Disclaimer: Gundam Wing und die Charaktere gehören nicht mir sondern Sunrise und Bandai. Ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte.

Kommentar: Zu diesem Kapitel möchte ich eigentlich gar nicht viel sagen... Ich bin gespannt, wie es ankommt.

Kapitel 20

Eine gespannte Stimmung lag über dem Zug der Legion. Kaum einer sprach ein Wort, es schien als ob selbst die Pferde sich bemühten ihre Hufe so leise wie möglich auf den römischen Straßen aufzusetzen.

Treize führte seinen Lieblingsrappen am Zügel und stapfte auf dem ausgetretenen Grasstreifen, der sich neben der Straße hinzog. Seine Herz schlug mit jedem Schritt schneller und obwohl sie nur eine kleine Steigung zu bewältigen hatten, war er außer Atem. Bald, jetzt musste es doch bald so weit sein.

Natürlich hätte er reiten können, aber die letzten Stadien wollte er immer zu Fuß zurücklegen. Egal wie müde, zerschunden oder wie verletzt er auch war.

Heero kam von der Spitze der Kolone auf seinem neuen Pferd, das er Wing getauft hatte, zurück. Er stieg ebenfalls ab und sie tauschten einen bedeutungsvollen Blick.

Treize bewunderte den exzellenten Bau des Rappen, den sich Heero in Germanien von einem Pferdehändler gekauft hatte. Wäre Heero ihm nicht zuvor gekommen, dann hätte Treize höchstselbst dieses Prachtexemplar seinem Besitz hinzugefügt. Nun ja, vielleicht konnte er Heero überreden, dass ihm dieser den Hengst für die Zucht überließ.

Einer der Soldaten, der in der Reihe neben Treize marschierte, machte eine derbe Bemerkung und für einen kurzen Moment wich die Befangenheit und Anspannung von den Männern. Auch Treize lachte über den Witz und ließ den Blick wieder über den Horizont streifen. ‚Nicht mehr lange.', sprach er sich selbst Mut zu und zwang sich langsam zu gehen. Dabei wäre er am liebsten den Hügel empor gerannt.

Natürlich dachte er noch immer über die Beweggründe des Kaisers nach. Und selbst nach wochenlangem Grübeln war er im Grunde keinen Schritt weiter. Natürlich, Une, seine langjährige Vertraute, hatte ihm Informationen zukommen lassen, aber daraus war Treize auch nicht unbedingt schlauer geworden.

Das Volk fieberte dem Triumphzug und den Feierlichkeiten entgegen. Wie konnte es auch anders sein, es hatte in Rom schon lange keinen Triumph mehr gegeben und für die einfachen Leute bedeutete es ein paar freie Tage an denen sie nicht arbeiten brauchten. Bei den Senatoren sah es freilich anders aus. Die meisten standen der Idee sehr skeptisch gegenüber. Une hatte ihn gleich mit den Namen derjenigen vertraut gemacht, die am lautesten dagegen protestiert hatten. Oh Wunder, war der Name Barton an oberster Stelle in dieser Liste verzeichnet.

Außerdem gab es sowohl unter den adligen Familien als auch unter dem niederen Volk zahlreiche Gerüchte und Mutmaßungen warum der Kaiser den Triumph zuließ. Manche vermuteten Treize hätte eine großzügige Spende für den Staatsschatz getätigt – Treizes verfügte zwar über mehr Geld als die meisten Adligen, aber so viel war es dann auch wieder nicht.

Manche meinten, er hätte den Kaiser verführt. Eine Vorstellung, von der Treize nicht wusste ob er darüber lachen oder weinen sollte.

Wieder andere hielten es für einen kalkulierten Winkelzug des Kaisers um das Volk abzulenken und bei Laune zu halten.

Die wenigsten jedoch glaubten, dass der Kaiser Treize zu seinem Nachfolger machen wollte. Schließlich hatte der Kaiser einen Sohn und der war etwa im gleichen Alter wie Treize.

