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Life is a journey

By Kaetzchen02

Title: Life is a journey

Genre: Action, Romance

Pairing: OC/Sirius

Summery: Bianca hat ein geregeltes Leben, bis plötzlich ihre Eltern ermordet werden. Plötzlich erfährt sie, dass sie eine Hexe ist, gerät in den Phönix Orden und muss sich zu allem Übel auch noch mit Sirius rumschlagen, der ihr durchaus gefährlich werden könnte.


Kapitel 3: „St. Mungo"

Als ich dachte, das Gefühl von innen heraus zu zerreißen, könnte nicht schlimmer werden, spürte ich einen heftigen Ruck und die Welt um mich herum stand wieder still. Offensichtlich nur für alle anderen, denn bei mir schien sich noch immer alles zu drehen. Mein Kopf schwirrte, ein dumpfer Schlag hämmerte unablässig an meinen Schläfen und der metallische Blutgeschmack in meinem Mund forderte meinen Brechreiz geradezu heraus.

Ohne meine Augen zu öffnen, hörte ich Sirius und Dumbledore mit einander sprechen, welche ohne meine Zustimmung beschlossen, mich in ein Krankenhaus zu bringen, dem ich unter normalen Umständen und vor allem in meinem jetzigem Zustand auch zugestimmt hätte, doch das hier waren eben keine normalen Umstände. Ich konnte es definitiv nicht leiden, wenn über meinem Kopf hinweg bestimmt wurde. Schon gar nicht, wenn ich das Gefühl hatte die Kontrolle zu verlieren.

Doch keiner der beiden Männer schien sich dessen bewusst zu sein. Und selbst wenn, ich bezweifelte, dass es einen von ihnen interessiert hätte.

„Tut mir Leid Mädchen, aber das könnte jetzt wieder etwas ziehen!", sagte Sirius und schon spürte ich erneut das Gefühl zu zerreißen.

Wie eine bekloppte klammerte ich mich erneut an ihn und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass er es viel zu sehr genoss.

Mit einem Pflopp „landeten" (oder was auch immer) wir wieder irgendwo und dieses Mal beschloss ich lieber gleich die Augen zu öffnen, um wenigstens etwas von meiner Umgebung mit zu bekommen.

Ich war mir durchaus bewusst, dass ich a.) keine dieser sehr merkwürdigen Personen kannte, b.) diese sehr merkwürdigen Personen sich auf noch merkwürdigere Art und Weise fortbewegten und c.) ich keine Ahnung hatte, wo ich mich befand und dazu definitiv schwer verletzt war. Nur für den fall der Fälle wäre es sicherlich von Vorteil, zu wissen, wo ich war und wie ich hier wieder wegkam bzw. fliehen konnte.

Weise Wände begrenzten den Raum um mich herum, welcher wie eine Art Vorhalle aussah. Rechts von mir befand sich ein kleiner Schreibtisch, an dem eine Frau eifrig Papierblätter ausfüllte. An ihr vorbei führte ein Gang und gegenüber dem Schreibtisch gingen die Türen von zwei Aufzügen auf und zu und regulierten den Menschenstrom.

Meine Orientierungs- und Fluchtgedanken wurden jäh unterbrochen, als der dunkelhaarige Mann mich auf dem Boden absetzte ohne darauf zu achten, wo ich wie landete. „Auuu", entfuhr es mir und ich biss die Zähne zusammen. Dieser Typ sollte bloß nicht denken, dass ich schwach sei.

„Ich werde einen Heiler holen. Bitte bleib solange bei dem jungen Fräulein Sirius.", und schon eilte der ältere Mann mit dem weißen Bart davon.

Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass er auch hier war, was ich auf meinen leicht benebelten Zustand schob. Immerhin hatte ich angeblich innere Blutungen!

Vorsichtig drehte ich meinen Kopf und sah mich erneut um. Um mich herum liefen zahlreiche Männer und Frauen in weißen Kitteln, schoben Patienten durch die Gegend, verteilten Spritzen und taten allerlei andere höchst merkwürdige Sachen. Als ein Mann herein getragen wurde, dessen Gliedmaßen nur aus Gummi zu bestehen schienen und welche in Wellen an seinen Körper herunter hingen, bekam ich beinahe Stielaugen begleitet von einem mulmigem Gefühl in der Magengegend.

