Am nächsten Morgen wachte ich durch ein klopfen an meiner Tür auf.
Als ich sie öffnete stand ich Jake gegenüber. Er lächelte mich freundlich an und sagt: „Na, gut geschlafen?"
„Ja, aber sag mal, warum hab ich eigentlich geschlafen?"
„Wie meinst du das?", er wusste anscheinend nicht wie ich das meinte.
„Naja, ich bin doch jetzt tot und im Himmel. Wieso schlafe ich dann trotzdem?"
„Ach so…das ist, weil du noch kein Engel bist. Wenn du deine Prüfung bestanden hast schläfst du nicht mehr."
Das kam mir jetzt zwar etwas seltsam vor, aber was soll ich machen? Wir standen und noch eine Weile schweigend gegenüber, bis Jake dann das Wort ergriff.
„Los, lass und gehen. Deine Prüfung beginnt gleich."
Er ergriff meine Hand und schon wieder hatte ich das Gefühl, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen werden.
Im nächsten Moment stand ich in einer großen weißen Halle, von ihr gingen viele Türen in andere Räume aus.
Jake ging auf eine dieser Türen zu und ich folgte ihm nach kurzen zögern. Das alles wirkte einfach zu…mächtig. Es war zu groß, ich kam mir so klein vor wie noch nie.
An der Tür die wir zusteuerten blieb er stehen und wartete auf mich. Als ich ihn erreichte spielte ich nervös mit meinen Haaren. Was würde mich hinter dieser Tür erwarten? Würde ich die Prüfung bestehen? Jacob, der anscheinend bemerkte wie nervös ich war, versuchte mich auf andere Gedanken zu bringen.
„Noch Fragen? Wenn nicht geht es jetzt los."
„Ja, ich hätte noch eine Frage. Machen alle ihre Prüfungen so schnell? Nach einem Tag lernen meine ich…"
Er überlegte kurz und antwortete dann: „Ich kann das nicht so genau sagen, da du meine erste Schülerin bist, aber ich glaube nicht das es alle so schnell schaffen."
Wir schwiegen noch ein paar Sekunden.
„Also, jetzt geht es los.", und mit diesen Worten öffnete er die vor uns liegende Tür.
In dem Raum sah es ganz anders aus als in der großen Halle in der ich mich so winzig fühlte. Er war sogar das genaue Gegenteil. Der Raum war klein, schon etwas gräulich und ich fühlte mich eingeengt. Als würde man mich einsperren wollen. In dem Raum stand ein einzelner Mann und wartete anscheinend auf uns.
„Das ist Mr. Right (ich bin einfallsreich, ich weiß. Aber für den Mann passt der Name genau XD), er wird deine Prüfung überwachen und feststellen ob sie ordnungsgemäß abgelaufen ist." ,stellte er mich dem Mann vor. Nun wandte er sich dem Mann vor und stellte mich vor: „Und das ist Isabella Swan, sie wird heute auf den „einfachen Engel" geprüft."
Mr. Right sah nicht sehr interessiert aus, drehte sich schließlich um und setzte sich auf einen Stuhl in einer Ecke des Raumes.
Nun begann die Prüfung und ich war nervös wie noch nie zuvor. Ich schaff das, ich schaff das, ich schaff das…redete ich immer wieder auf mich ein.
„Bella,.."-riss mich Jake aus meinen Gedanken-„lass uns anfangen"
Die Prüfung dauerte lang und mehr als nur einmal dacht ich sie würde nie enden, doch nach einiger Zeit, die mir wie Stunden vorkam, beendete er die Prüfung. Er schaute auf den Mann in der Ecke und schien auf etwas zu warten.
Ich drehte mich auch um und erkannte, dass er alles mitgeschrieben hatte.
Wir schauten ihn gebannt an und schließlich ergriff er das Wort: „Es freut mich ihnen mitteilen zu können das Sie, Isabella Swan, die Prüfung bestanden haben." Im nächsten Moment verschwand er, was mich zwar sehr überraschte, doch ich fasste mich wieder schnell. So musste es aussehen, wenn man sich von einem Ort zum anderen „teleportiert".
