Hallo!
So, hier kommt das zweite Chapter. Diesmal ist es aus Edwards Sicht geschrieben – und wieder hübsch lang;-) Ab jetzt wird die Geschichte auch ein bisschen klarer. Weiß ja nicht, wie es euch ging, aber ich war nach dem ersten Kapitel teilweise ganz hübsch verwirrt...
Ein ganz liebes Dankeschön an alle, die reviewt haben. Hoffe, euch gefällt der Teil jetzt auch.
lg, Schokoflocke
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EPOV
Es war 15 Jahre her, seitdem sie verschwunden war. Meine süße Bella war gegangen. Wir sollten eigentlich zwei Monaten später heiraten und da verschwand sie. Sie war nach Seattle gegangen, um ein Kleid zu kaufen. Alice und Rosalie waren gerade nach LA gegangen, um nach einem neuen Auto zu sehen und Bella hatte die Gelegenheit am Schopf gepackt.
Alice und Rose machten dauernd wegen der Hochzeit an ihr herum. Bella wollte etwas Einfaches, aber sie waren immer dabei, etwas Großes zu planen. Jedes Kleid, in das sie sie steckten, war noch größer und aufwendiger als das letzte. Bella wollte einfach etwas Schlichtes und sie hatte sich dazu entschieden, selbst nach Seattle zu gehen und nach einem Kleid zu schauen, das sie lieben würde.
Ich hatte nicht gewollt, dass sie allein ging und hatte darauf bestanden mit ihr zu gehen, aber sie sagte ganz klar und deutlich nein dazu; dass es keine Möglichkeit gebe, dass ich mit ihr ginge, um ihr Hochzeitskleid zu suchen. Am Ende hatte ich nachgegeben; sie war manchmal so stur. Es war der größte Fehler, den ich jemals gemacht habe. Ich hätte noch dickköpfiger als sie sein können, aber an diesem Tag hatte ich mich dazu entschieden, es nicht zu sein. Ich fragte mich jeden einzelnen Moment jedes einzelnen Tages, warum.
Es war um die Elf Uhr abends, als Charlie mich anrief, um mich zu bitten, Bella heimzubringen.
"Charlie, sie ist nicht hier. Ich dachte, sie wäre nach ihrem Ausflug nach Seattle nach Hause gegangen."
"Was meinst du mit, du dachtest, sie wäre nach Hause gekommen? Sie ist nicht hier." Ich bemerkte, dass Charlie beunruhigt, also war ich es auch.
"Hör zu, Charlie, ich werde runter nach Seattle gehen; ich weiß, in welche Boutiquen sie gehen wollte. Mach dir keine Sorgen, ich werde sie finden. Ich bin mir sicher, ihr Truck ist auf dem Weg nach Hause einfach zusammengekracht."
„Ja, ja natürlich. Nun, ruf mich an, wenn du sie gefunden hast." Ich wusste, dass ich Charlie beruhigt hatte, aber ich war alles andere als ruhig.
„Natürlich, Sir!"
Ich rannte zu meinem Volvo und traf die 110 bevor ich den Highway erreicht hatte. Ich raste in weniger als eineinhalb Stunden in die Stadt - Zeitrekord. Während der ganzen Zeit, die ich fuhr, suchte ich beide Straßenseiten nach ihrem Truck ab, aber ich sah ihn niemals.
Ich fuhr zum ersten Laden, von dem sie mir erzählt hatte, dass sie ihn besuchen wollte. Der Laden war geschlossen und ihr Truck nicht in Sicht. Ich fuhr zu jeder Boutique, die sie erwähnt hatte, aber sie war nirgends. Es war nach zwei Uhr morgens, als ich ihren Truck sah. Er war vor einer kleinen Hochzeitsboutique geparkt. Ich war so erleichtert ihn zu sehen, dass ich geweint hätte, wäre das möglich. Ich entdeckte Bella nirgends, also sprang ich aus meinem Autor und suchte sie zu Fuß.
