°Chapter Two. Planning. °

Title: Chaos in the wind - Chapter Two. Planning.
Author: Dawnerah
Rating: T
Pairing: Fred/George semi-slash
Warnings: This chap? Uh, nothing?
Summary: George plant, seinen Zwilling zu retten, und bekommt einen merkwürdigen Brief…
Language: German
Words: 1561
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Ich könnte ja mal anfragen, mich umbenennen zu lassen.


George Horatio Weasley schreckte aus seinem Halbschlaf auf und sah sich panisch um.
Sein Alptraum war fürchterlich gewesen, viele verwischte Bilder mit Blut. Viel Blut. Sehr viel Blut. Und in der Mitte das Gesicht seines Zwillings.
Er schüttelte schnell den Kopf, um sich wieder halbwegs wach zu kriegen.

Ein schneller Blick auf die Uhr, die auf seinem Schreibtisch stand, verriet ihm, dass seine Schicht in weniger als zehn Minuten beginnen würde, und bis dahin musste er noch dieses elende Formular fertig kriegen.

Andererseits… wäre er George Weasley, wenn er pünktlich und mit allen Arbeitsunterlagen zu seiner Schicht käme?

Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Nein, das wäre er nicht, und darum kümmerte er sich in den nächsten Minuten auch nur um sein Äußeres, bis er sich auf den Weg zu einer großen, schwarzen Eisentür machte.
„Hey Jen, kannst verschwinden." Lächelnd nickte er der jungen Rothaarigen zu, die schläfrig vor eben erwähntem Tor saß.
Der Flur war schmal und mit einem weißen, abgenutzten Läufer ausgelegt, und an den pechschwarzen Wänden hingen vereinzelte kleine Kerzen, die dem ganzen eine unwirkliche Atmosphäre verliehen.

Dankbar rappelte sich das junge Mädchen auf.

George überlegte kurz, wie alt sie noch gleich war. 15? Sie sollte jetzt eigentlich in einer Zauberschule für ihre UTZs lernen, herumalbern und sich auf die nahenden Winterferien freuen. Es war schrecklich, was der Krieg aus ihnen allen gemacht hatte.
Der Weasley ließ sich fallen und schweifte mit seinen Gedanken ab. Natürlich, er hatte die tolle Aufgabe, das Besprechungszimmer seiner Vorgesetzten zu bewachen. Freude über Freude herrschte in ihm, zumal seine andere Hälfte schon seit einiger Zeit fort war.

George seufzte bei dem Gedanken an Fred auf… Er war für seinen Geschmack schon viel zu lange weg… Sechs ganze Stunden bisher… Als wäre dieser dumme Auftrag so wichtig, dass er ihn dafür allein lassen müsste!

Jäh wurde der Rothaarige in seinen Gedanken unterbrochen, als eine kleine Gruppe auf ihn zukam.
Janine Icao, Mad-Eye Moody, Kingsley und Kerreth May waren nur einige von ihnen.
Icao lief schnurstracks auf George zu. „George Weasley." Ihre Stimme klang müde und abgeschlafft.

„Hn…?" Es interessierte ihn nicht wirklich, was sie zu sagen hatte.

Janine Icao war eine schlanke, kleine Frau mit spanischen Vorfahren und braunen Haaren, die sie in einem Knoten zusammengesteckt hatte. George mochte sie nicht, weil sie ständig Fred anflirtete. Das nervte ihn wirklich.
Ihre Mundwinkel zuckten. „Frederick wurde immer noch nicht gefunden. Wir haben Ralph gesendet…" Sie nickte einem glatzköpfigen Mann in mittlerem Alter zu, „aber er meinte, er hätte nur Gruyére wiehernd in der Winkelgasse gesehen. Bitte komm' mit ins Zimmer."

Stumm nickte der Weasley, während seine Gedanken Achterbahn fuhren. Fred war unauffindbar! Jeder andere würde wohl sagen, dass er der kleinen Gruppe nur einen Streich spielen wollte. Aber der Zwillingsteil wusste es besser, er würde ihm nie unnötig Sorgen machen, und wenn er dadurch Du-weißt-schon-wen hereinlegen könnte.

