13.

Es war Abend geworden. Der Sonnenuntergang mit seinem roten und gelben Strahlen war einem sternenübersäten Nachthimmel gewichen.

Jimbo bereitete das Abendessen vor, Big Al wusch ab und Remus hatte John in das Schulleiterbüro gezogen.

„Ich möchte nicht so gerne vor den anderen darüber sprechen, aber ... ich habe dich für den Verräter gehalten, und ich bin immer noch nicht überzeugt davon, dass du es nicht warst. Du hast Albus immer sehr nahe gestanden, vielleicht warst du ja „Plan B" für seine Nachfolge. Dann hätte er dich natürlich auch in alles eingeweiht," sagte er.

„Ich verstehe," erwiderte John. „Instinktiv möchte ich dir widersprechen, aber ich kann es nicht. Ich habe einfach keine Erinnerung an die Zeit vor meinem Aufwachen in der Mugglewelt, und mit einer diesbezüglichen Vision kann ich auch nicht aufwarten."

„Warum hast du Albus getötet? Warum nur? Er war die einzige Hoffnung auf einen endgültigen Sieg über Voldemort, die wir hatten ... Na ja, vielleicht nicht die einzige, da gab es ja auch noch Harry, aber die beste. Und er war dein Freund, dein Mentor ..."

John seufzte und zuckte mit den Schultern.

„Ich wünschte, ich könnte es dir sagen, aber ich kann es nicht. Bis heute wusste ich ja nicht mal, wem ich dieses „Avada Kedavra" entgegen geschleudert habe."

„Den Todesfluch," flüsterte Remus. „Warum nur?"

John konnte Remus' Verzweifelung förmlich mit den Händen greifen.

„Es tut mir so leid," sagte er schließlich. „Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, aber es tut mir leid. Ich wünschte nur ..."

Remus hatte sich abgewandt und sah sich interessiert die Bilder an den Wänden an. John bemerkte, dass er irritiert die Stirn runzelte und trat näher an ihn heran.

War es wirklich erst vorgestern gewesen als er die angeketteten und geknebelten Gestalten in den Rahmen gesehen hatte?

Sie waren nicht mehr da. Die Gemälde waren nur noch schwarze Vierecke in goldenen Rahmen. John fühlte sich an moderne Kunst erinnert, da gab es häufig auch nicht mehr zu sehen.

Er erzählte Remus, was er noch zwei Tage vorher gesehen hatte.

„Soweit ich mich erinnere, hingen hier die Porträts der ehemaligen und mittlerweile verstorbenen Schulleiter," sagte Remus.

„Wer hing dann hier?" fragte John und zeigte auf den hellen Fleck, der immer noch wie eine Anklage auf ihn wirkte.

Remus zuckte mit den Schultern.

„Keine Ahnung. Seitdem ich die Schule verlassen habe, war ich nicht mehr hier gewesen."

Remus setzte sich in einen der Sessel vor dem Schreibtisch und deutete auf den anderen. Gehorsam ließ sich John darauf nieder.

„Als ich hier Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichtete," begann Remus nachdem er ein Glas Wasser (das wievielte heute?) getrunken hatte, „gab es im Lehrerzimmer einen Boggart."

Er sah Johns fragenden Gesichtsausdruck und erklärte: „eine magische Kreatur, die sich gerne an dunklen, engen Orten wie zum Beispiel Schränken oder Schubladen versteckt. Freigelassen nimmt sie die Gestalt dessen an, das die betreffende Person am meisten fürchtet. Ich brachte meinen Schülern bei, wie man mit einem Boggart fertig wird – eigentlich ganz einfach. Man muss sich seiner Angst stellen und sie lächerlich machen. Lachen ist das beste Mittel gegen Furcht. Der Spruch dazu heißt übrigens „Riddikkulus". Es gab da einen jungen Mann in dieser Gruppe, dem sein Zaubertränkelehrer die größte Angst einjagte."

„Ich?" fragte John leise.

Remus nickte.

