° Chapter Eight. Following. °

Title: Chaos in the wind - Chapter Eight. Following.
Author: Dawnerah
Rating: T
Pairing: Fred/George, aber auch hier werden sie sich noch nicht begegnen… vielleicht ;3
Warnings: points up Uh… naja… gar nichts.
Summary: George folgt einer ominösen Gestalt in ein ominöses Bauwerk.
Language: German
Words: 1994
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Alle Charaktere aus Harry Potter gehören JK Rowling, OCs & Schauplätze gehören mir. Mwahaha.


Es war nur ein leises Geräusch, aber George wachte dennoch davon auf. Er blickte sich noch etwas müde im Zimmer um, welches er sich für diese Nacht mit den Elfenzwillingen teilte.

Der Mond stand in voller Pracht und warf ein schimmerndes Licht in den Raum. Das Fenster war angelehnt. Das musste der Grund für sein Aufwachen gewesen sein: Trotz allem war es Mitte Dezember, und auch der Ort, an dem er sich befand, war nicht gegen die Kälte gefeit.

Ein Frösteln überzog Georges Körper, während er sich still fragte, warum das Fenster aufgegangen war. Spontan stand er auf und packte seinen Umhang neben sich, um ihn sich überzuschwingen.

Neugierig wanderte der Blick des Weasleys weiter im Zimmer umher. Mondschein lag laut schnarchend in seinem Bett, vermutlich konnte ihn keine noch so verheerende Atombombe aufwecken, aber Sonnenschein schien fort zu sein.

Ein Stirnrunzeln erschien auf der Stirn des vereinsamten Zwillings, und sein Geist kam in Windeseile zu der Ansicht, dass Sonnenschein durch das Fenster verschwunden sein musste. Er versuchte nicht einmal, sich selbst aufzuhalten, und George kam erst in den Sinn, dass er gerade dem Elf folgte, als er mit einem Bein schon auf dem Fensterbrett stand.
Diesen Gedanken streifte er mit einem Schulterzucken ab. Und wenn schon, er hatte schon viel üblere Dinge getan… auch, wenn er da nie allein gewesen war.

Egal, er wollte jetzt herausfinden, wohin Sonnenschein verschwunden war.

Etwas unsicher blickte George sich um. Um ihn herum standen blätterlose Bäume, deren Kähle ob den eisigen Temperaturen keine Überraschung war, und der Boden war gefroren. Genau das war allerdings sein Glück, da die Grashalme durch Fußabdrücke eingetreten und deutlich sichtbar waren.

Er schlang seine Arme um seinen Körper und folgte der Spur der umgeknickten Grashalme. Der Mond erleuchtete seinen Weg, es waren nur noch wenige Nächte bis Vollmond und George konnte durch dieses Licht erkennen, dass Sonnenschein grob aufgetreten war und die Grashalme brutal umgeknickt hatte. Er würde deswegen nicht über den Elf urteilen, das hatte er schon Stunden zuvor gemacht, aber es verursachte ein leicht mulmiges Gefühl.

Nach Minuten, die sich wie alter Kaugummi dehnten, kam ein graues, hohes Gemäuer in seine Sichtweite. Abrupt blieb er stehen.

Die Wände waren von gefrorenem Moos überwachsen und der Stein darunter schien pechschwarz zu sein. Die Türme und Formen waren sehr spitz und es gab kein Anzeichen, dass der Architekt dieses Gebäudes geometrische Figuren kannte, die auch nur entfernt einem ‚Kreis' ähnelten. Insgesamt schien die Burg? das Schloss? einem alten, schlechten Horrorfilm zu entstammen.

Kopfschüttelnd hastete George weiter, ohne Angst zu kriegen. Angst vor Gebäuden hatte er schon vor langer Zeit abgelegt. Direkt vor einer Außenmauer endeten die Fußspuren, und als George aufblickte, sah er, dass ein Seil über ihm hing. Vorsichtig sah er sich um und ergriff dann das Tau. Es war einfacher, als er dachte, sich hochzuziehen. Binnen weniger Minuten hatte er ein Turmfenster erreicht.
Kurz flammte der Gedanke auf, dass dies vielleicht doch keine so gute Idee war, verschwand aber schnell wieder wegen der ihm angeborenen Neugierde.

Mit einem Schwung war George in einem von Kerzen erleuchteten Zimmer gelandet und hatte in einer ineinander übergehenden Bewegung gleichzeitig seinen Zauberstab herausgeholt. Angespannt sah er sich um, konnte aber nur die Kerzen und einen Ball in einer Ecke des Raumes ausmachen.
Er schlich so leise wie er konnte zur gegenüberliegenden Tür und öffnete sie langsam. Unerwarteterweise knarrte sie nicht und so konnte er unbemerkt aus dem Zimmer hinausschlüpfen.

Der Gang war leuchtend hell und der rote Samtteppich auf dem Boden sah aus, als wäre er aus getrocknetem Blut gemacht. Unruhig schlich George weiter, die Atmosphäre in diesem Gebäude behagte ihm ganz und gar nicht.

