11. Verboten

Das Bild bohrte sich tief in sein Innerstes und ließ ihn wütend die Hände zu Fäusten ballten. Er fühlte sich plötzlich auf unbestimmte Art betrogen, auch wenn er wusste, dass ihm dieses Gefühl nicht zustand. Und trotzdem spürte er eine brennende Eifersucht, die sich tief in seine Seele fraß und ihn höhnisch auslachte.
Er lächelte kurz bitter und trat ein Schritt in den Klassenraum. Dann räusperte er sich und weidete sich an der Genugtuung, wie Kai und Harry zusammenzuckten.

"Stör ich?", fragte der blonde Junge hämisch und spießte den Gryffindor mit seinen Blicken auf, der nervös seine Finger auf seinen Mund legte und dabei zum Professor starrte, dem dies ganze sichtlich zu amüsieren schien.

"Ach, der Malfoy, was verschafft mir die Ehre?", fragte Adell mit gerunzelter Stirn und legte, als ob es nicht von Wichtigkeit wäre, seine Hand um Harrys Hüfte.

Die Augenbraue des Slytherins zuckte gefährlich nach oben, wobei sonst keine Regung auf der kalten Fassade des Eisprinzen zu beobachten war. "Ich wollte eigentlich zu Potter, ich dachte nämlich, ihn schreien gehört zu haben. Aber wie es aussieht, war dieser Schrei wohl eh kein Hilferuf. Verzeihung, ich wollte eure holde Zweisamkeit nicht stören.", zischte der Slytherin und betrachtete Harry mit enttäuschten Blick. Dann drehte er sich um und verschwand aus der Tür.
Harry stand noch immer an derselben Stelle und war völlig perplex über die wirre Situation. Er hatte doch tatsächlich seinen Lehrer geküsst und wäre sogar noch weiter gegangen, wenn Malfoy nicht hineingeplatzt wäre.
Sein Kopf ruckte zur Tür und er löste sich aus dem Armen des Lehrers, der belustigt den Gryffindor hinterher schaute. Mit schnellen Schritten versuchte er Draco einzuholen und schaffte dies sogar vor der nächsten Ecke.

"Malfoy, bitte, bleib stehen.", rief er ihm zu und versuchte zügiger zu laufen.
Draco hielt wirklich an und sah den Gryffindor nun mit traurigen grauen Augen an. "Was?"

Keuchend kam Harry vor ihm zum Stehen und blickte gen Boden. "Draco, ich... ich... ach verdammt, was sollte das? Ich muss mich für gar nicht entschuldigen.", knurrte der Schwarzhaarige nun wütend und stieß die Hände in seine Hüfte.

"Ach nein?" Dracos Augen verengten sich zu Schlitzen.

"Nein, Malfoy. Wir sind kein Paar! Wir schlafen nur miteinander."

"Du hast recht! Vollkommen. Was bilde ich mir ein in letzter Zeit Gedanken über dich zu machen? Darüber zu grübeln, wie es wäre, wenn wir eine wirkliche Beziehung hätten? Darüber träumen, mit dir den Rest meines Leben zu verbringen?", schrie nun Draco mit glitzernden Augen und trat einen Schritt auf den Gryffindor zu, der sich mit einem gefühlvollen Ausbruch eines Slytherin überfordert fühlte.

Harry ging seinerseits ein Schritt zurück und starrte fassungslos den blonden Jungen an. "War das so etwas wie eine Liebeserklärung?" Draco schwieg und schaute nur in Harrys smaragdgrüne Augen.

"Denke dir was du willst, aber ich habe keinen Bock mehr auf dich.", sagte dann doch der Slytherin und entfernte sich von Harry, der sich an die Wand lehnte und daran herunterrutsche.

"Aber, Draco... LECK MICH DOCH AM ARSCH.", kreischte er dem Blonden noch hinterher, der mit dem Arm winkte und zurückrief: "Frag doch den Professor. Der springt sicher gerne ein."
Verzweifelt versenkte Harry seinen Kopf in seine Arme und weinte. Er heulte einfach darauf los, obwohl er nicht verstand, weshalb. Dass ein Grund dafür vielleicht seine langsam erwachenden Gefühle für den Eisprinzen war, verdrängte er erfolgreich. Er schniefte kurz und hob dann wieder sein Gesicht, und sah vor sich zwei schokoladenbraune Augen, die ihn aufmunternd anstrahlten.