Zudem spürte er mit einem Mal, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war…

Schweigend folgte der ehemalige Gryffindor dem kleinen Trüppchen.
Das ‚Besprechungszimmer' bestand aus einem großen Holztisch mit kleinen Kerzen darauf und herumstehenden Holzstühlen. Auf einem von diesen saß Percy und kramte in ein paar Pergamentrollen herum, bis er die Handvoll Leute sah und ruckartig aufsprang.
Icao schüttelte den Kopf. „Du kannst auch bleiben, wir besprechen unter anderem deinen Bruder."
Percy nickte verwirrt und ließ sich wieder fallen, während sich die ganze Gruppe um den Tisch herumsaß.

George wurde durch einige Umsetzungen dazu gezwungen, sich neben Icao setzen zu müssen, die am Kopfende des Tisches war. /Dumme, kindische Eifersucht./ dachte er angewidert von sich selbst, als er merkte, dass er es verabscheute, hier sitzen zu müssen.
Die Spanierin forderte die Pergamente von Georges Bruder ein und erhielt sie auch sofort.
„So." Sie räusperte sich verheißungsvoll.
„Die heutigen Punkte sind die Situation in der Winkelgasse, der Mord an…" Sie redete noch weiter, während George nur mit halbem Ohr zuhörte. Bis zu einem bestimmten Punkt.
„…und schlussendlich die Entführung von Frederi-" Urplötzlich wurde sie unterbrochen.

„ENTFÜHRT! Ich dachte, er wäre nur verschwunden?" George stemmte die Ellbogen gegen den Tisch und funkelte Icao so mordlustig an, als wäre sie dafür verantwortlich.

Kerreth May, ein junger Mann, der neben Fred saß, sprang auf und schob ihn beruhigend wieder auf seinen Stuhl zurück. „Sie ist nicht Schuld daran." zischte er ihn an.
Nach einem Todesblick von George war er allerdings wieder ruhig.
„So, Janine Icao, jetzt sag mir die Wahrheit! Was wissen wir über Fred!" Die Anführerin der Zauberschaft seufzte laut auf und wandte sich emotionslos wieder dem Tisch zu.

„Wie ich schon sagte, Ralph hat nur euren Thestral gefunden. Dieser hatte allerdings eine Krähe auf dem Rücken…" Schnell kramte sie in ihrer Tasche herum, während George sie brodelnd beäugte.
„'Prerow tâ'Ärtzu. Hurjsó'patach ap twre zu'rta - pôrò ur Nebulaska.' Das hatte die Krähe am Bein gebunden. Es scheint dunkelelfisch zu sein."
Alle Anwesenden starrten sie geschockt an. Dunkelelfisch war schon lange verboten und wurde nur noch von besonders mächtigen dunklen Magiern verwendet.
„Und der einzige, den wir kennen, der dunkelelfisch kann, ist…"

„Lucius Malfoy…" zischte George unter angehaltenem Atem.

Ruckartig sprang der vereinsamte Zwilling auf. „Dann müssen wir Lucius Malfoy finden, und wenn es das Letzte ist, was ich tue!" rief er dramatisch in den Raum hinein.
Und erhielt zustimmendes Nicken und Gemurmel.
„Lucius Malfoy ist vermutlich… tot..." Jeder hatte den Kopf nach Percy Weasley gedreht, als er so plötzlich anfing zu sprechen.
„Naja, ich bin mir nicht sicher…" Er nuschelte wie verrückt, George war kurz davor, ihn zu würgen, damit er schneller mit der Information herausrückte, es ging hier immerhin um seinen Zwillingsbruder!
„… aber Hermes kam vor wenige Minuten mit einem Brief von… jemandem an, der in der Winkelgasse mitgekämpft hat - und er hat… Lucius Malfoy tot unter… ein wenig Metall gefunden…" Zu Ende hin wurde seine Stimme leiser, er flüsterte fast schon.

