° Chapter Four. Searching. °

Title: Chaos in the wind - Chapter Four. Searching.
Author: Dawnerah
Rating: T
Pairing: Fred/George :gähn: Wie immer nur Andeutungen, die immer noch Brüderliebe sein könnten. Bwuhaha.
Warnings: Langweile?
Summary: George & Luna finden heraus, wo Fred sich vermutlich aufhält…
Language: German
Words: 1579
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Würde JK Fanfictions schreiben?


Gähnend tapste er weiter.

Bei allem, was recht war: Es gab eine Person auf der Welt, die WIRKLICH keine gute Reisebegleitung war. Und das war Luna Lovegood.
George ging langsam hinter ihr her, während das Mondmädchen schläfrig von Hornbeißenden Mischukas erzählte. Es schienen Katzen- Lamakreuzungen zu sein, die sich von -nunja- Einhornhörnern ernährten.

Schienen ziemlich abgefreakt zu sein.

Die beiden liefen auf einem Feldweg Richtung London. Das Hauptquartier war in einem Vorort dieser Stadt; und trotz Georges Bedenken wegen verschwendeter Zeit hatte Luna darauf bestanden, zu Fuß zu gehen. Es wäre sicherer und sie könnten sich auf diese Weise besser kennen lernen.
Besser kennen lernen. Als ob er daran interessiert wäre, sie besser kennen zu lernen! Er wollte doch nur so schnell wie nur irgend möglich zurück zu seinem Zwillingsbruder…

„… und deshalb sind sie besonders im alten Lande Prezurow sehr beliebt…" George blieb wie vom Donner gerührt stehen.
„Was hast du eben gesagt?" hauchte er geschockt, während Luna nur kicherte.
„Hör' mir zu, wenn ich mit dir rede…" Strahlend lief sie den Weg der vermoderten Leichen weiter, bis der Weasley sie packte und an eine Hauswand presste.
„Du - sagst - mir - jetzt - was - du - eben - gesagt - hast…" knurrte er sie an, und man hörte die Aufregung in seiner Stimme.

„Wenn ich so gefragt werde… Nein, danke." Sie schüttelte den Kopf und in George begann eine ungeheure Wut zu wachsen. Er war seit Freds Verschwinden extrem labil sehr leicht reizbar und hätte sie jetzt am liebsten zu Boden geschlagen; stattdessen fiel er in sich zusammen und kauerte auf dem Boden, als ihm klar wurde, was er eben gedacht hatte.
Der Lovegood-Sprössling kniete sich zu ihm herab. Kurz wunderte George sich, immerhin hatte er sie eben bedroht.

„Prezurow wurde einmal von einer Eichhörnchenplage heimgesucht. Nur die Mischukas konnten sie wieder zurückschlagen."
Hoffnungslos schlug George die Augen wieder nieder.
„Prezurow hörte sich fast so an wie Prerow, dieses Wort kam im Brief vor…"

„Aber ja!" Luna strahlte ihn an. „Es ist schließlich eine Zusammensetzung von Prerow und ‚zu'. Prezurow lag an dem Ort, der heute als Transsilvanien bekannt ist."
Mit großen Augen blickte er sie an, während seine Kehle merkwürdig trocken wurde.
„Gehen wir dort hin…" murmelte der Zwilling, schwang sich wieder auf die Füße und sah sich suchend um.
„Warum gibt es Flohnetzwerke nie, wenn man sie braucht?"
„Wollten wir nicht erst in London suchen?"

Energisch schüttelte ihr Begleiter den Kopf und begann sofort, seine Logik näher zu erläutern, während er sich hastig umherbewegte.
„WENN Fred entführt wurde, so wird er wohl kaum in London geblieben sein. Der Brief hatte bestimmt etwas mit ihm zu tun, und da das Prerow im Brief wie im alten Namen für Transsylvanien vorkommt, vermute ich, dass er nun in Transsylvanien ist."
Kopfschüttelnd verdrehte Luna die Augen. Was für eine haarsträubende Logik!

