Im Moment habe ich viel Zeit zu schreiben, deswegen schaffe ich einiges! Am fünften Kapitel arbeite ich auch schon! Viel Spaß beim Lesen! ;)
Kapitel Vier / Die Verlobungsfeier
Es war ein heißer Tag. Die Sonne schien und es war keine einzige Wolke am Himmel. Die Vögel zwitscherten und es war wirklich wunderschönes Wetter um eine Verlobung zu feiern.
Die Feier von Hermine und Ron sollte in einem sehr großen Garten stattfinden. Es war der Garten eines sehr schönen und alten Hauses. In diesem Haus wohnte im 19. Jahrhundert eine Familie, die sehr reich gewesen war. Jetzt wurde dieses Haus von Muggels als Museum benutzt.
Arthur Weasley hatte diesen Garten extra für die Feier angemietet. Er hatte mit dem Direktor des Museums gesprochen und der war sofort einverstanden. Er wusste natürlich nicht, dass es eine Feier von Zauberern und Hexen war. Doch dies musste er auch nicht wissen.
Arthur Weasley war schon im Garten und zauberte gerade allerhand Schutzzaubern. Er wollte, dass diese Feier absolut sicher war. Garantieren konnte er es leider nicht, da Todesser oftmals trotzdem einen Weg fanden, wie sie sich einschleusen konnten. Er glaubte aber nicht, dass Todesser Interesse an dieser Feier hatten.
Molly Weasley war gerade fertig damit geworden, die ganzen Tische aufzustellen. Sie schmückte jetzt die Pflanzen und Bäume mit hübschen Blütenketten die in einem leichten Rosa gehalten waren.
"George, bist du bald fertig? Die Gäste kommen gleich!" rief seine Mutter und George sah seine Mutter an.
„Ich habe gerade erst angefangen. Wie soll das denn schon fertig sein?" George war gerade dabei einige Lichterketten für den Abend aufzuhängen.
„Es muss aber gleich fertig sein. Die ersten Gäste kommen gleich. Außerdem kommen Hermine und Ron auch gleich. Ich will, dass das es perfekt ist," sagte sie mit lauter Stimme und George schüttelte nur den Kopf. Er hasste es, wenn seine Mutter so war. Immer musste es nach ihr gehen.
Arthur war fertig und sah sich um. Ihm gefiel dieser Garten. Es war eine gute Entscheidung gewesen die Verlobungsfeier hier zu feiern. Er hatte einige Auroren aus dem Ministerium gebeten ein wenig aufzupassen.
„Da seid ihr ja schon!" hörte er seine Frau sagen und er drehte sich um. Ron und Hermine waren schon da.
„Wir sind noch gar nicht fertig," sagte Molly traurig und umarmte ihren Sohn und dann Hermine.
"Das macht doch nichts, Molly. Wir können ja auch noch ein wenig helfen," sagte Hermine mit einem Lächeln und Molly schüttelte heftig den Kopf.
„Nein, nein, nein, dass kommt nicht in Frage. Ihr Beide setzt euch jetzt hier hin und genießt das schöne Wetter," bestimmte Molly und schmückte weiter.
„Na, ihr seid aber wirklich pünktlich," hörte Ron seinen Vater sagen. Er setzte sich zu ihnen.
"Ja, wir waren so aufgeregt. Außerdem wollten wir noch helfen, aber anscheinend dürfen wir das ja nicht," meinte Ron mit einem Lächeln und nahm Hermines Hand.
"Es sieht wirklich wunderschön aus. Dieser Garten ist super, danke Arthur," sagte Hermine und Arthur nickte liebevoll.
"Für euch Beide doch nur das Beste," Er lächelte die Beiden an und stand dann wieder auf.
"Ich werde noch mal Alles überprüfen. Bis Nachher, ihr zwei!" Ron sah seinen Vater hinterher und wandte sich dann Hermine wieder zu. Er gab ihr einen zärtlichen Kuss und sie streichelte seine Wange.
„Ich denke, dass wird wunderschön," flüsterte sie.
„Ginny wir müssen jetzt mal los!" rief Harry ins Badezimmer. Er stand vorm Spiegel im Schlafzimmer und band sich seine Krawatte.
„Ja ich weiß, ich bin gleich fertig!" antwortete Ginny.
