen klingen lassen. Doch würde es ihm nichts bringen. Er hatte indem schon jahrelang Erfahrung und wusste langsam nicht weiter.

Seit er auf dieser verdammten, grausamen Welt war, hatte er sich nie glücklich oder zufrieden gefühlt. Sein Gefühlsreichtum war immer nur auf Treue, Trauer, Gleichgültigkeit, Angst, Wut und Zorn gerichtet. Nie hatte er ein schönes, normales, unbeschwertes Leben haben können; weder als Kind, später als Jugendlicher genauso wenig, noch als Mann. Und er hatte immer gedacht er hätte sich damit abgefunden, es akzeptiert...doch dem war nicht so. Besonders jetzt schien ihn dieses Gefühl der Unzufriedenheit, der Traurigkeit und Einsamkeit zu überfallen.

Der blondhaarige Hausherr hatte gedacht, er würde durch die Erfüllung des Plan glücklicher werden; immerhin sah er seinen Sohn und dessen zukünftige Frau wieder. Bald würde er auch sein Enkelkind in den Händen halten können. Jedoch hatte er eins nicht bedacht.

Diese Leute hassten ihn. Diese Leute hatten ihn schon immer gehasst. Genauso wie alle andere Leute auf dieser Welt.

Und das schlimmste würde sein:

Sie würde ihn immer noch weiter hassen; ihn verabscheuen; ihn meiden.

Genauso wie alle anderen Leute dieser Welt. Und sah er da etwa einen Sinn oder Perspektive fürs Leben?

Wütend schleuderte er das nun leere Whiskeyglas in das Feuer, welches zischend größer aufflackte.

Er hasste sein Leben...er hasste sich selbst!

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Die Tür öffnete sich mit einen leisen Knarzen und der schwarzhaarige, großgewachsene Mann packte Ron unsanft an der Schulter und schleifte ihn im nächsten Moment in das Haus.

" Spinnen Sie, Weasley ? Noch lauter und selbst die Muggel werden was mitkriegen!". Snape schaute ihn mit glühenden Augen an. " Ich wusste schon immer Sie taugen nichts!".

" Ich werde wohl meine Meinung über Sie mir jetzt verkneifen, denn es gibt momentan wichtigeres als sich mit Ihnen zu streiten, was ich sowieso nie gerne tue, Professor. Es geht wie gesagt um den heutigen Abend und denken sie ja nicht, ich sei erpicht auf ihre Gesellschaft oder auf ihren Sitz in irgendeiner Art und Weise!", antwortete Ron und schaute sich leicht in dem Haus um.

Snape drehte sich auf der Stelle um und trat zurück ins Wohnzimmer. Ron folgte ihm.

" Um was geht es nun, Weasley? Ich hoffe für Sie, es ist was wichtiges!". Snape hatte sich währendessen hingesetzt und blätterte weiter in seinen Büchern umher. Halbhörig lauschte er.

" Ich glaube ihnen, Snape!"

Ron hatte sich währendessen auf das Sofa niedergelassen und schaute ihn entschlossen an. " Was glauben sie mir?", fragte Snape unschlüssig und blickte über das Buch hinweg zu dem Rotschopf.

" Wenn Sie mir besser zuhören würden, würde ich es Ihnen auch gerne erläutern!".

Der Professor blätterte kurz noch einige Seiten durch, ehe er sich galant an seinem Stuhl zurück lehnte und Ron interessiert beobachtete. " Nun!".

" Es handelt um die heutige Verhandlung, wie schon gesagt. Ich glaube Ihnen, dass Malfoy Ginny, Zabini und Hermine nicht entführt haben kann. Er ist unschuldig...und wir müssen wissen, was da wirklich dahinter steckt!", erzählte der Rotschopf schleunigst und beugte sich weiter nach vorne. Interessiert musterte er Snape und bemerkte seinen skeptischen Blick.

" Wieso schweigen sie jetzt? Ober glauben sie mir nicht?", fragte Ron nach.

" In der Tat. Ich glaube Ihnen nicht. Es ist sehr ungewöhnlich ausgerechnet von Ihnen zu hören, dass sie mir, Severus Snape, glauben und dazu noch behaupten Draco sei unschuldig. Also Weasley..dazu benötigen Sie mehr Überzeugungskraft!", antwortete Snape und stand auf. Er ging hinüber zu einen kleinen Barschrank und holte zwei Gläser sowie einen Tennesse Whiskey heraus. Ohne zu fragen schüttete er seinen Gast ein Glas ein und reichte es ihm.

