Guten Morgen

Ich wünsche allen einen wunderschönen zweiten Advent. Es folgt ein sehr kurzes Kapitelchen – das letzte war dafür ja ewig lang. Und es ist eins von meinen persönlichen Lieblingen.

Ein ganz liebes Dankeschön an meine Betaleserin, die meine teilweise ziemlich abenteuerlichen Übersetzungen gerettet hat: Dankeschön!!!

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Unsere Blicke verfingen sich ineinander und ich konnte mich nicht bewegen. In diesem Moment spürte ich all die Liebe, die ich als Mensch gefühlt haben musste. Die Liebe, die ich in meinen Erinnerungen für ihn gefühlt hatte, war nicht vergleichbar mit diesem überwältigenden Gefühl, das ich nun spürte, als ich ihn ansah. Ich hatte nicht mal mehr gemerkt, dass ich so leer gewesen war Ich hatte mich nicht komplett gefühlt, aber ich hatte nie bemerkt, dass ich es tatsächlich auch nicht war. Es war nicht nur die Liebe, die ich vermisst hatte; es war er, Edward.

Er öffnete meine Tür und ich gab ihm meine Hand, als er mich aus dem Volvo zog. Ich wollte meine Arme um ihn werfen, um ganz nah an seiner Brust zu sein, und wie in meinen Erinnerungen geküsst zu werden, aber ich wusste, dass das ein einseitiger Wunsch war. Wenn er mich immer noch gewollt hätte, hätte er mir erzählt, wer ich war, als er mich zum ersten Mal getroffen hatte. Vielleicht war er gekommen, um mich zu finden, weil er sich schuldig fühlte. Ich würde es ihm leicht machen, sich wieder frei von aller Schuld zu fühlen. Nur weil ich mich an meine Liebe für ihn erinnern konnte, bedeutete das nicht, dass ich ihn dazu bringen würde, zu mir zurückzukommen, wenn er mich nicht wollte. Ich würde vorgeben, dass ich mich nicht erinnerte.

„Was tust du hier?", war alles, was ich schließlich herausbrachte. Ich entzogihm meine Hand. "Die bessere Frage ist wohl, was du hier tust", fragte er mit seiner samtenen Stimme, die mich innerlich zum Schmelzen brachte. Ich fühlte mich, als würde ich ihn zum ersten Mal seit 15 Jahren sehen und hören. „Erst sitzt du neben mir, während ich Klavier spiele und im nächsten Moment rennst du davon und ich finde heraus, dass du quer durchs ganze Land nach Forks fährst."

"Nun, ich hatte irgendwie Lust, mir das Land anzusehen ein bisschen Sight- Seeing machen, weißt du." Ich schenkte ihm ein schwaches Lächeln, aber ich war mir sicher, dass er wusste, dass ich log. Ich war niemals gut darin gewesen. Die einzige, die ich jemals belügen konnte war Sidney und das zählte nicht wirklich.

"Nur ein bisschen Sight- Seeing, sagst du? Nichts sonst?", fragte er und gab mir ein schiefes Lächeln.

"Äh, nein, ich dachte nur, ich könnte unser tolles Land anschauen."

"Also hast du beschlossen, in Forks anzufangen." Nun sah er verärgert darüber aus, dass ich ihn weiter anlog, aber er hatte mich ebenfallsangelogen. Warum war er also wütend? „Ich denke, wir müssen reden."

"Weißt du, ich habe noch einige Orte, an denen ich während meiner Fahrt durch die US einen Stopp einlegen will. Ich sollte wirklich gehen."

Warum wollte er plötzlich reden? Wollte er mir nur erklären, warum er mich nicht erzählt hatte, wer ich war? Ich wusste schon, warum. Er liebte mich nicht mehr. Ich konnte ihm dafür nicht die Schuld geben. Ich war 15 Jahre verschwunden gewesenNatürlich hatte er weitermachen müssen ich hoffte, er hatte weitergemacht. Ich wollte nicht daran denken, dass er all die Jahre um mich getrauert haben könnte.