„Der Boggart kam heraus, nahm deine Gestalt an, der junge Mann schrie „Riddikkulus" und du trugst die Kleidung und Handtasche von dessen Großmutter."

John sah Remus mit offenem Mund und völlig perplexem Gesichtsausdruck an.

„Und das wirkte?"

„Oh ja, es war ein voller Erfolg. Du hattest allerdings davon erfahren und warst fuchsteufelswild. Du hast mich ganz schön fertig gemacht, weil ich – O-Ton – deine Autorität untergraben würde."

„Warum hast du dann noch meine Tränke angenommen? Ich hätte dich doch leicht vergiften können."

„Das wäre nicht dein Stil gewesen. Du warst immer ein subtiler Mensch. Deine Rache war ein eiskaltes Gericht: du hast dafür gesorgt, dass jeder erfährt, dass ich ein Werwolf bin. Deswegen musste ich die Schule so schnell wieder verlassen. Niemand wollte, dass sein Kind von jemandem unterrichtet wird, der einmal im Monat zu einer reißenden Bestie mutiert. Und wieder war der Posten des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste frei."

„Und wieder habe ich ihn nicht bekommen?"

Remus schüttelte den Kopf.

„Nein, Big Al war der Unglückliche."

John begann plötzlich, zu grinsen.

„Ich hätte zu gerne gewusst, wie ich ausgesehen habe – in Frauenkleidern."

„Vergiss nicht die riesige Handtasche und den überdimensionalen Hut."

„Dann bin ich doch lieber Draco Malfoy – auch wenn der Vielsafttrank einfach ekelhaft war."

Die beiden Männer sahen sich an und lachten, bis sie Jimbo zum Abendessen rief.

Beim Essen erklärte Remus, dass er nun erst einmal genügend Fragen beantwortet hatte und so erzählten Jimbo und John von ihrem Leben bei den Muggles.

Auch Jimbo war im Krankenhaus aufgewacht, hatte sich aber schnell selbst entlassen. „Hat mir da nich' gefallen, schlechtes Essen und viel zu alte Schwestern."

Den Hilfsjob als Elefantenpfleger hatte er über das Arbeitsamt bekommen und das Riesenzelt auf einem Flohmarkt erstanden.

Big Al war ihm zugelaufen wie eine verlorene Katze. Irgendwann hatte er vor dem Elefantengehege gestanden und stundenlang den Dickhäutern zugesehen, Jimbo hatte sein Sandwich mit ihm geteilt und so waren sie zusammengeblieben. Sogar einen Job konnte Jimbo seinem neuen Freund besorgen – Big Al hatte im Zoo die Wege gekehrt und die Mülltonnen geleert.

John erzählte von seinem Leben auf der Straße, dem Obdachlosenheim, den Suppenküchen, den Ärzten, den Leuten, die Hunde auf ihn hetzten, den Polizisten und ihren Gummiknüppeln. Er sprach über seine Visionen, seine Tagträume, seine Ängste und über Nikita.

Dann berichtete er von den anderen und von ihren Erinnerungen.

„An Hermione Granger erinnere ich mich natürlich noch," sagte Remus als John geendet hatte. „Sie war eine hervorragende Schülerin und eine enge Freundin Harrys. Robin Hood könnte Ronald Weasley sein, Harrys bester Freund. Aber ich glaube, es gab mehrere Ronalds hier als ich unterrichtet habe. Percy Weatherby – das könnte Percy Weasley sein, der vorletzte Minister, der so plötzlich und spurlos verschwand. Sirius Evans – das ist Harry, da bin ich mir fast sicher. Und Norman Long – das könnte Neville Longbottom sein, der junge Mann, der eine so panische Angst vor dir hatte."

„Ich werde ihm wohl mal sagen müssen, dass seine Großmutter sich etwas mondäner kleiden sollte."

Die beiden Männer prusteten los.

Als sie sich beruhigt hatten, fragte John – die irritierten Blicke von Jimbo und Big Al ignorierend: „War Percy Weasley auch im Orden?"

