Disclaimer:: Die Figuren, die aus „Harry Potter" bekannt sind, gehören nicht mir, sondern Joanne K. Rowling. Ich habe mir lediglich die Handlung ausgedacht und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld, sondern wollte nur Spaß am Schreiben haben. Falls es eine ähnliche Geschichte bereits irgendwo geben sollte und der Autor sich beklaut fühlt, tut es mir leid, aber ich habe diese spezielle Storyline noch nirgendwo gelesen. Der Plot gehört mir - Ist alles in meinem Hirn entstanden :).
Zusatzinfo:Dumbledore lebt noch und Voldemort auch oder nicht; es ist egal, da es keine wesentliche Rolle in dieser FF spielt. Relevante Geschehnisse aus Band 7 etc. sind nicht berücksichtigt.
Ich habe mich sehr über die vielen Reviews gefreut! Danke an alle, die das getan haben! Merci beaucoup an la Vampiresa, capaxa, Tuniwell, Kissymouse, Gifty, Poetica Licentia, hermdraco, Panazee, Anna – Panna, chaosprincess, LMA23, Lylley, Nangini, Salmalin, Lightwings, cherry 159, lulikchen, LunaNigra undhp girly! Normal antworte ich ja immer auf die Reviews… Sei es per PN oder hier am Anfang jedes Kapitels. Aber momentan bin ich sehr beschäftigt und lade daher das Chap einfach so hoch. Nächstes Mal ist das wieder anders. Da antworte ich gleich per PN oder schreib beim nächsten Hochladen etwas, wenn derjenige nicht angemeldet war.
Außerdem hat es mich gefreut, dass sich viele neue gemeldet haben:o) Und nun viel Spaß mit:
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Spiel Mit Dem Feuer
By Puma Padfoot
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Kapitel Sechs: Nichts als nur ein Abend, oder?
Wütend tauchte Hermione in ihrer Wohnung auf. Es war die Rede von einem Abend Schauspielerei gewesen – stattdessen erweiterte Malfoy die Wette um die unmöglichste aller Bedingungen: Seine Freunde überzeugen! Sie lachte freudlos auf. Als wenn das so einfach wäre! Natürlich hatte sie das Geld nicht bekommen, solange der werte Herr darauf bestand, noch diese eine Bedingung zu erfüllen.
Kochend vor Zorn stampfte sie ins Badezimmer. Sie brauchte eine Dusche, sofort. Und ein Kissen, in das sie wieder hineinschreien konnte.
xXx
Drei Abende später klingelte es an ihrer Haustür. Als sie diese öffnete, fiel ihr entgeisterter Blick auf Draco Malfoy. Sie hätte mit allem gerechnet, nur nicht mit ihm. Entsprechend fiel ihr Blick aus, an dem er sich allerdings nicht sonderlich zu stören schien. Er hatte die Hände tief in die Taschen seiner schwarzen Hose vergraben und grinste sie unverschämt an.
Für einen kurzen Moment schoss es Hermione durch den Kopf, wie er wissen konnte, wo sie wohnte, doch stattdessen widerstand sie nur dem Drang, ihm die Tür gleich wieder vor die Nase zu knallen und fragte nur mit kühler Stimme: „Was willst du?"
„Dich abholen. Blaise feiert heute Abend Geburtstag und ich bin eingeladen. Das ist die Möglichkeit, den letzten und schwersten Teil unserer Wette zu erfüllen, oder?"
Sie verschränkte die Arme. Den Spaß an der Wette hatte sie längst verloren. Darauf war sie sowieso nicht gut zu sprechen. Auf Malfoy erst recht nicht. „So wie ich dich kenne, springt eh wieder nichts für mich heraus. Du amüsierst dich nur auf meine Kosten."
„30 Galleonen nach diesem Abend, Hermione. Versprochen."
Sie wusste nicht genau, woran es nun wirklich lag, dass sie innerlich schon einwilligte. Entweder war es seine weiche Stimme oder dieser Blick oder der Fakt, dass er zum ersten Mal ihren Vornamen aussprach oder einfach, weil sie wollte, dass-...
Schnell würgte Hermione weitere aufkommende Gedanken ab und drehte sich um, um einen Zettel und Stift zu holen. Schnell schrieb sie die Bedingungen der Wette auf, auch, dass sie nach diesem Abend bei erfolgreicher Überzeugung 30 Galleonen von ihm bekommen würde. Malfoy stand immer noch im Türrahmen, als sie zurückkehrte.
Mit einem honigsüßen Grinsen hielt sie ihm den Zettel unter die Nase. „Deine Unterschrift und ich komme."