Treize fragte sich, ob er denn je die Beweggründe des Kaisers erfahren würde.

Apollo stieg noch weiter den Himmel hinauf und obwohl Treize das warme Klima seiner Heimat dem Germaniens alle Mal vorzog, jetzt war es ihm doch zu heiß.

Aber dann, dann kam endlich der erlösende Ruf des Boten, der im gestreckten Galopp auf sie zugeritten kam.

„ROM!"

Und dann brachen alle Dämme, die Legionäre stimmten ein Triumphgeschrei an, das selbst Charon im Hades gehört haben musste. Heero und Treize stiegen auf ihre Pferde und trieben sie an. Beide lieferten sie sich ein Wettrennen und als sie um die letzte Biegung geritten waren, sahen auch sie es.

Abrupt zügelten sie ihre Tiere und Treize trieb es fast die Tränen in die Augen. Wie schön es dalag. Rom, die ewige Stadt, umgeben von seinen Hügel. Wie der Marmor der Paläste und Tempel im Sonnenlicht gleißte und das Gold auf den Götterstatuen glitzerte.

Er hörte Heero laut ausatmen und Treize schloss selbst die Augen. „Ich danke euch, ihre Ahnen und Götter. Mars, ich danke dir. Jupiter, ich danke dir.", murmelte er und öffnete wieder die Augen, konnte sich gar nicht satt sehen an dem Anblick.

„Wir sind wieder zu Hause." Heero jubelte und reckte die Faust in die Höhe.

Nicht weit von ihrem Standort musste sich ein kleines Dorf befinden, denn schon rannten ihnen Kinder entgegen und bewunderten die prachtvollen Rösser und die Rüstungen der Soldaten. Als sie weiter zogen in Richtung Stadtgrenze, dort würden sie die Nacht verbringen, trafen sie auf immer mehr Händler und Bauern. Alle blieben sie stehen und winkten sie ihnen zu.

Sicher wurden schon die ersten Boten ausgesandt, die auf dem schnellsten Blick zum Kaiser ritten und die Rückkehr von Treize und seinen Soldaten angekündigten.

Treize ließ sich etwas zurückfallen und betrachtete den Zug der Legionäre. Wie dankbar er den Göttern war, dass er so viele hatte lebend in ihre Heimat zurückführen konnte. Und wie traurig es ihn stimmte, wenn er an die Verluste dachte.

Da lief Trowa an ihm vorbei und Treize rief ihn zu sich. Natürlich hatte Treize nicht die Strafe vergessen, die er Quatre auferlegt hatte. Nämlich dass sich dieser nicht mit Trowa treffen durfte, bis sie Rom erreicht hatten. Nun, unbestreitbar, jetzt hatten sie Rom erreicht.

Er zog den Siegelring der Khushrenadas von dem Ringfinger. Seit sie keine Überfalle von marodierenden Germanen mehr fürchten mussten, hatte er dieses Statussymbol wieder angelegt und warf ihn Trowa zu. Der fing das Kleinod geschickt auf und musterte Treize überrascht. „Bring ihn Quatre. Er wird ihn brauchen..." Treize konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Oder vielleicht braucht er auch etwas Anderes.", fügte er hinzu.

Trowa starrte ihn so an als ob Treize plötzlich ein zweiter Kopf gewachsen wäre. „Na geh schon.", scheuchte Treize seinen Diener fort.

Trowa steckte den Siegelring in seine Tasche am Gürtel und konnte nicht verhindern, dass sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht bildete. Bei der Schönheit der Venus, wenn er nur daran dachte, dass er und Quatre sich wieder sehen durften, dann spürte er wie ihm das Blut in die Lenden schoss.

