Hallo
Es ist Sonntag morgen, sieben Uhr und ich kann nicht schlafen... Also dachte ich, es sei ja mal wieder an der Zeit ein Kapitel reinzustellen.
Ich sag's gleich, dann kann mich nachher niemand verprügeln: Die Übersetzung ist ziemlich schlecht, weil sie nämlich teilweise ziemlich frei ist. Ansonsten wäre tatsächlich an manchen Stellen kein Wort zu verstehen – das ist jetzt zwar auch nicht, aber es ist wenigstens ein bisschen verständlicher. Wer also irgendwas nicht blickt, der frage mich! Es ist aber auch echt widerlich, dass they und she im Deutschen genau gleich heißen...
So, und jetzt zum Kapitel:
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Alice führte mich in das Wohnzimmer der Cullens. Es war ein ziemlicher offener Raum, verglichen mit unserem Haus. Es gab ein großes, überfülltes, cremefarbenes Sofa mit einem großen Klavier neben einem riesigen Fenster mit Panorama über den Fluss.
Eine der Wände war mit Bildern bedeckt. Es gab Bilder von Edward und Carlisle in der Kleidung der dreißiger. Bilder von Alice in Hippie- Kleidern und ein anderes mit Esme beim Gärtnern. Es gab Hochzeitsbilder von allen Paaren, Rose und Emmett hatten offensichtlich öfters geheiratet, denn es gab 7 oder 8 Hochzeitsbilder von ihnen. Auf jedem hatte Rosalie ein anderes Kleid aus einem anderen Zeitstil an.
All diese Bilder schienen die zentralen Bilder zu umrahmen. Diese Bilder schienen alle am gleichen Ort aufgenommen worden zu sein und ich konnte sehen, dass alle diese Bilder professionell eingerahmt worden waren. Es gab ein Bild von Carlisle und Esme, die auf der Terrasse eines großen weißen Hauses standen, Emmett und Rosalie, die bei einem Auto vor demselben Haus standen und ein Bild von Alice und Jasper, die einander in die Augen schauten und auf einer Hollywood- Schaukel saßen. Ich bemerkte traurig, dass es kein Bild von Edward gab.
Das Haus auf diesen Bildern war wunderschön; Ich fühlte den Drang, es ihn der Realität zu sehen. Der Wald, der das Haus umgab, war grün mit riesigen Bäumen. Ich sah einen Fluss hinter dem Haus auf dem Bild von Rosalie und Emmett.
"Wo wurden diese Bilder aufgenommen?", rief ich zu Edward nach draußen, der immer noch im Flur mit Emmett und Jasper über etwas stritt.
"Sie wurden in unserem Haus in Forks, Washington aufgenommen.", antwortete er und sah mir dabei tief in die Augen, beinahe als wäre da mehr, was zu beantworten war, als nur der Ort.
Ich sah zurück auf die Bilder. Ich hatte das Gefühl, dass ich schon mal an einem Ort wie diesem gewesen war, ein Haus gesehen hatte, das diesem ähnlich gesehen hatte, aber ich konnte mir nicht denken, wann. Der einzige grüne Platz, an dem meine Familie gelebt hatte, war in Portland gewesen und wir hatten dort nicht lange gelebt. Ich war niemals in Washington gewesen, außer das eine Mal, als wir nach Seattle gegangen waren und ich mein Auto gekauft hatte. William hatte gesagt, dass er mich in Seattle, Washington gefunden hatte, aber es machte immer noch keinen Sinn, weshalb dieses Haus so vertraut aussah.
"Dieser Ort ist wunderschön, er sieht so vertraut aus", war alles was ich herausbekam. Die Vertrautheit des Hauses und der Gegend drumherum, und der Bilder überhaupt, war entnervend.
Ich sah mich um, um meine Gedanken von den Bildern abzulenken und erinnerte mich an das Klavier.
"Wer spielt Klavier?"
"Edward", sagte Alice mit ihrer singenden Stimme.
"Wirst du mir etwas vorspielen?", fragte ich, griff nach seiner Hand und zog ihn zum Klavier. Ich wollte ihn unbedingt spielen hören.
Er setzte sich auf die Bank und ich setzte mich neben ihn. Er begann sofort zu spielen, ohne nachzudenken, was er spielen wollte. Er hatte dieses schiefe Lächeln auf seinem Gesicht, das aussah, wie das eines griechischen Gottes, und seine Finger fingen an über die Tasten zu fließen. Das Lied, das er spielte, war nicht einfach nur schön, es war wunderschön, berührend und innig. Es war ein Schlaflied der Liebe. Ich schloss die Augen und ließ die Musik über mich spülen. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter, ließ meine Gedanken schweifen und fing an, zu dem Schlaflied zu summen. Zuerst bemerkte ich nicht, was geschah, denn ich war in meinen eigenen Gedanken verloren.
