Hallo ihr da draußen!

Vielen Dank an alle, die wieder so fleißig reviewt haben. Ihr seid toll! Tut mir echt leid, dass ich es dieses Mal nicht geschafft hab, einzeln zu antworten. Hatte eine ziemlich stressige Woche - viele Arbeiten. Lasst und Physik killen, dann klappt das auch wieder.
Und Dankeschön an meine Betaleserin Vampyre, die es wieder geschafft hat, dieses Kapitel halbwegs lesbar zu machen. DANKE!!! Und: Schäm dich! Du kleiner Spoiler du, wer hat dir das eigentlich beigebracht?
Und jetzt heul, muss ich mich leider von den paar wenigen verabschieden, die sich langsam überlegt haben, ob sie Will vielleicht doch, eventuell mögen. Die Autorin hat eiskalt über das Kapitel geschrieben, dass sie es einfach nicht schafft, Will zu einer netten Person zu machen. Und das nächste Kapitel ist ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Aber am Ende müsste ihr doch zugeben, dass er ganz schön klug – und kreativ – ist. Ich mag ihn immer noch!

BPOV

Ich sah mich in dem leeren Raum um. Das Haus war sehr modern. Ich mochte es, aber ich musste zugeben, dass es nicht nach einem Zuhause aussah. Es wirkte eher wie ein Ort, zu den man nach einem Tag voller Arbeit zurückkehrte. Es war eines jener sterilen Häuser, die sich eher wie ein Krankenhaus als wie ein Heim anfühlten. Ich dachte, dass man daran etwas ändern müsste. Das Haus war lange auf dem Markt gewesen, also hatten die Vorbesitzer sofort die Papiere unterschrieben und uns einziehen lassen, als William ihnen angeboten hatte, bar zu zahlen.
Ich sah aus einem der großen Erkerfenster und betrachtete den Rest unserer Nachbarschaft. Man sah den riesigen Häusern und den Oberklasseautos in den Einfahrten an, dass uns niemand nerven würde. Genau, wie ich es mochte. Dieser Typ Mensch steckte zu sehr in seinen eigenen Problemen fest, als dass er auch noch Ärger mit den neuen Nachbarn anzetteln wollte. Und falls sie es doch taten, dann um nur der Gerüchte willen. Nun, ich konnte ihnen eine Menge Stoff für Gerüchte geben. Ich würde die reiche, junge Frau eines mächtigen Börsenmaklers sein, die mit niemandem sprach.

"An was denkst du, Liebes?", fragte Wills leise Stimme hinter mir.
"Oh, nichts, nur, wie unsere neuen Nachbarn wohl auf uns reagieren werden und dass wir das Haus wirklich dringend einrichten müssen", antwortete ich und drehte mich zu ihm um.
"Warum gehst du nicht einkaufen?"
"Nein, ich denke, ich überlasse das Einkaufen Anna."
"Immer noch meine eigensinnige Lizzy, hasst immer noch Einkaufen. Einige Dinge werden sich nie ändern", flüsterte er beinahe unhörbar und es war nur Glück, dass ich es alles hörte.
"Was soll das heißen?"
"Nichts, Schatz, gar nichts", murmelte er in mein Ohr, bevor er sich zu mir hinunterbeugte, meine Wange küsste und sich langsam einen Weg zu meinem Mund erarbeitete. Er hatte gerade erst angefangen mich zu küssen, als sein Handy wieder anfing zu klingeln.
Ich knurrte enttäuscht und wich vor ihm zurück. „Kannst du nicht einfach abnehmen? Sie werden nicht aufhören anzurufen, bis du antwortest. Vielleicht lassen sie uns in Frieden, wenn du einfach mit ihnen redest. Vielleicht können wir uns mit ihnen irgendwie einigen."
Wills und Annas Telefon hatten den ganzen Tag über immer wieder geklingelt und sie warennichtrangegangen Mein Handy hatte einmal geklingelt, bevor William es genommen und zerbrochen hatte. Ich war zuerst wütend gewesen, aber er hatte mir erklärt, dass die Volturi nach uns suchten und wir uns versteckten. Er hatte es mir nicht vor der Hochzeit erzählen wollen, aber er wusste, dass er es jetzt tun musste. Ich fragte ihn, warum sie hinter uns her seien, aber er wollte nicht näher darauf eingehen. Dennoch sagte er mir, dass falls irgendwelche fremden Vampire auftauchten, ich so schnell wie möglich verschwinden und nicht glauben solle, was sie sagten. Sie würden versuchen uns zu täuschen, uns auseinanderzubringen.
