„Hallo mein Name ist Jacob und ich bin dein Prüfer."
„Hallo ich bin Bella."
„Na dann Bella, lass uns gehen."
Das nächste was ich spürte war…nichts. Es war ein bodenloses, endloses nicht in dem langsam wieder Konturen auftauchten. Es war der erste Schock den ich verspürte seit ich tot war. Nach und nach erkannte ich einen Raum. Es erinnerte mich an meine Schulzeit und ich fühlte mich augenblicklich in diese zurückversetzt. In dem Raum standen zwei Tische, ein etwas größerer du ein kleiner.
Auf dem Stuhl hinter dem großen Tisch saß Jacob und als ich an mir herabblickte, bemerkte ich, dass ich eine Art Robe trug und hinter dem kleinen Tisch saß.
Ich schaute ihn verwundert an und fragte: „Was war das?"
„Das, das war eine Fortbewegungsmethode für die etwas höheren Engel, sie wird aber selten angewendet, da es ein großer Kraftaufwand ist."
„Aha…und wo sind wir hier?"
„Das hier ich mein Prüfungsraum. Hier wer euch dir die Theorie beibringen. Nach Fragen?"
„Nein, wann geht es los?", wollte ich wissbegierig wissen.
„Jetzt gleich."
„Es gab wirklich viel zu beachten, doch ich lernte schnell. Da ich aber nur die Prüfung zum einfachen Engel machte, erklärte man mir nur welche Aufträge ich genehmigen sollte und welche nicht.
Zum Beispiel durfte ich nicht jeden Komapatienten wieder aufwachen lassen
Als nächstes erklärte er mir wie ich einen Menschen beschützen sollte, falls ich als dessen Schutzengel bestimmt werden sollte. Jedes eingreifen meinerseits muss erst genehmigt werden, denn die Zeit als Mensch ist nur kurz und irgendwann muss jeder sterben. Deshalb darf ich meinen „Schützling" nur dann vor dem Tod retten, wenn es genehmigt ist.
Nach einiger Zeit, ich wusste nicht wie lange wir schon hier saßen und er mir alles beibringen musste was ich zu wissen hatte sagte er schließlich: „ Und nun geht's zum praktischen Teil, dieser wird aber auch nicht sehr viel spannender, tut mir leid."
„Wieso denn das? Ich finde das hier alles sehr spannend."
„Jetzt noch, später aber wirst du dich langweilen…und jetzt komm."
Schon wieder kam es mir so vor als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen werden und ich in das ewige Nichts eintauche. Und schon wieder endete dieses Gefühl so schnell wie es begonnen hatte und wir waren in einem Bürogebäude.
Zumindest sah es auf den ersten Blick hin so aus, doch wenn man genauer hinsah, bemerkte man schon grundlegende Unterschiede.
Hier gab es nur einfache Engel. Alle hatten eine so glänzend helle Ausstrahlung, dass es fast schon in den Augen weh tat.
Außerdem sah man weit und breit keine Computer, die Zettel die es zu bestätigen galt tauchten einfach aus dem Nichts aus und verschwanden wieder dorthin, sobald man sie mit einem der zwei Stempel abgestempelt hat; einer für „ja" und einer für „nein".
Jake, er hatte mir gesagt ich solle ihn so nennen, brachte mich zu einem kleinen Tisch am Rande des Raumes und erklärte mir was ich zu tun hatte: „ Also, du bekommst ein paar Anfragen zugestellt. Es sind eher leichterer, wir wollen dir noch keine schwierigeren geben. Falls du etwas falsch machen würdest, würde das vielleicht jemandem das Leben kosten. Ich bin natürlich die ganze Zeit über bei dir und werde dir wortwörtlich über die Schulter gucken.
Viel Glück und los geht's."
Mit dem letzten Satz tauchte auf einmal ein Zettel vor mir auf und zwei Stempel, ein weißer und ein schwarzer. Das Papier war in grau gehalten damit man sowohl den schwarzen, als auch den weißen Stempel gut erkennen konnte.
Die ersten Anfragen waren leicht zu beantworten, doch dann kam eine etwas schwierigere.
