07. Kapitel – Eine desperate Lage
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Fast nie ist Unglück
ausweglos,
aber die Verzweiflung
ist noch trügerischer als die Hoffnung.
Luc de Clapiers
Vauvenargues
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Helen brauchte nur eine Sekunde, um den Schrecken zu überwinden, dann hatte sie sich wieder im Griff. Sie ließ ihren Koffer fallen und genoss den folgenden Schmerzensschrei. Wie beabsichtigt war dieses schwere Stück direkt auf den Fuß ihres Entführers geplumpst.
„MERLIN, HELEN!"
Die junge Frau erstarrte. Dann wirbelte sie herum und sah Sirius direkt in seine hellgrauen Augen. Sein Haar hing unordentlich wirr in seinem Gesicht, das vor Schmerz verzerrt war. Er hüpfte auf einem Fuß und hielt den anderen mit beiden Händen umklammert.
„MÄDCHEN!"
Sofort war sie bei ihm und zappelte unruhig auf und ab. „Sirius. Das tut mir leid. Verzeih mir, ich dachte, du wärst… Bitte, ich… also."
„TU WAS!"
Ratlos sah sie ihn an. „Was denn?"
„WOZU BIST DU EINE HEXE?"
Sie nickte und griff unter ihren Umhang. Verdammt, ihr Zauberstab war zerbrochen. Schnell hatte sie Sirius' entdeckt und ihm aus seiner Umhangtasche gezogen. Sie zielte auf seinen Fuß, murmelte einen Heilzauber. Sekunden später war der Schmerz weg. Sirius atmete tief durch, bevor er sich seinen eigenen Zauberstab schnappte und beleidigt ein paar Schritte zurückging. „Was sollte das?"
Helen hatte den Anstand verlegen drein zu sehen. „Ich dachte, du wärst mein Vater. Ich-"
„Ja, ja schon gut", knurrte er. „Komm mit, bevor uns jemand sieht."
Erst jetzt nahm Helen ihre Umgebung wahr. Sie waren in irgendeine Seitenstraße appariert, die ihr gänzlich unbekannt vorkam. Es war eine heruntergekommene Gegend. Der Mörtel löste sich langsam aus den roten Backsteinwänden und das Holz der Fenster schien auch langsam abzusplittern. Gardinen schien hier keiner zu haben, dennoch konnte man nicht in das Innere der jeweiligen Häuser sehen. Offenbar handelte es sich um eine Wohngegend.
„Sirius, wo warst du vorhin?", fragte sie aufgeregt.
„Ich musste ein paar Freunden", er betonte es so, dass klar war, dass es sich nicht um Freunde handelte, „ausweichen. Als ich zurückkam, standest du wie auf dem Präsentierteller vor Gringotts."
Helen verkniff sich einen Kommentar. Sie blickte nach rechts, sah ein großes Gebäude und zog Sirius am Ärmel. „Was ist das?"
Er sah nur kurz hin. „Der Trellick Tower", antwortete er knapp. „98 Meter hoch, 32 Stockwerke. Vor sieben Jahren fertig gestellt. Halt dich fern. Dort Wohnen überwiegend Muggel und die sind nicht sonderlich zimperlich, wenn du verstehst was ich meine." Helen nickte und schloss schnell zu Sirius auf, der ihren schweren Koffer ohne mit der Wimper zu zucken trug.
„Ich hab mit Peter gesprochen", erklärte er schließlich. „Du kannst für zwei Nächte bei ihm bleiben. Unter der Voraussetzung, du, ich zitiere „nervst nicht"." Sirius grinste entschuldigend. „Ignorier ihn einfach. In zwei Tagen ist mir dann eingefallen, zu wem du aufs Festland kannst. Ich spreche nachher mit James und Lily. Die kennen eine Menge Leute. Notfalls frag ich bei Dumbledore an. Er-"
„Nicht Dumbledore", flehte Helen panisch.
„Warum nicht Dumbledore? Der kann dir am ehesten helfen."
„Ich… Also…. Wie soll ich das erklären…?", stotterte sie.