Der Flur schien endlos und immer gleich zu sein, er wurde in regelmäßigen Abständen von Mahagonitüren durchbrochen. Dieses Schloss war scheinbar von innen genauso groß wie von außen, und in einer von Magie beherrschten Welt war das für George eher ungewohnt.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er leise und sehr undeutliche Stimmen hörte. Er folgte der Quelle des Geräuschs, bis er den charakteristischen Ton einer zufallenden Tür hörte und gleichzeitig um die Ecke bog. Am anderen Ende des Flurs stand Sonnenschein, einen schockierten Blick auf George gerichtet.

"Uh. Hallo." Grinsend hob der Weasley die Hand zum Gruße. Was für eine unangenehme Situation. Aber er war George Weasley, trotz allem, und unangenehme Situationen waren für ihn Regelmäßigkeiten.

Er fing sich nur einen wütenden Blick des Elfs sein, der sich scheinbar wieder gefangen hatte. Die Pupillen bewegten sich hastig, konnte George erkennen, während er gemütlich näher schlenderte und dabei sein Grinsen noch auf dem Gesicht trug. Sonnenschein schien nervös zu sein.

George zuckte zusammen, als er eine eisige Kälte hinter sich spürte, und verkrampfte seine Hand um seinen Zauberstab, während er herumwirbelte und einen hochgewachsenen Mann mit langen schwarzen Haaren und ungewöhnlich blasser Haut sah. Das Auffälligste an ihm waren aber seine eisgrauen Augen. George dachte einen Moment lang nach, ehe ihm einfiel, dass Draco Malfoy dieselben Augen hatte. War das also sein Großvater oder so?

Der mutmaßliche Malfoy warf ihm einen Blick zu, ehe er einige für George unverständliche Laute ausstieß, die Sonnenschein mit einem Fauchen und viel verzweifelter Gestik quittierte. Dieser blasse Mann schien sein Vorgesetzter zu sein.
Nachdem Sonnenschein und sein Chef, wie George entschieden hatte, ihren Streit beendet hatten, fixierten die beiden ihn, Sonnenschein wütend und sein Vorgesetzter eher amüsiert. "Was machst du denn hier, kleiner Weasley?" fragte der Chef von Sonnenschein ihn freundlich, so freundlich, dass George nichts anderes übrig blieb, als eine Welle der Sympathie zurückzuhalten, und er fragte sich, ob da nicht Magie im Spiel war.

"Hab' mich umgesehen…" erwiderte er, versuchte dabei, ebenso freundlich zu wirken. Er war in der Unterzahl. Nichts sprach dagegen, nett zu Leuten zu sein, die in der Überz--

Nur dank seinen von dem Krieg zum Äußersten gebrachten Reflexen konnte der dem Fluch ausweichen, der aus dem Nichts gekommen zu sein schien. George duckte sich und machte eine Rückwärtsrolle über den Teppich, ehe er sich wieder aufrichtete und seinen Blick, nun einer unbestimmten Gefahr bewusst, auf Sonnenschein und seinen Chef richtete.

In den Bruchteilen einer Sekunde hatte er seinen Zauberstab gehoben und ein "Stupor!" gerufen. Sonnenschein wich dem Zauber tänzelnd aus und sein Chef wand sich auf solch eine unnatürliche Weise, dass George wusste, dass er kein menschliches Wesen war.

Einen Moment später sah er nur noch Schwärze.

-

Ein stechender Kopfschmerz durchfuhr ihn, während Georges Bewusstsein noch nicht wieder gesund war. Wo war er, was machte er hier? Er öffnete die Augen und sah eine graue Decke über sich.

Die Erinnerung an die Geschehnisse kehrten zurück, und mit einem leisen Murren setzte er sich auf. Sein Blick zuckte unregelmäßig durch den Raum und er erkannte, dass er wieder in dem Haus der Elfen war. In Ordnung… man hatte ihn also zuvor ohnmächtig geschlagen, zumindest vermutete er das wegen seinem Kopfschmerz, und ihn dann wieder hierhin zurückgebracht. Warum? Warum hatte man ihn nicht entführt?

Er beschloss, die Beantwortung dieser Frage auf später zu verschieben, und stand vollständig auf. Er war der einzige in diesem Zimmer, soweit er das bei dem Dämmerlicht erkennen konnte. Es schien früher Morgen zu sein, keine Lampen waren angestellt. Er brauchte etwas Licht… Wo war sein Zauberstab?
George fiel wieder auf die Knie zurück und suchte nach seinem Zauberstab. Nach einigen sehr hektischen Momenten, in denen seine Panik wuchs, kam er zu dem Schluss, dass man ihm den Zauberstab abgenommen hatte.