Sie kamen wie Blitze, eine war eine Gruppe Männer, die mich in einer Allee umgaben, als mein silberner Volvo auftauchte, die Beifahrertür flog auf und Edward war der Fahrer. Die nächste war eine von Edward und mir, als Mensch, wir lagen auf einer wunderschönen Lichtung und Edward glitzerte in der Sonne. Dann ich, wie ich mit Esme auf einem Felsen saß und Edward und seine Familie beim Baseball spielen auf einer Lichtung in der Mitte eines Waldes. Die nächste war, wie ich und Edward Romeo und Julia in einem seltsamen Zimmer anschauten. Dann ich, wie ich eine Straße in einer fremden Stadt entlang rannte und Edwards Namen schrie. Das nächste war ein Mann in den späten 40ern mit beginnenden Geheimratsecken, der mich und Edward wegen irgendwas über Motorräder anbrüllte. Das letzte war Edward, der dasselbe Lied auf dem gleichen Klavier spielte, nur in einem anderen Raum, wo er mir ins Ohre flüsterte: „Ich liebe dich, Bella, ich verstehe nicht, warum du so stur bist, wenn es darum geht, mich zu heiraten."
Ich riss meine Augen auf und sah Edward entsetzt an. Was waren das für Visionen, die ich gesehen hatte? Ich wusste, dass ich in allen diesen Visionen menschlich gewesen war und ich wusste mit jeder einzelnen Faser meines Körpers, dass sie wahr waren. Ich hatte Edward gekannt, ich hatte seine ganze Familie in meiner Vergangenheit gekannt und sie hatten nichts gesagt. Ich musste hier raus, ich musste nachdenken. Ich sprang von der Bank auf und rannte aus der Tür. Ich lief zu meinem Auto und sprang rein. Ich hatte mein Auto gestartet und raste die Straße runter, bevor die Türe zugefallen war.
Ich zog mein Handy aus der Konsole neben mir und wählte Wills Nummer.
"Lizzy, wo warst du?", fragte Will besorgt, als er antwortete.
"Wo genau hast du mich gefunden, als ich verwandelt wurde?", fragte ich und ignorierte seine Frage.
"In einer Allee in Seattle, Lizzy, du weißt alles darüber. Was ist los?"
"Ich denke, ich könnte mich vielleicht an etwas aus meiner Vergangenheit erinnert haben."
"Woran erinnerst du dich?"
"Nur Blitze, aber ich muss schauen, ob sie mich irgendwo hinführen."
"Elizabeth, komm nach Hause, wir können das alles zusammen rausbekommen. Wo bist du? Ich kann dich abholen kommen." Ich merkte, dass er hochaufmerksam war und sich um mich sorgte.
"Will, ich wünschte, ich könnte es dir sagen, aber Edward kann Gedanken lesen und ich glaube, er könnte vielleicht nach mir suchen und ich will nicht, dass er mich findet."
"Lizzy, was hat er dir angetan? Wenn er dich verletzt hat, werde ich ihn töten." Ich war über diese Aussage schockiert. Will war immer sanftmütig und ich konnte nicht glauben, dass er jemanden vorsätzlich verletzen könnte, aber ich erkannte an seiner Stimmlage, dass er es ernst meinte, dass er Edward verletzen würde.
"Entspann dich, Will, ich glaube nicht, dass Edward mich körperlich verletzt hat, aber was das emotionale angeht, bin ich mir nicht sicher. Ich weiß, das er mich angelogen hat. Ich weiß, dass er und seine Familie mich gekannt haben, bevor ich dich getroffen habe und sie haben nichts gesagt."
„Was!", war alles, was er herausbringen konnte.
"Elizabeth, was ist los?", kam Annas sanfte Stimme; Will musste so aufgebracht sein, dass er das Telefon seiner Schwester gegeben hatte. Ich hatte wirklich nicht vorgehabt, ihn so aufzuregen.
"Ich erinnere mich an etwas aus meiner Vergangenheit", sagte ich meiner Schwester "Jetzt muss ich genau wissen, wo du und Will mich gefunden habt."
Sie gab mir die Wegbeschreibung zu der Allee, in der sie mich gefunden hatten. Es war in einem Kaufhaus in der Innenstadt von Seattle in der Nähe des Warenhausviertels.