" Wissen Sie Snape...", begann Ron und nahm den Whiskey in die Hand, "...man soll Berufliches immer von Privaten trennen, und das tue ich gerade. Es hat absolut nichts mit meiner Sympathie, oder soll ich eher Antipathie, gegenüber Ihnen und dem Slytherinprinzen zu tun. Ich will nur endlich wissen, was hier gespielt wird.Immerhin wird da meine Schwester sowie meine beste Freundin vermisst! Da ist Sorge nun mal angebracht oder kennen Sie nicht mal das Wort?", endete Ron sarkastisch.

Severus konnte sich ein leises zynisches Lachen nicht verkneifen und nahm langsam einen Schluck Whiskey. " Weasley, wer hätte das gedacht? Wer hätte gedacht, dass Sie doch gar nicht so dumm sind, wie ich immer gedacht habe!".

" Tjah, was man nicht alles an einem Tag herausfindet? Nicht, Professor?".

" Nun gut. Ich denke es wäre nicht angebracht jetzt in eine unendliche Diskussion mit Ihnen einzugehen, sondern sich besser nützlich zu machen!". Es herrschte einen Moment lang Stille, ehe Snape fortfuhr. " Sie glauben mir...schön. Doch was hilft uns das weiter? Können Sie mir irgendwie helfen? Oder ist das vielleicht eine üble Falle des Ordens um mich auszuspionieren. Moody hatte es ja schließlich immer auf mich abgesehen gehabt!".

" Wie gesagt, ich bin nicht hier um mit Ihnen zu diskutieren, oder ihnen meine Loyalität vorzugaukeln. Entweder Sie glauben mir, oder Sie lassen es. Ich kann auch alleine weitermachen; doch vergessen Sie nicht: Zu Zweit ist man in der Regel immer stärker als alleine. Auch wenn Sie es als Einzelgänger immer bevorzugen!", antwortete der Weasley-Erbe und lehnte sich wieder zurück in die Couch. Er konnte nur noch hoffen, dass er Snape überredet hatte; denn...er brauchte Snape wirklich; auch wenn er es ungern zugeben würde.

Hingegen nickte Snape nun kaum merklich und dachte einen Augenblick kurz nach. Weasley hatte Recht. Alleine würde er es schwer haben, dahinter zu kommen wer dafür verantwortlich ist. Jedoch wusste Weasley vielleicht doch mehr. In letzter Zeit hatte er ihn immer öfter unterschätzt und musste zugeben, dass Ron sich definitiv weiter entwickelt hatte. Auch wenn er dies in seinem Leben nie geglaubt hätte!

" Gut, Weasley. Wir arbeiten zusammen...Aber unter einer Bedingung. Das alles bleibt geheim. Es bleibt unter uns. Zu keinen einen Mucks, haben wir uns da verstanden?". Snape hatte eine Augenbraue hochgezogen und schaute ihn durchdringlich an. " In Ordnung. Es bleibt alles unter uns, doch bestehe ich auch auf eine Bedingung!".

" Die wäre?", erwiderte Snape gelangweilt. " Wir arbeiten ernsthaft zusammen und nicht gegeneinander. Ich verlange von Ihnen so behandelt zu werden, wie Sie es von mir werden. Keine Diskussionen, kein Streit, haben wir uns da verstanden? Und glauben Sie nicht, dass mir das nicht schwer fällt!".

Snape nickte und wieder konnte er nur bemerken, dass der junge Weasley herangereift war. Erstaundlich, erstaunlich!

" Das ist alles? Dann lass uns beginnen!", sagte Ron dann und stand auf.

Snape schaute den jungen, vor Energie sprotzenden Mann an. " Und wie beginnen?", entgegnete Snape und blieb sitzen. " Hast du eine gute Idee?? Informationen??". Es klang mehr ungeduldig und genervt doch überspielte es Ron. " Ich denke es ist erstmal wichtig Information zu sammeln. Wir müssen wichtige Anhaltspunkte finden und ich habe da schon eine Idee!".

Snape schaute ihn interssiert an und wartete. " Nun??", fragte er ungeduldig nach.

