14. Verrat der Göttin

Erschöpft schlenderte Harry die Treppen zum Schlafsaal hoch und gähnte verhalten. Mit halbgeöffneten Augen betrat er den Raum und stiefelte auf sein Bett zu, auf dem Neville und Seamus saßen und sich leise unterhielten.
"He, habt ihr kein eigenes Bett?", erschreckte er die beiden Jungen, die nichts von seiner Anwesenheit bemerkt hatten. Sie zuckten zusammen und drehten sich zu ihm um.

"Harry!", rief Seamus erleichtert und viel dem Schwarzhaarigen in die Arme, der völlig perplex zu Neville starrte, der ihn sorgenvoll musterte. "Wir haben uns Gedanken gemacht, wo du bleibst.", meinte der Ire und intensivierte die Umarmung.
"Warum das denn?", fragte der Gryffindor seine Kameraden und drückte Seamus von sich, der ihn entschuldigend ansah und dann antwortete.

"Na ja, du warst seit dem Verteidigungsunterricht nicht mehr da, weder bei Zaubertränke noch beim Mittagessen. Auch heut Abend hat dich keiner von uns gesehen. Wir dachten schon das Schlimmste."

"Oh.", murmelte Harry verlegen und rieb sich den Hinterkopf. "Ich... ich musste eine Strafarbeit erledigen für Professor Adell.", log er weiter und lächelte aufmunternd. "Tja, kaum hat das Schuljahr angefangen, schon bürge ich mir Schwierigkeiten auf."
"Tja, wäre das nicht so, dann wärst du nicht Harry Potter.", seufzte Neville und streckte sich. "Doch jetzt sollten wir ins Bett gehen."

"Hast recht.", nuschelte Harry verschlafen und watschelte ins Bad.

Neville und Seamus blickten ihn grinsend hinterher und lächelten sich verschmitzt an. "Was meinst du? Mir kommt es so vor, als ob der Kleine eine Affäre am Laufen hat.", sagte der Ire zu dem Dunkelhaarigen und setzte sich neben ihn, wobei er seinen Kopf auf Nevilles Schulter legte.

"Der Verdacht kam mir auch schon.", stimmte ihm sein Freund zu, als sich auch wieder die Badezimmertür öffnete und ein halbschlafender Harry heraustrat.
"Man, kuschelt in eurem eigenen Bett.", grummelte der Gryffindor vor sich hin und ließ sich in die Kissen fallen, wo er sofort einschlief. Die anderen Beiden folgten seinem Beispiel.

Die Wochen gingen ins Land in denen nichts Ereignisvolles geschah. Die Blätter fielen von den Bäumen, die Sonne machte Platz für die dunklen und trüben Wolken, die Regengüsse auf die Erde schickten und ein kalter Wind huschte nun über das Land.

Schlecht gelaunt ging Harry Richtung Große Halle und knurrte dauernd vor sich hin. Die Schüler, die ihm entgegenkamen nahmen sofort Abstand von ihm und andere flüchteten sogar entsetzt. Der Gryffindor bekam davon gar nichts mit und betrat mit grimmiger Miene den Saal, in dem sich haufenweise Hogwartsschüler tummelten und auf das Frühstück warteten. Harrys Blick wanderte zum Lehrertisch, an dem bisher nur Snape, Hooch und Kai saßen. Dieser zwinkerte ihm anzüglich zu und nippte dann an seinem Butterbier.
Der Schwarzhaarige seufzte darauf nur und marschierte zum Gryffindortisch. Er setzte sich und legte seinen Kopf auf die Hände. Schon wieder hatte er letzte Nacht nicht wirklich geschlafen, woran ein gewisser Lehrer nicht gerade unschuldig war. Wieder ertönte ein Seufzer, der von Neville gehört wurde.

"Was ist den mit dir los, Harry?"