Ein Engel wollte wiedergeboren werden und wollte zu einer reichen Familie geschickt werden. Ich wusste nicht was ich tun sollte und fragte deshalb Jake um rat.
„Wo lebte er in seinen früheren Leben?", fragte er mich darauf.
„Er lebte fast immer in armen Regionen, oft auch als Waisenkind, also was soll ich tun?"
„Das musst du mir sagen. Es liegt an dir wohin du ihn schickst."
Ich sollte das also entscheiden, aber das wollte ich nicht. Ich kann doch nicht über das zukünftige Leben eines Menschen entscheiden. Arm oder reich, satt oder hungrig. Wieso sollte es in meiner Macht liegen so etwas zu entscheiden. Mir wurde aber bewusst, dass es genau das war, was die einfachen Engel zu tun hatten. Sie mussten sich an die Regeln halten und Wünsche ablehnen oder nicht. Menschenleben retten oder nicht. Es lag alles in ihren Händen, alles in diesen zwei Stempeln.
Ich zögerte noch etwas, griff aber dann zu einem der zwei Stempel, setzte ein Zeichen und schon war die Anfrage verschwunden.
Ich schaute Jake fragend an und wollte wissen ob es richtig war, was ich tat. Er schaute mich noch eine Weile an, nickte mir dann aber schlussendlich zu.
Ich hatte mich an die Regeln gehalten und ihm diesen Wünsch erfüllt, er hatte ihn noch nie gestellt und so war es mir eine Freude ihm diesen zu erfüllen.
„Wo wird er jetzt hingeschickt?"
„Er kommt an einen Ort, wo ihm seine Erinnerungen gelöscht werden. Dieser Vorgang wird 9 Monate dauern und dann wird er als Neugeborenes wieder zu den Menschen zurückkehren."
„Wieso löschen sie seine Erinnerung?"
„Sonst wüsste er ja was noch dem Tod auf jeden wartet und dass dürfen die Menschen, wenn sie leben, nicht wissen."
Ich verstand sofort was er meinte, es würde nichts mehr so sein wie zuvor und als ich das dachte kamen mit nur diese Sätze in den Sinn, welche sich einfach nicht vertreiben ließen:
Kinder sind Engel…
…und sie werden von Gott beschützt…
Aber weil die Menschen Gott nicht sehen können, fühlen sie sich allein.
Deshalb nehmen sie irgendwann Abschied von Gott…
…um zu Menschen zu werden.
Sie verlassen das schützende Paradies…
…und möchten von den Menschen geliebt werden.
„So das war dann der praktische Teil, du lernst wirklich schnell."
Jake riss mich mit seinem Satz aus meinen Gedanken, aber immer noch gedankenverloren stand ich auch und ging zu ihm.
„Wohin geht es jetzt?"
„Jetzt geht es zur Prüfung, wir müssen zu einem, vom Himmelsstaat, als sicher erklärten Raum. Dort findet dann deine Prüfung statt."
„Und wer wird mich prüfen?"
Er schaute mich etwas verdutzt an, als hätte ich etwas Wichtiges nicht begriffen.
„Bella, ich bin dein Prüfer und deshalb werde ich dich prüfen. Hast du etwa gedacht es gibt noch extra eigene Prüfer die die zukünftigen Engel dann prüfen werden und ich werde nur dumm in der Gegend sitzen und darauf warten, dass du fertig wirst? Ganz sicher nicht, dass ist mir nämlich zu fad. Ich hatte zwar noch nie einen Schüler, aber ich hoffe es wird lustig. Und vielleicht bekommen ich nach dir auch keinen mehr, kann ja sein. Dann muss ich wenigstens deine Prüfung auskosten. Das bedeutet; deine Prüfung wird schwer. Also lern heute noch schön brav und wir sehen uns dann morgen um 7 Uhr, ich werde dich abholen da du ja noch nicht fliegen kannst."
Er wollte schon losfliegen als ich sagte: „Und wo soll ich bis morgen hin?"
Jake drehte sich noch einmal zu mir um und sagte: „Ins Himmelshotel natürlich, wohin denn sonst?"
„Natürlich, wohin denn sonst, und wie komm ich dort hin?"