„Bitte!", quengelte er.

"Schön!", schnappte ich. Wenn er es für sich selbst so schwierig machen wollte, konnte ich ihm nicht helfen. „Worüber willst du reden?"

"Nicht hier." Er nahmmeine Hand erneut und fing an, mich in den Wald zu ziehen. "Folge mir", befahl er, als er anfing zu rennen und mich mitzog. Ich war schnell, aber nicht so schnell wie er und ich hatte so meine Probleme damit mitzuhalten. Als ich an einer Stelle über eine Baumwurzel stolperte, griff er schnell nach mir und warf mich auf seinen Rücken. Ich keuchte, als er das tat, aber nach einer Sekunde legte ich meinen Kopf auf seine Schulter.

Er hielt auf einer wunderschönen Lichtung. Edward stellte mich höflich auf meine Füße und ich drehte mich einmal um die eigene Achse und versuchte, alles in mich aufzunehmen. Dieser Ort war wunderbar und hatte eine starke Vertrautheit an sich. Ich keuchte, als die Erinnerung über mich strömte. Ich saß mitten auf der Lichtung.

Edward rannte am Rand des Kreises zwischen den Bäumen entlang. Er zeigte mir, was er tun konnte. Er wollte mir beibringen, ihn zu fürchten wollte mir zeigen, dass er ein Raubtier war.

Edward legte seinen Kopf auf meine Brust und lauschte meinem Herzschlag. Ich zeichnete mit meinen Fingern sein Gesicht nach, dann hielt er mich hoch gegen seine Brust und legte seinen Kopf auf mein Haar. Jeder von uns erzählte dem anderen, waser fürihn empfand.

"Edward, das ist unsere Lichtung.", sagte ich keuchend, nachdem die Erinnerung vorbeigegangen war. Ich war zu überrascht um so zu tun, als wüsste ich nicht, was los war und plötzlich machte ich mir keinen Gedanken mehr darüber, irgendwas vorzuspielen. Ich wollte wissen, was für ein Mensch ich gewesen war, ich wollte mich an alles aus unserer Liebe erinnern aber hauptsächlich wollte ich wissen, warum er mich nicht mehr wollte.

"Bella?" Seine Augen waren voller Verwirrung, aber ich wusste, dass er wissen wollte, ob ich Bella oder Lizzy warob ich mich erinnerte.

"Ja, Edward", sagte ich mit einem wissenden Lächeln.

Dann überraschte er mich. Er packte mich ungestüm und presste mich an seine Brust. Er hielt mich so fest, dass ich dankbar dafür war, dass ich unzerstörbar war. Ich machte mich schließlich soweit frei, dass er mein Gesicht sehen konnte. Er hob eine Hand und zeichnete mein Gesicht mit seinem Daumen nach. Er legte beide Hände an mein Kinn und hob es langsam an, während er sich nach unten beugte. Seine Augen bohrten sich in meine und fragten nach Erlaubnis, aber ich trat von ihm weg. Ich sah die Verletztheit in seinen Augen, doch ich brauchte zuerst Antworten.

"Warum hast du mir nicht erzählt, wer ich war?" Ich würde nicht um den heißen Brei herumreden. Ich brauchte Antworten und ich brauchte sie jetzt. Ich war die letzten 15 Jahre ohne sie ausgekommen, aber nun würde ich keinen Moment länger warten.

"Oh Bella, ich wollte dir erzählen, wer du bist. Du hast keine Ahnung, wie schwer es war, es nicht zu tun", sagte er. Seine Augen sahen von meiner Frage verletzt aus. „Ich war so überrascht dich zu sehen, als du ins Haus gekommen bist. Ich hatte alle Hoffnung aufgegeben, dich jemals wieder zu sehen, und dann warst du da."

"Warum hast du mir nicht einfach dort und damals erzählt, wer ich wirklich war?"