Natürlich hatte er Quatre in den letzten Wochen immer aus der Ferne gesehen, das ließ sich auch nicht vermeiden. Aber tatsächlich hatte er sich an Treizes Anweisungen gehalten und kein Wort mit dem Tribun gewechselt. Manchmal hatte er durch Heero einen Gruß ausrichten lassen, aber auch hier war Trowa vorsichtig gewesen, weil er nicht wusste, ob Treize dies tolerieren würde.

Beinahe sämtliche Fußsoldaten waren nun an Trowa vorbeigezogen, schon kamen die Bogenschützen. Irgendwo hier musste sich doch auch Quatre aufhalten. Genau in diesem Augenblick sah Trowa auch schon das Aufblitzen der blank polierten, prachtvollen Uniform des Tribuns und das ebenfalls glänzende, mit Goldplättchen beschlagene, Zaumzeug des Schimmels, den Quatre ritt.

Er wusste nicht, ob er Quatre winken oder sonst irgendwie auf sich aufmerksam machen sollte. Doch als ob die Götter dies gehört hatten, lenkten sie Quatres Blick auf Trowa, der am Straßenrand stand und Quatre trieb sein Pferd in die entsprechende Richtung.

Sie standen sich gegenüber und obwohl sie so lange nicht miteinander hatten reden können, wusste jetzt keiner so recht, womit er anfangen sollte.

„Geht es dir gut?", erkundigte sich Trowa schließlich. Er dachte noch an die Verletzungen der Auspeitschung, vielleicht machten sie Quatre noch zu schaffen. Doch der nickte nur und stieg wieder auf sein Pferd.

„Warte bis die Reiterei hier vorbeikommt, dann treffen wir uns an der alten Ulme dort drüben." Quatre deutete auf den Baum, der neben einem Schrein für Hermes, dem Schutzgott der Reisenden, gepflanzt worden war.

Trowa nickte und sah dann zu, wie Quatre sein Pferd antrieb und augenscheinlich zur Spitze des Zuges aufschließen wollte. In Germanien war Quatre schon sehr darauf bedacht gewesen, dass niemand etwas von ihrer Beziehung bemerkte. Ausgenommen natürlich der Zirkel um ihren Legaten. Hier in Rom schien er noch penibler darauf zu achten, dass man sie nicht zusammen sah.

Nun, Trowa konnte es seinem Geliebten auch nicht völlig verdenken. Quatres Vater rechnete sicher damit, dass sein Sohn sich jetzt baldmöglichst eine Frau suchen würde. Ganz bestimmt wäre Senator Winner nicht erfreut darüber zu erfahren, dass Quatre seine Befriedigung im Bett eines anderen Mannes, noch dazu eines einfachen Dieners, suchte... und auch fand.

Doch so verbrachte Trowa noch etwas Zeit bei den Bogenschützen und wartete schließlich auf die Wagen, die das schwere Gerät geladen hatten. Jeder Legionär musste selbst seine Ausrüstung, Waffen und auch das Kochgeschirr tragen. Nur die wirklich großen und sperrigen Dinge wurden auf Pferde- oder Ochsenkarren transportiert. Wie das große Zelt des Legaten oder das der Tribune. Oder auch die Rammböcke, die jetzt in ihre Einzelteile zerlegt waren.

Dann kam auch schon die Reiterei vorbei getrottet und Trowa sah nach den beiden Pferden, die seit Tagen lahmten und nach den drei Tieren, die Treize gehörten. Die sanftmütige rotbraune Stute, die auf den Namen Julia hörte, griff er sich heraus und sattelte sie. Als diese Aufgabe erledigt war, schnallte er sich seinen Bogen von den Schultern und überprüfte den Köcher mit den Pfeilen.

Falls ihn jemand fragen sollte, so konnte er sagen Treize hätte ihn losgeschickt frisches Wild zu jagen. Niemand würde so eine Anweisung in Frage stellen.

Er traf Quatre dann wie verabredet an der Ulme und zusammen galoppierten sie zu dem kleinen Zypressenwäldchen, das links von ihnen lag.

