Disclaimer: Die Figuren, die aus „Harry Potter" bekannt sind, gehören nicht mir, sondern Joanne K. Rowling. Ich habe mir lediglich die Handlung ausgedacht und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld, sondern wollte nur Spaß am Schreiben haben. Falls es eine ähnliche Geschichte bereits irgendwo geben sollte und der Autor sich beklaut fühlt, tut es mir leid, aber ich habe diese spezielle Storyline noch nirgendwo gelesen. Der Plot gehört mir - Ist alles in meinem Hirn entstanden :).

Zusatzinfo: Dumbledore lebt noch und Voldemort auch oder nicht; es ist egal, da es keine wesentliche Rolle in dieser FF spielt. Relevante Geschehnisse aus Band 7 etc. sind nicht berücksichtigt.

Tut mir leid, dass dieses Update so lange gedauert hat! Ich hatte ziemlich viel am Hut und hasse es selber, wenn Leser so lange warten müssen.

Vielen, vielen Dank an die Reviewer vom letzten Chap: cherry 159, hermdraco87, Nangini, Madame Minuit 12, Nina, Panazee, Ginny-Hermione Fan, Nina Lestrange, jove, Lylley, pinklady, sturmgraueaugen! Und auch nochmal schlichtweg DANKE an alle, die je zu dieser FF und zu den anderen FFs reviewt haben:o)

Genießt nun den Epilog!

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Spiel Mit Dem Feuer

By Puma Padfoot

xXx

Epilog: Auf dass die Flamme nie erlösche

Sie blickte auf ihre Uhr. Er war schon eine halbe Stunde zu spät. Wenn sie nicht bald reingingen, würden sie den Anfang des Theaters verpassen. Der Wind zog unangenehm an der Hauswand vorbei und wirbelte welkes Laub auf. Ihr Blick glitt zu den altmodischen Straßenlaternen, von denen eine flackernd zur Kenntnis gab, dass sie bald den Geist aufgeben würde.

Sie hatten abgesprochen, sich draußen zu treffen. Drinnen wäre es zu unübersichtlich geworden, doch mittlerweile bereute es Hermione, dass sie nicht den Treffpunkt nach innen verlegt hatten. Es konnte sich nur noch um Minuten handeln, bis Draco auftauchen würde... Kurz bibbernden schlang sie sich den Umhang enger um den Oberkörper, doch als sie die ersten Gitarrensaiten des Orchesters hörte, machte sich die junge Frau seufzend auf den Weg. Es hatte keinen Zweck, noch länger zu warten. Er würde sie dann schon im Gebäude suchen.

Das Theatergebäude war nur noch knappe hundert Meter enfernt. Der Eingang leuchtete ihr warm und einladend entgegen und nur allzu gern kam Hermione dieser Einladung nach. Doch dann kamen sie: Vier Gestalten, junge Männer, die bis dahin an einer Hauswand gestanden hatten. Und diese vier Männer traten in dem Moment, als Hermione auf ihrer Höhe war, aus dem Schatten heraus.

Die junge Frau bemerkte sie zwar, hielt es aber für klüger, ihnen keine weitere Beachtung zu schenken und sie dadurch hoffentlich nicht mehr anzustacheln. Doch sie schienen keine Anstachelung mehr zu brauchen; ihr Ziel stand auch vorher schon fest. Und es sah alles andere als gut für die ehemalige Gryffindor aus.

Hermione bemerkte, dass sich zu dem gleichmäßigen Klacken ihrer Absätze das dumpfe Tapsen von Männerschritten gesellte. Ein kurzer Seitenblick bestätigte ihre Befürchtung: Sie folgten ihr. Automatisch wurden ihre Schritte schneller. Langsamer!

Sie zwang sich, ruhiger zu atmen und dadurch auch nicht mehr so abgehakt zu gehen, was ihre Angst verraten hätte. Doch das Einzige, was sie damit bezweckte war, dass heiseres Lachen hinter ihr ertönte. Die Männer lachten über sie! Sichtlich amüsiert folgten sie ihr weiterhin.

Nur noch knapp fünfzig Meter. Mittlerweile war Hermione in einen sehr schnellen Schritt ausgebrochen. Die Gestalten hinter ihr taten es ihr gleich. Da sie nicht wusste, ob es sich um Zauberer oder Muggel handelte, wollte sie kein Risiko eingehen und ein Duell anfangen. Außerdem bezweifelte die junge Frau aus verständlichem Grund, dass ihre Chancen gegen vier besonders rosig aussahen.

Hermione begann zu rennen. Sie hörte nur noch das eigene Keuchen, die Schritte hinter ihr und ein Rufen, doch vor Panik rauschte es zu sehr in ihren Ohren, als dass sie verstanden hätte, was hinter ihr hergerufen worden war. Die Tür zum Eingang des Theatergebäudes war nur noch zwei Meter entfernt.

Und plötzlich wurde sie an der Schulter herumgerissen. Hermione schrie auf und schlug mit der Handtasche in einem kraftvollen Bogen um sich.

„Hermione, beruhig dich!"

Draco! Noch wie benommen blickte sie in seine grauen Augen. Das blonde Haar war etwas aus der Fassung gebracht, doch er hielt sie mit beiden Händen an den Schultern fest und gab ihr den Halt, den ihre wackeligen Beine momentan benötigten.

