Disclaimer: Die Figuren, die aus „Harry Potter" bekannt sind, gehören nicht mir, sondern Joanne K. Rowling. Ich habe mir lediglich die Handlung ausgedacht und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld, sondern wollte nur Spaß am Schreiben haben. Falls es eine ähnliche Geschichte bereits irgendwo geben sollte und der Autor sich beklaut fühlt, tut es mir leid, aber ich habe diese spezielle Storyline noch nirgendwo gelesen. Der Plot gehört mir - Ist alles in meinem Hirn entstanden :).
Zusatzinfo: Dumbledore lebt noch und Voldemort auch oder nicht; es ist egal, da es keine wesentliche Rolle in dieser FF spielt. Relevante Geschehnisse aus Band 7 etc. sind nicht berücksichtigt.
Vielen Dank an meine Reviewer! Ihr macht mich echt glücklich mit eurem Feedback :D
Knuddel an Neara1 (dankeschön, da werde ich ja glatt rot -lach- viel spaß beim weiterlesen!), BdW (Huch, ja, das war aus Versehen xD -hüstel- naja, egal. Viel Spaß beim Mitverfolgen ihres ersten Arbeitstages. Ich sag nur: Die Arme xD ), Nangini (hach, du bist mir schon immer so treu gewesen :o) Das ist wirklich schön. Und ich freue mich, dass dir diese FF auch wieder gefällt!), hp girly (ja, bei mir gehts gerade voll kreativ zur Sache xD Ich mag es auch, wenn die FFs mal nach der Schulzeit spielen...), Jean (hach, dankeschön, das hat mich auch sehr gefreut :) Ich hoffe doch mal, dass ich neue Ideen einbringen kann, sodass sich die FF von den anderen "Draco-und-Hermione-arbeiten-jetzt-zusammen"-FFs unterscheident xD ), Panazee (das ist sehr schön und freut mich :) Viel Spaß beim Weiterlesen!), chaosprincess (hihi, hier der nächste Teil. Ja, ich gebe Ginny gerne die Rolle als Hermiones beste Freundin xD" ), LunaNigra (hihi, ja, im vierten Kapitel erklärt Draco, warum er ausgerechnet diesen Job macht -gg-) und schließlich Zauberfee (das macht mich wirklich glücklich :D Oh ja, Hermione wird noch ganz schön unter seiner Schikane leiden... Aber das war ja voherzusehen xD Armes Ding. -gg- Naja, dafür wird sie ja auch später belohnt... : ).
Ich würde mich freuen, wenn noch ein paar mehr ein paar Wörtchen hinterlassen, die dieses Kapitel gelesen haben. ) So, aber nun gehts weiter mit:
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Spiel Mit Dem Feuer
By Puma Padfoot
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Kapitel Zwei: Hölle? Hölle!
Hermione machte sich nur geringfügig Mühe, ihre Unausgeschlafenheit und ihren Unmut zu verstecken. Wenn ihr Malfoy sowieso schon immer direkt zeigte, wo sie bei ihm stand, wieso sie dann nicht auch?
Sie fuhr sich noch ein letztes Mal über die erschöpften Augen, bevor sie mit einem gedämpften Seufzen die Klinke der Bürotür herunterdrückte. Entgeistert blieb sie im Türrahmen stehen, als ihr Blick auf ihren Schreibtisch fiel. Ihrem Schreibtisch, an dem zur Zeit niemand geringeres als Draco Malfoy saß. Draco Malfoy, der ihre Sachen mit einer Armbewegung – oder wahrscheinlich nur mit einem lässigen Schlenker mit dem Zauberstab, da sich der werte Herr garantiert nicht den Ärmel „schmutzig" machen wollte – ihre sämtlichen Schreibtischunterlagen und –utensilien auf dem Boden herum verstreut hatte.
Als sie für ein paar weitere Sekunden bewegungslos im Türrahmen stand, drehte er langsam den Kopf und mustere sie abfällig. „Ist was?" Um den Tonfall zu unterstützen, hob er langsam die linke Augenbraue.
Hermione merkte, wie sie innerlich zu brodeln gegangen. Nicht gut, gar nicht gut. Sie zwang sich dazu, mehrmals tief ein- und auszuatmen, bis sie sich sicher war, nicht ihre Haltung zu verlieren. Denn immerhin musste einer von ihnen den Job gewissenhaft ausführen; und wenn es Malfoy schon nicht tat...