Sie fesselten die Beine der Tiere und ließen sie an einem kleinen Fleckchen Grün zurück, während sie beide noch ein Stückchen weiter in den Wald hineingingen.

Trowa legte Quatre eine Hand auf die Schulter. „Hat es sehr weg getan?"

Quatre blieb stehen und drehte sich um. Er war etwas kleiner als Trowa und musste zu diesem hinaufsehen. Sein Blick hatte sich umwölkt so als ob er erneut die Schmach der Auspeitschung erleben musste. „Ich habe es ertragen.", murmelte Quatre ausweichend und erst als Trowa die Hand unter das Kinn des Tribuns legte und ihn so zwang aufzusehen, begegneten sich ihre Blicke. Quatre versuchte sich in einem Lächeln und Trowa vergaß, dass er seinen Liebhaber eigentlich noch Vorwürfe machen wollte, weil dieser sich auf so eine leichtsinnige Tat eingelassen hatte. Stattdessen überwältigte ihn jetzt eine Welle voll Sympathie und Mitgefühl.

„Zeig es mir.", raunte der Diener und Quatres Augen weiteten sich vor Schreck. Doch Trowa war unerbittlich und griff schon nach den Lederbändern, mit denen der Panzer des Tribuns verschlossen war.

Quatre hatte zu zittern begonnen als Trowa die rote Tunica über die blassen Schultern schob und so den Rücken freilegte.

Ja, man sah sie noch. Die roten Striemen, die die Peitsche hinterlassen hatte. Doch es war bei weitem nicht so schlimm, wie Trowa es sich vorgestellt hatte. Wenn noch etwas Zeit vergangen war, würde bald gar nichts mehr zu sehen sein. Die Wunden waren gut und glatt verheilt, lediglich die Haut noch etwas dünn und gereizt.

„Ist es... ist es schlimm?" Quatres Stimme klang besorgt, sicher weil Trowa geschwiegen hatte als er den Rücken des Tribuns gesehen hatte.

„Nein, überhaupt nicht." Trowa zog Quatre auf den Waldboden hinab. Sie knieten auf dem grünen Moos, das wunderbar nachgab und fast so weich wie ein gutes Bett war.

Trowa legte beide Hände auf die Schultern des anderen und beugte sich vor, drückte auf jede einzelne, verblassende Strieme einen Kuss und langsam verebbte auch das Zittern. Nur ab und zu durchliefen Quatre noch Schauer. Trowa konnte sie sehen wie sie sich über die Muskeln des Rückens zogen, wie bei einem nervösen Pferd. Doch er schreib sie eher der wachsenden Erregung, statt Unbehaglichkeit und Scham, zu.

Trowa rückte näher an den Körper vor ihm heran und richtete sich wieder auf, so dass er jetzt Quatres Hals und mit seinen Lippen liebkosen konnte.

Quatre stöhnte und gab sich gar nicht erst die Mühe den Laut zu dämpfen als Trowa einen besonders empfindsamen Punkt gestreift hatte.

Die Tunica des Tribuns war diesem bis auf die Hüfte hinabgefallen und so konnte Trowa auch ungehindert seine Hände auf die Brust seines Geliebten legen. Fest rieb er über die sich aufrichtenden Brustwarzen und kratzte dann mit den Fingernägeln über die sensible Haut.

Als Reaktion darauf bewegte Quatre ruckartig die Hüften, was Trowa unwillkürlich an ein bockenden Pferd erinnerte und er musste sich Mühe geben nicht zu lachen. Auf keinen Fall wollte er etwas tun, was Quatre verstören konnte. Der gab ihm bei Gott nicht oft die Gelegenheit ihn zu dominieren. Doch heute schien es ihm zu gefallen, Quatre legte den Kopf in den Nacken, so dass er auf Trowas Schulter zu ruhen kam und bot so noch mehr von seinem Hals an.