Sie stand im Badezimmer und schminkte sich noch. Das Kleid passte wie an gegossen. Sie wühlte gerade in ihrer Schminktasche als die Tür aufging. Sie sah in den Spiegel und in der Tür stand Harry, der ein Lächeln auf den Lippen hatte.
"Wow, du siehst wunderschön aus," sagte er. Sie lächelte leicht verlegen und drehte sich zu ihm um.
„Findest du?" fragte sie dann mit und er nickte heftig.
"Ja, du siehst wunderschön aus," Er ging zu ihr und küsste sie zärtlich. Sie schloss ihre Augen und erwiderte seinen Kuss. Sie legte ihre Arme um seinen Hals und der Kuss wurde schnell inniger. Sie löste sich dann aber von ihm und lächelte ihn an.
„Ich bin noch nicht fertig mit schminken. Wenn wir rechtzeitig da sein wollen, dann muss ich jetzt weiter machen," Harry nickte nur und gab ihr noch einen leichten Kuss.
"Beeile dich bitte. Ich möchte nicht als Letztes da ankommen," Sie nickte nur leicht und er ging dann aus dem Badezimmer raus.
Eine halbe Stunde später waren sie endlich angekommen. Es waren schon einige Gäste da. Es wurde schon Musik gespielt und ein wenig getanzt. Ginny sah sich etwas um und suchte Ron und Hermine. Sie fand die Beiden. Sie saßen an einem Tisch und unterhielten sich gerade mit Fleur und Bill. Fleur redete wieder so viel, dass Ron schon die Augen verdrehte.
Die Beiden traten an den Tisch und Ron stand sofort als er sie sah und begrüßte die Beiden.
"Da seid ihr ja endlich," sagte Ron erleichtert und gab Harry die Hand und Ginny umarmte er.
"Ja, tut mir leid. Du weißt doch, Frauen brauchen immer länger im Bad als Männer," scherzte Harry und Ginny sah ihn mit einem eingeschnappten Blick an.
Sie ging schnell zu Hermine umarmte diese und dann zu Fleur und Bill.
„Setzt euch, hier ist noch platz," sagte Hermine und zeigte auf die beiden freien Stühle.
„Danke," sagte Harry nur und die Beiden setzten sich hin.
"Also was zu trinken gibt es schon, aber das Büffet wird erst eröffnet, wenn alle Gäste da sind. Ich weiß auch nicht. Wen hast du eigentlich Alles eingeladen?" fragte Ron und Hermine lächelte ihn nur liebevoll an. Sie merkte in Rons Stimme, dass er schon leicht genervt war. Sie wollte aber nicht darauf eingehen.
"Na ja, es kommen noch einige," sagte sie und gab ihn einen Kuss.
„Okay. Harry, wollen wir was zu trinken holen?" Harry nickte und die Beiden gingen zu den Getränken.
„Und wie gefällt es dir hier?" fragte Hermine und Ginnys Blick wanderte zu ihr.
„Oh, es sieht schön aus. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Vater so einen Aufwand betreibt. Also, ich hab schon was erwartet, aber so was? Nein, dass hab ich nicht. Aber für eine Verlobungsfeier total angebracht," sagte Ginny und Hermine nickte zufrieden.
„Ja, finde ich auch," sagte Fleur und sah sich auch um.
„Ich hole auch mal was zu trinken," Bill stand auf und ging auch weg. Ginny sah ihn nach. Er schien ein wenig genervt zu sein. Seid die Beiden verheiratet waren, war er sehr still. Er war jetzt zu einem Werwolf geworden. Sein Leben hatte sich seit dem Biss sehr verändert. Fleur hielt zu ihm, aber es war nicht einfach.
„Und geht es ihm gut?" fragte Ginny Fleur und die zuckte mit den Achseln.
"Es ist nicht einfach. Aber wir schaffen das," sagte sie knapp und Ginny nickte. Anscheinend wollte Fleur nicht so viel darüber erzählen.
Einige Zeit später war die Feier voll im Gange. Es wurde gegessen, getanzt und Ron und Hermine packten gerade die Geschenke aus, die sie von den Gästen bekommen hatte. Es waren sehr viele Baby Sachen dabei oder auch viele Dinge für ihre eigene Wohnung.