Ganz ruhig, versuchte sie sich einzureden, So schlimm kann es gar nicht sein, oder? Kein Grund, sich aufzuregen...
Sie löste sich aus ihrer Starre und ging langsam nach vorne, den jungen Mann ignorierend, der es ihrerseits gleichtat und unbekümmert im Tagespropheten blätterte. Sie ging in die Hocke und sammelte Feder und Tintenfässchen auf. Ihre Finger tasteten nach Pergamentschleifen und diversen Kleinkram, bis ihr Blick hinter den Schreibtisch glitt. Das war jetzt nicht wahr, oder?
Doch.
Diesmal kostete es all ihre Willenskraft, nicht einfach auf Malfoy einzubrüllen. Stattdessen schluckte sie all ihren Zorn hinunter – sie nahm sich vor, vor dem Einschlafen einfach kräftig in ihr Kissen zu schreien – und kroch zwei Meter weiter, um mit dem Einsammeln der ganzen einzelnen Blätter und Pergamente zu beginnen. Malfoy hatte sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, jene Blätter vom Schreibtisch zu nehmen, die beide für ihre Arbeit benötigen würden. Stattdessen hatte er einfach und restlos alles vom Schreibtisch gefegt, sich danach dort hingepflanzt und wartete nun scheinbar darauf, dass... Ja, auf was denn? Dass ihm die Galleonen in die offenen Hände flatterten?
Oh nein, so einfach ist das nicht, mein Lieber, dachte Hermione nur mit einem spöttischen Grinsen, als sie sich schließlich aufrichtete und ihre ganzen Sachen auf den zweiten Schreibtisch geräumt hatte.
„Was sollte das?", fragte sie mit harscher Stimme nach.
Malfoy sah nicht von seiner Zeitung auf. „Was sollte was?"
Sie kniff wütend die Lippen aufeinander. Spielte er jetzt auch noch auf unschuldig und unberechtigt? Soweit würde es noch kommen! „Meine Sachen", presste sie stattdessen zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
„Oh,das meinst du." Er schlug die Zeitung zusammen und betrachtete den ungeordneten Stapel in ihren Händen mit geheuchelter Anteilnahme. „Tut mir wirklich leid." Er zuckte mit den Schultern, bis er mit unbekümmerter Stimme fortfuhr: „Aber sie waren im Weg."
„Sie waren nicht im Weg!", fauchte Hermione plötzlich zurück, „Sie lagen auf meinem Schreibtisch, an dem du jetzt dich frecherweise hingesetzt hast!"
Malfoy rückte seine Krawatte zurecht, bevor er sie musterte und mit kühler Stimme entgegnete: „Ja, weil dieser Schreibtisch ursprünglich mein Schreibtisch war. Ich fand, dass ich also durchaus das Recht habe, hier zu sitzen und zu arbeiten."
„Das ist noch lange kein Grund-..."
„Doch, das ist es. Nur weil ich drei Monate in Kanada war, heißt es nicht, dass du hier gleich alles umkrempeln kannst, wie es dir beliebt! Es war mein Schreibtisch, es bleibt mein Schreibtisch. Es war meine Stelle, es bleibt meine Stelle als Leiter in der Internationalen Kommuntikation."
„Wirteilen uns wenn dann überhaupt die Stelle als Leiter beziehungsweise Leiterin", erwiderte sie scharf, „Denn dies war die Stelle von Mr Cracker." Sie verstummte für einen Moment, um ihr Gewicht auf das andere Bein zu verlagern. Na, das fing ja gut an mit Malfoy... Die Götter mussten sie lieben.
In diesem Moment öffnete sich die Tür und Scrimgeour stand im Türrahmen. „Miss Granger? Haben Sie einen Moment Zeit? Ich muss Sie sprechen." Als er beide in angespannter Körperhaltung gegenüber stehen sah, hob er leicht beide Augenbrauen an. „Klappt alles? Ich hoffe doch sehr. Eigentlich sollte es so gut wie keine Probleme geben."
„Nein, nein", warf Hermione ein und zwang sich ein Lächeln auf die Lippen. Dieser kindische Streit mit Malfoy würde eh nichts bringen. Außerdem kam ihr gerade ein Gedanke, wie sie sich für diese alberne Aktion an ihm rächen könnte. „Alles bestens."
Sie trat vor Malfoys Schreibtisch, der überrascht den Kopf hob. Mit einem süffisanten Grinsen knallte sie ihm den Stapel vor die Nase und flötete als Erklärung hinterher: „Draco, kannst du bitte das hier wieder sortieren, während ich weg bin? Die sind dir vorhin heruntergefallen und wenn wir weiterarbeiten wollen, brauchen wir Ordnung."
