Kommentar: ...räusper Ich lebe noch. Und diese FF auch. Leider weiß ich zwar, wie ich die Geschichte fortführen möchte, aber mir gelingt es nicht das auch zu tun seufz Daher die lange Wartezeit - tut mir leid! Aber ich lasse keine meiner Fanfics unbeendet, also wird es mit KoaS ganz sicher weitergehen!
Ich hoffe ihr verzeiht mir die langen Wartezeiten und habt Spaß mit diesem Kapitel!
10. Kapitel
Harrys Einzug bei Draco war schnell über die Bühne gegangen. Für Zauberer war es schließlich kein Problem ihr Hab und Gut zu transportieren - man benutzte einfach einen Verkleinerungszauber und packte alles in einen Koffer.
Seine Möbel hatte Harry in den Kellergewölben Malfoy Manors eingelagert, weil er es nicht über sich brachte sich von ihnen zu trennen. Draco konnte das zwar nicht wirklich nachvollziehen, zeigte aber dennoch Verständnis und hatte Harry das Gewölbe angeboten.
Außerdem gab Draco Harry freie Hand, was das Einrichten in seinen ehemaligen Privaträumen betraf - jetzt teilte er sie ja endlich mit jemandem. Daher hatte er Harry gestattet alles nach seinen Wünschen zu verändern, wenn ihm etwas nicht gefiel - er wollte einfach, dass Harry sich bei ihm wohlfühlte.
Hinzu kamen noch diverse Änderungen das Haus selbst betreffend. Draco änderte einige Zauber, damit Harry vollen Zugriff auf alle Räume hatte, die ursprünglich nur von jemandem betreten werden konnten, der den Namen Malfoy trug, damit Harry sich niemals irgendwie ausgeschlossen fühlen konnte.
Außerdem fand er es langsam altmodisch, denn diese bestimmten Räume beherbergten nichts Besonderes - mit einer Ausnahme, aber auch dem Raum in dem ihre komplette Ahnentafel angebracht war konnte Harry jetzt betreten.
Harry musste zugeben er war gerührt über all diese Veränderungen, die Draco extra für ihn durchführte, damit er sich einlebte und sich heimisch fühlen konnte, aber ihm reichte es eigentlich schon jede Nacht neben Draco im Bett liegen zu können und auch jeden Morgen neben ihm aufzuwachen.
Noch mehr rührte ihn allerdings die Tatsache, dass Draco in Gringotts dafür sorgte, dass er Zugriff auf sein Geld hatte. Nicht das Harry dringend Geld benötigte, aber Draco meinte es sei besser für Notfälle und man könnte nie wissen.
Das war ein unglaublich großer Vertrauensbeweis und kam fast der noch ausstehenden Liebeserklärung des Blonden gleich.
Eigentlich hatte Harry vorgehabt zu veranlassen, dass auch Draco auf sein Geld zugreifen konnte, aber der Blonde hatte ihn davon abgehalten mit der Begründung, einem Malfoy sollte man nicht trauen und Harry hatte es gelassen, obwohl er Draco sehr wohl vertraute und sich sowieso nicht mehr vorstellen konnte, dass dieser jemals ähnlich handeln würde wie seine Eltern oder andere Verwandte.
Sie waren gerade dabei zu Frühstücken, als eine unbekannte Eule einen Brief für Harry brachte. Der Schwarzhaarige gab der Eule zum Dank ein paar Krümel seines Brötchens und nahm den Umschlag in die Hand, während der Vogel wieder verschwand.
"Von Hogwarts!", murmelte er überrascht und faltete das Pergament auseinander.
Draco sah auf.
"Hogwarts? Was will Dumbledore denn von dir?"
Harry las den Brief zu Ende und seine Augen weiteten sich mit jeder Zeile. Schlussendlich strahlte er Draco freudig an, sodass dieser lachen musste.
"Scheinen ja gute Neuigkeiten zu sein. Worum geht´s?", frag er entspannt, während er eine großzügige Menge Marmelade auf seinem Toast verteilte.
Er nahm gerade einen herzhaften Bissen, als Harry antwortete.
"Dumbledore möchte mich als Vertretung für die Lehrerin in Verteidigung gegen die dunklen Künste."
Der Blonde verschluckte sich fast und hustete, bevor er antwortete.
"Was???"
"Ja, hier steht, dass sie ein Kind erwartet und nach den Weihnachtsferien brauchen sie eine Vertretung."
"Und deine Arbeit?", fragte Draco. Die Aussicht darauf, dass Harry ein halbes Jahr lang in Hogwarts leben sollte, gefiel ihm nicht. Schließlich wohnten sie gerade erst zusammen und außerdem hatte er sich schon so an Harrys Gegenwart gewöhnt, dass er ihn nicht mehr missen wollte.
"Hm, ich kann mich sicher beurlauben lassen...", murmelte Harry vor sich hin, sich nicht bewusst, dass Draco sich nicht wirklich mit ihm freute.