Obwohl die Tunica es verdeckte, konnte Trowa unschwer darunter den bereits aufgerichteten Speer sehen. ‚Nein, noch nicht.', dachte er und dann hatte er eine Eingebung.

Abrupt stand er auf und Quatre drehte sich überrascht zu ihm um. „Was ist?", keuchte er doch Trowa bedeutete ihm zu warten und ging zu den Pferden zurück, wo er zwei Seile aus der Satteltasche nahm. Dabei fiel ihm auch ein hölzerner Gegenstand in die Hände, er nahm ihn ebenfalls heraus, verbarg ihn jedoch hinter seinem Rücken als er zu Quatre zurückging.

Quatre musterte das Seil und schien sich nicht vorstellen zu können, was Trowa denn damit bezweckte. Es war ihm wohl auch völlig egal, denn Trowa hatte sich wieder zu ihm auf den Boden gesellt und ihn geküsst.

Erst als er das raue Seil spürte, das sich um seine Handgelenk wand, schien Quatre zu begreifen was Trowa plante.

Trowa sah den Anflug von Zweifel und Angst in den Augen des anderen. „Vertraust du mir?"

Quatre blickte zwischen seinen gefesselten Händen und Trowas Augen hin und her, dann nickte er, stand auf, streifte seine Tunica völlig ab, so dass er nackt dastand. „Ich gehöre dir.", raunte er und schluckte nervös. Man sah wie viel Überwindung es ihn gekostet hatte dies zu sagen.

Trowa zog ihn wieder zu sich hinab, murmelte ein leises „Danke." und ließ Quatre sich dann auf den Rücken legen.

Das zweite Seil schlang er um die Hüfte des Tribuns, kreuzte es vor dessen Bauch und zog die Enden weiter hinab, an der Innenseite der weit geöffneten Beinen entlang, dann kreuzte er es erneut unterhalb von Quatres Hoden.

Trowa hatte einmal gehört, dass sich ungeahnte Gefühle entfesseln ließen, wenn ein Mann an jener Stelle gereizt wurde. Nun, wenn er sich Quatres Reaktion besah, dann musste es wohl stimmen.

Zu guter Letzt verknotete er jedes Ende des Seils knapp oberhalb von Quatres Knöcheln. Wenn dieser jetzt sich bewegen würde, würde sich das Seil um seine Hoden zusammenzurren.

Quatre bemerkte dies auch so gleich als Trowa sich hinabgebeugt hatte, seine Zunge über die bereits feuchte Spitze seiner Männlichkeit wandern ließ und Quatre unwillkürlich zusammengezuckt war. So als ob er nicht fassen könne, was gerade mit ihm geschehen war, riss Quatre die Augen auf und blinzelte.

„Ist es zu fest?" Trowa wollte durchaus nicht, dass Quatre keine großen Schmerzen hatte. Ein bisschen Schmerz war ja durchaus erwünscht bei solchen Praktiken. Trowa hatte dies schon oft in den Freudenhäusern beobachtet... auch am eigenen Leib erfahren.

Kurz wurde seine Erregung und Freude durch eine dunkle Wolke in seinem Innersten verdunkelt. Aber sofort beendete Trowa diesen Gedankengang und konzentrierte sich wieder auf Quatre, ließ diesem noch ein bisschen Zeit sich an die Fesseln zu gewöhnen, bevor er den anderen Gegenstand benutzen konnte, den er in Vindobona in einem Bordell gesehen hatte, in das ihn Duo mitgeschleift hatte. Duo hatte den großen Wunsch verspürt es einmal mit einer Frau zu treiben und angesichts seines noch rechts jungen Alters konnte Trowa diesen Entdeckungsdrang durchaus nachvollziehen. Heero war an jenen Tagen mit einer Truppe Soldaten zu einem Erkundungsritt aufgebrochen, so dass es dem Tribun nicht aufgefallen war, was sein junger Liebhaber während seiner Abwesenheit angestellt hatte.

