° Chapter Six. Differing. °
Title: Chaos in the wind - Chapter Six. Differing.
Author: Dawnerah
Rating: T
Pairing: Fred/George ::hoppel:: Und diesmal darf George darüber nachdenken :p
Warnings: Slash, OCs. Tut mir echt, echt Leid TT Ich kann keine OCs schreiben, habe versucht, sie so unwichtig wie möglich zu machen.
Summary: George & Luna essen. Und treffen Leute. Alles furchtbar langweilig, bis George dann ein etwas anderes Zwillingspaar trifft…
Language: German
Words: 3246
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Ze usual a.k.a.: JK hat das Recht, alles mit den beiden zu machen (TT Hat sich auch!). Die komischen Elfen sind meins, aber ich bin nicht stolz darauf.
Ja, in diesem Punkt hatte Fred Recht. Jedoch war George gerade zu abgelenkt, um an seine zweite Hälfte zu denken.
Das Haus Teleia, in das Luna sie per Flohpuder geschafft hatte, war eher eine Villa denn ein Haus.
Staunend sah George sich um.
Die beiden waren direkt in einem der Wohnzimmer gelandet. Die Wände waren so weiß, dass man denken könnte, dieses Haus war als Vorbild für diverse Waschmittelwerbungen benutzt worden. Bilder gab es keine, stattdessen beherrschten Spiegel die Wände.
Das Mobiliar bestand aus ebenso weißen, aber recht steril wirkenden Sesseln. In der Mitte war ein aufgeräumter, brennender Kamin, aus dem Luna und er vor wenigen Minuten erst herausgekommen waren.
Große Fenster würden am Tage ein natürliches Licht spenden, doch da es schon früher Abend war, waren die magischen Kerzen an den Wänden entflammt.
Der Mann, der alleine lesend in einem der Sessel gesessen hatte, als sie angekommen waren, stellte sich als ein gewisser Nebelgesang Teleia heraus.
Wie George später noch erfahren sollte, waren die Teleias einer der mächtigsten Hochelfen-Clans in Europa. Dieses ‚Haus' war ihr Hauptsitz, aber der Großteil der Familie wohnte verstreut in allen Ländern der Welt.
Und Hochelfen liebten anmutige Namen geradezu. Die Teleias waren noch relativ harmlos, Elfen namens Laubschmuck oder Ozeankoralle konnte man mit den englischen Sams oder Jacks vergleichen.
Was George aber wirklich verwunderte, war das glitzernde Aussehen von Nebelgesang.
Er hatte als Kind manchmal etwas über Elfen vorgelesen bekommen (bzw. hatte man versucht, ihm und Fred etwas vorzulesen), und die damalige Beschreibung stimmte haargenau mit dem Bild vor seinen Augen überein.
Filigranes, schimmerndes, helles Haar wuchs bis an Nebelgesang's Knöchel. Seine Gesichtszüge waren feminin, strahlten aber gleichzeitig männliche Härte aus. Die Haut war perlweiß und so blass wie unbefleckter Schnee, und die Kleidung bestand aus lässig verschlungener, grünlich-milchiger Seide mit kleinen Perlbroschen.
Seine Stimme hatte denselben Klang, den sein makelloses Aussehen vermittelte.
„Luna!" rief er erfreut auf und schenkte dem Mondmädchen ein warmes Lächeln, während er den Rotschopf völlig missachtete.
Mit einer Eleganz, die George nie für möglich gehalten hätte, jemals zu erblicken, stand der Platinblonde auf und betrachtete Luna liebevoll. „Groß bist du geworden, Sura." Luna lächelte bei dem Spitznamen kurz auf und stellte dann den Mann neben sich vor.
„Das ist ein Weasley." meinte sie frohgemutes, während der Vorgestellte, noch immer von der überwältigenden Schönheit des anderen überrumpelte, leicht mit dem Kopf nickte.
„Ein Weasley!" rief er andere überrascht aus, streckte dem Rothaarigen dann aber seine Hand hin.
„Freut mich, dich kennen zu lernen, We-" Weiter kam er nicht, denn wie aus dem Nichts flog ein Körper gegen seine Seite.
„Wir haben Besuch??!" fragte das undefinierbare Wesen, das sich nun aufrichtete und George mit tellergroßen Augen anstarrte.