Ich war also in einem Krankenhaus. In einem merkwürdigem Krankenhaus. Mir wurde etwas komisch zu Mute und verstohlen blickte ich zu dem Mann, den ich jetzt schon nicht leiden konnte. Entspannt lehnte er an der Wand und beobachtete die Leute. Mit seiner Ruhe und Gelassenheit ging er mir ganz schön auf die Nerven. Wie er da lehnte. Die Arme lässig vor der Brust verschränkt, seine Haare fielen ihm ins Gesicht und mit seinen Augen schien er die Krankenschwester auszuziehen. Frechheit! So ein Typ hatte ihr noch gefehlt.

Ich wollte ihm gerade etwas an den Kopf werfen, als der bärtige Mann zurückkam, im Schlepptau eine Frau mit blonden Haaren und einer Brille auf dem Kopf. Ihr weißer Kittel zeichnete sie eindeutig als Ärztin aus.

„Mrs. Norris, wenn sie so nett wären und das junge Fräulein verarzten könnten. Ich glaube sie hat ein paar üble Flüche abbekommen und innere Blutungen.", Dumbledore wies mit seiner Hand auf mich und schon eilte die Ärztin hervor und bat mich ihr zu folgen.

‚Flüche?'

Sirius erhob sich ebenfalls und schien sich nur schwer von der Krankenschwester lösen zu können, die ihm kokett zulächelte.

Etwas erschien mir grotesk. Kein Stethoskop, keine Fragen über meine Krankenkasse oder ob ich überhaupt versichert bin. „Moment mal! Was soll das? Wo bringen sie mich hin?"

„In das Behandlungszimmer, ich schätze sie werden etwas hier bleiben müssen." Die junge Frau nickte nachdenklich und legte den Kopf schief: „Ein Knochenwuchstrank wäre am besten, so können ihre Rippen am schnellsten wieder zusammen wachsen. Wahrscheinlich werden sie auch ein paar Tropfen Anti-Fluch-Saft bekommen und dann sehen wir weiter."

Ich glaube ich hatte mich verhört. Sie wollte mir einen Knochenwachstumstrank geben. Aber hallo. Ich war doch nicht bescheuert. Glaubte sie ich hatte etwas auf den Kopf bekommen, dass sie mich wie ein kleines Kind behandelte, dass Angst vor Ärzten und Operationen hatte und dem man deswegen irgendwelchen Schwachsinn erzählt, um ihm die Angst zu nehmen. „Wie bitte. Ich glaube ich habe mich verhört." Herausfordern schob ich mein Kinn nach vorne und sah die Ärztin skeptisch an.

Dumbledore trat vor: „Keine Sorge Bianca", er sah mich eindringlich mit seinen blauen Augen an und etwas in mir entspannte sich. „Du kannst den Leuten von St. Mungos vertrauen. Sie sind ausgebildete Heiler und wissen was sie tun. Dir wird nichts geschehen!"

„Heiler? Ich brauch keinen „Heiler" sondern einen vernünftigen Arzt." Dabei sprach ich das Wort „Heiler" so langsam und betont aus, dass mich wahrscheinlich jeder andere Patient im Raum für vollkommen bescheuert hielt.

„Ein Muggel-Arzt kann dir bei deinen Verletzungen nicht helfen.", sagte der alte Mann und legte beruhigend einen Arm auf meine Schulter, „Ich weiß, dass das für dich im Moment alles sehr verwirrend ist, aber alles wird sich aufklären. Du musst mir vertrauen! Sobald du geheilt bist, werde ich dir alles erklären."

Eine warme, angenehme Kraft ging von seinem Arm aus und verbreitete sich in meinem Körper. Für einen Moment wurde ich etwas dämmrig und lies mich tatsächlich ins Behandlungszimmer bringen und auf eine Pritsche setzen. Sirius eilte heran, mehr oder weniger glücklich sich von der Krankenschwester trennen zu müssen und hielt dabei meinen linken Arm, nachdem Dumbledore ihn dazu angewiesen hatte. Einen Moment dachte ich daran, dass sie wohl fürchten könnten, ich würde fliehen, was mir vollkommen unsinnig vorkam. Warum sollte ich fliehen wollen?