Sirius nickte schließlich. „Hast was ausgefressen? Der verzeiht dir, lass Onkel Sirius mal machen." Er grinste gönnerhaft und blieb schließlich vor einem Altbau stehen. „Ich bring dich noch hoch, dann muss ich los."
Helen nickte und folgte ihm immer unsicherer werdend. Sie kannte Peter kaum. Doch sie hatte ihn als unangenehmen Mann in Erinnerung.
„Wo hast du eigentlich deinen Zauberstab gelassen?", durchbrach Sirius schließlich die Stille.
„Ähm… Der ist kaputt."
„Kaputt?"
„Dad hat ihn … zerbrochen."
„ER HAT WAS?"
„Er hat ihn entzwei gebrochen."
„Diese miese kleine Ratte", polterte Sirius. „Aber das sieht ihm ja mal wieder ganz ähnlich. Warum bist du eigentlich so spät gekommen?"
Helen zog indigniert die Augenbrauen zusammen. Eigentlich hatte sie schon auf die Frage gewartet. Sie schluckte ihren Ärger runter. „Er hatte wohl von meinen Fluchtplänen geahnt. Auf jeden Fall hat er mich eingesperrt und mir vorher den Stab zerbrochen."
„Und wie bist du entkommen?"
„Ich habe mich daran erinnert, was du über Schlüssellöcher erzählt hast", grinste sie stolz.
Der junge Mann pfiff anerkennend durch die Zähne. „Respekt. Und dann bist du einfach so aus dem Haus spaziert?"
Helen blieb stehen und sah verlegen zu Boden. „Naja, ich hatte Hilfe", gab sie schließlich zögerlich zu.
„Hilfe?"
„Dad hatte einen Gast und der hat mir geholfen…"
Hätte Sirius in diesem Moment etwas getrunken, er hätte sich mit Sicherheit verschluckt. So schnappte er einmal kurz nach Luft. „EinGast deines Erzeugers hat dir geholfen?"
Helen nickte. „Ja, er hat mich gesehen und mich nicht verraten, als ich mir mit dem Zeigefinger auf die Lippen getippt habe. Das war doch super oder?"
„Weißt du wer es war?"
Wieder nickte sie. „Lucius Malfoy."
„LUCI-" Sirius brach ab. „Na Halleluja." Er schwieg und sah sie lange an. Helen hätte gern gewusst, was er jetzt dachte, doch sie traute sich nicht ihn zu fragen. Sie nestelte an ihrem Pullover rum und trat unruhig von einem Bein auf das andere. Schließlich seufzte der junge Black. „Komm", sagte er. Sie folgte ihm.
Vor einer unauffälligen Appartementtür blieb er stehen. Nichts deutete auf den Bewohner hin. Kein Namensschild, kein Türkranz, nichts. Sirius klingelte zweimal, dann wartete er. Er klingelte einmal und wartete erneut. Ein letztes Mal zweimal. Etwas regte sich hinter der Tür und schließlich öffnete sich diese, so dass die beiden Besucher ins Innere huschen konnten. Es war dunkel und Helens Augen mussten sich erst einmal an den Lichtunterschied gewöhnen. Sie nahm eine karge Einrichtung war. Nur das Nötigste schien sich in den Räumen, die sie erblicken konnte, zu befinden. Es stand nichts Persönliches herum. Die Wohnung wirkte kalt, nackt, leer. Sie fühlte sich sofort unwohl.
Den Mann, der eher wie ein kleiner, unsicherer Junge wirkte, bemerkte sie erst auf den zweiten Blick. Unruhig huschte sein Blick von ihr zu Sirius und wieder zurück.
„Tag Peter", begann Black schließlich. „Das ist Helen."
Peter nickte ihr kurz zu. Dann deutete er auf einer Tür. „Du bleibst da drin. Das Klo ist direkt gegenüber. Egal was passiert, du öffnest nicht die Tür oder, wenn ich das tue, verlässt das Zimmer. Okay?"
Helen nickte.
