So, dies ist meine erste Fanfiktion die ich auch veröffentliche! Habe sie jetzt ein wenig überarbeitet, ich denke, das wird öfter noch mal passieren, weil mir immer mal wieder neue Dinge einfallen, die mir gefallen! Also ich hoffe, es gefällt euch auch :)

Eine ganz andere Sicht der Dinge

Kapitel Eins / Der Auftrag

Draco Malfoy lief aufgewühlt den Korridor hin und her. Seine Atmung ging immer schneller vor Aufregung. Er blieb stehen und lehnte sich an eine Wand und schloss die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Doch es half Alles nichts. Die Gedanken in seinem Kopf wurden immer mehr und mehr. Habe ich was falsch gemacht? Ist Voldemort sauer auf mich? Will er mich etwa töten? Hat mein Vater was falsch gemacht? Er schüttelte den Kopf und öffnete seine Augen wieder. Wieso in aller Welt will Voldemort ihn sprechen? Voldemort hatte noch nie wirklich mit ihm alleine gesprochen. Immer war Dracos Vater dabei oder seine Tante Bellatrix. Niemals wurde er alleine zu ihm gerufen. Sein Blick wanderte weiter nach Unten und er sah, wie seine Hände zitterten. Reiß dich zusammen, Draco! Die Stimme in seinem Kopf wurde lauter. Du bist kein Versager, nein Voldemort will sicherlich, dass du etwas für ihn tust! Malfoy schloss wieder die Augen. Wenn doch nur diese Gedanken aus seinem Kopf weggehen würden. Wenn sie ihn doch bloß alleine lassen würden.

Durch das Knarren der Tür wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Er öffnete seine Augen und sah die beiden Todesser an, die ihm die Tür aufgemacht hatten. Ihre Blicke verhießen nichts Gutes.
"Du kannst reinkommen," sagte der eine zu Malfoy und er nickte nur knapp. Jetzt war es soweit. Jetzt musste sich Malfoy seiner Angst stellen. Er wollte endlich erwachsen werden und wollte nicht mehr abhängig von seinen Eltern sein. Nein, er wollte zu einem Mann werden. Er wollte dem Dunkeln Lord aus freien Stücken dienen und nicht mehr in den Fußstapfen seines Vaters leben.

Malfoy schritt schnellen Schrittes in den Saal von Lord Voldemort. Sein Blick wanderten umher und er entdeckte Voldemort auf seinen Thron. Neben ihn konnte er seine Tante Bellatrix entdecken, die sich ausgiebig mit ihm unterhielt. Warum war sie da?

"Draco schön, dass du da bist," Voldemorts Stimme riss ihn wieder aus seinen Gedanken. Er sah, wie Bellatrix sich von Voldemort entfernte und zu einen großen Tisch ging um sich dort hinzusetzen.

"Bellatrix, ich rufe dich, wenn ich dich wieder brauche," Belltraix nickte knapp und wandte sich dann anderen Dingen zu. Malfoys Atmung ging noch schneller als sie es Draußen im Korridor tat. Seine Hände zitterten vor Aufregung, oder war es doch vielleicht Angst? Er ging auf die Knie und senkte seinen Kopf nach Unten.

"Wo...womit kann ich euch dienen?" fragte Malfoy mit dünner Stimme und sein Blick war auf den Boden gerichtet.

"Steh auf, Draco," befahl Voldemort und sah ihn mit festen Blick an. Malfoy stand auf und sah Voldemort immer noch nicht in die Augen. Er traute sich einfach nicht.

"Ich habe gehört, dass Harry Potter eine sehr große Schwäche hat. Kennst du diese Schwäche?" fragte er Malfoy und er zuckte mit den Achseln. Voldemort begann, im Saal herum zu gehen und Malfoy verfolgte ihn, mit seinen Blicken.

"Seine Freunde," antworte Malfoy dann. Voldemort sah ihn mit großen Augen an. "Das Schlammblut und dieser dreckige Weasley," er hoffte, dass er Voldemort mit dieser Antwort nicht verärgert hatte. Voldemort schüttel seinen Kopf und ging weiter umher. Malfoys Herz klopfte immer schneller und schneller.

"Nein, es sind nicht nur die Beiden. Ich habe gehört, dass die Tochter von Arthur Weasley seine Freundin ist," entgegnete Voldemort und Malfoy war erstaunt, dass die Beiden doch zusammen gekommen waren. Er versuchte sich an Weasley zu erinnern. In seinen Kopf schossen lange rote Haare, Sommersprossen, rehbraune Augen und ein Mädchen, dass St. Potter immer hinterher lief. Er verzog das Gesicht bei diesem Gedanken.

„Ist sie das, mein Herr?" fragte Draco mit leiser Stimme und traute sich jetzt endlich, Voldemort anzublicken.

„Ja, Crabbe und Goyle haben das herausgefunden. Zabini war mit den Beiden in der Winkelgasse und hat sie gesehen," "Warum haben sie Potter nicht angegriffen?" fragte Malfoy und seine Stimme wurde etwas lauter. Voldemort begann zu lachen und sah den jungen Malfoy an.
"Du bist wie dein Vater, Draco," Wie mein Vater? dachte er. Er hoffte, dass es nicht so war. Er wollte nicht die gleichen Fehler machen, wie sein Vater es getan hatte.