"Harry, nicht weinen. Er ist es nicht wert.", erklärte Kai und zog den Schwarzhaarigen in eine fast mütterliche Umarmung.

"Ich weine nicht.", schluchzte der Gryffindor und wischte mit seinem Umhangärmel die letzten Tränen davon.
"Du und Malfoy wart also ein Paar, Hm?", fragte der Professor, der Harry sanft hin und her wiegte.

"Nein, nicht wirklich. Es war nur etwas auf körperlicher Ebene, nicht seelischer Natur.", antwortete Harry, der sich leicht von dem Lehrer wegdrückte.

"Ich verstehe." Adell lächelte und strich eine rote Strähne aus dem Gesicht des Gryffindors.

Dieser musterte ihn analysierend und grinste plötzlich. "Verdammt, ich möchte endlich wissen wer du bist."

"Habe ich nicht genug gesagt?"

"Nein.", schmollte der Schwarzhaarige, der Draco einfach vergessen wollte und fuhr mit seinen Fingern durch die langen braunen Haare des Professors.

"Vielleicht sollte ich es dir zeigen."

"Zeigen?" Verwirrt über diesen Wortausdruck legte er den Kopf schief und biss auf der Unterlippe herum.

"Komm, nicht hier im Gang."

Harry nickte nur und folgte wie ein Hündchen seinem Herren dem Professor in seine Privaträume.

Staunend sah sich der Gryffindor in den Räumen um. Alles war in Schwarz und weinrot gehalten und selbst die Küche, als auch das Bad schimmerten in diesen Farben.

"Wow.", nuschelte der Hogwartsschüler und ging zurück ins Arbeitzimmer, wo ein ernster Kai Adell auf einem Sessel saß. "Sie haben eine wunderschöne Wohnung, Professor.",

lächelte Harry begeistert und trat an das nächste Bücherregal zu, um die Titel zu lesen.

"Nein, das einzige was man in diesem Raum als schön bezeichnen könnte, wäre der schwarzhaarige Mischlingsvampir mit den grünen Augen." Erschrocken drehte sich Harry zu seinem Lehrer, der vor einer Sekunde noch am anderen Ende Raumes war und in der nächsten Sekunde genau vor dem erstaunten Schüler stand.

"Wie... hast du das gemacht?"

"Magie, Harry, Magie, die nur uns zur Verfügung steht."

"Uns? Aber-" Kai unterbrach den Gryffindor, indem er ihm einen Finger auf die Lippen legte.

"Nicht jetzt. Ich möchte gerne dort weiter machen, wo wir vorhin unterbrochen wurden." Harry Augen verhedderten sich mit den Schokoladenbraunen von Adell und er sah in dessen Augen etwas, was ihn nach Luft schnappen ließ. Etwas Altes und Weises, ähnlich der Frau, die er gesehen hatte. Harry lächelte nachgiebig und zog den Professor zu sich herunter, der das Lächeln erwiderte. Er drückte kurz seine Lippen auf die des Lehrers und löste sich wieder von ihnen.

"Sie sind kein Mensch... so wenig wie ich."

"Du bist ein kluger, junger Vampir, mein kleiner Harry.", hauchte Kai in sein Ohr und begann von diesem den Hals herunter zu liebkosen.
Harry seufzte überrascht auf und krallte sich in den Umhang des Professors, der den des Jungen abstreifte. Wieder berührten sich ihre Lippen nach Aufmerksamkeit haschend und kämpften einen wildes und heißes Duell, das keiner so richtig am Gewinnen war.
Kai löste sich von Harry und schaute in die smaragdgrünen Augen des Gryffindors, der ihn nur verlangend und halb weggetreten anblickte.

"Ich möchte deine eigentliche Augenfarbe sehen, Harry.", flüsterte der Professor und streichelte über die Augen, die sich schlossen.
Kai küsste nun Harrys Kinn und wanderte hinunter zu dessen Kehle, wo sich ein tiefes Grollen löste.

Der Dunkelbraunhaarige stutzte kurz und grinste dann wissend. "Lass es einfach heraus.", meinte Kai und zog den Jungen zum Schreibtisch, denn er mit einem Wisch von den Gegenständen darauf befreite. Er hob den Gryffindor in die Höhe und setzte ihn auf das Pult und betrachtete nun voller Entzückung dessen blausilberne Augen.