Ich machte mir Sorgen über die Sorte von Problemen, in die William da hineingeraten war und warum Vampire namens Adam und Collin dauernd anriefen, aber er sagte, er hätte alles unter Kontrolle.
"Lizzy, wie oft muss ich dir das noch sagen? Solange wir sie ignorieren, können sie uns nicht finden."
Ich seufzte und er verließ den Raum. Ich liebte ihn, wir hatten gerade erst geheiratet.
Die Hochzeit war wundervoll gewesen. Sie hatte im Hinterland von New York stattgefunden, nur wir beide und ein Priester waren anwesend gewesen. Nicht mal mehr Anna war dabei gewesen. Dann hatten wir lange, wunderschöne Flitterwochen in Seattle verbracht. Wir hatten uns dazu entschlossen, dorthin zu gehen, weil Will mich da gefunden hatte. Wir waren gerade im Wald jagen gewesen, als Anna angerufen hatte und Will über die Volturi informiert hatte. Anna war gerade nach Seattle geflogen um uns abzuholen, dann hatten wir den nächsten Flug nach London genommen.

Ich konnte Williams Handy schon wieder aus dem anderen Zimmer klingeln hören. „Kannst du es nicht einfach abschalten, wenn du sowieso nicht abnehmen willst?", rief ich ins nächste Zimmer. William antwortete mir nicht und das Handy klingelte weiter. Ich suchte im Haus nach dem Zimmer, in dem es war. Gerade als ich das Telefon, das auf dem Küchentisch lag, gefunden hatte, hörte es auf zu klingeln. Ich drückte den Rückrufknopf und dem zurückzurufen, der, wer auch immer es war, angerufen hatte. Das Telefon klingelte nur einmal, bevor eine tiefe, silberhelle Stimme antwortete.
"William, es ist auch verdammt noch mal Zeit, dass du abnimmst!"
"Wer ist da?", fragte ich die mysteriöse Stimme.
"Hier ist Collin. Lizzy, bist du's? Lizzy, hol Will ans Telefon!" Die Stimme hörte sich plötzlich wage bekannt an, aber ich konnte sie nicht zuordnen.
"Ich glaube nicht, dass Will gerade mit dir reden will, eigentlich wollte er nie mit einem von euch sprechen, also lass uns einfach in Ruhe", ich hasste es, dass sich sogar für mich meine Stimme schwach anhörte, aber ich sprach mit jemandem, der für die Volturi arbeitete.
"Lizzy, von was redest du? Hol einfach Will an das verdammt Telefon!" Er hörte sich beunruhigt an und das beruhigte mich wiederum ein bisschen; es gab mir etwas mehr Kontrolle über die Situation.
"Hör zu, Collin, ich weiß nicht, was William getan hat, das euch alle so wütend macht, aber ich bin sicher, er meinte es nicht so, also lasst uns einfach in Frieden."
"Ich kann dir versichern, dass ich nicht auf Will wütend bin, Lizzy. Ich bin froh, dass ihr beide davongelaufenseid. Ich wusste, dass Edward und du nicht richtig zusammen wart und dass du es bemerken würdest. Aber hör zu, Edward akzeptiert nicht, dass du nicht mit ihm zusammen sein willst. Er und seine ganze Familie kommen zusammen mit diesem Verräter Adam zu euch, um dich zu holen, und ich glaube, dass sie vorhaben William und vielleicht sogar Anna zu verletzen. Du..."
"Was tust du da, Lizzy?", fauchte Anna mit dieser leisen listigen Stimme, von der ich gelernt hatte, dass sie sie immer dann benutzte, wenn sie verärgert war. Sie riss das Telefon aus meiner Hand und ließ es zuschnappen. „Ich dachte, Will hätte dir gesagt, du sollst nicht ans Telefon gehen? Willst du uns umbringen?"
"Schrei sie nicht an, Anna", kam Wills tiefe, beruhigende Stimme vom Eingang.
"Sie hat mit jemandem am Telefon gesprochen, William."
"Anna, lässt du uns bitte allein, ich würde gerne mit meiner Frau unter vier Augen sprechen." Wills Gesicht sah drohend aus, als er zu Anna blickte, aber ich sah sein flüchtiges Lächeln, als er mich seine Frau nannte.