Luna kicherte los. „Das ist Mondschein, Nebels kleiner Bruder." meinte sie simpel, während George den anderen musterte.
Er hatte dieselbe Haarfarbe wie der andere Elf, hatte diese jedoch nur schulterlang, in einem losen Pferdeschwanz zusammengebunden und unter einer Baseball-Kappe versteckt.
Seine Augen funkelten nur so vor Lebensfreude und Spaß, und auch seine Kleidung sprach von seinem Charakter Bände.
Er hatte ein, von der Sonne schon ausgeblichenes, lockeres graues Sommerhemd an (trotz der Jahreszeit. Vielleicht schneite es in Rumänien nicht so oft?), welches knapp zu seiner schwarzen Jeans führte.
Von der äußerlichen Erscheinung war er vollkommen anders als sein Bruder, aber sie strahlten beide diese überirdische Schönheit aus.
Mehr als ein verwirrtes "Äh." brachte der sonst so schlagfertige George daher nicht heraus.
„Ich darf mich vorstellen?" Mondschein grinste George fröhlich an. „Mondschein Teleia, meines Zeichens, äh, ist auch egal. Und wer bist du?"
Ehe der Rotschopf eine Gelegenheit hatte, ihm zu antworten, schoss Nebelgesang wie aus der Pistole geschossen los. „Ein Weasley, ein echter Weasley. Und Mondschein, du weißt doch…"
Der andere Teleia winkte knurrend ab. „Ich weiß, ich weiß… Ein Weasley? Vorname?" Er starrte George aus seinen funkelnden Augen an.
„G… Fred." antwortete George. Er wunderte sich selbst darüber, dass er sich den Namen seines Zwillings gab. Es war unwillkürlich geschehen, und er hatte keinen blassen Schimmer, wieso.
Luna warf ihm nur einen kurzen, undeutbaren Blick zu, bevor Mondschein George ungläubig anstarrte.
„Fred Weasley? Von dem berühmten Streich-Store? Geilomat!" Nebelgesang schüttelte kurz den Kopf, ließ Mondschein aber weitersprechen. „Wollte euch beide schon immer mal kennen lernen. Cool." Er streckte George die Hand hin. „Was machst du hier in dieser Gegend?"
Leicht lächelnd ergriff George die Hand. „Geheime Mission." Sein Grinsen entblößte zwei schimmernde Zahnreihe. Dieser Mondschein war ihm sympathisch.
„Oooh, du willst einen Hochelf verarschen?" Der Silberhaarige entzog sich der Begrüßung und legte einen schelmischen Gesichtsausdruck auf. „Das-" „Monny, es reicht." Der große Bruder des anderen seufzte auf legte seinem kleinen Bruder eine Hand auf die Schulter.
„Wenn wir solch reizende Gäste haben, sollte unsere Familie doch davon erfahren." „Mom ist gerade kurz nach Finnland appariert, falls du es nicht mitbekommen hast, und Zitronenblüte hat sie begleitet."
Der einzige Weasley im Raum war noch einmal verwundert ob der seltsamen Namen der Elfen, doch nun wollte auch Luna wieder etwas sagen.
„Monny, ist Sonny auch da?"
Plötzlich schlug die Stimmung um. Mondschein's Ausdruck von eben wich einer vor Wut verzerrten Grimasse, und er wandte sich von Luna ab. Der Blick von Nebelgesang schwankte zu Luna und er sah sie so böse, wie ein Hochelf einer Freundin böse sein kann, an.
„ … Ja." knurrte der Jüngere der beiden und verschwand, mit den Händen in den Hosentaschen, aus dem Raum.
„Was war denn das?" Endlich konnte auch George wieder etwas sagen. Einige Zeit bekam er von den einzigen beiden anwesen Personen keine Antwort, ehe Nebelgesang leicht seine Stimme hob. Lunas Augen waren schon wieder leer und sie starrte gedankenversunken an die Decke.
„Mondschein hat einen Bruder." Weiter kam der Weißhaarige nicht, denn zwei laute Knalls durchbrachen die seine Stimme.