" Wo soll man in der Regel immer zuerst anfangen zu suchen? Dort wo man die letzte Spur gefunden hat, und diese war in Dracos Wohnung!", erwiderte Ron nun hellwach. " Wir müssen in Malfoys Wohnung nach Hinweisen suchen. Vielleicht finden wir da was!".

Diese Überlegnung war überhaupt nicht schlecht, musste Snape zugeben, doch gab es da nur ein Problem. " Wie kommen wir da rein ? Die Auroren haben die Wohnung doch sozusagen beschlagnahmt. Ich glaube wohl kaum, dass Sie uns da kurzerhand reinlassen werden, oder ?".

Ron lächelte. " Ich weiß ja nicht, Snape. Verdrängen Sie es immer wieder, oder vergessen Sie es einfach nur? Ich bin der erste Untersektretär der Aurorenzentrale. Mir unterliegt auch eine gewisse Macht. Und denken Sie wirklich ich hätte die Macht nicht, da hinein zu gelangen? Zwar wird Moody nicht sehr begeistert sein, doch bis der etwas davon erfährt, sind wir schon längst weg!", grinste Ron und richtete sich langsam auf. " Und da jetzt sowieso bald Schicht ist, haben wir noch leichteres Spiel. Also kommen Sie, Snape!".

Der dunkelhaarige Mann schaute den Weasley-Erben einfach nur fassunglos an.

Er unterschätzte den jungen Mann einfach zu sehr.

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Langsam öffnete Hermine ihre Augen und schaute sich um. Starke Regentropfen donnerten gegen die Fensterscheiben und ein Gewitter schien sich über Malfoy Manor aufzumachen. Vorsichtig reckte sich die junge Frau ehe sie sich verwundert im Raum umschaute. " Wo war Draco bloß ?", war ihr erster Gedanke. Bald jedoch tat sie sein Verschwinden damit ab, dass er wahrscheinlich im Bad oder sich irgendwo im Haus befand.

Sie schlug die Decke über das Bett und stand auf. Schnell schnappte sie sich den Morgenmantel, der an Komode hang und trottete ins Bad. Die morgendliche Übelkeit war heute morgen nicht mehr so schlimm, wie in den letzten Tagen und so schien Hermines Laune gar nicht mal so schlecht zu beginnen. Jedoch hatte sie ein komisches Gefühl in der Brust. Gerne wäre sie mit Draco aufgewacht, und sie konnte es nicht leugnen, dass sein Verschwinden sie irgendwie traurig stimmte.

Sie selbst konnte es immernoch kaum glauben, dass sie jetzt mit ihm verlobt war. Der gestrige Abend war so schön gewesen und die darauffolgende Nacht, sodass sie diesen Moment wohl nie in ihrem Leben vergessen würde. Es wirkte wie ein Traum..und irgendwie beschlich sie die Angst, dass sie wahrscheinlich wirklich nur geträumt hatte und er sie wahrscheinlich eh nur heiraten würde, weil sein Vater das von ihm verlangte, was ihr immer noch ziemlich schleierhaft war.

Ja, gut. Sie trug Lucius Malfoys Enkelkind in sich, aber sie war ein " Schlammblut", eine Muggelgeborene. Wie konnte sich Lucius Malfoy so einen Patzer in seinem Familienstammbaum bloß erlauben? Ein "Schlammblut" inmitten von ganzen Reinblüter. Sie verschmutzte doch die ehrenhafte Blutslinie!

Doch dies würde Hermine noch herausfinden, dass schwor sie sich. Sie würde nicht einfach " Amen" zu dem sagen, was Lucius mit ihnen vor hatte. Es war ihr Kind, und sie war sie selbst. Dazu noch eine der besten Auroren Englands und sie würde hier einen Weg heraufinden. Doch musste sie sich erstmal besser über alles informieren und vorallem über die Situation hier. Was hatte Lucius wirklich vor?

Währendessen hatte sich Hermine schon angezogen und fertig gemacht. Immernoch in Gedanken vertieft blickte sie ein letztes Mal in den Spiegel ehe sie das Zimmer verließ. Mit galanten Schritten bewegte sie sich hinunter zum Salon, wo sie schon auf einen Hauself traf, der anscheinend auf sie wartete.

