Hallo ihr alle da draußen+wink+

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne erste 08-Woche und habt euch im Gegensatz zu mir schon an dieses seltsame neue Datum gewöhnt.

Wie ich ja schon irgendwann, vor langer Zeit, glaub ich mal gesagt hab: Es folgt ein Kapitel, das ganz allein Will gewidmet ist. Und ich bin echt gespannt, wie ihr darauf reagiert. Wäre schön, wenn ihr so ein kleines reviewchen schreiben würdet+pfeif+

An der Stelle, danke für alle reviews. Schön, dass ihr euch jedes Mal dazu aufrafft. Das ist die reinste Motivation.

Dann nochmal danke an Vampyre, die sich wieder durch diverse Rechtschreibfehlleitungen und seltsame Sätze gewühlt hat, nur um am Schluss zu sagen, dass es doch ganz in Ordnung sei... Dankeschön!!!

Dann muss ich wohl noch dazu sagen, dass irgendwo ein ziemlicher Zeitsprung drin ist. Ich habe mir die unglaubliche Mühe gemacht, da ein paar Striche hinzumachen, damit ihr es einigermaßen versteht - ja, ich war fleißig ;-D

Zuletzt wünsche ich euch noch viel Spass mit dem Chapter: Et voilà

WPOV

"William, wir haben ein Problem", sagte Anna in dem Moment, als ich durch die Tür kam. Ich bemerkte, dass sie wegen irgendwas verängstigt war – eine Emotion, die sie selten zeigte. „Lizzy hat einen Gast und ich glaube nicht, dass dir das gefallen wird", sagte sie, während sie mich zum Wohnzimmer brachte.

"Wer ist es?" Ich mochte es nicht, wenn sie sich so benahm. Wer war Lizzys Besucher? Sie war erst vor ein paar Monaten verwandelt worden und hatte das Haus in Portland bisher nur zum Jagen verlassen. Hatte sie vielleicht die Möglichkeit gehabt jemanden aus ihrer Vergangenheit zu treffen? Der Gedanke erschreckte mich, obwohl er eigentlich völlig unmöglich war.

Bis vor ein paar Monaten hatte ich gedacht, dass ich mit mir allein völlig komplett war.Dass es mir gut dabei ging, mit niemandem sonst als mitmeiner Schwester zu leben, aber in dem Moment, in dem ich ihr Gesicht gesehen hatte, wusste ich, dass dies eine Lüge gewesenwar. Nachdem sie nach ihrer Verwandlung wieder sie selbst war, hatte sie sofort nach einem Mann namens Edward gefragt.

Während der Fahrt von Seattle zum Haus in Portland hatte ich in ihre Tasche geschaut. Ich hatte herausgefunden, dass ich Name Isabella Swan war und dass sie in Forks, Washington gelebt hatte. Sie kann nicht zurück, dachte ich, während ich ihr Gesicht streichelte und sie sich gequält auf meinem Schoß wand. Dann schoss ihr Arm hoch, packte mein Hemd, als suchte er nach etwas Bequemlichkeit. Ich packte ihre Hand, und versuchte sie wissen zu lassen, dass ich da war. Da entdeckt ich den Ring an ihrem Finger. Es war ein wunderschöner Verlobungsring. Ich empfand in diesem Moment zwei verschiedene Gefühle; das eine war Neid auf den glücklichen Mann, den sie liebte, das andere war Erleichterung, weil es für sie keine Möglichkeit gab, unter den neuen Umständen zu ihm zurückzukehren. Also hatte ich sie für mich allein.

Als sie aufwachte und nach Edward fragte, wusste ich sofort, nach wem sie fragte; nach jenem Mann, der ihr den Ring gegeben hatte. „Isabella, es tut mir leid die das sagen zu müssen, aber du kannst Edward nicht sehen", sagte ich ihr.

"Was, warum nicht? Was ist ihm passiert?", fragte sie mich mit panischer Stimme.