„Mein Gott, Laubschmuck! Wozu brauchst du-" Auch diese Stimme hatte so schnell aufgehört, zu Sprechen, wie sie angefangen hatte. „Menschen?" brachte die rechte von zwei weiblichen Elfen hervor, die gerade hereinappariert worden waren.
„Die kleine Luna und Fred Weasley." stellte Nebelgesang die beiden vor. „Und das sind meine Mutter, Laubschmuck Teleia, und ihre Schwester, Zitronenblüte Teleia." Die beiden Frauen nickten den Jugendlichen freundlich zu.
George betrachtete auch die beiden aufmerksam. Die Haare von Laubschmuck waren etwas dunkler als das ihres Sohnes, jedoch immer noch umwerfend weiß. Geschnitten hatte sie sie kurz, allerdings hingen zwei lange, geflochtene Strähnen über ihre Schultern. Ihre Kleidung sah genau so aus wie die von Nebelgesang.
Die Schwester von Laubschmuck hatte Haare, die ihren Namen charakterisierten: Zitronengelb und strahlend fielen die glänzenden Locken über ihren Rücken bis zu ihrer Hüfte. Sie hatte hellblaue, ozeanähnliche Augen (George bemerkte überrascht, dass er die Augenfarben bei den anderen Elfen nicht ausgemacht hatte, obwohl sie, was ein schneller Blick auf Nebelgesang bestätigte, genau dieselbe Farbe hatten) und ihre Kleidung war, passend zu ihren Haaren, in einem warmen Hellorange gehalten.
„Kleine Luna, besuchst du uns auch einmal wieder." Zitronenblüte stellte einen Haufen verpackter Dinge ab, die sie seit ihrem Auftauchen getragen hatte. „Was hat dich denn so lange abgehalten, hierher zu kommen?" Ihre Augen glitzerten dem Mädchen zu, und der Weasley wusste nun, dass Luna hier anscheinend ein sehr gern gesehener Gast war, ganz im Gegensatz zu ihrem Heimatland.
„Och… ein paar kleine Zankereien in meiner Heimat, aber nichts ernstes… Wirklich." George schüttelte innerlich kurz den Kopf ob dieser Heuchlerei von Luna. Nebenbei ärgerte es ihn, dass man ihn schon wieder absichtlich ignorierte.
„Aber ich hatte gehofft, ihr könntet mir und meinem Begleiter vielleicht bei unserer kleinen Mission hier helfen." strahlte die Jugendliche die Hochelfen an. Wenn der Rothaarige einmal darüber nachdachte, konnte Luna sogar ziemlich hübsch sein, wenn sie auf diese begeisterte Weise grinste. Und vermutlich war sie sich dieses Umstandes sehr genau bewusst, wenn man sich einmal die Reaktionen der Erwachsenen ansah.
Laubschmuck quietschte los und schloss Luna in ihre Arme wie eine Tochter. „Für dich machen wir doch alles, Sura! Aber wie wäre es, wenn ihr zum Abendessen hierbleibt? Wir haben dich schon so lange nicht mehr gesehen, Schätzchen!" Kurz versetzte diese Geste dem jungen Weasley einen Stich, da sie ihn ungeheuer an seine eigene Mutter erinnerte, welche vor zwei Jahren gefallen war. In dem Kampf, nach dessen Ausgang Harry und Voldemort "sich schlafen gelegt" hatten. Zwei Jahre waren einige Zeit, das zu verarbeiten, doch natürlich war er nie darüber hinweggekommen. Aber George war sicher, dass es im Moment wichtigere Dinge als die Trauer um seine Muter gab.
„Ich würde das sehr gerne machen." rief George nun aus, um wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit von den Neuankömmlingen zu bekommen. Nun wanderten zwei blaue Augenpaare zu dem selbstbewussten jungen Mann. Laubschmuck nickte ihm lächelnd zu und erlöste Luna aus ihrer Umarmung. „Willkommen im Stammhaus Teleia, junger Mann." Zitronenblüte stellte sich neben ihre Schwester und nickte George ebenfalls zu, ehe die beiden Frauen ihre Sachen wieder aufnahmen und majestätisch aus dem Raum rauschten.