"Danke, Anna." Ich wusste, sie würde sie vernünftige sein und nicht ausflippen. Ich hätte sie wirklich zuerst anrufen sollen.
"Was wirst du jetzt tun?", fragte sie.
"Weiß ich noch nicht und selbst wenn ich es wüsste, würde ich es dir nicht sagen. Ich glaube, die Cullens könnten möglicherweise nach mir suchen und Edward kann Gedanken lesen, also wird er alles herausfinden, was ich dir sage."
"Wieso suchen die Cullens nach dir?", kam Adams Stimme ans Telefon, die sich stark angespannt anhörte. Er musste die Unterhalten mitgehört haben und das Telefon von Anna übernommen haben.
"Weil ich sie als Mensch gekannt habe und ich glaube, ich bin mit Edward ausgegangen." Ich hoffte wirklich, dass William nicht im Zimmer war, als ich das sagte, aber die Hoffnung wurde enttäuscht, als ich sein gewürgtes Lachen hörte.
"Warum glaubst du, dass du mit Edward ausgegangen bist?"
"Ich hatte ein paar Visionen, oder ich glaube eher Erinnerungen, in denen er da war. Ich weiß es nicht Adam, ich bin gerade ziemlich verwirrt, ich brauche einfach ein bisschen Zeit zum Nachdenken."
"Elizabeth, komm nach Hause, wir können dir helfen, das herauszufinden." Jetzt war Collin am Telefon.
"Was, bin ich am Lautsprecher?", fauchte ich. Ich hoffte wirklich, dass Sidney nicht kommen würde, sie würde alles nur noch schlimmer machen.
"Du musst nicht am Lautsprecher sein; mit unserem Gehör und außerdem schreist du", antwortete Collin.
"Tut mir Leid.", sagte ich mit normaler Stimme.
"Kein Problem und jetzt komm einfach nach Hause."
"Ich kann nicht Collin und ich sage dir nicht, wo ich hingehe. "
"Angemessen", war alles, was er sagte. Ich hätte vielleicht doch ihn zuerst anrufen sollen.
"Vertraut den Cullens nicht, lasst sie nicht ins Haus und redet nicht mit ihnen, vor allem nicht mit Edward."
"Lizzy ich verstehe nicht, warum wir ihnen nicht vertrauen können." Adam war jetzt zurück am Telefon.
"Weil sie mich gekannt haben und nichts gesagt haben, ich habe ihnen erzählt, wie deprimiert ich war, weil ich mich an nichts erinnerte, und sie haben weitergemacht, so zu tun, als würden sie mich nicht kennen. Ich verstehe ihr Spiel nicht, aber warum lügen sie, wenn es darum geht, dass sie mich als Mensch gekannt haben? Wer macht denn so was?" Ich schrie wieder.
"Sehe ich genauso, es ist einfach nur widerlich und erbärmlich. Mach, was du tun musst, aber du solltest einfach wissen, dass wir für dich da sein werden, wann immer du bereit bist, nach Hause zu kommen. Wir werden auch versuchen, die Cullens von deiner Spur abzubringen, indem wir ihnen falsche Hinweise geben", sagte Collin nun zurück ins Telefon. Ich hätte eindeutig ihn zuerst anrufen sollen, dachte ich und speicherte das für die Zukunft ab.
"Lizzy?", fragte Will nun ins Telefon.
"Ja, Will?"
"Rufst du mich an, wenn du dort bist, wo du hingehst?"
"Natürlich werde ich das tun."
„Lizzy."
"Ja, Will?"
"Ich liebe dich."
"Ich weiß." Ich schlug mein Telefon zu.
Ich fuhr die nächsten zwei Tage durch, kaufte nur in South Dakota ein, um Benzin und Essen zu bekommen. Die Fahrt gab mir eine Menge Zeit zum Nachdenken. Ich stellte fest, dass mein Volvo nicht wirklich mein Volvo war, sondern Edwards. Dieser Gedanke ließ mich tatsächlich noch mehr wütender werden, als jeder andere. Ich hatte irgendwie geschafft mir das gleiche Auto gekauft, das er gehabt hatte, als er mich als Menschen gekannt hatte.