"Wie ich sagte, wunderschön."
Harry schaute verlegen zur Seite und lief leicht rot an. Noch nie hatte ihm einer auf solch eine Weise gesagt, dass er schön wäre. Und dann auch noch mit so einer weichen und dennoch kraftausstrahlenden Stimme, die ihm dadurch allein schon Gänsehaut bescherte.

Kai hob sein Kinn mit seinem Finger an und küsste den zartrosanen Mund des Jungen, während die eine Hand unter Harrys Oberteil verschwand. Erfahren streichelte sie über die empfindlichen Seiten des schmächtigen Körpers, wobei sie bei den Brustwarzen kurz Halt machte und sie abwechselnd spielerisch reizte.
Der Gryffindor stöhnte in den Kuss hinein und warf den Kopf dann nach hinten, als er auch schon von seinen Oberteil befreit wurde. Kai grinste und beugte sich zu einer von Harrys Brustwarzen hinab und leckte genüsslich über sie. Wieder stöhnte der Junge, umarmte den Kopf des Lehrers und hauchte diesem seinen warmen Atem ins Ohr.
Nun knurrte auch der Professor und er drückte fast gewaltsam den Körper des Jungen ganz auf den Tisch. Harry grinste darauf nur und befreite Kai aus seinem Umhang samt Hemd. Erstaunt riss Harry seine blauen Seen auf und stierte auf die perfekte blasse Haut des Lehrers, die zwar viel zu schmächtig, doch irgendwie sehnig und kraftvoll wirkte.

Kurz musste der Gryffindor an die blasse Haut des blonden Slytherin denken, doch durch einen fordernden Kuss von Kai, verschwand Draco Malfoy in eine dunkle Ecke seines Gehirns und er zog wie nach Hilfe suchend den Professor weiter zu sich nach unten. Immer wieder trafen sich ihre Lippen gierig, während ihre Zungen jeden Fleck der Mundhöhle erforschten. Dabei wanderten Harrys Augen zur Halsschlagader des Lehrers und sein Blick verklärte sich vollkommen. Er unterbrach den Kuss und leckte mit seiner Zunge über den Hals des Dunkelbraunhaarigen, als dieser ihn wieder auf den Tisch festnagelte.

"Nicht so hastig, mein süßer Vampir. Alles zu seiner Zeit. Du wirst schon noch früh genug mir gehören."

Der Junge schien diese Worte gar nicht wahrzunehmen, sondern nestelte an dem Verschluss der Hose herum. Adell kicherte.

"Deine Kräfte sollten wirklich bald mal erwachen.", seufzte er und mit einem kurzen Wedeln der Hand lagen beide nackt auf dem Schreibtisch.
Harry keuchte, als er die gut entwickelte Männlichkeit des Professors an seinem Bauch spürte und zitterte vor Erregung.

"Kai, ich-" Seine Brust hob und senkte sich schneller und als er in die sanften, aber unerbittlichen Augen von Kai blickte, war es ums eine letzte zusammengeraufte Selbstbeherrschung geschehen. Knurrend rieb er seine Erektion an Adells Oberschenkel und flehte ihn mit lustdurchtränkten, blausilbernen Augen an.
Doch auch Kai konnte sich nicht mehr wirklich beherrschen und er schlüpfte zwischen Harrys Beine, der sie bereitwillig öffnete. Der Schwarzhaarige schloss vorfreudig die Augen und konzentrierte sich auf den Finger, der über seine Beckenknochen strich und zum Po wanderte. Harry seufzte wohlig und genießerisch auf, japste aber nach Luft, als sich dieser vorwitzige Finger durch seine enge Öffnung zwängte und begann ihn zu weiten. Ein Zweiter schlüpfte hinein und brachte ihn dazu laut zu stöhnen.

"Verdammt, ich kann nicht mehr länger warten, Kai.", hauchte der Junge abgehackt und versuchte sein Becken gegen die Finger zu pressen. Der Professor unterband dies und bannte die Augen des Jungen mit den seinen.

"Gleich, Harry, gleich.", murmelte Kai und drang erst mit der Spitze seiner Männlichkeit in ihn hinein.