„Also, wir haben zurzeit leider kein freies Zimmer, da unsere Tante bei uns weilt, aber wenn ihr wollt, kann Luna bei mir und Fred bei Mondschein und Sonnenschein schlafen." sagte Nebelgesang mit seiner üblichen angenehmen Stimme. Lächelnd schlang Luna ihre Arme um seine Taille. „Liebend gern!" rief sie aus. Stumm fragte sich George, aus was genau die Beziehung zwischen diesen beiden bestand.
-
Nur eine Viertelstunde später erklang eine kleine Glocke, die alle Anwesenden im Haus zum Abendessen rief. George, welcher gerade eine kleine Familieneinführung von Nebelgesang bekommen hatte, begleitete den Älteren und Luna nun zum Speisezimmer.
Dieses sah genau so aus wie der Salon und der Flur: Scheinend weiße Wände, blitzende Möbel und Co., es war eine Reinheit, die man kaum aushalten konnte.
Die Plätze an der großen, langgezogenen Tafel waren schon besetzt. Es gab jeweils vier Stühle an jeder Seite, aber George vermutete, dass dieser Umstand durch Magie leicht verbessert werden konnte. Er konnte ausmachen, dass auf dem Stuhl am Ende des Tisches eine ältere Elfin mit hellblonden Haaren saß; auf der einen Seite des Tisches hatten sich schon Laubschmuck, ein männlicher Elf (George vermutete, dass das Nebelgesangs Vater sein musste) und Zitronenblüte hingesetzt. Nebelgesang war gerade auf dem Weg zu dem Platz neben seiner Tante.
Auf der anderen Seite des Tisches saß derzeit nur ein jugendlicher männlicher Elf, der dieselbe Haarfarbe hatte wie Nebelgesang und Mondschein. Dieser hier hatte allerdings wirklich sehr lange Haare, die ungekämmt aber dennoch nicht unordentlich bis zu seinem Schoß hinabreichten.
„Ihr müsst unsere Gäste sein." fing die alte Elfin zu sprechen an. „Mein Name ist Tulpenrot Teleia. Ich möchte euch im Namen meiner Familie in unserem Haus begrüßen und hoffe, dass euch die Kochkünste meiner kleinen Tochter gefallen. Fühlt euch wohl, Kinder." George nickte höflich, während Luna noch einmal ihr gewinnendes Lächeln aufsetzte. „Danke für Eure herzliche Begrüßung, Madame." sagte sie und setzte sich Nebelgesang gegenüber.
In dem Moment, in dem George sich auch auf den Weg zu einem Stuhl machen wollte, stürmte Mondschein hinein. „Sorry, ich hatte noch was zu erledigen…" rief er seiner Familie zu und setzte sich laut schnaufend neben Luna. Die Reaktionen der Elfen auf diese Verspätung hätten unterschiedlicher nicht sein können: Tulpenrot ignorierte ihren Enkel, Nebelgesang schüttelte lächelnd den Kopf, Laubschmuck seufzte resignierend und der andere jugendliche Elf warf Mondschein einen bösen Blick zu.
Nachdem der Platz neben Luna nun besetzt war, musste George sich auf den letzten freien Platz, den zwischen Mondschein und dem anderen Jungen setzen.
„Da wir nun alle zusammen sind, möchte ich euch guten Appetit wünschen." sagte die Matriarchin des Clans mit einer Ruhe, die sofort alle anderen Mitglieder verstummen ließ. Die Speisen erschienen wie von Zauberhand auf dem Tisch, und George vermutete, dass es dasselbe System war wie in Hogwarts.
Kein Ton kam während des Essens auf, und das störte George. Es störte ihn gewaltig. Er war an lautes, lustiges und fröhliches Essen gewöhnt, sofern es mit seiner Familie stattfand und diese Stille war unerträglich.
„Und wer bist du?" Man hatte den Weasley niemals die einfachsten Regeln erklärt, die man einhalten sollte, wenn man in einem fremden Haushalt speiste, und mit diesen vier Wörtern hatte er sich den Unmut der gesamten Sippe (vielleicht mit Ausnahme von Mondschein) eingehandelt.
Ein fürchterlich unangenehmes Schweigen, welches George zu ignorieren schien, folgte seinen Worten, bis das Oberhaupt der Familie das Wort erhob. „Er heißt Sonnenschein, ebenfalls ein Sohn meiner geehrten Tochter Laubschmuck. Im Gegensatz zu Mondschein ist er ein Beispiel an Benehmen. Und nun schweig', Mensch."
