° Chapter Three. Awakening. °
Title: Chaos in the wind - Chapter Three. Awakening.
Author: Dawnerah
Rating: T (kenne mich da nicht so aus xX'')
Pairing: Fred/George etwas-mehr-Slash-als-im-Kapitel-davor
Warnings: Was ekelhaftes? xD
Summary: Fred macht sich Gedanken…
Language: German
Words: 1298
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Ich denke nicht, dass JK mir ihre Charaktere schenken würde, nach dem, was ich ihnen antue…
Ein übler Geruch stieg ihm in die Nase. Es schien verfaultes Fleisch zu sein.
"Wo…" Fred Weasley fing an, sein Bewusstsein wiederzubekommen. "… bin ich hier?" Er sah sich verwirrt um, was einen heftigen Kopfschmerz auslöste.
Erst da merkte er, dass seine Hände gefesselt waren und er in anscheinend in einem Zimmer ohne Fenster saß.
"Fuck." war das einzige, was ihm dazu einfiel. Das heftige Pochen an seiner Schläfe ignorierte er großzügig, um sich in seinem Aufenthaltsort umzusehen.
Das spärliche Licht kam von einer angestaubten, aber brennenden Kerze an der Wand. Die Wände an sich waren dunkelbraun, Fred vermutete ein magisches Holz, und neben ihm befand sich eine Art Hocker. Er hatte auf einem unbequemen festgetretenem Erdboden geschlafen.
"Ist ja wahre Gastfreundschaft hier…" Er verdrehte die Augen, wenn er wenigstens etwas mehr Licht gehabt hätte. Keuchend und schwer arbeitend stand er auf, und nach einigen Stunden - jedenfalls war die Kerze um einen halben Zentimeter geschrumpft - lehnte er an der Wand, allerdings immer noch mit gebundenen Händen. Zudem klopfte ein kleines Männchen in ihm an seine Schädeldecke und wollte anscheinend rausgelassen werden.
„Halt's Maul da oben." krächzte er heiser. Wenn sich seine Stimme so anhörte, wie lange musste er dann hier gelegen haben?
Wie auf Kommando wurde eine bis dato unsichtbare Tür aufgestoßen - nun, sie schien wohl aus dem selben Holz gemacht zu sein wie die Wände.
Eine groß gewachsene Gestalt in einem langen Umhang kam hereingerauscht und bedachte Fred mit einem kurzem Blick, ehe sie ein kleines Tablett abstellte.
Misstrauisch beäugte der Weasley die kleine Kanne, in der wohl Wasser war, und das braune, harte Ding, das wahrscheinlich in grauer Vorzeit ein Brot gewesen war.
„Warum bin ich hi-" Gerade wollte er die Person etwas fragen, als er bemerkte, dass sie schon wieder verschwunden war.
Laut schnaubte er auf. Dieses Wasser würde er mit Sicherheit nicht anrühren. Im besten Fall war wahrscheinlich ‚nur' Veritaeserum drin - und im Krieg konnte so etwas tödlich enden.
Langsam ließ er die Augen über den Boden schweifen. So, wie es im Moment aussah, würde er wohl noch eine ganze lange Zeit hier bleiben müssen.
Was ihm ganz und gar nicht gefiel.
Er wollte zurück ins Hauptquartier, wollte die Blumen in seinem Zimmer riechen, wollte frische Luft atmen können, und vor allem wollte er seinen Zwillingsbruder wiedersehen, wollte ihn beruhigen, wollte ihn in den Arm nehmen, wollte - nun, lasst es mich so beschreiben: Er wollte ihn fühlen.
Seine Nasenflügel bebten. Wo war eben dieser Geruch von verfaultem Fleisch hergekommen?
Er ließ sich auf die Knie fallen, was sie bei diesem hartem Boden nur mit Widerwillen taten, und robbte mit dem kleinen Mann unter seinem Schädel in Richtung des Gestanks.
„Lumos." murmelte der vereinsamte Zwilling leise. Zauberstablose Magie mochte nicht funktionieren, aber (Fred wusste nicht, wieso) wenn er fest genug an… etwas bestimmtes dachte, was er vorhatte zu tun, so konnte er dank diesem Spruch nun ein wenig mehr Licht in die Dunkelheit bringen.
Und was er sah, ließ ihn zurückschrecken.
Verdorbenes Fleisch, oh ja.
Aus leeren, toten Augen starrte ihn ein Frauengesicht an.
Er musste schwer schlucken.
Hunderte von kleinen Insekten waren auf dem Kadaver zu sehen; der fortgeschrittenen Verwesung nach zu urteilen lag das Weib etwa einen Monat hier in der Kälte. Sie lag auf dem, was einmal ihre Brust gewesen war, heute waren es nur noch Knochen mit einem dünnen Hautüberspann, unter dem man die Larven kriechen sehen konnte. Aus ihren Augen fingerten ihm zwei Fühler entgegen; der Farbe nach zur urteilen war sie blond und braunhaarig gewesen. Auch, wenn kaum noch Haare auf ihrem Kopf waren und die Augäpfel einen angebissenen Eindruck machten. In der Luft über der Leiche schwirrten junge Fliegen herum und soweit er sehen konnte, krabbelten alle möglichen Käfer und andere Insekten auf ihrem ganzen Körper herum, sodass man meinen könnte, sie trüge ein verzaubertes Kleid.