„Gut, Prezurow ist auch angenehm. Ich kenne da ein paar Freunde…" Beinahe schwebend wandte sie sich um, auf direktem Weg nach London.

George hastete an ihr vorbei. Das war eine gute Spur, tief im Inneren spürte er, dass es die richtige war. Ein unbekanntes Band, wie sie nur eineiige Zwillinge teilen, hielt ihn bei Fred, und wenn er nicht da war, spürte er, wie das Band sich um seine Kehle schnürte, seine Haut verbrannte und seine Seele peitschte…

Keine Zeit für solche Gedanken jetzt, er hatte wichtigeres zu tun. Er nahm Luna an der Hand, weil sie immer noch tänzelnd vorwärtslief, und rannte auf direktem Wege zum nächsten Flohnetzwerk.

Schon nach fünf Minuten waren sie in der Winkelgasse angekommen. Die Kämpfe waren hier längst verebbt, die Todesser wie auch seine Leute hatten schwere Verluste erlitten. Seine Leute… eine Bande Zauberer und Hexen, die ihn schätzten. Die meisten seiner und Fred's Freunde waren im Krieg gefallen. Lee wurde von einer unter Imperius-stehenden Angelina umgebracht, die daraufhin Suizid begangen hatte; Oliver war kurz nach ihrem Urlaub entführt worden und seither nie wieder nie wieder gesehen; Bill war gestorben, um Ron zu schützen. Und dazu die zahlreichen anderen Freunde… Er hatte schon genug Tränen vergossen, die Todesser waren schon längst zu weit gegangen.

Manchmal, in dunklen Nächten, die von Tod und Leiden nur so schrieen, hatte er solche Gedanken verfasst. Viele Todesser waren zwar nach Voldemort's Stasis abgefallen, aber die restlichen eroberten, zerstörten und mordeten systemlos und waren damit eine noch größere Bedrohung als zuvor.

Aber seinen Zwillingsbruder kriegten sie nicht. Bis hierhin und nicht weiter, er würde keinen Zentimeter mehr zurückweichen! Eine nie gekannte Kampfeslust erwachte im Rothaarigen.

„Wir sind angekommen…" säuselte die Blonde und deutete auf ein kleines Gebäude. Auf dem vermoderten Schild über der Tür konnte man noch ein wenig den Schriftzug „At Sullivans - Kamine, Flohpulver und magisches Feuer" erkennen, wenn man wusste, was er zu bedeuten hatte.

Die beiden Abenteurer legten den Weg schnell zurück. Sie wollten nicht in dieser weinenden, toten Stadt verbleiben. Nervös blickte der Suchende sich immer wieder um, während Luna schweigend mit ihrem mysteriösen Lächeln umherging und den Glühwürmchen bei der antretenden Nachtschwüle zuschaute. Nach wenigen Momenten waren sie auch schon im Flur, der zum Geschäft führte.

Plötzlich wurde George wieder bewusst, wie seltsam Luna doch war. Er starre sie gedankenversunken an, während er den engen unbeleuchteten Gang entlanglief, begleitet von einem schwummrigen Lumos aus Luna's Zauberstab.

Sie schien seinen Augenkontakt misszuverstehen. „Ist etwas?" fragte sie ihn und klang auf einmal unglaublich müde, als wäre sie gerade erst aus einem tiefen, traumlosen Schlaf erwacht. „Nee." George schüttelte seinen Kopf etwas zu früh.
„Ich bin seltsam, nicht wahr?" Es war unglaublich. Dieses Mädchen schien bei all ihrer Weltfremdheit eine Menschenkenntnis zu besitzen, die aus der Masse herausstach. Nicht, dass dieser Umstand bisher jemandem aufgefallen wäre, auch George bemerkte es heute das erste Mal. Es war, als würde hinter der üblichen komischen, gemiedenen Luna Lovegood auch ein ganz anderer Charakter schlummern.
Stumm nickte er, es war ja kein Weltuntergang, wenn sie wusste, was er über sie dachte. Er war nicht schüchtern und sagte den Leuten seine Meinung über sie einfach ins Gesicht. „Jeder findet mich seltsam." Das Mondmädchen lächelte noch immer, ehe sie schnell weitersprach. „… Es hat Gründe…" Mit diesem Satz, der langsam in der stickigen Luft im Gebäude zerfloss, beendete sie das Gespräch eindeutig.