"Ich sehe schon kommen, wie das werden wird. Du wirst sie immer verteidigen, egal was passiert. Selbst wenn sie uns umbringt. Vielleicht hätte ich dir nicht helfen sollen, dich nicht zu deinem Glück zwingen sollen", schnappte Anna. Ich war über ihre Reaktion überrascht. Das war eine Seite an Anna, die ich nie zuvor gesehen hatte. Sie und Will hatten noch nie gestritten.
„Lizzy, Baby, wer war am Telefon?", fragte William mich und ignorierte sie.
"Er sagte, sein Name sei Collin. Er hat sich angehört, als wollte er uns helfen", sagte ich ihm, als er seine Arme um meine Taille legte und mich näher an sich zog.
"Was hat er gesagt, dass du denkst, er will uns helfen?"
"Er sagte, er sei nicht wütend auf dich. Er war eigentlich glücklich darüber, dass du und ich zusammen abgehauen sind. Er sagte, jemand namens Edward wäre nicht gut für mich. Will, sind wir wegen mir inSchwierigkeiten? Wer ist Edward?" Ich zitterte. Ich konnte nicht zulassen, dass die Volturi Will wegen mir verletzten.
Will zog mich näher zu sich und steckte meinen Kopf unter sein Kinn. Er summte beruhigend, während er mich festhielt, bis ich mich beruhigt hatte.
"Lizzy, du weißt, dass ich dich wirklich liebe?", fragte Will mich und lockerte seinen Griff.
„Natürlich Will, ich liebe dich auch." Warum fragte er mich das? Natürlich wusste ich, dass er mich liebte. Wir hatten schließlich gerade erst geheiratet.
"Du weißt, dass ich alles tun würde, wovon ich denke, dass es dich glücklich macht. Alles, was ich getan habe, seit wir uns getroffen haben, war, um uns beide zusammen glücklich zu machen." Er hörte sich so verlassen an, als wollte er mich dazu bringen, etwas Wichtiges zu verstehen. Ich hatte nicht die geringste Idee, was das sein könnte.
„Will, sie mich an." Ich lockerte seinen Griff um mich und umfasste sein Gesicht. Ich zog es hinunter, so dass unsere Augen auf der gleichen Höhe waren. „Ich liebe dich, wir haben jetzt geheiratet. Das macht uns zu einem Team, aber als Teammitglieder müssen wir ebenbürtig sein. Also musst du mir alles sagen. Auch wenn du versucht mich zu schützen, kannst du nicht einfach Dinge für dich behalten. Und jetzt sag mir, wer Edward ist und was er von mir will."
Will zog sich von mir zurück, aber der Augenkontakt brach nicht ab. „Du hast recht, ich muss dir alles sagen." Er griff mich an der Taille, setzte mich auf die Tischplatter, ließ aber seine Hände auf meiner Taille ruhen.
"Als ich dich zum ersten Mal getroffen habe, war ein Vampir in dich verliebt. Du warst ein Mensch, als du ihn getroffen hast. Sein Name war Edward. Erst sagte er dir nicht, was er war, aber mit der Zeit hast es du herausgefunden.
Er war von dir besessen. Er hat dich furchtbar behandelt, hat dein Herzunzählige Malegebrochen und dir immer das Gefühl gegeben, du wärst nicht gut genug für ihn. Er behandelte dich wie ein Kind und ließ dich nie allein. Er sagte dir, mit wem und mit wem du nicht befreundet sein dürftest. Du warst völlig fertig und eines Nachts hattest du die perfekte Gelegenheit, ihm zu entkommen. Du bist nach Seattle gerannt, aber er konnte deinem Geruch folgen. Als er dich gefunden hatte, und du ihm erzählt hast, dass du ihn verlassen willst, hat er dich entsetzlich zusammengeschlagen. Anna und ich waren jagen, als wir dich nach Hilfe schreien hörten. Ich habe ihn von dir weg gezerrte, aber bei dem vielen Blut konnte Anna nicht widerstehen. Sie biss dich. Ich konnte sie stoppen, bevor sie dich umbrachte, aber als ich mich umdrehte, um Edward fertig zu machen, war er verschwunden. Es tut mir so leid, Lizzy. Ich hätte dir die Wahrheit schon vor langer Zeit sagen sollen, aber als du aufgewacht bist und dich an nichts erinnern konntest, dachte ich einfach, du wärst glücklicher, wenn du nicht wüsstest, was dieses furchtbare Monster dir angetan hat."