"Ich wollte aufspringen, dich an mich ziehen und dich nie wieder loslassen, als ich dich gesehen habe. Aber dann bist du zu IHM gelaufen und hast auf keinste Weise gezeigt, dass du mich oder meine Familie wiedererkannt hast. Glaub mir, ich wollte William zerreißen, als er seine Arme um dich legte und dich küsste, aber du hast wirklich glücklich ausgesehen. Außerdem wusste ich, dass wenn du dich erinnert hättest, du uns nicht so ignoriert hättest, egal, wie wütend du auf uns gewesen wärst."

"Warum hätte ich wütend auf euch sein sollen?" Das verwirrte mich.

"Weil wir dich nicht beschützt haben weil wir dich nicht gerettet oder gefunden haben. Ich habe es versucht, Bella, ich habe es wirklich versucht." Er schien mich anzubetteln, dass ich verstand.

"Erzähle mir alles, Edward, ich muss es wirklich wissen", sagte jetzt ich bettelnd. Ich saß auf den Boden und zog ihn mit mir auf die Erde.

"Was willst du wissen?"

"Ich habe immer noch nicht verstanden, warum du mir nicht gesagt hast, wer ich war."

"Bella, du musst verstehen. Ich war die ganzen 15 Jahre über nur ein Gerippe. Ich habe gejagt und meine Familie genervt, weil ich dauernd dein Schlaflied gespielt habe und um dich trauerte. Als ich dich dann glücklich sah, und du dich einfach nicht an uns erinnert hast, konnte ich dir das nicht wegnehmen. Ich war glücklich, dich glücklich zu sehen. Es war eine unglaubliche Erleichterung für mich, zu wissen, dass es dir in den letzten Jahren gut gegangen war. Natürlich war ich traurig, dass du nicht bei mir warst, aber ich kam damit klar. Ich wollte dich nicht verwirren, aufregen und dich dazu bringen zu denken, du müsstest wählen. Ich würde alles tun, um dich glücklich zu machen Also warum sollte ich es dir wegnehmen? Aber dann bemerkte ich, dass du William nicht wirklich liebtest und das brachte mich dazu, meine Denkweise zu ändern."

"Woher hast du gewusst, dass ich Will nicht liebe." Ich war schockiert. Ich hatte mein Handeln perfektioniert und meine Reaktionen auf ihn ebenfalls; ich wollte wissen, wo ich einen Fehler gemacht hatte.

"Das war einfach. Du hast nur gelächelt, wenn er geschaut hat du hast ihm immer die Antwort gegen, von der du wusstest, dass er sie haben wollte aber das Aussagekräftigste war, dass du ihn niemals so angeschaut hast, wie du mich angeschaut hattest. Also dacht ich mir, dass du auch, wenn du dich nicht mehr an unsere Liebe erinnern konntest, du dich wieder in mich verlieben könntest. Du hast als Lizzy genauso wie als Bella gehandelt, sodass es nicht schwierig war, zu wissen, was zu tun war. Eigentlich haben die Ähnlichkeiten einen fast etwas aus der Fassung gebracht. Die Sache, dass du meinen Volvo gekauft hast die selbe CD liebst, die du mir gekauft hast, als ich meine alte verloren hattewie du zu den Bildern hingezogen wurdest, die du von meiner Familie gemacht hast und sogar, dass du dich scheinbar an das Schlaflied erinnernkonntestund mitgesummt hast."

"Was?", schrie ich und sprang vom Boden auf. „Das war dein altes Auto? Ich habe diese CD gekauft und diese Bilder gemacht?"

Er lachte befreit, legte seine Arme um meine Taille und zog mich zurück auf den Boden. „Ja, Schatz, sogar obwohl du dich nicht an deine Vergangenheit erinnern konntest, schien sich etwas tief in dir zu erinnern."

"Aber wie?"

"Liebe", war alles was er sagte und er hatte Recht. Auch wenn mein Gehirn sich nicht an ihn hatte erinnern können, mein Herz hatte es getan.