"Ich wüsste von nichts, was ihm passiert ist. Mit dir ist etwas passiert", erklärte ich ihr geduldig, „Ich weiß, das hört sich ziemlich verrückt und verwirrend für dich an, aber weißt du, ich bin zusammen mit meiner Zwillingsschwester Anna ein Vampir." Sie sah mich ausdruckslos an, als würde sich nichts von alledem seltsam für sie anhören. Sie musste geschockt sein, begründete ich für mich. „Meine Schwester und ich haben dich zusammengeschlagen in einer Allee in Seattle gefunden. Du hast eine Menge Blut verloren und meine Schwester hat dich gebissen. Sie hätte dich beinahe umgebracht, aber ich hielt sie davon ab. Aber weil sie dich schon gebissen hatte, wurdest du in einen Vampir verwandelt."

Sie hatte einen seltsamen Ausdruck auf dem Gesicht, als ich aufgehört hatte zu Reden, ein Blick voller Enttäuschung und Glück zugleich. „Okay, lass mich das klar stellen; deine Schwester hat mich in einen Vampir verwandelt." Ich nickte, wegen ihres Mangels an Ungläubigkeit unfähig, etwas zu sagen. „Ich verstehe immer noch nicht, warum ich Edward nicht sehen kann. Ich bin mir sicher, er macht sich Sorgen, und ich bin mir sicher, er wird ein bisschen sauer sein, weil deine Schwester mich in einen Vampir verwandelt hat, aber ich sollte ihn wirklich anrufen."

Diese Isabella war die verwirrenste Kreatur, die ich je getroffen hatte, aber das machte sie nur noch liebenswerter für mich. „Der Grund, weshalb du Edward nicht anrufen oder sehen kannst, ist, dass du eine Gefahr für ihn darstellst. Ich bin mir sicher, du würdest ihn nicht verletzten wollen. Also wäre es das beste, wenn du ihn vergisst", sagte ich ihr. Ich wollte im Grunde nicht, dass sie ihn wegen seiner Sicherheit vergas, sondern dass sie ihn vergas, damit sie eines Tages meinen Namen mit der selben Liebe darin aussprach, wie den seinen.

"Oh, mach dir keine Sorgen wegen seiner Sicherheit, wegen Annas vielleicht, aber ich denke er wird froh darüber sein, dass du ihr nicht erlaubt hast, mich zu töten", sagte sie lachend. „Weißt du, Edward ist auch ein Vampir." Das schockte mich so sehr, dass ich beinahe vom Bett fiel. Ihr Edward war ein Vampir - wie war das möglich?

"Ich glaube, du verstehst das nicht Bella, wir sind richtige Vampire, nicht solche, wie einige Menschen vorgeben zu sein."

"Nein, ich weiß. Du bist ein richtiger Vampir, er ist ein richtiger Vampir und ich bin jetzt vermutlich auch einer. Nun, wir müssen uns keine Sorgen mehr wegen der Volturi machen, oder wegen dem Vertrag mit dem Werwölfen , weil deine Schwester mich verwandelt hat und nicht Edward und du kannst mich Bella nennen", sagte sie in einem Rutsch.

"Isa-, ich meine Bella, du weißt über die Volturi Bescheid?", fragte ich ungläubig.

"Wir hatten vor einiger Zeit einen ziemlich unheimlichen kleinen Zwischenfall mit ihnen. Edward hat versucht sich zu töten, weil er dachte, ich sei tot, aber ich hielt ihn davon ab. Aber inzwischen hatten Felix und die anderen Wachen uns geschnappt und wir mussten einen Vertrag mit Aro abschließen: entweder Edward würde mich verwandeln, oder ich müsste den Volturi beitreten." Während sie mir das erzählt hatte, hatte sie die ganze Zeit auf ihre Hand geschaut. Ich wusste, dass das Thema unangenehm für sie war. Ich wusste auch, dass dieser Edward wirklich ein Vampir war und es gab keinen Grund, weshalb sie nicht zu ihm zurück sollte. Alle meine Hoffnungen, nicht mehr allein zu sein, brachen in sich zusammen.

"Hör mal, warum bleibst du nicht hier und ruhst dich aus? Ich hole das Telefon für dich, damit du Edward anrufen kannst", sagte ich. Ich wollte nur einen Moment für mich sein.

Ich lief aus meinem Zimmer ins Wohnzimmer, wo Anna mit laufendem Fernseher saß. Sie drehte sich um, als ich hereinkam. „Gut?", war alles was sie sagte.