George entschied, dass er weder Sonnenschein noch diese Tulpenrot mochte, obwohl er nie gedacht hätte, dass Elfen ihre Unsympathien so offen darlegen würden.
Luna schickte ihm einen entschuldigenden, aber gleichzeitig auch verträumten Blick, und das restliche Essen ging so schweigsam wie zuvor vonstatten.
-
„Bis morgen." Luna drückte George begeistert. „Dann brechen wir auf." Abwesend nickte George. Er hatte keine Lust, jetzt in dem Zimmer mit den Zwillingen zu schlafen, die augenscheinlich nicht auf gutem Fuße miteinander standen. Lieber hätte er in der Nacht weitergesucht. Andererseits war es wohl wirklich schlauer, jetzt noch hierzubleiben, morgen früh vielleicht etwas Hilfe von den Elfen zu bekommen…
Er hob die Hand, um sich zu Verabschieden, und einen Augenblick später war Luna auch schon im Zimmer von Nebelgesang verschwunden.
George selbst stand ein wenig unschlüssig vor der Zimmertür, die ihn von einem Bett trennte, aber er wäre nicht George Weasley, wenn er unschlüssig wäre. Folglich stand er einfach so vor der Tür, ohne unschlüssig zu sein.
Diese Gedanken machten ihn ganz wirr, also entschloss er sich, einfach einzutreten, hoffend, dass ihn nichts allzu Schlimmes erwartete.
Seine Hoffnungen auf eine friedliche Nacht wurden dann auch erfüllt. Sonnenschein lag tief schlafend in seinem Bett, und George selbst hatte ein provisorisches Nachtlager neben Mondscheins Bett aufgebaut bekommen. „Hallo, Fred." sagte Letzterer in einer Stimme, die genauso laut war, als wäre kein schlafendes Wesen mit ihnen in einem Zimmer. George konnte ihm nicht verübeln, dass er keine Rücksicht auf Sonnenschein nahm, und legte sich mit einigen schnellen Schritt auf die ihm vorgesehene Matratze.
„Du magst deinen Bruder nicht, oder?" fragte George seinen Zimmergenossen murmelnd. Er wollte wirklich nicht, dass Sonnenschein aufwachte, denn dieser erinnerte ihn allein von der Ausstrahlung her an einen Percy in seinem letzten Schuljahr.
Ein leises Lachen war die Antwort. „Ich hasse ihn abgrundtief. Ich wünschte, er wäre tot." Diese klare Antwort begleitete das Lachen, während im Hintergrund immer noch der gleichmäßge Atem des anderen Elf zu hören war. „Ich verstehe Sonnenschein nicht, außerdem ist er immer derjenige, den alle bewundern, verstehst du? Wir mögen uns wie ein Ei dem anderen ähneln, aber er ist ein Arschloch."
Leicht war George geschockt, dass ein heiliges Wesen wie ein Elf solch unflätige Wörter benutzte, dann aber war er es wiederum nicht, das Mondschein kein normaler Elf zu sein schien.
„Verstehst du dich denn mit deinem Bruder perfekt? Ich meine, ihr seid bestimmt bessere Freunde als wir, aber…" Dieser Satz schien eher eine Verteidigung zu sein, als sähe Mondschein es als eine Verpflichtung an, dass er sich mit seinem Zwillingsbruder gut verstehen müsse.
"Eigentlich schon, ja." erwiderte George gelassen. Immerhin konnte er sich nur an insgesamt drei Streite erinnern, die er mit Fred jemals gehabt hatte, zwei davon, als sie noch sieben Jahre alt gewesen waren und die sich um einen ziemlich dummen Grund gehandelt hatten. Er konnte sich daran erinnern, dass sie eine Woche nicht mehr miteinander gesprochen hatten, bis Fred sich entschuldigt hatte, er sich im Gegenzug auch entschuldigt hatte und sie sich geschworen hatten, sich nie wieder zu streiten, weil diese eine Woche für beide die Hölle gewesen war.