„Du nimmst einfach die nächste Wolkenbahn, die wird dich dann zum Hotel bringen. Sie kommt übrigens in ein paar Minuten. Kopf hoch, das schaffst du schon.", sagte er dann noch als er meinen entsetzten Blick sah.
Ich sollte alleine im Himmel rumwandern? Ich verlauf mich doch 100 prozentig!
„Du wirst das Hotel schon nicht übersehen, es ist riesig und die Bahn hält genau davor.", sagte er nun als hätte er meine Gedanken gehört.
Mit einem letzten winken seiner rechten Hand spannte er seine Flügel aus und flog davon.
Seine Flügel ziemlich groß, demnach war ein „mittlerer" Engel. Sie bestanden aus Federn und Licht welches die Federn zusammenhielt.
Durch eine seltsame Wolkenformation die geradewegs auf mich zusteuerte wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
Sie hielt vor mir an und ich erkannte einige Engel die darin saßen. Ein weiterer fragte mich ob ich einsteigen wollte und ohne zu zögern tat ich das auch.
Als ich nun auf meinem Platz saß betrachtete ich dieses „Etwas" genauer. Es war unschwer zu erkennen, dass das die Wolkenbahn sein musste.
Es bestand aus Wattequadraten die durch Lichtstanden zusammengehalten wurden.
Alles in allem war es ein einfach einmaliger Anblick, doch zugleich wusste ich, dass ich noch mehr solcher Dinge zu sehen bekommen würde.
Nach einiger Zeit kamen wir an einem riesigen Wolkenhaus an. Ich stieg aus und ging hinein.
Alles strahlte und schaute aus, als würde es aus reinstem Licht bestehen. Eine Frau im mittleren Alter kam auf mich zu.
„Kommen Sie, ich bring Sie auf ihr Zimmer."
Ich war zunächst etwas verwirrt, woher wusste sie, dass ich hierher kommen würde und wieso hatte sie gleich ein Zimmer für mich? Doch ich hörte auf mir irgendwelche Fragen zu stellen auf die ich sowieso keine Antwort bekommen würde.
Ich ging also mit ihr. Wir flogen ein paar Etagen höher, dass fliegen war nur möglich, weil sie mich mitgenommen hatte. Ansonsten wär ich nicht einmal ein Stockwerk weiter nach oben gekommen, denn es gab in diesem ganzen Haus keine einzige Treppe.
Wir kamen in einem wunderschönen Zimmer an. Es wirkte wie aus Watte und ich dachte sofort, dass es sich wahrscheinlich genauso anfühlte.
Die Frau verließ mich ohne ein weiteres Wort und ich war allein. Ich schaute mich noch etwas in dem Raum um. Alles erinnerte an Watte. Der Boden, die Wände und sogar das Bett. Ich ging zu letzterem und setzte mich darauf und tatsächlich, wie Watte.
Ich wusste nicht wie lange ich so saß, aber es musste schon etwas länger her sein.
Mit dem Gedanken an meine morgige Prüfung schlief ich dann auch ein. Ich fragte mich zwar, warum Engel oder auch Tote schliefen, aber das musste ich morgen Jake fragen.
Ich schloss die Augen und schlief ein.
Also erst mal sorry, dass es so lange gedauert hat. Das Kapitel war schon länger fertig, seit Mittwoch um genau zu sein, aber ich war zu faul es abzutippen. Da ich aber versprochen hab, dass es schon am Mittwoch da ist überwand ich mich jetzt und tippte die paar wenigen Wörter.
Aber es tut mir so leid!!! Beim nächsten Mal werde ich mein Wort halten, ehrlich.
Bitte lest trotzdem bei mir weiter, obwohl ich immer so lange brauch.
Nächste Woche wird's eher kein neues Kapitel geben, da ich bei meinen Großeltern bin und die haben kein Internet. Ich wird aber jeden Tag weiterschreiben und jeden Tag was Neues abtippen, versprochen.
Bitte wie immer viele reviews schreiben. Ihr könnt mir auch Verbesserungsvorschläge schicken oder eigenen Ideen die ich einbauen kann. Es geht eigentlich fast alles, nur nicht, dass der Edward ein Dämon wird!
Also danke fürs lesen meiner story
hel
kiss blaxxi
