Danke für das Kommentar… hier das 2. Kapitel, ich habe nun auch schon eine kleine Storyline für weitere Kapitel ausgearbeitet… also wenn ihr sie wollt… bitte melden!

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Sie lächelte ihn an. Mit dem schönsten Lächeln das er je von ihr gesehen hatte.

„Du hast es geschafft.", entgegnete Ginny, als Harry, der Junge der lebt, ihr gegenübertrat.

Er hatte sich so danach gesehnt ihr endlich nah zu sein. Vor ein paar Stunden war er weiter von ihr entfernt denn je, als er bereit war, Lord Voldemort entgegen zu treten. Er hatte sie nie aufgeben können und vielleicht wäre jetzt der passende Augenblick für einen Neuanfang. Musste er erst den Tod auf seiner Zunge schmecken, bevor er seine Auserwählte erobern durfte?

Er ging nicht weiter auf ihren Satz ein und sah sie einfach nur an. In ihre wunderschönen Augen, in die man so leicht versinken konnte. Er sah alles was er verloren hatte, alles was er wieder gewinnen wollte.

„Ich habe dich vermisst.", sprach er leise. „Das ganze letzte Jahr."

Sie nickte stumm und nahm schweigend seine Hand. Bei der Berührung zuckte er leicht zurück, kurz darauf entspannte er sich.

Eine Strähne viel ihr ins Gesicht und er strich sie sanft hinter ihr Ohr. Sie blickte zu Boden.

„Jede Zeitung hat sich um eine Geschichte über dich gerissen. Du warst das Top Thema des letzten Jahres. Doch sie wollten dich nur Oberflächlich, den großen Harry Potter… und haben sich ihre Mäuler über dich zerrissen.", sie sah ihn wieder an. Er folgte ihren Worten und wusste nicht, worauf sie hinaus wollte.

„Während die anderen Schlagzeilen über dich brachten, habe ich in mich gehorcht und auf mein Herz gehört. Ich wusste, dass ich dich erst verlieren musste, um nun vor dir zu stehen und dir in die Augen zu sehen."

Sein Herz machte einen Sprung. Sie ging einen Schritt auf ihn zu, sie waren nur Millimeter voneinander entfernt. Sie hielt immer noch seine Hand.

„Ich habe versucht dich aufzugeben. Für das Wohl der Menschheit. Aber darf man nicht einmal egoistisch sein?"

„Jetzt darfst du es.", antwortete er sanft und zog sie an sich heran. Ihr Körper bebte und Tränen kämpften sich den Weg über ihr Gesicht. Langsam streichelte er ihren Rücken. „Jetzt darfst du es…"

Ron schlug langsam die Augen auf und erwartete einen braunen Haarschopf vor seinem Gesicht. Er tastete sich müde zum anderen Ende der Couch. Nach ein paar Sekunden realisierte er, dass weit und breit keine Spur von Hermine war. Er fühlte sich, als hätte jemand einen Eimer Wasser über sein Gesicht gekippt. So munter wie noch nie sprang er auf und sah sich um. Erst nach ein paar Sekunden realisierte er das kleine Stück Pergament am gegenüberliegenden Tisch.

Lieber Ron!

Entschuldige, dass ich dich nicht aufgeweckt habe, aber ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht. Wenn du mich suchst – ich bin im Bad der Vertrauensschüler.

In Liebe,

Hermine.

Er schmunzelte. Sie hatte jeden i Punkt mit einem Herz versehen. So kannte er sie doch gar nicht. Aber es war ein gutes Zeichen.

Verträumt lies er seinen Blick durch den Raum schweifen. Er hatte auch dringend eine Dusche nötigt, sah sich kurz um und lief in den Schlafsaal der Jungen. In den über gebliebenen Koffern suchte er nach Klamotten in seiner Größe und machte sich verträumt auf den Weg zum Bad der Vertrauensschüler.

Nach ein paar Sekunden sprach er das Passwort: Hermine.

Seine Freundin hatte es sicher ohne Mühe geschafft den Passwortschutz zu knacken und das neue Passwort zu speichern, schließlich war sie letztes Jahr dafür verantwortlich gewesen.