George lächelte in sich hinein und bedankte sich im Stillen bei ihr. Durch ihr geheimnisvolles Tun hatte sie ihn einige Zeit von seinem Bruder und seiner Sorge, die ihn schier wahnsinnig trieb, abgelenkt.

Fred… Der Gang hatte eine unbekannte Länge, und durch Luna's Schweigen wurden die Gedanken des Rotschopfes unwillkürlich wieder zurück zu seinem Bruder getrieben, er konnte nichts dagegen unternehmen. Wo war er, ging es ihm gut? Nun, zweiteres konnte er mit hoher Gewissheit mit Nein beantworten. Entführte bekamen kein 5-Gänge-Menü und Privatunterricht. Obwohl Privatunterricht nicht wirklich etwas Gutes war. George war schon seit einigen Stunden die Lust, zu Scherzen, völlig vergangen, wie könnte er auch. Wenn er mit seinen Gedanken die ganze Zeit bei jemand anderem war und sich nur noch darüber sorgte, ob dieser nun bitte nicht gefoltert würde, konnte er auch andere nicht aufheitern, dies war ihm instinktiv bewusst.

„Wir sind da." Die Stimme schreckte den Weasley aus seinen Gedanken hoch. Eigentlich war es nur ein kurzer Weg gewesen. Sie waren durch eine in den Angeln hängende Tür in einen schönen Raum gestiegen, mal abgesehen davon, dass die magischen Kerzen außer Kontrolle geraten waren und den Großteil der Wände und der Möbelstücke verbrannt hatten.

„Hmm..." murmelte George nur gedankenverloren. Ein Teil des Feuers brannte immer noch, doch das Holz im Kamin war schon längst verglüht. „Fuck." murmelte der Rothaarige und besah sich sich traurig die kümmerlichen Reste der Holzkohle. „Noch länger…" „Nicht unbedingt." strahlte Luna ihn an und deutete auf das Feuer in der Ecke. „Ungebündelt könnte ein magisches Feuer-" Der Rotschopf wurde vom Mondmädchen unterbrochen. „Sein Leben könnte von Sekunden abhängen…"

Ob sie schon fertig war, konnte man nicht wissen - George sprintete jedenfalls sofort zum Feuer und schmiss ein wenig Flohpulver hinein, welches auf dem angebrannten Kamin ruhte. Kurz blickte er zu Luna, die ihm eilig folgte und sogar an ihm vorbeiging, um im Feuer zu sprechen. „Transsylvanien - Haus Teleia." Kaum hatte sie geendet, konnte man schon keine Strähne ihres blonden Haares mehr erkennen.

Schluckend trat George vor und schmiss vorsichtshalber noch eine Prise Pulver in die Hitze.

"Fred…" dachte er noch im Moment, in dem er Luna's Worte wiederholte.


A/N.: Bis hierhin und nicht weiter! - Woher habe ich das, hnn? ;) Eine Anmerkung zum Dunkelelfisch, ich benutze hier eine stark vereinfachte Form mit den leichtesten grammatikalischen Übungen. Ich bin recht stolz, an dieser Sprache zu feilen ) Die Accents und vereinzelten „Dächer" (Sirconflexe. Keine Ahnung, wie das geschrieben wird, hehe.) haben keine Bedeutung in der Aussprache, und nach einem ' muss eine kleine Pause gemacht werden. Icao übrigens wie das englische Eis - (Ai - ßa - o).
Ich habe Bock auf Remus/Sirius. Menno. -- Irgendwo muss ich Remy inklusive Flashback doch so schnell wie möglich einbauen können. TT.TT
Falls ihr die FF lest und sie euch gefällt, scheut euch nicht, Kommentare zu geben, glaubt mir, die wirken wie Glückshormone :gg:
Bis zum nächsten Chap
Dawnerah :)