Der Zwilling purzelte mit zusammengebissenen Lippen zurück. Hätte er das brotähnliche Etwas dort drüben gegessen, so wäre es nun bei den Kleintieren.
Ihm drängte eine einzige Frage in den Kopf, Panik nahm ihn ganz und gar ein.
"Werde ich auch so enden?"
Er konnte die Augen nicht von der Toten abwenden; zu schrecklich war ihr Schicksal, mutterseelenallein in einem Kerker (denn was sollte dieses Gefängnis hier sonst sein?) zu sterben und von Fliegenlarven gefressen zu werden… Unwillkürlich erschauderte der Weasley und drehte seinen Kopf schnell weg. Das war wirklich zu schrecklich.
"An etwas anderes denken, nicht - mehr - erinnern…" Tränen rannen dem Weasley die Wangen hinunter. "Werde ich nie wieder hier herauskommen?" Nach der Panik kam Verzweiflung, für einen freiheitsliebenden Geist wie ihn war Gefangenschaft am schrecklichsten.
Plötzlich schwebte das Bild seines Zwillings vor sein Inneres Auge. Ruhe und ein innerer Frieden überkamen ihn. Der Rothaarige seufzte laut auf. Das war viel besser. Er streckte seine Hände aus, um dieses Bildnis zu behalten.
Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen, während er die Lider beruhigt auf seine Wangen flattern ließ. Hatte er diese Erinnerung noch, würde er das hier überstehen - mit Sicherheit.
In Gedanken war er auf einer Wiese, Tulpen wuchsen hier. Er war im Sommer mit George, Oliver, Angelina, Alicia und Lee dort gewesen. Es war ein sehr friedlicher Ort. Er lag in Schottland, doch an diesem Sommertag hatte die Sonne geschienen. Vormittags hatten sie gepicknickt, mit Sandwich und Orangensaft, und es war wirklich sehr schön gewesen. Auf dieser Wiese waren keine Zeichen vom Krieg zu erkennen gewesen. Oliver hatte versucht, einen Apfel von einem Baum zu pflücken, nur war er leider zwei Meter zu klein dafür gewesen. George und er selbst hatten ihm daraufhin einen Besen zwischen die Beine gesteckt - nur war der ehemalige Captain der Quidditchmannschaft so darüber überrascht gewesen, dass er flugs vom Reitholz gekippt war; doch er hatte einen Apfel in der Hand gehabt.
Der ehemalige Gryffindor lächelte glücklich.
Am Abend dann hatten sie gegrillt. Weasley's Wunderbares Wachs hatte den Hot Dogs einen seltsamen Beigeschmack gegeben, den ihre vier Begleiter wohl bemerkt hatten. Fred und George hatten den ganzen Abend lang gekichert und Hamburger gegessen. Schlussendlich hatte dann Lee erwähnt, dass sein Fleisch komisch schmecke, und Angelina hatte vermutet, dass das mit dem Grill zu tun gehabt haben musste. An diesem Moment hatten Fred und George es nicht mehr halten können und hatten laut losgelacht.
Als es dann Zeit gewesen war, zu schlafen, hatten sie ihre Zelte aufgespannt.
Angelina war zu Alicia ins Zelt gegangen, Oliver zu Lee und er natürlich zu George. Es waren normale Mugglezelte gewesen, nicht solche wie aus der Quidditch-Weltmeisterschaft.
Es war an diesem Abend noch sehr schön in seinem und Georges Zelt gewesen.
Und mit den Gedanken bei solchen Erinnerungen, schlief Fred langsam ein und ignorierte alle Störungen.
A/N.: Der arme Fred. Ihn hat's in meiner FF wirklich nicht gut erwischt (
Das war ein ziemliches Geisteskapitel, nicht wahr? Es ist ja nicht wirklich viel passiert. Fred ist aufgewacht, bekam zu Essen und hat die Leiche gesehen, mehr war da nicht. Alles andere hat sich nur in seinen Gedanken abgespielt.
Naja, zu der Toten: Ob sie noch wichtig wird? ;) Hm… wer weiß XD
Ich habs nicht so mit dem… Partizip, kann sein, dass ich da Zeitfehler drin habe.
Mich will ja niemand betalesen. :schnief:
Ansonsten gilt: Review wird zu einem Keks, hehe.
Derzeit bastele ich am nächsten Kapitel rum. Da ich aber durchschnittlich nur 50 Wörter/Tag schaffe, kann es noch dauern, zumal ich gerade dabei bin, eine Original-FF zu schreiben.
Wiedersehen!
Dawnerah