Ich drehte mich wieder zu Jake um und schaute ihm in die Augen. In ihnen lag nur Freude. Er freut sich für mich.
Er streckte mir die Hand entgegen und ich ergriff sie nach kurzen zögern. Was hatte er vor?
Dann kam wieder dieses unbeschreibliche Gefühl des Fallens und wir waren wieder in dem „Bürogebäude" welches ich als erstes vom Himmel gesehen hatte. Doch nun standen wir an einem anderen Schalter. Die Schlange vor mir war nicht sehr lang, aber kurz war sie auch nicht. Ich würde hier einige Zeit stehen müssen. Als ich zu meiner rechten schaute sah ich Jake wie er neben mir stand. Ich dachte er wäre schon wieder gegangen.
„Freust du dich? Du hast deine Prüfung bestanden, ich freu mich für dich."
„Ich auch, ich kann es noch immer nicht glauben. Und was machen wir jetzt hier?"
„Wir holen deine Flügel und das Schreiben das bestätigt, dass du ein Engel bist."
„Und dann?"
„Dann gehen wir wieder deinem zukünftigen Arbeitsplatz, dort wirst du dann weiter Anforderungen bestätigen oder ablehne."
Die Schlange bewegte sich schleppend weiter, nun waren nur noch wenige „Menschen" vor mir. Wir verfielen in ein langes Schweigen und als ich mich wieder Jake zuwandte hatte er einen traurigen Ausdruck in den Augen.
„Was ist?"
„Ach nichts…"
„Was ist mit dir? Wieso bist du plötzlich so traurig?"
„Nun ja, jetzt wo du die Prüfung bestanden hast sehen wir uns doch nicht mehr oder?"
Wie kam er denn darauf? Durfte ich ihn jetzt nicht mehr sehen oder wollte er gar nicht mehr?
Ich stellte die Frage die mir auf der Zunge lag: „Wie kommst du denn darauf?"
„Naja, du musst mich jetzt nicht mehr sehen."
„Ich will aber. Du bist mein einziger Freund hier."
Seine Augen weiteten sich kurz, aber dann waren sie wieder so voller Freude wie zuvor.
Nun war ich an der Reihe. Man überreichte mir meine Flügel und ein Blatt Papier auf dem stand:
„Wir gratulieren dir, Isabella Swan, zu der bestanden Prüfung und hoffen, dass du noch weitere bestehst…", und noch eine Menge anderer formaler Text.
Ich ging wieder zu Jake und fragte ihn: „Und jetzt?"
„Was meinst du?"
„Was soll ich jetzt machen? Wo soll ich wohnen?"
„Also, deine Schicht beginnt erst morgen und bis dahin hast du noch kein Haus. Aber du kannst heute Nacht bei mir übernachten, wenn es dir nichts ausmacht."
„Wieso bekomme ich erst morgen ein Haus?"
„Weil du noch nichts für den Himmel getan hast, erst danach bekommst du einen Platz wo du leben kannst. Je höher dein Rang als Engel ist, desto größer ist dein Haus. Los komm jetzt, wir fliegen los"
Ich schaute ihn erst verwundert an, bis mir klar wurde, dass ich ja jetzt meine Flügel hatte.
Aber fliegen? Ich? Jetzt? Sofort?
Am Anfang flog ich etwas…nun, wollen wir sagen…nicht besonders gerade…aber nach einiger Zeit war ich sehr gut.
Als wir bei Jake ankamen blieb mir die Sprache weh. Es war wunderschön! Es war groß und man sah sofort, dass Jake darin lebte.
Wir gingen hinein und ich schaute mich abermals um. Es war eindeutig Jakes Zuhause.
Wir setzten uns und unterhielten uns die ganze Nacht über mein menschliches Leben, über seines und den Himmel. Über Gott und die Welt eben, wortwörtlich.
So, des wars auch schon wieder. Es is ein kürzeres Kapitel als normalerweise aber es ist steht alles drin, was ich reinschreiben wollte. Das nächste wird wieder etwas länger und in ihm kommt dann endlich Edward.
Schreibt mir bitte viele, viele reviews, dann schreib ich auch weiter (erpressung )
Eigentlich wollte ich des nicht heute schreiben sondern erst in 2 wochen.