In dem Moment, als ich meine Tür öffnete, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ich konnte ihr Blut riechen. Es war so süß und anziehend, aber mein Kopf blieb wegen meiner Sorge klar. Der Geruch war so stark, dass ich wusste, dass sie verletzt war. Ich hielt meinen Atem nicht an, sondern atmete tief ein, um herauszufinden, wo der Geruch herkam. Innerhalb von einer Sekunde war ich die Allee hinunter gerannt, von wo ihr Geruch am stärksten kam. Ich konnte überall Blut sehen, und überall lag Müll herum. Ich erkannt, dass es einen Kampf gegeben hatte. Meine Bella war nirgends und ich begann panisch zu werden. Ich hob Mülleimer auf und warf sie wieder weg. Wo konnte sie sein, was war mit ihr passiert? Ich hatte so sehr versucht sie vor allem Übernatürlichem zu schützen und nun sah es so aus, als hätten ein paar Straßenräuber sie geschnappt. Als ich nach einem alten Van griff, um ihn die Allee runterzuwerfen, sah ich ihre Tasche. Ich packte sie und hielt sie an meine Brust mit allem, was in ihr war. Ich öffnete sie langsam, ängstlich sie in meiner Raserei und meiner Angst zu zerreißen. Alles war in ihr. Ihre Geldbörse, die Kreditkarte, die ich für sie gemacht hatte und die sie immer noch nicht benutzt hatte und ihr Führerschein. Ich folgte den Spuren ihres Blutes bis ans Ende der Allee, wo sie aufhörte und auf eine Straße traf. Irgendwer musste sie hierher getragen und in ein Auto gepackt haben. Danach war jegliche Spur von ihr verschwunden.
Ich rannte die Allee zurück nach unten und suchte nach irgendwelchen Hinweisen darauf, wer sie mitgenommen haben könnte. Ich stürzte auf den Boden und meine Nase nahm einen anderen Geruch war. Das Blut eines anderen war mit dem meines Engels gemischt.
Die Blutspur verlief bis zum anderen Ende der Allee und ich folgte ihr aufmerksam. Ich würde sie finden. Zu wem auch immer dieses Blut hier gehörte, ich würde sie finden und sie würden wissen, was mit ihr passiert war. Ich folgte den Tröpfchen des Blutes und zwei Blocks weiter führten sie in ein leeres Warenhaus. Ich warf die alte Schiebetür auf und war in weniger als einer Sekunde drin.
Innen saßen zwei Jungen in einer Ecke, die aussahen, als seien sie Mitte zwanzig. Einer blutete und der andere versuchte ihm zu helfen, die Blutung zu stoppen. Die beiden hatten rasierte Köpfe und Hakenkreuz- Tattoos auf ihren ganzen Armen. Ich knurrte laut und beide sprangen auf.
"Wer zur Hölle bist du?", schrie der Blutende. Ich wusste, dass er Angst hatte. Gut. Ich machte ihm Angst.
"Was hast du ihr angetan?", sagte ich mit meiner bedrohlichsten Stimme.
"Von wem redest du?", fragte der zweite etwas selbstbewusster.
Ich packte ihn am Nacken und schleuderte ihn gegen die Wand, sodass diese erzitterte. „Du weißt, von wem ich rede. Das Mädchen, das du angegriffen hast. Wo ist sie?"
"Oh, dieser Jemand. Sie war heiß, ich meine, Mann, wir haben es wirklich versucht, aber sie ist kratzbürstig. Hast du eine Menge Ärger mit ihr?" Ich war in meinem Lebens niemals so wütend gewesen. Ich wollte diesen Jungen zerreißen. Er hatte meine Bella angegriffen und ich wollte nicht wissen, was sie ihr alles angetan hatten. Ich rechnete mit ihm ab, indem ich sein Genick brach und seinen leblosen Körper auf den dreckigen Boden warf. Sein Freund schrie und ich drehte mich zu ihm um, meine schwarzen Augen in seine gebohrt, seinen Gedanken lauschend.
Wer zur Hölle sind diese Leute? Er ist genauso wie sie waren. O Gott, diese Augen wie seine.
Was dachte dieser Junge, wer sonst noch da war?" War hat see mitggenommen?"
"Ich weiß es nicht, Mann, sie kam einfach aus dem Nichts und hat sie angegriffen, und der Kerl, der aussah, wie die andere Frau, hat sie vom Boden aufgehoben und weggetragen. Ich mich nur so schnell davon gemacht wie ich konnte. Tut mir Leid, Mann, tut mir so leid, töte mich nicht, so wie du Al getötet hast."
Ich schaute auf diesen erbärmlichen Jungen hinab. Ich hatte mich eine lange Zeit nicht mehr so gefühlt. Ich hatte so viele Jahre keinen Menschen mehr getötet. Ich sah auf den leblosen Körper des anderen Jungen, den ich gerade getötet hatte. Warum sollte ich nun aufhören?, dachte ich, hob den zitternden Jungen vom Boden und schlug meine Zähne in ihn. Ich hörte seine Schreie – er verdiente es.