Da Scrimgeour noch im Türrahmen stand, blieb ihm nichts anderes übrig, als ihr die Blätter aus der Hand mit einem Ruck zu sich heranzuziehen und mit einem leise geknurrten „Mach ich" zu antworten.
An der Tür drehte sie sich noch einmal mit einem honigsüßen Lächeln um. „Und beeil dich. Wir müssen noch eine Menge schaffen."
xXx
Bis Hermione ihre Schreibsachen und sonstige Gegenstände auf dem anderen Schreibtisch angeordnet hatte, hatte sich Malfoy auch bereits eingerichtet, die Pergamente geordnet und sich somit einen Überblick über die neusten Gegebenheiten verschafft. Da er nun voll im Bilde war, ließ er auch nicht lange mit Anschuldigungen und Kritikpunkten auf sich warten.
„Wieso hast du eigentlich die Ordnung im Regalfach für die Fremdsprachenregister geändert?", setzte er stirnrunzelnd seine Unmut in den Raum, „Das war doch völlig okay, wie es vorher war."
„War es nicht", erwiderte sie nur monton, „Mr Cracker war begeistert, als ich ihm das neue System vorschlug."
„Und was sollen diese Flaschen hier?"
Sie drehte noch nicht einmal den Kopf, da sie auch so oder so wusste, wohin er zeigte. „Das ist Wasser, Kaffe und Tee. Damit wir nicht immer gleich zur Kantine rennen müssen." Malfoys gemurmeltes „Dafür aber zur Toilette..." überhörte sie gekonnt.
„Was mir auch nicht einleuchten will, ist, wie du die Akten für den Austausch für-..."
„Bei Merlin, nochmal!" Wütend knallte Hermione die Handflächen auf die Tischplatte, als sie ihn gereizt anfunkelte. „Hast du eigentlich an allem etwas auszusetzen, was sich während deiner Ab- und meiner Anwesenheit geändert hat?"
Gespielt überrascht blickte er sie an. „Das habe ich tatsächlich", antwortete er mit gekünstelt verblüffter Stimme, sodass sie sich nur kopfschüttelnd wieder auf ihre Arbeit konzentrierte. Er war es einfach nicht wert. Solange er sich vorgenommen hatte, gegen sie anzuarbeiten, konnten sie nur ausharren. Irgendwann würde der Zeitpunkt kommen, wo ihm einleuchten würde, dass dieser Job nicht ohne Zusammenarbeit klappen konnte.
Sein Pech, wenn er das momentan nicht so sah. Armseelig. Aber im Grunde war Malfoy schon immer so gewesen.
Schulterzuckend beugte sich Hermione wieder über das Pergament.
xXx
Unruhig fuhr sich Hermione mit den Fingern durch die dichten, braunen Haare. In einem Monat würde in London der Internationale Veela-Schönheitswettbewerb stattfinden, doch die Organisation dessen erwies sich schwieriger als zunächst angenommen. Eines der Hauptprobleme war, überhaupt eine unparteiische Jury auf die Beine zu stellen, die nicht von der Ausstrahlung der Veela beeinflusst wurde. Und dann hatten die hübschen Damen natürlich auch noch allerlei Ansprüche und Forderungen, die möglichst gut erfüllt werden mussten.
Damit sich die ehemalige Gryffindor gut in die Situationen der Veelas hineinversetzen konnte, hatte sie zuhause ein wenig recherchiert und hatte ihr Material mit zur Arbeit genommen. Wer wusste, vielleicht konnte es ihnen noch nützlich sein.
Sie zuckte zusammen, als ein blonder Haarschopf über ihre Schulter lugte. Als sie den Kopf nach rechts drehte, ignorierte Malfoy ihr Starren und ließ seine Augen stattdessen über ihre Notizen huschen.
„Das da ist Quatsch." Er zeigte mit dem Finger auf zwei kleine Zeilen, die noch schräg am Rand hinzugefügt worden waren.
Hermione griff nach dem Papier, um nachzulesen, was sie am letzten Abend noch aufgeschrieben hatte.
„Es ist leider ein weit verbreiteter Mumpitz, dass man als Veela seinen „Mate", seinen Partner finden muss." Er lächelte spöttisch. „Wer auch immer das in die Welt gesetzt hat... Hast du dir das ausgedacht oder wirklich irgendwo gefunden?"