Remus zuckte die Schultern. „Ich weiß es nicht, vorstellen kann ich es mir aber nicht. Percy war ein Opportunist. Er arbeitete im Ministerium und war viel zu sehr mit seiner Karriere beschäftigt, um nach links oder rechts zu schauen. Sein kurzes Intermezzo als Minister hatte er hauptsächlich zur Selbstdarstellung genutzt."

„Ein typischer Politiker ..." wandte John ein.

„Mag sein. Irgendwie waren die ja alle so – außer Umbridge. Die hat genau gewusst, was sie wollte. Eine treue Dienerin ihres Herrn."

„Dann gibt es noch Loony Love ..."

Remus schüttelte den Kopf.

„... und Paula Parker. Sie hat ein Kind, einen kleinen Junge. Draco könnte sein Vater sein."

„Der Name sagt mir nichts. Und als ich unterrichtete hatte Draco keine Freundin. Er war ja damals erst vierzehn oder vielleicht auch fünfzehn, wahrscheinlich war ihm noch gar nicht bewusst, dass es Mädchen gab."

John hatte da zwar so seine Zweifel, kommentierte aber Remus' Aussage nicht.

„Sirius wurde in Begleitung einer jungen Frau aufgefunden, die sehr schwer verletzt war. Sie liegt im Koma."

Remus schüttelte wieder den Kopf.

„Wir werden die Leute aufsuchen müssen und dann die suchen, von denen wir jetzt noch nichts wissen. Aber ich denke, das hat Zeit. Solange sie bei den Muggles sind, sind sie in Sicherheit."

Auch das bezweifelte John, er dachte an die Dementoren und die Drachen. Aber er schwieg, er wollte Remus nicht beunruhigen. Er wusste, dass sein Freund an seine Frau dachte, er wollte ihm nicht die letzte Hoffnung nehmen.

„Morgen apparieren wir nach London," verkündete Remus als sie beim Likör angekommen waren (den John dankend abgelehnt hatte).

„Appa ... was?" fragte Jimbo.

„Apparieren," antwortete Remus. „Bei Merlins Bart – das habe ich völlig verdrängt. Du, Jimbo, hast das wegen des Magieverbots nie lernen können und ihr beiden habt es vermutlich vergessen?"

John und Big Al nickten beklommen.

„Nun gut, dann müssen wir Jimbos Fahrzeug nehmen."

Es war Remus deutlich anzusehen, dass dieser Gedanke ihm nicht sonderlich behagte.

„Dann sollten wir aber früh losfahren, wir werden den ganzen Tag brauchen," antwortete Jimbo.

„Wer redet denn vom Fahren," erwiderte Remus. „Wir fliegen! Allerdings weiß ich den Zauberspruch nicht, wer begleitet mich in die Bibliothek?"

John und Big Al wollten mitkommen und Remus helfen, Jimbo wollte abwaschen, sich um Bing kümmern und packen.

„Wir brauchen dringend Lebensmittel," sagte er.

„Oh ja," antwortete Remus, „noch eine Konserve und ich werde wieder zum Werwolf."

„Prima," erwiderte Jimbo lachend, „dann können wir dich ja schlachten und hätten endlich mal ´was frisches."

Die drei Männer flohen aus der Küche.

John kannte eine Menge öffentlicher Bibliotheken.

Er war gerne dorthin gegangen. Sie hatten lange geöffnet, waren gut geheizt, er konnte lesen ohne dass ihn jemand störte und kein Sicherheitsdienst hatte ihn je rausgeworfen. Einige hatten eine Caféteria, Tee und Gebäck waren gut und billig.

Aber keine dieser Bibliotheken kam der von Hogwarts auch nur nahe.

Sie war riesig, wahrscheinlich hätte man den Piccadilly Circus darin unterbringen können und immer noch genug Platz für den Trafalgar Square gehabt.

Die Zahl der Bücher musste in die Millionen gehen.

Alles Wissen der magischen Welt musste hier versammelt sein.

So stellte John sich das Paradies vor.

Ein Ort voller Bücher.