Ich begann mich zu fragen, ob ich die große Liebe gewesen war, die er verloren hatte. Wir hatten eindeutig etwas zusammen gehabt, das erkannte ich an meinen Erinnerungen, aber ich war mir nicht sicher. Die Sache, die mich erschreckte, war das Gefühl, das mit den Erinnerungen kam. Zuerst hatte ich nicht erkannt, was es war, aber ich hatte schnell herausgefunden, dass es ein verstärktes Gefühl von dem war, was ich für Will gefühlt hatte und ich fühlte es jetzt für Edward. Es war reine, bedingungslose Liebe. Ich wusste nicht, ob er das für mich gefühlt hatte, oder ob er mit mir gespielt hatte, auf die Weise, auf die er mit mir gespielt hatte, seitdem ich ihn als Vampir getroffen hatte.
Ich ließ meine Gedanken über die schlechte Seite schweifen, über die gute und wieder zurück; immer wieder. War ich einfach nur ein Amusement für ihn gewesen? Einfach nur ein menschliches Haustier, das ihn geliebt hatte und als ich ihn als Vampir, der sich nicht an ihn erinnern konnte, wieder getroffen hatte, hatte er sich dazu entschlossen, wieder mit mir zu spielen. Dann schlichen meine Gedanken zu der Idee, dass er mich vielleicht ebenfalls geliebt hatte. Ich wusste, dass er seine größte Liebe verloren hatte. Ich hatte in seinen Augen gesehen, dass die Person, die er verloren hatte, unersetzlich war und er ohne sie verloren war. Zeitweise machte es Sinn. Collin hatte gesagt, dass um die Zeit herum, zu der sie verschwunden war, Will und Anna mich gefunden hatte, aber wir hätten einander schon Jahre zuvor kennen können und er hätte zu einer anderen gehen können. Außerdem wenn ich seine verlorene Liebe gewesen wäre, hätte er es mir gesagt. Ich konnte es einfach nicht begreifen. Die eine Sache, an die ich mich ganz deutlich aus meinen Visionen erinnerte, war, dass er mich Bella genannt hatte.
Am zweiten Tag kam ich in Seattle an. Es regnete, also musste ich mir keine Sorgen wegen der Sonne machen. Ich fuhr in die Gegend, wo Anna mich gebissen hatte und parkte mein Auto. Ich stieg aus und lief eine Straße runter, die aussah, wie eine Allee. Ich schritt hinein, lehnte mich gegen die feuchte Wand und sah mich um. Ich wusste, es war jene, zu der Anna mir Wegbeschreibungen gegeben hatte. Ich erinnerte mich an nichts, es kamen keine neuen Visionen. Ich stand über eine halbe Stunde da rum, bis ich schließlich aufgab und zurück zu meinem Auto ging. Ich bemerkte einen Hochzeitsladen, mit einem Ausverkaufsschild daran. Ich erinnerte mich daran, dass man mir erzählt hatte, dass Edwards Geliebte verschwunden war, als sie ihr Hochzeitskleid gekauft hatte.
Ich ging in den Laden aus dem Regen. Ich hörte einen kleine Glocke klingeln und eine alte Dame kam hinter den Tresen hervor.
"Hallo Schätzchen, was kann ich für dich tun?", fragte die Frau mit gequältem Lächeln. Ich wusste, dass ihre Instinkte ihr sagten, dass sie wegrennen sollte, aber ihr Geschäftssinn sagte ihr, dass sie verkaufen sollte.
"Hallo Ma'm, mein Name ist Elizabeth Black. Ich bin ein Reporter und schreibe eine Story über eine Mädchen, das hier vor einigen Jahren angegriffen wurde. Ich habe mich gefragt, wie lange dieser Laden schon an diesem Platz ist", sagte und versuchte so professionell wie möglich zu klingen, indem ich der Frau ein warmes Lächeln schenkte.
"Oh, Sie müssen Bella Swans Fall meinen, ja, ich hatte meinen Laden zu dieser Zeit hier, als sie angegriffen wurde. Eigentlich hatte ich ihr gerade ihr Hochzeitskleid verkauft. Sie wurde in dieser Allee angegriffen, nachdem sie gegangen war und nie wieder gesehen. Wissen Sie, Sie sehen beinahe gleich wie sie aus, nur ein bisschen hübscher. Warum schreiben Sie diese Geschichte 15 Jahre nachdem sie angegriffen wurde?"
Zu sagen, dass ich von dem, was die Frau mir sagte, wie ein Schlag ins Gesicht für mich war, wäre eine Untertreibung gewesen. Sie hatte gesagt, dass ein Mädchen namens Bella Swan, derselbe Name, mit dem Edward mich in meinen Erinnerungen angesprochen hatte, hierhergekommen war, ein Hochzeitskleid gekauft hatte und dann in der gleichen Allee wie ich angegriffen worden war. Hatte ich wirklich vorgehabt Edward zu heiraten?