"Gar nichts, dieses Wetter ödet mich einfach an.", antwortete er und blickte durch die Halle, wobei er an einem blonden Slytherin halt machte, der ihn intensiv betrachte. Harry neigte den Kopf leicht zur Seite und starrte in die grauen Augen von Draco, der wiederum in seine mittlerweile wieder smaragdgrünen Augen sah.
Das Herz des Gryffindors begann mal wieder unkontrolliert schneller zu klopfen und er senkte leicht angesäuert den Blick. Harry verstand einfach nicht, weshalb sein Körper und vor allem seine Gefühle so außer Kontrolle gerieten, wenn er den Slytherin irgendwo antraf. Immer wieder redete er sich ein, dass es schließlich nur Sex zwischen ihnen beiden gegeben hatte und nichts Weiteres. Doch langsam zog diese Ausrede nicht mehr, denn er fühlte, dass der blonde Junge ihm etwas bedeutete.

Aber ob er ihn nun liebte oder nicht, er konnte mit Draco nicht mehr zusammen sein. Er gehörte nun Kai, zwar nicht durch eine Blutbindung, doch schon allein dieser Pakt und die Kräfte der Göttin verlangten von ihm absolute Untergebenheit gegenüber dem Mischlingsvampir.
Gedankenverloren musterte er seinen leeren Teller und bemerkte dabei nicht, wie die Eulen in die große Halle flogen und die Post brachten. Erst als Hedwig an seinem Ohr knabberte, schaute Harry auf. Sofort fiel ihm das schwarze eingerollte Stück Papier auf, das der Schneeeule um eines ihrer Beinchen gebunden war. Schnell befreite der Schwarzhaarige sie davon und öffnete es neugierig, während Hedwig sich an seinem Kakao gütlich tat.

Potter,
ich will, dass du heute Nacht um ein Uhr in den leeren Gang im zweiten Stock kommst, dort wo die Figur von Giebold den Schmächtigen steht. Und wage es ja nicht zu spät zu kommen.
Draco Malfoy

Schnaubend zerknüddelte Harry das Pergament und sah zu Draco, der ihn ernst mit hochgezogener Augenbraue anstierte. Der Gryffindor nickte ihn leicht zu und verschwand ohne eine Bissen eingenommen zu haben aus der Großen Halle.

Ohne auf jemanden zu achten lief Harry durch die dunklen und verlassenen Gänge von Hogwarts. Er achtete nicht darauf leise und vorsichtig zu gehen. Wozu, da er durch die Kräfte des Steines sich sofort unsichtbar machen konnte. Immer näher kam er seinem Ziel und der Schwarzhaarige musste sich eingestehen, dass er langsam nervös wurde. Er merkte überhaupt nicht, dass er begann an seinem Fingernagel zu kauen.
Nach Minuten erreichte die Statue von Giebold den Schmächtigen, an der Draco Malfoy mit geschlossen Augen stand. Seine Arme waren verschränkt, während seine Haare leicht durch ein kleines Lüftchen sich hin und her bewegten.
Harry blieb wie angewurzelt stehen und betrachtete diese Engelsgestalt bewundernd. Beinahe hätte der Gryffindor aufgeseufzt und der blonde Junge schien dies gefühlt zu haben.

"Wie lange willst du da eigentlich noch herum stehen und mich ansabbern.", grinste Draco arrogant und öffnete die Augen, die sich sofort in seine Smaragde bohrten.
"Ich sabbere nicht. Wozu? Ich kenne dich schon nackt.", zischte Harry wütend und verringerte den Abstand zu dem Slytherin.

"Na gerade deshalb, jetzt verzerrst du dich nach meinem Körper.", erklärte Draco ungerührt und fuhr sich keck durch seine Haare.
"Warum sollte ich hierher kommen, Malfoy?", verlangte der Schwarzhaarige zu wissen und lief vor Draco auf und ab.

"Du hast es aber eilig, Potter. Wartet etwa der Professor auf dich?"

"Wieso fragst du? Sage nicht, du bist eifersüchtig."

"Und wenn es so wäre?", nuschelte Draco plötzlich und starrte den Boden an.

"Was?"

"Verdammt, Harry. Kommt dir vielleicht der Gedanke, vorausgesetzt man hat dir nicht das Gehirn herausgevögelt, dass ich etwas für dich empfinde? Kommst du vielleicht auf die Idee, dass ich dich lieben könnte?" Draco ging auf den Gryffindor zu, der überfordert mit dieser Situation rückwärts ging und nun die Wand im Rücken hatte.
"Malfoy, du- Nein, das geht nicht.", schrie Harry verzweifelt und sank auf die Knie.

