A/N: Diese Story entstand nach einem Telefonat mit Dark Angel... irgendwie konnte ich die Idee nicht mehr aus meinem Kopf kriegen...
Der Verlorene Sohn
Es war einmal, in Transsylvanien: Ein Vampir hatte zwei Söhne, Herbert und Severus.
Und der jüngere von ihnen trug den Name Severus und er sprach zu dem Grafen, seinem Vater: ‚Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht.'
Und der Graf von Krolock gab seinem Sohn seinen Teil und mahnte ihn, Vernunft walten zu lassen.
Und nicht lange danach sammelte Severus alles zusammen und zog in ein fernes Land, jenseits des Kanals; und dort wurde er vom Teufel in Versuchung geführt. Der Teufel versprach ihm Macht und brachte ihm Schwarze Magie bei. Doch der Teufel betrog ihn.
Und nachdem Severus alles verloren hatte, bereute er und wandte er dem Teufel den Rücken zu. Die nächsten Jahre verbrachte er damit, Buße zu tun und er darbte vor sich hin.
Dann erinnerte er sich an seinen Vater und seine Heimat. Selbst der niedrigste Diener dort hatte es besser als er hier. So beschloss er, Hogwarts zu verlassen und sich auf den Weg nach Hause zu machen.
Denn er bereute sein unüberlegtes und voreiliges Handeln zutief und beschloss zu seinem Vater zu sagen: ‚Vater, ich habe gesündigt und ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Diener!'
Und er machte sich auf und durchquerte Europa und kam schließlich zu seinem Vater.
Als er gerade in Sichtweite von Schloss Krolock war, sah ihn sein Vater von den Zinnen, und es jammerte ihn; er flog und schloss Severus in seine Arme.
Severus aber sprach zu ihm: ‚‚Vater, ich habe gesündigt und ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.'
Aber der Graf sprach zu Koukol: ‚Bringt schnell den besten Umhang her und legt ihn ihm um und gebt ihm Schuhe an seine Füße. Und bringt eine Jungfrau aus dem Dorf und schlachtet sie; lasst uns trinken und fröhlich sein!'
Und der Graf sprach weiter: ‚Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder untot geworden; er war verloren und ist gefunden worden.'
Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
Aber der ältere Sohn war auf der Jagd. Und als er zum Schloss zurückkehrte, hörte er Singen und Tanzen. Und er rief Koukol zu sich und fragte, was das wäre.
Der aber sagte zum Grafensohn: ‚Euer Bruder ist aus Großbritannien zurückgekommen, und der Graf hat eine Jungfrau aus dem Dorf geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.
Da war Herbert beleidigt und wollte nicht hineingehen, sondern stattdessen lieber ein Bad nehmen. Doch da ging sein Vater heraus und bat ihn, doch mitzufeiern.
Herbert aber antwortete und sprach zum Grafen: ‚Siehe, so viele Jahre war ich an deiner Seite und habe mich an deine Gebote gehalten, und du hast mir nie ein solches Fest gegeben. Nun aber, da Severus nach all den Jahren aus der Zaubererwelt zurückgekehrt ist, der dein Hab und Gut verprass hat und sich dem Dunklen Lord angeschlossen hat, hast du ihm eine Jungfrau geschlachtet.'
Der Graf aber sprach zu ihm: ‚Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles was mein ist, alle Menschen die auf meinem Land wohnen, sind dein. Du kannst jederzeit losziehen und dir selbst einen Jüngling aussuchen. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dein Ruder Severus war tot und ist wieder untot geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.'
Und Herbert sah die Weisheit in den Worten seines Vaters und ging mit hinein um seinen Bruder zu begrüßen, und alle feierten bis kurz vor Sonnenaufgang.