"Können Sie sich zufällig vielleicht an den Namen ihres Verlobten erinnern?", brachte ich schließlich heraus.
"OH, was war es... ich weiß, dass sein Nachname Cullen war, weil sein Vater ein sehr bekannter Doktor war, häufig in den Zeitungen, aber der Verlobter… ich kann mich wirklich nicht an seinen Vornamen erinnern. Ich habe ihn nie getroffen nur den armen Vater. Er war Polizist in seiner Heimatstadt und hat mir eine Menge Fragen gestellt."
Ich hatte Probleme, all diese Informationen aufzunehmen. Ich war höchstwahrscheinlich drauf und dran gewesen, Edward zu heiraten, aber warum hatte er mir nicht gesagt, wer ich war? Die Frau hatte auch etwas über meinen Vater gesagt. Vielleicht war das der Mann aus meinen Visionen, der irgendwas über Motorräder geschrien hatte.
"Was war der Name des Vaters des Mädchens?"
"Charlie Swan. Ist alles in Ordnung, Schätzchen, du siehst aus, als würdest du gleich ohnmächtig werden.
Das brachte mich zum Lachen. Egal wie ich mich fühlte, ich konnte nicht ohnmächtig werden. Ich wünschte es mir beinahe in diesem Moment.
"Mir geht es gut, Ma'm, aber danke. Nun, das ist alles, was ich brauche, denke ich. Vielen lieben Dank." Damit lief ich aus der Tür, bevor sie etwas sagen konnte und als ich wusste, dass ich außer ihrer Sicht war, rannte ich zurück zu meinem Auto und sprang rein. Ich wusste, wo mein nächstes Ziel lag. Forks! Vielleicht lebte mein Vater noch. Ich wusste, ich konnte nicht mit ihm sprechen, aber vielleicht konnte ich ihn wenigstens sehen, in sein Haus schleichen und schauen, ob er irgendetwas von mir hatte, das mir sagen konnte, wie ich als Mensch gewesen war.
Ich raste aus Seattle heraus und hielt nur an, um nach dem Weg zu fragen und eine Karte zu kaufen, obwohl ich sie wirklich nicht brauchte. Irgendwie wusste ich, wie man nach Forks kam ohne die Karte oder die Wegbeschreibungen. Ich fuhr am Strand entlang, bis ich ein Schild sah, das Forks kennzeichnete, darunter war ein anderes für La Push. Bei meiner Eile nach Forks zu kommen, hatte ich vergessen zu tanken und nur zehn Meilen von Forks entfernt blieb mein Auto liegen. Na schön, grummelte ich über mich selbst, ich könnte ja den Rest des Weges rennen, dachte ich schwermütig. Ich war ein sehr tollpatschiger Vampir.
Gleichzeitig als ich meine Tür öffnete um aus dem Volvo auszusteigen, hielt ein fremder Truck hinter mir. Die Luft war plötzlich angefüllt mit einem schrecklichen Geruch, den ich nicht recht zuordnen konnte.
"Was glaubt der eigentlich, was er hier macht", hörte ich die Person in dem Truck voller Hass grummeln.
Ich sah in meinen Rückspiegel auf den Mann im Truck. Er war in den Mittdreißigern und hatte dunkle Haut mit kurzen, dunklen Haaren. Ich stieg mit menschlicher Geschwindigkeit aus meinem Auto, ich spürte, dass er sogar für mich gefährlich war. Ich hörte, wie die Tür des Mannes geöffnet und grob wieder zugeschlagen wurde.
"Wie ist dein Name, Blutsauger, und was willst du?" Ich hörte die Unsicherheit in seiner Stimme. Ich glaube nicht, dass ich der „Blutsauger" war, den er erwartet hatte.
"Mein Name ist Lizzy", sagte ich und drehte mich herum, aber ich glaube nicht, dass er mich gehört hat, denn zur gleichen Zeit, als ich mich umdrehte, schrie er beinahe schon "Bella" mit einem erschrockenen Ausdruck aus seinem Gesicht - als würde er einen Toten sehen. Ich glaube, das tat er auch, auf zwei verschiedene Weisen, einerseits war ich tot, andererseits dachte er, wenn er mich als Bella gekannt hatte, dass ich tot war.
"Ähm, kenne ich dich?", fragte ich plötzlich eingeschüchtert. Ich hatte eigentlich nicht geplant, auf jemanden zu treffen, der mich als Bella gekannt hatte.
"Bella, ich bin's, Jakob."