Gereizt durch seine Anschuldigung stopfte sie das Papier unter die anderen. „Ich habe mir das nicht ausgedacht", pampte sie zurück, „Ich fand diese Information auch in keinem Buch, sei unbesorgt. Nein, das da wurde mir mündlich gesagt. Daher steht es auch nur klein am Rand."
Malfoy lehnte sich gegen die Tischplatte. „Aha. Und da glaubst du gleich, dass das stimmt? Granger, Granger..." Kopfschüttelnd betrachtete er sie mit mitleidiger Miene, die sie zur Weisglut trieb. „Seit wann glaubst du alles so leichtgläubig? Glaub mir, diese Informationen sind rein erfunden."
„Ich wollte sie ja auch noch nachprüfen-..."
„Brauchst du nicht mehr. Glaub mir einfach. Das ist Aberglaube."
Sie schwiegen einen Moment, bis sie plötzlich in ein spöttisches Grinsen ausbrach. „Wusstest du, Malfoy, dass dich viele für jemanden halten, der Veela-Blut in sich trägt?"
Der junge Mann schnaubte nur als Antwort und verschränkte die Arme. „Das ist alles reines Können. Mein Charme braucht kein Veela-Blut. Mir kann man auch so nichts abschlagen."
Hermione verzichtete auf eine Erwiderung und verdrehte nur die Augen. Bei so viel Eitelkeit und Einbildung war wirklich Hopfen und Malz verloren.
xXx
Fakt der folgenden Tage war: Ihr Verhältnis änderte sich wie erwartet kein bisschen. Entweder behandelte Malfoy sie wie Luft oder machte sie nieder. Natürlich wirkte sich das auch auf Hermiones Gemütslage aus und sie wurde leicht melanchonisch und depressiv; vor allem, da sie sich vorher so gut mit Mr Cracker verstanden hatte. Statt dem netten, ehemaligen Kollegen hatte sie Malfoy als Partner bekommen. Extremer hätte der Gegensatz nicht ausfallen können.
Hermione blickte auf ihre Uhr. Noch ein paar Minuten, bis die Mittagspause vorei sein würde. Sie konnte sich also einen heißen Kaffee holen, bevor es wieder galt, schlechtgelaunt mit einem herummeckernden, ehemaligen Slytherin im Büro zu sitzen.
Sie schenkte sich gerade das heiße Getränk ein, als ein Seufzen ihre Lippen verließ. Die letzten Tage waren einfach die Hölle gewesen. Ihr machte der sonst heißgeliebte Job absolut keinen Spaß mehr, sie schlief schlecht und es graute ihr jeden Tag vor Malfoys Gemeinheiten. Nicht, dass sie sich sonderlich darum scherte, was genau er zu ihr sagte... aber dass er einfach immer und immer wieder etwas zu kritisieren hatte! Nie gab er Ruhe, geschweige denn erkannte ihr etwas an. Aber so etwas wäre wirklich utopisch gewesen.
Für einen Moment lang spielte die junge Frau mit dem Gedanken, ihren Job hinzuschmeißen und etwas völlig Neues anzufangen. Sie wusste, dass sie das Talent hatte, neue Sachen schnell und sorfältig zu lernen, und dann, wenn sie-... Schluss jetzt!
Entschlossen krallte sich ihre Hand um den Kaffeebecher. Das ging jetzt wirklich zu weit! Nur wegen Malfoy ihren Traumjob zu schmeißen und zu kündigen... Das wäre ja noch schöner! Immerhin war sie nun endlich Leiterin! Sie würde ihm schon noch zeigen, dass er ohne sie aufgeschmissen war. Und bis dahin würde sie sich nicht unterkriegen lassen.
„Die Welt ist einfach nicht fair", murmelte sie noch ein letztes Mal, bevor sie so stark zusammenzuckte, dass sogar etwas Kaffee aus der Tasse schwappte, weil eine Stimme direkt an ihrem Ohr schnarrte: „Das war sie noch nie, Granger. Und jetzt weiter, sonst werden wir bis morgen nicht fertig. Ich habe keine Lust auf Überstunden."
Hermione wirbelte herum und sah nur noch, wie der blonde junge Mann zum Büro stolzierte. Sie schnaubte nur spöttisch. Malfoy und Überstunden! Als wenn dieser Zustand jemals eintraten würde!
Was sie nicht wusste, war, dass dies in gar nicht so weiter Ferne lag.
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tbc
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Puma