Es gab keine Computer, sondern Schränke voller Karteikarten.

Remus konnte aber damit umgehen und fand rasch, was er suchte.

John ging durch die Gänge und besah sich die Buchrücken. Er konnte keine Ordnung, kein irgendwie geartetes System erkennen.

Der hintere Bereich war abgesperrt.

John kletterte über das Seil, das schwache Licht seines Zauberstabes glitt über die Bücher.

Schwarze Magie.

Dunkle Künste.

Aufs Geradewohl zog er Bücher aus den Regalen.

Todesflüche aus aller Welt ...

Magische Foltermethoden ...

Wahrheitstränke ...

Magische Krankheiten ...

Unverzeihliche Flüche ...

„John, John, wo bist du?"

John schreckte auf und sah das zuckende Licht der Zauberstäbe von Remus und Big Al.

„Hier hinten, das müsst ihr sehen!"

„Der verbotene Bereich. Hier hatten nur Lehrer sowie Schüler mit ausdrücklicher Erlaubnis Zutritt."

„Das glaube ich gerne. Hier steht nur schwarze Magie. Es ist ... einfach faszinierend."

„Immer noch der alte Severus ... ich hätte nie gedacht, dass mich das mal so freuen würde." Remus lachte.

„Du warst der einzige Schüler, der es je geschafft hat, die Barriere zu überwinden. Ganze Nächte hast du hier verbracht, schon in deinem ersten Jahr. Und wenn Mrs. Pince und Mr. Filch nicht ... aber lassen wir das."

„Wer waren die beiden?" Jetzt war John doch neugierig.

„Mrs. Pince war die Bibliothekarin und Mr. Filch war der Hausmeister. Die beiden ... nun ja, da gab es Gerüchte und ... jedenfalls haben sie dich erwischt. Du wärst fast von der Schule geflogen. Aber ..."

„Lass mich raten: Mr. Dumbledore hat sich für mich eingesetzt?"

Professor Dumbledore. Ja, er hat dir noch eine Chance gegeben. Danach haben sie dich nicht mehr erwischt."

„Was aber nicht bedeutet, dass ich hier nicht mehr die Nächte zugebracht habe?"

Remus grinste anzüglich.

„In der Tat, das bedeutete es nicht."

„Was wurde aus Mrs. Pince und Mr. Filch?"

„Sie haben nicht geheiratet, falls du darauf hinaus willst. Mr. Filch war später unglücklich in Mrs. Umbridge verliebt als sie hier ihr Gastspiel als Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste gab – er hatte wohl immer einen Hang zu Frauen, denen er intellektuell nicht das Wasser reichen konnte. Er starb als einsamer Mann."

„Woher weißt du das?"

„Er war der einzige verbliebene Bewohner hier in Hogwarts als Voldemort und die Todesser die Burg einnahmen. Sie haben ihn getötet."

Plötzlich fror John.

Was für eine Ereigniskette hatte er mit seinem „Avada Kedavra" ausgelöst?

„Wir sollten gehen," sagte er leise.

„Nimm einfach mit, was du gebrauchen kannst," sagte Remus, „Mrs. Pince kann dir jetzt keine Schwierigkeiten mehr machen."

Doch John wäre das wie die Entweihung eines heiligen Ortes vorgekommen.

Er verließ die Bibliothek mit leeren Händen.

Irgendwann lagen sie dann in ihren Betten.

Bing schlief tief und fest, ihr Gesichtsausdruck war selig und glücklich, sie schien einen besonders schönen Elfentraum zu träumen.

„Müsste sie eigentlich nicht auch einmal etwas essen?" fragte John.

Jimbo grinste. „Hab's versucht, will aber nur das süße Likörzeugs."

„Da kann man ja nur hoffen, dass die FER ein eigenes Entzugsprogramm hat."

Alle lachten.

John fragte sich, ob es damals in der Schule auch so gewesen war. Schlafräume mit Jungen, die herumalberten und sich Kissenschlachten lieferten? Der Hauslehrer, der dann noch nach dem Rechten sah und das Licht löschte?