Laut schnaubte Mondschein auf. „Natürlich!! Ich wette, ihr beiden seid ein Herz und eine Seele, wie jedes andere verfluchte Zwillingspaar, das ich kenne!!" Überrascht über diesen plötzlichen Temperamentsausbruch musste George kurz darüber nachdenken, welche anderen Zwillingen er und Fred begegnet waren. Er kam auf genau zwei Paare: Das eine waren Parvati und Padma Patil aus ihrer Schule, und die beiden schienen gut befreundet zu sein, waren aber nicht ständig zusammen, ja sogar vom Charakter unterschieden sie sich vermutlich sehr, da Parvati eine Gryffindor und Padma eine Ravenclaw war. Die anderen beiden, an die er sich erinnern konnte, waren zwei männliche Muggel, denen er mit Fred auf einem Ausflug begegnet war, und die beiden verhielten sich wie oberflächliche Bekannte, die zufällig im selben Haus wohnten.
Jetzt, wo er auch noch Mondschein und Sonnenschein begegnet war, wurde George schlagartig klar, dass sich die Beziehung zwischen ihm und Fred vermutlich von allen anderen Zwillingen abhob.
Und er war tatsächlich sprachlos. Was konnte er Mondschein auch antworten? ‚Tut mir Leid.'? Nein, das wäre eine Lüge, denn es tat ihm nicht Leid - vielleicht gab es ihm sogar eine gewisse Genugtuung, dass er und Fred im Gegensatz zu diesen beiden so vertraut waren, dass er sich nicht vorstellen konnte, dass sich das jemals ändern könnte. ‚Ja, sind wir.'? Nein, das wäre die Wahrheit und es würde Mondschein verletzen, diese Wahrheit auch noch aus dem Mund eines anderen zu hören. Vielleicht war es genug, dass er es selbst wusste.
Mondschein schien die Lage von George zu bemerken und so fuhr er selbst mit dem Gespräch fort. „Vermutlich, was… tut mir Leid, aber es ist einfach so verdammt schlecht, dass ich der Zwilling von einem Elf bin, den ich absolut hasse, verstehst du das?"
Nun konnte George mit einem Nicken antworten. Jeder erwartete, dass er sich gut mit Fred verstand, und diese Erwartungen erfüllten sie auch immer, aber er konnte sich vorstellen, was passieren würde, wenn irgendjemand erfuhr, dass sie im anderen Sinne ein außergewöhnliches Zwillingspaar waren.
„Nun ja… ich werde mich zur Ruhe legen. Nacht, Fred." wünschte er George etwas geknickt und drehte sich in seinem prunkvollen Bett um, um George sich selbst zu überlassen.
Dieser war mit seinen Gedanken wohl zum Dreihunderttausendsten Mal in dieser Stunde bei Fred. Er hatte seine Sorge um seinen Zwilling nicht eine Sekunde lang abgelegt, und nun hatte er durch den Denkanstoß von Mondschein auch noch einen echten Grund, falls sich ein Teil seines Gewissens beschweren wollte: Er und Fred waren zusammen anders.
A/N.: Nach einer längeren Pause habe ich eingesehen, dass diese Fic absolut SCHEISSE ist vv" Überall sind Logiklöcher, schlechte Beschreibungen und whatever… Ich gelobe Besserung, ich werde versuchen, meinen Stil eindeutiger & angenehmer zu gestalten. Und Logiklöcher zu schließen, um keine neuen aufkommen zu lassen. Aber dazu brauche ich Hilfe von Außenstehenden, denn das ist doch eher schlecht zu erkennen, wenn einem das Fachwissen darüber fehlt.
Genug des Emo! In dem Kapitel gefällt mir die letzte Szene sehr gut. Zuvor plätschert es ja eher dahin, aber am Ende ja, ihr seid etwas Besonderes, sei stolz drauf, George:3
Btw, Fred kam in diesem Kapitel nicht vor, aber sein Name wurde insgesamt 19 Mal erwähnt, während die Phrase ‚Er und Fred' nur viermal benutzt wurde.
Und wer das ganze mit der Familie nicht verstanden hat (ich habe es auch nicht, ich gebe es zu): Hier ist das ganze mal in einem Stammbaum zusammengefasst, vielleicht wird es so klarer... (Leerzeichen entfernen) i187. photobucket. com/ albums/ x163/ Dawnerah/ stamm.png?t 1185554283
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Dawnerah
