4. Vereinigung

„Bist du dir wirklich sicher, Schönheit?", fragte Rave lieber noch einmal nach und musterte sein Gegenüber kritisch.

„Verdammt, ja.", zischte Draco fast wütend und biss dem Rothaarigen schmerzhaft ins Ohr. Dieser knurrte bösartig auf und krallte sich in die Hüfte des blonden Slytherin.

„Pass auf, was du tust!", warnte Rave den Malfoyspross und grub seine Fingernägel weiter in die weiche Haut.

„Wieso? Du scheinst es sehr anregend zu finden.", hauchte Draco mit arrogantem Grinsen und griff hart dem Braunäugigen zwischen die Beine, wo sich schon eine große Beule abzeichnete.

„Vielleicht, aber da bin ich nicht der Einzige.", flüsterte Rave und zog den Blonden zu sich herunter, um ihn vernichtend zu küssen. Ihre Zungen spielten miteinander, fochten einen Kampf, der nicht entschieden werden konnte. Sie plünderten sich gegenseitig, wild, aggressiv und nicht aufgebend.
Dabei strichen Dracos Hände wieder über den flachen Bauch des Rothaarigen, der leise stöhnte und vor Genuss die Augen schloss. Er konzentrierte sich nur auf diese Hände, die irgendwie überall auf seinem Körper waren und in ihm ein Feuer entfachten, das er schon seit zwei Jahren nicht mehr so gespürt hatte.

Rave schüttelte leicht den Kopf. Er wollte nicht mehr an früher denken. Jetzt zählte nur dieser verdammt heiße Junge über ihm, der plötzlich mit seiner Zunge über seine Erregung strich.

Ohne es gemerkt zu haben, hatte Draco ihn von seiner Stoffhose und der Boxershorts befreit.

Rave keuchte überrascht auf.

Flink huschte das Stück Fleisch an seinem Glied auf und ab, brachte ihn so ein Stück näher an die Klippe, die sich vor ihm auftat.

Der Rotschopf begann zu zittern und als hätte der Blonde darauf gewartet, nahm er die Erektion des anderen ganz im Mund auf. Er began, daran zu saugen, Rave rundum zu verwöhnen.

Doch dieser blockte und ehe Draco sich versah, lag er auch schon unter dem Rothaarigen.

„Nicht so schnell, meine Schönheit.", murmelte Rave schwer atmend und wedelte mit der Hand, wodurch der Malfoyerbe nun nackt unter ihm lag.

„Wie hast du das gemacht?", verlangte dieser zu wissen.

Rave zuckte mit den Schultern.

„Geheimnis."

„Wer bist du?"

Die Frage war eigentlich leicht zu beantworten, doch Rave musste kurz hart schlucken und wich dem intensiven Blick von Draco aus. Unsicher fuhr er sich durch die Strähnen seines Haares und suchte nach Worten.

„Ich bin Rave Andou. Das andere ist irrelevant.", nuschelte der Rothaarige und sah dann doch in die grauen Sturmböen vom Blonden.

„Irgendwann wirst du es erfahren."

„Damit kann ich leben... vorerst.", antwortete Draco und griff nach Raves Hand, die er auf seine Brust legte.

„Jetzt will ich, dass du mich berührst.", sprach der Blonde verführerisch und küsste den Rotschopf auf den Mund. „Mach schon."

Rave nickte lächelnd und streichelte mit seiner Hand über die ebenmäßige Haut des Malfoysprosses. Er beugte sich über Draco und liebkoste das Schlüsselbein, hinterließ von dort eine feuchte Spur abwärts zum Bauchnabel, in den er tief mit der Zunge versank und so ein Seufzen des anderen erntete.

Draco hob seinen Kopf leicht und suchte den Mund den neuen Slytherin. Temperamentvoll nahm er wieder die feuchte Höhle ein und ein neuer wilder Kuss wurde ausgefochten. Dabei wanderte Raves Finger zu Dracos Öffnung. Er massierte sie geduldig, bevor er ihn langsam hineinschob.

Draco drückte sein Rückrad durch und drängte seinen Unterleib so weiter an den Finger, zu dem sich jetzt auch ein Zweiter und Dritter hinzugesellten.
Dadurch unterbrach der Blonde den Kuss und stöhnte berauscht auf.