„Na dann ist ja alles klar." Betont fröhlich klatschte Sirius in die Hände. „Ich hol dich in zwei Tagen wieder ab." Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, verließ er die Wohnung und ließ Helen zurück in der Anwesenheit des unsympathisch wirkenden vierten Teils des berüchtigten Kleeblatts Hogwarts…
ooOoo
Rosier atmete tief durch. Er hatte einen Fehler gemacht und seine Tochter unterschätzt. Das durfte ihm nie wieder passieren. Aber bevor es ein ‚nie wieder' geben konnte, musste er seine Tochter erst einmal finden. Zusammen mit ein paar Freunden, natürlich alles Todessergenossen, machte er sich auf und begann die Straßen Londons abzusuchen. Ein fast sinnloses Unterfangen, bedachte man die Größe der Weltstadt. Doch nichts schien Erfolg zu versprechen. Helen blieb verschwunden.
Rosier fluchte. Sie hatte keinen Zauberstab. Sie konnte nicht apparieren und Freunde hatte sie auch keine in London. Natürlich hatte er sich mehr für seine Tochter interessiert, als diese angenommen hatte. Er hatte über jeden ihrer Schritte, die sie in Hogwarts gemacht hatte, Bescheid gewusst.
Unruhig lief er nahe der Nokturngasse auf und ab und wartete auf die anderen. Vielleicht hatten sie die kleine Ausreißerin gefunden?
Sie wurde nicht gefunden und schließlich wurde die Suche abgeblasen. Die anderen Männer begannen Rosier zu verhöhnen. „Du lässt dir von einer kleinen Schlampe auf der Nase rumtanzen", oder „Wer seine Tochter nicht im Griff hat. Wie willst du das dem Lord erklären?"
Der Dunkle Lord… Er rief. Rosier stöhnte auf, als sein Mal brannte, doch er wagte nicht, sich zu widersetzen. Sekunden später war er an eine Stelle appariert, die ihm das Dunkle Mal gezeigt hatte. Eine Scheune stand in der Nähe und Rosier hatte das untrügerische Gefühl, dass sich sein Herr in ihr befand. Mit weichen Knien ging er auf die großen Tore zu, klopfte und trat schließlich ein.
„Ahhh, Rosier…" Die Stimme des Lords hallte laut in der kalten Scheune wieder.
„Mein Herr." Rosier verneigte sich tief in die Richtung, aus der er die Stimme vernommen hatte. Er sah sich von Heustapeln umgeben.
„Komm her." Dieser schlichte Befehl jagte Rosier einen Schauer über den Rücken. Er wusste, der Dunkle Lord war ein strenger, aber auch gerechter Herr. Wenige konnten sich seines Respekts und seiner Zuneigung gewiss sein, doch er wollte bald zu diesem erlauchten Kreis gehören. Er wollte an der Spitze stehen. Er wollte-
„Soweit ich mich erinnere, hast du mir deine Tochter versprochen."
Irritiert blickte Rosier auf. „Herr, meine Tochter…"
„Du hast mir versprochen, dass sie, nachdem sie Hogwarts verlassen hat, geradezu darauf… Was hast du gesagt, brennt? … darauf brennt, in unsere Kreise aufgenommen zu werden." Erließ den Satz nachklingen.
Rosier schluckte. „Herr, ich weiß, es-"
„Das freut mich, dass du es noch weißt." Ungeduld schwang in Voldemorts Stimme mit. „Das freut mich sogar sehr. Wir können nicht früh genug damit beginnen, uns um unseren Nachwuchs zu kümmern."
Der Todesser suchte krampfhaft nach Worten. Zuerst wurde es ihm gewährt, doch dann trat Voldemort näher ins Licht und sah auf seinen Anhänger herab. „Hast du mir irgendetwas zu sagen?"
Rosier schluckte, dann war er sich zu Boden und stammelte eine Entschuldigung. „Es tut mir leid, Herr… Aber… meine Tochter… Sie ist zu widerspenstig. Sie … eine Gryffindor und-"
„Aber das war doch gerade das Schöne", sagt der Lord geradezu träumerisch. „Eine Gryffindor wird Todesserin. Das wäre doch ein schöner Schlag gegenüber Dumbledore gewesen. Meinst du nicht?"