" Miss Granger, darf Tipsie sie bitten zum Frühstück zu kommen. Es ist im Esszimmer schon angerichtet!". Hermine nickte und folgte dem kleinen Wesen schnell. Eine große Flügeltür öffnete sich und vor ihr tat sich ein langer breiter Raum auf. Die Wände waren mit Porträts geschmückt und der Raum beinhaltete nur einen großen langen Tisch. An dem Tisch war für 5 Personen gedeckt, wobei sie zu ihrer Überraschung Draco alleine hier sitzen sah. Er laß gerade den Tagespropheten und schien sehr in Gedanken versunken zu sein.

Hermine schritt leise hinein und ging auf ihn zu und wollte sich neben ihn setzten. Gerade als sie fast bei ihm angekommen war, entfiel ihm ein Wutschrei. " Diese Banausen!", schrie er und schmieß die Zeitung vor sich auf den Tisch. " Wie können sie es wagen? Ich wusste schon immer, dass die nichts taugen!".

Erschreckt von seinem Wutausbruch war sie erstmal stehen geblieben und beruhigte sich jedoch schnell wieder. Die letzten paar Schritte ging sie auf ihn zu, ehe sie sanft ihre Hände auf seinen Schulter legte und beruhigt flüsterte. " Was ist den los?".

Draco fuhr herum und schaute sie erschreckt an. " Musst du dich so anschleichen?", schrie er ihr ins Gesicht, was Hermine erstaunt schauen ließ. " Ähm..Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken, aber was ist denn mit dir los? Wieso maulst du mich so sehr an?", fragte sie nun mitterweile ziemlich angesäuert.

Doch Draco wartete einen Moment lang bis er antwortete. Er hatte gerade eben hinter der Flügeltür seinen Vater sehen können. Kurz holte er Luft ehe er ansetzte. " Soll ich dich etwa nur weil du ein Balg von mir in deinen Bauch trägt auf Händen tragen? Was denkst du denn wer du bist, Schlammblut?", zischte Draco hingegen und nahm wieder die Zeitung an sich.

" Wegen dir geht gerade mein gesellschaftlicher Status zu nichte und wehe dir es wird kein Junge!", damit erhob sich Draco und schritt an einer fassungslosen Hermien entlang.

Lucius Malfoy stand an der Tür und hatte das ganze Theater mitangeschaut. Was war nur mit seinem Sohn los? Hatte er sich doch getäuscht und seine Erziehung war an Draco doch nicht sinnlos verloren gegangen?

Mit einen unschlussigen Gefühl im Magen disapperierte Malfoy-Senior aus dem großen Salon.

Draco ging schnelles Schrittes hinaus auf das Anwesen und suchte sich eine ruhige Stelle, wo er ungestört sein würde. Der Regen hatte mittlerweile leicht nachgelassen und benetzte erfrischend Dracos Gesicht und Körper. Als er an den Rosengarten ankam, bewegte er sich Richtung Wald und setzte sich dann auf eine Bank, die davor gestellt war.

Es war ihm gerade mehr als schwer gefallen, doch er hatte es tun müssen. Die ganze Nacht hatte er kein Auge zu gedrückt und versucht auswegslos nach einem Weg, nach einer Möglichkeit zu suchen und war nur auf eine Idee gekommen. Er musste Lucius weis machen, dass Hermine ihm nichts bedeutete, genauso wenig das Kind.

Sein Theorie beschränkte sich darauf, dass Lucius, dies alles aus Berechnung tat. Er wollte sich an Draco rächen, dass er ihn, seinen " Vater", so jämmerlich hatte sitzen lassen. Draco war damals auf die andere Seite gewechselt und das war Grund genug. Er hatte Schande auf seine ah so tolle Familie gebracht und Lucius wollte sich rächen. Und wie rächt man sich am besten?

Indem man dem anderen weh tut!

Und wie tut man jemanden weh?

Indem man ihm das wichtigste nimmt oder es zerstört.

Und Draco war mehr als klar, dass Lucius Malfoy Hermine brechen wollte. Er wollte sie seelisch vor Dracos Augen brechen und damit war er auch gebrochen und für immer im Leben verloren. Und dies würde Lucius schaffen, wenn er sein Kind nach seinen Maßnahmen erziehen würde. Jedoch würde Draco es wohl kaum sich erlauben lassen können, doch er hatte keine Wahl.