„Hör auf mit mir zu spielen.", zischelte Draco und versuchte sich den Fingern zu entziehen, doch Rave hielt ihn eisern fest und kicherte amüsiert.

„Habe Geduld."

Plötzlich kam dem Rothaarigen eine Idee. Er grinste anzüglich und strich mit seinem Finger über die Brust des blonden Slytherin.

„Schönheit, stütze dich an der Wand ab.", befahl Rave und krabbelte von Draco herunter. Dieser schaute ihn nur mit aufgerissenen Augen an, nickte dann aber kaum merklich.

Er erhob sich auf die Knie und näherte sich auf allen vieren der Wand. Die Hände lehnte er gegen die Steinmauer und reckte dann Rave seinen Po entgegen.
Der Rotschopf betrachtete dies eingehend und leckte sich dabei über die rosigen Lippen.
Dieser blonde Slytherin war ein Geschenk des Himmels. Nie hatte er so etwas Schönes gemustert, besonders nicht in dieser Stellung. Ein Bild für die Götter. Jetzt fehlte nur noch der dunkle Engel und dieser Zeitpunkt wäre perfekt gewesen. Doch er wollte sich nicht beschweren, ganz im Gegenteil.

„Mach jetzt endlich und starr mich nicht an!", orderte Draco und ließ den Kopf hängen.

„Dein Wunsch ist mir Befehl.", sprach Rave noch, bevor er sich hinter seinem Geliebten positionierte. Er streichelte liebevoll über die Wirbelsäule und stieß dann ohne Vorwarnung zu. Tief versenkte er sich in dem Größeren, der seinen Kopf zurückwarf und einen spitzen, lustvollen Schrei ausstieß.

„Ganz ruhig, Schönheit. Ich habe doch noch gar nicht richtig angefangen.", hauchte Rave mit tiefer Stimme und bewegte sich in dem Blonden, der verzückt aufkeuchte.

Langsam baute Rave einen Rhythmus auf, der auch ihn zum stöhnen brachte. Er tastete nach Dracos Erregung und begann im gleichen Takt zu pumpen.

„Schneller!", rief der blonde Slytherin brüchig und drückte sein Hinterteil an den Rothaarigen.

Rave verstärkte sein Vorhaben und nach wenigen Stößen spritzte ihm Draco in die Hand, wobei sich dessen Unterleib zusammenzog, so, dass der neue Schüler eingeengt wurde und sich nach zwei weiteren Stößen tief in Draco ergoss.

Schnell legte er dem Blonden die Hand auf den Bauch und schloss die Augen, bevor er sich von ihm löste und ins Bett fiel. Er schnappte nach der Hand des Malfoysprosses und zog ihn in seine Arme. Wie von selbst legte sich dann die Decke über sie.

„Praktisch.", gähnte Draco und kuschelte sich in die Laken.

„Mhm.", sagte Rave darauf nur und verschränkte seine Arme hinter seinen Kopf.

„Was ist?", fragend sah ihn Draco von der Seite an.

„Ich hätte nicht gedacht, dass du so wild und bestimmend sein kannst beim Sex."

„Ich auch nicht...", flüsterte der blonde Slytherin fast überhörbar und seufzte leise auf.

Mit hochgezogener Augebraue musterte Rave seinen Geliebten.

„Du verdrängst irgendwas, nicht wahr? Du wolltest bei unserem Sex etwas vergessen." Es war mehr eine Feststellung als eine Vermutung.
Draco schwieg.

Rave schüttelte den Kopf und legte dann seinen Kopf auf die Brust des Blonden.

„Ich habe es gemerkt.", meinte dann der Rothaarige, wobei er die braunen Augen geschlossen hatte.

„Was?"

„Ich habe eine sehr gute Nase, Draco. Du hattest vor mir noch mit jemand anderen Geschlechtsverkehr.", erklärte Rave mit monotoner und gleichgültiger Stimme, wobei er allerdings ein unschuldiges Gesicht machte.

„Aber das ist mir egal... im Moment. Aber du kannst diesem Mann sagen, dass du mir gehörst. Und wenn er das nicht begreift, muss er mit tödlichen Konsequenzen rechnen."