"Der Job im Ministerium ist manchmal ziemlich trocken... Ein wenig Abwechslung könnte mir gut tun.", fuhr der Schwarzhaarige fort und studierte nocheinmal eingehend den Brief.
Als Draco seine Tasse geräuschvoll auf dem Tisch abstellte, sah er endlich auf und bemerkte, dass sein blonder Partner offenbar verstimmt war.
"Draco?"
"Du würdest einfach so gehen, oder? Du überlegst doch schon wie du deine Zusage formulieren sollst!"
Harry, dem jetzt klar war, dass mit seinem Partner etwas nicht stimmte, nickte langsam.
"Natürlich. Ursprünglich wollte ich als Lehrer arbeiten und nicht im Ministerium. Ist doch toll, dass ich wenigstens mal als Vertretung eingesetzt werde."
"Und da du ja schon dabei bist alles zu planen... Wie hast du dir das mit uns vorgestellt, wenn du in Hogwarts lebst?", knurrte Draco geradezu.
Er hatte weniger ein Problem damit, dass Harry dieses Angebot bekam und es auch annehmen wollte, sondern eher mit der Tatsache, dass es Harry gar nichts ausmachte, dass sie sich dann etwa ein halbes Jahr lang nur selten sehen konnten, weil Harry in Hogwarts leben würde.
Der Appetit war ihm gründlich vergangen. Offensichtlich würde Harry ihn nicht allzu sehr vermissen... Liebe - ha!
Harry hatte unterdessen das dumpfe Gefühl, dass ihm etwas Wichtiges entgangen war. Draco schien wütend zu sein, aber ihm war nicht ganz klar warum.
Sicher, er würde auf Hogwarts arbeiten, aber das hieß ja nicht, dass er dort leben musste. Dumbledore würde sicher mit sich reden lassen, sodass er am Abend wieder nach Hause zu Draco konnte und auch morgens erst wieder nach Hogwarts zurückging.
Das musste doch zu machen sein, schließlich waren die Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr ganz so streng, seit Voldemort tot war und es war erlaubt zu apparieren oder einen Kamin zu benutzen, obwohl er da eindeutig das Apparieren bevorzugte...
"Draco, ich werde das Angebot natürlich nur annehmen, wenn Dumbledore mir gestattet weiterhin hier zu leben und nicht in Hogwarts. Glaubst du, ich habe Lust ein halbes Jahr ohne dich zu verbringen? Oder dich nur während der Ferien zu sehen? Das reicht mir nicht."
Draco sah überrascht auf.
"Ich werde Dumbledore darum bitten und ihn schildern, dass wir zusammenleben. Wenn er nicht darauf eingehen möchte, muss er sich nach jemand anderem umsehen.", erwiderte Harry bestimmt.
Draco musterte ihn und langsam konnte Harry sehen, wie er sich wieder entspannte. Inzwischen hatte er auch eine leise Ahnung, warum Draco so gereizt reagiert hatte. Der Blonde hatte Verlustängste.
So seltsam es klingen mochte, wenn man über einen Malfoy sprach, aber jetzt, wo er darüber nachdachte, war es eigentlich eindeutig.
Draco war sein bisheriges Leben lang immer sehr einsam gewesen. Nun hatte er jemanden gefunden, für den er viel empfand und den er nicht mehr gehen lassen wollte und immer um sich haben wollte - ihn, Harry.
Harry lächelte. Als ob er es ohne Draco länger als eine Woche aushalten würde...
Er stand auf, ging zu Draco hinüber und küsste ihn sanft auf die Stirn.
"Als ob ich ein halbes Jahr ohne dich auskommen könnte, Draco."
Er lachte. "Wer würde mich dann mitten in der Nacht aufwecken, weil er geil ist und Sex will?", fragte er grinsend und Draco lachte leise.
"Stimmt, das würde dir fehlen, nicht wahr?"
"Sicher, wer schläft schon gerne eine Nacht durch, weil er keinen Sex hat?", erwiderte er schelmisch und küsste Draco kurz auf den Mund.
Draco schloss die Augen und erwiderte den Kuss ebenso sanft, sodass sie eine Weile auf den Lippen des anderen verweilten.
"Ich liebe dich.", sagte Harry leise und gab dem Blonden noch einen liebevollen Kuss, bevor er sich löste.
Draco sah ihn an und lächelte, sagte aber nichts.
Harry konnte damit gut leben. Wozu brauchte er Worte, wenn Dracos Gefühle in jeder Berührung und seiner gesamten Körpersprache lesen konnte?
"Ich muss jetzt zur Arbeit.", meinte er dann, "Sonst steckt man meinem Chef noch, dass ich unzuverlässig bin.", sagte er und sah Draco grinsend an.