"Und warum nicht?", fragte der Slytherin zärtlich und nahm ihn in dem Arm, allerdings wurde er sofort zurückgeschleudert. Heftig knallte er gegen die Mauer, während Harry in der gleichen Position am Boden saß.

"Niemals. Ich gehöre ihm. Durch die Kräfte von ihm, bin ich an ihn gebunden. Niemand kann diese Verbindung brechen.", sprach der Gryffindor monoton und kauerte sich noch weiter zusammen.
Langsam rappelte sich Draco wieder auf und stöhnte. Vorsichtig rieb er sich über die schmerzhafte Schulter und ging wieder auf Harry zu. "Willst du einfach so aufgeben? Vielleicht irre ich mich ja, doch ich glaube, dass auch du etwas für mich fühlst. Habe ich recht?"
Der Schwarzhaarige nickte leicht und sah auf. "Ja, ich glaube schon... doch es wird nicht funktionieren. Ich gehöre ihm."

"Schwachsinn, Harry. Du bist dein eigener Herr. Schließlich bin du nicht mit ihm durch Blut gebunden."

"Nein, aber wäre es nach meinem inneren Vampir gegangen, wären Kai und ich seit unseren ersten Mal miteinander gebunden. Doch er hat mich daran gehindert.", erzählte der Gryffindor und blickte ihn die grauen Sturmböen von Draco, der ihn aufmunternd anlächelte.

"Siehst du, du bist also noch frei."

"Nein, Draco, nein." Erschöpft sank der Kopf wieder auf die angewinkelten Knie.

Draco seufzte und rutschte noch näher an den Schwarzhaarigen. "Harry, ich liebe dich. Ist das nicht das Entscheidende?"

"Doch, aber...ich- verdammt ich liebe dich doch auch.", flüsterte der Gryffindor zaghaft und schmiss sich den Slytherin in die Arme. "Ich liebe dich wirklich, doch es soll und darf nicht sein.", hauchte Harry und stand auf, um wegzurennen, als plötzlich eine Frau vor ihm erschien, mit langen feuerroten Haaren und einen feuerroten enganliegenden Kleid. "Du?" fassungslos prallte Harry zurück und fiel in die Arme von Draco, der sich schnell hinter ihm gestellt hatte. "Wie... wie kannst du-"

"Scht." Gehetzt blickte die Göttin um sich. "Ich dürfte gar nicht hier sein und wenn er herausfindet, dass ich den Stein verlassen habe, dann bringt er mich um.", unterbrach Aradia Harry mit ihrer melodischen Stimme und ging auf ihn zu. "Bitte, Junge. Hör auf dein Herz. Dein Platz ist bei diesem geborenen Vampir und nicht bei Kain.", sprach sie zügig und schaute zu Draco, der sie mit offenen Mund anstarrte. Dies rang der Göttin ein kleines Lächeln ab, doch sie wurde sofort wieder ernst.
"Aber ich bin jetzt sein. Ich kann ihn nicht betrügen.", murmelte Harry niedergeschlagen und kuschelte sich mehr an Dracos Brust.

"Dein Pakt kann durch eine Blutbindung gebrochen werden."

"Aber die geliehen Kräfte von dir?"

"Die werde ich von dir nehmen. Schließlich hast du sie in dir, du musst sie nur wecken. Bitte, Harry, wenn du jetzt aufgibst und dich Kai komplett hingibst, dann werden du und alle Vampire auf dieser Welt verloren sein."

"Ich verstehe nicht ganz." Verständnislos sah er zu Draco, der nur mit den Schultern zuckte.
"Kain ist davon besessen, alle Vampire, ob nun Geboren oder Gebissen, zu vernichten."
"Wie soll das denn gehen?", mischte sich der Slytherin ein, der sich von Harry löste und auf die Göttin zu ging. "Wir sind viel zu viele."

"Ihr wisst gar nicht, welche Kräfte er durch mich und vor allem, welche er in sich trägt."
"Wieso folgst du ihm?", fragte Harry leise und sah in die Augen der wunderschönen Frau.