Die nächsten 15 Jahre waren sehr nebelig. Ich könnte mich nur an einige Dinge im Detail erinnern. Die Fahrt nach Hause nach dieser Nacht. Meiner Familie zu erzählen, was passiert war. Alice, die erfolglos versuchte Visionen von Bella zu haben. Carlisle, der Charlie anrief, um ihm zu sagen, was ich gefunden hatte. Mich, der ich meinen Volvo verkaufte, weil er mich zu sehr an Bella erinnerte. Meine Familie, die mich nicht mich selbst töten ließ, weil sie sagten, es gäbe keinen Beweis, dass sie tot sei. Ich spielte ihr Schlaflied beinahe Tag und Nacht. Ein Mann namens Collin und seine Familie, die für eine kurze Zeit zu uns zogen, aber schnell wieder wegen meiner Bedrückung gingen. Wir zogen einige Male um, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wohin. Meine Familie war liebenswürdig und hinterfragte mein Handeln wie ein Zombie zu sein niemals. Zuerst versuchten sie mich zu trösten, aber nach einigen Jahren störten sie mich nur noch, wenn sie wussten, dass ich essen musste.
Eines Tages beschloss Carlisle, dass wir ins Hinterland von New York ziehen würden. Er hatte einen Job in Buffalo angenommen. Ich hatte nicht sonderlich darauf geachtet, sondern nur mein Zeug gepackt und war mit ihnen gezogen.
"Edward, du musst jagen!", kam Alices besorgte Stimme von irgendwoher.
"Mir geht's gut, Alice"
"Dir geht es nicht gut, und du kannst nicht verhungern. Das wird nur noch größere Qualen bewirken."
"Alice, lass mich einfach in Ruhe" Ich mag die Qual, ich verdiente sie.
"Du machst Esme Sorgen, außerdem hatte ich eine Vision dass wir heute auf alte Freunde treffen und auch auf jemand Neues."
Ich wollte Esme nicht weh tun; sie war die letzten 15 Jahre über gut zu mir gewesen. Ich stöhnte und drückte mich vom Klavier weg, wo ich wieder einmal Bellas Schlaflied gespielt hatte. Ich war nicht in der Stimmung, andere zu sehen, aber ich wollte Alice nicht verletzten, also ging ich nach draußen, wo der Rest meiner Familie auf mich wartete.
Wir verließen das Haus und rannten los; der Wind, der auf mein Gesicht peitschte, fühlte sich gut an und ich atmete tief ein. Ich roch einen Berglöwen, nur einige Meilen entfernt. Nachdem ich gegessen hatte, rannte ich zurück zu dem Platz, an dem meine Familie sich gewöhnlich traf. Es war eine Lichtung, die mich an Bella erinnerte und an meine Lichtung in Forks. Als ich mich näherte, bemerkte ich, dass meine Familie nicht die einzigen dort waren. Da waren vier andere Vampire, die bei meiner Familie standen und alle lachten.
"Oh, Edward, du erinnerst dich sicher an Collin und seine Frau Sidney", sagte Carlisle als ich auf die Lichtung kam.
"Ja, natürlich", sagte ich, während ich ein gekünsteltes Lächeln auf mein Gesicht pflasterte. Ich erinnerte mich nicht richtig an sie und ihr Aufenthalt bei uns, aber ich hatte gedacht, sie wären einer mehr und ich überlegte mir, wer die anderen zwei Vampire waren. „Ich dachte, du hättest einen Bruder?"
"Oh ja, nun, Adam ist weg um ein neues Auto mit Lizzy zu kaufen, sie sollten später heute Nacht zurück sein."
"Hallo, mein Name ist William und das ist meine Schwester Anna", sagte der andere Mann. Er und die Frauen, sie neben ihm standen, sahen sich auffallend ähnlich; sie mussten tatsächlich miteinander verwandt sein. Ich bemerkte, dass sie alle hellgoldene Augen hatten.
"Ihr jagt keine Menschen", stellte ich fest.
Der Mann namens William lachte freundlich. „Nun, weißt du, Lizzy lehnt es ab Menschen zu jagen, sie hat es niemals getan, nicht mal mehr, als verwandelt wurde und hat uns dazu gebracht, sie zu einem Wald zu fahren, damit sie jagen konnte. Also haben wir uns dazu entschieden aufs Land zu ziehen, damit sie essen konnte und meine Schwester und ich haben angefangen, ebenfalls nur von Tieren zu trinken. Dann tauchten Collin, Sidney und Adam auf und wollten mitmachen oder dazukommen und unsere Essgewohnheiten auszuprobieren."
"Nun, diese Elizabeth muss ja schon etwas Besonderes sein.", sagte Carlisle bewundernd.
"Warum kommt ihr nicht zu unserem Haus und lernt sie kennen? Ich sicher sie würde euch alle unglaublich gerne kennen lernen", fragte William unsere Familie.
"Das würden wir wirklich gerne.", ergriff Alice beinahe schon übereifrig das Wort. Ich war sicher, dass sie die Absicht hatte neue Freunde zu finden. Ich versuchte, ihre Gedanken zu lesen, aber sie blockte mich ab.