"Harry, ich möchte, dass du mir vertraust." Der Angesprochene nickte leicht und wischte sich über die Stirn, auf der kleine Tropfen Schweiß glitzerten. Sein Körper bebte und erhoffte die baldige Erlösung, die zum Greifen nahe war.

"Ja, ich vertraue dir."
Adell kicherte leise und stieß ohne Vorwarnung heftig zu, so dass der Junge vor Überraschung und Überrollen der Gefühle, erregt aufschrie. Er krallte sich in den Rücken des Lehrers und zerkratzte diesen, was allerdings Kai nur noch mehr anzufachen schien, denn sein Rhythmus steigerte sich und brachte den Jungen dazu unregelmäßig nach Luft zu schnappen. Immer wieder zog sich sein Inneres zusammen, ohne sich wieder richtig zu entspannen und führte ihn so näher an den erhofften, allerdings auch weit weg wünschenden Höhepunkt.

Harry öffnete wieder seine blauen Seen und suchte den Blick von Adells schokobraunen Augen, die gar nicht mehr so braun aussahen, sondern mit kaum sichtbaren silbernen Fäden durchzogen waren, die immer mehr an Intensität annahmen.

"Deine Augen!" Der Gryffindor stöhnte auf und löste das Haarband von Kai, dessen schimmernde braune Haarmähne nun über seine Schultern viel und Harry an der Wange kitzelte.
"Ich habe doch gesagt, dass wir uns ähnlich sind.", keuchte dieser und stieß immer wieder kräftig zu, während sich seine Hand um Harrys prall gefühlte und mehr als willige Erregung schloss. Durch diese Behandlung noch schneller zur Klippe geführt, schossen plötzlich Bilder vor seinem inneren Auge vorbei, die er nicht kannte.

Er sah einen Mann mit dunklen Haaren und blauen Augen und eine Frau mit dunkelblonder Mähne und schokoladenbraunen Tümpeln. Sie lächelten traurig, als auf einmal Schatten hinter ihnen auftauchten. Im nächsten Moment lagen beide Tod in einer Blutlache mit weit aufgerissenen starren Augen auf dem Boden.
Das nächste Bild zeigte eine grüne Landschaft und eine aus Holz gebauten Hütte, wovor Hühner nach Körnern pickten. Die Sonne schien strahlend auf die Erde hernieder und beleuchtete ein kleines Mädchen um die 10 Jahre, die lachend angerannt kam und freudig die Arme ausbreitete.
Auch dieses Bild verschwand. Nun konnte er einen Mann sehen, den er schon mal begegnet war. Ein Vampir mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen, der lächelte und dadurch seine gut ausgebildeten Eckzähne zur Show stellte.

Harry riss die Augen auf und schüttelte den Kopf und sah unsicher zu Kai, der ihn entschuldigend anlächelte.

"Bruchteile meiner Erinnerungen.", stöhnte er und massierte die Männlichkeit des Gryffindors noch fester und brachte ihn so zu der göttlichen Erlösung.
Harry ergoss sich mit einem erleichterten Schrei in Kais Hand und engte diesen so sehr ein, dass er mit einem Seufzer auf den Lippen tief im Inneren des Jungen seine Flüssigkeit verteilte. Er legte sich halb neben Harry und leckte über seinen klebrigen Finger.

"Du schmeckst so süß.", murmelte der Professor erschöpft und nahm den Schwarzhaarigen in seine Arme, der schon halb eingeschlafen war. Dieser seufzte ergeben und schlummerte weg.
Kai merkte dies und grinste siegesgewiss. Er zog sich aus dem Jungen zurück und hüllte ihn in seinen Umhang und bette ihn auf seine Matratze im Schlafzimmer. Er deckte ihn zu und strich Harry eine verschwitzte klebrige Strähne aus dem Gesicht.

"Und ich wollte dich töten.", nuschelte er und mit einem Wink seiner Hand saß er komplett mit Stoffhose und Pullover auf der Bettkante. "Dabei bist du ein kleiner Schatz, den ich an mich binden werde. Durch dich wird mir so einiges möglich sein.", sprach Kai leise und küsste die Stirn des Gryffindors und ging zurück in sein Arbeitszimmer, um Ordnung zu schaffen.