Ein weiterer Gedanke schob sich in mein Blickwelt. Woher kannte dieser Mann meinen Namen? Und was sind eigentlich Muggel? Doch so schnell wie diese Gedanken meinen Geist durchströmten, so schnell schienen sie auch wieder verschwunden und hinterließen eine seltsame, stumpfe Leere, der ich mich nur zu gern hingab.

Von weit her sah ich, wie die „Heilerin" mir einen Trank braute. MOMENT. Bei diesem Gedanken wurde ich wieder etwa klarer. Sie „braute" mir tatsächlich einen Trank. Mit höchst seltsamen und unmedizinischen Zutaten. Ich sah wie die angebliche Ärztin graues Haar in MEINE Medizin fallen lies. Es folgten ein Augapfel (würg) und etwas was so aussah wie der Schwanz irgendeines Tieres. (Ich wollte es gar nicht wissen) Dann kam sie damit auf mich zu.

Spätestens der Geruch, der von dieser Flüssigkeit ausgeströmt wurde, brachte mich zurück in die Realität (oder zumindest das, wofür ich dieses ganze Geschehen hier hielt.)

Wie ein Klappmesser sprang ich auf, ignorierte die Schmerzen in meinem Brustkörper und die Tatsache, dass mir auf höchst unappetitliche Weise Blut aus dem Mund lief und hob meine Hände. „Nein! Sie sind wohl verrückt geworden, wenn sie glauben ich würde dieses", ich wedelte mit der Hand in Richtung der unheilvoll riechenden Flüssigkeit, „Gebräu trinken."

Sirius fing an zu lachen. Er hielt sich die Hände auf den Bauch und schien gar nicht mehr aufhören zu können.

Wieso war der eigentlich in meinem Behandlungszimmer? Schon mal so was wie Privatsphäre oder Arztgeheimnis gehört?

„Bianca bitte, dieser Knochenwuchstrank soll dir helfen, damit deine Rippen wieder ordentlich zusammen wachsen."

Selbst der alte Mann, welcher bis jetzt der Inbegriff von Ruhe für sie gewesen war, schien langsam leicht genervt. Aber man konnte doch wohl schlecht von ihr erwarten, dass sie dieses Zeugs da trank. „Was ist da überhaupt drin?", fragte ich, um Zeit zu gewinnen.

Was folgte war ein 3 Minütiger Vortrag der blonden Ärztin, die mir gar nicht mehr so medizinisch vorkam wie im ersten Moment, über die Zutaten, deren Wirkungsweise, Herstellung, Mischung und Einsatz in der Heilerei.

Das Ergebnis: Mir schwirrte der Kopf vor lauter Empörtheit und Sirius schien sich endlich wieder eingekriegt zu haben. Es reichte. Ich konnte echt nicht mehr. Mein Konzert wurde unerwartete unterbrochen, man suchte mich bestimmt schon, ich hatte den Mörder meiner Eltern nicht fassen können, war irgendwohin entführt worden, hatte innere Blutungen, die höllisch schmerzten, ein wild fremder Mann lachte mich aus und ich befand mich in einem völlig unfähigem Krankenhaus bei einer verrückten, die mir doch wirklich Mäuseschwanz als Allheilmittel anzubieten hatte. Langsam aber sicher spürte ich Hysterie in mir aufsteigen.