Ginny beobachtete das Treiben und merkte erst jetzt, wie glücklich die Beiden wirklich waren. Die Beiden strahlten über das ganze Gesicht. Freuten sich über jedes noch so kleine Geschenk und waren wirklich glücklich. Ginny trank einen Schluck von ihrer Bowle und lächelte. Vielleicht war sie auch einfach nur neidisch. Vielleicht wollte sie unbewusst auch schwanger werden, aber hatte sich mit diesem Gedanken noch gar nicht wirklich auseinander gesetzt. Sie war glücklich mit Harry. Er gab ihr alles, was sie brauchte. Sicherheit, Liebe und auch Freundschaft. Sie liebte Harry sehr und das schon seit dem ersten Tage, als sie ihn sah. Sicherlich war das damals noch eine kleine Schwärmerei, doch es hatte sich immer mehr entwickelt. Im in ihrem fünften Schuljahr kamen sie endlich zusammen und Ginny war überglücklich. Seitdem lief ihr Leben eigentlich hervorragend. Vielleicht fehlte aber doch ein Kind? Sie lächelte und schüttelte den Kopf. Nein, ein Kind wollte sie noch nicht. Sie wollte erst mal, dass Alles vorbei war. Sie wollte, dass Voldemort endlich besiegt werden würde und sie mit Harry in Ruhe und Frieden leben konnte. Mehr wollte sie erst mal nicht und das war für sie das Wichtigste.
„Kann ich ihnen noch ein Getränk bringen?" fragte sie Jemand. Ginny wurde aus ihren Gedanken gerissen und blickte zur Seite. Sie sah einen Kellner, der ihr vorher noch nicht aufgefallen war.
„Oh ja, ich hätte gerne noch ein Glas Erdbeerbowle," antwortete Ginny und der Kellner nickte. Er ging fort und Ginnys Blick wanderte wieder zu Hermine und Ron.
Malfoy verstecke sich hinter einem Mauervorsprung der von dem Haus abging und beobachtete alles. Er sah, wie Crabbe, verwandelt in einen Kellner, heimlich die Schluckauflösung in das Glas von Ginny kippte. Malfoy grinste zufrieden und ging seinen Plan noch einmal im Kopf durch. Er konnte jetzt nur hoffen, dass Ginny durch den Schluckauf die Toilette oder irgendeinen anderen Raum aufsuchen würde. Er zündete sich eine Zigarette an um seine Nerven zu beruhigen. Er wusste, dass auf ihn ein großer Druck lastete. Er wusste, dass sein Vater unglaublich sauer werden würde, wenn er diesen Auftrag nicht so erfüllte, wie es Voldemort wünschte. Er wusste auch, dass er große Probleme bekommen würde, wenn er dieses Weasley Mädchen nicht entführen würde. Er zog fest an seiner Zigarette. Warum musste alles immer nur so kompliziert sein? Malfoy war froh darüber, dass er in eine Zauberfamilie geboren war, die wusste wo ihre Werte lagen und die sich auch dafür einsetzte. Er konnte solche Familie zum Tod nicht ausstehen, die sich mit Schlammblütern oder sogar Muggeln einließen. Er wollte genau solche Familie ausrotten und zu solch einer Familie gehörte Ginny Weasley. Er nahm noch einen Zug und sein Blick wanderte dann über das Gelände. Er sah, wie Crabbe die Flasche wieder schnell versteckte und stellte das Glas auf ein Tablett. Er ging mit dem Tablett zu Ginny.
"Hier, bitte Miss," sagte er und Ginny nahm das Glas von dem Tablett.
"Danke sehr," sagte sie freundlich und er ging wieder weg. Sie trank einen Schluck Bowle und sah sich weiter um. Sie merkte, dass es so langsam dunkel wurde. Die Lichter gingen an. Alle lachten und hatten ihren Spaß.
„Und, hast du Lust zu tanzen?" fragte Harry, der gerade zu ihr kam. Ginny wurde leicht rot und schüttelte den Kopf. Sie hasste es zu tanzen. Es war für sie immer wieder eine Qual, wenn sie tanzen sollte.
"Oh nein Harry, ich habe keine Lust zu tanzen. Nachher bestimmt. Ich möchte erst mal in Ruhe mein Glas austrinken," sagte sie.
„Ist alles in Ordnung mit dir?" fragte er besorgt und sie gingen gemeinsam zu einen Tisch und setzten sich hin.
"Ja mir geht es gut. Ich habe nur gemerkt, dass ich wirklich Unrecht hatte mit dem Baby. Ich bin total blöd," sagte Ginny und Harry nahm ihre Hand.