Harry erwachte. Allerdings nicht von selbst, denn etwas rief nach ihm. Erschrocken setzte er sich auf und blickte im Zimmer umher. Alles in Schwarz und weinrot. Er zuckte zusammen, als er das Passierte nach dem Verteidigungsunterricht in seine Gedanken rief und stöhnte quälend auf.
Er hatte mit seinem Professor geschlafen.
Resignierend schlug er die Bettdecke beiseite und bemerkte, dass er nackt war. Der Gryffindor grummelte und sah sich im Raum um und fand auf einem Stuhl Kleidung. Er stiefelte hin und begutachtete die Klamotten. Verwundert stieg er in die schwarze Boxershorts und schwarze Stoffhose, zog sich das blutrote T-Shirt über und schnürte sich dazu passend die blutroten Schuhe.

Dann lauschte er. Mit geschlossenen Augen konzentrierte er sich auf seine Umgebung, um nicht ein kleines Geräusch zu überhören. Stirnrunzelnd nahm er ein kleines Wispern wahr, viel zu leise, als das es ein Mensch hätte hören könnten. Harry versuchte weiter seine Gedanken zu ordnen. Und dann verstand er es.
"Finde mich." Harry schlug die Hand vor Mund stockte in der Atmung, als er erkannte, wem diese Stimme gehöre.
Es war die Frau mit den feuerroten Haaren, das Wesen, bei dem er sich so wohl und friedlich gefühlt hatte.

Mit schnellen Schritten rannte er zu Tür und schleuderte sie auf. Sein Weg führte in ins Arbeitszimmer, wo Kai am Schreibtisch saß und in Hausaufgaben las. Harry errötete, als er sich daran erinnerte, was sie auf dem Tisch gemacht hatten und rief sich innerlich zur Ordnung. Dann räusperte er sich und zog so die Aufmerksamkeit des Professors auf sich, der ihn fröhlich anlächelte.

"Du bist schon wach?"

"Ja, bin ich.", meinte Harry nur und setzte sich neben Adell auf den Schreibtisch. "Wer ist diese Frau?", fragte der Gryffindor gerade heraus und stützte seinen Kopf in die Hände.

"Frau?"

"Ja, ich höre sie und ich habe sie sogar schon mal getroffen. Ihre Stimme wisperte durch dein Schlafzimmer." Kai lehnte sich in seinem Stuhl zurück und nickte leicht.

"Interessant, dass du sie hören kannst."

"Sie ist hier?"

"Nun, wie man es nimmt."

"Ich möchte sie sehen.", verlangte der Schwarzhaarige und krabbelte auf Kais Schoß, der erstaunt Harry musterte. Dieser wickelte sich eine Strähne des langen Haares vom Professor um seinen Finger und leckte sich über die Lippen.

"Kai, bitte.", bettelte er weiter und küsste dem Lehrer kurz auf den Mund. Dieser schien zu überlegen und beugte sich dann zu dem Gryffindor, der ihn mit festen und brennenden blauen Seen anstarrte.

"Du willst sie also sehen, ja?" Harry nickte zustimmend. "Gut, ich gewähre es dir, doch dafür wirst du mir gehören. Mir und niemanden sonst."
Der Junge schloss die Augen und dachte an diese Frau, die ihn voller Liebe angelächelt hatte und ihn anflehte, sie zu finden. Er erinnerte sich an das Versprechen, dass er ihr und sich selbst gegeben hatte und er würde es sicher nicht brechen. Seine Gedanken schweiften weiter zu Draco, der ihm mit traurigen Sturmböen das letzte Mal angeblickt hatte und ihm teilweise seine Liebe gestanden hatte.

Harry verdrängte die Erinnerung und liebkoste Kais Mund.

"Ich bin dein.", hauchte Harry und wollte von dem Dunkelbraunhaarigen heruntersteigen, doch dieser hielt ihn eisern fest.

"Wenn wir schon mal dabei sind, das sollte ich dir doch sagen wer ich bin.", sagte Kai, der Harry um die Hüfte fasste und ihn näher zu sich zog. "Wir beide sind Vampire und wir beide sind Mischlinge."

Harry zuckte fassungslos zusammen. "Moment, wenn du auch ein Mischlingsvampir bist, dann bist du... dann... du bist-"
Kai Adell lachte aus vollem Herzen. "Ja, ich bin Kain."