Draco setzte sich auf.

„Das ist nicht dein Ernst?"

Fast panisch sah ihn Draco an, während seine Finger nervös mit der Bettdecke spielten.

„Und ob. Vollkommen. Nie war ich mir einer Sache solch sicher."

Nun lachte der Blonde amüsiert.

„Du bist verrückt, Rave. Vollkommen verrückt. Ich wünschte, du hättest die Macht dazu. Aber so ist es nicht."

„Wenn du das sagst.", flüsterte der Rothaarige keck und raubte Draco einen Kuss.

„Unterschätze mich nicht, junger Malfoy. Das haben schon so viele..." Rave ließ den letzten Rest offen.

„Du fragst nicht, wer es ist?"

„Nein. Du würdest es mir eh nicht erzählen. Dazu liegt dir zu viel an mir, da du Angst hast, ich könnte drauf gehen."

„Das ist ganz sicher nicht der Grund. Es ist nur der geile Sex.", konterte Draco und drehte sich demonstrativ zur Seite.

„Wenn du meinst." Rave lächelte leicht. Wenn er wüsste, dass er bereits ihm gehörte, würde er anders darüber reden. Aber Draco war noch nicht so weit.

Zufrieden und erschöpft schlief der Rotschopf ein, während die blonde Schönheit neben ihm noch wachlag und nachdachte.

„Hey, willst du nicht langsam aufstehen?", drang eine Stimme in sein verschlafenes Bewusstsein und ließ ihn aufmurren.

„Schlafmütze. Wir kommen zu spät zu Zaubertränke bei Snape.", drangsalierte ihn seine blonde Schönheit genervt und rüttelte an seiner nackten Schulter.

„Hm.", antwortete Rave nur und gähnte ausgiebig, bevor er zögerlich die Augen aufschlug.

„Boah, wieso ist es so hell?"

„Weil es morgens ist, Blödmann.", zischte Draco nur und ging auf die Zimmertür zu.

„Ich gehe, wenn du nicht sofort aus dem Bett kommst."

„Schon gut.", seufzte Rave und kämpfte sich aus den ganzen Laken. Er stand auf und kratzte sich am Hinterkopf.

„Zieh dir was an.", schnaubte der Malfoyspross und schmiss dem Rotschopf etwas zum Anziehen hin.

„Wieso? Gestern Nacht fandest du es noch angenehm mich so zu sehen.", grinste Rave schelmisch und ging verführerisch auf den anderen zu. Dieser knurrte leicht und verließ dann schnell ihr gemeinsames Zimmer.

„Na, was hat er denn?", lachte der neue Slytherin und zog sich die Klamotten über, die ihm Draco zugeworfen hatte.

„Na, Geschmack hat er ja.", murmelte Rave noch, bevor er sich durch die Haare fuhr und aus dem Raum rannte, genau in Blaise Zabini rein, der mit einem lauten Autsch auf dem Boden landete.

„Pass doch auf!", meinte der Schwarzhaarige und rieb sich den Hintern.

„Ey, tut mir ja leid.", sagte Rave und reichte Blaise seine Hand, damit er ihm aufhelfen konnte.

„Ich wollte Draco abholen, doch anscheinend ist er schon weg… ungewöhnlich."

„Ich denke, ich bin nicht ganz unschuldig.", grinste der Rotschopf und ging mit seinem Mitschüler in den Gemeinschaftsraum, um von dort zum Frühstück zu gehen. Doch zu ihrem Leidwesen wartete eine Pansy Parkinson auf sie.

„Rave, Schatz, da bist du ja.", krakelte sie mit ihrer furchtbaren Stimme schon los und hakte sich bei dem neuen Slytherin unter.

„Ich wollte mit dir in die Große Halle gehen."

Rave verzog schmerzhaft das Gesicht, worauf Zabini kichern musste, als er es sah.

„Wieso? Hast du eine Amnesie? Findest du den Weg nicht alleine? Oder bist du einfach zu dämlich?", fragte Rave zuckersüß und klimperte nach Pansyart mit den Augen.

„Aber, Schatzi, ich möchte doch einfach nur mit meinem Zukünftigen mehr Zeit verbringen."