Lucius war im Vorteil, egal wie er es sah. Er hatte an alles gedacht, genau wie es ihm üblich sah und so war Dracos Taktik erstmal... Lucius glauben zu lassen, dass Hermine ihm nicht wichtig ist, das Kind ihm egal ist, Blaise und Ginny ihm sowieso nichts bedeuteten als Freunde und Draco ein kaltblütiges Arschloch ist, wie Lucius es immer wollte.

Somit könnte er sie als einzigstes retten. Er brauchte das Vertrauen und die Gnade seinen Vaters. Und die muss er sich jetzt nun aneigenen; auch wenns weh tat. Dabei dachte Draco nicht minder an Hermine. Es hatte ihn alle Kraft gekostet sie so anzufauchen und so stehen zu lassen. Sie hatte das nicht verdient. So ein wunderschönes Wesen wie Hermine hatte es nicht verdient, so behandelt zu werden.

Doch konnte Draco nicht anderes. Er musste sie irgendwie beschützen und das war der einzigste Weg sie nicht in das Verderben zu stürzten!

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Der Regen war wieder stärker geworden als Hermine aus dem Fenster geschaut hatte. Es war schon wieder fast Abend geworden und Hermine verspürte ein leichtes Hungergefühl. Bald wandte sie sich dem Fenster ab und ging ins Bad um sich fertig zu machen. Die Tränenspuren waren mittlerweile gekonnt von ihrem Gesicht gewichen, da sie sich den Zauberspruch des Hauselfen gemerkt hatte. Jedoch hatte Hermine am liebsten wieder angefangen zu weinen.

Was war das denn hier für ein blödes Spiel? Das konnten sie doch nicht mit ihr machen; dass konnte doch nicht " er " mit ihr machen! An dem einen Tag denkt Hermine er hasst sie, an dem anderen Tag erfährt sie, dass er sich doch liebt und heiraten will, und dann schmeißt er alles wieder hin. Wieso hat er sie nur so fies angefaucht? Was war nur mit ihm los?

Sie dachte doch, er liebte sie, und wieso tat er dann das? Oder hatte sie sich einfach zu viel hinein interpretiert? Immerhin er war ein Malfoy! Hatte sie wirklich geglaubt er ändere sich so schnell? Und dann noch für sie, ein "Schlammblut"?

Hermine spürte die Tränen aufkommen und wäre am liebsten wieder auf die Knie gesunken und hätte herzzerreißend geweint, doch sie konnte nicht. Der Hauselfe hatte ihr danach einige Informationen mitgegeben, wie ihr Alltag ab nun an auszusehen hatte, und an was sie sich zu halten hatte. Und einer der Vorschriften ist, dass man zum Abendessen, welches immer um halb 8 stattfindet, erschien, und zwar in Abendgardarobe.

Und das würde Hermine tun. Sie spürte nicht die Kraft momentan sich zu wehren und irgendwie spürte sie auch wenig Kraft in sich. Als würde ihr die Schwangerschaft nicht genug zu schaffen machen, kam auch noch der andere psychische Stress hinzu. Sie fühlte sich ausgelaugt und müde, und deshalb hatte sie auch beschlossen fürs erste ihr Leben einfach treiben zu lassen. Was sollte sie großartig tun?

Die große Liebe, ja ihre große Liebe, schien sie nicht zu lieben. Nein. Er benutzte sie nur, und die Frage war nur noch, wie er sie weiter benutzen würde. Würde sie Mutter für den Sohn, denn er ja nur haben wollte spielen? Oder auch vielleicht ab und an seine Ehefrau? Sie hatte noch keine Ahnung. Und es war ihr auch mittlerweile egal, auch wenn sie wusste, dass dem nicht so war.

Er hatte ihr mit dem heutigen Tag etwas wichtiges genommen; die Lust am Leben hatte er ihr schmerzhaft entrissen und dafür blieb ein kalter, qualvoller Schmerz in ihre Brust und damit in ihrem Herzen.


Arme Hermine! Ich kann sie verstehen, doch Draco kann leider nicht anderes. Er hat Angst um Hermine und will sie schützen, vor Lucius. Doch was hat Lucius wirklich vor???

Ich denke durch meinen kleinen Einschnitt in Lucius Leben, sind viele sicher jetzt verunsichert ( und dass soll auch so sein, denn Lucius ist ein sehr vielschichtiger Charakter)

Ich bitte euch um Reviews...und wünsche allen wunderschöne Ferien und einen wunderschönen Sommer.

Bis in vier Wochen.

eure aleks