"Nun, sie ist mit einem Vampir verlobt und war nicht sonderlich überrascht über das, was ich ihr erzählt habe", sagte ich einfach und setzte mich auf die Couch neben ihr. Ich konnte sie besorgten Blicke spüren, die sie mir zuwarf. „Also habe ich gesagt, dass ich ihr das Telefon bringen würde, damit sie ihn anrufen kann. Dann kann er kommen und sie holen", fügte ich hinzu. Der Gedanke daran, dass dieser Edward kommen und sie wegnehmen könnte, machte mich krank, obwohl ich versuchte es nicht zu zeigen.

"Sie muss ihn nicht anrufen", sagte Anna mit ihrer sanften Stimme, die jedem außer mir ihre hinterhältige Natur verbarg.

"Was sagst du da, Anna, dass wir sie gegen ihren Willen hier behalten sollen?" Mir hatte diesen Gedanken wirklich nie gefallen.

"Du weißt, wovon ich rede, Will. Ich habe dein Gesicht gesehen, als du mich davon abgehalten hast, sie umzubringen. Wenn ich mir nicht gedacht hätte, dass du dich auf den ersten Blick in sie verliebt hast, hätte ich niemals aufgehört. Ich habe für dich aufgehört. Ich wusste, du warst einsam, weil ich es auch war. Ich würde alles tun, um mit dieser Einsamkeit abzuschließen und ich werde alles dafür tun, dass sie auch für dich ein Ende hat", sagte sie mit aufrichtiger, aber immer noch durchtriebener Stimme. Ich wusste, was sie tun wollte, und dass das leicht getan werden konnte, aber ich wollte es Bella nicht antun. Ich wollte nur, dass sie glücklich war, auch wenn das bedeutete, dass sie bei jemand anderem war.

"Nein, Anna, ich werde ihr das nicht antun", sagte ich lauter als eigentlich beabsichtig.

"William Black, ich kann da jetzt hochgehen und ihr Erinnerungen geben, in denen sie dich liebt, aber du weißt, dass ich sie damit fürchterlich verwirren würde. Aber wenn du nun ihre Erinnerungen ausradierst und ich gebe ihr diese anderen Erinnerungen, wird alles gut. Einige Dinge werden vielleicht an einigen Stelle etwas verschwommen sein, aber du wirst damit klar kommen. Tut mir leid, aber ich werde nicht zulassen, dass du sie gehen lässt und dann den Rest der Ewigkeittraurig bist."

Ich konnte sehen, dass sie es Ernst meinte, und ich wusste, wenn Anna sich erstmal für etwas entschiedenhatte, konnte nichts und niemand sie mehr davon abhalten. Ich wusste, sie sorgte sich nur um mich, aber ich mochte die Wahl nicht, vor die sie mich stellte. Die eine Möglichkeit war, Bellas Hirn völlig zu verrüttelnmit nicht zusammenhängenden Erinnerungen anzufüllen und die andere war, sie dazu zu bringen, alles aus ihrer Vergangenheit zu vergessen. Und von dieser Vergangenheit konnte ich ihr dann erzählen, dass sie glücklich gewesen war. „Schön, ich bin damit einverstanden, aber ich werde nur ihre Erinnerungen löschen. Du gibst ihr keine Erinnerungen. Wenn sie mich liebt, wird sie das von alleine tun. Ich will sie nicht dazu zwingen, mich zu lieben. Dazu weigere ich mich."

Ich drehte mich um und lief in mein Zimmer, wo Bella darauf wartete, dass ich ihr das Telefon brachte, damit sie ihren Geliebten anrufen konnte und das Leben zurückbekam, in dem sie glücklich gewesen war.

"Hi", sagte sie zögerlich, als ich zurück ins Zimmer kam. Sie sah auf meine leere Hand und ein ängstlicher Ausdruck huschte über ihr Gesicht. „Wo ist das Telefon?"

"Bella, es tut mir so leid. Aber ich will, dass du weißt, dass ich das nur tue, weil ich glaube, das ist die beste Möglichkeit. Ich verspreche dir, dich glücklich zu machen." Ich griff nach ihrer Hand, aber sie sprang von mir weg und wäre beinahe auf den Boden gefallen, bevor ich sie fangen konnte. Sie versuchte erst, sich aus meinem Griff zu kämpfen, aber sie wurde schlaff in meinen Armen, als ich in ihre Augen sah und ihre Gedanken abtastete.