Quatre bewegte seine Beine etwas weiter auseinander und stöhnte daraufhin auf, wobei er den Rücken wölbte und die Fingernägel in das Moos unter ihnen krallte.

Jetzt endlich streifte auch Trowa seine Tunica ab und kniete zwischen Trowas Beine. In der kleinen Tasche an seinem Gürtel befand sich auch ein kleiner Tiegel mit Heilsalbe. Sally würde es zwar nicht wollen, dass ihre Salbe auf diese Art und Weise zweckentfremdet wurde, aber Trowa hatte keine anderen Mittel zur Wahl. Also beschmierte er seine Finger dick mit der Paste und ebenso den hölzernen Phallus, der höchst detailreich gearbeitet war, sogar die dicken Blutgefäße an der Oberfläche waren genau wiedergegeben.

Dann erkundete er mit seinen Fingern sanft die gespannte Haut um Quatres Eingang. Einmal sah er auf und zuckte selbst unwillkürlich zusammen als er den heißen und wilden Blick des Tribuns auf sich wusste.

Er tastete sich mit dem ersten Finger in Quatres Tiefen und hielt die ganze Zeit den Blickkontakt aufrecht. Zögerlich bewegte er sich und Trowa musste daran denken, dass Quatre ihn dies noch nicht sehr oft hatte machen lassen, was dazu führte dass er sich selbst an seinen Schaft fasste und sich zwingen musste nicht sofort über Quatre herzufallen und diesen zu nehmen.

Doch Quatre schien es richtig gedeutet zu haben. Er wölbte wieder seinen Rücken, wollte Trowa noch tiefer in sich spüren. „Mehr.", raunte er mit heiserer und brüchiger Stimme.

Trowa gab ihm mehr und führte jetzt den Phallus ein. Das hatte Quatre allerdings nicht erwartet und ein halb erstickter Schrei löste sich von seinen Lippen. Alarmiert hielt Trowa inne, was es doch zu viel gewesen? Doch schon gewann die Lust die Oberhand über den Körper des Tribuns. Quatre keuchte jetzt schwer und eine leichte Röte begann seinen Hals und das Gesicht zu überziehen. Was ihn jünger aussehen ließ als er es in Wirklichkeit war.

Während Trowa nun mit einer Hand den Holzphallus bewegte, nahm er Quatres Speer so weit wie möglich in seinen Mund auf und schob die Finger seiner anderen Hand unter das Seil, nicht dass sich Quatre im Eifer des Gefechts noch selbst verletzte.

Er hatte gut daran getan an diese Vorsichtsmaßnahme zu denken, denn nicht lange und Quatres Körper spannte sich noch einmal mit aller letzter Kraft an und das Seil spannte sich als er seine Füße fest in den Boden stemmte.

Trowa hatte seinen Liebsten kaum geschmeckt so tief er hatte er diesen in seinen Mund stoßen lassen. Er richtete sich von seiner kauernden Haltung auf und lächelte als er sah, dass Quatres Kopf zur Seite gesunken war und wie entspannt dieser jetzt dalag.

„Quatre?", versuchte es Trowa leise den Tribun anzusprechen doch der hörte ihn gar nicht. Es war wohl das beste Kompliment an einen Liebhaber, wenn der Partner nach dem Akt sogar in Ohnmacht fiel. Trowa holte sein Messer, das er stets bei sich trug und durchschnitt einfach das Seile an den Knöcheln und an der Hüfte. Die Hände ließ er vorerst noch gefesselt. Auch wenn er nicht glaubte, dass ihn Quatre sobald er wieder unter den Lebenden weilt damit erwürgen wollte. Dazu hatte es dem Tribun zu sehr gefallen. Sie hatten noch nie so etwas getan und als Trowa an das heisere Keuchen und Stöhnen zurückdachte, dass noch Minuten zuvor den Wald erfüllt hatte, musste er sich und seiner nun angestauten Lust mit einigen groben Strichen der Hand Abhilfe schaffen.