Mit einem selbstgefälligen Grinsen setzte Malfoy schwungvoll seine Unterschrift unter das Dokument. „Also wirklich. Als wäre das nötig..." Ihren vielsagenden Blick übergang er. „Also gut, dann mal los."
„Was, jetzt?", protestierte sie entsetzt, „Aber ich bin doch noch gar nicht fertig! Ich muss mich noch komplett umziehen und fertig machen!"
Entschlossen trat er einen Schritt nach vorne und griff nach ihrem Handgelenk. „Auf diesem blöden Zettel steht, dass wir zu Blaise gehen. Also los jetzt."
Sie sträubte sich immer noch. „Spinnst du? So machen wir uns zum Affen, wenn ich in diesem Outfit da auftauche!" Plötzlich entspannte sie sich und lächelte ihn nur süffisant an. „Aber im Grunde kann es mir ja egal sein. Über dich werden sie auch reden."
Malfoy ließ sie los, als hätte er sich verbrannt. „Du hast recht. Also los, mach dich fertig, aber schnell. Und zieh dir etwas wirklich passendes an. Wehe, du tauchst mit einem prüden Anzug hier auf."
„Jaja", wimmelte sie ihn nur ab, doch zu ihrem Schrecken musste sie feststellen, dass er ihr ins Wohnzimmer folgte. Als sie ihn mit ihrem Blick festnagelte, hob er nur die Hände und ließ sich aufs Sofa sinken.
„Was denn? Du erwartest doch nicht, dass ich draußen vor deiner Tür wie abgeschoben warte." Er grinste sie an. „Ich schaue auch nicht durchs Schlüsselloch."
„Idiot." Seufzend ließ sie ihn im Wohnzimmer zurück, während sie sich im Eilverfahren duschte, umzog und etwas Make-Up auflegte. So kam sie nur eine knappe halbe Stunde wieder ins Wohnzimmer und trug nun hohe Stiefel, eine enge, dunkle Hose und eine helles Top, da es ziemlich warm bei den Zabinis werden sollte, wie ihr Draco noch hinterhergerufen hatte, als sie zum Badezimmer gegangen war.
Spöttisch und halb anerkennend schnalzte er, als sie wieder zum Vorschein kam und vor ihm stand, sodass er wieder aufstand. „Da hat sich aber jemand aufgebrezelt."
Hermione kontert seinen musternden Blick. „Immerhin sollen wir doch das Traumpaar schlechthin abgeben, oder nicht?" Sie ließ zu, dass er seine Hand mit ihrer verschränkte. „Also los."
xXx
Blaise hatte wie erwartet ein luxuriöses Appartment bewohnt, nachdem er bei seinen Eltern ausgezogen war. Und da sein Appartment ziemlich groβ war, waren auch entsprechend viele Leute eingeladen und gekommen, denn als bekannter Reinblüter genoss Zabini ein gewisses Ansehen und Respekt.
Zu Hermiones Leidwesen traf sie viele alte Schulbekannte wieder. Schulbekannte, mit denen sie alles andere als grün gewesen war. Schulbekannte wie Leute aus dem Hause Slytherin, die Muggelstämmige schon aus Prinzip hassten und verabscheuten, ja, sie sogar bekämpften. Somit war Hermione auf all die wüsten Beschimpfungen, versuchten Verhexungen und abfälligen Blicke gefasst, doch zu ihrer höchsten Überraschung hielten sich all jene Dinge in Grenzen. Und das hatte sie zum gröβten Teil Draco Malfoy zu verdanken.
Er hielt kühl und distanziert jene Sticheleien in Schach, die auf Hermione persönlich angesteuert waren. Hinterhältige Verhexungsversuche konnte die junge Frau selber abwehren, doch nach einem ernsten Wort Zabinis an die entsprechenden Leute herrschte auch wieder Waffenruhe. Zwar hatte Blaise bei ihrem Anblick überrascht die Augenbraue gehoben und Malfoy mit einem durchdringenden Blick durchbohrt, doch als seine angebliche Freundin hatte er sie widerstandslos ins Haus gelassen.
Die ehemalige Gryffindor bereute es so langsam, doch noch die blöde Wette eingegangen zu sein. Auf Schritt und Tritt wurde sie von feindseeligen Blicken durchlöchert und Hermione war sich sicher, dass wenn Blicke töten könnten, sie an diesem Abend mindestens jede fünf Minuten hätte tot umfallen müssen. Also hielt sich es gesünder, sich ausschlieβlich in Malfoy Nähe aufzuhalten. Es war einfach besser für ihre Gesundheit. Ein Überlebensinstinkt, sozusagen.