"Die Beiden haben dir doch schon verziehen. Mach dir keine Sorgen mehr," Harry versuchte sie wieder aufzumuntern. Sie trank noch einen Schluck und merkte, wie sie auf einmal Schluckauf bekam.
„Hieks,"
„Hast du Schluckauf?" fragte Hermine, die mit Ron ankam. Ginny sah sie erschrocken.
„Ja, anscheinend schon. Hieks," antwortete Ginny verlegen.
"Wir wollten uns eigentlich bei euch bedanken für die super tollen Geschenke. Und besonderen Dank für den tollen Schlafanzug für unser Baby," sagte Hermine. Sie umarmte Ginny.
"Hieks," kam es nur aus ihr heraus.
„Tut mir leid," sagte Ginny verlegen und ihre Wangen waren ganz rot geworden.
„Ich werde mal kurz verschwinden. Bin gleich wieder da," sagte sie mit leiser Stimme und lief Richtung Haus. Sie öffnete die Tür und ging in das Gebäude rein. Überall hingen Bilder von Menschen, die sie nicht kannte. Sie musste sich noch an die Bilder und Gemälde von Menschen gewöhnen, weil diese sich ja nicht bewegten. Sie lächelte und ging weiter.
"Hieks," Ginny war ziemlich genervt von dem Schluckauf und schüttelte den Kopf. Sie ging noch ein Stück weiter und sah sich die Gemälde weiter an. Es waren sehr schöne Portraits, von wunderschönen Frauen, aber auch Bilder von Landschaften. Sie blieb vor einem Gemälde stehen, was ihr besonders gut gefiel. Auf dem Bild konnte meine eine wunderschöne Frau sehen. Sie hatte dunkle, lange Haare, volle rote Lippen und dunkle Augen. Sie hatte einen sehr traurigen Blick. Ginny war fasziniert von diesem Gemälde.
Malfoy stand an der der Tür und beobachtete sie. Sein Blick wanderte an ihrem Körper hoch und runter. Sie war wirklich eine hübsche junge Frau geworden.
„Ich wusste gar nicht, dass du auf Muggel Kunst stehst," hörte sie eine Stimme sagen. Sie erkannte diese Stimme, aber konnte sie nicht gleich einordnen. Sie drehte sich schnell um und sah in die eiskalten Augen von Draco Malfoy.
„Was willst du hier?" fauchte sie und ging ein Stück zurück. Er ging weiter auf sie zu und grinste. Sie hasste dieses Grinsen. Sie hasste es schon damals, als sie noch in Hogwarts waren.
„Was ich hier will? Das ist eine gute Frage. Ich habe mich gewundert, dass ich nicht eingeladen worden bin," scherzte Malfoy. Er hielt seinen Zauberstab in seiner rechten Hand.
„Dich einladen? Wieso sollte man dich einladen?" fragte sie angewidert und blieb dann stehen.
„Na ja, ich wäre der einzige, der wirklich reinen Blutes wäre," sagte er spöttisch und Ginny fing an zu lachen.
"Ach ja? Du? Du bist doch nur ein armes, kleines Frettchen," Er nickte und packte sie dann am Arm. Sein Griff wurde fester und sie verzog vor Schmerzen ihr Gesicht. Ihr wurde bewusst, dass er wirklich was vorhatte.
„Lass mich los!" sagte sie lauter und er schüttelte den Kopf.
„Nein, du wirst jetzt mit mir kommen, ohne ein Mucks zu sagen, haben wir uns verstanden?" Er sah sie ernst an und sie hatte so einen ernsten Blick noch nie bei ihm gesehen. Noch nicht mal, wenn er Harry immer genervt oder versucht hat, zu ärgern.
„Ich werde garantiert nicht mitkommen. Was glaubst du, wer du bist?" Er merkte, wie angewidert sie von ihm war. Es war ihm nur recht, denn er fand es auch nicht besonders schön, sie anzufassen.
Plötzlich hielt er ihr seinen Zauberstab an die Kehle und Ginny zuckte zusammen und sah ihn erschrocken an. Er konnte genau die Angst in ihren Augen sehen.