„Doch Herr, das wäre grandios. Und mich hätte es stolz gemacht, wenn es sich um meine Tochter gehandelt hätte."
„Aber?"
„Ich habe versagt, Herr." Rosier hatte erkannt, dass ihm nichts helfen konnte. Im Gegenteil. Er konnte noch mehr abstreiten, doch das würde der Lord durchschauen.
„Du hast also versagt…"
„Ja, Herr." Er senkte demütig den Kopf.
Nachdenklich legte der gefürchtete Zauberer den Kopf in den Nacken. „Hmmm. Und du meinst, ich möchte Versager um mich haben, Rosier?"
„Nein, Herr."
„Ich kann eine derartige Enttäuschung nicht hinnehmen."
„Natürlich nicht, Herr."
Voldemort nickte zustimmend. „Du bist also auch der Ansicht, dass du … Buße tun musst?"
Rosier schluckte. „Ja, Herr", antwortete er leise.
„Wie bitte?"
„Ja, Herr." Seine Stimme war fester.
„Nun. Severus hat eine Aufgabe von mir erhalten."
Der am Boden Kniende riss schockiert die Augen auf. Severus Snape war, direkt nach Malfoy, auf Evan Rosiers ‚Hassliste' an oberster Stelle. Snape und Malfoy… Er hasste sie beide. Sie standen zwischen ihm und dem geliebten Lord.
„Du wirst Severus helfen…" Der Lord lachte leise. Natürlich wusste er, dass Rosier die beiden Männer verabscheute. Er ging davon aus, dass sich diese Strafe als wirksam herausstellen würde. Der Hass auf den jungen, angehenden Tränkemeister und der Drang ihm seine Loyalität zu beweisen, würde Rosier in Zukunft vor weiteren Fehlern achtsam werden lassen. Das Lächeln wurde grausam. Er liebte es zu strafen…
„Wie Ihr wünscht, mein Herr." Rosier zwang sich, sich seinen Unmut nicht anmerken zu lassen.
„Nun, was machen wir jetzt mit deiner Tochter?", nahm der Lord schließlich das Ausgangsthema wieder auf.
„Machen, Herr?"
„Sie ist verschwunden. Du hast sie nicht wieder gefunden und somit ein Problem."
„Dieses undankbare Balg wird mir nicht entkommen können", knurrte Rosier. Es verwunderte ihn nicht wirklich, dass sein Herr so gut Bescheid wusste. „Die Welt ist nicht klein genug, um sich vor mir zu verstecken. Ich werde sie finden, Herr, und dann könnt Ihr gewiss sein, dass sie ihre Strafe bekommt."
„Was hattest du mit ihr vorgehabt?" Der Dunkle Lord schwang seinen Zauberstab und hielt eine Tasse Tee in den dünnen Händen. Interessiert lauschend pustete er in das heiße Gebräu und beobachtete Rosier aufmerksam.
„Ich habe mit den Carrows gesprochen. Sie würden sich Helens annehmen und sie zu einer guten Todesserin erziehen. Amycus kennt sie und weiß, wie er mit ihr umgehen muss."
Sein Gegenüber nickte nachdenklich. „Das wäre in der Tat eine Möglichkeit." Dann schien er wieder zu überlegen. „Aber ich habe einen besseren Vorschlag. Karkaroff wird in Russland eine Art Schule für Todesser aufbauen. Die Todesser werden natürlich… gewisse Bedürfnisse haben und deine Tochter der russischen Frauen Vorzug erteilen… Dies könnte Helen auf ihr Leben vorbereiten. Natürlich ist eine Heirat ausgeschlossen. Niemand nimmt gern eine Gryffindorschlampe zum Weib, doch für meine Zwecke dürfte es reichen. Irgendwann wird sie sich der Ehre bewusst werden, die ich ihr, trotz ihres widerspenstigen Wesens, zuteil werden lasse." Der Dunkle Lord nickte. „Außerdem kann sie gleich testen, ob die Schule… fruchtet."