Der Blonde lachte. "Dein Chef hat wichtige Termine und merkt nicht, wenn du zu spät kommst. Im Gegenteil, er hat dich ja aufgehalten...", scherzte er und Harry hob lachend zum Gruß die Hand, bevor er den Raum verließ.
Draco sah ihm lächelnd nach, erleichtert, dass er sich wegen dem Jobangebot keine Gedanken machen musste.
Dann verließ auch er den Raum und überließ das Abräumen den Hauselfen.
Ron hatte unterdessen ganz andere Sorgen.
Im Hinblick auf seine Beziehung mit Blaise lief eigentlich alles prima.
Seit Blaise ihm gebeichtet hatte, dass er sich Monat für Monat einer unvollkommenen und überaus qualvollen Verwandlung unterzog, die ihn normalerweise für drei Tage des Monats zum Werwolf machte, war alles entspannter verlaufen. Wohl zu einem großen Teil auch deshalb, weil Blaise keine Schuldgefühle mehr hatte, da er ihm etwas verheimlichte.
Ganze zweimal hatte Ron nun miterlebt, was es für Blaise bedeutete sich nicht vollständig verwandeln zu können und dem Rothaarigen erschienen Lupins Qualen im Vergleich dazu wie ein Witz.
Denn trotz Dracos abgewandelter Form des Werwolfbanntranks litt Blaise unter höllischen Schmerzen - es war als wäre sein Körper während des Vollmonds einer sich ständig wiederholenden Verwandlung und Rückverwandlung ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Werwölfen verwandelte Blaise sich pro Nacht etwa sechs Mal und wieder zurück.
Ron hatte schnell gemerkt, dass es ihn zwar ebenfalls quälte zu sehen wie sein Partner leiden musste, aber das er davon abgesehen gut damit umgehen konnte. Er half Blaise so gut er konnte, wenn die Vollmondnächte vorüber waren und für den Schwarzhaarigen schien das eine große Erleichterung zu sein.
Trotzdem verlief ihre Beziehung bei weitem nicht so wie er sie sich wünschte oder wie sie eigentlich sein sollte nach bald vier Monaten.
Soweit er wusste war er mit einem Playboy zusammen... Wenn nicht sogar mit DEM Playboy der Zaubererschaft.
Warum also waren sie dann über Fummeln und Knutschen noch nicht hinaus?
Er konnte ja ein sehr geduldiger Mann sein, aber irgendwann stieß jeder an seine Grenzen und es war doch nicht normal sich beinahe jeden Abend einen runterholen zu müssen, wenn man in einer festen Beziehung war!
Grummelnd und sich die Haare raufend starrte Ron auf den Papierstapel, der sich auf der rechten Ecke seines Schreibtisches türmte und seufzte.
In den letzten beiden Stunden war der Stapel kaum kleiner geworden, weil er ständig mit den Gedanken abschweifte. Und beinahe alle seine Gedanken kreisten um Sex!
Ihm war plötzlich danach den Kopf einige Male auf die polierte Tischplatte zu schlagen. Wann immer er versuchte Blaise unauffällig ´rumzubekommen, fand dieser einen Weg ihm zu entkommen. Er hatte sogar vorgeschlagen, dass Blaise ihn einfach wie einen seiner früheren Liebhaber behandeln konnte - sprich: Er selber würde unten sein - aber Blaise schien durch irgendetwas gehemmt und er konnte bald nicht mehr...
Seine Libido hielt ihn vom Arbeiten ab und beherrschte seine Gedanken. Offenbar gefiel es seinem schwarzhaarigen Partner ihn zu quälen - elender Sadist!
Knurrend richtete er sich wieder auf und versuchte sich auf die Verstöße gegen das Gesetz zum Schutz minderjähriger Zauberer zu konzentrieren.
Warum zur Hölle benutzte irgendein 15-jähriger während der Ferien einen Zauber gegen Akne, der dann auch noch nach hinten losging?
Gab es nicht genug Salben und Tränke, die Akne bekämpften? Die bekam man doch in jeder Zaubererapotheke...
Nachdem er sich mehr oder weniger erfolgreich durch sieben Regelverstöße gekämpft hatte, schweiften seine Gedanken schon wieder ab.
Er würde wohl erneut mit Blaise reden müssen. Ron seufzte und ließ den Kopf hängen. Wenn es etwas gab, was ihm gar nicht lag und das er mied so gut es ging, dann waren es solche Gespräche - oder Gespräche über Gefühle.
Na ja, hier ging es ja - soweit er wusste - nur um Sex. Das sollte noch zu schaffen sein...
TBC
A/N: Allzu viel passiert ja nicht - das kommt dann im nächsten Kapitel. Und ich hoffe es ist rübergekommen, wie ich mir Blaises 'Nicht-Verwandlung' in etwa vorstelle...? Bis zum nächsten Kapitel, in dem es dann endlich zu einer dringenden Aussprache bei Ron und Blaise kommt und darum geht, ob Harry die Stelle in Hogwarts annimmt.