„Dein Zukünftiger? Wo ist der? Den will ich kennen lernen.", sprach der Rotschopf erstaunt und sah sich überrascht im Gemeinschaftsraum herum.

„Ach, Schatz, du bist mein zukünftiger Ehemann."

„Sagt wer? Wieso weiß ich davon noch nichts?"

„Na, jetzt weißt du es, Ravey.", quietschte Parkinson fröhlich und kuschelte sich noch näher an ihren angeblichen Ehemann.

Rave verdrehte seine braunen Augen und schaute genervt zu Blaise, der nur den Kopf schüttelte und hinter den beiden durch die Gänge lief.

„Pansy, ich dachte, du bist hinter Draco her?", verlangte Zabini zu wissen und versuchte ein ernstes Gesicht zu machen, als sich das blonde Mädchen zu ihm umdrehte.

„Ach, Blaise, da ich jetzt weiß, dass ich keine Chance bei Dracolein habe, habe ich aufgegeben und da jetzt solch ein wundervolles Exemplar aufgetaucht ist…"
Sie ließ den letzten Rest des Satzes offen und musterte Rave mit verliebten Augen.

„Du bist so schön, Schatzi.", schwärmte Pansy verträumt und betrat dann mit den Jungen, hocherhobenen Hauptes, die Große Halle.

„So, bin ich das, ja? Schön das zu hören.", seufzte der Rotschopf und betrachtete nun Draco der mit verfinsterte Miene am Slytherintisch saß und die Situation mit kaltem Ausdruck aufnahm.

„Was wird das, wenn es fertig ist?", zischte dieser Parkinson an, die sich neben Rave ihm gegenüber setzte, während Blaise neben ihm Platz nahm.

„Es tut mir leid, es dir sagen zu müssen, aber leider werde ich nicht mehr auf dich warten. Ich habe mich für Rave entschieden und sogar schon meinen Eltern einen Brief geschickt, worin ich um Erlaubnis frage, diesen überaus hübschen Jungen ehelichen zu dürfen."

Rave spuckte den gesamten Kürbissaft, den er gerade trinken wollte, direkt in Blaise Gesicht, der nun ziemlich pikiert aus der Wäsche guckte.

„Was hast du?", krächzte der Rotschopf entsetzt. Seine Mundwinkel zuckten gefährlich, während sich seine Hand, die immer noch den Becher Kürbissaft festhielt, so sehr verkrampfte, dass die weißen Knöchel hervortraten.

„Sie werden bestimmt zustimmen. Schließlich bist du Slytherin und sicherlich Reinblütig.", redete sie weiter und legte den Kopf auf Raves Schulter.

„So? Meinst du? Dann muss ich dich leider enttäuschen. Ich bin kein reinblütiger Zauberer.", klärte der neue Schüler alle trocken auf und verließ, ohne etwas zu Essen, die Halle.
Außerhalb lehnte er sich gegen die Wand und rutschte daran herunter. Er zog die Knie an und bettete seinen Kopf darauf. Starr stierte er das Mauerwerk gegenüber an und bemerkte nicht, wie die Tür aufging und ein kleiner, schmächtiger Junge hervorkam. Unsicher ging er auf Rave zu und kniete sich vor ihm hin.

„Alles… alles in Ordnung, Rave?", fragte der Schwarzhaarige zögerlich und strich seinem Gegenüber über den Kopf. Dieser schaute nun auf und lächelte sanft.

„Morgen, mein dunkler Engel.", begrüßte Rave Harry und grinste ihn nach Raveart an.

„Hier. Du hast sicher noch nichts gegessen, oder?" sagte der Gryffindor und reichte dem Rotschopf zwei Brote, fett beschmiert mit Kirschmarmelade. Dankend nahm Rave sie an und biss herzhaft hinein.

„Lecker!", mampfte der neue Slytherin und nahm sofort einen zweiten Happen.

Harry beobachtete ihn währenddessen beim Essen.

Als Rave fertig war, stand er auf und zog den Kleineren mit sich. Er legte die Hände in den Nacken des Gryffindors und zog ihn näher zu sich. Nur Millimeter trennten ihre Münder voneinander.