Rosier blickte auf. „Herr… Ich-"
„Sie wird morgen mit Karkaroff reisen und in dessen Obhut gegeben werden. Ich gebe ihr ein Jahr. Wenn sie sich bis dahin nicht bewährt hat, wird sie sterben."
Rosier nickte. „Natürlich, Herr. Wie Ihr wünscht. Ich werde gleich weiter nach ihr suchen." Er hatte zwar noch keine Ahnung, wie er Helen finden sollte, aber irgendwie musste es ihm gelingen. Ansonsten konnte er eine glorreiche Zukunft bei den Todessern abhaken.
Voldemort trat nahe an ihn heran. „Gib mir deinen Ehering." Als der noch immer Kniende zögerte, streckte er ungeduldig die Hand aus. Schließlich zog Rosier den Ring vom Finger und reichte ihn dem Lord. Dieser hielt seinen Zauberstab auf den Reif gerichtet und murmelte ein paar beschwörende Worte. Der Ring verformte sich und wurde zu einer langgliedrigen Kette aus Eisen. Der Herrscher lächelte zufrieden. „Eine Kette aus Eisen, gemacht aus dem Ring des Vaters. Sehr schön."
Fragend sah Rosier seinen Herrn an, doch dieser hatte sich bereits abgewandt. „Möchtest du deiner Tochter auf Wiedersehen sagen, Rosier?"
„Meiner… Tochter?"
Der Lord schwenkte seinen Zauberstab und in dem Heu bildete sich vor ihm ein Tor. Er nickte auffordernd in Rosiers Richtung, der ihm schließlich irritiert folgte. Das Tor führte zu einem kleinen Versteck, in dessen Ecke eine junge Frau lag. Sie war bewusstlos und trug magische Fesseln. Voldemort ging zu ihr. „Wurmschwanz", rief er.
„Herr?" In einer gegenüberliegenden Ecke stand ein junger Mann. „Sehr schön, dass du sie uns so schnell gebracht hast. Du wirst eine Belohnung erhalten… Aber nun komm her." Er deutete dem Verräter an, Helen in die Mitte zu zerren und ihren Oberkörper aufzurichten. Im Anschluss hockte er sich hin und streifte der jungen Frau die Kette über den Hals. Er betrachtete zufrieden sein Werk. „Verabschiede dich, Rosier."
Emotionslos sah Evan auf seine Tochter nieder. Sobald Voldemort den selbsterschaffenen Raum verlassen hatte, ließ Pettigrew die Gefangene los und verschwand. Rosier fühlte beim Anblick von Helen nichts. Weder Vaterliebe, noch Hass. Er horchte tief in sich rein, doch da war lediglich Frohsinn darüber, sie endlich los zu sein. Er drehte sich um und folgte dem Lord.
„Herr?", fragte er, als er wieder in den vorderen Teil der Scheune kam. „Darf ich fragen, was das für eine Kette ist?"
Dunkle Augen bohrten sich in seine. Und erst als er den Kopf wieder gesenkt hatte, schien der Dunkle Lord zu einer Antwort geneigt zu sein. „Eisen bannt Magie, mein lieber Todesser. Selbst wenn deine Tochter nun einen Zauberstab in die Hände bekommen sollte, so kann sie ihre Magie nicht nutzen – außer, ich erlaube es ihr."
„Aber… Warum mein Ehering, Herr?"
Voldemort winkte ab. „Ich brauchte einen Gegenstand, den ich verwandeln konnte. Dein Ehering hat eine nette Symbolik. Findest du nicht auch?" Er drehte sich um. „Und nun geh, ich habe zu tun."
Anmerkung:
Böser Wurmschwanz… Doch wird Sirius nicht stutzig werden, wenn er Helen nicht vorfindet?
Zu der Eisenkette. In (Life)Rollenspielen bannt Eisen Magie. Ich habe mir die Freiheit genommen, dieses Wissen ein wenig zu verändern. Wer QED liest, kennt dies Verfahren bereits aus Kapitel 50, wo Lucius seinen Stock und damit seinen Zauberstab, an den Wächtern des Ministeriums vorbeischmuggeln kann.