Auch wenn sich Draco mit vielen der anderen Gäste unterhielt; keiner sprach Hermione in freundlicher Absicht an. Ihr war das nur mehr als Recht. Sie hatte auch gar nicht das Bedürfnis, sich mit den eingebildeten Snobs auszutauschen, denn ihre unterschiedlichen Ansichten würden so oder so für Konfliktstoff sorgen. Parkinson erwies sich auf der Party sowieso als die abolute Könnerin im Ignorieren und abfällig Blicken, doch Hermione begegnete all dem nur mit einer kalten Schulter. Sollten sie doch!
Nach zwei Stunden und etlichen konsumierten alkoholischen Getränken später sank allerdings die Hemmschwelle der jungen Leute. Ausnahmslos hatten sich alle gut angetrunken – alle, auβer Hermione natürlich, denn einer musste ja auf der Hut sein – und gingen entsprechend locker oder weniger locker mit ihr um. Viele tanzten zu den wilden Beats auf der flackernden, von dunklen Kontrasten durchleuchtete Tanzfläche und scherten sich nicht wirklich drum, mit wem sie tanzten bzw., wie es zumindest in Hermiones Augen aussah, an wen sie sich rieben.
Sie zuckte zusammen, als sie Malfoys Arm fühlte, der sich langsam, aber unaufhaltsam um ihre Taille schlängelte. Sie drehte scheinbar entspannt den Kopf – wie schon so oft an dem Abend hatte sie sich imaginär auf die Schulter wegen ihrer überzeugenden, schauspielerischen Leistung geklopft – und erschrak, als sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von ihrem entfernt war.
„Amüsierst du dich?", grinste er sie an.
„Können Flubberwürmer singen?", antwortete sie, ohne die Miene zu verziehen. „Total." Die Ironie war nicht zu überhören.
Er drückte sie leicht an sich. „Du musst lockerer werden. Komm, lass und tanzen gehen, alle tanzen."
„Und mich zum Deppen machen, weil alle auf uns achten werden? No way. Danke, aber ich verzichte." Hermione versuchte vergeblich, die Hacken gegen den Boden zu stemmen, jedoch zog er sie ohne Mühe hinter sich her. Als sie sich ernsthaft versuchte, sich am nächsten Türrahmen festzuhalten, drehte Draco sich schlieβlich genervt um, bis er sich besann und seine Gesichtszüge wieder erntspannte. Langsam beugte er sich zu ihr hinunter und flüsterte Hermione ins Ohr: „Oder willst du die Wette verlieren und am Ende ohne Galleonen darstehen?"
Sie schluckte. Das wollte sie natürlich nicht, also lieβ sie zu, dass er ihr einen kurzen, sanften Kuss auf die empfindliche Stelle unterhalb des Ohrläppchens drückte, ehe sie ihm diesmal entschlossen folgte.
Ihm gelang es, sich ohne Mühe unter die Masse zu mischen und so gehörten sie schon bald zu jener Menge, die sich eng und stürmisch zu der wummernden Musik bewegte. Erst fühlte sie sich mehr als unbehaglich, doch irgendwann gab es einen gewissen Punkt, wo sie keine Lust mehr hatte, sich zu verstellen oder immer nur auf die anderen zu achten. Wieso sollte sie jetzt nicht auch ein bisschen Spaβ beim Tanzen haben? Und – hey, was hatte sie schon zu verlieren? Sie gab sich schon als Malfoys Freundin aus, 30 Galleonen warteten nach diesen Abend auf sie und danach konnte ihr auch noch so schlimme Nachreden egal sein.
Also blendete sie die anderen Menschen um sie herum aus, konzentrierte sich auf die Musik, auf Draco Malfoy und legte ihm die Arme um den Hals, während er seine Hände ebenfalls auf Wanderschaft schickte. Sie genoss das Gefühl seiner erforschenden Fingerspitzen und spürte immer wieder dieses Flattern in der Magengegend, wenn sich ihre Gesichter erneut so dicht näherten, dass sie jedes Mal ernsthaft überlegte, ob sie ihn nun küssen sollte oder nicht. Denn immerhin war es ja nur für den Abend. Nur für die Überzeugung, nicht wahr?