„Mein Herr?!" fragte Malfoy unsicher und blickte wieder zu Boden.

"Dein Vater war auch immer so. Er wollte seine Feinde immer sofort töten. Aber er dachte nie daran, dass man auch seinen Spaß mit ihnen haben kann," Malfoy wusste jetzt, was er meinte.

„Ja das stimmt," Malfoy starrte die ganze Zeit zu Boden. Er hatte von seinem Vater die Unterwürfigkeit gelernt. Die Beziehung zu seinem Vater sah nicht anders aus. Er wurde so erzogen. Außer seiner Mutter gegenüber, war er seinem Vater immer unterwürfig. Bei Lord Voldemort war es nichts anderes, oder besser gesagt, gerade bei Voldemort musste er unterwürfig sein. Voldemort hasste es, wenn seine Todesser zu frech oder zu laut wurden. Einige nahmen sich natürlich trotzdem das Recht heraus, laut gegenüber Voldemort zu werden. Besonders seine Tante Bellatrix. Sie hatte vor nichts und niemanden Angst.

„Ich will nicht, dass Potter durch andere stirbt. Ich will ihn umbringen. Nur ich alleine und ich habe nicht vor, dass es jemand anderes tut. Aber zurück zum Thema. Ginny Weasley ist die neue Freundin von Harry Potter. Ich denke, sie wird eine gute Gefangene," meinte Lord Voldemort und Malfoy nickte leicht.

„Ich möchte, dass du sie fängst und hierher bringst. Wenn wir sie in Besitz haben, dann wird es leicht sein, Harry Potter zu kriegen. Außerdem können wir vielleicht Arthur Weasley stürzen. Es wird Zeit, dass er den Posten als Zauberminister wieder verliert," sagte Voldemort mit scharfer Stimme und Malfoy verneigte sich.

"Ja mein Herr. Ich werde mein Bestes tun," sagte Malfoy und wollte gehen, doch Voldemort hielt ihn auf. Malfoy erschrak und sah Voldemort direkt in die Augen. Er wandte den Blick sofort wieder ab.

„In drei Tagen ist ein großes Fest. Ich habe den anderen Todessern schon gesagt, dass ihr angreifen wird. Unter den Gästen sollen auch Potter und seine Freundin sein. Ich will, dass ihr niemanden tötet. Ich will nur dieses Mädchen, hast du mich verstanden?" Voldemort sah ihn mit seinen roten Augen an und Malfoy nickte.

„Ja, ich habe verstanden, mein Herr," sagte er, drehte sich um und verließ schnell den Saal.

Er hörte wie hinter ihm die Türen zu fielen und er blieb stehen und atmete tief ein und wieder aus. Er blickte auf seine Hand und sie zitterte immer noch. Er hatte es geschafft. Er grinste leicht und bog dann links in einen anderen Korridor ein. Er hatte einen Auftrag bekommen. Voldemort wollte, dass er einen Auftrag alleine erledigen konnte. Malfoy war erleichtert, dass es nichts Schlimmes war.

Als er um eine Ecke bog stand seine Tante Bellatrix vor ihm. Er verzog sofort das Gesicht und wollte schnell weiter gehen, doch sie stellte sich ihm in den Weg und lächelte ihn an.

„Na, das ist ja mal ein Ding, dass Voldemort dir in deinen jungen Haare schon so einen Auftrag gibt," sagte sie gehässig.Seit sie aus Azkban geflohen war, hatte sie sich sehr verändert. Ihr Aussehen sah nicht mehr so schäbig aus. Sie trug ihre Haare jetzt glatt und auch ihre Klamotten sahen nicht mehr so auffällig aus. Sie sah auch nicht mehr so ausgemerkelt aus. Als sie aus Azkaban kam, war sie sehr dünn und zerbrechlich. Dies hatte sich schnell geändert.

"Tja, er hat halt Vertrauen in mir und ich werde ihn nicht enttäuschen," sagte Malfoy mit fester Stimme und wollte wieder weiter gehen. Bellatrix zückte aber ihren Zauberstab und hielt ihn Malfoy an die Brust.

„Wow, endlich wirst du erwachsen. Es wird zeit, dass Lord Voldemort dir auch mal Aufträge gibt. Dein Vater wird sehr stolz auf dich sein," sagte sie leise und lächelte ihn an.

„Lass mich durch, Bella," sagte er und sie schüttelte den Kopf. Sie sah ihn mit ihrem Blick an, den er schon einige Male bei ihr gesehen hatte.Sie war wirklich eine hübsche Frau. Eine sehr hübsche Frau. Er fühlte sich zu ihr hingezogen. Nicht auf der Gefühlsebene aber auf der körperlichen Ebene.

„Hast du heute Abend keine Zeit, Draco?" fragte sie und er schüttelte den Kopf und schubste sie zur Seite. Sie knallte gegen die Wand.