Er stürmte aus dem Zimmer heraus und riss die nächstgelegene Tür auf. Dort erblickte er Luna auf einer Matratze und war noch nie so froh gewesen, sie zu sehen. "Luna, dein Zauberstab!" rief er und streckte die Hand aus. Die Angesprochene war scheinbar wach, schenkte ihm einen irritierten Blick und warf ihm dann ihren Zauberstab zu. George nickte kurz und kehrte in sein Zimmer zurück. Noch während er auf der Türschwelle stand, murmelte er ein „Accio mein Zauberstab.". Er wartete einige Minuten, aber selbst nach einer gefühlten Ewigkeit kam sein Zauberstab nicht. Wütend biss er sich auf die Lippen. Verdammt, sein Zauberstab lag jetzt wahrscheinlich in diesem komischen Schloss bei diesem komischen schwarzhaarigen Kerl!

Er stapfte wütend zurück zu Luna und warf ihr ihren Zauberstab wieder zu. "Ich hab' keinen Zauberstab mehr." fügte er noch an, als sei es Nebensache, und ging in sein Zimmer zurück. Binnen weniger Augenblicke hatte er all seine Sachen zusammengepackt und war bereit, wieder zu gehen. Er wollte nicht eine Sekunde länger in diesem Haus bleiben. Allerdings… Sonnenschein würde er sich noch vorknöpfen, ganz sicher.

"Wir gehen!" rief er in das noch immer geöffnete Zimmer hinein, in dem Luna saß, und noch bevor er das Ende des Flurs erreicht hatte, war sie schon an seiner Seite. Schweigend gingen die beiden die Treppe hinunter, an deren Ende sie der Matriarchin des Hauses begegneten. Wie hieß sie noch, Rosenrot oder so.

"Frau Tulpenrot, Sie wissen nicht zufällig, wo Sonnenschein ist?" fragte Luna sie unschuldig, und wieder wunderte George sich. Woher wusste sie, dass er noch mit Sonnenschein… reden wollte? Irgendwan müsste er sie wirklich einmal über alles ausfragen, was sich in der Zeit ihren Zusammenseins an Fragen aufgehäuft hatte.

Die Elfin bedachte beide mit einem kühlen Blick. "Er trainiert mit unserem geschätzten Schlossherrn Lord Angulasz vom Schloss hier in der Nähe." erwiderte sie überraschend offen und George war sich sicher, dass sie log. Letzte Nacht war Sonnenschein ja noch in diesem Schloss gewesen… Gut, vielleicht war er tatsächlich noch in diesem Schloss, aber der Kerl, mit dem er dagewesen war, war sicherlich nicht daran interessiert, einen kleinen Pimpf zu trainieren.

Luna nickte ihr freundlich lächelnd zu und begab sich zu der Haustür und George folgte ihr. Er lächelte nicht.

In dem Moment, in dem Luna die Klinke hinuntergedrückt hatte, hörte er, wie Tulpenrot etwas sagte. "Braucht ihr noch etwas?" In einem Anflug jäher Hoffnung, dass das eine Entschuldigung für ihr Verhalten am Vortag sein sollte, drehte George sich wieder um und grinste breit. "Einen neuen Zauberstab." antwortete er schlicht und spürte dabei, wie Luna sich vor ihm versteifte. Vielleicht war seine Bitte etwas zu spontan und frech? Er machte sich keine weiteren Gedanken darüber.

Der Blick, mit dem die Elfin ihn betrachtete, war kühl. Umso unerwarteter kam das Nicken.

"Wartet." sagte sie, und perplex befolgte George diesen Befehl. Sie verschwand im Nebenzimmer und nach einigen seltsamen Geräuschen kehrte sie wieder, mit einem Stück Holz in ihrer Hand. Sie überreichte George den Zauberstab feierlich. "Es war ein Geschenk." erklärte sie etwas nebulös, aber nichtsdestotrotz nahm George den dunkelgrauen Stab in seine Hand.

Augenblicklich durchflutete ihn ein warmes Gefühl. Es gab keinen Zweifel, dass das Freds Zauberstab war, sie hatten als Kinder oft mit dem Zauberstab des jeweils anderen gespielt. George richtete einen fragenden Blick auf Tulpenrot, aber sie schüttelte unmerklich den Kopf.

"Auf Wiedersehen." hörte er ihre kalte Stime, ehe er von Luna am Ärmel rausgezogen und die Tür vor seiner Nase zugemacht wurde.


A/N.: Ich habe nirgends Aufzeichnungen darüber gefunden, woraus Freds und Georges Zauberstäbe gefertigt sind, also habe ich die Tabelle von JK benutzt, nach der sie Harry, Ron und Hermine ihre Zauberstäbe ‚gegeben' hat, laut der jeder, der am 1. April geboren ist, Erlenholzstäbe hat. Falls sie offiziell andere Stäbe haben, entschuldigung. Ich habe Schwarzerle benutzt, deswegen dunkelgrau.
So! Kapitel Acht ist nach knapp einem halben Jahr (omg) endlich online! Ich hoffe, ihr habt genausoviel Spaß am Lesen wie ich am Schreiben. :D Ja, es war klasse, dieses Kapitel zu schreiben, und ich habe wieder Lust, dieses Fanfic irgendwann zu beenden, auch wenn es vermutlich noch Jahre dauern wird, bei diesr Regelmäßigkeit. XD
Naja.
Liebe Grüße
Dawn