Disclaimer: Die Figuren, die aus „Harry Potter" bekannt sind, gehören nicht mir, sondern Joanne K. Rowling. Ich habe mir lediglich die Handlung ausgedacht und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld, sondern wollte nur Spaß am Schreiben haben. Falls es eine ähnliche Geschichte bereits irgendwo geben sollte und der Autor sich beklaut fühlt, tut es mir leid, aber ich habe diese spezielle Storyline noch nirgendwo gelesen. Der Plot gehört mir - Ist alles in meinem Hirn entstanden :).

Zusatzinfo: Dumbledore lebt noch und Voldemort auch oder nicht; es ist egal, da es keine wesentliche Rolle in dieser FF spielt. Relevante Geschehnisse aus Band 7 etc. sind nicht berücksichtigt.

Ich habe mich sehr über die Reviews gefreut! Danke an: Poetica Licentia, LunaNigra, Ginny-Hermione Fan, Nangini, Hermdraco87 (tut mir leid, diese FF ist abgeschlossen und ich hatte nicht geplant, einige Passagen aus Dracos Sicht zu schreiben. Sorry! ),D.V.G.M.1, Lylley, Mina, Panazee, one77, chaosprincess, xx-pinklady-xx, cherry 159, Snakeemerald, lufa (so, jetzt gehts weiter ;) ) und schließlich Nina (das freut mich –g- Gute Besserung!). Danke an euch alle –umarm-

Und nun… genießt das letzte Kapitel von:

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Spiel Mit Dem Feuer

By Puma Padfoot

xXx

Kapitel Acht: Showdown

Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie vor dem Tropfenden Kessel stand. Zögernd streckte sie eine Hand nach der Tür aus. Sollte sie wirklich den letzten Schritt ihrer dämlichen Wette erfüllen? Ja, sollte sie. Immerhin bestand der „letzte dämliche Schritt" aus dem Einsacken von 30 Galleonen. Ihre Galleonen.

Vor ein paar Minuten hatten Ginny und Lee hoffentlich unauffällig den Pub betreten. Lee wusste nicht, dass Hermione sich mit Malfoy traf, allerdings hatte Ginny keine Lust gehabt, alleine zu warten und so hatte sie sich mit Lee auf einen Feuerwiskey oder zwei verabredet. Ihre beste Freundin würde schon einschreiten, wenn Malfoy zu weit gehen würde.

Als die junge Frau den Pub betrat, schlug ihr sogleich angeregtes Stimmengewirr entgegen. Rauchige Luft strömte heraus und eine leichte, frische Brise wieder herein. Und mit ihr Hermione. Es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen am das Dämmerlicht im Gebäude gewöhnt hatten. Sie war genau pünktlich. Jedoch zweifelte sie erst, ob er wirklich gekommen war, denn sie konnte ihn nirgends entdecken. Lee und Ginny saβen an der Theke, auch entdeckte sie sogar Oliver Wood an einem Nachbartisch, aber kein Dra-...

Doch. Da saβ er, in der hintersten, dunkelsten Ecke. Hermione sah für einen kurzen Moment seinen blonden Haarschopf. Bestimmt wartete er schon seit einigen Minuten, dem Drink vor seinem Tisch zu urteilen, aber das war ja nicht ihr Problem.

Sie bahnte sich zielstrebig, aber nicht hektisch, ihren Weg zu ihm heran. Ihre Stiefel klackten leise über den Steinboden, während ihr mittellanger schwarzer Rock ihr sanft um die Beine schwang. Sie wusste, dass er ihre Hüften betonte, also legte sie nicht mehr Schwung in ihren Gang als nötig oder gewöhnlich. Aus Reflex strich sie ihre dunkelrote Bluse glatt, bevor sie seinen Tisch erreichte.

Malfoy öffnete den Mund, bevor sie es tat. „Na, hast du deine Aufpasser schon vorher hergeschickt?" Langsam stand er auf.

Hermione widerstand den Drang, direkt zu Ginny und Lee zu schauen. „Wie?" Als sie doch den Kopf drehte, hielt er plötzlich ihr Kinn fest und küsste sie. Überrascht riss sie die Augen auf. Was sollte das? Das hier war außerhalb ihrer Wette! Jetzt fand nur die Geldabgabe statt! Oder... konnte es etwa tatsächlich sein, dass...?

Sie hatte gar nicht gemerkt, dass er bereits mit seiner Zungenspitze vorsichtig an ihrer Unterlippe entlanggestrichen war und um Einlass bat. Ohne weiteren Widerstand öffnete sie die Lippen und ließ zu, dass er sie erneut in vierundzwanzig Stunden schmecken konnte. Ihre Zungen strichen aneinander entlang, triezten sich, neckten sich, spielten miteinander. In diesem Moment gab es nur sie und ihn. Keine anderen Leute, keinen Tropfenden Kessel.