Moment – war sie jetzt wirklich seine Freundin? Sie hatte es ihm nie gesagt. Er hatte nicht gefragt. Schon fiel die schwere Tür hinter ihm ins Schloss und Dampf kam ihm entgegen. War er vorher auch noch schläfrig vor sich hin spaziert, wurde ihm der Ernst der Lage bewusst. Seine beste Freundin a.k.a. zukünftige Freundin war zusammen mit ihm im Bad der Vertrauensschüler. Ihm wurde heiß und kalt gleichzeitig und war kurz davor wieder umzudrehen.

Genau in diesem Moment stolperte er über eine Leitung und lag Rücklings auf dem Boden. Er rappelte sich langsam auf und traute seinen Augen kaum. Hermine saß in der riesigen Wanne voller Blubberblasen und Schaum und lächelte ihn an. Ob der Rotschimmer auf ihren Wangen durch das warme Wasser entstanden war, oder weil Ron soeben den Raum betreten hatte?

Sie hatte ihre Haare hochgesteckt und ihre nackten Schultern ragten aus dem Wasser. Ihr langer, schöner Hals war mit Wassertropfen bedeckt.

„H-Hallo.", brachte er stotternd hervor und stand ganz auf. Er wusste gar nicht, wo er hin sehen sollte und so entschied er sich für den Fliesenboden.

„Guten Morgen", antwortete sie und folgte seinem Blick. In seiner Hand baumelten ein paar frische Kleidungsstücke. „Du kannst gerne auch ein Bad nehmen."

„A-Aber, … ähm… „, seine Ohrenspitzen färbten sich rot und sie grinste.

Im nächsten Moment hörte er sie aus dem Wasser kommen und drehte sich um. Natürlich hatte sie sofort ein Handtuch über ihren Körper geschlungen. Hermine hätte nie gedacht, dass sie so eine Wirkung auf ihren ‚besten' Freund haben konnte. Sie merkte seine Anspannung, er verharrte am selben Punkt und verhielt sich wie ein echter Gentleman.

„Ron?"

„J-Ja…?"

„Dreh dich um…", sprach sie mit sanfter Stimme.

Zuerst zögerte er, folgte dann aber ihrer Bitte.

Sie stand mir im Handtuch bekleidet vor ihm. Nur ein unachtsamer Moment und es würde ihrer Hand entgleiten. Sein Herz pochte. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Er sah ihr tief in die Augen. Ja jetzt, würde er sie zuerst küssen.

Eine Sekunde später vereinten sich ihre Lippen. Hermine wusste nicht, wie ihr geschah. Sie hätte nicht mit solch einer Initiative von Ron gerechnet. Er hatte seine Hand sacht um ihre Taille geschlungen, darauf bedacht das Handtuch nicht fallen zu lassen.

Sie hatte so lange darauf gewartet und legte jede Emotion in diesen Kuss. Jede Nacht in der sie sich so danach gesehnt hatte. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und sie presste sich an ihn.

Ron wurde immer heißer. Natürlich, er hatte sich in sie verliebt… aber er wusste nicht, dass er sie auch so sehr begehrte. Gerade deswegen lies er sie langsam los, löste seine Lippen von ihren und trat einen Schritt zurück. Das Handtuch war verrutscht, peinlich berührt zog sie es zu Recht.

„W-Was hast du da?", fragte er besorgt, als er eine Wunde an der nun verdeckten Stelle ausmachen konnte.

„Das ist… nichts.", sie sah zu Boden. Die ganze Stimmung war verloren und er sah sie durchdringend an. Fuhr langsam mit seinen Fingerspitzen über ihre Schulter und strich sacht über die nun verdeckte Stelle. Sie zuckte zurück. „N-Nicht.", brachte sie hervor.

„Vielleicht ist Madam Pomfrey noch im Haus? Sie sollte sich das ansehen."

„Nein, ist sie nicht. Aber ich bin froh, dass es nur dabei geblieben ist."

„Wir werden das schon heilen.", er lächelte sie an. Schüchtern lächelte sie zurück.

Ein paar Sekunden später machte sie sich bereit zu gehen. Kurz bevor sie ihm den Rücken zuwandte, rief er sie zurück.

„Hermine?"

„Ja?"

„Was sind wir?"

„Wir sind… wir.", gab sie als schlichte Antwort und lächelte ihn an, drückte einmal kurz seine Hand und lies ihn allein im Bad der Vertrauensschüler zurück.