„Du wirst keinen Ton sagen, haben wir uns verstanden? Du wirst ohne Widerwillen mitkommen." Sie nickte ganz zaghaft. In ihren Augen sammelten sich Tränen. Sie hatte Malfoy noch nie so erlebt. Er hatte sich wirklich verändert. Es schien so, als wenn er wirklich zu einem Todesser geworden war.
„Wenn du nicht machst, was ich sage, werde ich Zabini befehlen, jemanden aus deiner Familie zu töten und ich glaube nicht, dass es in deinem Interesse ist, jemanden zu verlieren oder?" fragte er mit gemeiner Stimme. Sie antwortete nicht. Ihr liefen einige Träne die Wangen herunter. Oh Gott! Dachte Ginny nur. Sie hatte solche Angst, dass irgendwem aus ihrer Familie was passierte.
„Oder?!" schrie er sie jetzt an und der Griff um ihren rechten Oberarm wurde noch fester.
„Nein, ich will nicht, dass jemand stirbt," sagte sie leise und er nickte.
„Gutes Mädchen," Er zog sie mit sich. Er ging zur Tür und machte diese leise aus. Er konnte von Glück sprechen, dass das Haus viele Meter von dem Garten weg war. Der Blick vom Haus zum Garten war dadurch, dass es mittlerweile etwas dunkler geworden war, erschwert.
„Komm jetzt," befahl er und zog sie mit sich. Sie zitterte vor Angst und versuchte sich gegen ihn zu wehren.
„Wo warst du so lange?" fragte Zabini, der zu Malfoy kam.
"Wo ich war? Ich musste doch dieses Miststück finden!" Malfoy war ziemlich angespannt und sauer. Er wollte so schnell es ging, weg von diesem Haus und diesem Garten.
„Wo hast du den Portschlüssel hingetan?" fragte Malfoy, als sie ein Stück weiter gingen. Zabini ging vor und hielt Ausschau nach Jemanden, der sich ihnen in den Weg stellen konnte.
"Wir müssen ein Stück zu Fuß gehen," antwortete Zabini.
„Warum hast du ihn soweit weg getan?!" Malfoy ging ein Stück schneller und zog Ginny weiter hinter sich her. Sie machte sich schwer, damit er nicht so schnell vorankommen konnte.
„Wir sind bald da," sagte Zabini leise zu Malfoy und der verzog das Gesicht. Es konnte noch einiges schief gehen, dachte er als er auf einmal Ginny schreien hörte:
"HILFE!"
Malfoy drehte sich um, aus Reflex und aus Angst, dass sie noch mal schreien konnte, schlug er ihr ins Gesicht und sie fiel zu Boden.
„Malfoy!" rief Zabini erschrocken und sah ihn auch so an.
"Ich muss sie doch ruhig stellen," antwortete er nur, packte sie und wollte sie gerade hochheben, als Harry Potter vor ihm stand.
„Ich wusste genau, dass du da hinter steckst," sagte Potter und zielte mit seinem Zauberstab auf Malfoy. George zielte mit seinen Zauberstab auf Zabini. Malfoy sah Harry an. Genau das wollte er nämlich nicht. Er wollte keine Konfrontation mit Potter. Er wollte dieses vermeiden, aber anscheinend ließ es sich nicht vermeiden.
Malfoy ließ Ginny auf den Boden sinken und hielt seinen Zauberstab auf Ginny.
„Ich habe kein Problem sie zu töten, Potter," drohte Malfoy mit ernsten Gesicht.
"Das wagst du nicht. Du hast kein Mumm dazu," forderte Harry ihn heraus. Malfoy fing an zu lachen.
"Potter, ich bin nicht mehr der kleine Junge, der im Schatten seines Vaters steht. Ich bin ein Todesser und bald bin ich einer der besten Todesser, die es jemals gab," sagte Malfoy mit einem arroganten Ton.
„Lass sie gehen! Wenn du mich willst, dann nimm mich, aber lass Ginny gehen," schlug Harry vor.
"Nein, ich will nicht dich. Lord Voldemort will auch nicht dich. Er will Ginny. Also lass mich durch, oder sie stirbt. Für Lord Voldemort ist es egal, ob sie lebt oder tot ist," log Malfoy und sah Potter an. Er wollte sehen, wie er darauf reagierte.