"Er hat mich gerettet. Jahrhunderte lang war ich in einem Felsengefängnis eingesperrt, mich selbst befreien war völlig undenkbar. Kain rettete mich. Ich war sehr dankbar und versprach ihm zu dienen. Doch er nutze meine Dankbarkeit aus und verbannte mich in den roten Zauberstein, denn er von einem Zauberer gestohlen hatte und-"

Die Göttin unterbrach sich selbst und blickte den Gang hinab. "Schnell!! Er kommt. Draco Malfoy, du weißt was du zu tun hast, oder?" Der Angesprochene lächelte leicht und schaute zu Harry, der zwischen ihnen hin und her sah. "Ich werde euch nur dieses eine Mal helfen können.", sagte sie noch und löste sich langsam auf, wobei sich auch die Umgebung in Schleicher auflöste.
"Was geht hier vor?", fragte Harry leicht beunruhigt und lief auf Draco zu, der immer noch vor sich hingrinste. "Wieso grinst du so blöd?", schimpfte der Gryffindor, wobei er nach der Hand des Blonden fasste. "Und was meinte die Göttin? Was sollst du tun?"
"Harry, was wir hier gleich tun werden ist unumgänglich und von unseren Eltern abgesegnet."
"Was hast du vor?" Der Slytherin erwiderte darauf nichts, sondern küsste stattdessen die Lippen des Schwarzhaarigen. Seine Hände wanderten zum Nacken und drängten Harry näher zu sich, der sofort die Augen schloss und in den Kuss keuchte. Immer wieder berührten sich ihre Münder sehnsüchtig, während sich ihre Hände dabei selbstständig machten.
Dabei registrierten sie ihr Umfeld nicht, das sich wieder zu materialisieren begann. Nun standen beide in einem riesigen Zimmer, dass ziemlich dunkel gehalten wurde. Schwarze Schränke, schwarzer Schreibtisch, schwarzes Bett.

Langsam drängte Draco den Kleineren rückwärts zum Bett. Willig befolgte der Gryffindor die Bewegungen des Blonden und fiel plötzlich auf etwas Weiches. Der Slytherin grinste ihn leicht an und schnippte mit den Fingern, worauf beide nackt waren.

"Wieso hast du das nie vorher gemacht?", fragte Harry lächelnd und zog den Malfoyerben auf sich.

"Das wäre doch langweilig gewesen, doch heute möchte ich es nicht hinauszögern.", knurrte Draco den Schwarzhaarigen ins Ohr und knabberte anschließend daran. Dann wanderte er weiter über den Hals zur Brust des Gryffindors und verwöhnte nun die Warzen. Harry stöhnte wohlig auf und drückte den Kopf weiter in die Kissen, wobei sich seine Finger in das Bettlaken krallten.
Draco verweilte nur kurz an der Stelle und wanderte weiter in tiefere Regionen, wo er genüsslich über das erregte Glied es Mischlingvampirs leckte.
Harry erschrak kurz, stöhnte aber noch lustvoller und drängte sein Becken näher an Draco, der darüber leise kicherte. "Du kannst wohl auch nicht lange aushalten.", flüsterte der Slytherin heiser und nahm Harrys gesamte Länge in den Mund. Der Gryffindor seufzte entzückt auf und konzentrierte sich auf dieses wunderbare Gefühl.
Immer näher brachte ihn Draco an den Abgrund, doch kurz vor dem Sprung zog er plötzlich den blonden Jungen nach oben und liebkoste dessen Lippen. Der Slytherin sah in fragend an, doch Harry lächelte anzüglich und drehte sich ruckartig um, so dass Draco nun unter ihm lag.
Sofort küsste er die rosigen Lippen des Blonden, streichelte sanft aber verlangend mit seiner Zunge über den Mund und drängte sich dann sofort in die Mundhöhle. Währenddessen schweifte die Hand des Gryffindors zu Dracos Öffnung, die er erst sanft massierte und dann mit einem Finger in ihn eindrang.
Der Slytherin zischte durch seine zusammengebissenen Zähne und legte den Kopf in die Halsbeuge von Harry, der einen zweiten und einen dritten Finger hinzunahm. Draco stöhnte dem Schwarzhaarigen ins Ohr, was den Gryffindor zum Erzittern brachte.