Ich sah in seine engelhaften Topas-Augen. Er hatte alles für mich gemacht, weil er gedacht hatte, das wäre das Richtige für mich.Er hatte mich niemals verletzten wollen, er wollte mich nur glücklich machen. Aber jetzt konnten wir zusammen sein. Auch wenn ich mich nicht an die Geschehnisse der Vergangenheit erinnern konnte, erinnerte ich mich an die Liebe und das war alles, was zählte.

Ich streckte mich und legte meine Hand auf seine Wange. Er lehnte seinen Kopf dagegen und schloss seine Augen. Ich strich mit meinem Daumen zärtlich unter seinen dunkel umrandeten Augen entlangund zog ihn näher zu mir. Er streckte eine seiner Hände aus griff nach der Rückseite meines Kopfes, während er mich zu sich zog. Schließlich berührten seine kalten Lippen meine. Er küsste mich zuerst zärtlich, aber als ich mich nicht zurückzog, wurde er leidenschaftlicher. Ich legte meine Arme um seinen Nacken und zog ihn an mich. Seine Arme lagen um meine Taille und zogen mich so schnell unter sich, dass kein Mensch es hätte sehen können. Und dann geschah es.

Kein anderes Mal konnte mit diesem Mal verglichen werden. Das letzte Mal waren es nur ein paar Erinnerung von hier und da gewesen. Diesmal war es alles. Ich war ein kleines Kind in Phoenix, das seine Mutter anbettelte, dass sie mit Ballett aufhören durfteAngelausflüge im Sommer mit Charlie wie ich meiner Mutter erzählt hatte, dass ich nach Forks ziehen wollte mein erster Tag an der High School in Forks die Fahrt mit Edward von Port Angeles nach Hause James, der mich in Phoenix angriff der schicksalhafte 18 Geburtstag Edward, der mich verließ die folgenden Zombie- Monate dasMotorradfahren mit Jacob Jacob und die anderen Werwölfe, die mich schützten wie ich zu den Volturi ging wie Edward mir immer wieder einen Heiratsantrag machtewie ich schließlich zustimmte, an dem Tag, an dem ich ihn beim Klavierspielen überrascht hatte Alice und Rosalie, wie sie mich mit den Heiratsplänen verrückt machten und schließlich die grauenhafte Nacht und meine Angreifer.

Ich stieß mich keuchend von Edward ab Ich hatte Probleme mich auf ihn zu konzentrieren. Ich hörte, wie er meinen Namen rief, seine Stimme wurde mit jeder Sekunde besorgter. Als die Dinge schließlich klar wurden, schmiegte ich mich an ihn. Das Ergebnis all dieser Erinnerungen war, dass ich trocken an seiner Brust schluchzte.

"Bella, Liebling, was ist los, bitte sag es mir, ich weiß nicht, wie ich dir helfen kann." Er war konzentriert er hatte mich auf seinen Schoß gezogen und wiegte mich vor und zurück.

Mein Schluchzen wurde bald zu einem Lachen als ich bemerkte, dass ich mich an alles erinnerte und es war wegen diesem Kuss – wie abgedroschen, dachte ich. Aber es war Liebe und sie hatte mich wieder gerettet. „Ich kann mich erinnern, Edward, ich kann mich an alles erinnern."

"Nun, es ist auch Zeit", sagte er mit dem schiefen Lächeln, dass ich liebte, und küsste mich auf die Stirn. „Meine Familie müsste eigentlich gerade zu Hause sein, wenn du sie sehen willst."

"Oh, ich will unbedingt; ich kann es nicht erwarten, sie alle zu sehen." Ich konnte es nicht erwarten all die Cullens zu sehen, sogar Rosalie, nun, wo ich mich an alles erinnerte.

"Klettere auf meinen Rücken"

"Edward, ich kann beinahe so schnell rennen wie du."

"Ja, aber irgendwie bist du immer noch ein Tollpatsch", sagte er Augen rollend. Ich wollte nicht mit ihm streiten, jetzt nachdem ich ihn gerade wieder gefunden hatte, also kletterte ich auf seinen Rücken und küsste ihn auf die Wange. Er begann in Richtung seines Hauses zu laufen.