"Dann folgt uns", kam die weiche, ruhige Stimme der Frau namens Anna.
"Unser Haus ist nur eine Minute von hier entfernt. Wir können fahren!" Rosalie versuchte immer, anderen ihr Autos zu zeigen.
„Hört sich toll an!", sagte Collin.
Ich stieg zusammen mit meinen Geschwistern in Alice' Auto. Die andere Familie stieg zusammen mit Esme in Carlisles Auto. Es war eine überraschend kurze Fahrt, sogar für uns, bevor wir in eine runde Auffahrt bogen, die vor einem gigantischen Backsteinhaus stand. Es war noch größer als unseres und völlig von Garten umgeben.
"Tja, irgendwer mag Pflanzen!", sagte Rosalie abfällig. „Wenigstens haben sie einen guten Autogeschmack."
Ich sah dorthin, wo alle Autos geparkt waren und war überrascht, einen silbernen Volvo zu sehen, der genauso wie mein alter aussah. Emmett schien es ebenfalls zu bemerken und stieß mich in die Seite. „Sieht bekannt aus!" Ich seufzte nur.
"Edward hatte ein Auto, das genauso war wie das dort!", sagte Emmett zu William und zeigte auf den Volvo.
"Oh, das ist Lizzies. Sie hat ihn jetzt seit einigen Jahren. Sie hat gerade eine Wette mit Adam verloren, also musste sie heute losgehen, um ein neues Auto zu kaufen."
"Was meinst mit 'musste', warum sollte man kein neues Auto haben wollen?" Rosalie war bei dieser Vorstellung völlig verwirrt.
"Oh, du kennst meine Lizzy nicht; sie ist die sturste Person, die ich jemals getroffen habe. Wenn sie einmal etwas mag, hat sie niemals die Schnauze voll davon, besonders nicht von einem Auto.
"Was für eine Wette hat sie verloren?", fragte Jasper interessiert.
"Die Wette war, dass sie einen Tag verbringen könnte, ohne zu stolpern, nun ja, sie ist gestolpert."
"Sie ist ein Vampir, nicht wahr? Wie ist sie gestolpert?"
"Wie ich schon sagte: Ihr kennt meine Lizzy nicht."
Wir waren jetzt drinnen; das Innere des Hauses war so groß wie es von draußen schien. Wir saßen in ihrem Wohnzimmer und meine Familie lachte über Geschichten, die Collin und William über dieses Lizzy-Mädchen erzählten. Ich konnte die Liebe in Williams Stimme hören und es schmerzte mich, also schaltete ich ihn ab.
Wir hörten das leise Schnurren von zwei Autos, die die Auffahrt hochkamen und William verkündete, dass Elizabeth und Adam daheim sein mussten. Wir hörten zwei Türen schlagen und dann hörte ich das schönste Geräusch, dass ich in über 15 Jahren gehört hatte. Es war ihr Lachen, das Lachen meiner Bella. Ich verstand nicht, warum Bella hier sein sollte und warum sie mit diesem Adam und Lizzy kommen sollte, aber es war mir gleichgültig. Ich wusste, sie war es.
Die Haustür öffnete sich und ein Mann, an den ich mich schwach als Adam erinnerte, kam dicht von Bella gefolgt herein. Sie lachte, drehte sich um und lächelte uns an. Meine Familie saß geschockt da und starrte sie an. Sie war überhaupt nicht gealtert. Ihr Haar war seidiger und ihr Gesicht war makellos; hätte sie noch hübscher sein können als vorher, war sie es. Ihre Augen waren hellgold und ich wusste, dass sie verwandelt war.
William sprang von seinem Stuhl auf und legte einen Arm um ihre Taille, während er sagte: „Lizzy, du erinnerst dich bestimmt an die Cullens, über die Collin uns erzählt hat. Nun, das sind sie. Cullens, das ist Elizabeth, Elizabeth, das sind die Cullens."
"Nun, es ist nett, Sie kennenzulernen.", sagte Bella mit der aufrichtigsten Stimme, die ich jemals gehört hatte. Sie blitzte meine Familie mit breiten Lächeln an. Ich war völlig verwirrt über das, was da gerade passierte; warum sie so tat, als würde sie uns nicht kennen.
Dann beugte sich William runter und küsste sie auf den Kopf. Sie drehte ihr Gesicht zu ihm hoch und lächelte. Ich konnte nichts machen, ich ließ ein leises Knurren hören. Ihre Augen verschlungen sich mit meinen. Ihr Lächeln flatterte und ihre Augen zeigten soviel Verwirrung, dass es mir weh tat. Ich erkannte in diesem Blick zwei Dinge. Erstens war das meine Bella und ich liebe sie immer noch, und zweitens erinnerte sie sich nicht an mich.