„Ich muss meine Mission vorbereiten Bella, ich habe dafür heute keine Zeit," zischte er und ging weiter. Sie lachte laut und verschwand dann schnell.

Malfoy kam in sein Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Er machte große Augen als er Blaise in seinem Zimmer sitzen sah.

„Mann, was machst du denn hier?" fragte Malfoy mit erschrockener Stimme und ging zu seinem Schrank. Er öffnete ihn und holte eine Flasche Whiskey heraus und nahm zwei Gläser.

„Ich habe gedacht, dass ich mal hier warte. Ich habe mir auch gedacht, dass wir über die Mission sprechen sollten," sagte Blaise und Malfoy nickte. Er schenkte die zwei Gläser mit Whiskey voll und reichte Zabini ein Glas.

„Auf die Mission!" sagte Malfoy und kippte das Glas in einem Zug herunter.Er musste sich jetzt betrinken. Es waren immer noch so viele Gedanken in seinem Kopf. Seit Wochen konnte er seine Gedanken nicht mehr ordnen. Irgendwas war passiert. Irgendwas machte ihn verrückt.

"Ah, dass ist lecker," sagte er und setzte sich dann hin. Sein Körper begann sich langsam zu beruhigen. Er merkte, wie seine Atmung langsamer wurde und wie sein Körper ein Gang zurück schaltete.

„Also, was wollte Voldemort genau von dir?" fragte Zabini und zündete sich eine Zigarette an.
"Ich soll die kleine Schwester von Weasley entführen und hierher bringen,"

Zabini merkte an Malfoys Blick, dass er die Whiskey Flasche wollte und stellte sie ihm auf den Tisch. Malfoy drehte die Flasche auf, nahm sein Glas und goss es noch einmal voll. Zabini fing an zu lachen. Genau so kannte er Malfoy. Immer nur am Whiskey trinken und Zigaretten rauchen.

"Willst du auch eine?" bot Zabini Malfoy an.

"Nein danke, im Moment nicht," Er setzte das Glas an seine Lippen und trank das Glas wieder leer. Zabini nahm einen großen Zug von seiner Zigarette und lehnte sich in den Sessel zurück.

„Nein, dass wird es nicht. Was ist aber, wenn ich es nicht schaffe?" fragte Malfoy und sah Zabini ernst an. Er zuckte mit den Schultern. "Du wirst Voldemort nicht enttäuschen. Du kannst einige Dinge, die dir Snape beigebracht hat. Ich kann so was nicht, du kannst die Gedanken anderer lesen. Er hat es dir beigebracht. Sei froh, dass du es kannst," meinte Blaise und trank auch noch einen Schluck. Malfoys Blick wanderte zum Fenster. Es war schon dunkel Draußen geworden. Der Mond schien und es war sternenklare Nacht.

„Vielleicht hast du Recht. Snape hat mir sehr viel beigebracht,"

„Siehst du. Es wird alles halb so schlimm. Außerdem hat dir deine Tante auch einiges beigebracht und da meine ich nicht nur die Dinge, die ihr so im Bett macht," Er fing wieder an zu lachen und Malfoy funkelte ihn wütend an. Er wollte nicht darüber reden. Er wollte niemals über Bellatrix reden. Ihm war es nicht unangenehm, aber er wollte nicht, dass irgendwer wusste, dass er mit seiner Tante geschlafen hatte.

„Ich will nicht, dass wir darüber reden," zischte Malfoy sauer und Zabini nickte.

„Außerdem will ich nicht, dass meine Mutter davon erfährt. Es wird sie umbringen," "Komm, Bellatrix ist zwanzig Jahre älter als du. Sie steht auf dich. Was ist daran schlimm ein wenig Spaß mit ihr zu haben?" fragte Zabini und stand auf. Er ging im Zimmer herum und sah sich die Bilder an den Wänden an.

„Sie ist komplett verrückt," entgegnete ihn Malfoy und Zabini nickte und lachte leise.

„Das kann sein. Aber so lange sie gut im Bett ist, ist es doch scheiß egal was sie ist," Er stellte das Glas auf den Tisch und schlug Malfoy leicht auf die Schulter.
"Mach dich nicht verrückt. Es wird Alles gut gehen. Du hast bist jetzt Alles geschafft. Dann wirst du dies auch schaffen," Er öffnete die Tür und verschwand dann. Malfoy hörte, wie seine Zimmertür zufiel und goss sich noch etwas Whiskey ein.

„Ich hoffe," flüsterte Malfoy. Er ging zu seinem Bett und legte sich hin. Seine Augen fielen schnell zu und das letzte, an was er denken konnte waren: lange, rote Haare.

Ich weiß nicht genau, wie alt Bellatrix Lestrange ist, aber ich hab das einfach mal so geschrieben. An Spoilern habe ich von allen etwas, aber verändere auch einige Dinge. Einige Dinge sind wie sie in den Büchern sind und einige Dinge nicht. Aber ihr werdet das schon selbst merken :) deswegen ist es ja auch eine Fanfiktion :) Viel Spaß und wäre super lieb, wenn ihr reviewt! Danke!