„Ni- nicht hier. Wenn wir erwischt werden.", hauchte Harry zittrig und versuchte sich von Rave zu lösen, doch dieser hielt ihn eisern fest.

„Das ist mir jetzt so etwas von egal.", flüsterte der Rothaarige zurück und drückte seine Lippen auf die des Schwarzhaarigen. Dieser seufzte wohlig auf und schloss die Augen.

Der Kuss war zärtlich, nicht fordernd, genau das, was Harry wollte. Es fühlte sich einfach richtig und unbeschreiblich gut an. Er drängte sich näher an Rave, der seine Hände auf Wanderschaft gehen ließ. Sie fuhren über die schmale Hüfte und huschten dort unter das lockere und zu große T-Shirt.
Da blockte der Gryffindor.

„Bitte, das… das ist mir zu schnell.", murmelte Harry beschämt und trat einen Schritt von Rave zurück.

Dieser lächelte nur schief und nickte verstehend.

„Schon ok. Ich kann warten."

Plötzlich klatschte jemand in die Hände.
Erschrocken drehten sich Rave und Harry zu der Person um, die lässig an der Tür gelehnt stand, doch das Gesicht sprach etwas anderes.

„Ach ja, da lag ich ja mit meiner Vermutung ganz richtig.", zischelte Draco gefährlich und schlenderte auf die beiden zu.

„Schönheit-"

„Sei still. Du hast mich nur benutzt, oder?"

„Nein. Ich empfinde etwas für dich, auch wenn ich es vermeiden wollte.", erklärte Rave sachlich.

„Und was ist mit Narbengesicht?"

„Für ihn hege ich auch Gefühle. Sie sind zwar anders, als bei dir, aber sie laufen auf das Selbe hinaus. Nämlich darauf, dass ich euch beide liebe."

„Natürlich. Das geht so einfach von heute auf morgen.", sprach Draco gehässig und durchlöcherte Harry mit seinen Blicken, der den Kopf gesenkt hielt und bisher nur teilnahmslos zuhörte.

„Schau dich an. Wieso bist du so eifersüchtig? Wenn es dir nur um Sex geht… das kannst du auch von anderen bekommen.", erzählte Rave im Plauderton und nahm Harrys Hand in die seine.

„Draco, wir drei sind füreinander bestimmt. Ich fühle es… und du solltest es auch."

„Schwachsinn, ich bin für niemanden bestimmt. Ich bestimme selber."

„Wirklich? Und wieso kann ich das nicht glauben? Wieso spüre ich eine Präsenz an dir, die dich lenkt, die dir Vorschriften macht?"

„Misch dich nicht in meine Angelegenheiten, Andou. Das geht dich nichts an.", warnte Draco und verschwand in den Gängen von Hogwarts.

Rave seufzte und drehte sich zum Gryffindor, der langsam seinen Kopf hob und ihn intensiv musterte.

„Du hast mit Malfoy geschlafen?"

„Harry, dunkler Engel… Letzte Nacht.", antwortete der Rotschopf wahrheitsgemäß.

„Ich verstehe." Harry stöhnte.

„Du magst es kompliziert, oder?"

Verdutzt sah der neue Slytherin den Schwarzhaarigen an.

„Wie?"

„Du suchst dir die kompliziertesten und begehrtesten Jungen der Schule aus… und dann bringen sie dir noch Gefühle entgegen… Respekt.", schlussfolgerte der Gryffindor und grinste Rave dabei an, der plötzlich den Jungen vor sich gar nicht mehr verstand.

„Du bist nicht böse?"

„Ich sollte es… aber ich bin es nicht. Wieso, weiß ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass du ehrlich bist. Das ist erfrischend für mich."

„Harry, ich weiß nicht, was ich-"

„Dann lass es, Rave. Ist besser.", riet der Gryffindor noch, bevor er Rave einen Kuss auf die Lippen hauchte und dann wegrannte.

Rave schüttelte nur den Kopf und lächelte leicht. Der Junge war immer für eine Überraschung gut… doch wie sollte er Draco für sich gewinnen?
Andererseits könnte er auch vorlieb mit Pansy Parkinson nehmen…

Der Rotschopf verzog das Gesicht.

Wohl lieber nicht.