Ich holte tief Luft und: „Entschuldigen sie Mal. Ich habe keine Ahnung wer sie sind und was sie hier tun, aber mit wissenschaftlicher Medizin hat das jawohl nichts zu tun." Meine Stimme wurde immer lauter, „Ich wurde weder geröncht noch irgendwelchen anderen akademischen Test unterzogen, kein Arzt hat mich einer Befragung meiner gesundheitlichen Lage unterzogen und meine Wunde wurde weder angesehen noch desinfiziert, genäht oder sonst wie verarztet." Langsam wurde mein Gesicht immer röter und ich war kurz davor die Fassung zu verlieren. Ich spürte die Unruhe der anderen Anwesenden. „Ich werde ihren unhygienischen Trank mit Sicherheit nicht an meine Verletzungen heran lassen, ja noch nicht mal an gesunde Stellen meines Körpers und wenn sie mir nicht sofort einen ordentlich Arzt bringen, dann werde ich sie so dermaßen von Verklagen, dass …." Mir ging die Luft aus.

Selbstverständlich hatte ich nicht wirklich vor diese Laute zu verklagen. Zum einen, weil ich dafür nicht das Geld oder die Zeit hatte und zum anderen, weil ich einfach nicht so ein Mensch war. Doch momentan ging es mir so beschissen, das ich fast alles gesagt hätte.

Ich war lange nicht so mutig und so forsch wie ich hier tat. Ganz im Gegenteil, langsam bekam ich es immer mehr mit der Angst zu tun. Ich wusste nicht wo ich war und mir tat alles weh. Meine Knie zitterten und meine Stimme wurde langsam brüchig. Ich spürte wie ich keine Luft mehr bekam und sich eine Panikattacke näherte. Am liebsten hätte ich mich hingelegt und geheult.

„Sie hat einen Schock, wir sollten ihr ein Beruhigungszauber verabreichen!", flüsterte die Heilerin.

Dumbledore nickte und wies Sirius an den Raum zu verlassen. Da hob die Heilerin einen Stab aus der Tasche und sagte etwas, dass ich schon nicht mehr ganz verstand. Meine Augenlieder wurden schwer und ich fiel in sanfte Ruhe.


Dumbledore seufzte. So hatte er sich ihr erstes Treffen auch nicht vorgestellt. Und es tat im außerordentlichen Leid, dass er sie unter diesen Umständen in die Welt der Magie einzuführen hatte.

Selbstverständlich hatte sie einen Schock, immerhin wurde sie schwer verletzt und auf äußert brutale Weise mit Magie konfrontiert. Er bedauerte es, dass man sie so spät entdeckt hatte und hoffte auf einige Antworten. Jetzt erst mal würde sie sich ausruhen müssen.

Die Heilerin hatte dem Mädchen einen Knochenwuchstrank verabreicht, nachdem Bianca eingeschlafen war. In ein paar Stunden würde das schlimmste überstanden sein und sie würde wieder aufwachen.

Bis dahin blieb noch viel zu tun. Er musste im Orden Bescheid sagen und weitere Anweisungen geben. Auch der Minister musste unterrichtet werden, dass der dunkle Lord ein weiteres Mal zu geschlagen hatte. Auch wenn Dumbledore bezweifelte, dass Fudge seiner Aussage Bedeutung schenken würde. Dennoch, so ein Unfall in der Muggelwelt würde Aufsehen erregen und das war das einzige, was Fudge und die Leute im Ministerium noch wach rütteln könnte.

Während die meisten zu feige waren, ihre Stimme zu erheben, viele vom Lord und dessen Anhängern gekauft worden waren und eine Menge selbst zu Lord Voldemords Anhängern gehörten, gab es nur wenige im Ministerium, die sich der Korruption, der Gewalt und der Angst widersetzten

Dumbledore seufzte. Er würde Kingsley und Shaklebold zum Ministerium schicken, um alles Weitere zu erledigen. Er selbst würde nach Hogwarts gehen und mit dem Zaubertrankmeister sprechen müssen und hoffentlich rechtzeitig zurück sein, um dabei zu sein, wenn die kleine Hexe aufwachte und sich ihrem neuem Leben stellte.

Nach einem letzen Blick auf ihre friedlich ruhende Gestalt verließ er den Raum.

Draußen beauftragte er Sirius damit, Wache zu halten und versprach bald wieder da zu sein. Dann machte er sich auf seinen Weg und hoffte inständig, dass dieses Mädchen ihnen allen Hoffnung bringen würde.


Hope you enjoy it and I'd like to read your rewies.

Thanks a lot.

Kaetzchen02