„Draco!", entwich es nur erleichert und fast schon wimmernd ihre Lippen, bevor sie von ihm in eine beruhigende und zugleich schützende Umarmung gezogen wurde. Sie wurde noch einmal von einem kurzen Erschaudern durchschüttelt, bis sie sich halbwegs beruhigt hatte und nicht mehr ihren wummernden Herzschlag in den Ohren hörte. „Wo warst du?"

„Ich wurde aufgehalten. Als ich um die Ecke bog, sah ich nur noch, wie die vier Typen dir folgten und rannte los, so schnell ich konnte." Er drückte ihr einen entschuldigenden Kuss auf den Scheitel, ehe er seine Hände in einer beruhigenden Geste an ihrem Rücken hoch und runter fahren ließ.

Ihr glitt ein schwaches Lächeln auf das Gesicht. Solche kleinen Sätze zeigten ihr, dass Draco sich sehr wohl um sie kümmerte und sorgte, auch wenn man es niemals von ihm hätte denken können. Doch wenn Draco Malfoy erst einmal auf etwas sein Auge geworfen hatte, ließ er es so schnell nicht wieder außer acht.

Zwar schien eine Beziehung mit ihm manchmal so undurchdringlich – ja, sie, Hermione Granger, hatte es geschafft, sich eine Beziehung mit ihm aufzubauen, die glücklicher verlief, als sie es sich hätte träumen lassen – aber dann konnte er auch einfach nur ein ganz normaler Mensch sein, wie alle anderen auch. Genauso fürsorglich, eifersüchtig, launisch, beschützerisch, begehrend oder einfach nur liebevoll, wie alle anderen. Es war schön.

Draco hob Hermiones Kinn vorsichtig an, um sie als richtige Begrüßung sanft zu küssen, was sie sich nur allzu gern gefallen ließ. Sie lösten sich wieder voneinander, als das Orchester im Inneren des Gebäudes ihr erstes Lied zu Ende gespielt hatte. Er griff nach ihrer Hand.

„Komm, lass uns reingehen."

Kaum machten sie zwei, drei Schritte durch den Eingang, wurden sie auch schon von einem Wärmeschwall empfangen. Als sie an der Garderobe ihre Mantel abgegeben hatten, machte Draco eine Kopfbewegung zu der Theke. „Warte kurz auf mich, dann hol ich uns Getränke, wenn du magst."

Sie verzog die Lippen zu einem Grinsen. „Jetzt schon? Dabei ist es üblich, sich erst in der Pause einen Drink zu gönnen."

Sie wusste, dass er auch so oder so sich ein Getränk geholt hätte. Gespielt verzog er das Gesicht, bis sich seine Lippen zu einem spitzbübischen Lächeln formten. Er beugte sich zu ihrem Ohr, um ihr mit rauher Stimme zuzuraunen: „Wir sind aber nicht „üblich"... Schon vergessen?"

Hermione biss sich auf die Lippe, um ein Lachen zu unterdrücken, das hochgesprudelt kam. Oh ja, das waren sie wirklich nicht. Jedenfalls nicht immer. „Ach ja, wie konnte ich das vergessen?", grinste sie nur zurück in sein Gesicht, während sie ihn zur Theke schob. „Und jetzt geh schon, hol die Getränke."

Eine Minute später stand er mit zwei Sektgläsern in der Hand vor ihr. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Aufführungshalle. Da alle Sitzplätze schon besetzt waren – der Theaterbesuch war eine spontane Aktion gewesen und Hermione hatte darauf bestanden, dass sie im Falle eines Falles, wenn keine Sitzplätze mehr vorhanden sein sollten, nicht Dracos Beziehungen spielen lassen würden – sie mit den hinteren Stehplätzen vorlieb nehmen mussten. Was aber auch überhaupt nicht schlimm war, denn Draco stellte sich hinter ihr hin, einen Arm um ihre Taille geschlungen und das Kinn auf die Schulter gestützt. Zumindest für eine kleine Weile, bis es für ihn wegen des Größenunterschieds zu unbequem wurde.

Lächelnd drehte sich Hermione zu ihm um und hob ihr Sektglas.

„Auf uns", grinste er und sie stieß glücklich nickend an, sodass das sanfte Plingder Gläser erklang.

„Auf uns."

Während sie am Sekt nippten, beziehungsweise tranken, hielten sie den Augenkontakt aufrecht. Verschiedenste Emotionen waren jeweils in den Augen des anderen erkennbar und es ließ in Hermiones Bauch ein warmes, wohliges Gefühl entstehen.

Genüsslich drehte sie sich wieder zur Bühne um, als das Orchester verstummte und die Schauspieler auf die Bühne traten und mit ihrer Aufführung begannen. Hermione versuchte sich, auf das Stück zu konzentrieren, doch es war wirklich nicht so einfach, wenn sich schier unaufhaltsame Fingerspitzen unter ihre Bluse stahlen und auf ihrem Bauch kleine Kreise zogen.

Hermione lächelte und ließ Draco gewähren. Sie hatte das unabstreitbare Gefühl, dass es mit ihnen beiden so schnell nicht zu Ende sein würde

Und Hermione Granger irrte sich nur selten.

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Und wieder eine Fanfiction beendet. Ich weiß nicht, wann ich das nächste Mal etwas on stellen werde, momentan habe ich ziemlichen viel zu tun. Aber mir schwebt da ein Threeshot als Sequel zu dieser FF im Kopf herum... Mal schaun, wann ich dazu komme, es genauer auszuarbeiten ;D

Bis dahin erstmal bye bye,

viele Grüße,

Puma