Ungeduldig hob er die Hüfte an und ersetzte seine Finger durch seine Erregung. Temperamentvoll stieß er in den blonden Jungen, der spitz aufschrie und sich auf die Unterlippe biss. Harry küsste Draco auf die verschwitzte Stirn und zog von dort eine feuchte Spur zum Hals, wo er leicht an der Haut zog. Das brachte den Slytherin dazu tief zu knurren. Sein Mund wanderte nun zum Hals des Schwarzhaarigen, der immer schneller und kräftiger in den verlangenden Körper unter ihm stieß.
Ohne Vorwarnung rammte Draco seine gewachsenen Vampirzähne in das blasse Fleisch von Harry, der durch diese Tat laut aufschrie und an Tempo zunahm. Er fühlte wie sein Blut unaufhaltsam in Dracos Mund floss und von dort die Kehle hinab. Nach Sekunden löste sich der Slytherin von ihm und leckte sich über die blutverschmierten Lippen. Er keuchte auf wegen dieser Entzückung und neigte seinen Kopf zur Seite und entblößte so seinen wunderschönen Hals. Harry nickte apathisch und fuhr mit seiner Zunge noch mal über die erhitzte Haut, bevor er mit einem Seufzer hinein biss.
Überrascht über diesen verheißungsvollen Geschmack des Lebenssaftes, grub er seine Zähne noch weiter in die Haut. Das Blut quoll ihm regelrecht entgegen und dankbar nahm er jeden kleinen Tropfen in sich auf, ohne etwas daneben gehen zu lassen.
Währenddessen erreichten beide immer schneller den Rand der Klippe.
Noch ein letztes Mal fuhr Harry mit seiner Zunge über die geschundene Haut, bevor beide mit einem erlösenden Seufzen ihren Höhepunkt entgegenschwebten.
Erschöpft brachen beide aufeinander zusammen, während sie immer noch nach Luft schnappten. Nach etlichen Minuten rührte sich Harry langsam und rollte von Draco herunter, der immer noch mit geschlossenen Augen da lag

Der Gryffindor beobachtete den Blonden eine Weile und glitt mit seiner Hand über die schnell heilende Wunde an seinen Hals.
"Oh scheiße." , nuschelte er plötzlich und schmiss ein Kissen auf seinen Kopf.

"Was isn los?", murmelte Draco verschlafen und öffnete nur widerwillig seine Sturmböen. "Wir sind jetzt gebunden.", kam es gedämpft durch das Kissen.

"Ach, echt?" Draco rollte mit den Augen.

"Ja! Das heißt ich werde dich nicht mehr los." Quengelig erschien Harry wieder und setzte sich auf.

"Und ich dich nicht mehr. Das hat solch eine Bindung an sich.", gähnte der Slytherin und stieg aus dem Bett.

"Schön, dass du das so siehst.", schnaubte Harry genervt und folgte Draco. Schnell sah er sich um und wollte seine Kleidung zusammensuchen, als alles um sie herum verschwamm.
Im nächsten Moment standen sie komplett angezogen vor dem Tor zur Großen Halle. Verwirrt sahen sie sich an und an sich herab, bevor sie mit den Schultern zucken und in die Halle eintreten wollten. Doch plötzlich wurde Harry an der Schulter gepackt und umgedreht. Erschrocken blickte der Gryffindor in zwei besorgte blaue Augen, die ihn sorgenvoll musterten.
"Verdammt wo wart ihr die ganze Zeit?", fragte Tom Riddle mit unterdrückter Wut und sah von einem zum anderen.

"Wieso? Wir waren höchstens ein paar Stunden verschwunden.", erklärte Draco und sah zu Lucius Malfoy, der gerade hinter Tom auftauchte.

"Ein paar Stunden? Ihr meint wohl eher ein paar Tage.", erzählte der Dunkle Lord mit kontrollierter Stimme und sah seinen Sohn böse in die Augen.

"Aber das ist völlig unmöglich!!! Wie sollen wir Tage lang weg gewesen sein? Daran müssten wir uns erinnern.", meinte Harry kleinlaut und senkte den Blick, um nicht weiter in die Augen seines Vaters zu blicken.
"Ihr wart ganze acht Tage verschwunden, Harry!!!"