Er hörte ein leises, amüsiertes Schnauben als er dann vornübergebeugt dasaß und seinen Atem wieder fangen musste, seine Hand noch befleckt von dem Ergebnis seiner Selbstbefriedigung. Trowa sah auf und lächelte dann selbst, als er Quatre in die Augen blickte.

Quatre hatte es wohl noch nicht eilig aufzustehen und so legte sich Trowa neben ihn und küsste ihn hingebungsvoll.

„Würde es dir etwas ausmachen?", Quatre hob Trowa seine Hände hin, zur Verdeutlichung er sollte die Fesseln wieder lösen.

„Nur, wenn du mich nicht erwürgst.", meinte Trowa halb ernst-, halb scherzhaft.

„Wieso das denn? Ich wollte es.", zerstreute Quatre die Bedenken des Dieners. „Es war höchst... erregend." Und dabei wurde er erneut rot und auch sein Organ zwischen den Beinen zuckte verräterisch.

„Was ist das eigentlich?" Quatre schielte zwischen seine Beine.

Trowa richtete sich auf und griff nach dem Phallus. Interessiert setzte sich Quatre auf, auch wenn er es mit einem leisen Ächzen tat. „Er ist recht lang.", bemerkte er schwach und nahm den Gegenstand in die Hand. Quatre hatte Recht, die Proportionen waren nicht so realitätsnah gestaltet worden, wie die detailreiche Oberfläche.

„Ja, das ist... damit man..." Trowa wusste nicht, wie er es erklären sollte. Er nahm den Phallus aus Quatre Händen und stellte ihn vor sich auf den Boden. Dadurch, dass das untere Ende wie ein kleines Podest gefertigt war, hatte das Gerät genügend Standfläche und blieb stehen.

„Und?", hakte Quatre weiter nach. „Ich denke nicht, dass dies zur Verschönerung eines Zimmers dienen soll."

„Kommt darauf an, was für ein Zimmer du meinst.", erwiderte Trowa trocken. Doch er zeigte es Quatre, was man damit anstellen konnte. Er zog den Tribun näher an sich heran, bis dieser fast unmittelbar über dem Phallus kniete und dessen Spitze ihn berührte.

„Oh.", entfuhr es Quatre als er nun verstand und die Röte vertiefte sich noch um zwei Farbtöne. Er befeuchtete seine Lippen und blickte unschlüssig unter sich.

Trowa küsste ihn und streichelte den Hals des Tribuns. „Tu es für mich.", bat er und legte die Hände auf die Hüfte des anderen. Er sah wie Quatre schluckte, sich dann jedoch auf dem Gegenstand niederließ und laut stöhnte als die zarte Haut in seinem Innersten erneut geteilt wurde.

Trowa ging dieses Stöhnen durch Mark und Bein und fasziniert beobachtete er, wie sich Quatre auf dem Phallus selbst pfählte. Wie er sich auf und ab bewegte, schließlich seine Arme hinter dem Kopf verschränkte und den Rücken durchbog. Dadurch traf er diesen mysteriösen Punkt in seinem Körper, der nur ein Geschenk der Götter sein konnte, so wundervoll waren diese Empfindungen, die den Körper dann durchfluteten.

Trowas eigene Erregung schwemmte nun durch ihn wie die wilden Wellen der aufgebrachten See während der Winterstürme. Er legte sich zurück auf seine Ellbogen, so dass sein Schaft sich kühn in die Luft erhob. „Komm." Er streckte die Hand nach seinem Geliebten aus.

Quatre öffnete die Augen und blickte ihn an, dann lächelte er und stand auf. Der Phallus löste sich mit einem nahezu obszön klingenden Laut aus ihm und fiel auf den Boden. Quatres Beine zitterten leicht als er die zwei Schritt zu Trowa ging. Dann kniete er über Trowas Erregung und ließ sich auf diese mit geschlossenen Augen hinab.