Remus berichtete über die Dementoren.

„Sie waren damals die ersten, die zu Voldemort übergelaufen sind. Das führte zu einem Massenausbruch von Todessern aus Askaban."

„Was is'n Aska ... wie auch immer?" fragte Jimbo.

„Askaban – unser Gefängnis. Die Dementoren haben es bewacht. Sie sind eigentlich keine Menschen, sie sind nicht einmal intelligente Wesen. Stellt sie euch am besten wie Hunde vor: hervorragende Sinne, erbarmungslos, skrupellos, nur Instinkte, keine Gefühle. Sie waren die perfekten Aufseher – aber niemand konnte je sicher sagen, wem ihre Loyalität galt."

„Im Zweifelsfall dem, der als erstes die Futterschüssel auffüllt," sagte John.

„Mag sein. Was sie aber so gefährlich macht ist, dass sie sich von menschlichem Glück und den menschlichen Seelen ernähren. Sie saugen einen Menschen förmlich aus und lassen nichts als eine leere Hülle zurück. Man kann sich gegen sie zur Wehr setzen, aber das ist sehr fortgeschrittene Magie."

„Big Al hat's hingekriegt."

„Alastor ... Big Al, meine ich, war ja auch ein Auror. Einer der besten. Der Spruch dazu heißt „Expecto Patronum", aber damit ist es nicht getan. Man muss sich den glücklichsten Moment in seinem Leben vorstellen, ihn förmlich noch einmal erleben – und das während diese Wesen versuchen, einem jedes Glücksgefühl auszusaugen."

John fragte sich, was wohl Big Als glücklichster Moment gewesen war.

Vielleicht als ihm das Buch mit der Widmung geschenkt wurde?

Und was war sein glücklichster Moment?

Als Nikita ihn in ihr Haus aufnahm?

„Draco hat gesagt, er hätte die Dementoren losgeschickt, um Harry Potter zu suchen," warf er jetzt ein.

„Vielleicht hat er das getan, aber die Dementoren scheinen ihm nicht zu gehorchen. Wenn sie wirklich Harry suchen würden, hätten sie ihn schon längst gefunden, glaubt mir. Ich denke eher, dass die Dementoren herrenlos sind."

„Wo is'n Askaban?" fragte Jimbo.

„Im Nordosten Englands, eine Insel in der Nordsee."

„Wir sollten sie den Dementoren anbieten, dann können sie dort die FDR gründen."

„FDR?" fragte Remus.

„Die freie Dementoren-Republik."

Wieder mussten alle lachen.

„Ich sollte auch einmal ein paar Monate bei den Muggles leben," sagte Remus, „euch scheint das ja glänzend zu bekommen. Irgendwie habt ihr euch alle ganz schön verändert – positiv, meine ich."

„Is' aber nich' so einfach da drüben," erwiderte Jimbo. „Die Menschen sind ätzend dort – nur Geld, Geld, Geld. Haste ´was, biste ´was – haste nix, biste nix. Ich hab' viel von den Elefanten gelernt – sie sin' groß und wirken so plump und schwerfällig, aber sie haben eine ungeheure Ruhe und Sanftmut."

John dachte an die vielen Leute, die er im Obdachlosenheim und in den Suppenküchen kennengelernt hatte.

„Die meisten Menschen vergessen dass, wer hoch steigt, auch tief fallen kann. Nikita hat einmal gesagt, dass das Leben nur dann sinnvoll ist, wenn es einen drei Dinge lehrt: Demut, Ehrfurcht und Dankbarkeit."

„Drei Begriffe, die mir zu Professor Severus Snape wohl nie eingefallen wären," sagte Remus.

Die Männer schwiegen.

Schließlich blies Jimbo die Kerzen aus und sagte: „Wir sollten wirklich noch etwas schlafen, morgen geht's früh los. Gute Nacht, alle miteinander."

Remus und John antworteten leise mit „Gute Nacht, Jimbo" und kuschelten sich in ihre Decken.