Doch sie brauchte Luft. Und mit der Luft, die in ihre Lungen strömte, kam die Besinnung. Widerstrebend drückte Hermione Malfoy mit beiden Händen von sich weg. Was hatte sie nur zugelassen? Sie küsste Draco Malfoy mitten unter Leuten!

„Das Geld", keuchte sie leise, „Ich bin wegen dem Geld hier, wegen nichts anderem."

Er hob bedeutungsvoll eine Augenbraue, nachdem er ein kleines Säckchen aus seinem Umhang hervorgeholt und auf den Tisch gelegt hatte. „Tatsächlich?"

Hermione hielt es für klüger, nicht darauf zu antworten. Stattdessen musterte sie nur kritisch den Beutel. „Das sind niemals 30 Galleonen."

„Nein", erwiderte er beiläufig, „Die anderen fünfzehn sind zuhause in meinem Zimmer."

Wütend krallte sie sich den Beutel und stopfte ihn sich in ihre Tasche, bevor sie ihn anzischte: „Und wieso das?"

Draco lächelte sie nur spöttisch an. „Weil ich keine Zeit mehr hatte, sie zu holen."

Sie schnappte sich sein Getränk und kippte den letzten Rest in einem Zug hinunter. Dann schnaubte sie nur spöttisch. „Ja, sicher... Aber du hattest zufällig fünfzehn Galleonen in der Tasche!"

Gespielt überrascht schaute er Hermione an. Genau wie an ihrem ersten gemeinsamen Arbeitstag. „Das hatte ich tatsächlich!", stellte er mit verblüffter Stimme fest.

„Ich will mein Geld, Malfoy. Alles."

„Dann musst du mit nach Malfoy Mansion. Ich muss da jetzt sowieso hin."

Sie blickte ihn scharf in die grauen Augen, doch er erwiderte den Blick nur ernst. Sie wollte das Geld – und sie würde auch mit ihm nach Malfoy Mansion apparieren, wenn es bedeutete, dass sie diese verdammte Wette endlich vergessen oder wenigstens abschließen konnte. Nur deshalb kam sie mit ihm nach Hause. Nur deshalb und nicht, weil sie ihm noch einmal nah sein wollte. Ihn vielleicht noch einmal küssen wollte.

Malfoy sah ihr kurzes Nicken und er griff nach ihrer Hand, um seine Finger mit ihren zu verschränken. „Komm." Und zusammen gingen sie aus dem Pub und es war ihnen egal, wer sie so sah und was über sie gedacht wurde. Es war ein schönes Gefühl.

Draußen angekommen ließ er ihre Hand los, aber nur, um mit beiden Händen ihr Gesicht zu umfassen und sie erneut auf die Lippen zu küssen. Währenddessen drückte er sie langsam mit seinem Körper gegen die Wand des Pubs. Irgendwann wurde es Hermione zuviel und sie drückte ihn erneut von sich weg.

Wütend blitzte sie ihn an. „Was sollte das?"

Er grinste nur. „Die Leute wollen so etwas sehen, Schätzchen. Komm."

Und sie apparierten nach Malfoy Mansion.

xXx

Natürlich war bot das riesige Herrenhaus einen imposanten Eindruck. Nun hatte Hermione endlich mal die Gelegenheit, das mystische Mansion in Ruhe von außen zu betrachten. Malfoy zeigte ihr sogar einen Teil der großen Gartenanlage. Und das war längst nicht alles, was zu den Ländereien gehörte, wie er ihr mit gelangweilter Stimme erzählte. Überhaupt war sie angenehm überrascht, dass er ihr etwas über das Haus und die Familiengeschichte erzählte.

Er hatte sie mit spöttischer Stimme beruhigt, dass Lucius und Narzissa immer noch abwesend waren und sie daher nicht bei jedem Geräusch schreckhaft zusammen zucken und über ihre Schulter blicken sollte. Nach dieser Äußerungs stolzierte sie nur mit erhobenen Kopf an ihm vorbei, um nur wenige Minuten später voller Ehrfurcht in der hauseigenen Bibliothek stehen zu bleiben.

„Das... das ist wirklich unglaublich..." Mit großen Augen wanderte Hermione die Regalreihen entlang, während ihre Fingerkuppen über die Buchrücken der gesammelten Bücher strichen. Es waren hunderte, nein, tausende. Malfoy folgte ihr in einigem Abstand und beobachtete die junge Frau nur mit spöttischer, selbstgefälliger Miene. Natürlich war sie überwältigt von dem protzigen Herrenhaus. Das war jeder, der das erste Mal nach Malfoy Mansion kam.

Als sie die Bibliothek verlassen hatten, gingen sie zum oberen Stockwerk. Der Flur war von einem großen Teppich gesäumt, der die Schritte erheblich abdämpfte. Groß und pompös türmten sich die Türen vor ihnen auf, bis Malfoy sie gebieterisch mit beiden Armen aufstieß und mit langen Schritten hindurchschritt.