Erst als sich Quatre begonnen hatte zu bewegen, hob er den Kopf. Sie sahen einander an und ein jeder las in den Augen des anderen die überbordende Freude über das Ende ihrer unfreiwilligen Enthaltsamkeit.

Es war bereits Abend als Quatre zusammen mit Trowa zum neu errichteten Lager der Legion zurückritt. Der Rückweg hatte mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, denn Trowa hatte es vermieden die Pferde galoppieren zu lassen. Aber nicht um die Gelenke der Tiere zu schonen, sondern eher Quatres Hinterteil eine Ruhepause zu gönnen.

Quatre überließ dann Trowa die Pferde und ging zu Treizes Zelt. Im ersten Moment war er regelrecht geblendet von der Erscheinung des Mannes. Treize hatte seine beste Uniform angelegt und Duo hatte wohl mehrere Stunden allein damit verbracht den Brustpanzer zu polieren, ganz abgesehen von den Bein- und Armschienen. Die Stiefel waren ebenfalls noch völlig neu und Quatre fragte sich, ob Treize sie nur mitgenommen hatte, um sie dann bei seiner Rückkehr nach Rom zu tragen.

Auch Treize selbst wirkte so entspannt und ruhig wie seit Tagen nicht mehr.

„Eine Delegation von Senatoren wird bald eintreffen um die Bedingungen für den Triumph zu verhandeln. Ich weiß es nicht, aber es könnte sein, dass dein Vater dabei ist.", wandte er sich an Quatre während er etwas Salbe auf einen wund gescheuerten Finger rieb.

Quatre nickte, zwar hatten er und sein Vater nicht das beste Verhältnis, aber nach einer so langen Abwesenheit freute er sich natürlich ihn zu sehen. „Danke für..." Er hob den Ring hoch und Treizes Mundwinkel zuckten amüsiert als er seinen Siegelring wieder entgegen nahm und an seinen Finger steckte.

„Duo, richte Quatre ein warmes Bad.", befahl Treize seinem Diener, der gerade mit dem polierten Helm des Legaten ins Zelt gekommen war.

Natürlich gehorchte Duo aufs Wort, aber Quatre konnte nicht umhin seinen Vorgesetzten fragend anzublicken. Der trat einen Schritt näher an ihn heran und senkte seine Stimme zu einem Flüstern. „Was habt ihr nur getrieben den ganzen Nachmittag?", fragte der Legat, obwohl er es sich doch wirklich denken konnte. Dann zog Treize mit einem gespielt missbilligendem Blick die deutlich sichtbaren Liebesbisse nach, die Quatre auf seinem Hals trug. „Quatre, bei den Götter, du stinkst wie eine griechische Hure nach den Bacchanalien."

Quatre verstand den Wink und spürte wie ihm das Blut ins Gesicht schoss. Als dann auch noch Trowa das Zelt betrat, seine Satteltasche geschultert und ein Seil in der Hand, wurde es sogar noch schlimmer.

„Also Trowa, wen willst du damit ans Bett fesseln?", zog Duo den anderen Diener scherzhaft auf und Quatre blieb unwillkürlich der Mund offen stehen. Als ihm der Wahrheitsgehalt dieser Worte bewusste wurde.

Natürlich war Treize dies keineswegs verborgen geblieben und er musterte Quatre mit einem verwunderten Blick. „Ich hätte nicht gedacht...", begann er dann, aber Quatre achtete nicht mehr darauf und eilte aus dem Zelt. Wie war ihm das peinlich und während den Verhandlungen mit den Senatoren traute es sich Quatre nicht in Treizes Augen zu blicken aus Angst erröten zu müssen.

In der Nacht jedoch schlich sich Quatre zu Trowa in das Zelt und dieses Mal war er es, der das Seil um die schlanken Handgelenke wand und seinen Geliebten so mit sich ins Bett zog.