„Malfoy, lass meine Schwester in Ruhe," schrie George und Malfoy musste sich schnell überlegen, was er machen sollte. Er musste aus dieser Situation so schnell es ging raus. Sein Kopf war voll mit Gedanken. Er schloss kurz die Augen, zielte mit seinem Zauberstab auf George, grinste ihn an und sagte dann:
"Avada Kedavra!" George sackte in sich zusammen und sank dann zu Boden.
„Nein!" rief Ginny, die wieder erwacht war.
" Expelliarmus!" rief Blaise und entwaffnete Harry. Malfoy packte schnell Ginny, zog sie hinter sich her und rannte mit ihr los. Blaise hielt seinen Zauberstab Harry ins Gesicht.
"Und jetzt Potter?" fragte er und grinste ihn an. Harrys Blick ging zu George. Er wusste, dass er tot war.
Malfoy erreichte nach einigen Minuten den Portschlüssel. Ginny erschwerte Malfoy das Laufen, indem sie um sich schlug, schrie und weinte. Er hasste diese Frau jetzt schon und er freute sich schon darauf, wenn er sie Lord Voldemort geben konnte und wieder seine Ruhe hatte.
„Los, fass den Portschlüssel an," befahl er und sie schüttelte den Kopf. Er sah sie an und sah, dass er ganz schön kräftig zugeschlagen hatte. Ihre Lippe blutete, war dick geworden und war auch leicht aufgeplatzt. Ihre Haare fielen ihr ins Gesicht, ihr Kleid war kaputt und schmutzig und ihre ganze Schminke war zerlaufen.
Er packte ihr rechte Hand und dann berührten die Beide den Portschlüssel.
Sie kamen vor der Burg an. Malfoy stand sofort auf und zog sie hinter sich her.
"Nein!" schrie sie immer wieder und weinte lauthals.
„Hier, mein Herr!" sagte Malfoy als er in den Saal von Voldemort eintrat. Er schubste Ginny zu Boden und ging auf die Knie. Das erste Mal hatte Malfoy keine Angst in der Gegenwart von Voldemort. Er war sich das erste Mal sicher, dass er was richtig gemacht hatte und dass er endlich mehr Anerkennung bekommen würde. Voldemort machte große Augen und auch Lucius war erstaunt, dass sein Sohn diese Aufgabe geschafft hatte.
„Steh auf," befahl Voldemort Draco. Mafloy stand auf und sah ihn jetzt auch das erste Mal fest in die Augen.
„Du hast die Aufgabe wirklich erfüllt. Sehr gut gemacht, Malfoy. Du kannst jetzt auf dein Zimmer gehen. Ich werde dich rufen, wenn ich dich brauche," befahl er und Malfoy nickte und verschwand dann schnell aus dem Saal. Die Tür fiel hinter ihm zu und er ging so schnell es ging auf sein Zimmer. Er schloss seine Tür ab und warf sich auf sein Bett und schloss die Augen. Endlich hatte er mal was geschafft, ohne die Hilfe seines Vaters. Er war endlich erwachsen geworden und er grinste zufrieden. Er hatte jemanden umgebracht. Es war ein komisches Gefühl gewesen. Damals sollte er Dumbledore töten. Er hatte sich damals nicht überwinden können. Sein Vater war damals durchgedreht und hatte ihn beschimpft und wollte ihn schon aus der Familie verbannen. Malfoy hatte ihn aber davon überzeugen können, dass er wirklich dem Dunklen Lord dienen wollte. Sein Vater hatte ihn geglaubt und Malfoy wurde zu einem Todesser. Er wusste, dass es seine Erfüllung war. Ihm gefiel es dem Dunklen Lord zu dienen. Zwar hatte er noch nicht viel erlebt als Todesser, da Voldemort sich noch im Untergrund hielt. Er plante seinen Angriff auf Harry genau und wollte keine Fehler machen. Malfoy kam noch nicht in die Versuchung Jemanden zu töten. Es hatten immer die „Erwachsenen" gemacht. Crabbe, Goyle, Zabini und er wurden sehr gut ausgebildet. Ihnen wurden Dinge gezeigt, die sie wirklich gut als Todesser brauchen konnte. George Weasley war der Erste, den Malfoy umgebracht hatte. Er wusste genau, dass er noch viele mehr umbringen musste um Voldemort zu gefallen. Er hoffte, dass er mit seinem ersten Mord einen großen Schritt getan hatte.
Wäre lieb, wenn ihr reviewt, damit ich weiß, ob es euch gefällt oder nicht! Danke! ;)