Und schließlich erreichten sie sein Zimmer. Natürlich war es groß, was hatte sie anderes erwartet? Und sie hatte auch nicht anders erwartet, dass sie am ebenso großen Himmelbett das Wappen der Malfoys vorfinden würde. Überrascht war sie allerdings, dass das Zimmer in verhältnismäßig warmen Farben gehalten war: Dunkelgrüne Vorhänge – wie auch anders, als ehemaliger Slytherin? – dafür bestanden aber die restlichen Möbel aus passenden, angenehmen Brauntönen.

Alles war ordentlich in diesem Zimmer und Hermione hätte nur allzu gern einen Blick in einen der großen Schränke geworfen, ob in denen auch so eine Ordnung war. Ob Malfoy sich das Zimmer selber so sauber und ordentlich hielt? Komischweise bezweifelte die junge Frau dies. Bestimmt mussten die Hauselfen hinter ihm herräumen und sorgten Tag für Tag für eine gepflegte Umgebung.

Und dann fiel ihr Blick auf den Schreibtisch am. Entschieden marschierte Hermione dahin und griff nach dem kleinen Beutel, der zwischen Tintenfass und prächtigen Federn lag. Doch auch dieser Beutel war leichter als erwartet; genauer gesagt war er viel zu leicht, da er nämlich überhaupt keine Münzen enthielt.

Sie wirbelte zu dem jungen Mann herum. „Wo-"

Grinsend hielt Malfoy einen weiteren Beutel in der Hand. Als er den Arm senkte, erklang das leise Klirren der Goldmünzen. Welche Spiele spielte er nur mit ihr?

Als Hermione nur gereizt mit den Zähnen knirschte und fordernd die Hand ausstreckte, trat er einen Schritt nach vorn, griff danach, bevor sie sich wieder zurückziehen konnten, und platzierte einen federleichten Kuss auf die Handinnenfläche, bevor er schließlich und endlich den kleinen Beutel darein legte und ihr Handgelenk losließ.

Sie verzog keine Miene, als sie den Blickkontakt aufrecht erhielt. „Ich denke, somit ist unsere Wette komplett abgeschlossen."

Für eine Sekunde ließ Malfoy seinen Blick über ihren Körper streichen. „Ich meine, wir hatten da noch eine Rechnung offen..."

Als Hermione nur fragend den Kopf hob, war er schon wieder direkt vor sie getreten und hatte nach ihr gegriffen, um sie in einen leidenschaftlichen Kuss zu verstricken, den sie sogleich auch einging. Das war genau das, was sie wollte, wovon sie die letzte Nacht geträumt hatte. Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln.

Ihr glitt der kleine Geldbeutel aus der Hand und landete klirrend auf dem Boden. Er blieb auch dort liegen, völlig vergessen. Langsam drängte Malfoy sie rückwärts zum Himmelbett und als ihre Kniekehlen gegen die Kante stießen und Hermione die weiche Matratze und die edlen Bettbezüge unter sich spürte, wusste Hermione, dass sie diese Nacht nicht zuhause verbringen würde.

xXx

Das erste, was Hermione am nächsten Morgen wahrnahm, war, dass ein warmer Arm um ihre Taille geschlungen war. Sie konnte zwar nicht sein Gesicht sehen, da sie mit dem Rücken zu ihm lag, aber sein tiefes Atmen und seine aktuelle Position deutete nicht gerade auf Unbehagen hin. Zufrieden blieb sie auf der Seite liegen und ließ ihren Blick über die Einrichtung schweifen, während ihre Gedanken mit den Erlebnissen von gestrigen Abend beschäftigt waren.

Es war... atemberaubend gewesen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Malfoy hatte Sachen mit ihr angestellt, von denen sie kaum gewagt hätte, sie sich vorzustellen. Und dann auch noch mit Malfoy...! Ginny würde Augen machen und einen Exklusivbericht erwarten wollen.

Ginny. Was sie wohl von ihr denken denken? Naja, eigentlich war es ihrer besten Freundin ja schon klar gewesen, was den Abend passieren würde, oder? Denn immerhin hatte sie Hermione dazu ermutigt, ihre schönste Unterwäsche zu tragen... Also nichts mit Engelsunschuld.

Aber wie würde es mit ihr und Malfoy weitergehen? Wie konnte es weitergehen? Sie zweifelte nicht daran, dass er sie im ersten Moment leidenschaftlich begehren und lieben konnte, nur um sie im nächsten Moment fallen zu lassen. Mit Draco war es wie mit Feuer - man verbrannte sich nur die Finger daran.

Dennoch wollte sie es versuchen. Sie wollte sich darauf einlassen und mit dem Feuer spielen.

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Epilogue coming soon...