Ich konnte ihre Erinnerungen fühlen, als ich sie ihr nahm. Ich konnte sie nicht sehen, ich konnte sie niemals sehen. So funktionierte das nicht. Ich konnte sie nur fühlen, spüren, was sie jemandem bedeuteten. Es hatte Jahre gedauert, um meine Fähigkeit zu perfektionieren, zu wissen, was eine Erinnerung war, ohne sie zu sehen. Ich begriff nun durch Fühlen, was es war, aber bei Bella war ich nicht pingelig; ich nahm einfach alles. Ich blockte ihre Gefühle eine Zeit lang ab. Ich wollte nicht wissen, was ich ihr da gerade nahm. Ich beraubte sie aller ihrer Erinnerungen und legte sie zurück auf das Bett, wartete darauf, dass sie von der Betäubung loskam, in der sie gefangen war.

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"William", rief Lizzys Stimme und riss mich aus meinen Gedanken. „Will, hier ist jemand, der sagt, er wüsste, wer ich bin. Ihr Name ist Alice und sie sagt, sie wüsste alles über meine Vergangenheit", sagte Lizzy aufgeregt. Sie griff meine Hand und zog mich ins Wohnzimmer, wo ein kleiner Vampir stand, der an eine Elfe erinnerte.

"Hallo, mein Name ist Alice Cullen", sagte sie. Sie hatte eine singende Stimme, aber ich spürte, dass sie wusste, was ich getan hatte und ich konnte die Distanz in ihrer Singstimme hören.

"Hallo, mein Name ist William Black", antwortete ich kühl, was Lizzy dazu brachte, mich fragend anzusehen. Ich lächelte Lizzy an und drehte mich zurück zu Anna. „Also Lizzy sagt, du wüsstest alles über ihre Vergangenheit."

"Ihr Name ist Bella Swan und…"

"Woher wissen wir, dass du die Wahrheit sagst und nicht einen Streich spielst, um Lizzy zu verletzten", unterbrach Anna sie. Anna überraschte mich; sie sagte niemals solche Dinge.

"Wie bitte?", sagte Alice. Ihre Singstimme wurde flach, aber sie hatte immer noch ein Lächeln aufs Gesicht gepflastert.

"Lass mich bitte schnell mit meiner Schwester sprechen", sagte ich zu Alice, während ich Anna am Arm packte und sie in die Küche lenkte. „Was glaubst du eigentlich, was du hier tust? Du weißt genau, wer das ist" Sie wusste es tatsächlich. Wir hatten Lizzys Vergangenheit erforscht und alles über Edward und seine Familie herausgefunden. Ich wusste, dass Edward Gedanken lesen konnte und dass Alice, die im Wohnzimmer stand, Visionen hatte. Sie musste Lizzy gesehen haben und runter nach Portland gekommen sein, um sie zurückzuholen.

"William, sag mir eine Zeit vor diesen paar Monaten, in der du so glücklich warst", sagte Anna sanft. Sie hatte recht, ich war niemals so glücklich gewesen. Lizzy und ich kamen uns langsam näher. Als ich letzte Nacht einen Film angeschaut hatte, war sie in mein Zimmer gekommen, auf mein Bett geklettert und hatte sie an misch gekuschelt. Ich hatte sie geküsst und sie war nicht zurückgewichen. Ich wusste, es würde lange dauern, bevor sie mich wirklich liebte, aber wir hatten die gesamte Ewigkeit Zeit. „William, du hast die Menschen für sie aufgegeben, sag mir bitte nicht, dass du sie gehen lassen wirst."

Ich konnte hören, wie Alice im anderen Raum Lizzy über Edward erzählte. Ich konnte sie nicht verlieren, ich konnte ohne sie nicht weiter existieren. „Was sollen wir tun?", fragte ich Anna.

"Nimm Lizzys Erinnerungen von diesem Abend. Ich lass sie denken, dass sie einfach nur einen Film mit dir angeschaut hat. Dann nimm Alice' Erinnerungen von sämtlichen Visionen, die sie von Lizzy hatte und die Erinnerung an heute Nacht. Ich werde sie dazu bringen zu denken, sie wäre einkaufen gegangen. Ich werde versuchen sie davon zu überzeugen, keine Zukunftsvisionen von Lizzy zu beachten, aber ich weiß nicht, ob das funktioniert. Ich werde es probieren. Dann ziehen wir nach London."