Ich zitterte wieder wegen der Geschichte, die Will mir da gerade erzählt hatte. Ich hatte von Vampiren gehört, die Menschen wie Haustiere hielten, und ich war völlig entsetzt, als ich herausfand, dass ich selbst so eines gewesen war. Zum ersten Mal war ich glücklich, dass ich mich nicht an meine Vergangenheit erinnern konnte. Aber eines verwirrte mich immer noch. „Was hast das mit den Volturi zu tun?"
"Nachdem ich dich ihm weggenommen habe, kam seine Schwester bei uns vorbei. Ihr Name ist Alice. Sie sagte mir, sie würde dich zu Edward zurückbringen. Als ich nein sagte, wurde sie ernsthaft wütend. Sie sagte mir, dass sie und ihre Familie für die Volturi arbeiteten und dass ich, wenn ich mich weigerte, dich zurück zu Edward zu bringen, mich gegen die Volturi auflehnte. Aber das war mir egal. Ich liebe dich und ich würde lieber sterben, als dich zu diesem Monster zurückzubringen. Also schloss ich einen Vertrag mit ihr. Sie würde dich eine Weile bei mir lassen, aber eines Tages würde Edward kommen und dich holen – und dann müsste ich dich zurückgeben. Ich dachte, es sei das beste, diesen Deal mit ihr zu machen. Ich wusste nicht, wieviel Zeit sie mir geben würden, um dich ihn Sicherheit zu bringen. Ich beschloss, dass wenn sie beschlossen, dass die Zeit umwar, ich einen Weg finden würde, dich zu verstecken und dich weiter zu schützen."
Ich schlang meine Arme um seinen Nacken und küsste ihn nachdrücklich auf die Lippen. Nach einigen Sekunden antwortete er leidenschaftlich, aber ich zog mich zurück. „Danke, dass du mich gerettet hast und all die Jahre beschützt. Ich habe Glück, dass du mich gefunden hast. Und wer ist nun dieser Collin, mit dem ich gesprochen habe? Wie passt er in das alles rein?"
"Nachdem Alice vorbeigekommen war, wusste ich, dass ich gewarnt werden musste, wenn sie zurückkamen, um dich zu holen. Das war, als ich Collin und Adam getroffen habe. Collin und Adam waren Freunde der Cullens, aber sie waren es leid, die ganze Zeit herumgescheucht zu werden. Sie wussten von deiner Vergangenheit mit ihm und es machte sie krank, was er mit dir gemacht hatte. Sie waren damit einverstanden, Spione für mich zu sein. Als Anna herausfand, dass Edward nach dir suchte, hatte ich Angst, dass sich Collin und Adam gegen uns gewendet haben könnten, weil sie mich nicht gewarnt hatten Anscheinend lag ich falsch. Sie sind immer noch unsere Freunde."
"Nein, sind sie nicht", sagte ich etwas schroffer, als geplant. „Ich glaube, Collin war ehrlich, als er sagte, er wäre nicht wütend und er dachte, wir sollten zusammen sein. Ich glaube, er ist immer noch dein Freund, aber er nannte Adam einen Verräter. Ich glaube nicht, dass wir ihm noch vertrauen können."
"Typisch Adam", sagte Will spöttisch. „Es ist da eine Sache, die ich dir noch sagen sollte. Als Edward dich als Mensch kannte, war dein Name Bella, Isabella Marie Swan und du hast in Forks, Washington gewohnt. Und denk daran, dass sie dich manipulieren werden. Wenn sie uns finden, werden sie alles tun und sagen, um dich zurückzuholen."
Ich lehnte mich zu ihm und legte meinen Kopf auf seine harte Brust. Seine Arme hieltenmich schützend nahe an sich gedrückt, er küsste mich auf den Kopf und streichelte sanft mein Haar. Ich fühlte mich so sicher bei ihm. Ich würde ihn nicht verlassen. Niemand konnte uns trennen; wir liebten einander zu sehr. Was immer uns passieren würde, ich würde ihn nicht verlassen. Edward und seine Familie konnten mir erzählen, was sie wollten, sie würden mich nicht austricksen. Es gabnichts, was sie sagen konnten, das mich an diesem Mann zweifeln lassen könnte, der mich so liebevoll hielt. Da hörte ich ein lautes Klopfen an der Haustür und bevor sowohl Will als auch ich auch nur antworten konnten, hörte ich, wie sie aus ihren Scharnieren gerissen wurde.
„Wir haben Besuch!", schrie Anna.