Natürlich überragte er sie deutlich, doch sie fühlte sich dadurch nur sicherer und abgeschirmt gegenüber den anderen. Neugierig lieβ sie ihre Hände über seinen Rücken streichen, fühlte das Muskelspiel und die ausstrahlenden Hitze. Als sie nach ein paar Tänzen wieder durstig zur Theke zurückkehrten, war Malfoy fast schon in euphorischer Stimmung.
„Wieso habe ich das Gefühl, dass du das Ganze hier genießt?", knurrte sie ihm wieder missmutig zu, während sie ihm folgte.
Spöttisch dreht er sich um. „Wieso? Du nicht?"
Darauf wusste sie nichts zu erwidern.
xXx
„Gleich hast du es geschafft", wisperte Malfoy Hermione in einer liebevollen Geste ins Ohr, während seine Augen blitzen, „Wir müssen nur noch einen letzten überzeugenden Auftritt hinlegen."
Es war schon spät. Genauer gesagt fast schon wieder in den Morgenstunden. Nur noch Zabinis engsten Freunde waren da oder jene, die nicht mehr im Zustand waren, nach Hause zu kommen. Hermione saβ neben Draco, während er mit ihrer Hand spielte. Der andere Platz neben ihr war selbstverständlich frei, aber Blaise saβ nur zwei Plätze weiter von Draco entfernt und lümmelte mit einem zufriedenen Lächeln in der Sitzecke herum. Das Soga bestand aus einem weichen, natürlich dunkelgrünen Stoff und bequeme Kissen luden zum entspannten Dösen ein.
Hermione war sich bewusst, dass Blaise, obwohl er die Augen halb geschlossen hatte, sie sehr genau beobachtete. Das hier war die letzte Prüfung. Schaffte sie es, Zabini zu überzeugen, hatte sie das Geld in der Tasche. Also setzte sie einen unbekümmerten Gesichtsausdruck auf, während Malfoy gedankenverloren kleine Kreise auf ihren Oberschenkel malte.
Plötzlich lehnte er sich zu ihr hin, legte langsam eine Hand auf ihre Schulter und eine seitlich an ihren Hals. Sie war warm, angenehm warm. Als sie ihn fragend anblickte, raunte er mit gedämpfter Stimme: „Und jetzt küsst du deinen Freund, als könntest du es vor Sehnsucht kaum aushalten." Er hatte auch noch den Nerv dazu, ihr ins Gesicht zu grinsen, als sie entgeistert den Mund öffnete.
„Das wagst du n-..."
Doch er hatte sich schon nach vorne gelehnt und seine Lippen hart auf ihre gepresst. Im selben Moment explodierte etwas in ihrem Innersten und dieses exstatische Gefühl breitete sich in ihrem gesamten Körper aus. Seine Lippen waren weich, doch ohne langes Warten drang er mit der Zunge in ihren Mund ein und verstrickte sie in einen feurigen Zungenkuss, den sie – zu ihrer Überraschung – nicht minder verzögert erwiderte. Und Hermione ertappte sich dabei, wie sie sogar ab und an diejenige war, die den Kuss kontrollierte.
Als sie sich leicht keuchend voneinander wieder lösten, grinste Malfoy immer noch. „Lächeln, mein Schatz. Ich weiß, dass Blaise immer noch in unsere Richtung sieht." Sein Lächeln betörte sie auf ganz gefährliche Art und Weise. Wenn er sie so anlächelte, konnte sie kaum noch selber entscheiden, was sie für richtig und für falsch hielt... Sie tat es einfach, tat, was ihre Gefühle, ihr Herz ihr rieten, auch wenn der Verstand dagegen anschrie.
Auf Zabini bedacht lächelte sie ihn nur süβ an, während sie ihre Arme um seinen Nacken schlang. „Ich denke nur an die Galleonen", flüsterte sie in sein Ohr.
Er lachte leise auf. „Ich weiß." Als er sich weiter nach vorne lehnte und ihr seine Lippen sinnlich gegen den Hals drückte, stellte er mit Genugtuung fest, wie sie erschauderte. Und das war nicht gespielt. Seine Lippen verzogen sich zu einem selbstzufriedenen Lächeln.
Schlieβlich stand der ehemalige Slytherin auf und zog Hermione mit sich nach oben. Zufrieden bemerkte er die Blicke, die von den übrigen Anwesenden noch auf sie gerichtet waren und er nickte Blaise zu. „Wir werden dann mal gehen. Wir haben noch etwas anderes vor." Das dreckige Grinsen unterstützte seine Worte, und er fügte unnötigerweise an seinen Freund gerichtet hinzu: „Du weiβt schon..."
Blaise lachte nur und grinste ihnen anerkennend zu. „Verzieht euch."
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Puma