George indes fauchte ihn an. „Das war unsere einzige Chance!" Percy zuckte zusammen.
Plötzlich meldete sich Luna Lovegood zu Wort; auch sie war in den Inneren Kreis aufgenommen worde, George hatte keine Ahnung wieso, sie musste wohl wichtig sein.
„Das stimmt nicht ganz…" meinte sie mit rauchiger Stimme. „Patruío sâ trwo; Nebula bedeutet Tod."

Nun hatte Loony alle Blicke auf sich ruhen.

„Nun, der junge Malfoy hat mir ein wenig dunkelelfisch beigebracht…" Sie kicherte und zupfte in ihren Haaren herum. „Aber das da war sehr schwer, ich kenne es nicht…"
„Das bedeutet…" May dachte kurz nach, bevor er weitersprach. „Wahrscheinlich hat der junge Malfoy diesen Brief geschrieben…"
Georges Augen begannen zu funkeln, während Icao für ihn weitersprach.

„Also müssen wir Draco Malfoy suchen. Gar kein Problem, er ist nur einer der höchsten Tiere der Todesser…" Sie rollte die Augen. „Aber nicht tot!" Der jüngere Weasley grinste ungehalten und setzte sich wieder hin.
„Na dann kannst du ja deinen ach so tollen Zwillingsbruder suchen, wenn er dir so wichtig ist!" giftete Kerreth May George an. „Hast du was gegen uns!" zischte dieser zurück.

„Vermutlich wird Mister Weasley bei Mister Malfoy sein…" Remus Lupin lächelte alle mit seinem typischem Lächeln an; seine Stimme beendete den Streit, bevor er richtig angefangen hatte.
„Ich werde Blaise und Ludovic fragen, ob sie mich bei der Suche begleiten."

"Ja richtig…" dachte George. "Blaise Zabini ist nach seinem Abschluss zu unserer Seite übergelaufen und wurde von Ludovic Pierot, dem berühmten französischem Werwolf gebissen… Die drei haben wahrscheinlich die größte Chance, sie zu finden…"

„Dann gehe ich alleine auf meine Faust suchen." George klang für alle Anwesenden zu zuversichtlich.
„Ich will euch Werwölfen nicht den Job wegnehmen…" Er schüttelte abwiegelnd den Kopf, „aber ich würde gerne auch versuchen, Fred zu finden, sonst komme ich mir nur noch nutzloser vor."

Kurz nickte Icao.

„Ich würde sehr gerne mitkommen, Fred liegt mir… sehr am Herzen…" George schnaubte, während der Rest der Versammlung einsichtig lächelte, Janines Avancen zu Fred waren offensichtlich, „aber ich habe hier wirklich zu viel zu tun."
„Ich begleite dich." warf Luna mit ruhiger Stimme ein und schritt majestätisch auf George zu. „Falls du noch eine solche Nachricht erhälst, so kann ich ja versuchen, sie für dich zu übersetzen."

Irgendetwas daran war… faul, fand George - und urplötzlich wurde ihm klar, was. Der Brief war gar nicht an ihn gerichtet. Entweder, Luna fantasierte mal wieder… oder sie hatte verstanden, dass irgendwo im dunkelelfischen Schreiben George vorgekommen war.

Er entschied sich dafür, die erste Alternative zu wählen und die zweite im Erinnerungspuffer zu behalten.

Also nickte er dankbar, stand auf und machte sich auf den Weg zur Tür. Luna folgte ihm wie ein kleines Gänschen.
„Sonst noch etwas?" rief er in die Runde hinein, die ihm mit Schweigen antwortete und sich nun der Situation der Winkelgasse widmen würde.

Zufrieden nickte der Weasley und stieß die Tür auf - und er würde seinen Zwilling finden, nichts war so sicher wie das!


A/N.: Na? Na? Naaa:) Wie war das, wie war das?
Wie immer gibt's für jedes Review einen Keks X3
Vorwarnung. Im nächsten Kapitel wird es eine nicht sehr appetitliche Szene geben, hoho. Also lasst lieber die Finger von den Keksen, wenn ihr es lest.
Bis dann!

Dawnerah